Autor Thema: Easycash speichert Transaktionsdaten von deutschen EC-Karten Besitzern  (Gelesen 1132 mal)

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Die easycash GmbH speichert seit einiger Zeit die Transaktions-Daten nahezu aller EC-Karten Nutzer und wertet diese aus. Dies geht aus einem Bericht des NDR hervor. Mittels der Datenbank werden Bonitätsprüfungen der einzelnen Bürger ermöglicht, welche gewinnbringend an Marktketten verkauft wurden. Datenschützer schlagen Alarm und sprechen von einem Datenskandal.

Wie aus einem Bericht des NDR hervorgeht, werden seit einiger Zeit nahezu alle Daten von deutschen EC-Kartennutzern gespeichert. Deutschlands größter Netzbetreiber für die Abwicklung von kartengestützten, bargeldlosen Zahlungen, easycash, legte eine umfangreichen Datenbank an, in der die Daten jeglicher Transaktionen systematisch ausgewertet werden. Dies geschieht mit dem Ziel, die Bonität eines Kunden festzustellen, also herauszufinden, ob man erwarten kann, dass künftige Rechnungen problemlos beglichen werden können. Dazu werden folglich eine Blacklist und eine Whitelist erstellt, die die Bürger in zahlungsfähig und nicht zahlungsfähig unterteilen. Doch was fängt man mit diesen privaten Daten von über 50 Millionen Konotinhabern an?

Man verkauft sie an große Handelsketten, die ihren Kunden eine Zahlung via EC-Karte anbieten. So gewährte man Rewe und auch der Metrotochter Real Zugang zu den sensiblen Informationen. Dort nutzte man den Datenpool zeitweise an der Kasse, um feststellen zu können, ob ein Kunde mittels Unterschrift bezahlen kann oder die PIN seiner EC-Karte in ein Lesegerät eintippen muss. Denn das ist für den Verkäufer von enormer Wichtigkeit. Erfolgt eine Zahlung lediglich mit der Unterschrift des Kunden, so ist der zu zahlende Betrag nicht gedeckt. Der Besitzer der Karte könnte die anfallende Lastschrift zurückbuchen lassen. Und auch wenn das dementsprechende Konto in den Miesen ist, geht der Verkäufer leer aus.

Ganz anders ist es, wenn der Kunde zur Zahlung seine PIN eintippen muss. Denn dann ist die Bank verpflichtet, das Geld an die Marktkette zu überweisen, ganz egal, wie der Kontostand des Kartenbesitzers lautet. Ist der nicht fähig, den anstehenden Betrag zu zahlen, muss sich die Bank darum bemühen, wieder an ihr Geld zu kommen. Das wiederum lässt sich das Kreditinstitut natürlich nicht einfach gefallen. Es verlangt für die Nutzung dieses Zahlungsverfahrens 0,3 Prozent des Umsatzes. Die Tatsache, dass die Marktkette nur noch dann auf diese kostspielige aber sichere Prozedur zurückgreifen muss, wenn es auch nötig ist, spart natürlich Geld.

Datenschützer stehen dieser „Zahlungswegempfehlung“ sehr skeptisch gegenüber und sprechen von einem neuen Datenskandal. Denn allein vom gesetzlichen Aspekt her ist das profitable System nicht legal. Personen, die mittels Unterschrift zahlen, stimmen praktisch erst im Nachhinein der Datenübermittlung zu, was selbstverständlich nicht zulässig ist. Easycash sieht das anders. Es handele sich nicht um personenbezogene Daten, weswegen keine schriftliche Einwilligung des Kunden nötig sei. Man stützt sich auf einen Brief des NRW-Landesdatenschutzes von 2002 der diese Datenverarbeitung im Einklang mit dem Bundesdatenschutzgesetz sehe. Ein Mitautor des Kommentars zum Bundesdatenschutzgesetz, Peter Gola der im NDR-Bericht zitiert wird, hält das für schlichtweg falsch. „In diesem Fall steht es außer Frage, dass die Daten personenbezogen sind, da sie ja auf konkrete Personen zurückgeführt werden sollen“.

Erlaubt ist nur eine Art Warndatei, in der die Daten von potenziellen Käufern gelistet sind, die nicht zahlungsfähig sein könnten. Die Unterteilung in „guter Kunde“ , „böser Kunde“ gilt als Scoring und ist somit unzulässig. Ein Sprecher von Rewe gab derweil an, man nutze die Daten von Easycash nicht mehr.

Nun soll eine Abstimmung der Datenschutzbehörden der Länder rechtliche Klarheit bringen. Spätestens am 12. Oktober will man entschieden haben, ob das Verfahren von easycash rechtens ist oder wenn nicht, inwiefern man es abändern muss.

Quelle : www.gulli.com

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Easycash verkauft Bewegungsprofile von EC-Kartenkunden
« Antwort #1 am: 14 Oktober, 2010, 09:00 »
Der EC-Kartendienstleister Easycash  nutzt die ihm anvertrauten personenbezogenen Daten von Millionen Kunden, die in Geschäften bargeldlos zahlen, offenbar zur eigenen Gewinnmaximierung. Wie der Radiosender NDR Info berichtet, bietet das Tochterunternehmen Easycash Loyalty Solutions  Pakete mit Datensätzen von EC-Kartenkunden an, die bis auf "eindeutige Kontoverbindungen pro Straße" heruntergebrochen sind. Für 5000 Euro pro Tausender-Paket sollen auch "Bewegungsprofile" von Kunden sowie Informationen über die "Kundenqualität" und den "Ausschöpfungsgrad" der Kunden erhältlich sein. Insgesamt soll es mindestens zehn verschiedene Auswertungsformen geben.

Easycash gilt als größter deutscher Netzbetreiber für die Abwicklung kartengestützter Zahlungen. In seinem Rechenzentrum im nordrhein-westfälischen Ratingen speichert das Unternehmen sämtliche EC-Kartendaten, die Kunden beim Bezahlen an Kassen von Vertragsunternehmen (etwa Supermärkte oder Tankstellen) vorlegen. Die Hamburger Tochter Easycash Loyalty Solutions wiederum betreut mehrere Millionen Kundenkarten von Handelsunternehmen. Während Easycash also die EC-Kartenzahlungen verarbeitet, hat die Hamburger Tochter über die Kundenkartenanträge neben der Bankverbindung auch Zugriff auf zahlreiche weitere Angaben wie Name, Anschrift, Beruf und Geburtsdatum.

Um komplette Datensätze zu generieren, suche Easycash Loyalty Solutions nun nach identischen Kontonummern in beiden Datenbeständen, berichtet NDR Info. Seien diese gefunden, könne das Unternehmen "das Einkaufsverhalten der betreffenden Kunden anhand ihrer EC-Karten in weiten Bereichen des Handels genau verfolgen" und biete entsprechende Datenpakete an. Hamburgs Landesdatenschutzbeauftragter Johannes Caspar habe bereits "eine sofortige und umfassende Untersuchung" der Vorgänge bei Easycash angekündigt. "Die Kunden werden so zu gläsernen Verbrauchern, deren Daten ausgewertet werden, ohne dass sie es erfahren", zitiert NDR Info den Hamburger Datenschutzexperten.

Easycash war Ende September bereits in die Schlagzeilen geraten, nachdem bekannt wurde, dass das Unternehmen Daten von 50 Millionen EC-Karten dauerhaft speichert und dadurch die Kreditwürdigkeit von Kunden ermittelt. Bemerken können Kunden eine solche Hintergrundprüfung, wenn sie im Supermarkt darauf warten müssen, ob sie den Einkauf per Unterschrift (Lastschriftverfahren) oder per PIN-Eingabe legitimieren sollen. PIN bedeutet, dass Easycash das Risiko einer (für den Supermarkt günstigeren) Lastschrift wegen der Zahlungshistorie als zu hoch einschätzt. Für Wartende in der Kassenschlange wird so schnell ersichtlich, ob der gerade Bezahlende eine "gute" oder eine "weniger gute" EC-Karte nutzt.

Quelle : www.heise.de

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Easycash bestreitet Missbrauch von Kundendaten
« Antwort #2 am: 14 Oktober, 2010, 20:04 »
Der Ratinger EC-Karten-Dienstleister Easycash  will mit potenziellen Unternehmenskunden diskutierte Auswertungen von Zahlungsverkehrsdaten letztlich doch nicht umgesetzt haben. Der Radiosender NDR Info hatte am Donnerstag berichtet, Easycash biete über die Hamburger Tochter Easycash Loyalty Solutions  Pakete mit Datensätzen von EC-Kartenkunden an, die Informationen zu "Bewegungsprofilen", "Qualität" oder auch zum "Ausschöpfungsgrad" enthalten. NDR Info berief sich bei seinen Angaben auf interne Easycash-Unterlagen, in denen von Preisen bis 5000 Euro pro Tausender-Paket die Rede ist.

Easycash bestreitet die Existenz dieser Unterlagen nicht, gibt aber an, diese hätten lediglich "Gesprächen mit potenziellen Kunden gedient". Mit einem Kunden sei es in diesem Zusammenhang auch tatsächlich zu einer "temporären Zusammenarbeit" gekommen. Diese sei aber "inzwischen beendet" worden. Laut Easycash wurde die "Möglichkeit einer Nutzung und des Vergleiches der Daten" aus den Kundenkartenprogrammen von Easycash Loyalty Solutions und den Zahlungsdaten aus dem EC-Netzbetrieb zwar "erwogen und intern diskutiert", eine Umsetzung aber "unter anderem aufgrund datenschutzrechtlicher Vorbehalte nicht realisiert".

"Wir führen keine Daten aus dem EC-Netzbetrieb der Easycash mit den Daten aus den Kundenkartenprogrammen der Easycash Loyalty Solutions zusammen", konstatiert Frank Wio, Mitglied der Easycash-Geschäftsleitung. Die Informationen des NDR seien "nicht korrekt", die Anschuldigungen entsprächen nicht den Tatsachen. Und da die Anschuldigungen geschäftsschädigenden Charakter für die Unternehmen und ihre Kunden hätten, prüfe das Unternehmen derzeit rechtliche Schritte, heißt es in einer Unternehmensmitteilung.

Der Hamburger Datenschutzbeauftragte, Johannes Caspar, schickte am Donnerstag unterdessen mehrere Mitarbeiter zu Easycash Loyalty Solutions. Diese wurden nach übereinstimmenden Angaben von NDR Info und dem Spiegel nicht fündig. "Easycash hat aus unserer Sicht erstmal durchaus glaubhaft versichert, dass man in der Vergangenheit mit den Datenbeständen keinen Missbrauch betrieben hat", zitiert NDR Info den Datenschutzexperten. Allerdings habe es bei der Firma den Plan gegeben, Kaufanalysen zu erstellen. "Und diese Pläne, die ja auch dem NDR vorliegen, haben durchaus Anlass geboten, hier das Schlimmste zu vermuten. Offensichtlich sind diese Pläne aber bisher nicht zum Einsatz gekommen."

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Neue Details zur Easycash-Datenschutzaffäre
« Antwort #3 am: 15 Oktober, 2010, 15:56 »
Der Radiosender NDR Info hat im Streit um mögliche Datenschutzverstöße beim EC-Kartendienstleister Easycash noch einmal nachgelegt. Danach soll Easycash im vergangenen Jahr "Konto- und Umsatzdaten illegal an die Kundenkartenfirma Easycash Loyalty Solutions  in Hamburg übermittelt" haben. Easycash gilt als größter deutscher Netzbetreiber für die Abwicklung von Kartenzahlungen. In seinem Rechenzentrum im nordrhein-westfälischen Ratingen speichert das Unternehmen sämtliche EC-Kartendaten, die Kunden beim Bezahlen an Kassen von Vertragsunternehmen (etwa Supermärkte oder Tankstellen) vorlegen. Die Hamburger Tochter Easycash Loyalty Solutions wiederum betreut mehrere Millionen Kundenkarten von Handelsunternehmen.

NDR Info bezieht sich bei seinen Angaben auf einen Sprecher des Landesdatenschutzbeauftragten von Nordrhein-Westfalen, der gesagt hatte: "Bei unserem Kontrollbesuch bei Easycash in Ratingen haben wir festgestellt, dass im Jahr 2009 über zwei Monate Zahlungsverkehrsdaten von der Firma Easycash als Zahlungsdienstleister an die Hamburger Firma Easycash Loyalty Solutions übermittelt und dort statistisch ausgewertet worden sind." Dies sei "ganz klar rechtswidrig". Der nordrhein-westfälische Landesdatenschutzbeauftragte prüfe jetzt die Einleitung eines Bußgeldverfahrens. NDR Info hatte Easycash vorgeworfen, das Unternehmen verknüpfe die Datenbestände beider Firmen und schnüre daraus Pakete mit Datensätzen von EC-Kartenkunden, die für Marketingzwecke angeboten würden.

Easycash bestreitet nicht, dass die "Möglichkeit einer Nutzung und des Vergleiches der Daten" aus den Kundenkartenprogrammen von Easycash Loyalty Solutions und den Zahlungsdaten aus dem EC-Netzbetrieb "erwogen und intern diskutiert" wurde. Auch räumt das Unternehmen ein, dass es mit einem Kunden tatsächlich zu einer "temporären Zusammenarbeit" gekommen sei. Diese sei aber "inzwischen beendet". Auf eine Umsetzung der Pläne zur Auswertung von Zahlungsverkehrsdaten sei "unter anderem aufgrund datenschutzrechtlicher Vorbehalte" letztlich verzichtet worden. "Wir führen keine Daten aus dem EC-Netzbetrieb der Easycash mit den Daten aus den Kundenkartenprogrammen der Easycash Loyalty Solutions zusammen", konstatierte Frank Wio, Mitglied der Easycash-Geschäftsleitung, am Donnerstag.

NDR Info zitiert nun aus einem Angebot der Firma Easycash Loyalty Solutions an eine Handelskette, in dem "Zahlungsverkehrsanalysen" angeboten würden. In dem Papier der Kundenkartenfirma vom Frühjahr 2010 werde, so NDR Info, ausdrücklich auf die Datenbanken des Mutterunternehmens Easycash Bezug genommen: "Easycash verfügt durch die Abwicklung des technischen Netzbetriebes und der damit verbundenen Abwicklung von EC-Zahlungstransaktionen für ca. 40% des kartengestützten deutschen Handelsvolumens über eine sehr umfassende Datenmenge, um auf Basis dieser Zahlungsverkehrsdaten Konsummuster [...] für unternehmerische Entscheidungen nutzbar zu machen." Es handele sich dabei um "ca. 2 Milliarden Datensätze der letzten ca. 2 Jahre", die von "ca. 80.000 Handels- und Dienstleistungsunternehmen" stammten.

Der Handelskette seien von Easycash Loyalty Solutions insgesamt 14 verschiedene Auswertungsformen angeboten worden, heißt es weiter, darunter das "Umsatzverhalten der Bestandskunden", eine "Messung der Passantenfrequenz aller Straßen im Umkreis von 5 km je Filiale" sowie eine "Liste der Unternehmen, bei denen die Kunden vor und nach dem Besuch des Marktes einkaufen". Das Angebot enthält laut NDR Info auch Hinweise darauf, dass EC-Kartendaten mit denen von Kundenkarten verknüpft werden sollten: Die Hamburger Firma biete der Handelskette an, auszuwerten, wie viel Geld Kundenkarteninhaber bei Konkurrenzfirmen ausgeben und "wie hoch der Anteil an Kunden ist, die im Kundenkartensystem inaktiv sind [...], jedoch nach wie vor noch über EC-Karten einkaufen".

Kundennamen und -adressen würden zwar nicht angeboten, jedes einzelne Konto sei "mittels der Bankleitzahl und der Kontoverbindung" aber als Haushaltskunde "abgespeichert und zählbar". Die Handelskette hat nach Informationen von NDR Info das Angebot von Easycash Loyalty Solutions angenommen, die gelieferten Analysen dann aber unter anderem aufgrund datenschutzrechtlicher Bedenken nicht genutzt. Easycash hatte gestern erklärt, die Informationen des NDR seien "nicht korrekt", die Anschuldigungen entsprächen nicht den Tatsachen. Da die Anschuldigungen geschäftsschädigenden Charakter für die Unternehmen und ihre Kunden hätten, prüfe Easycash derzeit rechtliche Schritte, formulierte der EC-Kartendienstleister in einer Unternehmensmitteilung.

Kontrollbesuche sowohl von Mitarbeitern des NRW-Landesdatenschutzes (bei Easycash Ratingen) als auch von Mitarbeitern des Hamburger Datenschutzbeauftragten (bei Easycash Loyalty Solutions) förderten bislang keine Beweise zutage, dass bei Easycash tatsächlich EC-Kartendaten mit Kundenkartendaten verknüpft wurden – was aber nichts heißen muss. So soll es bei einem gestrigen Besuch bei Easycash Loyalty Solutions lediglich ein Gespräch mit Easycash-Verantwortlichen gegeben haben. "Es ist nicht so, dass allein dadurch jeglicher Verdacht aus der Welt geschafft ist. Wir sehen noch einige offene Fragen, die wir noch beantwortet haben möchten", stellt der Sprecher des NRW-Landesdatenschutzbeauftragten klar.

Quelle : www.heise.de

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Neue Details zur Easycash-Datenschutzaffäre [Update]
« Antwort #4 am: 15 Oktober, 2010, 19:04 »
Die nordrhein-westfälische Datenschutzbehörde hat inzwischen Strafanzeige gegen Easycash wegen illegaler Datenübermittlung gestellt.

Quelle : www.heise.de



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Nächster Strafantrag gegen Easycash
« Antwort #5 am: 20 Oktober, 2010, 14:04 »
Nach dem Landesdatenschutzbeauftragten von Nordrhein-Westfalen hat nun auch der Hamburgische Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar Strafantrag gegen ein Unternehmen des EC-Kartendienstleisters Easycash gestellt. Caspar hatte der auf Kundenkartenprogramme spezialisierten Easycash Loyalty Solutions mit Sitz in Hamburg-Lokstedt eine Frist bis Montag gesetzt, um eine Anfrage zu den Vorwürfen zu beantworten, Easycash habe widerrechtlich Daten aus dem EC-Zahlungsverkehr an die Hamburger Tochter transferiert, um sie dort mit Kundenkartendaten abzugleichen und dem Handel umfangreiche Zahlungsverkehrsanalysen anzubieten.

Gegenüber dem Radiosender NDR Info, der die möglichen Datenschutzverstöße bei Easycash publik gemacht hatte, erklärte Caspar, die Firma sei seiner Aufforderung bislang nicht nachgekommen, sondern habe sich "noch mehr Zeit" erbeten. "Das war für mich der Grund, nicht länger zu warten und Strafantrag zu stellen", erklärte der Datenschutzbeauftragte. Sein Düsseldorfer Kollege Ulrich Leppe hatte bereits am Freitag Strafantrag gegen die Mutterfirma Easycash in Ratingen gestellt. "Offensichtlich gibt es doch unverschlüsselte Daten, die von dort nach Hamburg transferiert wurden", so Caspar. Easycash hatte zuvor angegeben, die Daten seien nur in verschlüsselter Form nach Hamburg übertragen worden.

Easycash beteuert zudem, Daten aus dem EC-Netzbetrieb seien nie mit Daten aus den Kundenkartenprogrammen zusammengeführt worden. NDR Info liegt eigenen Angaben zufolge aber ein Angebot von Easycash Loyalty Solutions an eine Handelskette vor, das Hinweise dazu enthalte, dass EC-Kartendaten mit denen von Kundenkarten verknüpft werden sollten. So könne etwa ausgewertet werden, wie viel Geld Kundenkarteninhaber bei Konkurrenzfirmen ausgeben und "wie hoch der Anteil an Kunden ist, die im Kundenkartensystem inaktiv sind [...], jedoch nach wie vor noch über EC-Karten einkaufen". Laut NDR Info hat die Handelskette das Angebot auch angenommen, die gelieferten Analysen dann aber doch nicht genutzt.

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