Autor Thema: Internet-(H)Aktivisten (Anonymous (4Chan) / LulzSec) diverses ...  (Gelesen 57492 mal)

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Anonymous nahm gema.de nach YouTube-Urteil unter Beschuss
« Antwort #420 am: 21 April, 2012, 10:40 »
Am gestrigen Freitag wurden die Server der deutschen Verwertungsgesellschaft GEMA von Mitgliedern des Internet-Kollektivs Anonymous einer DDoS-Attacke ausgesetzt. In der Folge war die Webseite gestern zeitweise nicht mehr erreichbar. Die Aktion trug den Titel "Gema Tango Down". Mittlerweile ist gema.de aber wieder im vollen Umfang verfügbar.

Die GEMA errang am gestrigen Freitag vor dem Landgericht Hamburg einen Teilsieg gegen die Google-Tochter YouTube. Allerdings wurde gestern auch entschieden, dass YouTube nicht als Betreiber des Videoportals verantwortlich für die Uploads der Anwender gemacht werden kann. Das Gericht urteilte, Verursacher der Urheberrechtsverletzungen seien die Anwender, die illegales Material hochladen, nicht aber der Betreiber des Internet-Portals. Allerdings muss YouTube nun deren Filtersystem erweitern, um weitere Verletzungen des Urheberrechts abzuwenden. So sollen Live- oder Karaoke-Versionen automatisch anhand des Musiktitels und des Künstlernamens erkannt werden. Google gab dementsprechend bekannt, man habe das Verfahren in einigen Kernpunkten gewonnen. Das Urteil schwächt vor allem die Position der GEMA bei den anstehenden Verhandlungen um die YouTube-Abgaben pro Video, obwohl nach dem gestrigen Urteil weiterhin zahlreiche Videos deaktiviert bleiben müssen.

Obwohl sich durch das Urteil prinzipiell nichts geändert hat, zeigte die Webseite der GEMA gestern aufgrund der massenhaften Anfragen Datenbankfehler statt den Inhalt der Webseite an. Das Internet-Kollektiv Anonymous gab bekannt, man dürfe trotz der gerichtlichen Entscheidung nie die „kollektiven Scharfrichter unterschätzen“. Ein Sympathisant der Aktivisten sang (siehe Screenshot oben) in einem dazu passenden Musikvideo:


„Gema nach Hause, Gema nach Hause. Skrupellose Musikzensur macht jetzt mal ne Pause.
Meine Freude ist untrübbar, meine Freude ist untrügbar, die Gema ist in meinem Land leider nicht verfügbar.“


Quelle: www.gulli.com

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Sicherheitsforscher: Anonymous "ist nichts Neues"
« Antwort #421 am: 25 April, 2012, 18:49 »
Das Internet-Kollektiv Anonymous wird derzeit viel diskutiert. Nun behauptete IT-Sicherheitsforscher David Jacoby vom Unternehmen Kaspersky Labs jedoch, Anonymous sei "nichts Neues". Im Grunde seien die Hacktivisten normale Kriminelle, wie es sie auch schon zuvor gegeben habe, so die kontroverse Behauptung Jacobys.

Gegenüber dem IT-Newsportal "The Inquirer" sagte Jacoby im Umfeld einer IT-Sicherheitskonferenz in der englischen Hauptstadt London: "Anonymous sagt: 'Wir sind Legion - erwartet uns' - nun, es ist erwartet. Es ist da draußen. Es ist Kriminalität".

Jacoby glaubt nach eigenen Angaben, dass Wellen von Cyber-Angriffen in Zehn-Jahres-Zyklen kommen. In den 1990er-Jahren hätte es Leute wie Kevin Mitnick und massive Angriffe auf unter anderem Systeme der NASA und der Online-Händler eBay und Amazon gegeben. "Leute haben darüber geschrieben und darüber geredet und nichts ist wirklich passiert," so der Sicherheitsforscher. Er erklärte: "In jedem zehnten Jahr oder so gibt es Angreifer, die Cyber-Kriminalität steigt und Sicherheitsunternehmen finden heraus, dass es ein Problem gibt. Sie arbeiten und arbeiten und das Sicherheitsniveau sinkt, dann gibt es eine neue Gruppe von Angreifern".

Im Grunde, so Jacoby, seien also die Angriffe von Anonymous nichts neues. Anders als bei vorherigen Angriffen sei bei den Aktivitäten von Anonymous aber, dass sich weitaus mehr Leute daran beteiligten. "Es wird einfach, diese Cyber-Angriffe durchzuführen - jeder kann teilnehmen," so der Experte. Früher seien keine "Normalos", sondern meist nur Leute mit großen technischen Kenntnissen in der Lage gewesen, IT-Systeme erfolgreich anzugreifen. Das sei nun anders. "Die Angriffe sind die selben, aber jetzt nehmen mehr und mehr Menschen daran teil, weil sie einen digitaleren Lifestyle haben," sagte der Sicherheitsforscher.

Ob diese Ausführungen ausreichen, um das Phänomen Anonymous - oder, allgemeiner gesprochen, das Phänomen Hacktivismus - zu erklären, sei dahingestellt.

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Domain-Registrar sperrt "Anonpaste.tk"
« Antwort #422 am: 27 April, 2012, 13:35 »
Gerade mal eine Woche konnte Anonymous‘ neuer Service "Anonpaste" ungestört im Netz bestehen. Nun wurde die verwendete Adresse Anonpaste.tk vom Registrar der Domain gesperrt. Als offizielle Begründung nennt man den Missbrauch des Angebotes oder die Verletzung des Urheberrechts. Die eigentliche Webseite ist dementsprechend bei peoplesliberationfront.net nur über die genaue Serveradresse erreichbar.

Der Webservice Anonpaste funktioniert grundsätzlich genauso, wie das bereits seit 2002 bestehende Pastebin. Jeder Nutzer kann über den Service Texte oder Quellcodes mit der entsprechenden Formatierung hochladen und verteilen. Gerade bei Hackern und anderen zwielichten Internetnutzern sind derartige Dienste beliebt. So erfolgen beispielsweise die Verbreitung geleakter Inhalte oder Pressemitteilungen von Hacker-Gruppen oft über derartige Plattformen. Dies war mitunter ein Grund, weshalb sich Teile des Anonymous Kollektivs eine eigene Paste-Plattform schaffen wollten.

Als Adresse wurde eine Domain mit der Endung „tk“ gewählt. Diese sind als einzige Top-Level-Domains unter bestimmten Bedingungen kostenlos erhältlich. Jedoch wurde schnell klar, dass die spendable Administration der Adressen nichts mit dem umstrittenen Kollektiv am Hut haben möchte: Nach nur wenigen Tagen wurde die Adresse Anonpaste.tk ohne die Angabe konkreter Gründe gesperrt. Versucht man die Domain aufzurufen, ist lediglich eine Standard-Meldung zu lesen, die den Betreiber den Missbrauch der Plattform beziehungsweise Urheberrechtsverletzungen unterstellt. So bleibt letztendlich fraglich, aus welchen Beweggründen das Anonymous-Angebot letztendlich blockiert wurde. Eventuell beinhaltete ein bestimmter Upload innerhalb der Seite rechtswidrigen Content.

Die eigentlichen Serverdaten blieben vom Vorgehen der Domainbetreiber unversehrt, da das komplette Projekt auf den Rechner der "Peoples Liberation Front" gehostet wurde. Anonpaste ist folglich über die direkte Adresse weiterhin erreichbar.

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Anonymous rächt sich für Diffamierung von Krimiautoren
« Antwort #423 am: 28 April, 2012, 14:30 »
Einige Mitglieder der Autorengruppe "Das Syndikat" haben sich für drei Aufnahmen anlässlich des Welttages des geistigen Eigentums ausgezogen. Hinter den nackten Autoren steht ein Pathologe mit Guy Fawkes Maske, der stolz die entnommenen Organe seiner Opfer vorzeigt. Das Internet-Kollektiv Anonymous hat letzte Nacht mit Veröffentlichungen und DDoS-Angriffen auf die makaberen Anspielungen reagiert.

Eine Autorengruppe deutschsprachiger Krimiautoren will mit ihrer Aktion "Hemd ab for your rights!" auf die noch immer anhaltende Urheberrechtsproblematik hinweisen. Acht Mitglieder haben sich in der Kölner Rechtsmedizin auf den Fotos entkleidet um zu zeigen, wie sehr sie von den Politikern in Urheberrechtsfragen im Stich gelassen werden. Im Hintergrund steht ein Kulturfledderer bekleidet mit einer typischen Anonymous-Maske von Guy Fawkes, der zuvor zwei Autoren ihr Herz aus dem Brustkorb entfernt hat. Auf einem anderen Foto, das mit dem Begriff Seelenräuber überschrieben ist, zerrt der anonyme Schlächter einen der Autoren aus dem Kühlschrank heraus. Man möchte damit plakativ zur Schau stellen, wie sehr das Urheberrecht mittlerweile ausgehöhlt wurde.

Provokation hin oder her: Dass Anonymous an den sinkenden Umsätzen der Kreativbranche schuld sein soll, wollten die Aktivisten offenbar nicht dauerhaft auf sich sitzen lassen. Über den Account AnonBaeckerei wurden zahlreiche Daten der am Shooting beteiligten Krimiautoren veröffentlicht. Über diesen Twitter-Account werden auf Pastebin oder vergleichbaren Seiten die Realnamen und sonstigen Daten von Personen veröffentlicht, die sich in der Vergangenheit für eine Einschränkung der Bürgerrechte stark gemacht haben. Kurze Zeit nach der Veröffentlichung wurde die Aktionsseite der Krimiautoren mit DDoS-Attacken kurzfristig lahm gelegt. Mittlerweile ist diese aber wieder in vollem Umfang verfügbar.

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Russland: Anonymous plant angeblich Proteste per DDoS
« Antwort #424 am: 05 Mai, 2012, 10:30 »
Hacktivisten des Internet-Kollektivs Anonymous wollen angeblich russische Regierungs-Websites angreifen und damit geplante Proteste der Opposition anlässlich der Amtseinführung des designierten Präsidenten Wladimir Putin unterstützen. Das teilten russische Anons per YouTube-Video mit.

Dem Video zufolge planen russische Anons, am kommenden Sonntag die Homepage der russischen Regierung komplett lahmzulegen. Dies soll zeitgleich mit einem Protestmarsch in Moskau, zu dem die Veranstalter mit rund einer Million Teilnehmern rechnen, stattfinden.

Am Montag, dem Tag der eigentlichen Amtseinführung, soll dann den Plänen der Anons zufolge die Website von Wladimir Putin angegriffen werden. Die Hacktivisten veröffentlichten Informationen, wie sich Unterstützer an den geplanten DDoS-Angriffen beteiligen können. Ein derartiges Vorgehen hat bei dem Internet-Kollektiv Tradition.

Hintergrund der Proteste ist der von Anonymous - und vielen anderen kritischen Stimmen in Russland - erhobene Vorwurf, Putin habe das Wahlergebnis manipuliert und die russische Bevölkerung wiederholt belogen.

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Anonymous veröffentlichen Daten von Activision-CEO
« Antwort #425 am: 05 Mai, 2012, 20:20 »
Derzeit veröffentlicht Publisher Activision fleißig diverses Videomaterial zum Ego-Shooter Call of Duty: Black Ops 2. Darunter befindet sich auch ein Filmchen, das dem Kollektiv Anonymous sauer aufstößt.

Im Rahmen der kürzlichen, offiziellen Ankündigung des Ego-Shooters Call of Duty: Black Ops 2 veröffentlicht Activision derzeit neben Trailern auch eine Reihe von sechs kleinen Filmchen im Dokumentations-Stil, in denen Leute des Militärs darüber reden, wie ihrer Meinung nach zukünftige Konflikte und Waffentechnologien aussehen könnten.

»Chapter 4: When the Enemy Steals the Keys« stößt dabei dem Kollektiv Anonymous allerdings sauer auf. Während man im Video über mögliche zukünftige Feindbilder und Szenarien wie Hacker- und Terroranschläge philosophiert, wird das Bild einer Person mit der bekannten Guy Fawkes-Maske, dem Markenzeichen von Anonymous, eingeblendet.

Darauf hin veröffentlichten die Netzaktivisten nun diverse persönliche Daten wie Adresse, Geburtsdatum, Telefonnummer und Einkommen von Activision-CEO Eric Hirshberg im einem eigenen Video mit den Worten »Warum baut ihr solchen Mist, Activision? Wir sind nicht der Feind, aber wenn ihr es so haben wollt, könnt ihr es so haben.«

Wieso ausgerechnet Eric Hirshberg nun Ziel dieser Aktion war, wurde nicht explizit gesagt.

Quelle : www.gamestar.de

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Österreichische Anons defacen Burschenschafts-Website
« Antwort #426 am: 09 Mai, 2012, 13:06 »
Die Website der österreichischen Burschenschaft "Wiener Korporationsring" (WKR) wurde am gestrigen Dienstag Ziel eines Defacements durch österreichische Anonymous-Aktivisten. Hintergrund des Angriffs war offenbar das von den Burschenschafter abgehaltene "Totengedenken" anlässlich des gestrigen Jahrestages des Endes des 2. Weltkriegs, gegen das mit dem Hack protestiert werden sollte.

Viele Menschen begingen am gestrigen 8. Mai den "Tag der Befreiung". Nicht so der WKR - dieser führt zu diesem Datum traditionell eine Kranzniederlegung auf dem Wiener Heldenplatz durch und begeht ein "Totengedenken". Dies nahmen Hacktivisten von Anon Austria sowie der auf den Protest gegen rechtsradikale Inhalte spezialisierten "Operation Blitzkrieg" zum Anlass, die Website der Burschenschaft innerhalb weniger Monate bereits zum zweiten Mal zu übernehmen.

Dabei wechselten die Angreifer offenbar mehrfach das Motiv ihres Defacements. Insgesamt acht Versionen der Seite - passend zum 8. Mai -  waren im Laufe des Abends zu bewundern. "Weil Ponies es können" hieß es dazu per Twitter und die Leser wurden mit der Aufforderung "Gotta catch 'em all" - bekannt aus "Pokemon" - zum häufigen Aktualisieren der Seite aufgefordert.

Offenbar erschien zunächst eine rote Seite mit Symbolen der Sowjetunion und dem als Anonymous-Maskottchen bekannten Pony "Rainbow Dash" aus der TV-Serie "My Little Pony - Friendship is Magic". "Wir gedenken heute allen Helden der Roten Armee!," hieß es auf dieser Version der Seite, begleitet von den Klängen der Sowjet-Hymne.

Später wurde das Sowjet-Bild durch ein rosa Pony mit Darth-Vader-Rüstung inklusive der passenden "Star Wars"-Musik ersetzt. Dabei wurde der Schriftzug zu "Wir gedenken heute allen Helden des Imperiums!" geändert.

Eine dritte Version der Seite lehnt sich an die populäre Computerspiel-Serie "Super Mario" an. Zwei Ponies in entsprechender Austattung und mit den charakteristischen Mützen zieren diese Version der Seite, zusammen mit dem Spruch "Wir gedenken heute allen Goombas die für das Vaterland den Heldentod starben!" Goombas sind ein häufiger Gegnertyp bei Super Mario.

Ganz ähnlich in ihrer Aussage ist eine an das populäre Strategiespiel "Starcraft" angelehnte Version der Seite - hier wird "allen gefallenen Zerglingen" gedacht.

Eine weitere Version der Seite zeigt Rainbow Dash mit Gewehr und Uniform und die Aufschrift "Captain Equestria - The First Disaster". "Wir gedenken heute allen geistig verwirrten die Hitler toll finden" heißt es dort. Daneben finden sich die Sprüche "War just got 20% cooler" - ein bekanntes Meme der Anons - sowie "One special pony will personally escort Adolf Hitler to the gates of Hell." ("Ein besonderes Pony wird Adolf Hitler persönlich zu den Pforten der Hölle geleiten".

Daneben gab es eine Version der Seite einem Unfallfoto des bei einem Autounfall verstorbenen rechtspopulistischen Politikers Jörg Haider und der Aufschrift "Wir gedenken heute Jörg Haider, der die Sonne an Kärntens Himmel war!!"

Eine ernstere Version der Seite gedachte "allen Opfern der Nationalsozialisten", wobei Bela B - "Kauft nicht bei Nazis" als Hintergrundmusik gespielt wurde.

Ebenfalls eher ernst wirkt eine Version der Seite, die das Pony "Applejack" in einer Trauper-Position vor einem schwarzen Hintergrund zeigt. "Wir gedenken heute allen Opfern diktatorischer Systeme!" heißt es dort - ein deutlicher Kontrast zu den eher lustigen und popkulturellen Aussagen einiger der anderen Seiten.

Mittlerweile ist die WKR-Website wieder normal erreichbar. Eine Stellungnahme von Seiten der Betreiber, wie es zu dem erfolgreichen Angriff kommen konnte und warum die Seite nach dem Defacement so lange online blieb, gab es bislang nicht. Ebenso nahm die Burschenschaft nicht dazu Stellung, wie sie dazu steht, von Anonymous veralbert und - angesichts ihrer merkwürdigen Gedenk-Gewohnheiten wohl kaum ganz zu unrecht - in die rechte Ecke gestellt zu werden.

Neben dem WKR wurden offenbar auch mindestens zwei weitere Burschenschaften von Anonymous defaced.

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Pirate Bay will nicht von Anonymous gerächt werden
« Antwort #427 am: 11 Mai, 2012, 13:32 »
Die Betreiber des BitTorrent-Portals "The Pirate Bay" haben sich entschieden dagegen ausgesprochen, den britischen Provider Virgin Media mit DDoS-Attacken anzugreifen. Anhänger des Anonymous-Kollektivs hatten mit einer solchen Maßnahme auf die Sperrung von Pirate Bay durch den ISP reagiert.

Die Grundlage für die Blockade bildete eine richterliche Anordnung an verschiedene Provider in Großbritannien. Virgin Media hatte diese nun als erstes Umgesetzt. Wie in verschiedenen anderen Fällen reagierten Anonymous-Anhänger darauf, in dem der vermeintliche Zensor zum Opfer einer DDoS-Attacke wurde.

In einer Stellungnahme erklärten die Betreiber von Pirate Bay, dass dies der falsche Weg ist und die Angriffe von ihnen abgelehnt werden. Die Maßnahmen würden sich ebenso gegen die Freiheit im Netz richten, wie die Sperrverfügung selbst. "Wir glauben an ein freies und offenes Internet, wo jeder seine Ansichten äußern kann - auch wenn wir diese fundamental ablehnen und sogar wenn sie uns hassen", hieß es. "Also bekämpft sie nicht, indem ihr ihre schmutzigen Methoden verwendet". DDoS und Blockaden seien beides Formen der Zensur.

"Wenn ihr helfen wollt: Startet einen Tracker, organisiert eine Kundgebung, schließt euch einer Piratenpartei an oder gründet eine, bringt euren Freunden BitTorrent bei, setzt einen Proxy auf, schreibt euren Abgeordneten, entwickelt ein neues P2P-Protokoll, druckt Piraterie-Poster und schmückt eure Stadt damit, unterstützt unsere Promo-Bay-Künstler oder seid einfach nett und ruft eure Mutter an und sagt ihr, dass ihr sie liebt", führten die Betreiber der Plattform weiter aus.

Der Oberste Gerichtshof in Großbritannien hatte die Sperr-Verfügung Ende April beschlossen. Neben Virgin Media bekamen sie auch Sky, Everything Everywhere, TalkTalk und O2 zugestellt. Der Medienrummel rund um die Entscheidung sorgte allerdings erst einmal dafür, dass die Zugriffszahlen auf die BitTorrent-Plattform aus Großbritannien heraus erst einmal steil nach oben gingen.

Quelle : http://winfuture.de/

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Occupy-Bewegung veröffentlicht Manifest
« Antwort #428 am: 12 Mai, 2012, 11:00 »
Die Occupy-Bewegung meldet sich zurück: im Vorfeld geplanter weltweiter Proteste veröffentlichten die Aktivisten im Internet ein Manifest, das "konkrete Anregungen für den globalen Wandel", Demokratie und soziale Gerechtigkeit fordert. An der Entstehung des Manifestes seien Mitglieder dutzender Occupy-Gruppen beteiligt gewesen, sagte ein Sprecher von Occupy London der Nachrichtenagentur AFP.

Das Manifest, das unter Anderem ein "unbedingtes Ende der Sparpolitik, die nur einer Minderheit nutzt" fordert, wurde nach einem Bericht der AFP im Vorfeld geplanter weltweiter Proteste am morgigen Samstag veröffentlicht. Für Samstag haben Aktivisten im Internet zu koordinierten Protesten unter anderem in New York, London, Paris, Madrid und Sydney aufgerufen.

Das Manifest wurde von Occupy-Aktivisten unter Anderem in der Bürgerjournalisten-Sektion der als politisch links geltenden britischen Zeitung "The Guardian" ins Netz gestellt. Es stellt, wie ausdrücklich betont wird, nicht die Meinung aller Occupy-Aktivisten dar, sondern den Versuch einiger Aktivisten, die von den einzelnen Gruppen in ihren Versammlungen ausgearbeiteten Positionen auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. Der Prozess der Ausarbeitung des Manifestes sei konsens-basiert und offen für alle Interessierten gewesen; die Möglichkeit der Mitarbeit sei regelmäßig auf den relevanten Kommunikations-Plattformen bekannt gegeben worden. Das Manifest werde in Zukunft auch den Vollversammlungen der einzelnen Occupy-Gruppen für "Diskussionen, Überarbeitungen und Billigung" vorgelegt und sei daher keine endgültige Fassung.

In dem Text heißt es, die Menschheit lebe in einer Welt, die von Kräften kontrolliert werde, welche unfähig seien, "der Weltbevölkerung Freiheit und Würde zu geben", einer Welt, in der "der Verlust von Rechten, die durch den langen, harten Kampf unserer Vorfahren erkämpft wurden" als alternativlos dargestellt werde. Erfolg werde heutzutage "entgegen den fundamentalsten Werten der Menschheit wie Solidarität und gegenseitiger Unterstützung" definiert, kritisieren die Aktivisten. Alles, das nicht "Wettkampfdenken, Egoismus und Gier" befürworte, werde als dysfunktional dargestellt.

Aber die Menschen, so die Occupy-Aktivisten, hätten angesichts dieser Probleme nicht geschwiegen, sondern seien weltweit auf die Straße gegangen. Am morgigen 12. Mai werde die Bevölkerung sich erneut vereinigen, um ihrer Stimme Gehör zu verschaffen.

Insbesondere fordern die Occupy-Aktivisten mehr soziale Gerechtigkeit. Die Bewegung verurteile "die derzeitige Verteilung ökonomischer Ressourcen, bei der nur eine winzige Minderheit Armut und Unsicherheit entkommen kann und zukünftige Generationen zu einem vergifteten Erbe der Umwelt-Kriminalität der Reichen und Mächtigen verurteilt sind", heißt es in dem Manifest. Der Begriff demokratischer politischer Systeme habe zunehmend an Bedeutung verloren, da auch diese Staaten zunehmend in den Dienst "der wenigen, die daran interessiert sind, die Macht von Unternehmen und Finanz-Institutionen zu vergrößern" gestellt worden seien. Die derzeitige Finanzkrise, so die Aktivisten, sei keine "Naturkatastrophe", sondern logische Folge der Gier weniger und eines Systems, bei dem es nicht mehr um das Wohl der Allgemeinheit gehe, sondern lediglich um finanzielle Macht.

"Wir sind erwacht, und nicht nur, um uns zu beschweren. Unser Ziel ist es, die wahren Gründe der Krise aufzuzeigen und Alternativen vorzuschlagen," versprechen die Aktivisten, denen in der Vergangenheit von einigen Kritikern das Fehlen klarer Forderungen und Verbesserungsvorschläge zum Vorwurf gemacht wurde. "Wir stellen keine Forderungen an Regierungen, Unternehmen oder Parlamentarier, die einige von uns als illegitim, verantwortungslos oder korrupt ansehen. Wir sprechen zu den Menschen in aller Welt, sowohl innerhalb als auch außerhalb unserer Bewegungen," erklären die Verfasser des Manifestes, "Wir wollen eine andere Welt und eine solche Welt ist möglich".

Die erste Forderung der Aktivisten lautet: "Die Wirtschaft muss in den Dienst des Wohlergehens der Bevölkerung gestellt werden und die Umwelt unterstützen und ihr dienen statt privatem Profit". Die Besetzer wünschen sich nach eigener Aussage ein System, in dem Arbeit aufgrund ihres sozialen Nutzens anerkannt wird statt wegen ihrer finanziellen Profite. Die Aktivisten listen hierzu eine Reihe von Unterpunkten auf. So fordern sie freien Zugang zu Gesundheitsversorgung, Bildung und einer Unterkunft für alle Menschen. Öffentliche Aufgaben dürften nicht privatisiert oder in den Dienst eines Gewinnstrebens gestellt werden. Auch eine "komplette Anerkennung von Kinderrechten" einschließlich kostenloser Kinderbetreuung wird gefordert, ebenso wie Rente, Krankengeld und Urlaubsgeld für Alle. Auch müsse jedes menschliche Wesen Zugang zu einem angemessenen Einkommen zur Bestreitung seines Lebensunterhaltes haben. Es müsse daher Arbeitsplätze für Alle oder alternativ ein bedingungsloses Grundeinkommen geben. Unternehmen müssten stärker für ihr Handeln zur Verantwortung gezogen werden. Auch fordern die Aktivisten einen Zugang aller Menschen zum kulturellen Leben und genug Zeit, um sich an diesem zu beteiligen: "Außer Brot wollen wir auch Rosen," schreiben sie. Nachhaltige Landwirtschaft solle gefördert werden, um sicherzustellen, dass es genug Nahrung für alle gebe. Ebenso sollten erneuerbare Energien und andere umweltfreundliche Alternativen zu aktuellen Technologien gefördert werden. Es müssten internationale Umweltschutz-Standards festgelegt und durchgesetzt werden.

Die zweite Forderung lautet, dass es zur Erfüllung dieser Ziele notwendig sei, die Wirtschaft auf allen Ebenen demokratisch zu gestalten. Die Menschen müssten demokratische Kontrolle über "Finanzinstitutionen, internationale Unternehmen und deren Lobbies" haben. Dazu sollen unter anderem internationale Aufsichtsbehörden etabliert, eine Transaktionssteuer eingeführt und die "Kommerzialisierung von Leben und Ressourcen" gestoppt werden. Grundlegende Güter wie Wasser, Luft, Energie, Telekommunikation und ein "faires und stabiles Finanz-System" müssten unter der demokratischen Kontrolle aller Menschen stehen. Steuern müssten, solange es soziale Ungleichheit gebe, nach dem Prinzip der Solidarität erhoben werden - das Maximaleinkommen müsse begrenzt und das Minimaleinkommen so angehoben werden, dass "die empörenden sozialen Unterschiede in unseren Gesellschaften und deren politische und ökonomische Effekte reduziert werden". Auch fordert Occupy, kein weiteres Geld für Bankenrettungen zur Verfügung zu stellen. So lange Schulden existierten, müssten diese nach dem Beispiel Ecuadors und Islands einer "sozialen Überprüfung" unterzogen werden. "Illegitime" Schulden bei Finanz-Institutionen sollten nicht bezahlt werden. Auch die Sparpolitik, die "nur einer Minderheit nutzt und für die Mehrheit großes Leiden verursacht", müsse ein Ende haben. Auch dürften Unternehmen nicht die gleichen Rechte besitzen wie Personen; die Konstruktion, dass Unternehmen juristische Personen seien, müsse abgeschafft werden.

Neben Finanzsystemen, so die dritte zentrale Forderung der Occupy-Aktivisten, müssten auch politische Systeme vollständig demokratisiert werden. Occupy fordert daher eine vollständige Demokratisierung aller internationalen Organisationen und die Abschaffung der Vetorechte einzelner Regierungen. "Wir wollen ein politisches System, das die Unterschiedlichkeit unserer Gesellschaften wirklich repräsentiert", so die Aktivisten. Alle Entscheidungen, die die ganze Menschheit beträfen, müssten daher in demokratischen Foren wie der UN-Vollversammlung statt in "Reichen-Clubs" wie G8 oder G20 entschieden werden. "Wir fordern auf allen Ebenen die Entwicklung einer Demokratie, die soviel Mitbestimmung erlaubt wie möglich, einschließlich nicht-repräsentativer direkter Demokratie," so die Aktivisten. Systeme für Wahlen müssten, solange sie zur Anwendung kämen, so gerecht wie möglich sein. Der Zugang zu und das Management von Medien müsse demokratisiert werden. Die Medien müssten helfen, die Bevölkerung weiterzubilden, statt wie bisher einen "künstlichen Konsens über ungerechte Politik" zu schaffen. Demokratie und Mitbestimmung müssten auch in Unternehmen gelten. Korruption in der Wirtschaft dürfe nicht geduldet werden. Außerdem fordern die Aktivisten komplette Meinungs-, Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit und das Ende aller Versuche, das Internet zu zensieren. Die Privatsphäre der Menschen müsse innerhalb und außerhalb des Internets respektiert werden. Militärausgaben seien "politisch kontraproduktiv für die Weiterentwicklung einer Gesellschaft" und müssten daher auf ein Minimum reduziert werden. Die Bürgerrechte sowie die kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Rechte ethnischer, kultureller und sexueller Minderheiten müssten voll respektiert werden. Einige der Occupy-Aktivisten fordern außerdem eine neue Universelle Erklärung der Menschenrechte, die "bereit für das 21. Jahrhundert" sei und in direkter und demokratischer Weise mit der Möglichkeit zur Mitbestimmung verfasst werden müsse. Solange die aktuelle Erklärung Gültigkeit habe, müsse diese in allen Ländern, ob reich oder arm, konsequenter durchgesetzt werden.

Occupy will mit seinem Manifest einen "weltweiten globalen Frühling" - angelehnt an die Revolutionen des sogenannten "arabischen Frühlings" - anstoßen. "Wir werden da sein und wir werden kämpfen, bis wir gewinnen. Wir werden nicht aufhören, Menschen zu sein. Wir sind keine Zahlen. Wir sind freie Frauen und Männer," betonen die Aktivisten und fordern "globale Demokratie und soziale Gerechtigkeit". Sie fordern alle Menschen auf, am morgigen 12. Mai auf die Straße zu gehen. Die Resonanz dieses Aufrufs wird wohl ein erster Gradmesser dafür sein, wie viel Potential die Occupy-Bewegung derzeit zur Mobilisierung der Menschen hat.

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Anonymous veröffentlicht massenhaft Daten von Urhebern
« Antwort #429 am: 12 Mai, 2012, 22:00 »
Anhänger des Onlinekollektivs Anonymous veröffentlichten am Freitag massenhaft Daten von Unterzeichnern der Kampagne wir-sind-die-urheber.de. Dazu gehören unter anderem Charlotte Roche, Sven Regener, Michael Mittermaier und Till Lindemann. Es gibt auch kreativere Aktionen, die sich dieses Themas annehmen.

Die Kampagne wir-sind-die-urheber.de richtet sich wie andere Kampagnen dieser Art gegen eine vermeintliche Ausschlachtung des Urheberrechts. Inhaltlich enthält diese Kampagne nicht neues und auf der Unterschriftenliste sind nicht besonders viele bekannte Namen zu lesen. Auf der Website heißt es: "Mit Sorge und Unverständnis verfolgen wir als Autoren und Künstler die öffentlichen Angriffe gegen das Urheberrecht. Das Urheberrecht ist eine historische Errungenschaft bürgerlicher Freiheit gegen feudale Abhängigkeit, und es garantiert die materielle Basis für individuelles geistiges Schaffen. Die neuen Realitäten der Digitalisierung und des Internets sind kein Grund, den profanen Diebstahl geistigen Eigentums zu rechtfertigen oder gar seine Legalisierung zu fordern. Im Gegenteil: Es gilt, den Schutz des Urheberrechts zu stärken. [..] Die alltägliche Präsenz und der Nutzen des Internets in unserem Leben kann keinen Diebstahl rechtfertigen und ist keine Entschuldigung für Gier oder Geiz."

Anonymous hat als Reaktion auf diese Kampagne massenhaft private Daten der Unterzeichner dieses Aufrufs veröffentlicht. In der auf pastebin veröffentlichten Liste finden sich Name, Geburtsdatum, Anschrift, E-Mailadresse und Telefonnummer von Künstlern wie Charlotte Roche, Sven Regener, Michael Mittermaier und Till Lindemann. Da einige Namen eher weniger bekannt sind, wurden ebenfalls Links zu den entsprechenden Wikipedia-Artikeln hinzugefügt.

Eine etwas kreativere Reaktion ist ebenfalls bereits aufgetaucht. Auf wirsindfilesharer.wordpress.com wurde eine Art Gegen-Manifest veröffentlicht. Darin heißt es wörtlich: "Wir scheissen auf euer Urheberrecht. Wir scheissen auf eure Gesetze. Wir scheissen auf euer geistiges Eigentum. Wir scheissen auf eure Anwälte. Wir scheissen auf euer Copyright. Wir sind Filesharer! [...] Wir kämpfen einen Copyfight. Und wir gewinnen."

Quelle: www.gulli.com

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Occupy: Demonstrationen in zahlreichen europäischen Städten
« Antwort #430 am: 13 Mai, 2012, 10:20 »
Wie angekündigt demonstrierte am gestrigen Samstag die Occupy-Bewegung in zahlreichen europäischen Städten gegen die Sparpläne der Regierungen sowie Korruption, Machtmissbrauch und soziale Ungerechtigkeit. In den Hauptstädten Berlin, London, Madrid und Lissabon gingen Tausende von Menschen auf die Straße.

Insbesondere in Spanien fand der gestrige Aktionstag großen Anklang bei der Bevölkerung. Zehntausende "Indignados" - die "Empörten" - protestierten in zahlreichen spanischen Städten gegen die Sparpläne der dortigen Regierung. In der Hauptstadt Madrid riefen die Menschen zu Trommelklängen Slogans wie "Sie (die politische Klasse) vertritt uns nicht" oder "Nehmt die Straße ein". Hinter einem Banner mit der Aufschrift "Gegen die Kürzungen" ließ eine Gruppe junger Männer symbolisch die Hosen herunter. Auch eine Art "Besetzung" ist geplant: auf dem zentralen Platz "Puerta del Sol", auf dem vor rund einem Jahr die Bewegung der Indignados entstand, die sich später mit der weltweiten Occupy-Bewegung verbündete, wollen die Aktivisten eine viertägige "permanente Versammlung" abhalten. Dies wurde allerdings durch die Behörden untersagt; laut behördlichen Auflagen müssen die Aktivisten jeden Abend um 22 Uhr das Feld räumen. Es wird sich zeigen, ob und wie die Polizei versuchen wird, diese Auflagen durchzusetzen.

In der portugiesischen Hauptstadt Lissabon demonstrierten gestern rund 2000 Menschen. Auch in anderen portugiesischen Städten wurde protestiert. Portugal ist wie Spanien besonders stark von der Finanzkrise betroffen.

In Berlin demonstrierten nach Polizei-Angaben rund 3500 Menschen in Form eines Sternmarsches. Auf verschiedenen Routen zogen Kapitalismuskritiker, Globalisierungsgegner, antifaschistische Initiativen und Umweltaktivisten zunächst zum Alexanderplatz, wo die fünf Protestzüge vereint wurden. Vor dem Roten Rathaus fand am frühen Abend eine Abschlusskundgebung statt, bei der junge Demonstranten einen Tanz unter einem symbolischen "Rettungsregenschirm" aufführten. Nach Angaben eines Polizeisprechers verlief die Kundgebung friedlich. Der erneute Aufbau eines Protestcamps in Berlin wurde den Aktivisten allerdings von den Behörden untersagt. Das vorige "Occupy Berlin"-Camp wurde bereits im Januar von der Polizei geräumt.

In London gingen Hunderte Menschen gegen Sparpläne der Regierung unter dem konservativen Premierminister David Cameron und die Macht der Banken auf die Straße. Sie versammelten sich schließlich auf dem Platz vor der St Paul's Cathedral, wo sich bis zur Räumung Ende Februar das Protestcamp von Occupy London befand. Polizei-Angaben zufolge kam es zu handgreiflichen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Demonstranten. Über die Hintergründe und eventuelle Verletzte ist bislang aber nichts bekannt.

Im Vorfeld der gestrigen Proteste veröffentlichte die Occupy-Bewegung ein Manifest im Internet, in dem sie mehr soziale Gerechtigkeit sowie eine Demokratisierung wirtschaftlicher und politischer Prozesse fordert .

Quelle: www.gulli.com

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Ein mutmaßliches Mitglied der Hackergruppe Lulzsec hat sich vor Gericht nicht schuldig bekannt. Ihm wird vorgeworfen, die treibende Kraft hinter dem Angriff auf die Server von Stratfor zu sein. Außerdem soll die Identität von The Jester bekannt sein.

In einer kurzen Anhörung hat Jeremy Hammond auf nicht schuldig plädiert. Kaution wurde nicht beantragt. Der mutmaßliche Lulzsec-Hacker sitzt seit März 2012 in Haft. Seine nächste Anhörung wurde für den 23. Juli 2012 festgelegt. Ihm wird vorgeworfen, der Anführer der Gruppe gewesen zu sein, die sich Zutritt zu den Servern von Stratfor verschaffte, und über 60.000 Kreditkartendaten sowie Informationen zu etwa 860.000 Kunden des US-Unternehmens erbeutet zu haben.


Ihm wird außerdem vorgeworfen, in die Server der Verwaltungsbehörde (Department of Public Safety) des US-Bundesstaates Arizona eingebrochen zu sein und Daten von dort entwendet zu haben.

Hammond gilt als Stellvertreter des mutmaßlichen Lulzsec-Anführers Hector Xavier Monsegur alias Sabu. Monsegur hatte nach seiner Verhaftung durch das FBI fünf Namen von Mitgliedern der Gruppe in den USA, Großbritannien und Irland verraten. Hammond soll sich zudem selbst verraten haben. So soll er in Chaträumen unter seinen Namen Sup-g und Anarchaos gesagt haben, dass er mehrfach verhaftet wurde, unter anderem bei Protesten in St. Louis, Missouri im August 2011 sowie beim Parteitag der Republikaner in New York City in 2004. Mit diesen und weiteren Informationen konnte das FBI die Liste der Verdächtigen weitgehend eingrenzen.

The Jester möglicherweise enttarnt

Derweil ist möglicherweise die Identität des patriotischen Hackers The Jester (th3j35t3r) aufgeflogen, wie die australische Publikation SC Magazin berichtet. The Jester hatte sich mit Angriffen auf Wikileaks, Anonymous und Lulzsec gebrüstet. Ein ehemaliger Armeeangehöriger habe The Jester bei der Spezialeinheit Special Operations Command (SOCOM) kennengelernt.

Für die Veröffentlichung des Klarnamens von The Jester fordert sein vermeintlicher Entdecker Cubespherical (aka Smedley Manning) über Twitter eine Spende von 20.000 Bitcoins. Die Hälfte der Einnahmen soll an Wikileaks gehen, die andere Hälfte will Cubespherical verwenden, "um sich zu verstecken." Inzwischen sind die Blogseite von The Jester sowie ein Twitter-Account gelöscht worden. Cubespherical hat allerdings sämtliche Tweets in einer HTML-Datei gesammelt. Außerdem hat er die persönlichen Twitter-Nachrichten zwischen ihm und The Jester gesammelt.

Quelle : www.golem.de

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Die US-Zeitung "National Post" veröffentlichte ein Interview mit dem derzeit in Kanada lebenden Christopher Doyon, angeblich als "Commander X" einer der einflussreichsten Aktivisten des Internet-Kollektivs Anonymous. Darin behauptet Doyon, Anonymous sei "womöglich die mächtigste Organisation der Welt".

Gegenüber Reportern der National Post berichtete "Commander X", unter Anderem an den Anonymous-Angriffen gegen Anonymous und PayPal beteiligt gewesen zu sein. Zudem werde er vom FBI wegen eines DDoS-Angriffs auf die Website des Santa Cruz County in Kalifornien gesucht, für den ihm eine Höchststrafe von 15 Jahren Haft droht, und lebe deswegen derzeit in Kanada. Doyon ist nach eigenen Angaben Anführer der "People’s Liberation Front", einer mit Anonymous verbündeten Hacktivisten-Gruppierung.

Doyon sieht Anonymous als sehr mächtig an. Erst im Zuge verschiedener Aktionen habe das Kollektiv angefangen, sein wahres Potential zu realisieren, so der Hacktivist. "Es gibt durchaus gute Argumente für die Einschätzung, dass wir derzeit die mächtigste Organisation der Welt sind. Derzeit wird die ganze Welt durch Informationen gesteuert. Unsere ganze Welt wird von kleinen unsichtbaren Nullen und Einsen, die durch die Luft und durch die Kabel um uns herum flitzen, kontrolliert und gesteuert."

Nach Darstellung von Doyon ist Anonymous keineswegs so hierarchiefrei, wie viele Anhänger behaupten. Zwar säßen die Anons "nicht herum und wählen einen Präsidenten", aber das heiße nicht, dass es keine Anführer bei Anonymous gebe. Einflussreiche Hacktivisten wie Barrett Brown oder auch Doyon selbst als Commander X übernähmen eine Führungsrolle und die anderen Hacktivisten sähen zu ihnen auf, so Doyon. Dies komme schon dadurch zustande, dass der durchschnittliche Anon nicht wie "Commander X" zwölf Stunden am Tag der Sache widmen könne. Die meisten Anons seien vielmehr in einem normalen Job tätig, hätten einige Stunden am Tag für den Hacktivismus übrig und wollten "gesagt bekommen, was sie zu tun haben". "Es braucht Organisatoren, um Dinge getan zu bekommen," so die Einschätzung Doyons. Allerdings seien Sprecher erfolgreicher, wenn sie möglichst weitgehend den Konsens des Kollektivs verträten.

In der Auseinandersetzung zwischen Hacktivisten und Ermittlungsbehörden sieht Doyon derzeit keinen klaren Sieger, sondern vielmehr eine Patt-Situation. Er glaube aber, dass Anonymous und andere hacktivistische Gruppierungen letztendlich gewinnen würden. Derzeit hätten die Polizei-Aktionen aber eine abschreckende Wirkung auf die Bewegung. Nicht nur eine mögliche Strafe mache den Hacktivisten Angst, sondern auch die Möglichkeit eines langwierigen Verfahrens, bei dem die Verdächtigen unter behördlicher Überwachung stünden und somit nicht in der Lage seien, aktivistisch tätig zu werden. Um dies zu vermeiden, sei er nach Kanada geflohen, erklärt Doyon. Anonymous habe "viele Kontakte in der kanadischen Regierung". Die Mehrheit der kanadischen Politiker sei in etwa gleich besorgt über die USA und Anonymous, so die Einschätzung des Hacktivisten. Er versuche derzeit in Verhandlungen mit "einer Reihe europäischer Länder" politisches Asyl für sich selbst ebenso wie für "andere Anons und Informations-Aktivisten, die es brauchen könnten," zu sichern.

Lange Zeit, so Doyon, hätte die Öffentlichkeit die Gefahren staatlicher Überwachung und den Wert von Informationen nicht komplett realisiert. Dies ändere sich allerdings momentan, unter anderem durch die Enthüllungen der Whistleblowing-Plattform WikiLeaks über die US-Militäreinsätze in Afghanistan und dem Irak. Die damit verbundene Offenlegung von Geheimnissen und Fehlverhalten sorge dafür, dass die Menschen langsam "den Wert von Informationen und die Tatsache, dass Aktivisten alles dafür riskieren, dass diese Informationen öffentlich werden" realisierten, so der Hacktivist.

Einige Menschen sehen Anonymous als "Cyber-Terroristen". Doyon erklärt dazu, wenn jemand das Bedürfnis habe, ihn so zu nennen, stehe das der betreffenden Person frei. Er frage sich aber, wer soviel Angst vor dem Internet-Kollektiv habe. Wenn dies die "bösen Jungs" seien, sei er damit vollkommen einverstanden. Habe aber die normale Bevölkerung, der Anonymous ja eigentlich zu helfen versuche, solche Angst vor den Hacktivisten, bitte er diese Leute, sich besser zu informieren, "ein bisschen zu recherchieren, was wir eigentlich tun, und diese Angst zu verlieren". "Wir kämpfen für die Bevölkerung, wir kämpfen, wie Occupy es gerne ausdrückt, für die  99%. Es sind die Leute des 1%, die unseren Planeten ruinieren, die ziemliche Angst haben sollten. Wenn wir in deren Augen Terroristen sind, haben sie wahrscheinlich recht," so Doyons provokante Aussage.

Überhaupt sei die Idee, man könne mit Informationen Terrorismus betreiben, ein "lustiges Konzept", so Doyon. Für die normalen Menschen, die durch die Aktionen von Internet-Aktivisten erführen, was ihre Regierung in ihrem Namen tue, sei die Situation positiv und diese seien "recht zufrieden mit der Situation". Angst haben müssten nur die Leute, die dunkle Geheimnisse und Straftaten zu verbergen versuchten. Jede Datenbank, an deren illegaler Veröffentlichung er bislang beteiligt gewesen sei - "von Präsident Assad bis hin zu Stratfor" - habe Straftaten dokumentiert, berichtet der Hacktivist. Er sei niemals in die Server eines Unternehmens oder einer Behörde eingebrochen und habe festgestellt, dass er einen Fehler gemacht habe und diese vollkommen unschuldig seien.

Anonymous entwickelte sich in den letzten Jahren von einer Gruppierung, die vor allem auf Online-Scherze spezialisiert war, in eine ernstere, politischere Richtung. Doyon ist der Ansicht, dass dies vor allem mit den Ereignissen des sogenannten "arabischen Frühlings" in Verbindung steht. Insbesondere die Ereignisse in Ägypten seien ein "emotionaler Wendepunkt" für viele Anons gewesen. "[W]enn du tagelang daran arbeitest, einen Video-Livestream aufzubauen, und das erste, was du über diesen Stream siehst, sind Leute, die deine Freunde mit Maschinengewehren töten - das wird persönlich," so Doyon. Die Ereignisse in vielen arabischen Ländern hätten bei Anonymous eine "macht-keine-Gefangenen-Einstellung" hervorgerufen. Viele der dort tätigen Aktivisten habe er durch Skype, IRC und Instant Messenger gekannt, habe ihre "Wünsche und Träume für ihr Land und ihre Zukunft geteilt", habe eine Verbindung zu ihnen aufgebaut. Sie seien seine Freunde, seine Familie geworden.

Für die Zukunft des Kollektivs macht Doyon vollmundige Ankündigungen. Anonymous habe derzeit Zugriff auf "jede geheime Datenbank der US-Regierung". Die Frage sei nicht, ob diese Informationen geleakt würden, sondern nur wann. Doyon berichtet, Anonymous sei nicht durch Ausnutzung von Sicherheitslücken an diese Informationen gekommen. Die Zugangsdaten seien dem Kollektiv vielmehr von Insidern - seiner Darstellung nach offenbar IT-Experten, die mit der Administration der Systeme betraut sind - zugepielt worden. Diese Leute, so der Hacktivist, hätten zunehmend viel Macht und würden diese mittlerweile nutzen, um die Daten an Anonymous weiterzugeben. "Sie kommen nicht mit [einem einzelnen] Dokument oder einer CD zu uns, sie kommen mit den Schlüsseln zum Königreich zu uns, und sie geben uns die Passwörter und Benutzernamen für ganze sichere Datenbanken, über die wir nun nach Belieben herrschen können. ... Die Welt sollte sich Sorgen machen."

Naturgemäß sind Doyons Aussagen schwer zu verifizieren und dürften auch lange nicht bei allen Anons auf uneingeschränkte Zustimmung stoßen. Sollten sich allerdings seine Behauptungen als wahrheitsgemäß erweisen und Anonymous tatsächlich über entsprechende Kontakte und Zugangsdaten verfügen, ist dies eine durchaus interessante und brisante Entwicklung, die bei vielen Mächtigen in der Unternehmens- und Regierungswelt die Alarmglocken läuten lassen dürfte. Es wird sich zeigen, ob die Hacktivisten Taten folgen lassen.

Quelle: www.gulli.com

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Das EU-Überwachungsprojekt Indect, dass die Daten verschiedener Überwachungssysteme miteinander vernetzen soll, ist unter Datenschützern äußerst umstritten. Auch das Internet-Kollektiv Anonymous will nun mit der "Operation Indect" auf das problematische Projekt aufmerksam machen und die Bevölkerung für Indect und dessen mögliche Folgen sensibilisieren.

Die Abkürzung "Indect" steht für die sperrige englische Bezeichnung "Intelligent information system supporting observation, searching and detection for security of citizens in urban environment" (Intelligentes Informationssystem zur Unterstützung von Überwachung, Suche und Erfassung für die Sicherheit von Bürgern in städtischer Umgebung). Ziel des Projektes ist es laut Wikipedia , "durch den Einsatz von Videoüberwachung automatisch strafrechtlich relevante Bedrohungen und Taten zu erkennen. Erreicht werden soll dies durch die Bündelung und automatische Auswertung der Videoströme verschiedener Überwachungskameras, um eine präventive Polizeiarbeit zu ermöglichen." In früheren Beschreibungen war auch von einer Einbeziehung anderer Überwachungssysteme, wie etwa dem Aufspüren von Daten über "verdächtiges Verhalten" auf Websites und Sozialen Netzwerken, und deren Auswertung per Data Mining, die Rede. Da die Planung bei Indect allerdings extrem intransparent verläuft, lassen sich wenig gesicherte Aussagen über das Ausmaß der geplanten Überwachung treffen.

Gegner von Indect fürchten, neben einem massiven Eingriff in die Privatsphäre der Menschen, vor allem eine verstärkte Kriminalisierung abweichenden, unkonventionellen Verhaltens und damit einhergehende gesellschaftliche Veränderungen.

Gegen diese Problematik wollen einige Anons nun mit der "Operation Indect" protestieren. Bereits am vergangenen Sonntag veröffentlichten sie ein entsprechendes Video im Internet.


Zudem kündigen sie in einer Pressemitteilung an, in den nächsten Tagen "umfangreiches Informations- und Aufklärungsmaterial" per Twitter und IRC zu verteilen. Am 28. Juli sollen außerdem "Paperstorms und andere öffentlichkeitswirksame Aktionen" stattfinden, um Menschen auch außerhalb des Internets über Indect zu informieren.

Quelle: www.gulli.com

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Stratfor-Hack: "Anarchaos" plädiert auf unschuldig
« Antwort #434 am: 16 Mai, 2012, 20:00 »
Der 27-jährige mutmaßliche LulzSec-Hacktivist Jeremy Hammond plädierte bezüglich des Angriffs auf die Server des Privat-Ermittler-Unternehmens Stratfor, bei dem zahlreiche sensible E-Mails kopiert und anschließend auf WikiLeaks veröffentlicht wurden, auf unschuldig. Hammond alias "Anarchaos" gilt als eines der aktivsten und einflussreichsten LulzSec-Mitglieder.

LulzSec wird beschuldigt, Angriffe auf die IT-Systeme zahlreicher Unternehmen und Behörden durchgeführt zu haben. Das FBI schaffte es Berichten zufolge, den Anführer der Gruppe, Hector Monsegur alias "Sabu", "umzudrehen" und so die Gruppe zu infiltrieren. Im März wurden daher fünf LulzSec-Hacktivisten, darunter auch Hammond, festgenommen. Hammond saß seitdem in Untersuchungshaft.

Hammond alias "Anarchaos" wird laut einer im Mai aktualisierten Anklageschrift vom FBI für den maßgeblichen Planer hinter dem Stratfor-Angriff gehalten. Außerdem wird er beschuldigt, die bei dem Hack erbeuteten Kreditkarten-Daten genutzt und Buchungen im Wert von über 700.000 US-Dollar - umgerechnet etwa 550.000 Euro - durchgeführt zu haben. Auch die bei dem Angriff erbeuteten persönlichen Daten - darunter solche von ranghohen Regierungsmitgliedern - soll Hammond missbraucht haben. Daneben soll er einen Angriff auf eine Datenbank der Ermittlungsbehörden von Arizona durchgeführt und die dabei erbeuteten Daten teilweise den Medien zugespielt haben.

Unterstützer haben mittlerweile eine Website aufgebaut, auf der sie zur Solidarität mit Hammond, den sie einen "politischen Aktivisten" nennen, aufrufen und Geld für seine Verteidigung sammeln. Derzeit bekamen sie auf diesem Wege knapp 2400 US-Dollar - rund 1900 Euro - an Spendengeldern zusammen. Auf der Seite wird unter anderem das problematische Handeln Stratfors betont, dass durch den Angriff aufgedeckt werden konnte.

Quelle: www.gulli.com

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