Autor Thema: Neuer Linux Kernel ....  (Gelesen 133283 mal)

0 Mitglieder und 26 Gäste betrachten dieses Thema.

Offline SiLæncer

  • Cheff-Cubie
  • *****
  • Beiträge: 191383
  • Ohne Input kein Output
    • DVB-Cube
Neuer Echtzeit-Linux-Kernel
« Antwort #210 am: 21 Juli, 2011, 09:38 »
Thomas Gleixner hat eine neue Version des Patches vorgestellt, die Linux mit harten Echtzeitfähigkeiten ausstattet. Nach einer längeren Pause seit Linux 2.6.33 beruht dieser Patch auf dem heute erscheinenden Linux 3.0.

Der Patch für den Echtzeit-Linux-Kernel wird vom Open Source Automation Development Lab (OSADL) gepflegt und hat das Ziel, die Unterschiede zwischen dem normalen Linux-Kernel und dem Echtzeit-Kernel zu minimieren. Beide Varianten zu vereinheitlichen, ist ein schon seit Jahren andauerndes Projekt, und ob es vollständig erreichbar ist, hängt hauptsächlich davon ab, ob die Änderungen in einer Weise eingebracht werden können, die den restlichen Kernel-Entwicklern zusagt.

Viele Neuerungen aus dem Echtzeit-Projekt wurden schon in den Standard-Linux-Kernel übernommen, so dass er bereits weiche Echtzeitfähigkeiten und eine normalerweise geringe Latenz besitzt. Für harte Echtzeitanforderungen sind jedoch weitergehende Änderungen nötig. Entscheidend ist dabei, dass der Kernel garantierte Antwortzeiten auf Ereignisse unter allen Umständen einhält. Diese brauchen nicht einmal besonders kurz zu sein; einige Millisekunden reichen für die meisten Anwendungen.

Linux 2.6.33 liegt schon 15 Monate zurück, und der dazugehörige Echtzeit-Patch wurde im Dezember 2010 veröffentlicht. Extra dafür wurde die Unterstützung für Linux 2.6.33 verlängert, so dass dieser Kernel heute noch mit Updates versorgt wird. Ursprünglich plante Thomas Gleixner, eine neue Version auf Basis von Linux 2.6.38 zu erstellen. Doch massive Probleme ließen das Team letztlich aufgeben und stattdessen Linux 3.0 als Ziel anvisieren.

Nun liegt ein neuer Patch für Linux 3.0-rc7 vor. Aufgrund der langen Entwicklungszeit stellt dieser Patch eine komplette Umstrukturierung dar, der den Code vereinfacht, den Patch deutlich verkleinert und die Geschwindigkeit erhöhen soll. Der Anlass für diese Änderungen war die wachsende Benutzung von CPU-spezifischen Variablen im Standard-Kernel, die so im Echtzeit-Kernel nicht funktioniert. Alle diese Stellen mussten durch ein anderes Konstrukt ersetzt werden, was immer unhandlicher wurde. Also dachten sich Thomas Gleixner und Peter Zijlstra einen neuen Ansatz aus, der die Migration von Tasks an kritischen Stellen unterbindet und keine Änderung an den einzelnen Variablen mehr nötig macht. Die Änderung machte eine weitere schon lange gewünschte Neuerung möglich, nämlich Softirq-Handler direkt von Interrupt-Threads aus auszuführen.

Der neue Patch ist nur noch halb so groß wie der alte und ändert 374 Dateien und rund 10.000 Zeilen Code im Kernel. Laut Gleixner ist die neue Version bereits getestet und wurde für stabil befunden. Neben den genannten Änderungen verzichtet die neue Version auch auf das Aufteilen von Soft-Interrupt-Threads, sorgt dafür, das SPARSE-Interrupts und IOMMU-Interrupt-Remapping funktionieren und führt eine neue Kernel-Konfigurationsoption ein.

Quelle : www.pro-linux.de

Arbeits.- Testrechner :

Intel® Core™ i7-6700 (4 x 3.40 GHz / 4.00 GHz)
16 GB (2 x 8 GB) DDR4 SDRAM 2133 MHz
250 GB SSD Samsung 750 EVO / 1 TB HDD
ZOTAC Geforce GTX 1080TI AMPExtreme Core Edition 11GB GDDR5
MSI Z170A PC Mate Mainboard
DVD-Brenner Laufwerk
Microsoft Windows 10 Home 64Bit

TT S2 3200 ( BDA Treiber 5.0.1.8 ) + Terratec Cinergy 1200 C ( BDA Treiber 4.8.3.1.8 )

Offline SiLæncer

  • Cheff-Cubie
  • *****
  • Beiträge: 191383
  • Ohne Input kein Output
    • DVB-Cube
Linux-Kernel 3.0 freigegeben
« Antwort #211 am: 22 Juli, 2011, 07:26 »
Mitte Mai bei der Freigabe des Kernels 2.6.39 war es noch nicht abzusehen, aber jetzt ist es passiert : Linux 3.0 ist da. Mit dem großen Sprung bei der Versionsnummer gehen allerdings keine großen Umwälzungen einher, wie Torvalds bei der Freigabe nochmal betonte – vielmehr ist Linux 3.0 letztlich nur eine andere Versionsnummer für einen Kernel, der sonst 2.6.40 geheißen hätte. Doch auch wenn das leicht verspätet erschienene Linux 3.0 nicht den Versionssprung darstellt, den die Nummerierung suggeriert: Genau wie seine direkten Vorgänger der 2.6er-Serie bringt auch diese Version hunderte von kleineren und großen Änderungen, von denen einige durchaus für alle Linux-Anwender wichtig sind.

Zu den bedeutsamsten Änderungen zählt das Storage-Backend für Xen – dadurch enthält der Kernel nun alles Nötige zum Betrieb als Dom0-System, um zusammen mit dem Xen-Hypervisor zu virtualisieren. Zudem gab es eine Reihe von Optimierungen am weiterhin experimentellen Btrfs-Dateisystem sowie viele neue oder überarbeitete Treiber. Einen Überblick über diese und andere Neuerungen liefert ein Artikel auf heise open, der auch einen Ausblick auf die anstehenden Änderungen für den Linux-Kernel 3.1 gibt:

    Die Neuerungen von Linux 3.0

Quelle : www.heise.de

Arbeits.- Testrechner :

Intel® Core™ i7-6700 (4 x 3.40 GHz / 4.00 GHz)
16 GB (2 x 8 GB) DDR4 SDRAM 2133 MHz
250 GB SSD Samsung 750 EVO / 1 TB HDD
ZOTAC Geforce GTX 1080TI AMPExtreme Core Edition 11GB GDDR5
MSI Z170A PC Mate Mainboard
DVD-Brenner Laufwerk
Microsoft Windows 10 Home 64Bit

TT S2 3200 ( BDA Treiber 5.0.1.8 ) + Terratec Cinergy 1200 C ( BDA Treiber 4.8.3.1.8 )

Offline SiLæncer

  • Cheff-Cubie
  • *****
  • Beiträge: 191383
  • Ohne Input kein Output
    • DVB-Cube
Erster Release Candidate des Linux-Kernel 3.1 freigegeben
« Antwort #212 am: 08 August, 2011, 13:27 »
Linus Torvalds hat den ersten Release Candidate von Linux 3.1 veröffentlicht. Der Kernel, der Anfang Oktober erscheinen soll, bringt vor allem im Bereich Virtualisierung einge Verbesserungen mit.

Unter anderem bietet KVM nun auch auf Intel-Prozessoren grundlegende Funktionen für Nested Virtualization, wobei ein Gastsystem aus einem anderen Gastsystem heraus gestartet wird. Ebenfall neu in der Vorabversion ist die Unterstützung für Realteks PCIe-WLAN-Chips RTL8192DE und RTL8188DE.

Einen Überblick über die Neuerungen liefert das Kernel-Log auf heise open:

    Erste Vorabversion von Linux 3.1

Quelle : www.heise.de

Arbeits.- Testrechner :

Intel® Core™ i7-6700 (4 x 3.40 GHz / 4.00 GHz)
16 GB (2 x 8 GB) DDR4 SDRAM 2133 MHz
250 GB SSD Samsung 750 EVO / 1 TB HDD
ZOTAC Geforce GTX 1080TI AMPExtreme Core Edition 11GB GDDR5
MSI Z170A PC Mate Mainboard
DVD-Brenner Laufwerk
Microsoft Windows 10 Home 64Bit

TT S2 3200 ( BDA Treiber 5.0.1.8 ) + Terratec Cinergy 1200 C ( BDA Treiber 4.8.3.1.8 )

Offline SiLæncer

  • Cheff-Cubie
  • *****
  • Beiträge: 191383
  • Ohne Input kein Output
    • DVB-Cube
Kernel-Log – Was 3.1 bringt (1): Netzwerk
« Antwort #213 am: 17 August, 2011, 12:15 »
Verbesserungen an allen wichtigen WLAN-Treibern und Optimierungen bei der Virtualisierung gehören zu den wichtigsten Neuerungen von Linux 3.1.

Eine Woche nach der Freigabe von Linux-3.1-rc1 legte Linus Torvalds in der Nacht von Sonntag auf Montag die zweite Vorabversion von Linux 3.1 nach. Mit ihr erhielt der Ende Mai auf "Sneaky Weasel" getaufte Kernel abermals einen neuen Namen und heißt jetzt "Wet Seal". Hintergründe zur Namenswahl liefert Torvalds nicht – vermutlich hat der Tauch-Lehrgang etwas damit zu tun, bei dem er als "Divemaster" dabei war.

In der Freigabe-Mail zur zweiten Vorabversion zeigt sich Torvalds erfreut, dass es nach Ende des Merge Window so ruhig gewesen sei. Bis zur Freigabe von Linux 3.1 nimmt er – von seltenen Ausnahmen abgesehen – nur mehr Korrekturen und kleine, ungefährliche Verbesserungen in den Hauptentwicklungszweig von Linux auf.

Das Kernel-Log kann daher bereits jetzt einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Neuerungen der Ende September oder Anfang Oktober erwartete Linux-Version geben. Wie üblich werden sich die Artikel der Serie "Was 3.1 bringt" nach und nach den unterschiedlichen Funktionsbereichen des Kernels annehmen. Den Anfang der Mini-Serie macht die folgende Beschreibung der wichtigsten Änderungen am Netzwerk-Stack und an den zugehörigen Treibern für LAN- oder WLAN-Hardware. In den kommenden Wochen folgen Artikel zur Storage-Unterstützung, Dateisystemen, Architektur-Code, Infrastruktur sowie zu Treibern für sonstige Hardware.

WLAN-Treiber

Durch viele kleine und einige größere Änderungen wird Linux 3.1 eine verbesserte WLAN-Unterstützung bieten. So nahmen die Kernel-Entwickler den Treiber Rtl8192de auf (u. a. 1), der die PCIe-WLAN-Chips RTL8192DE und RTL8188DE von Realtek anspricht; schon bei Linux 3.0 und zwei seiner in den Monaten davor freigegebenen Vorgängern war jeweils ein von Realtek mitentwickelter WLAN-Treiber zum Kernel gestoßen. Diese und andere WLAN-Treiber erhielten zwischenzeitlich Verbesserungen – der Treiber Rtl8192cu etwa unterstützt ab Linux 3.1 nun weitere USB-WLAN-Module.

Der Ralink-Treiber Rt2800 spricht von nun an auch die "RT3572/RT3592/RT3592+Bluetooth combo card" an. Die Entwickler haben ferner die Unterstützung für die Ralink-Chipsätze der Serie Rt35xx ausgebaut, dadurch gilt der zuständige Code nun nicht mehr als "nicht funktionierend und nur für Tester und Entwickler gedacht".

Der Iwlagn-Treiber für Intels aktuelle, in vielen Core-Notebooks verbauten WLAN-Chipsätze beherrscht ab 3.1 WoWLAN (Wake on Wireless LAN). Der Treiber kennt nun zwei weitere Modul-Parameter: Über power_save lassen sich die standardmäßig deaktivierten Stromsparfunktionen ein- und ausschalten; über den Parameter power_level kann man die Nachhaltigkeit der Stromsparbemühungen über Werte von 1 bis 5 festlegen.

Der Atheros-Treiber ath9k unterstützt nun auch den Baustein AR9330 (1, 2). Der verbesserter Ath6kl-Treiber, der den gleichnamigen Staging-Treiber beerbt, hat die Aufnahme verpasst und soll bei Linux 3.2 folgen.

Broadcom-WLAN

Der Treiber B43 für WLAN-Chips von Broadcom unterstützt nun 802.11n-WLAN-Hardware, die Broadcom's Advanced Microcontroller Bus Architecture (AMBA) verwendet – etwa die Bausteine BCM43224 (PCI-ID 14e4:4353) und BCM43225 (14e4:4357). Maßgeblich vorangetrieben wurden die dafür nötigen Verbesserungen von Rafał Miłecki, der dafür von der Poznan University of Technology unterstützt wurde (1, 2).

Zusammen mit dem bei Linux 3.0 integrierten AMBA-Treiber Bcma spricht der schon lange zum Kernel gehörende B43-Treiber dadurch einige der Broadcom-Chips an, die zuvor schon der Treiber Brcmsmac unterstützte. Letzterer ist aus dem Brcm80211-Treiber hervorgegangen, den Broadcom im September 2010 veröffentlicht hat. Er liegt allerdings im Staging-Bereich, da er die Qualitätsansprüche der Kernel-Hacker nicht erfüllt – einige wenige Linux-Distributionen liefern ihn daher nicht mit.

Trotz der Verbesserungen für B43 arbeitet Broadcom weiter am Treiber Brcmsmac, damit er den Staging-Bereich verlassen kann. Normalerweise vermeiden die Kernel-Entwickler allerdings, zwei Treiber für ein und dieselbe Hardware im Kernel zu haben. Miłecki hat die Broadcom-Entwickler schon auf diesen Umstand hingewiesen – zu einer Klärung, welcher Treiber das Rennen machen soll, hat das jedoch nicht geführt, denn der Broadcom-Entwickler scheint auf den Hinweis nicht eingegangen zu sein. Da der B43-Treiber aber auch viele andere Broadcom-Chips unterstützt und schon zum WLAN-Subsystem gehört, ist er ein bisschen besser positioniert, auch wenn er einige Funktionen der von ihm angesprochenen WLAN-Chipsätze möglicherweise bislang nicht so gut unterstützt wie Brcmsmac.

LAN

Die bei 2.6.39 aufgenommene Unterstützung für Ipset erhielt eine Reihe von Verbesserungen, um die vom Firewall-Code konsultierten Tabellen mit Filter-Informationen flexibler und einfacher nutzen zu können. So lassen sich nun Adressen und Interface-Namen als Paar mit eigenem Namen übergeben, was für Egress- oder Ingress-Filterung interessant ist; der Kernel kann kann zudem als IP-Bereiche übergebene Adressen automatisch in die korrekten Subnetz-Definitionen konvertieren.

Der experimentelle und standardmäßig ausgeschaltete Zero-Copy-TX-Support für Macvtap und Vhost-net soll die Netzwerkperformance beim Virtualisieren verbessern, da es die Kopiervorgänge für Netzwerkpakete eliminiert, die KVM-Gastsysteme verlassen. Die Unterstützung in Vhost-Net ist allerdings als experimentell gekennzeichnet und muss über die Modul-Option experimental_zcopytx aktiviert werden.

Staccato

    An der Mesh-Impementation BATMAN-adv (Better Approach To Mobile Ad-Hoc Networking - Advanced) gab es eine Reihe von Änderungen, welche die Performance, das Bekanntmachen von Clients und die Roaming-Unterstützung verbessern sollen.
    Der WLAN-802.11-Funk-Simulator-Treiber Mac80211_hwsim bietet nun Schnittellen, über die sich Userspace-Programme wie Wmediumd um das Senden und Empfangen von Netzwerkpaketen kümmern können.
    Der Broadcom-NetXtreme-II-Treiber bnx2x beherrscht ab Linux 3.1 auch den "Warpcore" genannten Übertragungsmodus bei den Bausteine der Reihe 578xx.
    Zum Netzwerk-Code stößt ein Subsystem für Near Field Communication (NFC), das viele berührungslose Bezahlsysteme nutzen (Dokumentation, 1, 2, 3, 4).
    Der bei Linux 3.0 integrierte "Berkeley Packet Filter Just in Time Compiler" unterstützt jetzt auch PPC64-Systeme.
    Der Netzwerk-Stack bietet nun eine "fanout" genannte Funktion, die via AF_PACKET aufgefangene Pakete an verschiedene Sockets verteilt; das ist für Userland-Traffic-Analyse-Werkzeuge wie Suricata interessant (1, 2, 3).
    Einige weitere Änderungen am Netzwerk-Subsystem finden sich im nächsten Abschnitt und in den beiden Haupt-Git-Pull-Request von Subsystem-Verwalter David Miller (1, 2, 3).

Die kleinen Perlen

Viele kleinere, aber keineswegs unbedeutende Neuerungen finden sich in der folgenden Liste mit den englischen Commit-Überschriften der jeweiligen Änderung. Die Einträge verlinken genau wie viele der Verweise im vorangegangenen Text auf das Webfrontend des von Linus Torvalds gepflegten Git-Zweigs mit den "offiziellen" Kernel-Quellen auf Kernel.org. Der über diese Links angezeigten Commit-Kommentar und der darunter ausgegebene Patch liefern zahlreiche weitere Informationen zur jeweiligen Änderungen.

Vor jedem Link finden sich in eckigen Klammern einige Buchstaben und Zahlen. Ein "C" kennzeichnet Patches mit Änderungen an Kconfig-Dateien, welche die Konfigurationsoptionen samt der zugehörigen Hilfetexte enthalten, die bei der Kernel-Konfiguration über "make menuconfig" oder "make xconfig" angezeigt werden. Ein "D" steht bei Patches, die die Dokumentation verändern, die im Kernel-Zweig unterhalb von Documentation/ liegt. Ein "N" weist Änderungen aus, die eine neue Datei anlegen. Die Zahl vermittelt einen groben Eindruck zur Größe des Patches: eine "1" kennzeichnet Änderungen, die inklusive Kommentar zwischen 10 und 20 KByte groß sind, eine "2" für solche, die zwischen 20 und 30 KByte Umfang haben; Änderungen ohne Zahl sind kleiner als 10 KByte, Patches mit einer "9" hingegen 90 KByte oder größer.

LAN

    [    ] add pci-id for DGE-530T
    [   2] be2net: support multiple TX queues
    [   5] bnx2x: 57712 parity handling
    [    ] bnx2x: Add autogrEEEn support
    [   5] bnx2x: Add new MAC support for 578xx
    [   1] bnx2x: Add new PHY 54616s
    [    ] bnx2x: Add new phy BCM8722
    [   2] bnx2x: PFC support for 578xx
    [    ] bnx2x: Update date to 2011/06/13 and version to 1.70.00-0
    [    ] e1000e: Add Jumbo Frame support to 82583 devices
    [    ] igb: Add support of SerDes Forced mode for certain hardware
    [   1] ixgbe: add support for Dell CEM
    [    ] myri10ge: update version
    [C  4] myri_sbus: remove driver
    [C N4] net: add Faraday FTGMAC100 Gigabit Ethernet driver
    [ DN ] net/fec: add device tree probe support
    [   9] New 7.0 FW: bnx2x, cnic, bnx2i, bnx2fc
    [    ] qlcnic: add external loopback support
    [   1] qlcnic: multi protocol internal loopback support added.
    [    ] r8169: Add support for D-Link 530T rev C1 (Kernel Bug 38862)
    [    ] r8169: support RTL8111E-VL.
    [    ] skbuff: skb supports zero-copy buffers
    [C  1] skge: make support for old Genesis chips optional
    [C   ] skge: update version
    [    ] sky2: support for new Optima chipsets (EXPERIMENTAL)
    [    ] sky2: version 1.29

WLAN

    [    ] ath9k_htc: Add device ID for Sony UWA-BR100
    [C   ] b43: add an option to register BROKEN bcma driver
    [  N ] b43: add bus device abstraction layer
    [C   ] b43: add Kconfig option for compiling SSB driver
    [C N ] b43: HT-PHY: add place for writing HT PHY support
    [C N ] b43: LCN-PHY add place for new PHY support
    [    ] bcma: enable support for 14e4:4357 (BCM43225)
    [    ] iwlagn: add correct firmware name for 135 series
    [    ] iwlagn: add module parameter to disable stuck queue watchdog timer
    [   1] iwlagn: Enable/disable PS poll based on RSSI and BT coex traffic state
    [   2] iwlagn: rewrite HW crypto
    [    ] nl80211: advertise GTK rekey support, new triggers
    [    ] rt2800usb: Add new device ID for Belkin
    [    ] rt2x00: Add device ID for RT539F device.
    [    ] rt2x00: Add new rt73 buffalo USB id
    [    ] rt2x00: Add rt2870 device id for Dvico usb key
    [   2] wl12xx: Support routing FW logs to the host

Various

    [    ] ASIX: Add AX88772B USB ID
    [    ] Bluetooth: Add enable_le module parameter
    [    ] Bluetooth: Add LE SMP Cryptoolbox functions
    [    ] Bluetooth: Add simple SMP pairing negotiation
    [    ] Bluetooth: Add SMP confirmation checks methods
    [    ] Bluetooth: Add support for LE Start Encryption
    [    ] Bluetooth: Add support for Pairing features exchange
    [C   ] Bluetooth: Add support for using the crypto subsystem
    [  N ] Bluetooth: Implement the first SMP commands
    [    ] bonding: add min links parameter to 802.3ad
    [ D  ] bonding: document two undocumented options.
    [C N3] caif: Add CAIF HSI Link layer driver
    [    ] Disable router anycast address for /127 prefixes
    [   2] gianfar v5: implement nfc
    [    ] inetpeer: lower false sharing effect
    [ D 1] inetpeer: remove unused list
    [    ] net: add 802.1ad / 802.1ah / QinQ ethertypes
    [ DN ] net: Add documentation for netdev features handling
    [ DN2] net: add Documentation/networking/scaling.txt
    [    ] net: add external loopback test in ethtool self test
    [  N2] net: Compute protocol sequence numbers and fragment IDs using MD5.
    [ D  ] net: doc: fix compile warning of no format arguments in ifenslave.c
    [   1] netfilter: ipset: hash:net,iface fixed to handle overlapping nets behind different interfaces
    [   3] netfilter: ipset: options and flags support added to the kernel API
    [C N4] NFC: pn533: add NXP pn533 nfc device driver
    [    ] sctp: Add sysctl support for Auto-ASCONF.
    [    ] snmp: reduce percpu needs by 50%
    [ D  ] stmmac: improve and up-to-date the documentation
    [   1] tcp: RFC2988bis + taking RTT sample from 3WHS for the passive open side
    [ D  ] Update description of net.sctp.sctp_rmem and net.sctp.sctp_wmem tunables
    [ D  ] Update documented default values for various TCP/UDP tunables

Quelle und Links : http://www.heise.de/open/artikel/Kernel-Log-Was-3-1-bringt-1-Netzwerk-1323216.html

Arbeits.- Testrechner :

Intel® Core™ i7-6700 (4 x 3.40 GHz / 4.00 GHz)
16 GB (2 x 8 GB) DDR4 SDRAM 2133 MHz
250 GB SSD Samsung 750 EVO / 1 TB HDD
ZOTAC Geforce GTX 1080TI AMPExtreme Core Edition 11GB GDDR5
MSI Z170A PC Mate Mainboard
DVD-Brenner Laufwerk
Microsoft Windows 10 Home 64Bit

TT S2 3200 ( BDA Treiber 5.0.1.8 ) + Terratec Cinergy 1200 C ( BDA Treiber 4.8.3.1.8 )

Offline SiLæncer

  • Cheff-Cubie
  • *****
  • Beiträge: 191383
  • Ohne Input kein Output
    • DVB-Cube
Linux: Neue Kernel mit Langzeit-Support
« Antwort #214 am: 29 August, 2011, 15:44 »
Nach längeren Diskussionen auf der Mailing-Liste der Linux-Kernel-Entwickler will Greg Kroah-Hartman in Zukunft jedes Jahr eine Kernel-Version zum Longterm-Kernel küren. Der soll dann über zwei Jahre mit Updates versorgt werden. Alle anderen Kernel sollen wie üblich lediglich bis kurz nach Erscheinen des Nachfolgers gepflegt werden. Als Longterm-Kernel will Kroah-Hartman Kernel-Versionen auswählen, die sich besonders gut bewährt haben oder die beispielsweise in wichtigen Linux-Distributionen eingesetzt werden.

Derzeit werden fünf Kernel-Versionen als Longterm-Kernel von verschiedenen Maintainern gepflegt: 2.6.27 und 2.6.32 bis 2.6.35. Greg Kroah-Hartmann ist für 2.6.32 verantwortlich, will dessen Pflege aber in einem halben Jahr einstellen.

Quelle : www.heise.de

Arbeits.- Testrechner :

Intel® Core™ i7-6700 (4 x 3.40 GHz / 4.00 GHz)
16 GB (2 x 8 GB) DDR4 SDRAM 2133 MHz
250 GB SSD Samsung 750 EVO / 1 TB HDD
ZOTAC Geforce GTX 1080TI AMPExtreme Core Edition 11GB GDDR5
MSI Z170A PC Mate Mainboard
DVD-Brenner Laufwerk
Microsoft Windows 10 Home 64Bit

TT S2 3200 ( BDA Treiber 5.0.1.8 ) + Terratec Cinergy 1200 C ( BDA Treiber 4.8.3.1.8 )

Offline SiLæncer

  • Cheff-Cubie
  • *****
  • Beiträge: 191383
  • Ohne Input kein Output
    • DVB-Cube
Kernel-Log – Was 3.1 bringt (2): Storage und Dateisysteme
« Antwort #215 am: 06 September, 2011, 16:35 »
Der Software-RAID-Code erhält ein Bad-Block-Management für fehlerhafte Sektoren. Dm-Crypt kann SSDs nun über frei gewordene Speicherbereiche informieren. Das iSCSI-Target-Framework LIO wurde aufgebohrt. Das Ext3-Dateisystem arbeitet in den Default-Einstellungen jetzt langsamer, aber robuster.

Am Montagmorgen hat Linus Torvalds die fünfte Vorabversion von Linux 3.1 veröffentlicht. Diese Version erhält man derzeit nur via Github, da die Kernel.org-Infrastruktur nach dem Einbruch nur eingeschränkt arbeitet. Torvalds erwähnt in der Freigabe-Mail, es gäbe von der Entwicklungsfront nicht Spannendes zu berichten; dafür dürften aber auch die Wirrungen nach dem Einbruch bei Kernel.org mitverantwortlich sein, da sie den Patch-Fluss beeinträchtigen.

Das Kernel-Log nimmt die fortschreitende Entwicklung von Linux 3.1 zum Anlass, die Mini-Serie "Was 3.1 bringt" mit der Beschreibung der Neuerungen rund um Storage-Code und Dateisysteme fortzusetzen. Den Anfang dieser Artikel-Reihe hat eine Übersicht der Änderungen an Netzwerk-Treibern und -Infrastruktur gemacht; in den kommenden Wochen werden Artikel zur Architektur-Code, Infrastruktur und Treibern für andere Hardware folgen.

Dateisysteme

Genau wie das Ext4-Dateisystem nutzt in Zukunft auch Ext3 standardmäßig Schreibbarrieren – das wirkt sich negativ auf die Geschwindigkeit aus, steigert aber die Robustheit bei Abstürzen. Das Ext4-Dateisystem merkt sich bei Linux 3.1, welche ungenutzten Speicherbereiche es an den verwendenden Datenträger gemeldet hat, wenn es dazu durch Fstrim aufgefordert wurde. Bei einem späteren Aufruf von Fstrim braucht es dann nur noch die zwischenzeitlich freigegeben Bereiche zu melden, was das für SSDs und Speicherlösungen mit Thin Provisioning interessante Batched Discard beschleunigt.

Änderungen an den Locking-Mechanismen von Btrfs sollen die Geschwindigkeit des experimentellen Dateisystems erheblich steigern, wenn bei den Arbeitsanforderungen Leseoperationen überwiegen. Davon abgesehen gab es diesmal keine erwähnenswerten Änderungen an Btrfs, weil sich kurz vor dem Einsenden der Änderungen für Linux 3.1 Probleme gezeigt hatten, denen der leitende Btrfs-Entwickler erst nachspüren wollte.

Die Kernel-Entwickler haben das bei Linux 2.6.39 aufgenommene Pstore ("Platform Persistent Storage") ausgebaut, um Daten zur Analyse von Abstürzen in den von UEFI genutzten nichtflüchtigen Speicherbereichen sichern zu können (1, 2); einige Hintergründe dazu erläutert EFI-Spezialist Matthew Garrett in einem Blog-Eintrag.

iSCSI-Target

Torvalds nahm einen 660 KByte großen Patch auf, der das bei 2.6.38 integrierte iSCSI-Target-Framework LIO (linux-iscsi.org) auf den Stand der LIO-Version 4.1 hebt (1, 2). Der bringt unter anderem Unterstützung für die Authentifizierung per CHAP mit. Dem SCSI-Subsystem-Betreuer gefällt dieser Ansatz nicht; er wollte diese Aufgabe lieber an ein Userspace-Programm delegieren. Torvalds merkte daraufhin einige Nachteile von Userspace-Lösungen an und entlockte dem SCSI-Maintainer weitere Argumente gegen die Kernel-Integration. Die überzeugten den Linux-Vater aber offensichtlich nicht, da er die LIO-4.1-Patches wenig später in den Hauptentwicklungszweig integrierte.

Software-RAID und Device Mapper

Der für Software-RAID zuständige Kernel-Code bietet nun Bad-Block-Management bei RAIDs der Level 1, 4, 5 und 6, um defekte Plattensektoren der für den Verbund genutzten Datenträger zu erkennen und zu meiden (u. a. 1, 2, 3). Diese Funktion arbeitetet nicht mit MD-Arrays, die Version 0.90 der MD-Metadaten verwenden. Ferner ist die noch in Entwicklung befindlichen Version 3.3 des Userland-Werkzeugs Mdadm erforderlich; einige Hinweise dazu liefert MD-Maintainer Neil Brown in einer Mail und beim Patch-Review für Linux 3.1.

Das bei der Verschlüsselung von Laufwerken genutzte Dm-Crypt kann ab 3.1 Discard-Kommandos an das darunter liegende Medium weiterleiten. Das ist etwa für SSDs interessant, damit diese per ATA Trim von frei gewordenen Bereichen erfahren, was Geschwindigkeit und Lebensdauer steigert. Diese Funktion ist allerdings aus Sicherheitsgründen deaktiviert, damit Angreifer keine Rückschlüsse aus dem Grad der Datenträgerbelegung ziehen können. Der Device Mapper kann nun auch auf die RAID-1-Funktionen des MD-Codes zurückgreifen und unterstützt das Speichern der Metadaten auf einen eigenen Datenträger – solche "Metadata Devices" sollen Fehlerbehandlung und Integritätsprüfung verbessern.

Staccato

Dateisysteme

    Der HFS-Plus-Code unterstützt jetzt Datenträger mit mehr als 2 TByte Speicherkapazität.
    Wie Windows-Versionen mit NT-Unterbau kann Linux ab 3.1 bis zu vier Gigabyte große Dateien auf FAT16-Laufwerken abspeichern, sofern diese 64 KByte große Cluster nutzen.
    Über die neuen Funktionen SEEK_HOLE und SEEK_DATA des Virtual File System Layer (VFS) lassen sich größere Speicherbereiche in Dateien finden, die lediglich Nullen enthalten.
    Ecryptfs unterstützt jetzt "Encrypted Keys".
    Der Code für Parallel NFS (pnfs) beherrscht nun IPv6.

Storage

    Über das neue Device /dev/loop-control können die neuesten Versionen von Losetup dynamisch Loop-Devices erzeugen oder entfernen; das bislang übliche Vorgeben einer bestimmten Zahl von Loop-Devices über Kernel/Modul-Parameter kann daher entfallen.
    Der Treiber Bfa unterstützt nun den Brocade-1860 Fabric Adapter.
    Im Artikel "Avoiding the OS abstraction trap" erläutert Intel-Entwickler Dan J. Williams auf LWN.net einige der Schwierigkeiten, mit denen er und seine Kollegen bei der Arbeit am Isci-Treiber für den SAS-Controller in Intels Server- und Workstation-Chipsatz C600 zu kämpfen hatten. Dieser Treiber stieß bei Linux 3.0 zum Kernel, nachdem ihn die Intel-Entwickler erheblich umgebaut hatten. Das war nötig geworden, weil Teile des Treibers ursprünglich betriebssystemunabhängig konzipiert worden waren, er sich dadurch aber nicht sonderlich gut in Linux einfügte – erfahrene SCSI-Entwickler hatten die Aufnahme daher anfangs abgelehnt.

Die kleinen Perlen: Dateisysteme

Viele kleinere, aber keineswegs unbedeutende Neuerungen finden sich in der folgenden Liste mit den englischen Commit-Überschriften der jeweiligen Änderung. Die Einträge verlinken genau wie viele der Verweise im vorangegangenen Text auf das Webfrontend des von Linus Torvalds gepflegten Git-Zweigs mit den offiziellen Kernel-Quellen auf Kernel.org. Der über diese Links angezeigten Commit-Kommentar und der darunter ausgegebene Patch liefern zahlreiche weitere Informationen zur jeweiligen Änderungen.

Vor jedem Link finden sich in eckigen Klammern einige Buchstaben und Zahlen. Ein "C" kennzeichnet Patches mit Änderungen an Kconfig-Dateien, welche die Konfigurationsoptionen samt der zugehörigen Hilfetexte enthalten, die bei der Kernel-Konfiguration über "make menuconfig" oder "make xconfig" angezeigt werden. Ein "D" steht bei Patches, die die Dokumentation verändern, die im Kernel-Zweig unterhalb von Documentation/ liegt. Ein "N" weist Änderungen aus, die eine neue Datei anlegen. Die Zahl vermittelt einen groben Eindruck zur Größe des Patches: eine "1" kennzeichnet Änderungen, die inklusive Kommentar zwischen 10 und 20 KByte groß sind, eine "2" für solche, die zwischen 20 und 30 KByte Umfang haben; Änderungen ohne Zahl sind kleiner als 10 KByte, Patches mit einer "9" hingegen 90 KByte oder größer.

    [    ] Btrfs: load the key from the dir item in readdir into a fake dentry
    [    ] dlm: show addresses in configfs
    [   2] dlm: use workqueue for callbacks
    [   3] exofs: ios: Move to a per inode components & device-table
    [  N4] exofs: Rename raid engine from exofs/ios.c => ore
    [  N3] ext3: Add fixed tracepoints
    [ D  ] ext3/ext4 Documentation: remove bh/nobh since it has been deprecated
    [    ] ext4: Add new ext4 trim tracepoints
    [    ] ext4: add tracepoint for ext4_journal_start
    [    ] ext4: make the preallocation size be a multiple of stripe size
    [ D 6] fs: push i_mutex and filemap_write_and_wait down into ->fsync() handlers
    [ D 3] fs: take the ACL checks to common code
    [  N1] jbd: Add fixed tracepoints
    [ D 1] locks: rename lock-manager ops
    [ D  ] nfsd4: update nfsv4.1 implementation notes
    [CD 4] nfsd: Remove deprecated nfsctl system call and related code.
    [   1] NFS: Parse and store all multipath DS addresses
    [C   ] ore: Make ore its own module
    [ D  ] ->permission() sanitizing: document API changes
    [ D 1] ->permission() sanitizing: don't pass flags to ->check_acl()
    [ D 2] ->permission() sanitizing: don't pass flags to ->permission()
    [C N1] pnfsblock: add blocklayout Kconfig option, Makefile, and stubs
    [    ] pstore: Extend API for more flexibility in new backends
    [ D  ] Squashfs: Update documentation for XZ and add squashfs-tools devel tree
    [ D  ] superblock: add filesystem shrinker operations
    [  N1] superblock: introduce per-sb cache shrinker infrastructure
    [C   ] tmpfs: expand "help" to explain value of TMPFS_POSIX_ACL
    [ D  ] UBIFS: lessen amount of debugging check types
    [ D 1] UBIFS: switch self-check knobs to debugfs
    [ D  ] vfs: increase shrinker batch size
    [    ] vfs: optimize inode cache access patterns
    [    ] vfs: show O_CLOEXE bit properly in /proc/<pid>/fdinfo/<fd> files
    [    ] xfs: improve sync behaviour in the face of aggressive dirtying
    [    ] xfs: optimize the negative xattr caching

Die kleinen Perlen: Storage

Block Core

    [    ] blktrace: add FLUSH/FUA support
    [C N1] block: add bsg helper library
    [    ] block: fix flush machinery for stacking drivers with differring flush flags
    [ D  ] block: strict rq_affinity
    [    ] CFQ: add think time check for group
    [    ] CFQ: add think time check for service tree
    [ D  ] cfq-iosched: Add documentation about idling

Device Mapper

    [ D  ] dm flakey: add corrupt_bio_byte feature
    [ D  ] dm flakey: add drop_writes
    [ D  ] dm raid: add region_size parameter
    [ D  ] dm raid: add write_mostly parameter
    [ D  ] dm raid: improve table parameters documentation
    [    ] dm snapshot: skip reading origin when overwriting complete chunk
    [    ] dm table: set flush capability based on underlying devices

MD

    [    ] md/raid10: avoid writing to known bad blocks on known bad drives.
    [    ] md/raid1: avoid writing to known-bad blocks on known-bad drives.
    [    ] md/raid1: improve handling of read failure during recovery.
    [    ] md/raid5: use bad-block log to improve handling of uncorrectable read errors.
    [ D  ] md: update documentation for md/rdev/state sysfs interface

MFD/MMC

    [C N2] mfd: Add AAT2870 mfd driver
    [    ] mfd: Add devices for WM831x clocking module
    [    ] mfd: Add tps65921 support from twl-core
    [    ] mfd: Add tunnelcreek watchdog to lpc_sch devices
    [    ] mfd: Add WM831x clock control register definitions
    [   1] mfd: Support multiple active WM831x AUXADC conversions
    [C N2] mfd: tps65912: Add new mfd device
    [C N3] mfd: twl6040: Add initial support
    [   1] mmc: block: improve error recovery from command channel errors
    [ DN ] mmc: documentation of mmc non-blocking request usage and design.
    [C   ] mmc: kconfig: remove EXPERIMENTAL from the DMA selection of atmel-mci
    [C  1] mmc: sdhci: change sdhci-pltfm into a module
    [ DN ] mmc: sdhci-esdhc-imx: add device tree probe support


SCSI

    [    ] cnic, bnx2i: Add support for new devices - 57800, 57810, and 57840
    [  N3] SCSI: bfa: Add BSG interface to support ELS, CT and vendor commands.
    [   2] SCSI: bfa: Added Fabric Assigned Address(FAA) support
    [   5] SCSI: bfa: Added HBA diagnostics support.
    [   2] SCSI: bfa: Added support for CEE info and stats query.
    [   3] SCSI: bfa: Added support for flash configuration
    [   1] SCSI: bfa: Added support to collect and reset fcport stats
    [   1] SCSI: bfa: Added support to configure lunmasking
    [    ] SCSI: bfa: Added support to configure QOS and collect stats.
    [   2] SCSI: bfa: Added support to obtain SFP info.
    [   2] SCSI: bfa: Added support to query PHY.
    [   3] SCSI: bfa: Add FC-transport based Asynchronous Event Notification support.
    [    ] SCSI: bfa: Add support for IO profiling.
    [    ] SCSI: bfa: Add support to collect / reset fabric stats.
    [    ] SCSI: bfa: Add support to configure and query flash boot partition
    [    ] SCSI: bfa: Add support to configure trunking on Brocade adapter ports.
    [   1] SCSI: bfa: Add support to store driver configuration in flash.
    [   1] SCSI: bfa: Brocade-1860 Fabric Adapter 16Gbs support and flash controller fixes.
    [   4] SCSI: bfa: Brocade-1860 Fabric Adapter vHBA support.
    [   1] SCSI: bfa: Changes to support vport disable and enable operations.
    [    ] SCSI: bfa: Driver and BSG enhancements.
    [   2] SCSI: bfa: Extend BSG to support more user commands
    [   2] SCSI: bfa: FC credit recovery and misc bug fixes.
    [   3] SCSI: bfa: Introduced initiator based lun masking feature.
    [    ] SCSI: bfa: Update the driver version to 3.0.2.0
    [    ] SCSI: bfa: Update the driver version to 3.0.2.1
    [    ] SCSI: bfa: Update the driver version to 3.0.2.2
    [    ] SCSI: bnx2fc: Bumped version to 1.0.2
    [   6] SCSI: bnx2fc: Introduce interface structure for each vlan interface
    [   1] SCSI: bnx2fc: REC/SRR link service request and response handling
    [    ] SCSI: bnx2fc: Update copyright and bump version to 1.0.4
    [    ] SCSI: bnx2i: Updated copyright and bump version
    [    ] SCSI: dh_rdac: Associate HBA and storage in rdac_controller to support partitions in storage
    [   2] SCSI: lpfc 8.3.25: Add FCF priority failover functionality
    [    ] SCSI: lpfc 8.3.25: Change driver version to 8.3.25
    [   7] SCSI: lpfc 8.3.25: Enhancements to Debug infrastructure
    [ D  ] SCSI: megaraid_sas Version to 5.40-rc1 and Changelog update
    [    ] SCSI: mpt2sas: Bump version 09.100.00.00
    [    ] SCSI: mpt2sas: Set max_sector count from module parameter
    [   1] SCSI: mvsas: add support for 94xx phy tuning and multiple revisions
    [C   ] SCSI: mvsas: Add support for interrupt tasklet
    [   1] SCSI: qla2xxx: Basic infrastructure for dynamic logging.
    [   9] SCSI: qla2xxx: Code changes to support new dynamic logging infrastructure.

Various

    [    ] ahci: Enable SB600 64bit DMA on Asus M3A
    [    ] ahci: RAID-mode SATA patch for Intel Panther Point DeviceIDs
    [C N ] ata: Add iMX pata support
    [   1] IB/qib: Defer HCA error events to tasklet
    [    ] iscsi-target: Implement iSCSI target IPv6 address printing.
    [   9] target: Core cleanups from AGrover (round 1)
    [C  9] target: Follow up core updates from AGrover and HCH (round 4)
    [    ] target: Implement Block Device Characteristics VPD page
    [   4] target: Make all control CDBs scatter-gather
    [   9] target: More core cleanups from AGrover (round 2)
    [   9] target: Updates from AGrover and HCH (round 3)

Quelle : http://www.heise.de/open/artikel/Kernel-Log-Was-3-1-bringt-2-Storage-und-Dateisysteme-1337619.html

Arbeits.- Testrechner :

Intel® Core™ i7-6700 (4 x 3.40 GHz / 4.00 GHz)
16 GB (2 x 8 GB) DDR4 SDRAM 2133 MHz
250 GB SSD Samsung 750 EVO / 1 TB HDD
ZOTAC Geforce GTX 1080TI AMPExtreme Core Edition 11GB GDDR5
MSI Z170A PC Mate Mainboard
DVD-Brenner Laufwerk
Microsoft Windows 10 Home 64Bit

TT S2 3200 ( BDA Treiber 5.0.1.8 ) + Terratec Cinergy 1200 C ( BDA Treiber 4.8.3.1.8 )

Offline SiLæncer

  • Cheff-Cubie
  • *****
  • Beiträge: 191383
  • Ohne Input kein Output
    • DVB-Cube
Kernel-Log: x32-ABI umgeht Nachteile des 64-Bit-Betriebs
« Antwort #216 am: 13 September, 2011, 12:51 »
Das x32-ABI will die Vorteile von 64-Bit-x86-Prozessoren nutzen, aber den mit dem 64-Bit-Betrieb einhergehenden Overhead vermeiden. Die Kernel-Entwicklung wird derzeit durch Wartungsarbeiten bei Kernel.org gestört. Einige Kernel-Hacker stellen mit einem an Windows 3.1 erinnernden Linux-Logo und einem Kernel-Modul zum Rickrolling ihren Humor unter Beweis.

Die Intel-Entwickler H. Peter Anvin und H.J. Lu haben auf der LKML eine Diskussion zu System-Call-Nummern für ein x32-ABI (Application Binary Interface) angestoßen. Ein für dieses ABI kompiliertes Programm läuft im 64-Bit-Modus von x86-64-Prozessoren, nutzt aber nur 32-Bit große Pointer und Datenfelder. Das soll den mit dem 64-Bit-Betrieb einhergehenden Overhead vermeiden, denn viele verbreitete Anwendungen brauchen keine 64-Bit-Pointer und -Datenfelder. Eine x32-ABI-Anwendung kann so zwar nur 4 GByte Speicher nutzen, allerdings den kompletten x86-64-Registersatz sowie Techniken wie das SYSCALL64-Interface ansprechen – die stehen im 32-Bit-Kompatibilitätsmodus nicht zur Verfügung, den x86-64-Distributionen heutzutage zum Ausführen von 32-Bit-Anwendungen nutzen.

Das x32-ABI verspricht so die Vorteile von x86-64-/x64-Prozessoren zu nutzen, umgeht aber einige Nachteile des 64-Bit-Betriebs. Dadurch sollen die Anwendungen flotter arbeiten, wie die Homepage zum x32-ABI verspricht. Es gibt aber nur eine Handvoll Messwerte; zudem nutzt die GCC-Unterstützung für das x32-ABI bisher einige Optimierungsmöglichkeiten nicht, was Vergleiche der Ergebnisse erschwert.

Linus Torvalds war mit einigen Aspekten der kernelseitigen Unterstützung von x32 allerdings unzufrieden; einige Hintergründe dazu erläutert LWN.net in dem Artikel "The x32 system call ABI". Für einige der dort angesprochene Probleme scheinen sich aber Lösungen abzuzeichnen.

Die Homepage von x32-ABI verweist auf einige Pakete, die ein aktuelles Fedora um Unterstützung für das neue ABI erweitern -- aufgrund von Wartungsarbeiten bei Kernel.org sind die aber derzeit nicht erreichbar. Inwieweit gängige Linux-Distributionen für x86-64/x64-Systeme das x32-ABI von Haus aus unterstützen, muss die Zeit zeigen. Das größte Interesse an diesem Modus dürften x86-Embedded-Entwickler haben, denn für sie werden 64-Bit-Kernel immer interessanter; gleichzeitig wollen sie den 64-Bit-Overhead möglichst vermeiden, weil die x86-Embedded-CPUs schwachbrüstiger sind als die CPUs heutiger Desktop-PCs und Notebooks.

Entwicklungsstatus

Bereits Ende August hat Greg Kroah-Hartman wie erwartet die Stable- und Longterm-Kernel 3.0.4, 2.6.33.19 und 2.6.32.46 freigegeben. In der Freigabe-Mail zum 33er-Kernel betonte er, diese Kernel-Serie hauptsächlich für die Entwickler des RT-Zweigs zu pflegen. Deren Echtzeit-Kernel basiere derzeit auf 2.6.33, solle aber bald auf Linux 3.0 aufsetzen; Kroah-Hartman deutet an, dann die Pflege der 33er-Serie einzustellen.

Anders als erwartet veröffentlichte Linus Torvalds an diesem Montag keine neue Vorabversion der nächsten Kernel-Version des Hauptentwicklungszweigs . Ohnehin ist die Kernel-Entwicklung nach dem Einbruch bei Kernel.org etwas verlangsamt. Anfangs hatten die Server die dort vorgehaltenen Daten noch ausgeliefert; seit Mitte letzter Woche zeigt Kernel.org allerdings nur noch den Hinweis, es seien Wartungsarbeiten im Gange. Über Kernel.org erreichbare Dinge wie die Fehlerdatenbank, die Wikis und andere Angebote sind daher derzeit nicht verfügbar, was die Entwicklung des Kernels verlangsamt. Zwischenzeitlich gab es auch Schwierigkeiten mit dem DNS, durch die auch Mailinglisten wie die LKML einige Stunden nicht funktionierten.

Mails auf der LKML zeigen, dass Torvalds jetzt zudem genauer darüber nachdenkt, von wo er Änderungen bezieht, die er in den Hauptentwicklungszweig einpflegt. Er betonte in dem Zusammenhang, bestehende Arbeitsweisen nach dem Einbruch bei Kernel.org überdenken zu wollen. Er setze aber viel Vertrauen in persönliche Beziehungen – oft mehr als in technische Lösungen. Schon mit einigen amüsant geschriebenen Hinweisen in der Freigabe-Mail zum Linux 3.1-rc5 hatte Torvalds deutlich zu machen versucht, Anwender sollten nicht jeder Quelle trauen, die Linux-Quellcode oder Patches anbietet.

Kernel-Log-Staccato

Kernel

    Christoph Hellwig hat das "XFS status update for August 2011" veröffentlicht.

    Linus Torvalds hat schon Witze gemacht, er wolle den Kernel 3.11 "Linux for Workgroups" nennen. In ähnlichen Bahnen denkt offenbar auch Darrick J. Wong, denn er schlug am Wochenende ein neues Logo für Linux 3.1 vor, das an jenes von Windows 3.1 erinnert.

    In die Kategorie "amüsant" fällt auch das nicht sonderlich sauber programmierte Kernel-Modul zum Rickrolling, das zudem vermutlich Sicherheitsprobleme hat,

    RCU-Maintainer Paul E. Mc Kenney hat das von ihm vorangetriebene Buch über paralleles Programmieren aktualisiert.

Unterstützung für Grafikhardware

    In einer vierteiligen Blog-Serie (1, 2, 3, 4) beschreibt X-Entwickler Peter Hutterer die Neuerungen der in Vorbereitung befindlichen X Input Extension version (XI) 2.1. Die Multitouch Protocol Specification ist dort nicht enthalten; sie soll bei XI 2.2 folgen.

    Hutterer hat zudem die Version 1.5 des Touchpad-Treibers Synaptics veröffentlicht. In einem Blog-Eintrag erläutert er ferner, wie man Synaptics die Scroll-Richtung ändert, damit das Scrollen ähnlich funktioniert wie beim von MacOS X bekannten "Natural scrolling".

    Martin Peres sucht Tester für Patches, durch die der Nouveau-Treiber die Lüfterregelung von GeForce-Grafikkarten aktivieren kann, die den Lüfter per PWM regeln. Fehlende Lüfterregelung ist eines der größten Mankos des Open-Source-Treibers für Grafikhardware von Nvidia. Peres hat auch angedeutet, an Verbesserungen für die Stromsparfunktionen von Nouveau zu arbeiten.

    Parallel zur Arbeit an einer neuen, mit der Nummer "285" beginnenden Treibergeneration hat Nvidia kürzlich noch den Treiber 275.28 für x86-32/x86-32/ix86 - und x86-64/x64-Systeme veröffentlicht. Seine wichtigste Neuerung ist die Unterstützung für den kürzlich freigegeben X-Server 1.11.

Kernel-Umland ("Plumbing layer"), Userland-Treiber, Entwicklertools, ...

    Johannes Berg hat die Version 3.1 des Nl80211-Konfigurationswerkzeugs Iw freigegeben.

    Die Git-Entwickler führen eine Umfrage durch, um mehr über Git-Nutzer und Einsatzgebiete des Quellcodeveraltungssystems zu erfahren; eine Webseite, die die Hintergründe erläutert, liegt allerdings in einem derzeit nicht erreichbaren Kernel.org-Wiki.

    Karel Zak hat die Version 2.20 der Werkzeugsammlung util-linux veröffentlicht. Sie enthält unter anderem ein komplett neue geschriebenes dmesg, das Inhalte filtert oder Warn-Level-Nummern in verständliche Bezeichnungen übersetzt. Das Programm mountpoint ist neu dabei und lsblk liefert zusätzliche Informationen.

LKML-Diskussionen

    Kent Overstreet hat eine neue Version von Bcache zur Diskussion gestellt. Ähnlich wie das von Facebook-Entwicklern stammende Flashcache kann es eine SSD als Cache-Speicher für einen langsameren Datenträger einbinden.

    Luis R. Rodriguez teilt einige der Erfahrungen, die er bei der Arbeit an Compat-Wireless gemacht hat, mit dem sich die Treiber neuerer Kernel bei älteren Linux-Versionen nutzen lassen.

    Microsoft-Entwickler K. Y. Srinivasan und Greg Kroah-Hartman diskutierten kürzlich, welche Änderungen noch an den Hyper-V-Treibern nötig sind, damit sie den Staging-Bereich verlassen können.

Quelle : http://www.heise.de/open/artikel/Kernel-Log-x32-ABI-umgeht-Nachteile-des-64-Bit-Betriebs-1341264.html

Arbeits.- Testrechner :

Intel® Core™ i7-6700 (4 x 3.40 GHz / 4.00 GHz)
16 GB (2 x 8 GB) DDR4 SDRAM 2133 MHz
250 GB SSD Samsung 750 EVO / 1 TB HDD
ZOTAC Geforce GTX 1080TI AMPExtreme Core Edition 11GB GDDR5
MSI Z170A PC Mate Mainboard
DVD-Brenner Laufwerk
Microsoft Windows 10 Home 64Bit

TT S2 3200 ( BDA Treiber 5.0.1.8 ) + Terratec Cinergy 1200 C ( BDA Treiber 4.8.3.1.8 )

Offline SiLæncer

  • Cheff-Cubie
  • *****
  • Beiträge: 191383
  • Ohne Input kein Output
    • DVB-Cube
Linux 3.1 enthält alles Nötige zum Weiterreichen von PCI-Geräten an Xen-Gäste; KVM bietet rudimentäre Unterstützung für Nested Virtualization auf Intel-CPUs. Unter den unterstützten CPU-Plattformen ist nun auch die Open-Source-Prozessor-Architektur OpenRISC.

In der Nacht von Montag auf Dienstag hat Linus Torvalds die sechste Vorabversion von Linux 3.1 bei Github gekennzeichnet; aufgrund von Mail-Problemen erreichte die Ankündigung des RC6 die LKML erst am Mittwoch. Torvalds erwähnt dort, es habe nur etwas mehr als hundert Änderungen gegeben und die Entwicklung sei ziemlich ruhig gewesen. Diese Ruhe dürfte ein Nebeneffekt der Wartungsarbeiten sein, der der Einbruch bei Kernel.org erzwungen hat: Wegen ihnen sie müssen die Kernel-Entwickler ihre Arbeitsweisen anpassen.

Das Kernel-Log nimmt das Fortschreiten der Linux-3.1-Entwicklung zum Anlass, die Mini-Serie "Was 3.1 bringt" mit der Beschreibung der Neuerungen rund um Architektur, Infrastruktur und Virtualisierung fortzusetzen. Den Anfang dieser Artikel-Reihe hat eine Übersicht der Änderungen im Netzwerkbereich gemacht, bevor es mit Neuerungen bei Storage und Dateisystemen weiter ging. Den Abschluss der Reihe wird in Kürze ein Artikel zu Treibern bilden.

Virtualisieren

Nachdem Linux 3.0 die letzten essenziellen Komponenten zur Zusammenarbeit mit dem Xen-Hypervisor als Dom0-System erhielt, folgt mit Version 3.1 eine Reihe optionaler Funktionen. So kann der Kernel nun die Kontrolle des VGA-Textmodus vom Xen-Hypervisor erhalten, damit der Dom0-Kernel auch Bildschirmausgaben tätigen kann. Dank Aufnahme des Xen-PCI-Backend kann der Kernel PCI/PCIe-Geräte an Xen-Gäste durchreichen (u. a. 1, 2); neu ist auch SR-IOV-Unterstützung für paravirtualisierte Gäste. Durch den neuen Hotplug-Support im Xen-Balloon-Treiber lässt sich die einem Xen-Gast zugeteilte Speichermenge nun einfacher zur Laufzeit anpassen; durch ausgebaute Xen-Unterstützung für Transcendent Memory beherrscht der Kernel jetzt "self-ballooning" und "frontswap-selfshrinking" (u. a. 1, 2).

KVM bietet jetzt grundlegende Funktionen, um auf Intel-Prozessoren Gastsysteme aus einem anderen Gastsystem heraus zu starten (Nested Virtualization) (u. a. 1, 2). Zudem können KVM-Gäste die CPU-Funktion SMEP (Supervisory Mode Execute Protection) nutzen, eine der Neuerungen in Intels nächster Prozessorgeneration Ivy Bridge. Der experimentelle und standardmäßig ausgeschaltete Zero-Copy-RX-Support für Macvtap und Vhost-net sollte die Netzwerkperformance beim Virtualisieren verbessern, da sie den Verwaltungs-Overhead beim Austausch oder Weiterleiten von Daten via Netzwerk reduziert. Ferner gab es einige als "Steal Time Support" entwickelte Umbauten am Zeitgeber-Code von KVM (u. a. 1, 2); neu ist auch die Unterstützung, um KVM auf 64-bit-Book-3S-CPUs wie dem POWER7 im Hypervisor Mode einzusetzen.

Zur Aufnahme in das Tools-Verzeichnis war das im Frühjahr vorgestellte "Native KVM Tool" vorgeschlagen, das ähnlich wie Qemu-KVM die Emulation einiger Hardware-Komponenten für Gastsysteme übernimmt. Nachdem einige Kernel-Entwickler die Aufnahme in Frage gestellt haben, ließ Torvalds es in diesem Merge Window außen vor. Einer der Kritiker hat in Folge der Diskussion ein Skript veröffentlicht, um ähnlich wie mit dem Native KVM Tool schnell einen selbst gebauten Kernel testen zu können.

Infrastruktur

Durch eine Reihe von Änderungen am Writeback-Code versucht der Kernel nun, die Menge der weggeschriebenen Daten dynamisch an sie Schreibrate des Datenträgers anzupassen, um das System gut auszulasten, aber nicht zu überlasten (u. a. 1, 2). Etwas anderes arbeitende Vorläufer dieser Patches hatte LWN.net vor einem Jahr im Artikel "Dynamic writeback throttling" beschrieben.

Einige Umbauarbeiten am Slowpath von SLUB sollen die Performance dieser kleine Speicherhäppchen verteilenden Funktion verbessern (u. a. 1, 2, 3). In manchen Bereichen liefert die ältere SLUB-Alternative SLAB aber weiterhin bessere Performance; um das Manko zu reduzieren oder gar zu beseitigen sind weitere Optimierungen angedacht.

Zusammen mit einem in Linux 3.1 integrierten Patch kann das Programm Uname26 den Kernel anweisen, einer Software Versionsnummern vorzuspielen, die mit "2.6." beginnen. Das überredet manche Programme zur Mitarbeite, denen die zweistelligen 3.x-Versionsnummern aktueller Kernel Probleme bereiten.

Architektur

Durch einige Umbauarbeiten lässt sich die vsyscall-Emulation nun über einen Kernel-Parameter beeinflussen, um Kompatibilitätsprobleme mit Analyse-Software wie DynamoRIO oder Pin zu umgehen. Linux 3.1 wird erstmals die OpenRISC-Architektur unterstützen (u. a. 1; weitere Änderungen bei den "kleinen Perlen" unten). Bei ihr handelt es sich um eine ursprünglich im Rahmen von Opencores.org und nun vorübergehend im Umfeld des Projekts OpenRISC.net entwickelte Open-Source-Prozessor-Architektur mit RISC-Befehlssatz.

Der Sparc-Code unterstützt nun auch Prozessoren der Baureihe UltraSPARC-T3 (u. a. 1, 2). Durch zahlreiche Umbauten am ARM-Code und neue Arbeitsweisen versuchen die für den ARM-Code im Kernel Zuständigen, verschiedene Probleme auszuräumen, die Torvalds vor einigen Monaten sehr deutlich angesprochen hatte. Entwickler, die Unterstützung für neue Plattformen oder andere größere Änderungen einbringen wollen, müssen sich dadurch erhöhten Qualitätsanforderungen stellen. Dennoch gab es allerlei Neuerungen im ARM-Bereich; etwa Unterstützung für die SOCs Prima2 und Zynq sowie neue Omap- und S3C-Plattformen von TI und Samsung.
Power-Management

Der Power-Management-Code bietet nun die derzeit primär für Embedded-Plattformen interessanten Power Domains (u. a. 1, 2).Das Tools-Verzeichnis mit Kernel-naher Userland-Software enthält ab Linux 3.1 das Diagnose-Werkzeug Cpupower. Es beerbt die Cpufrequtils und liefert Informationen zur Nutzung von Stromspar- und Übertaktungsfunktionen moderner Prozessoren – etwa ob Intel-Prozessoren per TurboBoost auf die höchste Taktfrequenz hochschalten, wenn nur einer oder wenige Prozessorkerne Arbeit haben.

Die kleinen Perlen: Infrastruktur

Viele kleinere, aber keineswegs unbedeutende Neuerungen finden sich in der folgenden Liste mit den englischen Commit-Überschriften der jeweiligen Änderung. Die Einträge verlinken genau wie viele der Verweise im vorangegangenen Text auf das Webfrontend des von Linus Torvalds gepflegten Git-Zweigs mit den "offiziellen" Kernel-Quellen, der aufgrund des Einbruchs in kernel.org derzeit Github gehostet ist. Der über diese Links angezeigten Commit-Kommentar und der darunter ausgegebene Patch liefern zahlreiche weitere Informationen zur jeweiligen Änderungen.

Vor jedem Link finden sich in eckigen Klammern einige Buchstaben und Zahlen. Ein "C" kennzeichnet Patches mit Änderungen an Kconfig-Dateien, welche die Konfigurationsoptionen samt der zugehörigen Hilfetexte enthalten, die bei der Kernel-Konfiguration über "make menuconfig" oder "make xconfig" angezeigt werden. Ein "D" steht bei Patches, die die Dokumentation verändern, die im Kernel-Zweig unterhalb von Documentation/ liegt. Ein "N" weist Änderungen aus, die eine neue Datei anlegen. Die Zahl vermittelt einen groben Eindruck zur Größe des Patches: eine "1" kennzeichnet Änderungen, die inklusive Kommentar zwischen 10 und 20 KByte groß sind, eine "2" für solche, die zwischen 20 und 30 KByte Umfang haben; Änderungen ohne Zahl sind kleiner als 10 KByte, Patches mit einer "9" hingegen 90 KByte oder größer.

mehr ...

Quelle : http://www.heise.de/open/

Arbeits.- Testrechner :

Intel® Core™ i7-6700 (4 x 3.40 GHz / 4.00 GHz)
16 GB (2 x 8 GB) DDR4 SDRAM 2133 MHz
250 GB SSD Samsung 750 EVO / 1 TB HDD
ZOTAC Geforce GTX 1080TI AMPExtreme Core Edition 11GB GDDR5
MSI Z170A PC Mate Mainboard
DVD-Brenner Laufwerk
Microsoft Windows 10 Home 64Bit

TT S2 3200 ( BDA Treiber 5.0.1.8 ) + Terratec Cinergy 1200 C ( BDA Treiber 4.8.3.1.8 )

Offline SiLæncer

  • Cheff-Cubie
  • *****
  • Beiträge: 191383
  • Ohne Input kein Output
    • DVB-Cube
Kernel-Log – Was 3.1 bringt (4): Treiber
« Antwort #218 am: 22 September, 2011, 20:00 »
Linux 3.1 bringt alles Nötige zur Nutzung der 3D-Beschleunigung einiger aktueller GeForce-Grafikchips mit. Der Intel-Grafiktreiber nutzt eine wichtige Stromspartechnik immer noch nicht. Die Creative Sound Blaster Titanium HD wird nun unterstützt.

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag hat Linus Torvalds die siebte Vorabversion von Linux 3.1 fertig gestellt. In der Freigabe-Mail zum RC7 und einem Beitrag bei Google+ deutet er an, 3.1 sei bald reif zur Veröffentlichung. Torvalds hält es aber nicht für sinnvoll, das auf die Freigabe von Linux 3.1 folgende Merge Window von Linux 3.2 ohne Kernel.org stemmen zu wollen – die Server sind seit mittlerweile zwei Wochen nicht erreichbar, weil sie nach einem Einbruch gerade geprüft oder neu aufgesetzt werden. Torvalds erwähnt zudem, Anfang Oktober Urlaub zu machen. Offenbar will er Linux 3.1 erst danach freigeben, wodurch sich das Merge Window mit dem diesjährigen Kernel Summit überlappen würde. Der findet von 23. bis 25. Oktober statt; eine Veröffentlichung von Linux 3.1 vor dem 9. Oktober scheint damit derzeit unwahrscheinlich.

Aufgrund der näher rückenden Fertigstellung will das Kernel-Log die Serie "Was 3.1 bringt" mit der Beschreibung der Neuerungen rund um die Hardware-Unterstützung von Linux abschließen. Den Anfang dieser Artikel-Reihe hat eine Übersicht der Änderungen an Netzwerk-Treibern und -Infrastruktur gemacht; es folgte ein Artikel zu Neuerungen bei Storage-Code und Dateisystemen und einer zu Architektur, Infrastruktur und Virtualisierung.

Grafiktreiber

Der Nouveau-DRM/KMS-Treiber in Linux 3.1 wird eine "fuc" genannten Firmware für Fermi-Grafikchips selbst erzeugen können. Mit ihr lassen sich 3D-Funktionen einiger Fermi-GPUs nutzen, die bei den beiden neuesten GeForce-Serien 400 und 500 zum Einsatz kommen. Laut Nouveau-Wiki arbeitete das Ganze vermutlich bei den Chips NVC0, NVC4, NVCE, die auf den GeForce-GTX-Modellen 460, 465, 470, 470M, 480, 480M und 560 stecken. Bei einigen anderen Fermi-Bausteinen sind Probleme bekannt; andere sind ungetestet oder arbeiten bekanntermaßen nur mit der Original-Firmware, die sich den proprietären Nvidia-Treibern mit einigen eher umständlichen Tricks entlocken lassen.

Um die 3D-Funktionen des DRM/KMS-Nouveau-Treibers in Linux 3.1 nutzen zu können, sind aktuelle Mesa-3D- und X.org-Treiber erforderlich. Einige der im Herbst erwarteten Linux-Distributionen dürften all diese Bausteine enthalten – dort sollten daher 3D-Desktop-Oberflächen wie die Gnome Shell oder Unity auch auf einigen Fermi-Grafikarten arbeiten, ohne dass man die proprietären Nvidia-Treiber einspielen muss. Viele Anwender dürften diese dennoch installieren, denn für anspruchsvolle Spiele reicht die rudimentäre 3D-Unterstützung des Nouveau-Treibers nicht aus; zudem beherrscht er viele Stromsparfunktionen nicht und kann auch die Lüfter vieler Grafikkarten nicht regeln. Die Nouveau-Entwickler arbeiten aber an der Beseitigung dieser beiden Mankos.

Die Entwickler des Intel-DRM/KMS-Treibers hatten die Stromspartechnik "RC6" standardmäßig einschalten wollen -- die Grafikkerne vieler in den letzten zwei bis drei Jahren vorgestellten Intel-Prozessoren und -Chipsätze beherrschen RC6 (etwa die Core-CPUs mit integrierter Grafik). Diese Änderung nahmen die Kernel-Hacker aber schon nach kurzer Zeit wieder zurück, weil die Technik bei einem Anwender zu Problemen führte. Bei vielen Notebooks arbeitet sie allerdings einwandfrei und kann die Leerlauf-Leistungsaufnahme um bis zu 6 Watt senken, was die Akku-Laufzeit spürbar verlängert. Wegen der geringeren Wärmeentwicklung laufen Lüfter zudem seltener oder ruhiger. Bei Notebooks mit RC6-tauglicher Grafikhardware empfiehlt sich daher ein testweises Einschalten – dazu übergibt man dem Modul i915 beim Laden den Parameter "i915_enable_rc6=1" oder ruft den Kernel mit dem Parameter "i915.i915_enable_rc6=1" auf.

Den Radeon-DRM/KMS-Treiber für Evergreen-GPUs (HD-5000-Serie) haben die Entwickler um einige Teile zur Unterstützung von Compute-Befehlen erweitert, über die sich Berechnungen auf Grafikchips auslagern lassen.

mehr ...

Quelle : www.heise.de

Arbeits.- Testrechner :

Intel® Core™ i7-6700 (4 x 3.40 GHz / 4.00 GHz)
16 GB (2 x 8 GB) DDR4 SDRAM 2133 MHz
250 GB SSD Samsung 750 EVO / 1 TB HDD
ZOTAC Geforce GTX 1080TI AMPExtreme Core Edition 11GB GDDR5
MSI Z170A PC Mate Mainboard
DVD-Brenner Laufwerk
Microsoft Windows 10 Home 64Bit

TT S2 3200 ( BDA Treiber 5.0.1.8 ) + Terratec Cinergy 1200 C ( BDA Treiber 4.8.3.1.8 )

Offline SiLæncer

  • Cheff-Cubie
  • *****
  • Beiträge: 191383
  • Ohne Input kein Output
    • DVB-Cube
Kernel-Log: Linux 3.1 rückt näher
« Antwort #219 am: 12 Oktober, 2011, 06:35 »
Die Kernel-Version 3.1 dürfte vermutlich in Kürze erscheinen. Nach über vier Wochen Pause hat Greg Kroah-Hartman neue Stable-Kernel veröffentlicht. Die X.org-Entwickler denken darüber nach, die wichtigsten Grafiktreiber mit dem X-Server zu verschmelzen.

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch vergangener Woche hat Linus Torvalds die neunte Vorabversion von Linux 3.1 veröffentlicht. Seitdem flossen noch einige Korrekturen in den Hauptentwicklungszweig ein; Indizien auf einen Freigabezeitpunkt von Linux 3.1 gab in den letzten Tagen allerdings keine. Vermutlich dürfte die Version noch in dieser oder spätestens in der nächsten Woche erscheinen, wie Torvalds es bereits beim RC7 angedeutet hatte.

Beim RC9 nutzte Torvalds erstmals einen neuen GPG-Schlüssel zum Signieren der Git-Tags, wie er in der Freigabe-Mail erläutert. Er ist stärker als der alte und schon jetzt von mehr ihm bekannten Entwicklern signiert; er hat das Tag aber auch mit dem alten Schlüssel signiert.

Seit der Wiederinbetriebnahme einiger Kernel.org-Dienste vor einigen Tagen ist der dortige Git-Zweig wieder die erste Anlaufstelle zum Bezug der Linux-Quellen. Torvalds aktualisiert derzeit aber weiterhin sein Git-Depot bei Github, das er während der Kernel.org-Auszeit zur Weiterentwicklung von Linux eingerichtet hatte. Willy Tarreau hat unterdessen Checksummen der Tar-Archive von Linux seit Version 2.6.12 veröffentlicht, mit denen Anwender prüfen können, ob die ihnen vorliegenden Archive unmodifizierten Quellcode enthalten.

Greg Kroah-Hartman hat derweil den Stable-Kernel 3.0.5 freigegeben, der – über vier Wochen nach Erscheinen von 3.0.4 – mehr als zweihundert Änderungen bringt; kurz darauf hat er die Version 3.0.6 nachgeschoben, um einen Fehler bei 3.0.5 zu korrigieren. Beide Versionen sind derzeit nur via Git erhältlich, da Kernel.org bislang weder alte noch neue Archive mit Linux-Quellen anbietet.

Kernel-Log-Staccato

Kernel

 -  Thomas Gleixner hat den Realtime-Kernel 3.0.6-rt17 freigegeben, der ein seit längerem bekanntes Problem dieser RT-Reihe beseitigt, dessen Ursache schwer zu finden war.
 -  Btrfs-Hauptentwickler Chris Mason hat für Linux 3.2 einige größere Änderungen an dem experimentellen Dateisystem in Aussicht gestellt und angekündigt, die Veröffentlichung des lang erwarteten Dateisystemcheck-Tool für Btrfs voranzutreiben; er plant, es auf der Linuxcon Europe zu zeigen, die Ende des Monats in Prag stattfindet. Dabei erwähnte er zudem, dass Btrfs jetzt zum Standard-Dateisystem auf Linux-Servern bei Oracle wird.
    In der Problematik um die zwei konkurrierenden Treiber für neuere WLAN-Chips von Broadcom hat der Betreuer des WLAN-Subsystems angedeutet, die von Broadcom bislang im Staging-Bereich entwickelten Treiber in den kommenden Monaten annehmen zu wollen. Einer der langjährigen Linux-WLAN-Entwickler hat allerdings eine Liste mit verbesserungswürdigen Eigenschaften erstellt.

LKML-Diskussionen

 -   Der langjährige Kernel-Entwickler Dave Jones hat einen Patch zur Diskussion gestellt, durch den sich der Kernel als "Crap" markiert, wenn er das Kernel-Modul von VirtualBox erkennt. Diese Kennzeichnung als "Schrott" wird bislang beim Laden von Staging-Treibern gesetzt. Jones, der die Fedora-Kernel betreut, begründet den Vorschlag mit Berichten über Fehler, an denen der unter der GPL stehende Treiber vermutlich Schuld sei.
 -   Kay Sievers, Lennart Poettering und Harald Hoyer haben eine "Plumber’s Wish List for Linux" an die LKML gesandt. In der haben die drei Funktionen aufgeführt, die sie sich für Software wünschen, die den Kernel mit der Desktop-Umgebung und Anwendungen verbindet; dazu zählen etwa die von den drei entwickelten Werkzeuge Udev, Systemd und Dracut. Einige dieser Tools waren auf der Linux Plumbers Conference 2011 Schwerpunkt einer Sitzung rund um den Systemstart, über die LWN.net berichtet hat.

Unterstützung für Grafikhardware

 -   Ben Skeggs, einer der Hauptentwickler des Nouveau-Treibers, bittet Besitzer von Notebooks mit Nvidia-Grafikchip um das Auslesen und Einsenden einiger Hardware-Informationen. Damit möchte er die Unterstützung für MXM (Mobile PCI Express Module) verbessern, was langfristig auch zu einer besseren Unterstützung von Nvidias-Grafikchip-Umschalttechnik Optimus beitragen sollte.
 -   Der X.org-Entwickler Adam Jackson erläutert auf der Fedora-Entwicklerliste einige der Probleme bei der Festlegung des DPI-Wertes mit Hilfe der EDID-Informationen, die moderne Bildschirme den Betriebssystemen liefern. Aufgrund solcher Probleme ignorieren aktuelle Gnome-Versionen die DPI-Informationen und verwenden stattdessen einen festen Vorgabewert.
 -  Für bessere Linux-Unterstützung reicht es manchmal, dass Hardware in die Hände der richtigen Leute gelangt: X-Urgestein Keith Packard hat eine Patch-Sammlung veröffentlicht, durch sie das von ihm erworbene MacBook Air besser mit Linux arbeitet; die Änderungen ziehen möglicherweise noch in einen Stable-Kernel ein. In zwei Blog-Eintragen liefert er Hintergründe zu den Linux-Versuchen auf dem mit einem Sandybridge-Prozessor von Intel ausgestatteten Gerät sowie Tipps zur Linux-Installation (1, 2).
 -   Dave Airlie entwickelt einen überarbeiteten Modesetting-Treiber für X.org, der zwar nur einen geringen Funktionsumfang bietet, aber auf das KMS-Interface des Kernels aufsetzt und so den Betrieb des X-Servers auf jeder Grafikhardware unterstützt, für die der Kernel einen Treiber mitbringt.

 -  Auf einer Entwicklerkonferenz haben einige X.org-Entwickler abermals überlegt, die wichtigsten X.org-Grafiktreiber wieder mit dem Code des X-Servers zusammenzuführen. Eine Entscheidung scheint bislang nicht gefallen; Hintergründe liefert LWN.net im Artikel "Non-modular X?". In "Toward a unified display driver framework" berichtet die Website zudem von dem Vorschlag eines TI-Entwicklers, auf ein einheitliches Kernel-Framework zum Zugriff auf Grafik-Hardware hinzuarbeiten. Mehrere Entwickler sprachen sich dort dafür aus, das DRM-Subsystem zu einem solchen auszubauen.

 - AMD hat die Version 11.9 seiner Catalyst-Grafiktreiber für Linux freigegeben; wieder einmal gibt es keine Release Notes. Laut Berichten soll die neue Version Probleme beim Zusammenspiel mit Gnome 3 beseitigen – das scheint anderen Berichten zufolge aber wohl nicht immer der Fall zu sein.

 - Nvidia hat die Version 285.05.09 seiner Treiber für x86-32/x86- und x86-64/x64-Systeme freigegeben. Sie beseitigen einige Fehler und bringen Unterstützung für die GeForce GT 520MX. Bereits im September hat das Unternehmen die Version 275.28 freigegeben, mit der Nvidia die "Long-Lived Branch" einführt – ähnlich wie bei einer LTS-Version von Ubuntu soll diese Versionsreihe eine Zeitlang eine stabile Basis für Anwender bilden, bei der es keine größeren Änderungen gibt.

Kernel-Umland ("Plumbing layer"), Userland-Treiber, Entwicklertools, ...

 -  Libguestfs-Entwickler Richard W.M. Jones weist in seinem Blog auf das neue Kommandozeilenprogramm virt-sparsify bei libguestfs 1.13.17 hin. Es kann unter anderem von Gastsystemen genutzte Image-Dateien oder LVM-Volumes auf dem Host nach Bereichen absuchen, die etwa nach dem Löschen von Dateien im Gast Daten enthalten, die nicht mehr relevant sind; diese Bereiche kann es freigeben, wodurch als Sparse-Datei angelegte Images wieder schrumpfen.
  -  Michael Kerrisk hat die Man-Pages 3.33, 3.34 und 3.35 freigegeben. Die jüngste Version enthält erstmals Dokumentation für die Syscalls Recvmmsg und Setns.
 -   Die Entwickler des Projekts Hplip (Hewlett-Packard's Linux Imaging and Printing Software) haben die Version 3.11.10 ihres Treiberframeworks für Drucker und Multifunktionsgeräte von HP veröffentlicht. Unter den Neuerungen ist laut den Release Notes Unterstützung für die folgenden Geräte: HP DeskJet 3070 B611 series, HP Envy 110 e-All-in-One, HP LaserJet Enterprise 500 Color M551, HP OfficeJet Pro 8100, HP Officejet Pro 8600, HP PhotoSmart 5510 e-All-in-One, HP PhotoSmart 6510 e-All-in-one und HP PhotoSmart 7510 e-All-in-On.
 -   Junio C Hamano hat Git 1.7.7 veröffentlicht.
 -   Lennart Poettering hat seine Blog-Serie "Systemd for Administrators" mit den Teilen 10 und 11 fortgeführt.
 -   In dem Blog-Eintrag "Getting started with LXC using libvirt" liefert Daniel Berrange einige Tips zum Ausprobieren und Aufsetzen von Linux Containern (LXC) über die Libvirt.
 -   Security-Subsystem-Maintainer James Morris liefert in einem Blog-Eintrag einige Informationen zum Linux Security Summit 2011, der im Umfeld der Linux Plumbers Conference stattfand. Er verlinkt dort auf Vortragsfolien sowie einen LWN.net-Bericht vom "Kernel Hardening Roundtable".

Quelle und Links : http://www.heise.de/open/artikel/Kernel-Log-Linux-3-1-rueckt-naeher-1357838.html

Arbeits.- Testrechner :

Intel® Core™ i7-6700 (4 x 3.40 GHz / 4.00 GHz)
16 GB (2 x 8 GB) DDR4 SDRAM 2133 MHz
250 GB SSD Samsung 750 EVO / 1 TB HDD
ZOTAC Geforce GTX 1080TI AMPExtreme Core Edition 11GB GDDR5
MSI Z170A PC Mate Mainboard
DVD-Brenner Laufwerk
Microsoft Windows 10 Home 64Bit

TT S2 3200 ( BDA Treiber 5.0.1.8 ) + Terratec Cinergy 1200 C ( BDA Treiber 4.8.3.1.8 )

Offline SiLæncer

  • Cheff-Cubie
  • *****
  • Beiträge: 191383
  • Ohne Input kein Output
    • DVB-Cube
Linux-Kernel 3.1 freigegeben
« Antwort #220 am: 24 Oktober, 2011, 15:44 »
Linus Torvalds hat den Kernel 3.1 im Quellcodeverwaltungssystem gekennzeichnet und auf Kernel.org hochgeladen – eine offizielle Ankündigung hat er allerdings noch nicht verschickt. Zur Fertigstellung haben er und seine Mitstreiter diesmal über drei Monate gebraucht. Das sind zirka drei bis vier Wochen mehr als bei den Vorgängern – eine Folge des Einbruch bei Kernel.org, denn der hat die Entwicklung des Linux-Kernels erheblich aus dem Tritt gebracht.

Die neue Kernel-Version bringt aber dennoch Neuerungen im gewohnten Umfang. Zusammen mit aktuellen Version der Nouveau-Treiberbausteine in Mesa und X.org wird der zweite Kernel der 3.x-Serie 3D-Beschleunigung auf mehreren aktuellen GeForce-Grafikchips bieten. Die neue Linux-Version enthält zudem Optimierungen, die die Geschwindigkeit der Virtualisierer KVM und Xen verbessern oder deren Funktionsumfang erweitern. Neu sind ferner Optimierungen an Btrfs, Discard-Unterstützung in Dm-Crypt oder Bad-Block-Management für Software-RAIDs. Wie immer gibt es zudem viele neue oder überarbeitete Treiber, was die Hardware-Unterstützung signifikant verbessert.

Einen Überblick über diese und weitere Neuerungen liefert ein Artikel auf heise open, der auch einen Ausblick auf die anstehenden Änderungen für den Linux-Kernel 3.2 gibt:

    Die Neuerungen von Linux 3.1

Quelle : www.heise.de

Arbeits.- Testrechner :

Intel® Core™ i7-6700 (4 x 3.40 GHz / 4.00 GHz)
16 GB (2 x 8 GB) DDR4 SDRAM 2133 MHz
250 GB SSD Samsung 750 EVO / 1 TB HDD
ZOTAC Geforce GTX 1080TI AMPExtreme Core Edition 11GB GDDR5
MSI Z170A PC Mate Mainboard
DVD-Brenner Laufwerk
Microsoft Windows 10 Home 64Bit

TT S2 3200 ( BDA Treiber 5.0.1.8 ) + Terratec Cinergy 1200 C ( BDA Treiber 4.8.3.1.8 )

Offline mtron

  • Server-Admin
  • *
  • Beiträge: 1514
    • some debs
Re: Linux-Kernel 3.1 freigegeben
« Antwort #221 am: 25 Oktober, 2011, 09:21 »
eine sehr interessante kernel release. Bin schon auf die neuen Stromsparfunktionen des i915 treibers von intel gespannt welche die sehr oft in Netbooks verwendeten on chip GPU's steuert (die Entwickler gehen hier von 6 watt weniger Aufnahme im Leerlauf betrieb aus). Aktivieren lässt sich die RC6 getaufte Funktion ab kernel 3.1 mit neuestem xorg & intel triebern (die aktuelle ubuntu oneiric version hat zu alte xorg builds) wenn man beim laden von i915 die Module parameter i915_enable_rc6=1 angibt.

Weiterer Neuzugang aus dem Bereich stromspar - optimierung ist das Programm cpupower. Das soll ein einfaches interface zur verwaltung der Prozessoren bringen (sowohl Stromspar- alsauch Übertaktungsfunktionen  sollen damit steuerbar sein.)
Signatur
PC: lshw | Sats: 19.2° & 13°Ost (DiSEqC, 80cmØ Blech) | DVB-Soft: vdr 2.1.7 mit softhddevice via va-api
- Hauppauge Nova-T USB 2.0 Stick mit DiBcom DiB7700P Frontend, MT2060 tuner, Firmware
- TerraTec Cinergy S2 PCI HD mit STB0899 demodulator und Mantis VP 1041 PCI bridge
- TerraTec Cinergy S2 USB mit Montage DS3000 demodulator und IR-receiver,  Firmware
[close]

Offline SiLæncer

  • Cheff-Cubie
  • *****
  • Beiträge: 191383
  • Ohne Input kein Output
    • DVB-Cube
Hauptentwicklungsphase von Linux 3.2 abgeschlossen
« Antwort #222 am: 08 November, 2011, 12:48 »
Zwei Wochen nach der Freigabe des Linux-Kernels 3.1 hat Linus Torvalds vergangene Nacht die erste Vorabversion von Linux 3.2 veröffentlicht und dem Kernel dabei den Namen "Saber-toothed Squirrel" gegeben. Damit hat er die Aufnahme der größten Änderungen für den Kernel 3.2 abgeschlossen; bis Fertigstellung dieser Version, die Ende Dezember oder Anfang Januar erwartet wird, konzentrieren sich die Kernel-Entwickler auf das Beseitigen von Fehlern.

Integriert haben die Kernel-Entwickler unter anderem Unterstützung für die Architektur der Hexagon-Prozessoren von Qualcom. Der TCP-Stack von Linux 3.2 wird den von einem Google-Entwickler eingebrachten Algorithmus "Proportional Rate Reduction" enthalten, durch den sich Netzwerkverbindungen nach vorübergehenden Übertragungsproblemen schneller regenerieren sollen, um die Daten möglichst flott zu übertragen. Der CFS-Prozess-Scheduler kann nun die CPU-Zeit von Prozess-Gruppen limitieren, damit ein Anwender nicht mehr als die ihm zugeteilte CPU-Ressourcen nutzen kann, selbst wenn dann eigentlich freie CPU-Ressourcen ungenutzt bleiben.

Neu ist auch ein experimenteller Treiber für EDAC (Error Detection And Correction) bei Intels Sandy-Bridge-Prozessoren sowie eine SHA1-Implementierung für x86-64-Prozessoren, die durch Verwendung von SSE3- oder AVX-Befehle einen höheren Durchsatz erzielt. Der Nouveau-DRM/KMS-Treiber unterstützt nun neuere Grafikchips der Fermi-Generation, die auf einigen der kürzlich eingeführten GeForce-Grafikkarten sitzen. Linux 3.2 bringt zudem dutzende neue und um Unterstützung für weitere Hardware ausgebaute Treiber. Auch am Code von Btrfs oder Ext4 gab es einige Verbesserungen; Torvalds hebt in seiner Freigabe-Mail zudem einige Änderungen am Writeback-Code hervor, die alle Anwender zu spüren bekommen dürften. Das Kernel-Log in c't und auf heise open wird in den kommenden Wochen detailliert über diese und weitere Neuerungen berichten.

Torvalds nahm für 3.2-rc1 etwas mehr als zehntausend Commits vor. Laut Analyse mit Diffstat haben die Kernel-Entwickler mit 3.2-rc1 insgesamt 1.628.369 Zeilen Code aufgenommen und 1.406.545 Zeilen entfernt (umhergeschobener Code geht allerdings in beide Werte ein). Dies sind jeweils ungefähr doppelt so viel Zeilen als zuletzt bei neuen Kernel-Versionen des Hauptentwicklungszweigs üblich; so hohe Zahlen gab es bei noch keinem Kernel seit der Freigabe von Linux 2.6.0. Daran ist zum Teil der Einbruch bei Kernel.org schuld, denn der hat die Fertigstellung von Linux 3.1 um zirka einen Monat verzögert – dadurch hatten die Kernel-Hacker mehr Zeit, um Änderungen für die Aufnahme vorzubereiten, die sonst nicht rechtzeitig für das Merge Window von Linux 3.2 fertig geworden wären. Grund für die hohen Werte ist aber auch eine mit großem Umhergeschiebe vieler Quellcode-Dateien verbundene Umstrukturierung bei den Netzwerk-Treibern; auch bei Architektur-Code gab es einige Umstrukturierungen. Mitverantwortlich sind zudem die Treiber Ath6kl und Bcrm80211, die nach einer Zeit im Staging-Zweig so weit reiften, dass sie nun in das Netzwerk-Subsystem umziehen konnten.

Im Umfeld der Freigabe des Rc1 und der Öffnung von Google Plus für Unternehmen und Marken hat Torvalds zudem eine Google+-Seite für Linux angelegt. Er erwägt, dort in Zukunft neue Kernel-Versionen anzukündigen. Auch Greg Kroah-Hartman war vergangene Nacht aktiv und hat die Longterm-Kernel 2.6.32.47 und 2.6.33.20 veröffentlicht. Mit letztgenanntem Kernel stellt er die Pflege der 33er-Serie ein. Anwender der Echtzeit-Unterstützung des RT-Trees, für die er diese Serie hauptsächlich gepflegt hat, sollen auf den Kernel 3.0 umsteigen.

Quelle : http://www.heise.de/newsticker/meldung/Hauptentwicklungsphase-von-Linux-3-2-abgeschlossen-1374691.html

Arbeits.- Testrechner :

Intel® Core™ i7-6700 (4 x 3.40 GHz / 4.00 GHz)
16 GB (2 x 8 GB) DDR4 SDRAM 2133 MHz
250 GB SSD Samsung 750 EVO / 1 TB HDD
ZOTAC Geforce GTX 1080TI AMPExtreme Core Edition 11GB GDDR5
MSI Z170A PC Mate Mainboard
DVD-Brenner Laufwerk
Microsoft Windows 10 Home 64Bit

TT S2 3200 ( BDA Treiber 5.0.1.8 ) + Terratec Cinergy 1200 C ( BDA Treiber 4.8.3.1.8 )

Offline SiLæncer

  • Cheff-Cubie
  • *****
  • Beiträge: 191383
  • Ohne Input kein Output
    • DVB-Cube
Kernel-Log – Was 3.2 bringt (1): Netzwerk
« Antwort #223 am: 16 November, 2011, 08:52 »
Der TCP-Stack passt die Datenrate jetzt schneller an die Leitungskapazität an. Die Treiber für einige WLAN-Bausteine von Atheros und Broadcom sind erheblich gereift; andere Treiber unterstützten ab 3.2 mehr LAN- und WLAN-Bausteine als zuvor.

Nach der Freigabe der ersten Vorabversion von Linux 3.2 und dem damit beendeten Merge Window flossen keine größeren Änderungen mehr in den Hauptentwicklungszweig von Linux ein. In Kürze dürfte Linus Torvalds vermutlich den zweiten RC der Anfang bis Mitte Januar erwarteten Kernel-Version freigegeben; wie schon in den vergangenen Tagen nimmt er bis dahin vornehmlich Korrekturen und kleine, ungefährliche Verbesserungen auf.

Das Kernel-Log kann daher bereits jetzt einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Neuerungen von Linux 3.2 bieten. Der erfolgt wie gewohnt mit einer Artikelserie "Was 3.2 bringt", die sich den unterschiedlichen Funktionsbereichen des Kernels annimmt. Den Anfang der Serie macht die folgende Beschreibung der wichtigsten Änderungen am Netzwerk-Stack und an den Treibern für LAN- oder WLAN-Hardware. In den kommenden Wochen folgen Artikel zu Storage, Dateisystemen, Architektur-Code, Infrastruktur sowie zu Treibern für sonstige Hardware.

Kapazitätsanpassung

Die Kernel-Entwickler haben den TCP-Stack von Linux 3.2 um Unterstützung für "Proportional Rate Reduction" (PRR) erweitert. Der von einem Google-Mitarbeiter eingebrachte und einem IETF Draft beschriebene Algorithmus soll die Sendegeschwindigkeit besser an die Kapazität anpassen, welche die Gegenstelle und die auf dem Weg dorthin passierten Router verarbeiten können; speziell nach einer Drosselung aufgrund drohender Überlastung soll der Algorithmus auf der Sendeseite wieder schneller zur maximalen Transferrate hochschalten als der bisher genutzte Ansatz, den RFC 3517 ("A Conservative Selective Acknowledgment (SACK)-based Loss Recovery Algorithm for TCP") beschreibt.

Laut Messungen des Entwicklers soll der Algorithmus die HTTP-Antwortzeiten um drei bis zehn Prozent reduzieren. Details zur Arbeitsweise liefern der Commit-Kommentar, ein LWN.net-Artikel, ein Paper zum Thema sowie PDF-Dokumente von zwei IETF-Präsentationen (1, 2).

Reifeprozess

In der zeitweise etwas verfahrenen Situation um zwei Treiber für neuere WLAN-Chips von Broadcom haben die von Broadcom selbst vorangetriebenen Brcm80211-Treiber Brcmsmac und Brcmfmac jetzt das Rennen gemacht und zogen in das Netzwerk-Subsystem ein. Der vor über einem Jahr veröffentlichte Treibercode wurde bislang im Staging-Bereich gepflegt, wo Code liegt, der den Qualitätsansprüchen seiner Entwickler oder der Kernel-Hacker nicht genügt; einzelne Distributionen lassen Staging-Treiber daher außen vor.

Die meisten Mängel haben die Broadcom-Entwickler im vergangenen Jahr unter Anleitung erfahrener Kernel-Entwickler beseitigt. Der schon länger im Kernel enthaltene B43-Treiber, der auch ältere WLAN-Chips von Broadcom anspricht, unterstützt fürs Erste weiter einige der WLAN-Bausteine, welche auch die Brcm80211-Treiber ansprechen; vermutlich wird der Kernel langfristig aber letztgenannte Treiber bevorzugen. Wer die Brcm80211-Treiber nutzen will, darf derzeit allerdings den Treiber Bcma nicht einkonfigurieren, auf den B43 zum Zugriff auf einige der neueren WLAN-Bausteine von Broadcom angewiesen ist.

In das Netzwerk-Subsystem zog auch der WLAN-Treiber Ath6kl für den AR6003 von Atheros ein. Er basiert auf dem gleichnamigen Staging-Treiber, der parallel entfernt wurde. Die verbesserte und dabei erheblich geschrumpfte Version des Treibers wurde unabhängig vom Staging-Bereich entwickelt; sie ist erheblich kleiner und beherrscht laut Commit-Kommentar nicht alle Funktionen, die der Staging-Treiber bot.

Die teils umfangreichen Aufräumarbeiten an den beiden Treibern und ihre Umzüge sind mitverantwortlich für die große Zahl neuer und entfernter Zeilen Quellcode, die ein Diffstat für Linux 3.2 ausweist. Dazu beigetragen hat auch der Austausch des Staging-WLAN-Treibers Rtl8192e gegen eine erheblich überarbeitete Code-Variante, die zwar noch Mängel aufweist, aber deutlich bessere Chancen hat, irgendwann vom Staging-Bereich in das Netzwerk-Subsystem umzuziehen (u. a. 1, 2, 3).

Verschiedenes

    Durch Verbesserungen an verschiedenen Treibern unterstützt Linux jetzt die WLAN-Chips Atheros AR946/8x, Atheros AR9580, Marvell 88W8766P sowie Intels WLAN-Bausteine 2000D Series 2x2 BGN und Centrino(R) Advanced-N 6205S AGN.
    Jeff Kirsher hat einige Umstrukturierungen im Linux-Quellcode unterhalb von drivers/net/ vorgenommen (u. a. 1, 2); dadurch liegen nun beispielsweise alle Treiber für Ethernet-Hardware in Hersteller-spezifischen Verzeichnissen unterhalb von drivers/net/ethernet/. Er hat dabei sehr viel Code bewegt – ein weiterer Grund für die große Zahl neuer und entfernter Zeilen Quellcode.
    Der Treiber für Gigabit-Ethernet-Chips von Realtek spricht jetzt den Baustein RTL8111F an, der Treiber Ixgbe auch Intels 82599-Chip. Einen ganzen Schwung Änderungen gab es am Treiber Bna für 10G-PCIe-Ethernet-Adapter von Brocade, dessen Versionsnummer in dem Zug einen großen Sprung auf 3.0.2.1 macht; durch einige der Patches unterstützt der Treiber nun auch das Modell 1860.
    Der Code für die Kommunikation über ein CAN (Controller Area Network) bietet nun Funktionen, um via Netlink ein Gateway oder einen Router zu konfigurieren.
    Neu ist auch Basis-Unterstützung für IPv6 over Low power Wireless Personal Area Networks (6LoWPAN/IEEE 802.15.4).
    Das bei Linux 3.1 eingeführte Subsystem für NFC (Near Field Communication) beherrscht nun das zur Kommunikation zwischen Controller und Device Host (DH) eingesetzte NFC Controller Interface (NCI).
    Netzwerk-Subsystem-Verwalter David Miller hebt in seinem Haup-Git-Pull-Request noch einige interne Optimierungen hervor (u. a. 1, 2).

Die kleinen Perlen

Viele kleinere, aber keineswegs unbedeutende Neuerungen finden sich in der folgenden Liste mit den englischen Commit-Überschriften der jeweiligen Änderung. Die Einträge verlinken genau wie viele der Verweise im vorangegangenen Text auf das Webfrontend des von Linus Torvalds gepflegten Git-Zweigs auf Kernel.org, der die gemeinhin als "offiziell" bezeichneten Kernel-Quellen enthält. Der über diese Links angezeigte Commit-Kommentar und der darunter ausgegebene Patch liefern zahlreiche weitere Informationen zur jeweiligen Änderung.

Vor jedem Link finden sich in eckigen Klammern einige Buchstaben und Zahlen. Ein "C" kennzeichnet Patches mit Änderungen an Kconfig-Dateien; diese enthalten die Konfigurationsoptionen samt der zugehörigen Hilfetexte, die bei der Kernel-Konfiguration über "make menuconfig" oder "make xconfig" angezeigt werden. Ein "D" steht bei Patches, die die Dokumentation verändern, die im Kernel-Zweig unterhalb von Documentation/ liegt. Ein "N" weist Änderungen aus, die eine neue Datei anlegen. Die Zahl vermittelt einen groben Eindruck zur Größe des Patches: eine "1" kennzeichnet Änderungen, die inklusive Kommentar zwischen 10 und 20 KByte groß sind, eine "2" für solche, die zwischen 20 und 30 KByte Umfang haben; Änderungen ohne Zahl sind kleiner als 10 KByte, Patches mit einer "9" hingegen 90 KByte oder größer.

LAN

    [    ] Add ethtool -g support to virtio_net
    [   2] af_iucv: add HiperSockets transport
    [   1] be2net: add support for flashing Teranetics PHY firmware
    [  N1] bna: Add New HW Defs
    [   1] bna: Brocade 1860 IOC PLL, Reg Defs and ASIC Mode Changes
    [   9] bna: ENET and Tx Rx Redesign Enablement
    [  N7] bna: Introduce ENET as New Driver and FW Interface
    [  N2] bna: MSGQ Implementation
    [  N9] bna: Tx and Rx Redesign
    [    ] bnx2x: Add new PHY BCM54616
    [    ] bnx2x: update driver version to 1.70.30-0
    [    ] bnx2x: use FW 7.0.29.0
    [C   ] dm9000: define debug level as a module parameter
    [    ] dp83640: enable six external events and one periodic output
    [C  1] drivers/net: Kconfig & Makefile cleanup
    [   1] e1000: convert hardware management from timers to threads
    [    ] ehea: Add GRO support
    [    ] ehea: Add vlan_features
    [    ] ehea: Remove num_tx_qps module option
    [    ] enic: Add SRIOV support
    [   2] enic: Add support for port profile association on a enic SRIOV VF
    [   1] IB/mlx4: Add support for XRC domains
    [    ] igb: Loopback functionality supports for i350 devices
    [    ] igb: Version bump.
    [    ] ixgbe add thermal sensor support for x540 hardware
    [    ] ll_temac: Add support for ethtool
    [C N ] net/ethernet: sc92031 is not Realtek
    [C   ] net/fec: add imx6q enet support
    [    ] net/phy: add IC+ IP101A and support APS.
    [ DN ] net/smsc911x: add device tree probe support
    [    ] netxen: add vlan LRO support
    [    ] PCI: Add Solarflare vendor ID and SFC4000 device IDs
    [    ] qlcnic: add beacon test support.
    [C N2] stmmac: add CHAINED descriptor mode support (V4)
    [ D  ] stmmac: update the doc with new info about the driver's debug (v3)
    [ D  ] stmmac: update the driver version and doc (V4)
    [    ] tg3: Add external loopback support to selftest
    [    ] tg3: Update version to 3.121

WLAN

    [   1] ath6kl: Add beginning of AR6004 initialisation support
    [   1] ath6kl: Add functionality for starting AP mode
    [   1] ath6kl: Add new WMI commands and events for P2P
    [  N1] ath6kl: add testmode support
    [    ] ath6kl: Allow enabling of P2P support
    [    ] ath9k: add AR9580 support
    [   1] ath9k: Add debugfs support for mac/baseband samples
    [    ] ath9k_htc: add AVM FRITZ!WLAN 11N v2 support
    [   1] ath9k_hw: add a new API for setting tx descriptors
    [  N9] ath9k_hw: Add initvals and register definitions for AR946/8x chipsets.
    [    ] ath9k_hw: Add support to reuse Carrier leak calibration
    [    ] ath9k_hw: Add support to reuse TxIQ cal measurements
    [   1] ath9k_hw: Improve fast channel change for AR9003 chips
    [    ] ath9k_hw: Support fast channel change on 5GHz for AR9003 chips
    [   1] ath9k_hw: Updated AR9003 tx gain table for 5GHz
    [   5] ath9k: Rename AR9480 into AR9462
    [C   ] b43: drop Kconfig option of forcing PIO mode
    [   1] b43: LCN-PHY: add init tables
    [    ] b43: LCN-PHY: add very basic PHY ops
    [    ] b43: LCN-PHY: init 0x2064 radio
    [C   ] b43: make HT-PHY support experimental
    [    ] b43: N-PHY: report signal to mac80211
    [C   ] b43: Remove EXPERIMENTAL designation from LP PHY selection
    [ D  ] batman-adv: implement AP-isolation on the receiver side
    [ D  ] batman-adv: update README (date & ap isolation sysfs file)
    [C   ] carl9170: export HW random number generator
    [    ] iwlagn: bump firmware API for some devices
    [    ] iwlagn: default smps mode for 1000 series device
    [    ] iwlagn: enable 11n aggregation without checking traffic load
    [    ] iwlagn: enable 11n support for "_d" sku
    [    ] iwlagn: move sysfs files to debugfs
    [    ] iwlagn: New SKU for 6005 SFF
    [CD  ] iwlagn: rename iwlagn module iwlwifi and alias to iwlagn.
    [C  2] iwlagn: support new P2P implementation
    [C   ] iwlwifi: update comments on how to enable debug flag
    [   1] libertas: disable functionality when interface is down
    [    ] mac80211: disable powersave for broken APs
    [ D  ] mac80211: document client powersave
    [C  1] mac80211: handle TDLS high-level commands and frames
    [   2] mac80211: implement uAPSD
    [   3] mac80211: optimise station flags
    [    ] mac80211: Start implementing QoS support for mesh interfaces
    [ D  ] mac80211: Update injection documentation
    [    ] nl80211/cfg80211: Add extra IE configuration to AP mode setup
    [    ] nl80211/cfg80211: Add support to disable CCK rate for management frame
    [    ] rt2x00: Add new chipset support
    [    ] rtlwifi: add module parameter to set global debug level
    [    ] rtlwifi: Change debug parameter to apply to individual drivers
    [    ] rtlwifi: rtl8192ce: Add new chip revisions
    [    ] rtlwifi: rtl8192de: Updates from latest Reaktek driver - Part III
    [    ] rtlwifi: rtl8192se: Updates from latest Realtek driver version - Part II
    [    ] rtlwifi: Update to new Realtek version - Part I
    [    ] wl12xx: add module_param to trigger BUG() on recovery
    [    ] wl12xx: allow 11a AP-mode for wl127x devices
    [    ] wl12xx: AP-mode - set STA HT capabilities when adding a STA
    [    ] wl12xx: enable AP advanced functionality
    [    ] wl12xx: support p2p interfaces
    [    ] wl12xx: support up to 8 stations in AP-mode

Various

    [    ] Bluetooth: Add mgmt command for fast connectable mode
    [    ] Bluetooth: Add mgmt events for blacklisting
    [    ] Bluetooth: Add support for pairing via mgmt over LE
    [    ] Bluetooth: make use of connection number to optimize the scheduler
    [    ] bridge: allow forwarding some link local frames
    [    ]  btusb: add device entry for Broadcom SoftSailing
    [C N1] can/sja1000: add driver for EMS PCMCIA card
    [C N1] can/sja1000: driver for PEAK PCAN PCI/PCIe cards
    [C   ] flexcan: Add flexcan device support for p1010rdb.
    [ D  ] flexcan: Fix up fsl-flexcan device tree binding.
    [ D  ] flexcan: Prefer device tree clock frequency if available.
    [ D  ] ipv6: Send ICMPv6 RSes only when RAs are accepted
    [ D  ] ipvs: Add documentation for new sysctl entries
    [ D  ] ipvs: secure_tcp does provide alternate state timeouts
    [    ] macvlan: receive multicast with local address
    [    ] neigh: reduce arp latency
    [   9] net: add skb frag size accessors
    [    ] net: more accurate skb truesize
    [    ] net-netlink: Add a new attribute to expose TOS values via netlink
    [ D  ] net: remove ndo_set_multicast_list callback
    [    ] net: rps: support 802.1Q
    [    ] net: rps: support PPPOE session messages
    [C N1] NFC: driver for TI shared transport
    [C N1] ppp: Move the PPP drivers
    [    ] rps: support IPIP encapsulation

Quelle und Links : http://www.heise.de/open/artikel/Kernel-Log-Was-3-2-bringt-1-Netzwerk-1378635.html

Arbeits.- Testrechner :

Intel® Core™ i7-6700 (4 x 3.40 GHz / 4.00 GHz)
16 GB (2 x 8 GB) DDR4 SDRAM 2133 MHz
250 GB SSD Samsung 750 EVO / 1 TB HDD
ZOTAC Geforce GTX 1080TI AMPExtreme Core Edition 11GB GDDR5
MSI Z170A PC Mate Mainboard
DVD-Brenner Laufwerk
Microsoft Windows 10 Home 64Bit

TT S2 3200 ( BDA Treiber 5.0.1.8 ) + Terratec Cinergy 1200 C ( BDA Treiber 4.8.3.1.8 )

Offline SiLæncer

  • Cheff-Cubie
  • *****
  • Beiträge: 191383
  • Ohne Input kein Output
    • DVB-Cube
Kernel-Log: Echtzeit-Kernel mit Linux 3.0
« Antwort #224 am: 21 November, 2011, 17:00 »
Die Patches zur Echtzeit-Unterstützung setzen jetzt auf eine aktuelle Kernelversion auf. Torvalds hat eine von vielen Entwickler kritisierte und für 3.2 vorgenommene Änderung zur benutzerfreundlichen Benennung von Platten revidiert. AMD und Intel haben neue Grafiktreiber veröffentlicht.

Mit der Freigabe des Echtzeit-Kernels 3.0.9-rt25 hat Thomas Gleixner den RT-Zweig auf Basis von Linux 3.0 als reif für den Produktionseinsatz erklärt. Er erwähnt dabei, diese Versionsreihe sei ein großer Schritt vorwärts und die Entwicklung ziemlich glatt gelaufen sei, obwohl viele Kerntechniken erheblich überarbeitet wurden.

Gleixner hat in dem Zug die Betreuung der RT-Patches für Linux 3.0 an Steven Rostedt übergeben, der kürzlich eine Vorabversion von Linux 3.0.9-rt26 zur Begutachtung veröffentlicht hat. Gleixner hat die Änderungen zur Verbesserungen der Echtzeit-Eigenschaften derweil auf Vorabversionen von Linux 3.2 portiert (1, 2, 3); der RT-Patch ist dabei wieder um ein gutes Stück geschrumpft, da einige der Änderungen zwischenzeitlich in den Hauptentwicklungszweig eingegangen sind.

Kernel-Versionsstatus

Aufgrund der Reife des RT-Patches für Linux 3.0 hat Greg Kroah-Hartman mit der Freigabe des Kernels 2.6.33.20 die Arbeit an Linux 2.6.33 eingestellt, das er zuletzt nur noch für die Echtzeit-Entwickler gepflegt hatte – deren stabile Echtzeit-Patches bohrten bislang den Kernel 2.6.33 auf.

Kroah-Hartman hat zudem die Kernel-Versionen 2.6.32.48, 3.0.9 und 3.1.1 freigegeben; die beiden Stable-Versionen für Kernel der 3er-Reihe bringen jeweils über 200 kleine Verbesserungen und Fehlerkorrekturen. Die Kernel 3.0.10 und 3.1.2 sind gerade in der Begutachtungsphase, die am heutigen Montag endet; die beiden Kernel sollten kurz darauf erscheinen. Die meisten Stable- und Longterm-Kernel sind neuerdings in einem Git-Depot auf Kernel.org abrufbar.

Wie schon im ersten Kernel-Log der Serie "Was 3.2 bringt" prognostiziert, hat Linus Torvalds vergangene Woche die zweite Vorabversion von Linux 3.2 veröffentlicht; in Kürze dürfte die dritte folgen. Darin wird ein im Merge Window von 3.2 aufgenommener Mechanismus zum verständlichen Benennen von Datenträgern wieder rausfliegen, nachdem sich mehrere wichtige Kernel-Hacker dagegen ausgesprochen hatten. Der Entwickler der Änderung will das ursprüngliche Ziel jetzt durch eine Userspace-Lösung erreichen.

In den RC3 sind auch schon einige der mit Hilfe von Informationen aus Windows-Treibern entstandene Patches eingezogen, welche die Stromspartechnik ASPM (Active State Power Management) bei bestimmter Hardware deaktivieren. Der Patch, durch den die PCIe-Stromspartechnik wieder auf mehr Systemen standardmäßig genutzt wird, dürfte aber erst Bestandteil von Linux 3.3 werden. Fedora und Ubuntu haben diese Änderung aber schon in einige ihrer Kernel integriert, um sie zu testen.

Kernel-Log-Staccato

Kernel

Luis R. Rodriguez hat eine neue Versionslinie von Compat-Wireless angekündigt, mit der sich die für Linux 3.2 vorgesehenen WLAN-Treiber auch bei älteren Kernel-Versionen nutzen lassen.
   
Ganz nebenbei hat Andrew Morton kürzlich in einer Mail erwähnt, dass er die von ihm gesammelten Änderungen jetzt unregelmäßig an Stephen Rothwell sendet, damit der sie in Linux-Next einbaut. Der von ihm bisher gepflegte Kernel-Zweig Mmotm (mm-of-the-moment) sei dadurch weitgehend unnötig; Anwender sollten stattdessen Linux-Next testen.

OCFS2-Betreuer Joel Becker hat klargestellt, dass die OCFS2-Entwickler die im Kernel hinterlegte Versionsnummer des Dateisystems nicht pflegen. Laut derer ist das Cluster-Dateisystem im Hauptentwicklungszweig von Linux derzeit auf dem Stand der Version 1.5; Code, der in OCFS2-Versionen der 1.6er Serie enthalten ist, basiere allerdings auf dem Code des Hauptentwicklungszweigs.

Nutzer von Fedora 15 erhalten den Kernel 3.1 unter der Versionsbezeichnung 2.6.41 als Update; sie hatten schon Version 3.0 als 2.6.40 erhalten, um Probleme mit Programmen zu vermeiden, die mit der neuen Versionsnummer nicht klarkommen.

Über die auf Embedded-Linux-Entwickler ausgerichtete Website Free Electrons sind Videos von einigen Vorträgen abrufbar, die im Rahmen der Linuxcon Europe 2011 und der gleichzeitig abgehaltenen Embedded Linux Conference Europe 2011 stattfanden, die das letzte Kernel-Log bereits erwähnte. Unter den Videos ist etwa eines von der "Kernel-Panel" genannten Podiumsdiskussion, an der Linus Torvalds, Alan Cox, Thomas Gleixner und Paul McKenney teilgenommen haben. Es ist auch ein Video des Vortrags von Gleixner abrufbar, in dem er Hintergründe zum Stand der Entwicklung des Echtzeit-Patches für Linux liefert.

Christoph Hellwig hat das "XFS status update for October 2011" verfasst.

Unterstützung für Grafikhardware

Chris Wilson hat die Version 2.17 der X.org-Treiber für die Grafikkerne in Intels Notebook- und Desktop-PC-Chipsätzen veröffentlicht. Sie enthalten im wesentlichen eine Reihe von Fehlerkorrekturen. Intel-Entwickler Eugeni Dodonov hat derweil in seinem Blog wieder einige andere Fortschritte bei den Intel-Treiber vermeldet (1, 2); etwa Unterstützung für die OpenGL Shading Language (GLSL) 1.30 im Entwicklerzweig von Mesa.
   
AMD hat die Version 11.10 seiner proprietären Grafiktreiber veröffentlicht; wie bei AMD seit einer Weile üblich, liefert die zugehörige Dokumentation keine Hinweise auf Neuerungen oder Änderungen. Die Version ist kompatibel zum X-Server 1.11; laut einem Phoronix-Bericht soll sie zudem Early-Look-Support für OpenSuse 12.1 bieten und Laufzeitunterstützung für OpenCL enthalten.

Jeremy Huddleston hat den Xorg-Server 1.11.2 veröffentlicht, der einige Fehlerkorrekturen bringt. Zwei Wochen später folgte Keith Packard und hat mit dem Xorg-Server 1.11.99.1 eine erste Vorabversion des von X-Servers 1.12 von X.org freigegeben. Er erwähnt dabei, dass er solche Zwischenstände des Entwicklungszweigs mittlerweile parallel zur Freigabe neuer Varianten der jeweils aktuellen X-Server-Version veröffentlichen will. Er denkt zudem darüber nach, den Freigabetermin des Xorg-Servers 1.12 auf Anfang Februar vorzuziehen oder auf Anfang März zu verschieben. Ungewiss ist noch, ob die für diese Version geplante Multitouch-Unterstützung rechtzeitig fertig wird.

Kernel-Umland ("Plumbing layer"), Userland-Treiber, Entwicklertools, ...

Matthew Garrett umreißt in einem Blog-Eintrag Boot-Probleme, die beim manchen BIOSen auftreten, wenn der Systemdatenträger mit einer GPT (GUID Partition Table) statt mit einem MBR (Master Boot Record) partitioniert ist, wie sie bei Platten mit mehr als 2 TByte Speicherplatz sinnvoll ist und beispielsweise vom kürzlich erschienenen Fedora 16 standardmäßig angelegt wird.

Gnome-Entwickler Owen Taylor erläutert im Blog-Eintrag "Application/Compositor Synchronization" einige Aspekte rund um die Abstimmung von Anwendungen und Compositor mit den Bildwechseln des Monitors.

Johannes Berg hat die Version 3.2 des WLAN-Konfigurationswerkzeugs Iw freigegeben.

Die Cryptosetup-Version 1.4.0 und deren Nachfolger 1.4.1 enthalten alles Nötige, um die bei Linux 3.1 neue Discard-Unterstützung in Dm-Crypt zu aktivieren. Die Entwickler verweisen allerdings in den Release Notes auf den Blog-Eintrag eines DM-Entwicklers, der Probleme rund um das für SSDs wichtige Discard beim Einsatz von Verschlüsselung erläutert.

LKML-Diskussionen

Catalin Marinas arbeitet an Patches, welche den ARM-Code um Unterstützung für Large Physical Address Extensions (LPAE) erweitern, durch die ein 32-Bit-ARM-Kernel mehr als 4 GByte Speicher adressieren kann.

In einer Diskussion rund um die Aufnahme des "Native KVM Tool" hat Ingo Molnar eine FAQ geschrieben, in der er aus Perspektive des von ihm vorangetriebenen Programms Perf erläutert, welche Vorteile eine Integration von Kernel-naher Software in das Tools-Verzeichnis von Linux haben kann.

Max Kellermann hat einen Cgroup-Controller vorgestellt, der die Auswirkungen von Fork-Bomben begrenzen soll; das selbe Ziel hat auch eine Anfang Oktober veröffentlichte Patch-Serie von Frederic Weisbecker.

Quelle und Links : http://www.heise.de/open/artikel/Kernel-Log-Echtzeit-Kernel-3-0-1382224.html

Arbeits.- Testrechner :

Intel® Core™ i7-6700 (4 x 3.40 GHz / 4.00 GHz)
16 GB (2 x 8 GB) DDR4 SDRAM 2133 MHz
250 GB SSD Samsung 750 EVO / 1 TB HDD
ZOTAC Geforce GTX 1080TI AMPExtreme Core Edition 11GB GDDR5
MSI Z170A PC Mate Mainboard
DVD-Brenner Laufwerk
Microsoft Windows 10 Home 64Bit

TT S2 3200 ( BDA Treiber 5.0.1.8 ) + Terratec Cinergy 1200 C ( BDA Treiber 4.8.3.1.8 )