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Thema:
Satelliten-Tankstelle im All
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Autor
Thema: Satelliten-Tankstelle im All (Gelesen 996 mal)
0 Mitglieder und 2 Gäste betrachten dieses Thema.
mtron
Server-Admin
Beiträge: 1514
Satelliten-Tankstelle im All
«
am:
17 März, 2011, 09:07 »
Der luxemburgische Satelliten-Betreiber
Intelsat
hat den Bau eines Roboters in Auftrag gegeben, der bereits im All stationierte Satelliten nachträglich mit Treibstoff versorgen, ihre Position ändern und sie gegebenenfalls auch reparieren kann. Hergestellt wird der Service-Roboter, dessen Einsatzgebiet bis 36.000 Kilometer über der Erde reichen soll, vom kanadischen Raumfahrttechnik-Spezialisten
MDA
(MacDonald, Dettwiler and Associates). Das Gesamtauftragsvolumen des sogenannten "Space Infrastructure Servicing" (SIS) für Intelsat beläuft sich MDA-Angaben zufolge auf 280 Millionen US-Dollar (201 Millionen Euro).
Bildquelle: MDA
Laut MDA handelt es sich um den ersten Weltraum-Service-Roboter dieser Art, der im kommerziellen Umfeld eingesetzt wird. Einfließen in die Entwicklung sollen unter anderem die Erfahrungen mit dem Canadarm2, einem Multifunktions-Roboterarm, den MDA als kanadischen Beitrag zur Internationalen Raumstation (ISS) gebaut hat. Die ersten
Tank- und Wartungsdienstleistungen
für die rund 50 Satelliten der Intelsat-Flotte können
Unternehmensangaben
zufolge allerdings erst frühestens 2015 gestartet werden. Angedacht ist auch ein späterer Einsatz als
Weltraumschrott
-Einsammler.
Quelle:
Heise.de
Autor: pmz
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Jürgen
der Löter
User a.D.
Beiträge: 4999
white LED trough prism - WTF is cyan?
Re: Satelliten-Tankstelle im All
«
Antwort #1 am:
18 März, 2011, 01:59 »
Die Idee ist sicherlich nicht schlecht.
Aber das Auftanken im All setzt zwingend mindestens voraus, dass der betroffene Satellit über eine geeignete Andock- und Tankeinrichtung verfügt, was bislang meist nicht der Fall sein wird.
Abschleppen wäre vermutlich einfacher, allerdings nicht zur Bergung, denn ein Wiedereintritt ist mit dem Gefährt nicht möglich. Ausserdem sind die Solarpanels und Antennen vorhandener Satelliten i.d.R. nicht dafür vorbereitet, wieder eingeklappt werden zu können. So bleiben nur die Optionen, einen manövrierunfähigen Vogel oder sonstigen Schrott in den Friedhofsorbit oder in Richtung auf einen geordneten Absturz zu schleppen.
Hinsichtlich Reparaturen im All bin ich ebenso skeptisch.
Einen vergessenen Sicherungs-Splint, wie bei'm TV-SAT 1, könnte man so vielleicht gerade noch zu ziehen versuchen.
Aber auch nur ein Modultausch wie seinerzeit bei'm Hubble, das scheint mir zumindest dann nicht praktikabel, wenn der defekte Vogel nicht von vornherein für solche Massnahmen konstruiert wurde.
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28,x°,23.5°,19,2°,13°Ost
,1mØ Multifeed, mit Quattro LNBs; Multiswitches 4x 5/10(+x) - alle ohne Terrestrik und modifiziert für nur ein 12V DC Steckernetzteil (Verbrauch insgesamt 15 Watt)
1mØ mit DiSEqC 1.3/USALS
als LNB2 an DVB-S2 STB, aktuell 30°W bis 55°O
1.) FM2A88X Extreme6+, A8-6600K
(APU mit 4x 3,9 GHz und Radeon HD8570D), 16GB DDR3 1866, 128GB SSD, 3TB HDD, Win10 x64 Pro 1909 / 10.0.17763.107, Terratec T-Stick Plus (für DAB+), Idle Verbrauch ca. 35 Watt
2.) FM2A75 Pro 4, A8-5600K
(APU mit 4x 3,6 GHz und Radeon HD7530D), 8GB DDR3 1600, 128GB SSD, 2TB HDD, Win10 x64 Pro, Idle Verbrauch ca. 45 Watt
3.) Raspberry Pi 512MB
u.a. mit Raspbian
4.) GA-MA770-UD3, Phenom II x4 940,
8GB DDR2, Radeon HD6570, 2TiB, USB 3.0, 10 Pro x64 (+ XP Pro 32bit (nur noch offline)), Ubuntu 10.4 64bit,
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mtron
Server-Admin
Beiträge: 1514
Re: Satelliten-Tankstelle im All
«
Antwort #2 am:
18 März, 2011, 20:16 »
Bei Hubble war ja noch so "einfach" weil es in einem viel niedrigeren Orbit ist wie unsere Geostationären.
Die Idee finde ich auch sehr interessant, jedoch ob es wirklich praktikabel, umsetzbar und eine vernünftige kostenersparnis gibt ist natürlich die nächste Frage.
Bin schon gespannt wann es das erste mal versucht wird.
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Jürgen
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User a.D.
Beiträge: 4999
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Re: Satelliten-Tankstelle im All
«
Antwort #3 am:
19 März, 2011, 00:46 »
Bei'm Hubble konnte man aufgrund des niedrigen Orbits mit dem Shuttle ran, sodass menschliche Bastler im Wortsinne Hand anlegen konnten.
An die geostationäre Bahn kommt kein aktuelles oder konkret geplantes bemanntes Raumschiff heran, deshalb der Plan mit Robotik.
Aber an menschliche Geschicklichkeit kommt kein aktueller oder konkret geplanter Roboterarm heran.
Ich erinnere mich noch gut, wie das tonnenschwere Hubble sogar von Menschenhand erst einmal eingefangen wurde.
Insbesondere die Kombination von Feinfühligkeit (trotz dicker Handschuhe) und in Echtzeit kontrollierter Kraftanstrengung erscheint mir technisch noch lange nicht nachahmbar.
Vielleicht wird eines Tages die die beste Lösung darin liegen, ein ähnliches Schleppfahrzeug einzusetzen, um Reparierbares an eine zur Werkstatt umfunktionierten Raumstation heranzubringen, ein Weltraumdock sozusagen
Star Treck lässt grüssen....
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