Autor Thema: Deutsche Bahn ...  (Gelesen 18707 mal)

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Deutsche Bahn ...
« am: 02 Juni, 2005, 17:47 »
Reisen mehrere Personen, die jeweils im Besitz einer Bahncard 50 und einer Bahncard 25 sind, zusammen mit der Deutschen Bahn, so bekommen sie am Verkaufsautomaten einen falsch berechneten Preis angezeigt -- sofern sie eine Nahverkehrsstrecke buchen, deren Fahrpreis unter 15 Euro liegt. Ein Fehler in der von der Bahntochter DB-Systems entwickelten Software sorgt dafür, dass bei diesen speziellen Nahverkehrstickets 2 bis 4 Euro zu viel berechnet werden. Der Softwarefehler tritt theoretisch auch bei der Internet-Buchung eines Bahntickets auf, schlägt dort aber nicht zu Buche, weil die Mindestpreisregelung die Buchung entsprechender Tickets nicht zulässt. Die taz, die in ihrer heutigen Ausgabe über die Fehlfunktion der Bahn-Software berichtet, geht in einer Hochrechnung von 1,35 Millionen falsch berechneter Tickets aus.

Gegenüber heise online dementierte Achim Stauß, Pressesprecher von DB-Systems, diese Größenordnung und nannte 2400 Ticket-Verkäufe, bei denen wahrscheinlich ein falscher Preis berechnet worden sei. Nach Stauß hat sich bislang ein einziger Bahnkunde mit einer Beschwerde gemeldet. Auch die Behauptung der taz, dass sich die Programmierer außer Stande sehen, das Softwareproblem zu beheben, dementierte Stauß. Interne Berechnungen hätten ergeben, dass ein Upgrade der Software und die daran anschließende Verteilung der Software Kosten in Millionenhöhe produzieren würden. Vor dem Hintergrund, dass die Mitfahrerregel ohnehin mit der Fahrplanumstellung im Dezember 2005 entfallen wird, habe man sich dazu entschlossen, Hinweisschilder auf die Automaten zu kleben. Diese Lösung sei vom Eisenbahnbundesamt als angemessene Fehlerreaktion genehmigt worden, betonte Stauß.

Der Softwarefehler entstand im Sommer 2003, als die Deutsche Bahn "kundenfreundlich kurzfristig" wieder die Bahncard 50 in ihr Programm aufnahm und die Programmier bedingt durch die schnelle Einführung keine Zeit mehr hatten, das Zusammenspiel von Bahncard 25 und Bahncard 50 zu testen.

Eine andere Änderung, die die Bahn am heutigen Donnerstag bekannt gab, kann einzelne Tickets dagegen ganz planmäßig verteuern: Sitzplatzreservierungen bei der Bahn sind von 12. Juni an auch dann kostenpflichtig, wenn sie per Internet oder am Automaten getätigt werden. Pro Strecke werden dann 1,50 Euro fällig. Reservierungen in den Reisezentren, über den Telefonservice der Bahn sowie bei DB-Agenturen kosten wie bisher 3 Euro pro Strecke. Seit April 2004 hatte die Bahn für Online- oder Automaten-Reservierungen kein Geld mehr verlangt.

Quelle : www.heise.de

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Deutsche Bahn: Vorstandbezüge steigen noch schneller als die Preise
« Antwort #1 am: 15 Oktober, 2006, 14:45 »
Die jüngsten Preiserhöhungen der Deutschen Bahn hat Bahn-Chef Hartmut Mehdorn mit hohen Energiepreisen begründet. Die Gehälter für ihn und seine Vorstandskollegen erwähnte er nicht - sie sind in den vergangenen Jahren um 400 Prozent gestiegen.

Hamburg - Im Geschäftsbericht kann man es nachlesen: Zwischen 1999 und 2005 sind die Bezüge des gesamten Bahn-Vorstands von 3,679 Millionen Euro auf 14,693 Millionen Euro erhöht, wie die "Welt am Sonntag" berichtet..

Der Vorsitzende des Verkehrsclubs Deutschland, Michael Gehrmann, sagte dazu: "Ich bin fassungslos. Die Kunden zahlen jedes Jahr höhere Preise, nur damit die Bahn-Chefs ein schönes Leben haben." Es hätte die letzten Jahre gar keine Gehaltserhöhung geben dürfen, denn die Leistung stimme nicht.

Ähnlich äußerte sich der Vorsitzende von Pro Bahn, Karl-Peter Naumann. "Wenn es super läuft, kann man die Bezüge der Spitzenmanager erhöhen - aber es läuft nicht super", sagte er. Die Züge seien nicht pünktlich, und die Preispolitik sei nicht ambitioniert. "Man erhöht einfach dauernd die Tarife."

Der Bahnkonzern wies die Kritik dem Bericht zufolge zurück. "Im Vergleich zu anderen Unternehmen dieser Größenordnung bewegen sich die Vorstandsgehälter im unteren Bereich", sagte ein Unternehmenssprecher.

Wie das Blatt schreibt, nimmt die Pünktlichkeit der Bahn weiter ab. Nach Informationen aus dem Bundesverkehrsministerium seien im ersten Halbjahr nur 82 Prozent der Züge weniger als fünf Minuten zu spät ans Ziel gekommen. Im August und September sei die Quote bis auf 68 Prozent abgesackt.

Quelle : www.spiegel.de

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Ab Montag massive Warnstreiks bei der Bahn
« Antwort #2 am: 01 Juli, 2007, 23:02 »
Millionen Bahnfahrer müssen sich am Montag auf einen unangenehmen Start in die Arbeitswoche oder den Urlaub einstellen: Im Tarifstreit bei der Deutschen Bahn planen die Gewerkschaften Transnet und GDBA morgen früh Warnstreiks.

Berlin - Die Tarif-Verhandlungen zwischen den beiden Eisenbahnergewerkschaften und der Deutschen Bahn wurden in der Nacht zum Sonntag ergebnislos abgebrochen. Die Entscheidung zu den Warnstreiks fällte die gemeinsame Tarifkommission bei ihrer Sitzung heute am Vormittag in Berlin. "Angesichts der Verweigerungshaltung der Arbeitgeberseite werden wir nun zu massiven Warnstreiks aufrufen", erklärte die stellvertretende Transnet-Vorsitzende Regina Rusch-Ziemba.

Schon ab fünf Uhr morgens oder sogar noch früher müssen sich Fahrgäste der Bahn deshalb morgen auf extrem lange Reisezeiten einstellen. Die ersten Warnstreiks sollen in den Morgenstunden bis in den Vormittag hinein stattfinden, "weil da natürlich viel Betrieb ist", wie Transnet-Sprecher Oliver Kaufhold im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE sagte.

In der Nacht wird es einen ersten Warnstreik in Dortmund geben. Schwerpunkt der Aktionen wird dann morgen unter anderem der Südwesten Deutschlands sein mit Streiks in Frankfurt, Freiburg und Karlsruhe. In Mecklenburg-Vorpommern wird unter anderem in Rostock und Wismar die Arbeit niedergelegt, in Thüringen wird vor allem Erfurt betroffen sein; dort sind auch auch Streikaktionen auf dem Bahnhof geplant. Auch im Hamburger Hauptbahnhof und im bayerischen Kempten werden am Morgen Bahn-Mitarbeiter streiken.

Wann und wo genau es zu Behinderungen kommen wird, wollte der Transnet-Sprecher nicht sagen - damit die Bahn nicht kurzfristig für Notfallpersonal sorgen kann. Die Gewerkschaften fordern für die rund 134.000 Beschäftigten der Bahn eine Lohnerhöhung von sieben Prozent, mindestens aber 150 Euro mehr im Monat. Die Bahn bietet eine Einmalzahlung von 300 Euro sowie Lohnerhöhungen um jeweils zwei Prozent in den Jahren 2008 und 2009. Das hatte die Tarifgemeinschaft als "Almosen" abgelehnt. Auch das in der jetzt abgebrochenen dritten Verhandlungsrunde vorgelegte Angebot des Bahn-Managements, die Einmalzahlung nicht auf Zuschläge anzurechnen, reichte den Gewerkschaftern nicht.

Die Gewerkschaft der Lokführer (GDL) - die von vorneherein an den Tarifverhandlungen nicht teilgenommen hat - hatte schon vorher "massive Behinderungen" des Zugverkehrs für die nächste Woche angekündigt. Sie will einen eigenen Tarifvertrag für die Lok- und Zugführer. Der Konzern lehnt dies ab, weshalb es bisher keine Gespräche mit der GDL gab. Die GDL will am Montag Einzelheiten zu den geplanten Streiks bekannt gegeben. Für das Wochenende und den Berufsverkehr am Montagmorgen wurde noch nicht mit Streiks gerechnet. Danach könnte es aber bundesweit zu Einschränkungen kommen.

Die Bahn hat sich schon vergangene Woche auf mögliche Streiks eingestellt und eine Service-Hotline für Kunden eingerichtet. Unter der Nummer 08000-996633 soll über Fahrplanänderungen oder den Ausfall von Zügen berichtet werden.

Quelle : www.spiegel.de

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Streikende Eisenbahner legen Zugverkehr lahm
« Antwort #3 am: 02 Juli, 2007, 09:04 »
In Dortmund blieben Fernzüge in den Depots, in Sachsen und Thüringen war der Nahverkehr lahm gelegt, in Rostock ging gar nichts mehr - die angekündigten Warnstreiks bei der Bahn haben am frühen Morgen für Behinderungen im Zugverkehr gesorgt.

Dortmund/Rostock/Frankfurt am Main - Bei der Bahn haben am frühen Morgen die angekündigten bundesweiten Warnstreiks begonnen. Die ersten Arbeitsniederlegungen gab es in Dortmund und Frankfurt am Main, wie die Gewerkschaft Transnet mitteilte. Dort sind die Aktionen zwar mittlerweile beendet, es wird jedoch bis in den späten Vormittag dauern, bis sich die Lage wieder normalisiert, wie ein Gewerkschaftssprecher erklärte.

Schwerpunkt war kurz vor 6 Uhr der Bahnhof Rostock. "Da geht momentan nichts mehr, da das Stellwerk seinen Betrieb eingestellt hat", sagte der Transnet-Sprecher. Weitere Arbeitsniederlegungen meldete die Gewerkschaft aus Thüringen im Raum Erfurt und aus Sachsen-Anhalt im Raum Halberstadt. Später sollten Freiburg und Karlsruhe an die Reihe kommen.

Als erste waren am Dortmunder Betriebsbahnhof rund 50 Mitarbeiter der Zugbereitstellung am frühen Morgen in einen befristeten Ausstand getreten. Nach Angaben der Streikenden konnten daher zwei Eurocity- Züge nach Basel und Wien sowie zwei ICE nach München nicht starten.

Später weiteten sie sich die Streiks auf den Rostocker Hauptbahnhof aus. Dort wurde der gesamte Schienenverkehr durch den befristeten Streik der Fahrdienstleitung lahm gelegt.

In Thüringen und Sachsen-Anhalt kam der Bahnverkehr vollständig zum Erliegen. Reisende müssen im Nahverkehr bis zum Vormittag mit erheblichen Verspätungen rechnen, sagte ein Transnet-Sprecher. Der Zugbetrieb wurde erst gegen 6.30 Uhr wieder aufgenommen. In Erfurt traten um 4.30 Uhr rund 50 Mitarbeiter der Zugbereitstellung in den Warnstreik. Damit sind einige Regionalbahnen ausgefallen. In Sachsen-Anhalt haben mehrere Stellwerker ihre Arbeit kurzzeitig niedergelegt.

Mit den Warnstreiks bekräftigen die Eisenbahner ihre Forderung nach Einkommensverbesserungen für die 134.000 Bahnbeschäftigten um 7 Prozent. Die Konzernführung hat bisher zweimal 2 Prozent bei einer Laufzeit von 30 Monaten angeboten. Die Tarifverhandlungen waren am Wochenende ergebnislos abgebrochenen worden. "Das bisherige Angebot der Bahn der Bahn ist für uns lächerlich und eine Provokation", sagte Karl-Heinz Zimmermann, Vorstandsmitglied von Transnet. Die Warnstreiks sollen die ganze Woche über mit unterschiedlichen regionalen Schwerpunkten weiter gehen.

Die nicht in die Verhandlungen mit der Deutsche Bahn AG eingebundene Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL) wollte heute bekannt geben, wann sie mit den angekündigten Streiks beginnt.

Die Bahn hat unter der Telefonnummer 08000-996633 eine Hotline eingerichtet. Allerdings war diese Leitung auf Grund des starken Andrangs von Rat suchenden Reisenden überlastet und ständig besetzt. Anrufer wurden von einer Banddurchsage vertröstet. Bis zum Morgen wurden laut Bahn bereits 25.000 Telefonate geführt. Zudem wollte die Bahn zusätzliches Service-Personal auf den betroffenen großen Bahnhöfen einsetzen, um die Reisenden informieren.

Quelle : www.spiegel.de

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WARNSTREIKS BEI DER BAHN - Zehntausende Pendler sitzen fest
« Antwort #4 am: 03 Juli, 2007, 10:01 »
Fern- und Regionalzüge, aber auch die S-Bahnen in den Großstädten stehen still. Der Streik von drei Bahn-Gewerkschaften hat den morgendlichen Pendlerverkehr lahm gelegt. Bisher blieb das befürchtete Chaos an den Bahnhöfen noch aus.

Frankfurt am Main - Ganz Deutschland ist von den Warnstreiks seit dem frühen Morgen betroffen. Außer dem Fern- und Regionalverkehr war unter anderem in Berlin, Hamburg, Hannover, Frankfurt am Main und München auch der S-Bahnverkehr beeinträchtigt. Teilweise kam der Bahnverkehr komplett zum Erliegen, unter anderem in Stuttgart. Bahnreisende müssen sich wegen der Streiks bis in den Abend hinein auf teils erhebliche Verzögerungen einstellen, erklärte die Deutsche Bahn AG.

Die Bahn bemühe sich, die "flächendeckenden Beeinträchtigungen" durch Information der Bahnkunden so gut wie möglich aufzufangen, sagte Unternehmenssprecher Achim Stauß am Morgen im ZDF. Der Streik sei eine "schwer beherrschbare Situation", die "möglichst bald beendet werden" müsse. Stauß appellierte an die Gewerkschaften, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Von 5 bis 9 Uhr haben die in der Lokführergewerkschaft GDL organisierten Lokführer und das Zugpersonal gestreikt. Die GDL fordert von der Bahn einen eigenen Spartentarifvertrag, was die Konzernführung bislang kategorisch ablehnt, sowie eine Tarifanhebung bis zu 31 Prozent. Auch die Gewerkschaften Transnet und GDBA organisierten Arbeitsniederlegungen, planen im Laufe des Tages noch zahlreiche weitere Aktionen und setzten damit ihre Warnstreiks im Tarifstreit mit der Bahn fort. Außer in Stuttgart sei deshalb der Zugverkehr auch im Großraum Eisenach vollständig zum Erliegen gekommen, teilten die Gewerkschaften mit.

Pendler haben sich auf Streik eingestellt

In Nordrhein-Westfalen blockierten in den Bahnhöfen und auf offener Strecke abgestellte Züge den Bahnverkehr zusätzlich, wie ein Bahnsprecher berichtete. Auch in Bayern kam der Zugverkehr teilweise zum Erliegen, betroffen war nach Auskunft eines Bahnsprechers vor allem der Nahverkehr. Das befürchtete Chaos auf den Bahnhöfen blieb aber bislang aus.

Zahlreiche Pendler hatten sich nach den Ankündigungen vom Montag offenbar auf die Streiks eingestellt. In München erklärte ein Bahnsprecher, viele hätten sich wohl einen freien Tag genommen oder den Beginn ihrer Arbeitszeit auf nach 9 Uhr gelegt. Zahlreiche Bahnfahrer stiegen auch auf das Auto um. "Die Straßen sind sehr voll, aber es läuft noch", sagte ein Polizist in der Verkehrsleitzentrale Hamburg gegen 7.45 Uhr. Von praktisch allen Autobahnen in Richtung Stadt wurde stockender Verkehr gemeldet.

Lokführer wollen wochenlang streiken, wenn nötig

Die Lokführergewerkschaft GDL will den Bahnverkehr in Deutschland gegebenenfalls wochenlang lahm legen, falls sich der Bahnvorstand nicht zu Verhandlungen über Entgelterhöhungen bereit erklärt. "Weitere Aktionen werden folgen", sagte der GDL-Vorsitzende Manfred Schell heute in Frankfurt am Main. Sie würden 24 Stunden vorher angekündigt, damit sich Reisende darauf einstellen könnten.

Schell wertete den Warnstreik als erfolgreich. Er hoffe, dass der Bahnvorstand das Chaos merke, das er angerichtet habe, sagte er. Verärgert zeigte er sich darüber, dass die Bahn beamtete Lokführer eingesetzt hatte. Streikende Lokführer seien aus den Führerhäusern entfernt worden; der Arbeitgeber habe mit Zwang gearbeitet, sagte er.

Bahn-Sprecher Stauß lehnte die Forderungen im ZDF ab. Den Lokführern einen eigenen Tarifvertrag zu gewähren, sei nicht möglich, sagte Stauß; die Forderung nach bis zu 31 Prozent bezeichnete er als "absurd hoch".

Quelle : www.spiegel.de

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Lokführer- Gewerkschaft lässt Mehdorn abblitzen
« Antwort #5 am: 03 Juli, 2007, 15:41 »
Angebot abgelehnt: Die Lokführergewerkschaft GDL hat die Einladung von Konzernchef Mehdorn zu neuen Verhandlungen ausgeschlagen. Die Funktionäre wollen nicht mit Vertretern der Konkurrenzgewerkschaften Transnet und GDBA an einem Tisch sitzen - der Streik geht nun weiter.

Berlin - Gerade einmal zwei Stunden ist es her, dass Bahnchef Hartmut Mehdorn den Gewerkschaften ein neues Gesprächsangebot unterbreitet hat - da kommt schon die erste Absage. Manfred Schell, der Chef der Lokführergewerkschaft GDL, erklärte im Hessischen Rundfunk, dass er an den für Donnerstag angesetzten Verhandlungen nicht teilnehmen werde. Zur Begründung sagte er, dass die Gewerkschaften GDL und Transnet völlig unvereinbare tarifliche Ziele hätten, die sich in einer gemeinsamen Verhandlung nicht in Einklang bringen ließen.

Mehdorn hatte zuvor alle drei beteiligten Gewerkschaften - GDL, Transnet und GDBA - für Donnerstag zu neuen Verhandlungen eingeladen. Seine Bedingung war jedoch, dass sich alle Parteien gemeinsam an einen Tisch setzen. Genau dies lehnt die GDL ab.

"Am Donnerstag wird über die Forderungen der Transnet geredet, das ist gut so, die sollen verhandelt werden", sagte Schell. "Aber wenn Herr Mehdorn von uns etwas will, dann hat er uns zu einer eigenen Tarifverhandlung einzuladen." Beobachter fürchten nun, dass sich der Arbeitskampf bei der Bahn in die Länge ziehen könnte. Die GDL hatte bereits angekündigt, "zur Not wochenlang" zu streiken.

Mehdorn hatte seine Einladung mit keinem neuen Tarifangebot verknüpft. Er machte allerdings deutlich, dass er die Warnstreiks von Transnet, GDBA und GDL für "völlig unverständlich und inakzeptabel" halte. Die Warnstreiks kosteten das Unternehmen jeden Tag einen "zweistelligen Millionenbetrag".

Während die GDL an der Verhandlungsrunde auf gar keinen Fall teilnehmen will, möchte Transnet die Einladung zunächst "auf ihre Substanz" prüfen. Morgen will die Gewerkschaft bekannt geben, ob sie das Angebot annimmt.

Die Tarifauseinandersetzung bei der Bahn wurde von Anfang an durch die unterschiedlichen Forderungen der drei Einzelgewerkschaften erschwert. So verlangt die Lokführergewerkschaft GDL von der Bahn einen eigenen Spartentarifvertrag, was die Konzernführung bislang ablehnt. Geht es nach der GDL, sollen die Löhne und Gehälter um bis zu 31 Prozent steigen.

Auch Transnet und GDBA fordern höhere Einkommen, allerdings wesentlich moderater. Die beiden Gewerkschaften organisieren ihre Arbeitsniederlegungen deshalb getrennt von der GDL.

Warnstreiks der GDL hatten heute den Berufsverkehr seit dem frühen Morgen stark behindert. Hunderttausende Pendler und Reisende mussten zum Teil stundenlange Verzögerungen hinnehmen. Die Lokführer beendeten ihren Streik für heute - trotzdem müssen Reisende noch den ganzen Tag mit Verspätungen und Ausfällen rechnen, zumal die beiden anderen Bahngewerkschaften ihre Aktionen fortsetzen.

Kurz vor dem Mittag legten die Gewerkschaften den S-Bahn-Verkehr in Hamburg lahm. Am Hauptbahnhof als S-Bahn-Knotenpunkt ging nichts mehr, dadurch wurden alle Linien ausgebremst: "Die Beeinträchtigungen waren erheblich", sagte Bahnsprecher Dirk Pohlmann am Mittag. Für den Nachmittag sind weitere Warnstreiks in München, Cottbus, Köln und in Thüringen geplant. Auch dort dürfte es wieder großflächige Probleme geben.

Mehdorn zufolge wurde der Bahnbetrieb heute "flächendeckend schwer gestört", besonders in Ballungszentren. Der Bahnverkehr sei nahezu zum Erliegen gekommen. Bis Mitternacht werde eine Rückkehr zu Normal nicht mehr erreicht werden können, sagte der Konzernchef. Erst morgen könne neu begonnen werden. Dies sei aber von der Streiklage abhängig.

Quelle : www.spiegel.de

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Gewerkschaften starten neue Streikwelle vor Gipfel mit Mehdorn
« Antwort #6 am: 03 Juli, 2007, 19:27 »
Die Gewerkschaften wollen die Einladung von Bahnchef Hartmut Mehdorn zum Spitzengespräch annehmen - und vorher noch mal ihre Macht ausspielen. Am Mittwoch soll es erneut Warnstreiks geben, die Fahrgäste müssen sich für massive Verspätungen wappnen.

Berlin - "Wir sind zu Gesprächen bereit, die dazu dienen, eine weitere Eskalation des Tarifkonflikts zu vermeiden", sagte Norbert Hansen, Chef der Gewerkschaft Transnet. Ungeachtet dessen sollen die Warnstreiks unvermindert fortgesetzt werden. Insgesamt an 13 Standorten soll es Aktionen geben.

Die massivsten Störungen soll es rund um Kassel, Mainz und Wiesbaden geben. In Mecklenburg-Vorpommern werde der Raum Stralsund betroffen sein, in Sachsen-Anhalt der Raum Halle, teilte Transnet mit. Auch im brandenburgischen Potsdam werde es zu Arbeitsniederlegungen kommen. Warnstreiks seien auch im Güterverkehr geplant. Dort soll der Schwerpunkt im Raum Nürnberg liegen.

Die drei Bahn-Gewerkschaften GDL, Transnet und GDBA hatten schon am Dienstag mit über den ganzen Tag verteilten Arbeitsniederlegungen den Bahnverkehr in Deutschland stark beeinträchtigt. In vielen Städten kam der Verkehr über den Tag verteilt teilweise vollständig zum Erliegen.

Bahnchef Hartmut Mehdorn hatte den Gewerkschaften daraufhin für Donnerstag neue Gespräche angeboten - allerdings kein neues Angebot in Aussicht gestellt. Mehdorns Bedingung war, dass sich alle Parteien gemeinsam an einen Tisch setzen. Genau dies hat die GDL bislang immer abgelehnt. Er machte außerdem deutlich, dass er die Warnstreiks für "völlig unverständlich und inakzeptabel" halte. Die Warnstreiks kosteten das Unternehmen jeden Tag einen "zweistelligen Millionenbetrag".

"Wir werden an diesem Gespräch teilnehmen und unsere Zusage liegt vor", sagte der GDBA-Vorsitzende Klaus-Dieter Hommel im Bayerischen Rundfunk. Sprecher Uwe Reitz betonte aber, man erwarte von Mehdorn substanzielle Bewegung, die dann in neue Verhandlungen münden könne. "Nur für Kaffee und Kuchen kommen wir nicht nach Berlin." Auch von der Gewerkschaft Transnet, die mit der GDBA eine Tarifgemeinschaft bildet, hieß es, man werde teilnehmen. Die Warnstreiks wollen beide Organisationen bis dahin fortsetzen.

Nach anfänglichem Zögern zeigte sich auch die GDL zu einem Gespräch bereit . GDL-Chef Manfred Schell betonte allerdings im Bayerischen Rundfunk, dass Mehdorn nicht zu Tarifverhandlungen, sondern lediglich zu Gesprächen eingeladen habe. Schell äußerte zugleich die Hoffnung, dass das Treffen in Tarifverhandlungen münde. Dann sei auch mit einem Ende der Streiks zu rechnen. Die GDL pochte bislang auf getrennte Verhandlungen mit dem Konzern, weil sie einen eigenen Tarifvertrag verlangt und ihre Forderung von bis zu 31 Prozent mehr Lohn deutlich über den Lohnforderungen der anderen Gewerkschaften liegt.

Mehdorn bezeichnete die Forderung als "irrwitzig und nie zu erfüllen". Er warf der GDL "erpresserische Maßnahmen" vor. Die GDL-Forderung nach einem eigenen Tarifvertrag werde die Bahn nicht hinnehmen. "Wir werden eine Spaltung der Mitarbeiter nicht akzeptieren", sagte er.

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Warnstreiks stören massiv den ICE- Verkehr
« Antwort #7 am: 04 Juli, 2007, 10:13 »
Die Bahn streikt weiter - aber das befürchtete Chaos blieb diesmal aus. Von Beeinträchtigungen des Zugverkehrs besonders betroffen sind Kassel und Mainz. Am Vormittag soll es ein Spitzengespräch der Gewerkschaften mit Bahn-Chef Mehdorn geben.

Hamburg - Die Bahnmitarbeiter haben am Morgen ihre Warnstreiks mit Schwerpunkt in Hessen fortgesetzt. Die massivsten Aktionen gab es nach Angaben der Gewerkschaft Transnet im Raum Kassel, wo Beschäftigte der Stellwerke sowie der Zugbereitstellung die Arbeit niederlegten. Davon werden den Angaben zufolge in den nächsten Stunden sowohl der ICE- als auch der Regionalverkehr betroffen sein.

In Mainz und Wiesbaden fuhren zeitweise überhaupt keine Züge mehr. In Stralsund ließen Mitarbeiter der Fahrdienstleitung von 4 bis 6 Uhr ihre Arbeit ruhen. Insgesamt 18 Züge waren nach Transnet-Angaben davon betroffen. In Nürnberg traten am Rangierbahnhof mehrere Beschäftigte in einen Warnstreik. Dies führte zu Störungen im Güterverkehr. In Halle (Saale) und Sangerhausen legten rund 30 Mitarbeiter der Stellwerke für zwei Stunden die Arbeit nieder. Dies hatte Auswirkungen auf die Strecken Halle-Kassel und Erfurt-Magdeburg. In Potsdam wurden im Reisezentrum die Kunden nicht bedient.

Betroffen von den teils nicht angekündigten Stellwerk-Warnstreiks waren laut Bahn die ICE-Linien Hamburg-Kassel-München, Hamburg-Kassel-Frankfurt-Basel, Berlin-Braunschweig-Frankfurt-Basel, Berlin-Braunschweig-Stuttgart-München sowie Dresden-Leipzig-Frankfurt. Auf der linken Rheinseite könnten demnach überhaupt keine Züge mehr fahren. Sie müssten über die rechte Rheinstrecke und Wiesbaden umgeleitet werden, was zu längeren Fahrzeiten führe, hieß es. Zwischen Mainz und Worms ruhe der Nah- und Fernverkehr komplett.

Es sei derzeit noch offen, wann diese Warnstreiks beendet würden. Laut der Bahngewerkschaft Transnet beteiligten sich heute rund 1000 Beschäftigte an dem Ausstand. Zu einem Chaos im Berufsverkehr kam es laut einem Bahn-Sprecher aber bisher nicht, das Ausmaß der Behinderungen blieb hinter dem vom Vortag zurück. Die S-Bahnen in den Ballungsräumen verkehrten laut Angaben der Deutschen Bahn nach Fahrplan.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), die gestern noch für massive Verspätungen und Zugausfälle gesorgt hatte, will bis zu einem für morgen angesetzten Gespräch mit Bahnchef Hartmut Mehdorn keine Aktionen durchführen.

Das Treffen der Gewerkschaftsvorsitzenden Norbert Hansen von Transnet und Klaus-Dieter Hommel von GDBA mit Mehdorn soll heute um 11 Uhr in Berlin stattfinden."Wir sind zu Gesprächen bereit, die dazu dienen, eine weitere Eskalation des Tarifkonflikts zu vermeiden", hatte Hansen gestern Abend erklärt.

Erhöhte Nachfrage bei Mitfahrzentralen

Die Streiks sorgen nicht nur bei Bussen und Taxis für eine deutlich erhöhte Nachfrage, auch die Mitfahrzentralen profitieren von dem Ausstand. Die Internetseite mitfahrzentrale.de etwa verzeichnete gestern 15.000 Besucher, das waren 50 Prozent mehr als üblich und ein neuer Rekord, wie der Chef des Internetportals, Martin Buske, dem Berliner "Tagesspiegel" sagte.

Vor allem Pendler hätten Fahrgemeinschaften gebildet. "Die Telefone standen nicht mehr still, die Leute haben direkt von den Bahnhöhen bei uns angerufen", sagte Buske. Auch der Chef des Verbandes der Mitfahrzentralen in Deutschland und Europa, Hans Ludwig Klaus, bestätigte der Zeitung eine bundesweit erheblich höhere Nachfrage als an normalen Tagen.

Mit den Warnstreiks wollen die Gewerkschaften Transnet und GDBA ihrer Forderung nach sieben Prozent mehr Geld für rund 134.000 Bahn-Beschäftigte Nachdruck verleihen. Das bisherige Angebot der Bahn lautet zwei Mal 2,0 Prozent Lohn- und Gehaltserhöhung innerhalb von 30 Monaten.

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Interner Gewerkschafts- Ärger behindert Einigung im Bahn- Streik
« Antwort #8 am: 04 Juli, 2007, 15:27 »
Verkehrte Welt bei der Bahn: Statt gemeinsam für mehr Lohn zu kämpfen, bekriegen sich die Gewerkschaften untereinander. Auch wenn die Warnstreiks vorerst zu Ende sind, heißt das für Bahnkunden keine Entwarnung - denn die Streithähne setzen sich noch immer nicht an einen Tisch.

Hamburg - "Überzogen", "schädlich", "unverhältnismäßig" - das sind Worte, mit denen normalerweise Arbeitgeber Streiks kommentieren. In diesen Tagen kommt die Kritik jedoch von anderer Seite: Bei der Deutschen Bahn sind es die Gewerkschaften selbst, die verbal übereinander herfallen.

Die einen wollen nicht mit den anderen an einem Tisch sitzen, die anderen wiederum warnen vor einer Spaltung des Arbeitnehmerlagers. Die Leidtragenden sind die Bahnkunden: Wegen des internen Zoffs müssen sie sich auf einen langen Streik einstellen.

Drei Gewerkschaften, die sich gegenseitig bekämpfen - in Deutschland ist das einmalig. In der Regel haben die Organisationen die Branchen untereinander aufgeteilt: Dienstleistungen für Ver.di, Metall und Elektro für die IG Metall, Chemie für die IG BCE. Gegenseitige Streitereien - wie zum Beispiel in Frankreich zwischen den christlichen, sozialistischen und trotzkistischen Gewerkschaften - werden so von vorneherein vermieden.

Anders ist es bei der Deutschen Bahn: Gleich drei Arbeitnehmerorganisationen fühlen sich für das Unternehmen zuständig: die Gewerkschaft der Lokführer GDL, die größte Bahngewerkschaft Transnet und die Beamtengewerkschaft GDBA. Für Konzernchef Hartmut Mehdorn wird es dadurch doppelt schwierig, die aktuelle Tarifauseinandersetzung zu beenden. Denn die GDL will keine gemeinsamen Verhandlungen mit den anderen beiden Gewerkschaften führen.

Heute Vormittag kam Mehdorn deshalb nur mit Vertretern von Transnet und GDBA zusammen, die Lokomotivführer blieben dem Treffen bewusst fern. Der Konzern und die anwesenden Arbeitnehmer kamen sich offensichtlich näher - Transnet stellte sogar ein Ende der Warnstreiks in Aussicht.Doch ohne Einigung mit der GDL dürfte das den Arbeitskampf kaum beenden. Morgen wollen sich nun alle Beteiligten zusammensetzen; die GDL legt allerdings größten Wert darauf, dass es dabei nur um "ein Gespräch" und "nicht um Verhandlungen" gehe.

Das Problem ist fast so alt wie die Bahn. Im Jahr 1867 gründete sich die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), nach eigenen Angaben ist sie die älteste Arbeitnehmerorganisation Deutschlands. Zu ihren Mitgliedern gehören auch Schaffner und Zug-Kellner - die Mehrheit der Bahnmitarbeiter bleibt allerdings außen vor.

Schalterangestellte, Bahnhofskräfte und Gleisarbeiter sind deshalb bei Transnet organisiert, der mit Abstand größten Bahngewerkschaft. Hinzu kommt außerdem noch die Gewerkschaft Deutscher Bundesbahnbeamter und Anwärter (GDBA). Sie vertritt die Interessen der Staatsbediensteten, die noch vor der Privatisierung der Bundesbahn 1994 eingestellt wurden.

Bei ihren Streikaktionen gehen die Gewerkschaften einzeln vor. Gestern traten zum Beispiel die Lokführer in den Ausstand. Heute sind sie zwar wieder zum Dienst erschienen, dafür rief aber Transnet zur Arbeitsniederlegung auf. Selbst wenn sich eine der Gewerkschaften mit der Konzernführung auf einen neuen Tarifvertrag einigen würde - die jeweils andere würde vermutlich weiterstreiken.

Vor allem die GDL ist sich ihrer Macht bewusst: Ähnlich wie die Piloten bei der Lufthansa wissen die Lokführer, dass ohne sie nichts läuft. Mit wenigen tausend Mitgliedern kann die Organisation daher den gesamten Bahnbetrieb lahm legen.

So unterschiedlich die Gewerkschaften ihren Arbeitskampf führen, so verschieden sind auch ihre Forderungen. Transnet und GDBA haben eine Tarifgemeinschaft gebildet, die für sieben Prozent mehr Lohn und Gehalt kämpft. Die Bahn bietet bisher zwei mal zwei Prozent in den kommenden beiden Jahren.

Deutlich mehr verlangt hingegen die GDL: Geht es nach ihr, dann soll es für die Lokführer bis zu 31 Prozent mehr Lohn geben. Die Gewerkschaft will deshalb einen eigenen Spartentarifvertrag - und über diesen auch nur allein verhandeln.

Mehdorn in der Zwickmühle

Ganz unbegründet ist die drastische Forderung nicht. Derzeit erhalten Lokführer als Einstiegsgehalt 2000 Euro - nicht gerade viel, wenn man die Verantwortung bedenkt, die sie in ihrem Beruf tragen. Selbst mit einigen Jahren Erfahrung steigt das Entgelt kaum, das Ende der Karriereleiter ist meist mit 26 Jahren erreicht. Sogar der Fahrgastverband Pro Bahn zeigte Verständnis für die Forderung der Lokomotivführer.

Selbstbewusst tritt deshalb GDL-Chef Manfred Schell für die Interessen seiner Mitglieder ein. Seine Gewerkschaft und die anderen beiden hätten "völlig unvereinbare tarifliche Ziele". Wenn Bahnchef Hartmut Mehdorn "von uns etwas will, dann hat er uns zu einer eigenen Tarifverhandlung einzuladen".

Von einer Spaltung des Gewerkschaftslagers will der Funktionär nicht sprechen. Tatsächlich jedoch läuft die Auseinandersetzung genau darauf hinaus. Die GDL-Mitglieder, sagt Schell, seien unzufrieden mit der Forderung von Transnet und GDBA, sieben Prozent mehr Lohn seien zu wenig. "Unsere Mitglieder brauchen eine bessere Bezahlung und bessere Arbeitszeiten." Gestern empörte sich Schell bereits, die Verhandlungsstrategie der beiden anderen Gewerkschaften habe die Position der Lokführer "geschwächt".

Warnung vor einem Präzedenzfall

Transnet und GDBA wiederum wollen sich ihren Arbeitskampf nicht von der GDL verderben lassen. Das Vorgehen der Lokführer sei "ein absolut schädlicher Weg", schimpft Transnet-Chef Norbert Hansen. Für einzelne Berufsgruppen gesonderte Abschlüsse anzustreben, spalte die Arbeitnehmerfront.

Auch GDBA-Chef Klaus-Dieter Hommel kritisiert die Warnstreiks der Lokführer als "sehr überzogene Maßnahme". Die Strategie der GDL sei für das gemeinsame Anliegen, mehr Lohn zu erreichen, "schädlich". Die Arbeitgeberseite versuche bereits, diese Situation auszunutzen und die Bahngewerkschaften gegeneinander auszuspielen.

Ob Bahnchef Mehdorn das Feld tatsächlich als lachender Vierter verlässt, ist allerdings fraglich. Bekommt er die Beteiligten nicht an einen Tisch, wird sich der Arbeitskampf in die Länge ziehen - mit fatalen Folgen für den Konzern. Pro Tag kostet der Streik laut Mehdorn einen "zweistelligen Millionenbetrag".

Bisher beharrt der Konzernchef deshalb auf seinem Kurs. Die Forderung der GDL nach einem eigenen Tarifvertrag sei "irrwitzig" und nicht zu erfüllen. "Es wäre ein Präzedenzfall, wenn sich Minderheiten durch Erpressung eigene Tarifverträge erstreiten könnten."

Quelle : www.spiegel.de

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Streiks : Bahn legt neues Angebot vor
« Antwort #9 am: 05 Juli, 2007, 11:20 »
Die Deutsche Bahn hofft im Tarifstreit auf eine schnelle Lösung - auch, weil sie allen drei Gewerkschaften eine neue Offerte machen will. Eine Einigung mit den Lokführern ist allerdings unwahrscheinlich, denn bei deren Forderungen will die Bahn hart bleiben.

Berlin - Die Bahn sei "zuversichtlich, dass wir weiterkommen", sagte Personalvorstand Margret Suckale heute im ZDF vor dem am Vormittag beginnenden Treffen mit den Gewerkschaften Transnet und GDBA. Suckale bekräftigte, die Bahn werde dabei ein "neues verbessertes Angebot" vorlegen. Allerdings müsse die "erhebliche Arbeitsplatzsicherheit" bei der Bahn berücksichtigt werden. Dazu passten "wirklich nur moderate Abschlüsse". Die Forderung der Gewerkschaft der Lokführer (GDL) nach einem eigenen Tarifvertrag lehnte Suckale weiter ab. Die Bahn wolle "keine Spaltung der Belegschaft, nicht Mitarbeiter erster und zweiter Klasse".

Transnet und GDBA fordern in der Tarifrunde sieben Prozent mehr Lohn, die GDL im Rahmen eines eigenen Spartentarifvertrags für Lokführer und Zugbegleiter bis zu 31 Prozent mehr. Zunächst hatte die Bahn neben einer Einmalzahlung von 300 Euro Erhöhungen um jeweils zwei Prozent für die Jahre 2008 und 2009 angeboten. Nach den ersten Warnstreiks seit Wochenbeginn, die den Pendelverkehr in weiten Teilen Deutschlands lahmlegten, bot die Bahn jedoch neue Gespräche für heute Vormittag an. Bis dahin setzen die Gewerkschaften weitere Warnstreiks aus.

Mit der GDL will die Bahn getrennt in Frankfurt verhandeln, hat allerdings angekündigt, bei den Gesprächen hart bleiben zu wollen. Einkommensverbesserungen von 31 Prozent seien eine "völlig inakzeptable Forderung", sagte Suckale. Man wolle nicht erpressbar werden. Das Argument, es handele sich bei den Lokführern um eine Berufsgruppe mit besonders hoher Verantwortung, wies Suckale zurück. Die Deutsche Bahn sei ein hoch technisiertes Unternehmen, bei dem viele Mitarbeiter hohe Verantwortung trügen. "Aus diesem Grund besteht überhaupt kein Grund, warum Lokführer im Verhältnis mehr bekommen sollen als andere."

Gleichzeitig verwies Suckale auf den harten Konkurrenzkampf im deutschen Bahngeschäft. "Im Durchschnitt zahlen wir in Spitzen sogar bis zu 25 Prozent mehr als der Wettbewerb." Darüber hinaus sei nicht einzusehen, warum die Deutsche Bahn, "mit derselben Gewerkschaft, die bei unseren Wettbewerbern nur zwei bis drei Prozent abschließt", einen höheren Tarifabschluss machen solle.

Quelle : www.spiegel.de

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Tarifstreit : Lokführer planen neue Warnstreiks
« Antwort #10 am: 05 Juli, 2007, 16:55 »
Spitzengespräch ohne Ergebnis: Nach einem Treffen mit Bahn-Chef Mehdorn hat die Gewerkschaft der Lokführer neue Warnstreiks für nächste Woche angekündigt. Auch die Verhandlungen mit den anderen beiden Bahngewerkschaften wurden vertagt.

Frankfurt/Berlin - Kommende Woche werde es wieder Warnstreiks der Lokführer geben, kündigte Gewerkschaftschef Manfred Schell nach einem gut zweieinhalbstündigen Gespräch mit Bahn-Chef Hartmut Mehdorn in Frankfurt an. Seine Organisation bestehe auf einem eigenen Tarifvertrag und einer deutlichen Gehaltsanhebung. Diese Forderung werde kommende Wochen mit einem erneuten Warnstreik unterstrichen.

Auch die Tarifverhandlungen mit den Gewerkschaften Transnet und GDBA wurden auf Samstag vertagt, wie ein Sprecher der Bahn heute Nachmittag nach mehrstündigen Gesprächen in Berlin mitteilte.

Der Verhandlungsführer von Transnet und GDBA, Alexander Kirchner, sagte, in die Frage der Entgelterhöhung sei bislang kaum Bewegung gekommen. Ab morgen würden sich nun Arbeitsgruppen mit Vertretern von Bahn und Gewerkschaften zusammensetzen, um Vorschläge für Detailfragen der Verhandlungen zu erarbeiten. "Wir haben das Gefühl, dass die Arbeitgeberseite erkannt hat, dass es schnell vorangehen muss", sagte Kirchner.

Zuvor hatte der Konzern den Gewerkschaften eine Gehaltserhöhung von 3,4 Prozent ab dem 1. Januar 2008 für eine Laufzeit von 24 Monaten angeboten. Zudem bietet die Bahn eine Sonderzahlung von 450 Euro an, bei einer Verlängerung der Wochenarbeitszeit von 39 auf 40 Stunden. Transnet und GDBA entschieden sich daraufhin, ihre Streiks auszusetzen und unter den neuen Voraussetzungen weiter zu verhandeln.

Die Lokführergewerkschaft GDL wiederum besteht auf einem eigenen Spartentarifvertrag. Sie teilte mit, dass es am Freitag kommender Woche wieder ein Treffen mit der Deutschen Bahn geben werde, dann "erwarten wir ein Angebot", sagte GDL-Chef Schell. Bis dahin wollen die Lokführer ihre Forderungen mit weiteren Arbeitsniederlegungen bekräftigen.

Die neuen Streiks würden aber rechtzeitig angekündigt, damit die Bahnkunden anderweitig planen könnten, sagte Schell weiter. Sollte die Bahn mit den beiden anderen Gewerkschaften Transnet und GDBA einen Tarifvertrag abschließen, werde seine Gewerkschaft sich dem nicht anschließen.

Die GDL fordert einen eigenen Tarifvertrag und bis zu 31 Prozent mehr Lohn. Die Bahn wies die Forderungen bislang kategorisch zurück und bezeichnete sie als "irrwitzig". Kritik kam auch von den anderen beiden Bahngewerkschaften Transnet und GDBA. Sie bedauerten den Beschluss der Lokführer, die Warnstreiks fortzusetzen.

Der Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite, Werner Bayreuther, kündigte nach dem Treffen in Frankfurt an, dass der GDL ein Angebot gemacht werde. Allerdings bestehe der Konzern auf einem einheitlichen Tarifvertrag für alle Bahn-Beschäftigten.

Bereits von Montag bis Mittwoch hatten Streiks der GDL als auch auch der beiden anderen Gewerkschaften den Zugverkehr in Deutschland erheblich beeinträchtigt. Die Bahn hatte deshalb heute ihr Tarifangebot für alle 134.000 Beschäftigten verbessert . Ein Ende der Tarifauseinandersetzung ist damit aber noch nicht abzusehen.

Quelle : www.spiegel.de

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TARIFSTREIT : Bahn droht mit Abbau von 8000 Stellen
« Antwort #11 am: 07 Juli, 2007, 15:44 »
Säbelrasseln vor der nächsten Verhandlungsrunde: Die Bahn hat vor dem morgigen Spitzengespräch die Forderungen von Transnet und GDBA zurückgewiesen. Sieben Prozent mehr Lohn, so die Drohung, würden 8000 Arbeitsplätze kosten.

Berlin - "Ich warne die Gewerkschaften deshalb vor überzogenen Lohnforderungen. Auf den Beschäftigungspakt, den wir 2005 geschlossen haben, müssen wir dann verzichten", sagte Personalvorstand Margarete Suckale der der "Welt am Sonntag". Der Pakt sieht vor, dass bei moderaten Tariferhöhungen bis 2010 betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen sind.

"Mit dem Angebot von 3,4 Prozent haben wir unsere Schmerzgrenze schon lange überschritten. Das ist uns schon sehr, sehr schwer gefallen. Jeder Prozentpunkt entfernt uns von unseren Wettbewerbern, die uns die Aufträge wegnehmen werden", sagte Suckale. Spielraum gebe es nur noch bei den Mindestleistungen. Zudem könne man noch über eine Verlängerung der Laufzeit sprechen. Für die nächste Verhandlungsrunde morgen Abend zeigte sich Suckale dennoch optimistisch. "Ich glaube an die Vernunft der Gewerkschaften."

Die Bahn und die beiden Gewerkschaften Transnet und GDBA werden morgen Nachmittag zur fünften Verhandlungsrunde zusammenkommen. Auch die Tarifkommission trifft sich. Sowohl Bahn als auch Transnet hoffen auf eine Einigung. "Das Angebot der Bahn ist so, dass wir Chancen sehen, zu einem Ergebnis zu kommen", sagte Transnet-Chef Norbert Hansen dem "Tagesspiegel am Sonntag". Deshalb verzichte Transnet zusammen mit der Gewerkschaft GDBA auf weitere Warnstreiks im Gegensatz zur Lokführergewerkschaft GDL, die einen eigenen Tarifvertrag anstrebt.

"Forderungen der Lokführer völlig indiskutabel"

Der Konzern hatte für alle 134.000 tariflich Beschäftigten der Bahn am Donnerstag ein höheres Angebot vorgelegt . Danach sollen die Einkommen im Januar 2008 um 3,4 Prozent angehoben werden bei einer Vertragslaufzeit bis Juni 2009. Außerdem schlug die Bahn eine Einmalzahlung von 450 Euro pro Mitarbeiter für die Monate Juli bis Dezember 2007 vor. Die Gewerkschaften fordern sieben Prozent mehr Geld für zwölf Monate, mindestens jedoch ein Plus von 150 Euro pro Monat.

Die Forderung der Lokführer nach einem gesonderten Tarifvertrag und 31 Prozent mehr Gehalt wies die Bahn erneut zurück. "Das ist völlig indiskutabel. Es kann nicht sein, dass eine Berufsgruppe auf Kosten der anderen privilegiert wird", sagte Suckale. Einen gesonderten Tarifvertrag schloss sie aus. "Wir bauen jetzt darauf, dass es kommenden Freitag im ersten Gespräch zu einer vernünftigen Entwicklung kommt." Die Lokführergewerkschaft GDL hat für kommende Woche weitere Warnstreiks angekündigt.

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Tarifkonflikt beendet - Bahn zahlt 4,5 Prozent mehr Lohn
« Antwort #12 am: 09 Juli, 2007, 13:36 »
Erst eine Nachtsitzung, dann ein neues Angebot: Nach stundenlangen Verhandlungen haben die Deutsche Bahn und die Gewerkschaften Transnet und GDBA eine Einigung im Tarifkonflikt erzielt. Demnach zahlt die Bahn künftig 4,5 Prozent mehr Lohn.

Berlin - Die Deutsche Bahn und die Gewerkschaften Transnet und GDBA haben eine Tarifeinigung erzielt. Dies sagte Bahn-Vorstandschef Hartmut Mehdorn heute in Berlin. Sie verständigten sich auf eine Lohnanhebung von 4,5 Prozent für die 134.000 Bahnbeschäftigten. Hinzu kommt eine Einmalzahlung von 600 Euro für Juli bis Dezember 2007. Für den Tarifvertrag sei eine Laufzeit von 19 Monaten vorgesehen.

Bahnchef Mehdorn sagte, dies sei "einer der höchsten Abschlüsse, die in Deutschland in diesem Jahr gemacht worden sind". Es sei außerdem der höchste Abschluss der Bahn seit Kriegsende. Mit Blick auf die Zurückhaltung der Beschäftigten in den zurückliegenden Jahren während der Sanierung sei die Erhöhung allerdings "akzeptabel". Dem Ergebnis muss noch die Tarifkommission der Gewerkschaft zustimmen.

Transnet-Chef Norbert Hansen sprach danach "von einem Ergebnis, das sich auch vergleichen lässt mit dem hervorragenden Ergebnis der Deutsche Bahn AG im vergangenen Wirtschaftsjahr". Das Ergebnis werde dazu beitragen, das Vertrauen der Belegschaft in die Unternehmensführung und ihre Strategie zu stärken. Nach Angaben von Bahnchef Mehdorn bedeutet der Abschluss eine Mindesterhöhung bis zum Ende der Laufzeit von 1600 Euro.

Die Gewerkschaften Transnet und GDBA waren mit einer Forderung von sieben Prozent Erhöhung, mindestens aber 150 Euro monatlich mehr, in die Verhandlungen gegangen. Dem hatten die Arbeitgeber zunächst ein Angebot von zwei Mal zwei Prozent und einer Einmalzahlung von 300 Euro bei 30 Monaten Laufzeit entgegengesetzt. Die Verhandlungen waren erst heute in den frühen Morgenstunden nach mehr als zehn Stunden unterbrochen worden.

Für die Lokführer gilt diese Tarifeinigung nicht. Deshalb müssen sich Bahnreisende morgen nochmals auf Behinderungen einstellen. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat für die Zeit von 8.00 bis 11.00 Uhr zu einem bundesweiten Warnstreik aufgerufen. Sie nimmt nicht an den Verhandlungen mit den anderen beiden Gewerkschaften teil. Die GDL fordert stattdessen einen separaten Tarifvertrag für Lokführer und Zugbegleiter sowie Einkommenserhöhungen bis zu 31 Prozent.

Mehrdorn bekräftigte unterdessen die Haltung des Unternehmens, einen Spartenvertrag für die Lokführer und Zugbegleiter abzulehnen, wie dies die Gewerkschaft der Lokomotivführer (GDL) fordert. Es sei traurig, dass es trotz der für kommenden Freitag angesetzten Gespräche morgen zu Warnstreiks der GDL kommen solle.

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Lokführer brechen Warnstreiks ab
« Antwort #13 am: 10 Juli, 2007, 12:11 »
Die Lokomotivführer haben gar nicht erst auf die förmliche Zustellung der Einstweiligen Verfügung des Arbeitsgerichts Mainz gewartet. Nach eigener Aussage haben sie ihre Warnstreiks aus freien Stücken abgebrochen.

Frankfurt am Main - Das zunächst nicht zugestellte Urteil des Arbeitsgerichts Mainz sei dafür nicht ausschlaggebend gewesen, sagte ein Sprecher der Lokführergewerkschaft GDL. Man habe dem Arbeitgeber demonstrieren wollen, dass die Beschäftigten hinter der Forderung der Gewerkschaft stünden. Daher seien die Warnstreiks bereits um 10.15 Uhr statt wie ursprünglich geplant um 11 Uhr beendet worden.

Von dem knapp zweistündigen Warnstreik waren außer dem Nah- und Fernverkehr in mehreren Städten auch die S-Bahnen betroffen. Nach Angaben eines Bahnsprechers normalisiert sich der Verkehr inzwischen wieder. Fernzüge könnten allerdings weiterhin Verspätung haben. Am Vormittag hatte das Arbeitsgericht Mainz den bundesweiten Warnstreik als unzulässig eingestuft. Da das Urteil zunächst allerdings nicht zugestellt worden war, hatte es aus Sicht der Gewerkschaft keine rechtliche Wirkung.

Der Entscheidung des Mainzer Arbeitsgerichts zufolge darf die GDL bundesweit und auf vorerst unbegrenzte Zeit nicht mehr zu Arbeitsniederlegungen aufrufen. Man habe der GDL "mit drei Einstweiligen Verfügungen untersagt, zu Streiks aufzurufen und/oder Streiks in den Betrieben durchzuführen, um den Abschluss eines Spartentarifvertrages für das Fahrpersonal im Schienenverkehr durchzusetzen", zitierte die Direktorin des Arbeitsgerichts, Maria Vonderau, den Wortlaut der Entscheidungen.

Streikverbot gilt ohne Zeitbegrenzung

Die Verfügungen würden so lange gelten, bis eine der beiden Parteien Widerspruch einlege oder in den Hauptsacheverfahren anders lautende Entscheidungen getroffen würden, erklärte Vonderau. Zu der mündlichen Verhandlung heute Morgen um 7.15 Uhr waren Vonderau zufolge keine GDL-Vertreter erschienen. "Wir wissen allerdings nicht, ob sie auch ordnungsgemäß geladen wurden", sagte die Direktorin. Hierfür fehle der Nachweis. Daher habe das Gericht ohne mündliche Verhandlung entschieden.

Der Beschluss der dritten und vierten Kammer des Arbeitsgerichtes sei den betroffenen Parteien sofort nach der Entscheidung gegen 8.30 Uhr mittels Gerichtsvollzieher förmlich zugestellt worden. Die drei voneinander getrennten Verfahren vor dem Arbeitsgericht hatten drei Tochterunternehmen der Deutschen Bahn - die DB Fernverkehr AG, die DB Regio AG und die Güterverkehrsparte Railion AG - angestrengt. Die Termine für die drei Hauptsacheverfahren stehen Angaben des Mainzer Gerichts zufolge momentan noch nicht fest.

Das Frankfurter Arbeitsgericht hatte bei den Tarifverhandlungen vor vier Jahren ganz ähnlich entschieden. Das Landesarbeitsgericht Hessen hat dieses Urteil später allerdings wieder aufgehoben.

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Knebelklausel verschärft Konflikt mit den Lokführern
« Antwort #14 am: 11 Juli, 2007, 12:35 »
Im Tarifstreit mit seinem Zugpersonal muss Bahn-Chef Mehdorn nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen hart bleiben. Transnet und GDBA können ihren Tarifvertrag kündigen, falls die Lokführer höhere Lohnzuschläge aushandeln sollten.

München - Sollte die GDL mehr herausholen als die beiden anderen Gewerkschaften, könnten diese den gerade vereinbarten Tarifvertrag sofort kündigen und ebenfalls wieder streiken, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf GDBA-Chef Klaus-Dieter Hommel. "Wenn die Bahn mit einer anderen Organisation bessere Regelungen vereinbart, dann greift die Revisionsklausel." Über die Revisionsklausel sei der Bahn-Vorstand nicht begeistert gewesen, sagte Hommel der Zeitung, "aber wir mussten uns absichern."

Die Bahn habe bestätigt, dass es eine entsprechende Klausel im Vertrag gebe, schreibt die Zeitung weiter. Das sei in der deutschen Wirtschaft überall dort üblich, wo es konkurrierende Gewerkschaften gebe, sagte ein DB-Sprecher.

Der Vorsitzende der GDL, Manfred Schell, zeigte sich von der Klausel in dem Tarifvertrag mit den beiden anderen Gewerkschaften unbeeindruckt. Dieses "Druckmittel" gegenüber der GDL sei ihm bereits seit zwei Wochen bekannt. "Wenn der Vorstand so etwas unterschreibt, dann weiß er hoffentlich, was er tut", sagte Schell der "SZ".

Laut Tarifvertrag sollen die Bahn-Mitarbeiter von Januar 2008 an 4,5 Prozent mehr Lohn bekommen. Für dieses Jahr ist eine Einmalzahlung von 600 Euro vorgesehen. Damit will sich die GDL jedoch nicht zufrieden geben. Sie fordert für Lokführer, Schaffner und die Mitarbeiter der Bordrestaurants einen eigenen Tarifvertrag und bis zu 31 Prozent mehr Lohn.

Gestern Morgen hatte das Zugpersonal die Arbeit vorübergehend niedergelegt und damit für erhebliche Verwerfungen im Zugfahrplan gesorgt. Nach dem Erlass mehrerer Einstweiliger Verfügungen durch das Arbeitsgericht Mainz hatte die Gewerkschaft den Streik allerdings vorzeitig wieder abgeblasen.

Bahn-Chef Mehdorn steht allerdings auf dem Standpunkt, dass der Streik von Anfang an rechtswidrig war. Er warf der GDL vor, die einstweilige Verfügung gegen den Streik zunächst einfach nicht in Empfang genommen zu haben. Die Gewerkschaft habe mit ihrem "unbotmäßigen Streik" für erhebliche Einnahmeausfälle gesorgt, für die sie schadensersatzpflichtig sei.

Er werde alle Möglichkeiten nutzen, um weitere Streiks zu unterbinden. "Es kann nicht sein, dass eine kleine Berufsgruppe ganz Deutschland terrorisiert", fügte der Bahn-Chef hinzu. "Die Lage ist viel zu ernst, um mit Recht zu spielen." Es könne nicht sein, dass eine Gewerkschaft eine gerichtliche Anordnung mit dem Hinweis ignoriere, "dass sie heute morgen ihren Briefkasten nicht geleert oder nicht Radio gehört hat".

Die GDL reichte dagegen heute Morgen Widerspruch gegen die einstweilige Verfügung ein. Das Gericht wird nun nach eigenen Angaben Termine für die mündlichen Verhandlungen anberaumen. "Wann diese Termine stattfinden, steht zur Stunde noch nicht fest", hieß es in einer im Internet verbreiteten Mitteilung des Gerichts.

Ein Spitzentreffen mit der GDL ist für Freitag geplant. Die Chancen, dass es zu einer Einigung kommt, sind allerdings denkbar gering. Mehdorn will den Lokführern ein Angebot vorlegen, das exakt dem Tarifabschluss mit den beiden anderen Bahngewerkschaften entspricht. "Es gibt nichts anderes", betonte er. Sein Unternehmen sei nicht erpressbar.

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