Autor Thema: Deutsche Bahn ...  (Gelesen 18712 mal)

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Lokführer wollen Züge zur Ferienzeit lahmlegen
« Antwort #15 am: 19 Juli, 2007, 18:46 »
Die Deutsche Bahn steht vor dem ersten unbefristeten Streik seit 15 Jahren. Die Tarifgespräche mit der Gewerkschaft der Lokführer sind geplatzt. Anfang August soll der Arbeitskampf beginnen - mitten in der Urlaubszeit.

Berlin - Bahn-Kunden in Deutschland drohen im August massive Streiks. Die Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) wird am Montag mit der Urabstimmung für einen Arbeitskampf beginnen. Dies sagte der Chef der Organisation, Manfred Schell, heute in Berlin. Das Ergebnis werde am 3. oder 6. August feststehen. Danach könnte der Schienenverkehr bei der Deutschen Bahn auf unbestimmte Zeit flächendeckend zum Erliegen kommen. Es wäre der erste unbefristete Streik bei der Bahn seit 15 Jahren.

Zuvor war eine neue Verhandlungsrunde mit der Bahn gescheitert. Nach Angaben von Teilnehmern lagen die Positionen nach dem dreistündigen Gespräch noch weiter auseinander als zuvor.

Nachdem die GDL bislang deutliche Einkommenserhöhungen im zweistelligen Prozentbereich gefordert hatte, will sie nun "mindestens 31 Prozent" mehr Geld. Der Gewerkschaftsvorsitzende Manfred Schell begründete die erhöhte Forderung damit, dass die Bahn diese angeblich falsche Prozentzahl monatelang publiziert und damit Stimmung gemacht habe. "31 Prozent waren nie unsere Forderung", sagte Schell. Nun tue man der Bahn den Gefallen und fordere wirklich 31 Prozent.

Bahn-Personalvorstand Margret Suckale erklärte hingegen, die GDL habe in den Gesprächen heute sogar mehr als 31 Prozent verlangt. Damit hätte die Gewerkschaft ihre ursprüngliche Forderung noch weiter nach oben geschraubt. Das Unternehmen sei darüber "erschüttert und erstaunt", sagte Suckale.

Im Moment gibt es offensichtlich von beiden Seiten keine Lösungsansätze. "Wir sind an dieser Stelle ratlos", sagte Suckale. Der Konzern sei aber weiterhin verhandlungsbereit. Gerade in der Ferienzeit dürfe die Tarifauseinandersetzung nicht zu Lasten der Kunden ausgetragen werden.

Wie der Streik verlaufen soll, wollte die GDL noch nicht verraten. Allerdings haben die Lokführer bereits beweisen, dass sie über großes Drohpotential verfügen. Mit zwei Warnstreiks bei der Bahn und im S-Bahn-Verkehr großer Städte hatte die Gewerkschaft in den vergangenen Wochen bundesweit für Chaos gesorgt.

Die GDL fordert einen eigenen Tarifvertrag für die rund 34.000 bei ihr organisierten Lokführer und Zugbegleiter. Demnach soll das Anfangsentgelt für Lokführer von jetzt monatlich 1970 Euro auf 2500 Euro und das höchst mögliche Entgelt von 2142 Euro auf knapp 3000 Euro erhöht werden.

In der vergangenen Woche hatte sich Suckale mit den beiden anderen Bahn-Gewerkschaften Transnet und GDBA auf eine Lohnerhöhung von 4,5 Prozent verständigt. Dieses Angebot habe sie auch den Lokführern gemacht. Separaten Lohnerhöhungen nur für eine Berufsgruppe werde die Bahn nicht zustimmen.

Die Bahn habe zudem "eine Vielzahl von Möglichkeiten" angeboten, die Situation der Lokführer zu verbessern. Dazu gehörten ein Tarifvertrag über die Berufs- und Ausbildungsbedingungen sowie Gespräche über eine Bezahlung, die sich stärker an der Qualifikation und Leistung ausrichten könnte.

"Wir lassen nicht zu, dass eine Gewerkschaft versucht, unsere Belegschaft in Mitarbeiter erster und zweiter Klasse zu spalten", erklärte Suckale. "Wir kommen nur weiter, wenn alle drei Gewerkschaften am Tisch sitzen." Eine erste Einladung zu einem solchen Gespräch hatte die GDL heute Morgen allerdings ausgeschlagen.

In den Verhandlungen mit der GDL schlug die Bahn auch vor, einen unabhängigen Sachverständigen einzuschalten, der die Arbeit von Zugführern und anderen Bahn-Beschäftigten bewerten solle. Ein solcher Sachverständiger mache Sinn, sagte GDL-Chef Schell, allerdings "nicht im Augenblick". Er schlug vor, einen Tarifvertrag mit einer kurzen Laufzeit von sechs Monaten zu vereinbaren und dann über die neuen Vorschläge der Bahn zu sprechen.

Quelle : www.spiegel.de

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BAHNSTREIK: Wirtschaft warnt vor Logistik- Chaos in Deutschland
« Antwort #16 am: 22 Juli, 2007, 14:50 »
Ab morgen stimmen die Lokführer über einen Streik ab - und in Wirtschaft und Politik wächst die Angst vor den Folgen. Unternehmerverbände warnen vor logistischen Problemen und Ausfällen in der Produktion. Selbst die Kanzlerin schaltet sich ein.

Berlin - Angela Merkel sorgt sich, der Tarifkonflikt könne zu Behinderungen für Urlaubsreisende führen. Sie appellierte an die Verantwortung der Tarifpartner. "Jetzt in der Ferienzeit wäre es natürlich wünschenswert, dass die Menschen ihren Urlaubsort auch mit der Bahn möglichst unbeschwert und gut erreichen können", sagte die Bundeskanzlerin am Wochenende.

Auch die deutsche Wirtschaft fürchtet schwere Störungen bei einem unbefristeten flächendeckenden Streik der Lokführer. Verbände warnten vor schweren Störungen in der Produktion und forderten die Tarifparteien auf, eine Lösung am Verhandlungstisch zu finden.

"Viele Unternehmen sind zwingend auf einen zuverlässigen Schienenverkehr angewiesen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Martin Wansleben, der "Berliner Zeitung". Störungen im Transportablauf könnten eine Kette von Produktionsunterbrechungen nach sich ziehen. "Die Kosten eines Streiks für die Wirtschaft wären daher immens."

Mehdorn: Machtspiele einer Klein-Gewerkschaft

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) erklärte, dass "mit erheblichen Konsequenzen" zu rechnen sei. Der Leiter der Abteilung Energie, Verkehr und Telekommunikation, Kay-Dirk Lindemann, verwies darauf, dass täglich Tausende Tonnen Güter auf der Schiene transportiert würden, die eng in die logistischen Prozesse der Unternehmen eingebunden seien. "Die Transportabläufe auf Straße und Schiene sind die Achillesferse ganzer Wertschöpfungsketten in Deutschland."

Die Lokführer-Gewerkschaft GDL hatte am Freitag bekräftigt, die Urabstimmung über einen Arbeitskampf werde am Montag eingeleitet. Nach Angaben der Gewerkschaft könnte dann ab dem 7. August für mehrere Tage gestreikt werden. Die Gewerkschaft will einen eigenständigen Tarifvertrag für die Lokführer durchsetzen und fordert Lohnerhöhungen von mindestens 31 Prozent.

Am schärfsten äußerte sich naturgemäß Bahnchef Hartmut Mehdorn. Millionen von Bahnkunden, die sich auf den Urlaub freuten, dürften nicht unter den "Machtspielen einer kleinen Gewerkschaft" leiden, schimpft er in einem Gastbeitrag für die "Bild am Sonntag". "Im Interesse unserer Kunden wird die DB nicht müde, weiter die Hand auszustrecken", schrieb Mehdorn.

Die Tür für Gespräche sei nicht zugeschlagen. "Nur eines werde ich nicht zulassen: Dass wenige Gewerkschaftsfunktionäre die beispiellose Sanierungsleistung von 230.000 Bahnmitarbeitern kaputt machen."

Quelle : www.spiegel.de

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Re: BAHNSTREIK: Wirtschaft warnt vor Logistik- Chaos in Deutschland
« Antwort #17 am: 22 Juli, 2007, 21:22 »
Eigentlich Schade, daß es so wenige Arbeitsplätze gibt, wo es den Blutsaugern bei einen Streik richtig weh tut.
Hier lässt sich auch mit Auslagerung und Zeitarbeitssklaven wenig erreichen.  ;D

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Bahn: Gericht verbietet erneut Lokführerstreiks
« Antwort #18 am: 01 August, 2007, 18:33 »
Das juristische Tauziehen zwischen Bahn und Lokführergewerkschaft geht weiter: Das Düsseldorfer Arbeitsgericht hat den geplanten Streik der Lokführer in Nordrhein-Westfalen erneut verboten. Ein Rückschlag für die Lokführer - denn das Urteil gilt bundesweit.

Düsseldorf - Die Richter beriefen sich in ihrer einstweiligen Verfügung auf den Grundsatz der Tarifeinheit, wonach in einem Betrieb auch nur ein Tarifvertrag gelten soll. Außerdem habe die Bahn keine "Kampf-Parität". Da sie mit den meisten Mitarbeitern einen Tarifvertrag abgeschlossen habe und deswegen für sie die Friedenspflicht gelte, könne sie vom Mittel der Aussperrung keinen Gebrauch machen.

Die Bahn-Tochter DB Regio NRW habe sich mit einer entsprechenden einstweiligen Verfügung durchgesetzt, sagte ein Sprecher des Arbeitsgerichts Düsseldorf heute. Das Urteil gelte bundesweit, es gebe keine regionale Einschränkung, ergänzte der Sprecher. Erst gestern hatte das Arbeitsgericht in Mainz einen Antrag der Bahntochter DB Regio auf eine ähnliche Verfügung zurückgewiesen. Das Gericht hatte dies damit begründet, dass es bislang keinen konkreten Streikanruf gebe. Die Gewerkschaft hatte dies als Erfolg gewertet.

Der GDL-Landesvorsitzende in NRW, Frank Schmidt, kündigte an, die Entscheidung in der nächsten Instanz vor dem Landesarbeitsgericht anzufechten. Die Gewerkschaft sehe sich ihres grundgesetzlich verbrieften Streikrechts beraubt. "Die Begründung kann so nicht stehenbleiben."

Die Deutsche Bahn AG begrüßte das Urteil und forderte die GDL- Führung auf, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Das Gericht sei in vollem Umfang den Anträgen der Bahn gefolgt. Erst vor drei Wochen hatte das gleiche Gericht einen Warnstreik der GDL verboten. Auch in Frankfurt wurde heute ein Verfahren zwischen Bahn und GDL verhandelt. Dort will die GDL mit einstweiligen Verfügungen der Bahn unter anderem untersagen, Beschäftigten bei Teilnahme an Streiks Sanktionen anzudrohen.

GDL-Chef Manfred Schell hatte der Bahn vor dem Gerichtstermin vorgeworfen, eine juristische "Zermürbungstaktik" zu betreiben. Die Bahn hatte einen Tarifabschluss mit den beiden anderen Gewerkschaften Transnet und GDBA erzielt. Die GDL erkennt diesen aber nicht an und fordert für ihre Mitglieder einen eigenen Tarifvertrag, den sie notfalls mit Streik erkämpfen will. Die Lokführergewerkschaft leitete bereits eine Urabstimmung für einen Streik ein, um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen. Sie fordert Lohnerhöhungen von bis zu 31 Prozent und kürzere Arbeitszeiten.

Quelle : www.spiegel.de

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Lokführer wollen ganz Zugverkehr landesweit lahmlegen
« Antwort #19 am: 05 August, 2007, 10:20 »
Die Verhandlungspositionen sind ausgetauscht, jetzt bringen sich die Gegner in Stellung: Im Tarifkonflikt bei der Bahn läuft alles auf einen Streik zu. Der Chef der Lokführer-Gewerkschaft GDL, Manfred Schell, droht damit, den Zugverkehr in ganz Deutschland lahm zu legen.

Hamburg - "Es wird Mehdorn auch nichts nützen, wenn er mehrere Tausend Beamte einsetzt. Wenn wir streiken, bleiben die meisten Züge stehen, weil wir die neuralgischen Punkte zumachen", sagte Schell der "Bild am Sonntag". "Wir werden länger streiken als dem Bahnvorstand lieb sein kann", sagte Schell. Bundesweit seien rund 12.000 GDL-Mitglieder zum Streik aufgerufen.

Wie die Zeitung aus Bahn-Kreisen erfuhr, rechnet der Konzern ab Mittwoch mit einem bundesweiten Streik, der lang andauern könnte. Betroffen wären bis zu 28.000 Personen- und 4780 Güterzüge pro Tag und damit rund fünf Millionen Bahn-Kunden. hinzu kommen 170 internationale Züge mit 35.000 Fernreisenden, größtenteils Urlauber.

Um einen Teil des Zugverkehrs aufrechtzuerhalten, habe die Bahn einen Notfallplan aufgestellt. 8000 beamtete Lokführer sollen die wichtigsten Verbindungen sicherstellen. Sogar Verwaltungsmitarbeiter mit Lokführerschein sollen nach Informationen der "BamS" zufolge aushelfen. Busse sollen eingesetzt werden - vor allem im Nahverkehr, aber auch, um Urlauber an deutschen Grenzbahnhöfen abzuholen.

Schadensersatzdrohungen von Bahnchef Hartmut Mehdorn bei illegalen Streiks wies Schell heute noch einmal als "völlig unsinnig" zurück. "Es macht überhaupt keinen Sinn, über Schadensersatz oder disziplinarische Maßnahmen zu sprechen, wenn wir noch gar nicht zu Streiks aufgerufen haben", sagte der Gewerkschaftsführer der "Welt am Sonntag". Wenn gestreikt würde, werde die GDL natürlich einen rechtmäßigen Arbeitskampf führen. Auch die Sicherheit der Bahnkunden werde in keinem Fall gefährdet.

Von Drohgebärden unbeeindruckt

Im SPIEGEL hatte Mehdorn die Forderungen der GDL nach 31 Prozent mehr Geld als "irrwitzig" bezeichnet und streikenden Lokführern Disziplinarmaßnahmen angedroht, sollten sie die Sicherheit des Bahn-Betriebs gefährden. Darüber hinaus kündigte er eine Schadenersatzklage an: "Wenn durch illegale Aktionen der Bahn ein Millionenschaden entsteht, dann wollen wir den ersetzt haben". Bereits jetzt gingen der Bahn täglich Einnahmen in Millionenhöhe verloren.

Von den Drohgebärden des Bahnchefs zeigte sich Schell jedoch unbeeindruckt. Um einen Streik noch zu verhindern, müsse Mehdorn bis zum kommenden Dienstag ein gutes Angebot vorlegen, das einen separaten Tarifvertrag enthalte. "Alles andere wirkt nicht".

Die Gewerkschaft hatte am Freitag ein neues Gesprächsangebot der Bahn abgelehnt. Die Bahn sei selber Schuld, wenn gestreikt wird. "Sie hätte mit uns verhandeln sollen, statt uns zu ignorieren."

Glos mahnt Einigung an

Die Bundesregierung sieht dem Streik mit großer Sorge entgegen. "Kommt es zu Bahn-Streiks, so schadet das der Wirtschaft und dem Ansehen Deutschlands. So macht man sich keine Freunde", warnte Wirtschaftsminister Michael Glos in der "Bild am Sonntag".

Auch der Fahrgastverband Pro Bahn rief die Tarifparteien zur Besonnenheit auf. Nötig seien Zugeständnisse der Deutschen Bahn und ein Runder Tisch der drei Bahn-Gewerkschaften, sagte der Verbandsvorsitzende Karl-Peter Naumann am Sonntag in einem Interview mit der Nachrichtenagentur AP.

Den Bund forderte er auf, mit der Senkung der Mehrwertsteuer auf Bahntickets zur Lösung des Konflikts beizutragen. "Damit hätte man dann auch genügend Masse, um eine strukturelle Verbesserung bei den Gehältern zu finanzieren", sagte Naumann.

"Schlimme Folgen für die Passagiere"

Ein Arbeitskampf hätte aus seiner Sicht schlimme Folgen für Passagiere und Bahn. "Zu befürchten wären massive finanzielle Einbußen", warnte der Verbandschef. Zudem gehe es "um einen großen Vertrauensverlust". Gerade erst habe die Bahn es geschafft, mehr Geschäft zu akquirieren. "Es wäre wirklich auch unter ökologischen Gesichtspunkten nicht sinnvoll, wenn das wieder zurück auf die Straße verlagert würde", sagte Naumann.

Den Fahrgästen riet Naumann, trotz der Streikdrohung optimistisch zu bleiben. Die Gewerkschaft habe versprochen, die Aktionen rechtzeitig anzukündigen, so dass man sich über Radio oder Fernsehen informieren sollte. An den Streiktagen selbst gebe die Bahn-Internetseite Auskunft über Verspätungen.

"Schön ist es natürlich auf keinen Fall", sagte Naumann. "Und wenn es länger dauert, geht das Verständnis der Fahrgäste sicher auch verloren." Die Gewerkschaft sollte eher auf die Solidarität der Kunden setzen und Unterschriften sammeln, die man dann täglich bei Bahnchef Hartmut Mehdorn abliefern solle. "Das würde zeigen: Auch die Fahrgäste setzen sich dafür ein, dass das Fahrpersonal vernünftig bezahlt werden sollte", sagte Naumann.

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Lokführer und Bahn steuern auf Streik zu
« Antwort #20 am: 05 August, 2007, 18:08 »
Die letzten Hoffnungen der Bahn-Kunden auf einen Sommer ohne Streiks schwinden: Die Lokführer-Gewerkschaft GDL kündigte an, den Zugverkehr in ganz Deutschland lahmlegen zu wollen. Schon am Mittwoch könnte der Ausstand beginnen.

Hamburg - Verspätete Züge, verärgerte Passagiere, Chaos auf den Bahnhöfen: Schon am Mittwoch könnte der erbittert geführte Tarifstreit bei der Bahn die höchste Eskalationsstufe erreichen. Es droht ein bundesweiter Streik der Lokführer, dessen Ausgang völlig offen ist.

Am Wochenende hatten sich beide Seiten unnachgiebig gezeigt. Die Lokführer-Gewerkschaft GDL forderte Bahnchef Hartmut Mehdorn zuletzt auf, bis Dienstag ein "verhandlungsfähiges" Angebot vorzulegen. Morgen will sie das Ergebnis der Urabstimmung und ihr weiteres Vorgehen bekanntgeben. Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) warnte unterdessen vor einem Streik.

Fahrgast-Vertreter rieten unterdessen Urlaubern, für bevorstehende Reisen notfalls auf das Auto umzusteigen. Die Bahn bereitet sich mit Notfall-Plänen auf die Streiks vor. Es dürften aber wenige hundert streikende Lokführer reichen, um den Verkehr schwer zu stören.

"Wenn wir streiken, bleiben die meisten Züge stehen, weil wir die neuralgischen Punkte zumachen", so der GDL-Chef Manfred Schell in der "Bild am Sonntag". Deshalb sei er überzeugt, dass der Bahn auch der Einsatz mehrerer tausend Beamter nichts nützen werde. Der "Welt am Sonntag" sagte Schell, die Bahn sei selber schuld, wenn gestreikt wird. "Sie hätte mit uns verhandeln sollen, statt uns zu ignorieren." "Wir werden länger streiken als dem Bahnvorstand lieb sein kann", so Schell. Bundesweit seien rund 12 000 GDL-Mitglieder zum Streik aufgerufen.

Die Bahn will die Folgen durch den Einsatz 8000 verbeamteten Lokführer und jener Lokführer, die nicht bei der GDL organisiert sind, abschwächen. Auch Verwaltungsmitarbeiter mit Lokführerschein sollen auf wichtigen Strecken aushelfen. Zudem sollen Busse eingesetzt werden, vor allem im Nahverkehr, aber auch, um Urlauber an deutschen Grenzbahnhöfen abzuholen. Darüber hinaus kündigte Bahn-Chef Hartmut Mehdorn ein Sonderausbildungsprogramm für Bewerber innerhalb und außerhalb des Unternehmens an. "Das soll uns möglichst rasch zusätzliches Fahrpersonal bringen", sagte er dem SPIEGEL.

Mehdons Drohungen

Mehdorn drohte mit Klagen und Disziplinarmaßnahmen gegen streikende Lokführer. "Wenn durch illegale Aktionen der Bahn ein Millionenschaden entsteht, dann wollen wir den ersetzt haben", sagte Mehdorn dem SPIEGEL. Lokführer, die unverantwortlich handelten und etwa Züge auf offener Strecke abstellten, würden sofort vom Dienst suspendiert. Schell sagte, es würden weder illegale Aktionen vorgenommen noch die Sicherheit der Bahnkunden gefährdet. "Bei einem Streik bleiben unsere Lokführer nicht auf freier Strecke stehen, sondern fahren immer bis zum nächsten Bahnhof weiter", sagte der GDL-Chef.

Auch aus dem Konzern verlautete, dass Streiks kaum noch abzuwenden seien. Laut einem Bahn-Sprecher fahren pro Tag rund 33.000 Züge in Deutschland, darunter 28.000 Personenzüge. Fünf Millionen Menschen sind täglich mit der Bahn unterwegs, davon rund 4,7 Millionen Menschen im Nahverkehr, der Rest in IC und ICE. Dazu kommen demnach internationale Züge mit rund 35.000 Fernreisenden.

Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) sagte der "Bild am Sonntag": "Kommt es zu Bahn-Streiks, so schadet das der Wirtschaft und dem Ansehen Deutschlands. So macht man sich keine Freunde". Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, sagte der "Berliner Zeitung" vom Montag, es könne "nicht sein, dass eine verhältnismäßig kleine Berufsgruppe eine ganze Republik und Tausende von Kunden als Geiseln nimmt". FDP-Generalsekretär Dirk Niebel forderte, die Bundesregierung müsse einen Schlichter benennen. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) warnte, komme es zu längeren Streiks, könne dies auch "zu einem Knacks bei der Konjunktur führen."

Der Fahrgastverband Pro Bahn riet vielen Urlaubsreisenden angesichts der Lage zum Umstieg auf das Auto. "Wer noch keine Fahrkarte hat, dem muss man wohl mit einem ganz schlechten ökologischen Gewissen das Auto empfehlen", sagte der Pro-Bahn-Vorsitzende Karl-Peter Naumann. Naumann forderte die Deutsche Bahn und die Gewerkschaften zugleich zur Rückkehr an den Verhandlungstisch auf.

Den Bund rief Naumann dazu auf, mit der Senkung der Mehrwertsteuer auf Bahntickets zur Lösung des Konflikts beizutragen. "Damit hätte man dann auch genügend Masse, um eine strukturelle Verbesserung bei den Gehältern zu finanzieren", sagte Naumann.

"Massive finanzielle Einbußen"

Ein Arbeitskampf hätte aus seiner Sicht schlimme Folgen für Passagiere und Bahn. "Zu befürchten wären massive finanzielle Einbußen", warnte der Verbandschef. Zudem gehe es "um einen großen Vertrauensverlust". Gerade erst habe die Bahn es geschafft, mehr Geschäft zu akquirieren. "Es wäre wirklich auch unter ökologischen Gesichtspunkten nicht sinnvoll, wenn das wieder zurück auf die Straße verlagert würde", sagte Naumann.

Den Fahrgästen riet Naumann, trotz der Streikdrohung optimistisch zu bleiben. Die Gewerkschaft habe versprochen, die Aktionen rechtzeitig anzukündigen, so dass man sich über Radio oder Fernsehen informieren sollte. An den Streiktagen selbst gebe die Bahn-Internetseite Auskunft über Verspätungen.

"Schön ist es natürlich auf keinen Fall", sagte Naumann. "Und wenn es länger dauert, geht das Verständnis der Fahrgäste sicher auch verloren." Die Gewerkschaft sollte eher auf die Solidarität der Kunden setzen und Unterschriften sammeln, die man dann täglich bei Bahnchef Hartmut Mehdorn abliefern solle. "Das würde zeigen: Auch die Fahrgäste setzen sich dafür ein, dass das Fahrpersonal vernünftig bezahlt werden sollte", so Naumann.

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Re: Lokführer und Bahn steuern auf Streik zu
« Antwort #21 am: 05 August, 2007, 19:29 »
andererseits, wer gibt einen Anhaltspunkt für angemessene Löhne. Wenn jede Branche die einen "Erpressungsstatus" hat, zB Wasser, Gas und Strom, Verkehr, Gesundheit auf einmal sagt, ich bekomme ab morgen 30% mehr, was denkt ihr ist dann los im Ländle und wer bezahlts letzten Endes?
Soll nur mal ein Denkanstoß sein.
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Re: Lokführer und Bahn steuern auf Streik zu
« Antwort #22 am: 05 August, 2007, 22:33 »
Wenn Unternehmen Milliarden scheffeln, Steuergeschenke erhalten, dafür die Belegschaft abbauen,
wer zahlt das ?
Woher kommt denn diese " verdiente " Kohle ?
Und wem nützt sie was auf irgendwelchen Firmenkonten, während der geschröpfte AN in Hartz IV kommt und seine nicht geschützte Altervorsorge aufbrauchen darf ?
Jetzt will man uns auch noch weismachen, die Asiaten fressen uns die Milchprodukte weg, daher hoch mit die Preise !

"Erpressungstatus" haben genau die genannten ! Wieviel Wahl gibts den bei Gas, Wasser, Strom, Benzin, Verkehr , GEZ und Gesundheit ?

Offline Jürgen

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Re: Lokführer und Bahn steuern auf Streik zu
« Antwort #23 am: 06 August, 2007, 00:24 »
Wenn jede Branche die einen "Erpressungsstatus" hat, zB Wasser, Gas und Strom, Verkehr, Gesundheit auf einmal sagt, ich bekomme ab morgen 30% mehr, was denkt ihr ist dann los im Ländle und wer bezahlts letzten Endes?
Genau, Milch und Butter hast Du vergessen...
Und Mieten, Gebühren, Steuern auf Steuern usw. ...
So gesehen, müssten ziemlich Viele i.d.u.L. dreissig Prozent mehr kriegen, nur eben nicht die Mächtigen und Shareholder-Value-Raffkes.

Wie auch immer, in den vielen letzten Jahren waren es weit überwiegend die Arbeitgeber, die einen "Erpressungsstatus" hatten und reichlich auszunutzen wussten.
Es ist höchste Zeit, dass sich das ändert.

Ein Lokführer trägt die Verantwortung für Leib und Leben hunderter Passagiere und / oder Aber-Millionen-Werte.
Insofern ist er sicher anders zu entgelten als ein Schreibtischtäter oder Ticket-Knipser.
So ähnlich wie ein Pilot anders als die Saftschubse...

Eine Gewerkschaft gegen die andere auszuspielen, gehört heute offensichtlich auch zum wirtschaftspolitischen Kalkül.
Andererseits macht es kaum Sinn, wenn innerhalb einer Branche allzuviel kleine Gewerkschaften konkurrieren.
Deshalb gibt's Gewerkschaftsbünde und Arbeitgeberverbände, und darin einen Haufen überbezahlter und verfetteter Schlipsträger an allen Ecken und Enden, die man eigentlich endlich einmal bis zum Sieg der Vernunft in einen Sack stecken sollte...
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Lokführer stimmen für Bahn-Streik
« Antwort #24 am: 06 August, 2007, 12:54 »
Mitten in der Urlaubszeit steht Deutschland vor dem größten Bahnstreik seit 15 Jahren: Die Mitglieder der Lokführergewerkschaft GDL haben sich in der Urabstimmung mit überwältigender Mehrheit für einen unbefristeten Ausstand ausgesprochen.

Berlin - "Wir gehen davon aus, dass wir locker die 75 Prozent übersprungen haben", sagte ein GDL-Sprecher in Frankfurt mit Blick auf die Hürde, die für die Einleitung eines Streiks nötig ist. Die Urabstimmung hatte am Sonntag geendet. Am Montag wurden die Stimmen in Frankfurt ausgezählt. Das genaue Ergebnis soll auf einer Pressekonferenz um 13.15 bekannt gegeben werden. Doch die Zustimmung der Gewerkschaftsmitglieder sei überwältigend, sagte der GDL-Sprecher, das sei schon absehbar. Damit droht - mitten in der Urlaubszeit - der größte Bahnstreik seit 1992, als tausende Züge ausfielen.

Die Lokführer, Zugbegleiter und Gastronomiebeschäftigten kämpfen für einen eigenen Tarifvertrag und 31 Prozent mehr Gehalt. Den von der Bahn mit den anderen Gewerkschaften Transnet und GDBA ausgehandelten Tarifvertrag lehnt sie ab.

Bahnchef Hartmut Mehdorn hatte schon während der Urabstimmung eine harte Linie für den Arbeitskampf angekündigt. Mit Notfallplänen und dem Einsatz beamteter Lokführer will die Bahn die Auswirkungen des Ausstands in Grenzen halten. Wirtschaftsverbände und Verbraucherschützer hatten die Streikpläne im Vorfeld kritisiert und vor negativen Konsequenzen für die Konjunktur und Millionen Fahrgäste gewarnt.

Streikbeginn nicht vor Mittwoch

Der stellvertretende GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky skizzierte heute morgen in mehreren Radiosendern, wie der Streik voraussichlich ablaufen wird. Im Inforadio rbb sagte er, mit einem Bahnstreik sei nicht vor Mittwoch zu rechnen. Nach dem Ergebnis der Urabstimmung müsse zunächst über die weitere Strategie beraten werden. Auch wolle man der Bahn Zeit geben, ein neues Angebot vorzulegen. Sobald ein "ordentliches Angebot" komme, werde man den Streik aussetzen und verhandeln.

Zugleich warnte er vor dem Einsatz verbeamteter Lokführer als Streikbrecher. Diese Kollegen dürften zwar nicht streiken. "Allerdings verweisen wir darauf, dass sie auch nicht als Streikbrecher eingesetzt werden dürfen. Das heißt: Wo Tarifkräfte die Arbeit verweigern, kann kein Beamter hingeschickt werden, um weiter zu fahren", sagte Weselsky. Rund 40 Prozent der Lokführer seien verbeamtet.

Im Übrigen sei der Einsatz von Beamten nicht realistisch. Die Streikenden seien nicht zu ersetzen, sagte Weselsky. Denn die Beamten müssten auch die Strecken und die Baureihen der Loks kennen. "Sie können beispielsweise nicht einfach einen Güterverkehrslokomotivführer, der Beamter ist, auf einen ICE setzen", sagte auch ein GDL-Sprecher dem Nachrichtensender N24.

Reisenden so wenig wie möglich beeinträchtigen

Weselsky versuchte außerdem, der Wut der Reisenden zuvor zu kommen. Im Bayerischen Rundfunk sagte er, die GDL wolle ihre Strategie wegen der Urlaubszeit "sehr stark daran orientieren, so wenig als möglich die Reisenden zu beeinträchtigen". "Es ist nicht unsere Zielstellung, die Bundesrepublik flächendeckend mit Streik zu überziehen", sagte Weselsky im WDR Radio. Die Lokführer wollten "mit einer Art Nadelstichpolitik, die sich immer mehr verstärkt", dafür sorgen, "dass der Bahnvorstand sich bewegt".

Tatsächlich werden trotzdem viele Bahnurlauber bei ihren Reisen sehr viel Geduld und Zeit mitbringen. Denn die Lokführer wollen gezielt bestimmte Strecken und Knotenpunkte lahm legen.

Die Bahntochter DB Autozug allerdings wird nicht bestreikt. Das erklärte GDL-Anwalt Ulrich Fischer heute Morgen vor dem Arbeitsgericht in Frankfurt am Main. Es gebe einen gültigen Tarifvertrag mit dem Unternehmen, der nicht gekündigt sei. Deshalb gelte Friedenspflicht, sagte Fischer in der Verhandlung. DB Autozug hatte eine einstweilige Verfügung gegen einen Streikaufruf der GDL beantragt.

Am Landesarbeitsgericht Düsseldorf steht eine Entscheidung unterdessen noch aus. Die GDL hatte Berufung gegen eine Entscheidung des Arbeitsgerichtes Düsseldorf eingelegt, das per einstweiliger Verfügung verboten hat, im Nahverkehr von Nordrhein-Westfalen zum Streik aufzurufen. Nach Angaben des Landesarbeitsgerichts soll vermutlich morgen ein Verhandlungstermin festgelegt werden.

Mit Blick auf die anstehenden Gerichtsentscheidungen erklärte GDL-Vize Weselsky, seine Gewerkschaft werde sich an Recht und Gesetz halten. "Wenn uns Gerichte Arbeitskampfmaßnahmen verbieten wie derzeit in Nordrhein- Westfalen bei DB Regio, dann werden wir dort nicht zum Arbeitskampf aufrufen. Wir haben bisher noch keinen rechtswidrigen Streik durchgeführt und werden das auch in Zukunft nicht tun."

Quelle : www.spiegel.de

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Bahn bleibt stur - kein neues Angebot
« Antwort #25 am: 06 August, 2007, 16:50 »
Harter Kurs bei der Bahn wie bei der Gewerkschaft: Der Konzern will den Lokführern vorerst kein neues Angebot vorlegen, das Ultimatum der GDL bis morgen um 18 Uhr werde man verstreichen lassen. Damit ist der bevorstehende Streik nicht mehr aufzuhalten.

Berlin - "Wir haben den Eindruck, dass es der GDL-Spitze nur noch um eines geht: Um jeden Preis den Streik auszurufen", sagte Bahn-Personalvorstand Margret Suckale in Berlin. Zuvor hatten die Mitglieder der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) in einer Urabstimmung für einen unbefristeten Streik gestimmt. Mitten in der Urlaubszeit steht Deutschland damit vor dem größten Bahnstreik seit 15 Jahren.

Suckale kritisierte, die Gewerkschaft lehne stur jegliche Verhandlungen ab und wiederhole dagegen ihre unrealistischen Maximalforderungen. Der Konzern wolle daher weiter den gerichtlichen Weg bestreiten. Es könne nicht sein, dass 8000 GDL-Mitarbeiter den Urlaub oder die Arbeit von Millionen Menschen behindern. Das sei "völlig unverhältnismäßig".

Die Kampfbereitschaft der GDL ist groß: Satte 95,8 Prozent der Mitglieder stimmten für einen Arbeitskampf. Das teilte der GDL-Vorsitzende Manfred Schell heute Mittag mit. Damit liegt das Ergebnis weit über den nötigen 75 Prozent und sogar über den Erwartungen der Gewerkschaft selbst.

Gleichzeitig stellte Schell der Bahn ein Ultimatum: Bis morgen Abend um 18 Uhr solle der Konzern ein neues Angebot vorlegen, dann könne der Streik noch verhindert werden. Diese Offerte wies die Bahn nun zurück.

Der Ausstand soll voraussichtlich am Mittwoch beginnen. Denkbar seien Arbeitsniederlegungen im Güterverkehr von zwei bis drei Stunden, sagte Schell. Danach könnten die Streiks auf den Personenverkehr übergehen. Schell betonte, die Streikkassen der Gewerkschaft seien gut gefüllt.

Die Lokführer, Zugbegleiter und Gastronomiebeschäftigten kämpfen für einen eigenen Tarifvertrag und 31 Prozent mehr Gehalt. Den von der Bahn mit den anderen Gewerkschaften Transnet und GDBA ausgehandelten Tarifvertrag lehnen sie ab.

Wirtschaftsverbände und Verbraucherschützer hatten die Streikpläne im Vorfeld kritisiert und vor negativen Konsequenzen für die Konjunktur und Millionen Fahrgäste gewarnt. Bahnchef Hartmut Mehdorn hatte schon während der Urabstimmung eine harte Linie für den Arbeitskampf angekündigt. Mit Notfallplänen und dem Einsatz beamteter Lokführer will die Bahn die Auswirkungen des Ausstands in Grenzen halten.

Der stellvertretende GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky warnte dagegen heute morgen im rbb Inforadio vor dem Einsatz verbeamteter Lokführer als Streikbrecher. Diese Kollegen dürften zwar nicht streiken. "Allerdings verweisen wir darauf, dass sie auch nicht als Streikbrecher eingesetzt werden dürfen. Das heißt: Wo Tarifkräfte die Arbeit verweigern, kann kein Beamter hingeschickt werden, um weiter zu fahren", sagte Weselsky. Rund 40 Prozent der Lokführer seien verbeamtet.

Im Übrigen sei der Einsatz von Beamten nicht realistisch. Die Streikenden seien nicht zu ersetzen, sagte Weselsky. Denn die Beamten müssten auch die Strecken und die Baureihen der Loks kennen. "Sie können beispielsweise nicht einfach einen Güterverkehrslokomotivführer, der Beamter ist, auf einen ICE setzen", sagte auch ein GDL-Sprecher dem Nachrichtensender N24.

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Offline kater

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Re: Ab Montag massive Warnstreiks bei der Bahn
« Antwort #26 am: 06 August, 2007, 17:22 »
Leute, Leute ich bin zu 100% auf eurer Seite. Bin auch ein Arbeiterlein aus dem mittleren Osten. Hab aber glücklicherweise Arbeit und das Elend der Arbeitslosigkeit noch nicht kennen lernen müssen. Mein Reizthema sind die Managergehälter, Neiddebatte genannt. Mein Nachbar ist Lockführer. Ich kenne die sch... Dienste und das Gedrehe an der Dienstschraube.
Aber wie soll das gehen. Da wurschteln die Lockführer, dann mal die Krankenschwestern. Dann kommt ein Gericht und erklärt das alles für verfassungswiedrig.
Auferstanden aus Ruinen hatten wir auch schon mal probiert. War auch bescheiden gelaufen.
Was nützt das ganze Geschimpfe, wir haben Meinungsfreiheit aber keiner hört hin.
kater
« Letzte Änderung: 06 August, 2007, 20:13 von kater »
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Re: Ab Montag massive Warnstreiks bei der Bahn
« Antwort #27 am: 06 August, 2007, 19:48 »
Was nützt das ganze Geschimpfe, wir haben Meinungsfreiheit aber keiner hört hin.

Nun ich will´s mal so sagen, die Faust, die sich in der Tasche ballt, wird langsam größer.
Denn die Zahl derer, deren Ast, auf den sie sitzen immer dürrer wird, wächst beständig.

Vor 17 Jahren haben schon mal Betonköpfe was auf den Ihren bekommen.  ;D

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Re: Ab Montag massive Warnstreiks bei der Bahn
« Antwort #28 am: 07 August, 2007, 03:10 »
Ich hoffe sehr, dass mir neimals nachts im Park irgendeiner der bekannten dummdreist grinsenden Peanuts-Jongleure begegnet.
Sonst müsste ich wohl anschliessend mit allerlei Unbill aufgrund eines putativen Notwehr-Exzesses oder wahlweise unerklärlichen unwiderstehlichem Zwang und Affekt rechnen...
Ich kann ganricht sovel fressen wie ich kotzen möchte.

Dreissig Prozent sind doch den Bonzen für die eigene Tasche meist noch zuwenig...
Aber fünfzehn- oder achtzehnhundert netto für 'nen Zugbegleiter oder Lokführer sind eine Schande.
Da kriegt ja oft 'ne Kindergärtnerin mehr...
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Die Bahn kommt - ab Donnerstag nicht mehr
« Antwort #29 am: 07 August, 2007, 07:13 »
Es geht los: Im Güterverkehr beginnt am Donnerstag der Lokführer-Streik. Dann folgen die Personenzüge - Deutschland droht ein Chaos über Wochen oder Monate, so verhärtet sind die Fronten. Viele Konzerne, die vom Zugverkehr abhängen, fürchten riesige Unkosten.

Frankfurt am Main - Der Chef der Lokführergewerkschaft GDL, Manfred Schell, ist offensichtlich bemüht, nicht schon jetzt die Wut der Reisenden auf sich zu ziehen. Ab Donnerstag wollen die Lokführer loslegen mit dem Streik - 95,8 Prozent hatten zuvor in einer Urabstimmung für den Ausstand gestimmt. Zunächst solle nur der Güterverkehr bestreikt werden, sagte Schell. "Wir wollen verhindern, die Kundschaft zu verärgern." Doch auch das kann beim Personenlverkehr zu erheblichen Behinderungen führen. Und sollte die Bahn nicht bald ein verhandlungswürdiges Angebot vorlegen, wird bald auch der Personenverkehr direkt bestreikt.

Gegenüber der Wirtschaft will die Gewerkschaft Härte zeigen. Während sie die Reisenden im Fall der Fälle 24 Stunden vorher informieren will, wo und wann es zu Störungen kommen wird, sollen die Güterzüge "spontan bestreikt" werden.

Theoretisch könnte der Ausstand noch verhindert werden - bis morgen Abend hat die GDL der Bahn Zeit gegeben, ein Angebot für neue Verhandlungen vorzulegen. Doch dass das noch kommt, ist praktisch ausgeschlossen. Denn auch das Bahn-Management zeigt sich stur. "Es wird kein neues Angebot geben", sagte Personalvorstand Margret Suckale in Berlin. "Wir sind auf einen Streik vorbereitet", erklärte Bahnvorstand Karl-Friedrich Rausch. Bahnchef Hartmut Mehdorn hatte schon während der Urabstimmung eine harte Linie für den Arbeitskampf angekündigt. Weil die Fronten derart verhärtet sind, scheint ein Ende des Arbeitskampfes auch in weiter Ferne zu liegen.

Bei Unternehmen, die von der Bahn abhängig sind, ist deshalb die Sorge vor den Auswirkungen des Arbeitskampfes groß. Ein Sprecher des zweitgrößten deutschen Stahlkochers Salzgitter sagte: "Für die Stahlindustrie ist das Verkehrsaufkommen, das wir mit der Bahn haben, gewaltig." Ein Streik hätte "bedeutende Auswirkungen". Die Salzgitter AG appelliere an die Deutsche Bahn AG, die vereinbarte Leistung zu erbringen, zu der sie per Vertrag verpflichtet sei. Auch Volkswagen würde ein Arbeitskampf hart treffen. "Wir nehmen den Streik mehr als ernst", sagte ein Sprecher des Autobauers in Wolfsburg. Zu möglichen Schadenersatzforderungen an die Bahn wollten sich die Unternehmenssprecher nicht äußern. Wirtschaftsverbände und Verbraucherschützer hatten die Streikpläne schon im Vorfeld scharf kritisiert und vor negativen Konsequenzen für die Konjunktur und Millionen Fahrgäste gewarnt.

Die Bahn will den Betrieb zwar so gut es geht aufrechterhalten und setzt auf die Beamten im Konzern. "Wir planen aus heutiger Sicht die komplette Bedienung aller ICE-Linien bundesweit, einzelner IC-Linien und wollen mindestens die Hälfte des Nahverkehrsangebotes aufrechterhalten", erklärte Bahnvorstand Rausch. Dass die Bahn mit den Staatsdienern die Auswirkungen des Streiks auffangen kann, halten Gewerkschafter jedoch für unrealistisch. Nach Bahnangaben sind 40 Prozent der insgesamt 19.600 Lokführer Beamte. Die müssten jedoch die Strecken und Baureihen der Loks kennen, sagte Schell. Ein Güterzugführer könne nicht ohne weiteres auf einem ICE eingesetzt werden.

Die Lokführer, Zugbegleiter und Gastronomiebeschäftigten kämpfen für einen eigenen Tarifvertrag und 31 Prozent mehr Gehalt. "1500 Euro netto im Monat, das ist kein Geld", sagte Schell über die Lokführergehälter. "Hier muss spürbar nachgebessert werden." Dabei ließe sich über die Lohn- und Arbeitszeitforderungen für die rund 19.000 Mitglieder der GDL diskutieren, räumte Schell ein. Die Forderung nach einem eigenen Tarifvertrag sei jedoch "nicht verhandelbar". Die Bahn lehnt einen separaten Tarifvertrag für die Lokführer und Zugbegleiter strikt ab. Mit den anderen Bahngewerkschaften Transnet und GDBA hatte die Bahn Löhnerhöhungen von 4,5 Prozent ab kommendem Jahr sowie eine Einmalzahlung von 600 Euro ausgehandelt.

Die jetzt beschlossenen Streiks könnten durch gerichtliche Entscheidungen noch blockiert werden. Die Bahn hat vor diversen Gerichten bundesweit Verfahren gegen die angekündigten Arbeitskämpfe angestrengt. In Sachsen hat das Arbeitsgericht in Chemnitz Streiks bei Kleinbahnen heute bereits untersagt, die zu einer Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn gehören. Es gab dem entsprechenden Antrag der DB RegioNetz Verkehrs GmbH auf Erlass einer Einstweiligen Verfügung statt. Als Begründung führte das Gericht den Grundsatz der Tarifeinheit an. Von dem Beschluss betroffen sind fünf Nebenbahnen in Deutschland, unter anderem die Erzgebirgsbahn in Sachsen. Vor dem Arbeitsgericht Frankfurt am Main einigten sich die Parteien heute, Auto- und Nachtzüge nicht zu bestreiken.

Nach Bahnangaben fahren pro Tag rund 33.000 Züge durch Deutschland, darunter 28.000 Personenzüge. Fünf Millionen Menschen sind täglich mit der Bahn unterwegs, davon rund 4,7 Millionen Menschen im Nahverkehr, der Rest in IC und ICE. Dazu kommen demnach internationale Züge mit rund 35.000 Fernreisenden.

Quelle : www.spiegel.de

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