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Wikileaks/Openleaks etc ...
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Thema: Wikileaks/Openleaks etc ... (Gelesen 54017 mal)
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SiLæncer
Cheff-Cubie
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Hoffnung auf Normalbetrieb für Wikileaks
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Antwort #30 am:
19 Juli, 2010, 13:23 »
Die über Monate hinweg schlecht erreichbaren Web-Präsenzen von Wikileaks haben wieder ihren Betrieb mit erneuerten Sicherheitszertifikaten aufgenommen. Überdies haben die Betreiber einen offiziellen Blog gestartet, der etwas mehr über die laufenden Arbeiten informiert als der oftmals polemische Twitter-Kanal. Mit beiden Maßnahmen reagieren die Macher der Website für Informationslecks aller Art auf die Kritik, dass Wikileaks intransparent agiere.
Mit dem Blog und der wieder funktionierenden Anlaufstelle für das Einreichen geheim gehaltener Dokumente nimmt Wikileaks einen weiteren Anlauf, den Normalbetrieb des Projektes wieder aufzunehmen. Dieser Betrieb war gestoppt worden, um mit dem Video "Collateral Murder" eine Spendenkampagne zu unterstützen. Zumindest für den europäischen Teil des Systems liegen erste Daten zu dieser Spendenaktion vor, da die Spenden von der Wau-Holland-Stiftung verwaltet werden. Im Rahmen der von Journalisten angemahnten Transparenz reagierte die Stiftung auf Anfragen mit der Auskunft, dass man etwa 30.000 Euro jeweils gegen Quittung für Reisekosten und Technik ausbezahlt habe. Dies seien weniger als 10 Prozent der eingegangenen Spenden.
Über die Transparenz oder Intransparenz des Whistleblower-Projektes gibt es immer wieder Diskussionen, die auch damit zusammenhängen, dass Wikileaks offiziell nur von zwei Sprechern repräsentiert wird, dem Australier Julian Assange und dem Deutschen Daniel Schmitt. Assange sollte an diesem Wochenende auf der Hackerkonferenz The next HOPE (Hackers On Planet Earth) sprechen, ließ sich aber von Jacob Appelbaum vertreten, der in San Francisco den Hackerspace Noisebridge betreibt. Appelbaum wurde unmittelbar nach der Rede durch ein Double ersetzt und verschwand durch eine Hintertür.
Die Organisatoren des Kongresses entschieden sich für diese Tarnungen, nachdem Tags zuvor Beamte des Department of Homeland Security vorstellig wurden und Assange sprechen wollten. Diese Aktion steht offenbar im Zusammenhang mit einer groß angelegten Artikelreihe, mit der die Washington Post versucht, ihre Landsleute über das Ausmaß des militärisch-industriellen Sicherheitskomplexes zu informieren, der in den USA nach dem 11. September 2001 aufgebaut wurde. Im Rahmen dieser Veröffentlichung sollen Geheimdokumente eine wichtige Rolle speilen, die von Wikileaks gesammelt wurden.
Quelle :
www.heise.de
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Wikileaks legt Spenden offen - ein wenig
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Antwort #31 am:
20 Juli, 2010, 11:16 »
Wikikileaks gibt erstmals Einblicke in seine Spenden- und Finanzpolitik. Ein paar entscheidende Fragen lässt die Seite für Geheimnisverräter dabei noch offen.
"Wer wacht über die Wächter?", fragte Platon schon in seiner Politeia. Und antwortete gleich selbst: Sie überwachen einander. Die Enthüllungsseite Wikileaks hat sich als Wächter im Netz hervorgetan. Sie hat seit 2006 mehr als eine Million Dokumente veröffentlicht, die eigentlich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt waren: Unter Verschluss gehaltene Verträge von Firmen, Banken und Regierungen, geheime Spendenlisten von rechtsradikalen Parteien, heikle Videos des Militärs. Doch immer stärker wird die mangelnde Transparenz im Hinblick auf ihre eigene Finanzierung kritisiert.
Gründer Julian Assange betonte indes auf der aktuellen TED Konferenz in Oxford, man sei "überwältigt vom Wachstum" der Organisation und hätte gar nicht genug Helfer, um das eingesandte Material zu überprüfen. Dabei beschäftigt Wikileaks nach eigenen Angaben fünf Vollzeitkräfte, knapp 40 ehrenamtliche Mitarbeiter und gut 800 zusätzliche Helfer.
Bereits im Dezember rief die Organisation aktiv zu Spenden auf. Mit Erfolg: Allein nach der Veröffentlichung des Collateral Damage Videos im April nahm Wikileaks binnen einer Woche geschätzte 150.000 Dollar an Spenden ein. Jetzt fragten sich einige, was genau mit dem vielen Geld passiert ist. Cryptome, eine andere Enthüllungsseite im Netz, beschuldigte Assange unter Berufung auf einen Insider gar, Spendengeld zu unterschlagen. Zudem widerspreche es dem Grundsatz politischer Unabhängigkeit, dass Wikileaks sich von der linken isländischen Movement-Partei unterstützen lasse. Wikileaks selbst bezeichnete die Anschuldigungen von Cryptome mittlerweile als "Desinformation".
Die gemeinnützige Wau Holland Stiftung verwaltet seit Oktober 2009 die europäischen Spenden an Wikileaks. Seit Dezember seien Spendengelder in Höhe von gut 400.000 Euro auf die Treuhandkonten eingegangen, sagte Hendrik Heye Fulda, der zweite Vorsitzende von Wau Holland, dem Freitag. Davon wurden bis heute allerdings bloß 30.000 Euro ausgezahlt, größtenteils um die Reisekosten der Sprecher zu decken und um Hardware und Datenleitungen zu bezahlen. Geld gäbe es zudem nur "gegen einen Ausgabebeleg".
Die geringen Ausgaben sind überraschend, veranschlagte Assange zu Jahresbeginn doch noch 200.000 Dollar an Betriebskosten für das kommende Jahr. Sollten noch Personalkosten hinzukommen, wäre man schnell bei 600.000 Dollar, hieß es damals. Von den Spenden werden jedoch nach Aussagen von Fulda weder Mitarbeiter noch Spesen bezahlt. So ist weiter unklar, wie sich Wikileaks und Assange finanzieren, oder anders gesagt: Die Aussagen klingen ein wenig widersprüchlich. Bis Ende August möchte Wau Holland nun eine detaillierte Aufstellung der Spenden veröffentlichen.
Das ist sicherlich ein Erfolg für die Skeptiker und ein Schritt in die richtige Richtung. Doch genug ist das noch nicht. So ist Wau Holland lediglich für Spenden aus Europa verantwortlich. Die Einnahmen aus anderen Teilen der Welt bleiben unbekannt. Um die eigene Glaubwürdigkeit nicht zu verlieren, muss Wikileaks auch hier mit offenen Karten spielen: Nur wer sich selbst der Prämisse der Informationsfreiheit unterwirft, kann diese auch von anderen einfordern.
Quelle :
www.golem.de
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Wikileaks plant neue Stiftung in Deutschland
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Antwort #32 am:
22 Juli, 2010, 20:19 »
Die Whistleblowing-Webiste Wikileaks plant die Gründung einer Stiftung in Deutschland, um Spendengelder zu verwalten. Bisher übernahm dies die Wau-Holland-Stiftung in Berlin. Man hat sogar vor, Mitarbeiter einzustellen welche beispielsweise bei der Einteilung von freiwilligen Helfern dienlich sind.
Die Internetseite wikileaks.org wir immer populärer. Dieser Meinung ist auch der deutsche Mitarbeiter der Organisation, Daniel Schmitt. Dieses Wachstum wäre sogar so groß, dass es vorerst die Hauptaufgabe von Wikileaks wäre, dieses in den Griff zu bekommen. Ein erster Schritt wäre somit die Gründung einer eigenen, deutschen Stiftung, die unter anderem das Spendengeld, welches die Organisation aus der ganzen Welt erhält, verwaltet. Bisher übernahm diese Aufgabe die Wau-Holland-Stiftung in Berlin sowie eine kleine Stiftung in Australien, dem Geburtsland von Wikileaks-Gründer Julian Assange.
Weiter plant man, Mitarbeiter fest anzustellen, welchen Aufgaben wie die Koordination von freiwilligen Helfern und das Pflegen des Kontaktes zur Presse zu Teil würden. Man machte sogar Angaben zum voraussichtlichen Gehalt, das bezahlt werde. Dieses würde sich voraussichtlich auf 1.500 bis 2.500 Euro monatlichen belaufen. Neben diesen Informationen berichtete Schmitt auch noch über andere Dinge rund um Wikileaks. Er versicherte, dass man Bradley Manning, der sich wegen der Weitergabe des berühmten „Collateral Murder“ Videos bald vor dem amerikanischen Kriegsgericht verantworten muss, unterstützen werde. Man versuche, Anwälte zu engagieren, die sich mit dem amerikanischen Armeerecht auskennen.
Zudem ist Schmitt der Auffassung, dass Wikileaks Unterschiede zu anderen Medien und dem üblichen Journalismus aufweise. Dies wäre darin begründet, dass Wikileaks Quellen vollöffentlich publiziere und nicht nur Teile von diesen. Auch würde Wikileaks nach eigenen Angaben über ein weit größeres Verfizierungsnetzwerk an Experten verfügen, welche die Echtheit eines „Leaks“ sicherstellen sollen, als es bei beispielsweise Zeitungen der Fall wäre. Dieses Netzwerk, welches zum Teil auch auf der Hilfe Freiwilliger aufbaue, überprüfe eingegangen Dokumente auf forensischer und inhaltlicher Ebene.
Die Betreiber legten großen Wert auf die Anonymität der Informanten. Man würde diesen Hilfestellungen geben, wie sie ihre Identität verbergen können. Zum Beispiel rät man zur Verwendung des Anonymisierungstools Tor oder zum Besuch eines Internetcafés, sobald man die sensiblen Daten versendet. Zudem wäre der Umzug von amerikanischen Servern zu Servern im europäischen Raum, mit dem Schmitt auch den Ausfall der Übermittlungsfunktion auf wikileaks.org begründete, ein weiterer Faktor, der Sicherheit böte. Denn in Europa würde es Geheimdiensten schwerer fallen, sich Zugriff auf die Server zu verschaffen.
Schlussendlich ließ er durchsickern, dass wir bereits in den nächsten Tagen mit neuen Dokumenten auf Wikileaks rechnen können. Man darf also gespannt sein.
Quelle:
www.gulli.com
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Wikileaks veröffentlicht Geheimdokumente über Afghanistankrieg
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Antwort #33 am:
26 Juli, 2010, 11:53 »
Die Whistleblower-Seite Wikileaks macht ihr Versprechen war. Am Sonntagabend spielte sie der New York Times, dem englischen Guardian sowie dem Spiegel 91.731 größtenteils geheime Dokumente über den Afghanistankrieg zu. Die Dokumente zeigen, dass es um Sicherheit in der Kriegszone keinesfalls so bestellt ist, wie man vorgibt.
Schon vor einigen Tagen ließ das Team von Wikileaks verlauten, dass man in nächster Zeit mit Leaks von hoher Wichtigkeit rechnen könne. Dieses Versprechen wurde am Sonntagabend mehr als erfüllt. Fast 92.000 größtenteils geheime US-Dokumente über den Afghanistankrieg wurden durch Wikileaks bekanntgegeben. Zunächst nur den drei Verlagshäusern New York Times, Guardian und dem Spiegel übermittelt, und nun frei zum Download für die ganze Welt.
In den Dokumenten sind überwiegend Meldungen von Truppen während des Gefechtes zu lesen, was die Dokumente laut Spiegel zu einer authentischen Quelle und zu einem Fenster zum Krieg in Afghanistan machen würde. Die Protokolle würden den Krieg in ein gänzlich anderes Licht rücken wie in der Öffentlichkeit dargestellt.Beispielsweise seien unter den Dokumenten Protokolle über Drohneneinsätze der US-Armee zu finden welche die von den Amerikanern angepriesene Wunderwaffe infrage stellen würden.
"17. Oktober 2009: Um etwa 1300 erhielt die afghanische Nationalarmee Informationen, dass ungefähr 20 Aufständische sich südlich von ihrer Position in einem ausgetrockneten Flussbett bewegten. Um etwa 1400 wurde der Raven gestartet und flog direkt zur Basis. Wir sahen keinen Feind im Flussbett." Doch dann gibt es Schwierigkeiten beim Flug des Raven, einer der Aufklärungsdrohnen des US-Militärs: "Während der Raven umdrehte, ungefähr 300 Meter von der Basis entfernt, verlor er plötzlich an Höhe und stürzte ab."
Kurz nach dem Absturz versuchte man die Drohne zu bergen, kehrte dann aber um, da man Aufständische beim Absturzort vermutete, die den Bergungstrupp überfallen könnten. Erstaunlicherweise ist dies kein Einzelfall. Nach offiziellen Angaben haben bisher 38 Predator- und Reaperdrohnen im Krieg den Geist aufgegeben und stürzten ab. Jeder Crash kostete zwischen 3,7 und 5 Millionen Dollar. Aber nicht nur die erhebliche finanzielle Belastung ist hierbei ein Problem. Da vor allem die Aufklärungsdrohnen mit komplexer Computertechnik ausgestattet sind, in deren Besitz der Feind nicht kommen sollte.
Auch äußerst brisante Dokumente der Task Force 373 sind im Dokumentenbündel auffindbar. Die Task Force 373 ist eine US-Spezialeinheit die ihre Befehle direkt aus dem Pentagon erhält. Zu ihren Aufgaben zählt das Töten oder Gefangenehmen von Personen die dem US-Verteidigungsministerium gefährlich erscheinen. Das Erfüllen dieser Aufgaben scheint der Truppe allerdings nicht immer zu gelingen. So ist einem Bericht zu lesen, dass am 17. Juni 2007 statt dem al-Qaida-Funktionär Abu Laith al-Libi mindestens 6 Schulkinder getötet wurden. Die Spezialeinheit vermutete ihr Zielobjekt in einer Koranschule, die sie mit fünf Raketen attackierte. Warum im betreffenden Dokument bereits im zweiten Satz der Vermerk zur absoluten Geheimhaltung zu lesen ist, ist offensichtlich. Eine weitere wichtige Information, die aus dem Paket zu entnehmen ist, dass Pakistan ein entscheidender Strippenzieher im Afghanistankrieg zu sein scheint. Der pakistanische Geheimdienst Directorate for Inter-Services Intelligence (ISI) hat offensichtlich die Taliban mit aufgebaut und gefördert. Das Land stellt wie es scheint einen Rückzugsraum für feindliche Kräfte dar. In einem Logbuch ist zu lesen, dass Angehörige des ISI bei Sitzungen des aufständischen Kriegsrates mit von der Partie sind.
Über die deutschen Truppen, die im Norden des Landes stationiert sind, sind auch Information auffindbar. So wird laut Spiegel eine erstaunliche Naivität der Armee geschildert. Zuerst hätten die deutschten Soldaten damit gerechnet, dass es bei ihnen im Norden vergleichweise ruhig bleiben würde. Doch Personen wie der Warlord Gulbuddin Hekmatjar änderten dies schnell. Er stachelte die Kampfeslust seiner Gefolgsleuten durch Geldspenden, welche auch in den Protokollen dokumentiert sind, an. Am 19. Mai 2007 war es mit der Ruhe im Norden für die Deutschen endgültig vorbei. Während drei Bundeswehrangehörige auf einem Markt in Kunduz einkaufen waren riss sie ein Selbstmordattentäter sie mit in den Tod. Auch acht afghanische Zivilisten starben.
Ein Interview bezüglich der Dokumente lehnte die amerikanische Regierung auf Nachfrage des Spiegels zwar ab, gab aber Antwort auf ausgewählte inhaltliche Fragen. Barack Obamas Nationaler Sicherheitsberater James Jones verurteilte die Veröffentlichung der Dokumente. Das Leben von Amerikanern und ihren Verbündeten würde so gefährdet und die nationale Sicherheit bedroht. Wikileaks habe nicht versucht die US-Regierung über die geleakten Papiere in Kenntnis zu setzen. Auch versicherte er, dass man im weißen Haus wisse, dass ernste Herausforderungen vor den Verbündeten lägen. Allerdings müsste man sich den Bedrohungen die aus extremistische Gruppen wie al-Qaida hervorgingen, neu stellen, sofern man zulasse, dass Afghanistan wieder zurückfällt. Der Direktor für strategische Kommunikation im Nationalen Sicherheitsrat der USA, Ben Rhodes verteidigte die nun aufkommenden Vorwürfe gegen die Regierung. Es sei wichtig, sich daran zu erinnern, dass die Dokumente vom Januar 2004 bis zum Dezember 2009 reichen. Allerdings hätte Präsident Obama neue Strategien erst am 1. Dezember 2009 verkündet, gerade weil man gewusst hätte, dass die Lage im Kriegsgebiet zu ernst ist.
Ob diese Rechtfertigungen die gesamte Schuld von Amerika weisen können scheint fraglich.
Der Download des kompletten Dokumentenpaketes ist zwar auf Wikileaks.org verfügbar, allerdings sind die Server dort stark überlastet, was den Download stark verlangsamt oder gar unmöglich macht. Gulli wird in den nächsten Minuten einen Alternativdownload auf einem One-Click-Hoster anbieten.
EDIT:
Hier findet ihr den
Download
auf Rapidshare, genau so wie er auch auch wikileaks.org zu finden ist.
Quelle:
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Afghanistan-Coup könnte Wikileaks die Kassen füllen
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Antwort #34 am:
26 Juli, 2010, 15:49 »
Weltverbesserung ist ein mühsames Geschäft – das wissen die Macher von Wikileaks. Ihre Internet-Plattform soll helfen, den Mächtigen genauer auf die Finger zu schauen und Skandale aus dem Verborgenen an die Öffentlichkeit zu zerren. Doch die nötigen Spenden für Server und Mitarbeiter aufzubringen, fällt der geheimnistuerischen Organisation schwer. Ihr neuester Coup – die Veröffentlichung von US-Militärdokumenten über den Afghanistan-Einsatz – könnte helfen, die Finanzierung für die nächsten Jahre sicherzustellen.
Im vergangenen Herbst sah es düster aus für die Plattform: Über ein Spendenkonto bei der Wau-Holland-Stiftung aus dem Umfeld des deutschen Chaos Computer Clubs kamen lediglich 2000 bis 3000 Euro pro Monat zusammen. Das war viel zu wenig, um den aufwendigen Betrieb der Serverplattform und die Reisekosten des Enthüllungsnetzwerks zu finanzieren – von Gehältern für die Vollzeit-Beschäftigten des Projekts ganz zu schweigen. Wikileaks-Kopf Julian Assange sprach in Interviews davon, dass mindestens 200.000 Dollar pro Jahr nötig seien – besser noch 600.000 Dollar.
"Erst als Wikileaks vorübergehend seinen Betrieb einstellen musste, zogen die Spenden deutlich an", sagte Stiftungssprecher Hendrik Heye Fulda der dpa. Bis zum Frühjahr seien mehr als 400.000 Euro zusammengekommen. Genug, um gut ein Jahr lang weiter zu arbeiten. "Nachdem Wikileaks dann erneut online ging, gingen aber die Spenden wieder auf das alte niedrige Niveau zurück." Fulda geht davon aus, dass die Wau-Holland-Stiftung das Gros der globalen Einnahmen von Wikileaks besorgt.
Die klassischen Medien spielen bei der Finanzierung eine entscheidende Rolle. Von den Medienpartnern des aktuellen Scoops hat Wikileaks nach Angaben von Spiegel-Chefredakteur Georg Mascolo zwar kein Geld erhalten. Mit der weltweiten Aufmerksamkeit für das Enthüllungsnetzwerk dürfte es der Stiftung jedoch leichter fallen, Geld einzuwerben. Neben dem deutschen Nachrichtenmagazin haben aktuell auch die US-amerikanische New York Times und der britische Guardian mit Wikileaks kooperiert.
"Das Spendenvolumen ist immer dann hoch, wenn Menschen bewusst verstehen, dass das, was wir machen, wichtig ist", sagt Daniel Schmitt, der die Organisation in Deutschland vertritt und wie die meisten seiner konspirativen Kollegen seinen richtigen Namen nicht nennen will. "Wir brauchen jemanden, der den Zugang zum Material aufmacht – und das sind die klassischen Medien."
Sei das Thema erst bekannt, falle es Laien leichter, sich das Originalmaterial anzusehen und durchzustöbern, ist sich Schmitt sicher. Je mehr Menschen die Plattform nutzen, desto mehr spenden auch – auf diesen Effekt, der auch vom Online-Lexikon Wikipedia bekannt ist, hoffen die Macher; momentan ächzt Wikileaks allerdings anscheinend unter den massiven Zugriffen und ist derzeit möglicherweise besser über Mirror zu erreichen. Zuwendungen von Unternehmen und Regierungen lehnen die Aktivisten ab, um ihre Glaubwürdigkeit nicht zu beschädigen.
Der Afghanistan-Coup macht Assange, Schmitt und Co. Hoffnung auf mehr. "Gerade bei solch großen Veröffentlichungen sehen wir immer wieder, dass wir viel mehr Ressourcen gebrauchen können, um die Arbeit zu bewältigen", sagt Schmitt.
Während die Weltverbesserer den finanziell Engpass erst einmal überbrückt haben, tut sich eine andere Lücke auf: Es fehlt an vertrauenswürdigen Mitstreitern, die Dokumente überprüfen. "Wir erhalten jede Menge hochrangige Enthüllungen der "Whistleblower"" genannten Informanten, sagte Assange kürzlich bei einer Konferenz. "Wir haben aber nicht genügend Leute, um diese Informationen verarbeiten zu können." Nicht jeder darf im Geheimzirkel der Weltverbesserer mitmachen.
Quelle :
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Wikileaks: "Wir brauchen die klassischen Medien"
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Antwort #35 am:
27 Juli, 2010, 11:04 »
Die Whistleblower-Plattform Wikileaks ist nach eigener Einschätzung auf die Zusammenarbeit mit den klassischen Medien angewiesen. "Die meisten Bürger, die unser Portal besuchen, können mit der Rohinformation nichts anfangen", sagte Daniel Schmitt, der in Deutschland für Wikileaks spricht, gegenüber dpa. Gerade bei komplexen Themen sei es schwierig, den Kontext zu verstehen. "Wir brauchen jemanden, der den Zugang zum Material aufmacht – und das sind die klassischen Medien", sagte der Sprecher, der in der Öffentlichkeit nur unter Pseudonym auftritt.
Das Internet-Portal hatte am Wochenende mit der Veröffentlichung geheimer US-Militärakten über den Krieg in Afghanistan Schlagzeilen gemacht. Dabei arbeitete die Organisation mit dem Spiegel sowie der New York Times und dem Guardian zusammen. Schmitt betonte, dass es Wikileaks bei der Kooperation mit Medien nicht darum gehe, die Dokumente von den Journalisten überprüfen zu lassen – das mache man selbst. "Von unserer Seite war rund ein Dutzend Leute in irgendeiner Art und Weise involviert." Die Arbeit habe sich über mehrere Wochen hingezogen.
Der Sprecher hofft, dass die spektakuläre Veröffentlichung der Organisation weitere Spenden einbringt. "Das Spendenvolumen ist immer dann hoch, wenn Menschen bewusst verstehen, dass das, wir machen, wichtig ist." Von den Medienpartnern habe man kein Geld erhalten. Die Organisation hinter der Plattform ist nicht-kommerziell und finanziert sich ausschließlich über Zuwendungen von Privatpersonen.
Juristische Konsequenzen fürchtet Schmitt nicht – im Gegenteil: "Wir hatten in der Vergangenheit oft juristische Drohungen, wir rechnen bei jeder Publikation damit. Als investigatives Medium ist das quasi ein Qualitätsmerkmal für die Arbeit, die man leistet – ob man so sehr den Nerv trifft, dass es jemand andres dazu bewegt zu reagieren."
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Afghanistan War Logs: US-Regierung übt Schadensbegrenzung
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Antwort #36 am:
28 Juli, 2010, 09:23 »
Nach der aufsehenerregenden Veröffentlichung Zehntausender großteils geheimer Militärakten zum Afghanistan-Krieg durch die Whistleblower-Site Wikileaks in Zusammenarbeit mit Spiegel, New York Times und Guardian übt sich die US-Regierung in Schadensbegrenzung. "Die Dokumente offenbaren keine Sachverhalte, die nicht schon Teil der öffentlichen Diskussion über Afghanistan waren", erklärte Präsident Barack Obama in seiner ersten öffentlichen Stellungnahme dazu vor Journalisten in Washington. Vielmehr zeigten die Papiere aus den Jahren 2004 bis 2009 bekannte Probleme auf, wegen derer er im vergangenen Jahr die Afghanistan-Strategie der USA ausführlich überarbeitet habe.
Sorge bereitet Washington aber die schiere Materialmenge, die von Wikileaks ins Internet gestellt wurde. "Neu und beispiellos sind Ausmaß und Umfang dieses Lecks", räumte Pentagon- Sprecher Geoff Morrell am Montag ein. Eine Untersuchung soll nun klären, wie die Dokumente ans Licht kamen.
Das Weiße Haus brandmarkte die Veröffentlichung auf der Enthüllungswebseite als "Verletzung von Bundesgesetzen". Obama zeigte sich besorgt über mögliche Konsequenzen für "einzelne Beteiligte der Operation". Der Schritt "hat das Potenzial, sehr schädlich zu sein, für Militärangehörige, für jene, die mit unserem Militär zusammenarbeiten und für jene, die für unsere Sicherheit sorgen", sagte Obamas Sprecher Robert Gibbs. Die Veröffentlichung sei eine "besorgniserregende Entwicklung, was die Sicherheit von Operationen angeht".
Auch wenn die Dokumente laut Obama keine Geheimnisse enthüllen, werden in ihnen Namen, Operationen und logistische Unternehmungen genannt. "Das stellt eine sehr reale und potenzielle Bedrohung für jene dar, die jeden Tag sehr hart für unsere Sicherheit arbeiten", sagte Gibbs.
US-Medien und Experten kamen am Dienstag ebenfalls zu dem Schluss, dass die Dokumente kaum wirklich neue Erkenntnisse enthielten. "Das Wikileaks-Material bestätigt und ergänzt die Berichte über Afghanistan zwischen 2004 und 2009, mit denen die meisten Amerikaner bereits vertraut sind", schreibt die Washington Post. "Die Dokumente bieten wenig neue Enthüllungen und bestehen zumeist aus rohen und möglicherweise fehlerhaften Geheimdienstinformationen", urteilte das Wall Street Journal. "Ich habe bislang nichts in den Dokumenten gesehen, das mich entweder überrascht oder mir etwas Bedeutendes mitgeteilt hätte", schreibt Afghanistan-Experte Andrew Exum in einem Beitrag für die New York Times.
Die über 90.000 – überwiegend geheimen – Militärdokumente im Internet geben unter anderem Hinweis darauf, dass die Zahl der zivilen Opfer höher ist als angenommen. Im Einsatzgebiet der Bundeswehr ist die Sicherheitslage außerdem offenkundig schlechter als von der Bundesregierung eingeräumt. Zudem geht aus den Akten hervor, dass US-Militärs über Jahre von einer direkten Kooperation von Pakistans Militärgeheimdienst ISI mit den Taliban ausgingen. Auch wird der Einsatz von Geheimkommandos gegen die Taliban beschrieben.
Nach einem Bericht des Wall Street Journal hatte der US- Sonderbeauftragte für Afghanistan und Pakistan, Richard Holbrooke, in einem Telefonat dem pakistanischen Präsidenten Asif Ali Zardari versichert, dass die Regierung Obama die Veröffentlichung nicht billige. "Die größte Sorge der Amerikaner war: Wie werden es die Pakistaner aufnehmen?", wird ein hoher pakistanischer Regierungsmitarbeiter zitiert.
Siehe dazu auch:
*
NFI. 56 Killed None(None) Insurgent
in Telepolis
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Schwedische Piratenpartei bietet Wikileaks Unterstützung an
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Antwort #37 am:
29 Juli, 2010, 18:51 »
Die schwedische Piratenpartei hat Wikileaks (WL) ihre Hilfe angeboten. Nachdem sie zum Hoster von ThePirateBay wurde, würde man WL gerne Server und andere technische Hilfsmittel zur Verfügung stellen. Julian Assange dürfte mit seinen Aussagen einigen Lesern vor den Kopf stoßen. Er hält es für eine Schande, dass so wenige Journalisten in Ausübung ihres Berufes gestorben seien oder verhaftet wurden.
Spätestens die Veröffentlichung der 90.000 internen Dokumente über den Krieg in Afghanistan brachte für Wikileaks den internationalen Durchbruch. Die Nachrichtenportale, die noch nicht über das zuvor veröffentlichte brisante „Collateral Murder“ Video gestolpert waren, sind spätestens jetzt auf die Organisation aufmerksam geworden. Bei Bedarf würde die Piratenpartei in Schweden gerne den Aktivisten zur Seite stehen, um deren Meinungsfreiheit zu gewährleisten. Julian Assange befürchtet, er könnte aufgrund des aktuellen Leaks inhaftiert werden. Freunde hätten ihn davor gewarnt, das Territorium der USA zu betreten.
Anna Troberg von den Piraten befürchtet vielmehr, dass die Regierung in Stockholm aufgrund des immer größer werdenden Drucks der US-Behörden demnächst bei der schwedischen Website die Stecker ziehen könnte. Anna vergleicht sogar die Aktivitäten des BitTorrent-Indexers The Pirate Bay mit denen von Wikileaks. Beide Webseiten würden Amerika mitten ins Herz treffen. Deswegen wäre es ihrer Meinung nach nur eine Frage der Zeit, bis man auch in Schweden Schritte gegen WL einleitet. Jetzt sei der Augenblick der Wahrheit für die Stockholmer Politiker gekommen, argumentiert sie weiter. Werden sie die Wünsche der amerikanischen Regierung erfüllen oder nicht? Den Machern der Whistleblower-Website liegt jetzt auch ein Angebot der Firma PRQ vor, die von zwei TPB-Admins betrieben wird. Man wird sehen, welche Angebote die Aktivisten annehmen werden.
Guardian-Mitarbeiter Stephen Moss beschrieb im Magazin „der Freitag“ seine Erfahrungen mit dem Chef von Wikileaks. Julian Assange sprach sich für mehr Objektivität und Präzision im Journalismus aus. Er möchte, dass sich die Autoren das wissenschaftliche Arbeiten an den Universitäten zum Vorbild nehmen. Sie sollten wesentlich tiefer recherchieren und ihren Lesern so mehr Respekt entgegen bringen. Eine Quelle bestehend aus 25.000 Wörtern für einen kurzen Text sollte dabei keine Ausnahme mehr darstellen. In Zeiten des Internets wäre dies problemlos möglich, glaubt Assange. Während der geforderte sensiblere Umgang mit Sekundärquellen höchst sinnvoll erscheint, geht sein Bild eines idealen Redakteurs ins Extremistische über. Ja, fast ins Fatalistische. So lobt er die Arbeit von Polizisten, weil sehr viel mehr von ihnen in Ausübung ihres Jobs gestorben seien. Die Schreiber müssten mehr Risiken für ihre Wahrheitsfindung eingehen. Der WL-Chef im Originalton: „Ich halte es für eine Schande, dass so wenige Journalisten aus dem Westen im Dienst gestorben sind oder verhaftet wurden.“ Worte, die man nicht mal aus dem Zusammenhang reißen muss, um sie krass erscheinen zu lassen. Zwar darf man sich wünschen, dass einige Kollegen von ihrem Glauben an deren Quellen und der Abschreibermentalität abweichen. Aber zu behaupten nur solche Journalisten würden gute Arbeit leisten, sofern sie ihr Leib & Leben aufs Spiel setzen, um der Wahrheit auf die Spur zu kommen, erscheint doch zu extrem.
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Washington macht gegen WikiLeaks mobil
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Antwort #38 am:
30 Juli, 2010, 13:04 »
US-Präsident Obama will Härte demonstrieren - und neue Kriegsenthüllungen um jeden Preis vermeiden. Seine Regierung nimmt jetzt WikiLeaks-Gründer Assange ins Visier: Er sei ein linker Eiferer und gefährde das Leben der US-Soldaten. Sogar rechtliche Schritte werden geprüft.
Barack Obama sitzt auf einer knallgelben Couch, die fünf Frauen um ihn herum strahlen. Sie sind die Gastgeberinnen von "The View", einer der populärsten Sendungen im TV-Tagesprogramm der USA. Die Damenrunde schnattert gern über neue Frisuren, das schickste Kleid, die jüngste Liebschaft. Millionen schalten jeden Tag ein, um abzuschalten.
Nun ist der Präsident vorbei gekommen, als erster überhaupt in einer solchen Sendung. Er will sich von seiner lockeren Seite präsentieren, ein bisschen darf er das auch. Man plaudert über Skandalnudel Lindsay Lohan, über die Songs auf Obamas iPod.
Doch die Lage in Afghanistan holt den mächtigsten Mann der Welt rasch ein. Gastgeberin Barbara Walters will wissen, warum er nicht die US-Truppen vom Hindukusch abzieht.
"Von 2004 an erhielt das Land zu wenige Ressourcen. Wir haben uns vom Irakkrieg ablenken lassen", antwortet Obama, ein Seitenhieb auf seinen Vorgänger George W. Bush. Dies gelte es nun auszubügeln. Doch er muss auch eingestehen: "In Afghanistan haben wir noch viel Arbeit vor uns."
Kurz nach Ausstrahlung der Sendung versammelt der Präsident seine Topberater im abhörsicheren Situation Room des Weißen Hauses. Einziges Thema: die Lage in Afghanistan und Pakistan.
Für Obama, der kurz vor der Sommerpause eigentlich heitere Akzente setzen wollte, steht die schwierige Situation dort auf einmal wieder ganz oben auf der Tagesordnung - angefeuert durch die Veröffentlichung von Tausenden Militär-Geheimdokumenten aus Afghanistan durch die Internetplattform WikiLeaks. SPIEGEL, "New York Times" und "Guardian" hatten diese vorab erhalten, analysiert und ausführlich darüber berichtet.
Das Weiße Haus betont seit Tagen, bekannt geworden seien ja lediglich alte Dokumente, erstellt vor dem Strategiewechsel der Obama-Regierung am Hindukusch im Dezember 2009. "Diese Dokumente", sagt Obama, "enthalten nichts, das in unserer öffentlichen Debatte über Afghanistan nicht schon vorgekommen ist."
Doch "ob WikiLeaks etwas Neues entdeckt hat, ist nicht wirklich wichtig. Das Thema ist nun auf der Titelseite jeder Zeitung im Land, das zählt", erklärt Daniel Markey, Afghanistanexperte beim Council on Foreign Relations die Lage.
Obamas Berater versuchen nun, den Daten-GAU als Chance zu präsentieren. Um etwa Pakistan zu bewegen, endlich entschlossener gegen Terroristen vorzugehen. "Diesen Aspekt werden sie weiter hervorheben. Und sonst darauf hoffen, dass die Leute das Thema vor der Sommerpause schnell vergessen", sagt Jonathan Alter, Autor des Bestellers "The Promise" über die Obama-Präsidentschaft, im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE.
"Ich spucke den Mächtigen gerne in die Suppe"
Bald beginnen die Kongressferien, auch Obama wird auf der Ostküsteninsel Martha's Vineyard entspannen. Doch Sommerferien hin oder her - WikiLeaks-Gründer Julian Assange ist momentan ständig auf US-Bildschirmen zu sehen. "Er erinnert die Leute daran, dass etwa zu Pakistans Hilfe für die Taliban trotz der neuen Regierungsstrategie noch nicht viel Fortschritt zu erkennen ist", sagt Bruce Riedel von der Brookings Institution, der Obamas neue Strategie für die Region mit entwarf.
Deswegen verstärkt das Weiße Haus nun den Druck auf Assange, der Australier soll als linker Eiferer dargestellt werden. Regierungsberater verschickten diese Woche das SPIEGEL-Interview mit dem WikiLeaks-Mann an Reporter. Sie unterstrichen die Passage, in der dieser sagt: "I enjoy crushing bastards" - er spucke vor allem den Mächtigen gerne in die Suppe.
Generalstabschef Mike Mullen und Verteidigungsminister Robert Gates legen bei einer Pressekonferenz am Donnerstag nach. Gates sagt, die Enthüllungen könnten "dramatische Konsequenzen haben". Mullen donnert, an Assanges Händen könne schon das Blut eines jungen Soldaten oder einer afghanischen Familie kleben. Der oberste US-Soldat spielt auf den Vorwurf an, in den WikiLeaks-Dateien ließen sich Namen oder Details finden, die eine Identifizierung von afghanischen Informanten möglich machten. Eine erste Durchsicht der im Internet veröffentlichten Dokumente lässt dies zumindest möglich erscheinen.
Assange selbst drohen ernste juristischen Konsequenzen. Das Pentagon durchkämmt gerade die WikiLeaks-Veröffentlichungen. Der Verteidigungsminister hat das FBI eingeschaltet. Mitarbeiter des Justizministeriums prüfen, ob eine Anklage gegen ihn oder WikiLeaks unter dem "Espionage Act" aus dem Jahr 1917 möglich ist. Das Gesetz verbietet die unautorisierte Verbreitung von Nachrichten, die für die nationale Sicherheit relevant sind. Doch kann diese Vorschrift für Nicht-Amerikaner gelten? Die Festnahme von Assange, der von wechselnden Ländern aus operiert, wäre ohnehin schwierig. Erst recht die Auslieferung in die USA.
Es geht wohl eher darum, Härte zu demonstrieren. Die US-Regierung fürchtet, frustrierte Beamte könnten zur Weitergabe von Dokumenten an WikiLeaks verführt werden. Und die Regierung will nicht schwach beim Umgang mit der nationalen Sicherheit erscheinen - schon um der Opposition keine Vorlage zu liefern.
Zwar halten sich die Republikaner mit offenen Vorwürfen gegen Obama bislang zurück. Schließlich stammen die meisten der Geheimdokumente aus der Bush-Ära, außerdem unterstützen sie den Einsatz am Hindukusch. "Sie wissen auch, dass solche Datenlecks jedem Präsidenten passieren könnten", sagt Brian Katulis vom Center for American Progress im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. Doch die Zurückhaltung der Republikaner wird kaum so bleiben, wenn die wichtigen Kongresswahlen im November näher rücken.
Außerdem muss Obama seine eigenen Parteifreunde überzeugen, die den Einsatz am Hindukusch immer skeptischer betrachten. Mehr als 100 Demokraten stimmten am Dienstag im Kongress gegen weitere Milliarden für die Truppen in Afghanistan. "Ich gebe keinen Dollar mehr, bis wir überzeugt sind, dort eine vernünftige Regierung zu bekommen", sagt der demokratische Senator Ted Kaufman.
Noch halten sich einflussreiche Demokraten wie Nancy Pelosi, die Sprecherin des Repräsentantenhaus, mit Kritik an Obamas Kriegskurs zurück. Aber wie lange noch?
Quelle :
www.spiegel.de
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Wikileaks - Die Folgen der Afghanistan-Leaks
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Antwort #39 am:
01 August, 2010, 10:00 »
Seit Wikileaks die Afghanistanprotokolle im Netz veröffentlichte vergeht kein Tag mehr ohne brisante Schlagzeilen über das Thema. Ständig findet man neue Fakten in den Unmengen an Dokumenten und auch Gründer Assange und sein Team werden fortwährend insbesondere von Amerika kritisiert. Nun ist plötzlich eine mysteriöse Datei auf der Webiste zu finden.
Seit Wikileaks 91.731 geheime US-Dokumente über den Afghanistankrieg im Netz veröffentlichte vergeht kein Tag mehr ohne brisante Schlagzeilen über das Thema. Ständig finden die Medien neue Fakten in den Unmengen an Dokumenten, welche großspurig angeprangert werden.
Die deutsche Bundeswehr und die Taliban
Laut dem Nachrichtenmagazin Spiegel sind in den Daten, Beweise dafür zu finden, dass die deutsche Bundeswehr mehr mit dem Kampf gegen die Taliban zu tun als bisher bekannt. Seit 2007 ließ man laut SPIEGEL mindestens 13 Personen auf eine Fahndungsliste der Nato setzen. Einer davon war der Taliban-Kommandeur Qari Bashir, der im Raum Kunduz rund 50 Kämpfer unter seinem Befehl hatte. Zwar wurde er als zu verhaften vermerkt, wurde aber von US-Truppen in einem mehrtägigen Einsatz getötet. Deutsche Einheiten sollen an diesem Einsatz allerdings nicht teilgenommen haben.
Neues vom Phantom bin Laden
Sogar über den wohl bekanntesten Terrorist Osama bin Laden sind Informationen im Dokumentenberg zu finden. Obwohl Amerikas Geheimdienste die Spur des Verbrechers angeblich verloren hat, ist der mögliche Aufenthaltsort Pakistan in den Protokollen vermerkt. Weiter berichtet man, dass sich bin Laden 2006 des Öfteren mit Talibankommandeuren im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet traf. Auch hätte er laut einem Informanten einem Selbstmordattentäter den Auftrag gegeben als Journalisten getarnt zu Präsident Hamid Karsai vorzudringen und ihn zu töten. Und auch Wikileaksgründer Assange und sein Team werden fortwährend insbesondere vonseiten Amerikas mit Vorwürfen bombardiert.
Hat Julian Assange bereits Blut an den Händen?
Dieser Meinung ist auf jedenfall Mike Mullen, amerikanischer Generalstabschef. Er beurteilt die Veröffentlichung der Dokumente als lebensgefährlich für in die sich in Afghanistan befindenden Personen, seien es Soldaten oder die dort lebende Familien. Seiner Ansicht nach wären in diesem Fall die höheren Ziele seiner Organisation kein Argument. Diese Befürchtungen sind leider nicht gänzlich unbegründet. Die Dokumente könnten Informationen über Namen und Adressen von Afghanern die mit den Natokräften zusammenarbeiten sowie präzise GPS-Daten über deren Aufenthaltsorten beinhalten. Zabihullah Mujahid, ein Sprecher der Taliban kündigte sogar in einem Interview mit den Channel 4 News an, dass man die geleakten Protokolle untersuche und sofern man US-Spione finden würde, wüsste, wie man sie bestrafen werde.
Wer ist der Schuldige?
Wer die Protokolle Wikileaks zuspielte, fragt sich die halbe Welt, insbesondere die amerikanischen Geheimdienste. Um eine Antwort auf diese Frage zuerhalten bat die amerikanische Regierung sogar das FBI um Hilfe. US-Verteidigungsminister Robert Gates versprach eine "gründliche, aggressive Untersuchung", um den Leaker zu identifizieren, und sagte, dass Maßnahmen getroffen werden damit es nicht erneut zu einem solchen Vorfall kommen wird. Das Wall Street Journal berichtete, dass der Hauptverdächtige Bradley Mannig sei, der auch bezichtigt wird das Collateral Murder Video weitergegeben zu haben. Ermittler hätten hierfür angeblich Beweise auf Manning’s Dienstcomputer gefunden. Manning wurde im Bezug auf das Video überführt, da vor dem Ex-Hacker Adrian Lamo damit angab, dass er verantwortlich für das Video sei, auf dem Soldaten von einem Helikopter aus Zivilisten töten. Von den Logfiles über den Afghanistankrieg war in diesem Chat allerdings nicht die Rede.
Nun ist plötzlich eine 1.4 Gigabyte große, mysteriöse Datei aufgetaucht welche den Namen „Insurance file“ trägt, was auf deutsch soviel wie „Versicherung Datei“ heißt. Sie steht auf wikileaks.org unter den anderen Afghanistandateien zum Download bereit und wird auch auf diversen Torrentseiten verbreitet. Der Inhalt der Datei ist allerdings mit dem Verschlüsselungsverfahren AES-256 unkenntlich gemacht worden. Dieser Schutz gilt als sehr sicher und es ist praktisch unmöglich den ursprünglichen Inhalt ohne das entsprechende Passwort wiederherzustellen. Momentan ist noch nicht klar was man mit der Datei versichern will und was der Inhalt der Datei ist. Gerüchte besagen, dass in der Datei noch viel größere Geheimnisse verwahrt sind deren Veröffentlichung der US-Regierung unangenehm sein könnten. Wenn Assange etwas zustoße, würden Helfer der Organisation das Passwort veröffentlichen und den Inhalt somit frei verfügbar machen. Natürlich sind dies nur vage Vermutungen. Aber ganz egal was sich in der Datei verbirgt, es scheint groß zu sein, denn 1.4 Gigabyte übersteigt sogar die Gesamtdatenmenge aller Wikileaksdateien.
Quelle:
www.gulli.com
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US-Behörden verhören Wikileaks-Aktivisten
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Antwort #40 am:
01 August, 2010, 17:16 »
Wie verschiedene US-Medien berichten, wurde der amerikanische Sicherheitsforscher und Tor-Mitentwickler Jacob Appelbaum bei der Einreise in die USA festgenommen und und von US-Sicherheitsbehörden verhört. Appelbaum hatte vor zwei Wochen Wikileaks-Gründer Julian Assange auf der Hackerkonferenz The next HOPE verteten. Wenige Tage später hatte Wikileaks mehrere zehntausend geheime Militärakten zum Krieg in Afghanistan veröffentlicht.
Den US-Berichten zufolge wurden Appelbaums elektronische Geräte untersucht und er selbst unter anderem nach dem Aufenthaltsort von Assange befragt. Anschließend wurde Appelbaum freigelassen. Nach der Veröffentlichung der Afghanistan-Dokumente hatten US-Behörden angekündigt, ein rechtliches Vorgehen gegen Wikileaks und seinen Gründer Assange zu prüfen.
Quelle :
www.heise.de
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Todesstrafe für Wikileaks-Informanten gefordert
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Antwort #41 am:
03 August, 2010, 12:50 »
Der US-Kongressabgeordnete Mike Rogers hat die Todesstrafe für den Soldaten Bradley Manning gefordert, der im Verdacht steht, geheime Dokumente an die Whistleblower-Plattform Wikileaks weitergegeben zu haben.
Sollte Manning schuldig sein, habe er ein Kapitalverbrechen begangen, sagte Rogers in einem Interview mit dem Radiosender WHMI. Durch seinen Geheimnisverrat bestünde ein großes Risiko für das Leben zahlreicher Afghanen, die mit den US-Streitkräften zusammenarbeiten, so der Abgeordnete, der für die Republikaner im Ausschuss für die Geheimdienst-Aufsicht sitzt.
Manning hatte vor einiger Zeit gegenüber dem Hacker Adrian Lamo erwähnt, dass er das Video über den Angriff eines US-Kampfhubschraubers auf Zivilisten im Irak sowie zahlreiche Militär-Dokumente an Wikileaks übermittelt hat. Daraufhin wurde er verhaftet. Es besteht der Verdacht, dass auch die kürzlich veröffentlichten Unterlagen zum Krieg in Afghanistan von ihm stammen.
Rogers machte eine sich ausbreitende "Kultur der Veröffentlichung" dafür verantwortlich, dass solch sensible Informationen zunehmend an die Öffentlichkeit kommen und Menschen wie Manning dies auch noch als gute Tat ansehen.
In Bezug auf die Todesschwadronen des US-Militärs, deren Existenz erst durch dem Leak der Afghanistan-Dokumente bekannt wurde, erklärte Rogers, dass die Zahl derer Opfer weitaus geringer sei, als jener, die durch die Veröffentlichung der Dokumente in Lebensgefahr gerieten.
Quelle :
http://winfuture.de
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Washington Post:Wikileaks muss geschlossen, die Verantwortlichen bestraft werden
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Antwort #42 am:
03 August, 2010, 15:12 »
Washington Post-Kolummnist Marc A. Thiessen hat gestern eine regelrechte Hetzkampagne gegen Wikileaks veranstaltet. Wenn es nach ihm ginge, wären alle Beteiligten Verbrecher und müssten als solche behandelt werden. Sollten die USA keine Hilfe bekommen, müsste man auch im Ausland auf eigene Faust handeln und Julian Assange eigenmächtig verhaften. Thiessen ruft dazu auf, die Gesetze zu verbiegen.
Journalist Marc A. Thiessen sieht die Whistleblower nicht als Veröffentlicher von Nachrichten und Informationen an. Seiner Meinung nach ist Wikileaks (WL) ein rein kriminelles Unterfangen. Sich lediglich Daten zuspielen zu lassen, die man dann so weit wie möglich verbreitet sei an sich kein Existenzrecht für eine derartige Organisation. Der aktuelle Leak würde den Gegnern der USA Futter geben und sei ein Verstoß gegen die Spionagegesetzgebung des Landes, findet et. Man müsse die Webseite schließen und die Macher davon abbringen, weitere Leaks zu publizieren. WL-Leiter Assange hatte erklärt, dass es nach dem Leak der Afghanistan-Dateien auch zu zivilen Opfern kommen könnte. Sie könnten ihre Hände mit Blut beschmieren. Thiessen ist der Meinung, dass das bereits geschehen sei. In den Unterlagen befinden sich die Namen und Adressen von zirka 100 afghanischen Informanten. Die Taliban haben bereits angekündigt, die Daten auswerten zu wollen, um die Verräter zur Verantwortung zu ziehen. Der Kolumnist glaubt auch, damit könnte es für die USA künftig schwerer werden, unter den befreundeten Nationen Kooperationspartner zu finden. Wenn diese befürchten müssen, dass die Identität ihrer Mitarbeiter aufgedeckt wird, besteht für sie und ihre Angehörigen Lebensgefahr.
Thiessen hält es auch für strafbar, sollte Wikileaks wie angekündigt in absehbarer Zeit weitere 15.000 Dokumente ans Tageslicht bringen. Die Tatsache, dass Julian Assange kein amerikanischer Staatsbürger sei, würde Geheimdiensten als auch dem Militär zusätzliche Optionen für dessen Verfolgung bieten. Er schlägt vor ihn anzuklagen, um ihm das Betreten der USA unmöglich zu machen. Zudem sollte man auf internationaler Ebene an seiner Verfolgung arbeiten. Assange sei auf dem Holzweg zu glauben er sei immun dagegen, nur weil er sich im Ausland aufhält. Julian Assange lebt teilweise in Schweden, Belgien und Island. Die Regierung der USA müsse klar machen, dass alle NATO-Staaten jemanden seiner Strafe zuführen sollten, der die Einsatzkräfte der NATO in Gefahr gebracht hat.
Notfalls müsste man ihn eben ohne Wissen und Zustimmung des Landes verhaften, in dem er sich gerade aufhält. Der Journalist fordert die Administration quasi dazu auf, sich das Gesetz zum eigenen Vorteil zurechtzubiegen. Assanges Verurteilung würde aber nicht ausreichen. Man müsse die Kommunikation überwachen, alle Dokumente in Sicherheit bringen und das System von Wikileaks zerschlagen. Sollten die europäischen Nachbarn nicht kooperieren, so müssen die USA dies halt alleine durchziehen, findet er. Am Ende seiner Kolumne fragt er: Soll sich Präsident Obama dies weiter gefallen lassen oder endlich aktiv werden? Die Meinungen dazu dürften stark auseinandergehen.
Quelle:
www.gulli.com
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US-Militär fordert Dokumente von Wikileaks zurück
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Antwort #43 am:
06 August, 2010, 10:46 »
Das US-Verteidigungsministerium hat am gestrigen Donnerstag von Wikileaks alle Dokumente, die sich in ihrem Besitz befinden, formal zurückgefordert. Es handele sich dabei um Eigentum der US-Regierung.
Geoff Morrell, Pressesekretär beim Verteidigungsministerium, fordert Wikileaks auf, unverzüglich alle Dokumente, die man direkt oder indirekt aus der Datenbank des US-Verteidigungsministeriums erhalten hat, zurückzugeben und zu löschen.
Morrell fügte hinzu, dass die Website Wikileaks.org eine Aufforderung für die Regierung und das Militär darstellt, das Gesetz zu brechen. Gemeint ist die Aussage von Wikileaks, dass das Einsenden von vertraulichen Dokumenten sicher und einfach ist sowie keinen Gesetzesverstoß darstellt.
Via Twitter ließ Wikileaks verlauten, dass man die Aussage des Pentagon-Vertreters "unmöglich" findet und die Anfrage eine Bedrohung darstellt. Kurze Zeit später teilte Wikileaks ebenfalls via Twitter mit, dass jetzt ein guter Zeitpunkt gekommen ist, um dem Projekt "all dein Geld" zukommen zu lassen ("Now is a good time to send Wikileaks all your money!").
In einer späteren Mitteilung erklärte Wikileaks, dass man die Anfrage des Pentagons untersucht und in absehbarer Zeit eine Stellungnahme veröffentlichen will. In der Zwischenzeit hatte der stellvertretende Staatssekretär für öffentliche Angelegenheiten, P. J. Crowly, im Rahmen eines State Department Briefings in Aussicht gestellt, dass man mit anderen Regierungen zusammenarbeiten will, um gegen die Bedrohung durch Wikileaks vorzugehen. "Wir sind offensichtlich nicht die einzige Regierung, die Bedenken bezüglich Wikileaks hat", sagte Crowly.
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Pentagon verbietet US-Soldaten den Zugriff auf die Wikileaks-Dokumente
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Antwort #44 am:
07 August, 2010, 14:53 »
Auch veröffentlicht, seien sie weiter geheim, heißt es in einer Anordnung, das Pentagon droht Wikileaks, wenn die Dokumente nicht zurückgegeben und die Dateien gelöscht werden
Wikileaks hat um die 77.000 meist geheime Dokumente der US-Truppen in Afghanistan auf ihrer Website veröffentlicht, auf die nun jeder zugreifen kann. 15.000 Dokumente wurden noch nicht veröffentlicht.
Das Pentagon erhöht nun den Druck und verlangt, dass diese umgehend zurück gegeben werden und alle Dateien gelöscht werden müssen, die geheime oder wichtige Informationen enthalten. US-Verteidigungsminister Gates hat bereits das FBI aufgefordert, dem Militär bei der Aufklärung zu helfen, wie die Dokumente Wikileaks zugespielt wurden.
Der Pentagon-Sprecher Morrell erklärte, die Rückgabe der Dokumente und das Löschen der Dateien sei das Mindeste, was man erwarten könne, die Veröffentlichung haben bereits die Sicherheit der US- und Isaf-Truppen sowie von Afghanen gefährdet, die mit dem Militär zusammenarbeiten. Die Veröffentlichung weiterer Dokumente würde den Schaden nur noch vergrößern. Zudem müsse Wikileaks aufhören, Mitarbeiter der Regierung oder des Pentagon aufzufordern, das Gesetz zu brechen. Wenn Wikileaks dies nicht mache, dann werden man andere Optionen betrachten, um sie "zu zwingen, das Richtige zu tun".
Obgleich aber nun alle Menschen, die einen Zugang zum Internet besitzen, die Dokumente durchforsten können, versucht man beim US-Militär nach Informationen der Washington Times ausgerechnet die US-Soldaten daran zu hindern, die Wikileaks-Website zu besuchen. Zumindest die Soldaten der Navy und des Marine Corps haben den Befehl bekommen, nicht auf die Website zu gehen und keine der dort veröffentlichten geheimen Dateien von dort herunterzuladen. Das hatte ein Pentagon-Sprecher gegenüber der Zeitung bestätigt. Der hatte zu nächst auch gesagt, auch Army und Air Force hätten diese Anordnung verschickt, zog diese Aussage jedoch später zurück.
In der der Times vorliegenden Anordnung heißt es, die Dokumente seien weiterhin geheim, auch wenn sie nun öffentlich zugänglich sind. Die Computernetzwerke des Pentagon würden dem militärischen Einsatz dienen, dürften aber nicht verwendet werden, um die nationale Sicherheit durch Veröffentlichung von geheimen Dokumenten zu gefährden. Wer auf eine nicht-autorisierte Website zugreife, begehe eine Verletzung der Sicherheitsvorschriften und müsse mit Bestrafung rechnen.
Gerätselt wird derweil weiter über die 1,5 Gigabyte große, verschlüsselte Datei mit der Bezeichnung Insurance, die bislang noch niemand knacken konnte. Experten gehen davon aus, dass dies auch nicht möglich sein wird. Julian Assange von Wikileaks erklärte lediglich, man wolle verhindern, dass Teile der Geschichte verschwinden. Manche vermuten, die Datei könne 260.000 Seiten geheimer diplomatischer Kommunikation enthalten, die Manning, der unter dem Verdacht im Gefängnis sitzt, das Irak-Video Wikileaks übergeben zu haben, angeblich ebenfalls weiter gegeben haben soll.
Quelle :
http://www.heise.de/tp/
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