Autor Thema: Neue Töne von Titan: Zwitschern aus der Methanhülle  (Gelesen 1459 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

Offline SiLæncer

  • Cheff-Cubie
  • *****
  • Beiträge: 191383
  • Ohne Input kein Output
    • DVB-Cube
Neue Töne von Titan: Zwitschern aus der Methanhülle
« am: 15 Februar, 2005, 16:26 »
Die Messergebnisse der Esa-Sonde "Huygens" sorgen weiterhin für faszinierende Eindrücke vom Saturnmond Titan. Esa und Nasa haben jetzt eine Tondatei veröffentlicht, die den Sinkflug der Sonde durch die Atmosphäre des Mondes hörbar macht.

Töne können ein probates Mittel sein, abstrakten Zahlenkolonnen Leben einzuhauchen. Das haben Nasa und Esa bei der äußerst erfolgreichen "Huygens"-Mission zum Saturnmond Titan bereits mehrfach bewiesen: Wissenschaftler und Laien lauschten fasziniert den Tönen aus der Titan-Atmosphäre und den Radarechos von der Oberfläche des Mondes.

Jetzt haben die Forscher die Bewegungen von "Huygens" während des Landeanflugs auf die Titan-Oberfläche in ein künstliches Geräusch von etwa einer Minute verwandelt. "Die Tondatei deckt ungefähr vier Stunden Echtzeit ab", erklärt Ralph Lorenz von der University of Arizona, Mitglied des Teams für die "Huygens"-Instrumente zur Erforschung der Titan-Oberfläche.

Mehr

Quelle : www.spiegel.de

Arbeits.- Testrechner :

Intel® Core™ i7-6700 (4 x 3.40 GHz / 4.00 GHz)
16 GB (2 x 8 GB) DDR4 SDRAM 2133 MHz
250 GB SSD Samsung 750 EVO / 1 TB HDD
ZOTAC Geforce GTX 1080TI AMPExtreme Core Edition 11GB GDDR5
MSI Z170A PC Mate Mainboard
DVD-Brenner Laufwerk
Microsoft Windows 10 Home 64Bit

TT S2 3200 ( BDA Treiber 5.0.1.8 ) + Terratec Cinergy 1200 C ( BDA Treiber 4.8.3.1.8 )

Offline SiLæncer

  • Cheff-Cubie
  • *****
  • Beiträge: 191383
  • Ohne Input kein Output
    • DVB-Cube
Der erste Blick in das Auge eines außerirdischen Wirbelsturms
« Antwort #1 am: 10 November, 2006, 20:44 »
Ein Monstersturm am Südpol des Saturns verblüfft die Forscher: Er sieht aus wie ein Hurrikan, verhält sich aber nicht wie einer. Noch nie wurde ein Sturm mit Auge auf einem fremden Planeten gesichtet - dieser stellt alle irdischen Pendants in den Schatten.

Ein ruhiges Zentrum, von Wolkenbergen umwirbelt: Die Fotos der Raumsonde "Cassini" vom Südpol des Saturns erinnern stark an einen irdischen Hurrikan. Doch während tropische Wirbelstürme seit Menschengedenken über den blauen Planeten fegen, wurde nie zuvor ein Sturm mit einem Auge im Zentrum auf einem anderen Planeten beobachtet.



An Ort und Stelle: Anders als die Wirbelstürme auf der Erde steht die Struktur in der Saturn-Atmosphäre auf der Stelle. Diese "Cassini"-Aufnahmen zeigen ihn in unterschiedlichen Wellenlängen. Wie er sich bilden konnte, ist Forschern unerklärlich. Schließlich hat der Gasplanet Saturn keine Ozeane, über denen heißer Wasserdampf aufsteigen könnte - auf der Erde sind sie die Wiege tropischer Wirbelstürme

Das Wetterphänomen auf dem Saturn unterscheidet sich aber in zwei wesentlichen Details von seinen irdischen Pendants: Erstens scheint sich sein Zentrum nicht von der Stelle zu bewegen. Zweitens übertrifft der Wirbelsturm mit einer Wolkenhöhe von bis zu 75 Kilometern, einem Durchmesser von 8000 Kilometern und einer Windgeschwindigkeit von 550 Kilometern pro Stunde innerhalb des Wolkenrings alles, was Menschen auf ihrem Heimatplaneten auch nur annähernd jemals erleben mussten - ein wahrer Monstersturm.

Über drei Stunden verteilt schoss "Cassini" 14 Fotos des Sturms. Sie zeigen deutlich das dunkle Auge direkt über dem Südpol und die im Uhrzeigersinn darum rotierenden Wolken inklusive ihrer Schatten, die eine Berechnung der Wolkenhöhe ermöglichten, wie Forscher des Cassini Imaging Central Laboratory for Operations (Ciclops) in Boulder im US-Bundesstaat Colorado berichten.

"Es sieht aus wie ein Hurrikan, aber es benimmt sich nicht wie einer", sagte Andrew Ingersoll vom "Cassini"-Team des California Institute of Technology in Pasadena. Für die Wissenschaftler ist der Wirbelsturm nicht nur von ästhetischem Wert: In seinem Zentrum, dem Auge, erhaschte "Cassini" einen bisher nie dagewesenen Einblick in die Atmosphäre des Gasplaneten, da die Wolkendecke des Saturns dort wesentlich tiefer hängt als sonst.

"Mysteriöse dunkle Wolkenansammlung am Boden"

"Die klare Sicht über dem Auge geht offenbar doppelt so weit hinunter, wie es die obere Wolkendecke normalerweise erlaubt", sagte Kevin Baines vom Jet Propulsion Laboratory der Nasa. "Wir erhalten hier in einem weiten Wellenspektrum den bislang tiefsten Einblick in die Atmosphäre des Saturns." Eine neue Beobachtung konnten die Planetenforscher auf diese Art bereits machen. Baines berichtet von einer "mysteriösen dunklen Wolkenansammlung am Boden des Auges".

Zunächst drängt sich jedoch die Frage auf, wie der Riesenwirbel überhaupt entstehen konnte - und was ihn aufrecht erhält. Auf der Erde bilden sich tropische Wirbelstürme immer über relativ warmem Wasser, wo Wasserdampf senkrecht nach oben steigt und dabei einen Unterdruck erzeugt, der durch eine Art Kaminwirkung feuchte Luft aus der Umgebung anzieht. Auf dem Weg nach oben in kühlere Luftschichten kondensiert das Wasser und bildet die typische ringförmige Wolkenwand. Sie wird auch Eyewall genannt. Weiter oben kühlt die Luft ab, wird dabei trockener und fällt wieder nach unten. So entsteht das Auge des Sturms - eine klare, fast windstille Zone.

Der Saturn besitzt als Gasplanet jedoch keine Ozeane. Der Sturm an seinem Südpol müsse durch einen anderen, aber möglicherweise ähnlichen Mechanismus entstanden sein, vermuten die Forscher. Beobachtungen über den Verlauf der Jahreszeiten sollen nun Aufschluss bringen. Wissenschaftler Ingersoll sagte: "Worum immer es sich genau handeln mag, wir werden uns auf das Auge konzentrieren und herausfinden, warum es da ist."

Stürme mit einem Auge und ausgeprägter Eyewall waren bislang ausschließlich von der Erde bekannt, heißt es. Selbst der größte Wirbelsturm im Sonnensystem, der große rote Fleck auf dem Jupiter, besitzt keine solchen Merkmale.

Im Juli hatte die Raumsonde "Huygens", die mit "Cassini" huckepack gereist war, auf dem Saturnmond Titan Anzeichen für Wolken und Nieselregen entdeckt. Auf dem felsigen Mond gebe es erdähnliche Landschaften, berichteten die Forscher. Der Niederschlag bestehe aber aus minus 180 Grad Celsius kaltem Methan. Bis heute streiten Forscher darüber, ob ein heller Fleck auf dem Titan ein Hinweis auf aktiven Vulkanismus ist.

Quelle : www.spiegel.de

Arbeits.- Testrechner :

Intel® Core™ i7-6700 (4 x 3.40 GHz / 4.00 GHz)
16 GB (2 x 8 GB) DDR4 SDRAM 2133 MHz
250 GB SSD Samsung 750 EVO / 1 TB HDD
ZOTAC Geforce GTX 1080TI AMPExtreme Core Edition 11GB GDDR5
MSI Z170A PC Mate Mainboard
DVD-Brenner Laufwerk
Microsoft Windows 10 Home 64Bit

TT S2 3200 ( BDA Treiber 5.0.1.8 ) + Terratec Cinergy 1200 C ( BDA Treiber 4.8.3.1.8 )

Offline SiLæncer

  • Cheff-Cubie
  • *****
  • Beiträge: 191383
  • Ohne Input kein Output
    • DVB-Cube
Auf dem wolkenverhangenen Saturnmond Titan gibt es zahlreiche eiskalte Seen aus Flüssiggas. Das schließen Forscher aus Radarbildern der Raumsonde "Cassini", wie sie im britischen Fachjournal "Nature" berichten.

Auf den Radaraufnahmen der Nordpolarregion des Titan finden sich demnach mehr als 75 Seen mit 3 bis 70 Kilometern Durchmesser. Die Forscher um Ellen Stofan vom University College London werten dies als den bislang stärksten Beleg für einen Flüssigkeitskreislauf auf dem zweitgrößten Mond im Sonnensystem - ähnlich dem Wasserkreislauf der Erde. Die Radarbilder hatte die US-Raumfahrtagentur NASA erstmals im vergangenen Juli veröffentlicht.

Titan ist der einzige Mond mit einer Atmosphäre in unserem System. Sie ähnelt in mancher Hinsicht derjenigen der jungen Erde. So ist auch auf dem Titan Stickstoff der Hauptbestandteil der Lufthülle. Statt Wasser, das bei den eisigen minus 180 Grad Celsius auf dem Saturnmond sofort gefriert, zirkuliert vermutlich Methan in einem Flüssigkeitskreislauf auf dem Titan. So hatten "Cassini" und die Landesonde "Huygens" dort Flüsse, Dünen und Belege für einen beständigen Methan-Nieselregen gefunden.

Die Methan-Quelle ist jedoch noch weitgehend rätselhaft. Ursprünglich vermutete Flüssiggas-Ozeane wurden auf Titan nicht gefunden, so dass eine Quelle im Mondinneren wahrscheinlicher erschien. Die auf den Radarbildern sichtbaren Seen könnten nun darauf hindeuten, dass zumindest ein Teil des atmosphärischen Methans aus Oberflächen-Seen stammen könnte. Genaueren Aufschluss erhoffen sich die Planetenforscher von den weiteren 22 Vorbeiflügen von "Cassini" am Titan, von denen der nächste für den 13. Januar geplant ist.

Quelle : www.satundkabel.de

Arbeits.- Testrechner :

Intel® Core™ i7-6700 (4 x 3.40 GHz / 4.00 GHz)
16 GB (2 x 8 GB) DDR4 SDRAM 2133 MHz
250 GB SSD Samsung 750 EVO / 1 TB HDD
ZOTAC Geforce GTX 1080TI AMPExtreme Core Edition 11GB GDDR5
MSI Z170A PC Mate Mainboard
DVD-Brenner Laufwerk
Microsoft Windows 10 Home 64Bit

TT S2 3200 ( BDA Treiber 5.0.1.8 ) + Terratec Cinergy 1200 C ( BDA Treiber 4.8.3.1.8 )

Offline Snoop

  • Premium-Cubie
  • ****
  • Beiträge: 795
Hoffentlich sagt das keiner Gasprom - die legen glatt eine 10AE lange Pipeline  ;D
Intel Core i5, 16 GB Hauptspeicher, Windows 10 Professional 64 bit, Cinergy S2 Box,Smart DVB 0.4

Offline IzNoGuD

  • Einmalposter
  • *
  • Beiträge: 7
  • Ich liebe dieses Forum!
Hoffentlich sagt das keiner Gasprom - die legen glatt eine 10AE lange Pipeline  ;D

Waaaaaaahahahahahaha

Offline SiLæncer

  • Cheff-Cubie
  • *****
  • Beiträge: 191383
  • Ohne Input kein Output
    • DVB-Cube
"Cassini"- Sonde: Atemberaubende Blicke auf Saturn und seine Ringe
« Antwort #5 am: 02 März, 2007, 15:22 »
"Schwindelerregend" nennen Astronomen die neuen Bilder vom Saturn. Zwei Monate lang hat die Raumsonde "Cassini" neue Fotos geschossen und diese nun an die Erde übermittelt. Sie zeigen den Planeten völlig neu in Licht und Schatten.

Knapp zehn Jahre ist sie schon unterwegs, doch noch nie hat die "Cassini"-Sonde so einzigartige und scharf gestochene Bilder vom Saturn und seinen Ringen geschickt. Der Orbiter, der sich seit Juli 2004 in der Umlaufbahn des Gasriesen befindet, blickte für seine Aufnahmen aus nördlicher und südlicher Richtung auf die majestätischen Ringe.


"Das sind endlich die Ansichten, auf die wir Jahre lang gewartet haben", erklärte die Wissenschaftlerin Carolyn Porco vom Institut für Weltraumforschung in Boulder im US-Staat Colorado. Plötzlich erscheine der Saturn mit seinen gigantischen Ringen wie eine komplett fremde Welt. "Es ist so atemberaubend, dass es einem fast schwindelt", erklärte Porco.


Die von der Nasa am gestrigen Donnerstag veröffentlichten Aufnahmen waren in den vergangenen zwei Monaten entstanden. Sie zeigen scharf gestochen die Farbnuancen des Planeten und seiner Ringe. In unterschiedlichen Schattierungen und Farben präsentiert sich der Saturn von ganz neuen Seiten, auch einige seiner Monde werden auf den neuen Bildern sichtbar.


"Cassini" kreist derzeit in wechselnden Umlaufbahnen um den Saturn. Die Raumsonde ist eine gemeinsame Mission der US-amerikanischen und europäischen Raumfahrtbehörden Nasa und Esa sowie der italienischen Weltraumagentur Asi. Sie kostet rund 2,5 Milliarden Euro.


Seitdem sich die Raumsonde in der Umlaufbahn des Saturns befindet, verhilft sie immer wieder zu neuen Erkenntnissen über den Planeten, die ihn umgebenden Ringe und seine Monde. Anfang Februar hatte der Orbiter über dem Saturnmond Titan einen riesigen Wolkenwirbel entdeckt, von dem Forscher vermuten, dass er bereits seit Jahren existiert. Auch in den kommenden Monaten wird die Sonde noch mehrmals an Titan vorbeifliegen. Ab der Jahresmitte wird er auch an den Monden Prometheus, Rhea und Iapetus vorbeifliegen.


Quelle : www.spiegel.de
« Letzte Änderung: 03 März, 2007, 20:35 von SiLæncer »

Arbeits.- Testrechner :

Intel® Core™ i7-6700 (4 x 3.40 GHz / 4.00 GHz)
16 GB (2 x 8 GB) DDR4 SDRAM 2133 MHz
250 GB SSD Samsung 750 EVO / 1 TB HDD
ZOTAC Geforce GTX 1080TI AMPExtreme Core Edition 11GB GDDR5
MSI Z170A PC Mate Mainboard
DVD-Brenner Laufwerk
Microsoft Windows 10 Home 64Bit

TT S2 3200 ( BDA Treiber 5.0.1.8 ) + Terratec Cinergy 1200 C ( BDA Treiber 4.8.3.1.8 )

Offline SiLæncer

  • Cheff-Cubie
  • *****
  • Beiträge: 191383
  • Ohne Input kein Output
    • DVB-Cube
Mysteriöse Ringe: Neu entdeckter Saturnmond zerbröselt
« Antwort #6 am: 04 März, 2009, 17:08 »
Astronomen haben einen neuen Saturnmond entdeckt. Er zerlegt sich offenbar langsam - und liefert damit Material für einen der äußeren Ringe des Planeten. Forscher halten dies für eine weitere Variante, um die Entstehung der mysteriösen Gebilde erklären zu können.

Er ist alles andere als allein: Saturn, der zweitgrößte Planet unseres Sonnensystems, wird von rund 60 Monden begleitet. Dazu kommt das massive Ringsystem. Nun haben Forscher mit Hilfe der Raumsonde "Cassini" eine Beobachtung gemacht, die beide Phänomene zusammenbringt: Im weit außen liegenden G-Ring des Saturn haben sie einen kleinen Mond gefunden, der sich offenbar langsam selbst zerlegt und damit Material für den Ring liefert.

"Cassini" hatte die entscheidenden Aufnahmen im vergangenen Jahr gemacht - aus 1,2 Millionen Kilometern Entfernung. Auf einer Serie von drei Bildern, die im Abstand von zehn Minuten aufgenommen wurden, zeigt sich das Objekt im G-Ring deutlich. Wegen der langen Belichtungszeit von 46 Sekunden erscheint der Mini-Mond als Strich, der sich aber zusammen mit den anderen, weit kleineren Objekten im Ring bewegt. Seitdem haben die Forscher das Phänomen nach Angaben der American Astronomical Society noch mehrfach beobachtet.

Das Objekt habe einen Durchmesser von einem halben Kilometer, teilte die US-Weltraumbehörde Nasa auf ihrer Webseite mit. Doch dieser Wert basiert nicht auf direkten Messungen. Weil die Auflösung der "Cassini"-Kamera nicht ausreicht, um den Mond im Detail zu zeigen, mussten sich die Forscher mit einem Trick behelfen: Sie verglichen die Helligkeit des neu entdeckten Objekts mit dem bereits bekannten Saturnmond Pallene.

Wie genau die Saturnringe entstanden sind, darüber streiten sich Forscher noch immer. "Bisher dachte man, das Material in den Ringen stammt vor allem aus Kollisionen", erklärt Ralf Jaumann im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. Er arbeitet am Institut für Planetenforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Berlin. Als einzige Ausnahme von der Kollisionstheorie galt bisher der E-Ring des Saturns, dessen Partikel aus den spektakulären Wassereisfontänen des Mondes Enceladus stammen sollen.

"Der neu entdeckte Mond liefert nun eine weitere Variante, wie einzelne Ringe entstanden sein können", sagt Planetenforscher Jaumann. Die verschiedenen Mechanismen laufen in den jeweiligen Ringen offenbar parallel ab. Was genau im G-Ring vor sich geht, müssen weitere Beobachtungen klären. "Es kann durchaus noch mehr solcher Objekte dort geben", sagt Jaumann.

Die Forscher wissen nur wenig über die Details der Ringe, noch nicht einmal ihr Alter ist zweifelsfrei geklärt. Bisher ist auch noch nicht klar, wie der neu entdeckte Mond eigentlich das Material verliert, das zur Bildung des Rings geführt haben soll. Denkbar wäre nach Ansicht von Experten zum Beispiel, dass er sich auf seiner Kreisbahn schneller bewegt als die ihn umgebenden kleineren Fragmente. Dadurch würde er an seiner Vorderseite beständig mit solchen Partikeln kollidieren, die ihn sozusagen abschmirgeln würden. Auf jeden Fall scheint klar, dass der nun gefundene Saturn-Begleiter von dem bereits bekannten Mond Mimas beeinflusst wird.

Anfang kommenden Jahres soll "Cassini" das Objekt im G-Ring noch einmal gezielt unter die Lupe nehmen. Die Nasa plant den Einsatz der Sonde derzeit bis Mai 2010. Planetenforscher hoffen aber, dass die Amerikaner dem fliegenden Späher noch mehr Zeit geben und die Mission verlängern.

Fotostrecke : http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-40303.html

Quelle : www.spiegel.de

Arbeits.- Testrechner :

Intel® Core™ i7-6700 (4 x 3.40 GHz / 4.00 GHz)
16 GB (2 x 8 GB) DDR4 SDRAM 2133 MHz
250 GB SSD Samsung 750 EVO / 1 TB HDD
ZOTAC Geforce GTX 1080TI AMPExtreme Core Edition 11GB GDDR5
MSI Z170A PC Mate Mainboard
DVD-Brenner Laufwerk
Microsoft Windows 10 Home 64Bit

TT S2 3200 ( BDA Treiber 5.0.1.8 ) + Terratec Cinergy 1200 C ( BDA Treiber 4.8.3.1.8 )

Offline SiLæncer

  • Cheff-Cubie
  • *****
  • Beiträge: 191383
  • Ohne Input kein Output
    • DVB-Cube
Saturnmond: Titan ähnelt der jungen Erde
« Antwort #7 am: 07 August, 2009, 13:57 »
Die Erde hat einen kleinen Bruder im Sonnensystem: Der Saturnmond Titan weist frappierende Ähnlichkeiten mit dem blauen Planeten auf, als dort das erste Leben entstand. Könnte sich auf dem eisigen Titan Ähnliches abspielen?

Der Saturnmond Titan ähnelt der Erde äußerlich mehr als jeder andere bekannte Himmelskörper. Dies untermauern zwei Studien, die an diesem Freitag auf der Vollversammlung der Internationalen Astronomischen Union (IAU) in Rio de Janeiro vorgestellt werden sollten.

Obwohl auf dem Saturnmond eine Durchschnittstemperatur von etwa 180 Grad Minus herrsche, gebe es dort Bergketten, Dünen und sogar Seen, heißt es in einer vorab veröffentlichten Mitteilung der IAU. Anstelle von Wasser gebe es allerdings flüssiges Methan, das als Regen falle oder Seen bilde. Die IAU will in Rio de Janeiro neue Aufnahmen präsentieren, die eine zehnmal höhere Auflösung als bisherige Aufnahmen haben.

"Es ist wirklich überraschend, wie sehr die Oberfläche des Titans der der Erde ähnelt", sagte Rosaly Lopes vom Jet Propulsion Laboratory in Pasadena (US-Bundesstaat Kalifornien). Kein anderer Himmelskörper im Sonnensystem weise deutlichere Parallelen zur Erde auf - "trotz der riesigen Unterschiede bei der Temperatur und den Umweltbedingungen", so Lopes. Auf der Oberfläche Titans ist es im Durchschnitt etwa minus 180 Grad kalt.

Das alles war zwar schon länger bekannt, eine neue Erkenntnis aber elektrisiert die Forscher: Aus Eisvulkanen werde regelmäßig Ammoniak an die Oberfläche Titans geschleudert, wie Daten der Raumsonde "Cassini" belegten. Dies erinnere an Vulkane auf der Erde.

Nun besteht Titans Atmosphäre hauptsächlich aus Methan und Stickstoff. Gemeinsam mit Ammoniak "ergibt sich eine genaue Nachbildung der Umweltbedingungen, die auf der Erde herrschten, als das erste Leben entstand", sagte Lopes. "Es ist eine aufregende Frage, ob die Vorgänge auf Titan heute eine präbiotische Chemie ermöglichen, in der auf der Erde das Leben entstanden ist."

Quelle : www.spiegel.de

Arbeits.- Testrechner :

Intel® Core™ i7-6700 (4 x 3.40 GHz / 4.00 GHz)
16 GB (2 x 8 GB) DDR4 SDRAM 2133 MHz
250 GB SSD Samsung 750 EVO / 1 TB HDD
ZOTAC Geforce GTX 1080TI AMPExtreme Core Edition 11GB GDDR5
MSI Z170A PC Mate Mainboard
DVD-Brenner Laufwerk
Microsoft Windows 10 Home 64Bit

TT S2 3200 ( BDA Treiber 5.0.1.8 ) + Terratec Cinergy 1200 C ( BDA Treiber 4.8.3.1.8 )

Offline SiLæncer

  • Cheff-Cubie
  • *****
  • Beiträge: 191383
  • Ohne Input kein Output
    • DVB-Cube
Saturnmond Titan: Seen könnten Nahrung für Bakterien bieten
« Antwort #8 am: 25 November, 2009, 15:56 »
Seen auf dem wolkenverhangenen und bitter kalten Saturnmond Titan bieten möglicherweise günstige Lebensbedingungen für Bakterien. Darauf deuten Daten hin, die bereits 2005 von der Cassini-Huygens-Raumsonde gesammelt wurden und jetzt von französischen Wissenschaftlern neu ausgewertet wurden, berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist.

Zwar herrschen auf dem Trabanten Temperaturen von -180 Grad Celsius, sodass es dort kein flüssiges Wasser gibt. Die Cassini-Huygens-Mission hatte aber Seen entdeckt, die hauptsächlich aus flüssigem Methan, Ethan – und auch kleinen Mengen des potentiellen Bakterien-Nährstoffs Azetylen –  bestehen sollten. Bei der ersten Auswertung vor vier Jahren wurde der Azetylen-Anteil allerdings noch auf weniger als ein hundertstel Promille kalkuliert. Doch schon damals hatten Forscher spekuliert, dass die Chemikalie zusammen mit Wasserstoff Bakterien als Nahrung dienen könnte.

Den neuen Berechnungen zufolge, die  Daniel Cordier und seine Kollegen von der Ecole Nationale Supérieure de Chimie in Renne  in der Fachzeitschrift Astrophysical Journal Letter veröffentlichen, dürften die Gewässer sogar ein Prozent Azetylen enthalten – eine Menge, die für bakterielles Leben ausreichen könnte. Die Forscher hatten aus der Produktionsrate der Chemikalien, die in der Titan-Atmosphäre entstehen –  darunter ist auch das Azetylen – und aus den Temperaturdaten der Seen ermittelt, welche Menge von der Substanz sich in dem Methan-Ethan-Gemisch löst.

Ob es in den Kohlenwasserstoff-Seen tatsächlich bakterielles Leben gibt, ist freilich noch nicht belegt. Wissenschaftler monieren zudem, dass es nicht allein auf die Inhaltsstoffe der Seen ankomme: Wichtig sei vor allem, ob sich die Azetylen- und Wasserstoff-haltigen Schichten darin vermischen – das wäre nämlich nötig, denn die Stoffe böten Bakterien nur gemeinsam eine Energiequelle. (Französische Forscher haben den Anteil des potentiellen Mikroben-Nährstoffs Azetylen auf dem Saturn-Trabanten neu bestimmt und viel größere Mengen berechnet als bisher bekannt war.)

Quelle : www.heise.de

Arbeits.- Testrechner :

Intel® Core™ i7-6700 (4 x 3.40 GHz / 4.00 GHz)
16 GB (2 x 8 GB) DDR4 SDRAM 2133 MHz
250 GB SSD Samsung 750 EVO / 1 TB HDD
ZOTAC Geforce GTX 1080TI AMPExtreme Core Edition 11GB GDDR5
MSI Z170A PC Mate Mainboard
DVD-Brenner Laufwerk
Microsoft Windows 10 Home 64Bit

TT S2 3200 ( BDA Treiber 5.0.1.8 ) + Terratec Cinergy 1200 C ( BDA Treiber 4.8.3.1.8 )

Offline SiLæncer

  • Cheff-Cubie
  • *****
  • Beiträge: 191383
  • Ohne Input kein Output
    • DVB-Cube
Eis-Titan
« Antwort #9 am: 15 März, 2010, 17:12 »
Der Saturnmond Titan hat ein eiskaltes Inneres, das sich nie in seiner Geschichte stark erwärmte

Titan ist einer der Riesen unter den Monden in unserem Sonnensystem. Er hüllt sich in eine dichte, undurchsichtige Atmosphäre, unter der sich auf seiner Oberfläche imposante Landschaften mit Bergen und Tälern, gigantischen Sanddünen, Flüssen und Seen aus flüssigem Methan verbergen. Er erinnert in vielem an die Erde in der Frühzeit ihrer Geschichte. Aber er ist doch ganz anders – wie Wissenschaftler jetzt beweisen können, war und ist sein Kern eiskalt.

Cassini umkreist Titan und wirft mit seinen Instrumenten einen Blick ins Innere dieses Saturnmondes, Illustration: Nasa/JPL

Titan ist mit einem Durchmesser von 5.150 Kilometern der größte Saturnmond und der zweigrößte aller Monde im Sonnensystem. Der niederländische Naturwissenschaftler Christiaan Huygens entdeckte ihn bereits 1655, aber durch die Dunstschicht, die ihn umgibt, blieb Titan lange ein Rätsel. Es bedurfte des Zeitalters der Raumsonden, um mehr über diesen speziellen Himmelskörper zu erfahren.

Aufbruch zum Saturn

Vor allem die 1997 gestarteten Cassini-Huygens Mission, ein Gemeinschaftsprojekt der NASA, der Europäischen Weltraumorganisation (ESA und der italienischen Weltraumorganisation (ASI), ermöglichte den Einblick in die faszinierende Welt des Titan, denn die vorangegangenen Voyager-Missionen konnten die Atmosphäre nur solche erkennen, aber nicht durchdringen.

Der Orbiter Cassini umkreist seit 2004 den Saturn, und setzte die Sonde Huygens ab, die Anfang 2005 auf dem Titan landete. Die zur Erde gefunkten Bilder zeigten eine großartige, zerklüftete Landschaft Titan. Huygens machte zudem Tonaufnahmen.

Es regnet Methan

Titan ist nicht nur einer der größten, sondern auch der einzige Mond mit einer dichten Atmosphäre – der atmosphärische Druck ist 1,6 Mal höher als auf der Erde. Seine Gashülle besteht zu 95 Prozent aus Stickstoff, außerdem Methan und anderen Kohlenwasserstoffen sowie Wasserstoff.

Eine mörderische Umgebung herrscht auf der Oberfläche, es ist durchschnittlich minus 179 Grad Celsius kalt, es stürmt und regnet. Allerdings kein Wasser, titanische Flüsse und Seen sind mit flüssigem Ethan, Methan und anderen Kohlewasserstoffen gefüllt. Am Äquator türmen sich gigantische, bis 150 Meter hohe und mehrere hundert Kilometer lange Dünen auf.

Die Kosmologen gehen nicht davon aus, dass heute Leben auf Titan existiert, denn dafür sind die Bedingungen auf der Oberfläche unter den dicken, orange schimmernden Wolkenschichten zu unwirtlich, aber sie hoffen, dort die Vorbedingungen erforschen zu können, die die Entstehung von Leben ermöglichen. Methan und Stickstoff-Moleküle könnten sich auf dem eisigen Mond zu komplexen organischen Materialien wie Kohlenwasserstoffen oder sogar Aminosäuren - den Grundbausteinen des irdischen Lebens - zusammenschließen.

So könnte es auf dem Saturnmond Titan aussehen. Bild: Steven Hobbs/Nasa

Oder anders formuliert: Die Bedingungen auf Titan ähneln denen auf der Erde vor 4.6 Mrd. Jahren. Die Experten vermuten, dass sich unter der festen Oberfläche des Mondes ein Ozean befindet – wahrscheinlich ungefähr hundert Kilometer unterhalb der Kruste.

Neue Erkenntnisse von Cassini

67 Mal flog Cassini bei seiner Umrundungen des Ringplaneten Saturn bereits an Titan vorbei, um Daten zu sammeln. Anfang März diesen Jahres präsentierten einige Spezialisten bei der Lunar and Planetary Science Conference in The Woodlands, Texas, die Nachbildung einer eindrücklichen Landschaft auf Titan namens Sikun Labyrinthus, die stark an eine durch Erosion geschaffene Region in Utah erinnert.

Die Forscher vermuten, dass sich unter der zerklüfteten Oberfläche auch auf dem Saturnmond Höhlensysteme verbergen. Karl Mitchell vom Cassini-Team am Jet Propulsion Laboratory in Pasadena kommentierte:

Zitat
Auch wenn Titan eine außerirdische Welt mit viel niedrigeren Temperaturen darstellt, lernen wir doch zunehmend, wie viele Ähnlichkeiten mit der Erde es gibt. Die Karst ähnliche Landschaft [des Sikun Labyrinthus] legt nahe, dass sich unter der Oberfläche eine Menge tut, was wir nicht sehen können."

Des Titans Kern

Jetzt veröffentlicht ein italienisch-amerikanisches Tema um Luciano Iess von der Universita La Sapienza in Rom in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Science die neuesten Erkenntnisse über die innere Beschaffenheit des Titan.

Die Wissenschaftler analysierten das Gravitationsfeld des Titan, dazu verwendeten sie Daten von vier engen Cassini-Vorbeiflügen zwischen 2006 und 2008, die speziell darauf abzielten, die Wirkung der Schwerkraft vor Ort zu messen. In Abgleich mit Rotationsdaten des Mondes ergab sich das Bild, wie der Mond unter der Kruste strukturell aussehen muss, wie sein Kern sich genau zusammensetzt.

Dabei zeigte sich, dass das Innerste des Titan aus einer Mischung von Eis und Gestein besteht. In der Evolution des Mondes kam es nicht zur Ausbildung eines festen Kerns aus purem Stein, es entstand keine ausdifferenzierte Schichtbildung. Es war immer kalt im Herzen des Titan.

Das ist spannend, denn es verdeutlicht, dass der größte Saturnmond eine andere Entstehungsgeschichte erlebte als andere Monde wie zum Beispiel der noch größere Jupitermond Ganymed, der einen Eisenkern mit einem Gesteinsmantel darum herum besitzt, darüber liegt erst eine dicke Schale aus Eis.

Es war vorher schon bekannt, dass Titan jeweils zur Hälfte aus Gestein und Eis besteht, aber die innere Verteilung war unklar. Das hat sich jetzt geändert: Nur die äußerte Schicht von etwa 500 Kilometern Dicke besteht aus purem Eis, darunter liegt der Kern, in dem Eis und Gestein nach wie vor durchmischt sind.

Einer der Autoren der aktuellen Studie, erläutert David Stevenson vom California Institute of Technology in Pasadena erklärt die Zusammenhänge:

Zitat
Damit es nicht zu einer Trennung von Eis und Gestein kommt, darf sich das Eis nicht allzu sehr erwärmen. Das bedeutet, dass Titan für einen Mond relativ langsam entstanden sein muss, möglicherweise innerhalb von einer Million Jahren, sehr früh in der Entstehungszeit des Sonnensystems.

Davon unberührt bleibt die Frage nach einem Ozean unter der Kruste des Titan, dass es ihn geben könnte, bleibt weiter plausibel, wie das Team um Luciano Iess betont.

Es wird in Zukunft sicherlich noch weitere spannende Neuigkeiten von der Cassini-Huygens-Mission geben. Anfang des Jahres hat die NASA beschlossen, diese Form der Erforschung des Saturns und seiner Umgebung bis 2017 fortzusetzen und dafür jährlich 60 Millionen Dollar auszugeben.

Quelle : http://www.heise.de/tp/

Arbeits.- Testrechner :

Intel® Core™ i7-6700 (4 x 3.40 GHz / 4.00 GHz)
16 GB (2 x 8 GB) DDR4 SDRAM 2133 MHz
250 GB SSD Samsung 750 EVO / 1 TB HDD
ZOTAC Geforce GTX 1080TI AMPExtreme Core Edition 11GB GDDR5
MSI Z170A PC Mate Mainboard
DVD-Brenner Laufwerk
Microsoft Windows 10 Home 64Bit

TT S2 3200 ( BDA Treiber 5.0.1.8 ) + Terratec Cinergy 1200 C ( BDA Treiber 4.8.3.1.8 )