Über eine Million Rechner im Netz sollen von Dritten gekapert worden sein und von diesen via Fernsteuerung für ihre Zwecke missbraucht werden. Das ist eines der Ergebnisse einer mehrere Monate andauernden Überwachungs-Aktion durch die Sicherheitsexperten des so genannten Honeynet Projects , wie die BBC berichtet. Die Sicherheitsexperten stellen für ihre Analyse ungeschützte PCs ins Netz, um die Kriminellen anzulocken, sammeln anschließend Daten von deren Aktionen und werten sie aus.
Der größte Zusammenschluss - von den auch als "Zombies" oder "Bots" bezeichneten Rechnern - bestand aus rund 50.000 Maschinen. Neben den Ausmaßen die einzelne Netzwerke annehmen können, ist auch die Geschwindigkeit mit der einmal ins Netz gestellte PCs gescannt und attackiert werden besorgniserregend: Der Zeitraum bis die von den Experten eingestellten Rechner gefunden wurden dauerte zum Teil nur wenige Sekunden - der längste gemessene Zeitraum betrug nur einige Minuten.
Die Zombie-PCs werden dabei zu ganz unterschiedlichen Zwecken eingesetzt. Einerseits werden sie als Plattformen für den Versand von Spam oder aber zur Verbreitung von Malware genutzt. Andererseits werden sie für DoS-Attacken herangezogen - bei einer dieser Attacken, legte eine nicht näher genannte Firma beispielsweise einen Konkurrenten lahm, wie die die BBC zu berichten weiß. Darüber hinaus wurden die Rechner auch für die Manipulation des Google-Adsense-Programms oder etwa Abstimmungen genützt.
Weitere Infos können Sie hier bei der BBC nachlesen. Dort steht beispielsweise auch, dass PCs mit Breitbandanschluss zu den "begehrtesten" Zielen gehörten.
http://news.bbc.co.uk/2/hi/technology/4354109.stmQuelle :
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