Autor Thema: Deutschlands unverschämteste Bewerbung (???)  (Gelesen 2250 mal)

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Deutschlands unverschämteste Bewerbung (???)
« am: 15 März, 2009, 00:19 »
Ein karierter Schmierzettel, darauf in krakeliger Handschrift ein freches „Hallo“. Keine Anrede, kein Datum, kein Lebenslauf. Dafür der dreiste Hinweis: „Habe vom Arbeitsamt die Auflage bekommen, mich bei euch zu bewerben.“

Der freche Schmierzettel ging bei Wirt Ralf Herrich (63) aus Dresden ein. Er hatte beim Arbeitsamt eine freie Stelle gemeldet. Der Chef der „Buschschänke“: „Das Geschäft brummt. Wir haben einen Saal für über 50 Gäste angebaut. Ich suche dringend einen Koch – für 40 Stunden die Woche und 1200 Euro brutto.“

In dem Betrieb packen alle mit an, auch der Chef selbst. Er sagt: „Ich wasche Salat, brate Steaks, zapfe Bier und nehme mir Zeit für ein Schwätzchen mit meiner Stammkundschaft. Ich brauche eine fleißige Hilfe.“

Auf Fleiß lässt das Gekritzel von Tobias K. nicht schließen. Seine Bewerbung besteht aus nur sieben Zeilen, in Schmierschrift runtergekritzelt: „Habe Koch gelernt und arbeite zur Zeit in ’nem Minijob als Koch.“

Der Wirt: „Eine bodenlose Unverschämtheit. Ich werde einfach geduzt, es lagen nicht einmal Zeugnisse bei. Nichts! Der will den Job überhaupt nicht.“

Offensichtlich ist Tobias K. mit seinem Mini-Job ganz zufrieden – bei maximal 15 Stunden Arbeit gibt es je nach Verdienst nämlich noch staatliche Unterstützung für Miete und Lebensunterhalt.

Wirt Ralf Herrich hat das „Bewerbungsschreiben“ an die Arbeitsagentur weitergeleitet. Wie die Behörde damit umgeht, ist noch unklar.


Quelle: http://www.bild.de



----------------------------------------------

Für 7,50€ Brutto die Stunde hätte der von mir auch keine Bewerbungsmappe bekommen. Auf was hofft der Herr Arbeitgeber denn? Das sich sein Mitarbeiter mit den Tatsachen zufrieden gibt das er

- reichlich Arbeit hat

- mit welcher er zukünftig auch ohne zusätzliches HartzIV nicht über die Runden kommt
- evtl. einen nicht unwesentlichen Teil für Fahrkosten verballert
- seine Arbeitskleidung wie Branchenüblich selber kauft und selber sauber hält
- den steigenden Mehraufwand der Körper-Hygiene und Pflege davon abzweigt
- in sein Rentensäckel nichts eingezahlt wird?

Solche Löhne sind Volksverarschung!

Denkt eigentlich mal jemand darüber nach, was jemand bekommt wenn er für 1200€ Brutto gearbeitet hat und nach mehr wie 24 Monaten arbeitslos wird (dann greift ALG1=60 %)? Nur logisch da gleich bei HartzIV zu bleiben.

Berechnungsgrundlage:Monatliches Brutto-Einkommen in € 1200 / Ost / St.Kl1
Brutto-Entgelt (täglich) 39,45 €
Lohnsteuer 1,52   €
Solidaritätszuschlag 0,00 €
Sozialversicherung (pauschal 21%) 8,28 €
Netto-Entgelt (täglich) 29,65 €
     
Prozentsatz * 0,60 €
Arbeitslosengeld (täglich) 17,79 € x 30 Kalendertage = Arbeitslosengeld monatlich 533,70 € <-- soll man den Kitt aus den Fenstern fressen???
                  
 für jeden zum Ausprobieren: http://www.das-arbeitslosengeld.de
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Re: Deutschlands unverschämteste Bewerbung (???)
« Antwort #1 am: 15 März, 2009, 10:39 »
vorschlag, wir senken den Regelsatz für den Hartz.
Im Ernst, solche Löhne sind im Osten im Mittelstand und Handwerk gang und gäbe. Nur öffentlicher Dienst und Beamte haben Verhältnisse wie im Sozialismus. Regelmäßige Lohnerhöhungen, relativ sicheren Arbeitsplatz.
Und gemeckert wird trotzdem.
Preise sind aber meist auf Deutschlandniveau. Mieten niedriger (kommt trotdem kaum einer her) Energie usw teilweise viel höher.
Kater
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Re: Deutschlands unverschämteste Bewerbung (???)
« Antwort #2 am: 15 März, 2009, 11:22 »
Ja, schön und nicht gut wenn Du den Regelsatz senkst bei HartzIV. Was soll das bringen? Ist doch vollkommener Käse solche Überlegungen anzustellen. Wieviel Rente erwirtschafte ich dadurch mehr? Kann ich ohne Kombilohn über den Monat kommen? Bin ich dann noch "frei" oder bin ich Staatseigentum obwohl ich arbeite??

Wer zahlt den Wassergeld und Reinigungsmittel in der Gastronomie und im Handwerk. Mit Sicherheit nicht der Arbeitgeber. Und diese Niedriglohn-Jobs sind genau die von denen man nach Hause kommt und aussieht wie 'ne Sau. Ich habe selber für 12.-DM die Stunde Kanalrohrreinigung und Abdichtung von Schächten gemacht. Jeden Tag duschen, aber auf meine Rechnung! Was meinst Du wo die Arbeitsklamotten geblieben sind? Und nachdem die Firma pleite war kam dann das grosse "ABER HALLO" auf dem Arbeitsamt.

Mein Bruder hat 10 Berufsjahre "mehr" eingezahlt. Sein Arbeitgeber hat ihn immer schön kurz gehalten damit er nicht den Stress mit der Einkommensteuererklärung auch noch bekommt. Vor allem spart er sich ja auch diesen ganzen unangenehmen Zirkus mit dem Finanzamt. Vor Zeiten haben wir mal unsere Rentenauskünfte miteinander verglichen.  Glaub mir, das gab ein schmales Gesicht. Den haben sie auch schön verarscht mit dem Spruch: wenn Du nicht viel verdienst musst du keine Steuern zahlen.

Bekannte von mir die in der Gastronomie arbeiten erleben jedes Jahr aufs neue das Selbe. Nur das hier unverständlicher Weise die Arbeitgeber schon weigern einer Servierfachkraft mehr als 6,50€/Std. zu zahlen.

Freitag Mittag erst hab ich mit einem der Fahrer vom Lloyd Grossverbraucher Service gesprochen. Als eingesetzter ganztags LKW Fahrer muss er zusätzlich HartzIV beziehen weil er nicht weiss wie er sonst seine Familie über die Runden bekommt. Deren Aussendienstler der bei uns kommt ist seit JAHREN Rentner. Somit abgabenfrei=einfach nur billig für das Unternehmen. Dieser ganze Kombilohn-Müll ist der allerletzte Dreck.

Wenn ein Unternehmen nicht in der Lage ist wirtschaftlich zu arbeiten, Steuern, Abgaben und Löhne zu zahlen gehört es geschlossen! Nicht so ein rumgeeier wie in der Pharma oder Autoindustrie. Da werden keine Steuern gezahlt und die Gewinne immer fein säuberlich ins Ausland geschafft. Und der Gelackmeierte ist der der nun für weniger Geld am Band stehen soll. Von den Vorständen der Post und Telekom will ich garnicht erst anfangen. Ich glaube nicht das ein Rentenanspruch nach 45 Berufsjahren zu 7,50€/Std sich auch nur annähernd mit dem Monatslohn eines dieser Vorstandsgeier messen kann.
« Letzte Änderung: 15 März, 2009, 18:20 von spoke1 »
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Re: Deutschlands unverschämteste Bewerbung (???)
« Antwort #3 am: 15 März, 2009, 14:26 »
he spokie, das war bitterste Ironie mit dem Regelsatz. O Ton FDP und CDU. Sowas kommt doch immer reflexartig. Ich dachte du bist kabaretgeschult.
kater
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Re: Deutschlands unverschämteste Bewerbung (???)
« Antwort #4 am: 15 März, 2009, 16:51 »
@kater & spoke1

Will Euch beiden in Argumentation und Form ausdrücklich unterstützen.
Jobs mit Kombilöhnen oder wie sog. "Aufstocker" bezeichnet werden, also Leute, die von ihrem Vollzeitjob nicht leben können, sind nicht akzeptabel.

Natürlich brauchen wir auch einen viel größeren Abstand zwischen denen, die von Unterstützung leben und denen, die arbeiten und sich dabei auch noch anstrengen.
Leistung muss sich lohnen. Die "Bösen" sind nicht die, die das System ausnutzen, sondern jene, die Regeln aufgestellt und in Gesetze gegossen haben, also unsere grenzdebilen Politiker.

Ein Mindestlohn brächte Abhilfe, aber warum will die Trulla Merle ihn nicht? Weil sie genau weiß, dass da in den vor allem strukturschwachen Regionen des Osten, Bsp. Erzgebirge noch tausende von Arbeitsplätzen wegfallen. Von den "Bösen" war schon die Rede, die "Blöden" jedoch sind die, die für so wenig Geld auch noch solche Jobs annehmen oder diese seit Jahren machen.
Stellt euch mal vor die ganzen jungen Leute, die mittlerweile vom Osten weggegangen sind, viele in die Gastronomie nach Austria oder in die Schweiz wären auch noch hier in D arbeitslos gemeldet. Toll Frau M. wie ihre Regierung die Arbeitslosenzahlen verringert hat. Ich denke ihr versteht auch so manchen Satz von mir mit der nötigen Satire.

Siehe Bürgergeld

Weg mit den ganzen Prüfungen von Bedürftigkeitstransfers, weg mit dieser ganzen Verwaltung und ihren Kosten, weg mit diesem "nackig machen" beim Amt und her mit einem Satz, den jeder bekommt, gerade so auskömmlich ist und denen die ihn zusätzlich zur Arbeit bekommen auch einen Abstand geben zu denen, die nichts machen. Es gibt auch "einige", die nix machen wollen...

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Re: Deutschlands unverschämteste Bewerbung (???)
« Antwort #5 am: 15 März, 2009, 17:09 »
hier der link, mit bild der bewerbung:
http://www.bild.de/BILD/news/2009/03/12/deutschland-unverschaemteste-bewerbung/will-so-einer-wirklich-einen-job.html

also so schockierend finde ich 7,50 nicht, zumal die genaue stellenbeschreibung nicht aufgeführt ist, hilfskoch vielleicht?
wenn ein koch gut ist, bekommt er i.d.R.(soweit ich das aus meinem umkreis beobachten konnte) auch ein angemessenes(und wesentlich besseres) gehalt.

Wenn ein Unternehmen nicht in der Lage ist wirtschaftlich zu arbeiten, Steuern, Abgaben und Löhne zu zahlen gehört es geschlossen!
dann stehst du mit tausenden arbeitslosen da, die gar keine steuern zahlen.

aber gerade in der gastronomie ist das ganze wohl nicht so einfach. zahlst du zu hohe löhne, steigen die preise. und wer ist schon bereit, für ein schnitzel 20€ zu zahlen.

Nicht so ein rumgeeier wie in der Pharma oder Autoindustrie. Da werden keine Steuern gezahlt und die Gewinne immer fein säuberlich ins Ausland geschafft. Und der Gelackmeierte ist der der nun für weniger Geld am Band stehen soll.
dafür gibt es aber immerhin arbeitsplätze. es ist nun mal so, dass wir dank der globalisierung & geiz ist geil mentalität froh sein sollten, wenn es überhaupt noch fließbandindustrie in zentral europa gibt.

Von den Vorständen der Post und Telekom will ich garnicht erst anfangen. Ich glaube nicht das ein Rentenanschruch nach 45 Berufsjahren zu 7,50€/Std sich auch nur annähernd mit dem Monatslohn eines dieser Vorstandsgeier messen kann.
ich möchte mal anmerken, dass ich die privatisierung von so zentraler infrastruktur(vor allem hinsichtlich der zukunft) auf's gröbste ablehne.

zu den übermäßigen vorstandlöhnen kann man eigentlich nur sagen, dass das nun mal der preis ist, den man aufgrund von angebot-nachfrage bezahlt.
(es gibt auch vorstände, die wirklich maßgeblich am finanziellen erfolg eines unternehmens beteiligt sind)

aber wenn wir beim vergleichen sind:
ein vorstand zahlt auch ein vielfaches mehr an steuern (aufgrund der staffelung und mindestverdienstgrenze sogar überproportional mehr als ein mindestlöhner),  bzw. in die pensionskassen ein. der könnte sich genauso fragen, warum er denn die pension von 100 anderen finanzieren muss.

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Re: Deutschlands unverschämteste Bewerbung (???)
« Antwort #6 am: 15 März, 2009, 17:30 »
ach komm, die Post hat DHL extra ausgegliedert und zur Tochter gemacht damit die Post-Tariflöhne nicht gezahlt werden müssen.
Ein Postler bekommt im Paket-Verteilzentrum 30-40% mehr als ein Neumitarbeiter bei DHL, natürlich vergleichbare Tätigkeit.
Einstellungsgehalt knapp 8 € und nach oben ist nicht viel Spielraum. Natürlich nennt sich das auch Tariflohn.
 So naiv kann man doch gar nicht sein und nicht erkennen, daß dieser Zustand von den meisten Arbeitgebern ausgenutzt wird. Ich sage blos Zeitarbeit. Behandlung meist wie der letzte Dreck aber sofortige Kündigung wenns klemmt. Obwohl der niedrige ausgezahlte Lohn Engpässe bei der Vermittlung überbrücken soll. Aber nicht Engpässe bei dem Arbeitgeber.
Da werden feste Arbeitsverträge gekickt und mit angeheuerten, staatlich unterstützten, Personal überbrückt. Und das bei Firmen die landläufig als seriös gelten.

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Re: Deutschlands unverschämteste Bewerbung (???)
« Antwort #7 am: 15 März, 2009, 18:07 »
So naiv kann man doch gar nicht sein und nicht erkennen, daß dieser Zustand von den meisten Arbeitgebern ausgenutzt wird.
ich hab doch nichts anderes behauptet.
machst du denn was anderes, wenn du im laden die selbe ware um den 2/3 des preises siehst?

wenn du wo nur als überbrückung arbeitest, dann solltest du dich nebenbei weiter um eine längerfristige anstellung umschauen. die kurze kündigungsfrist gilt ja für beide gleichermaßen.

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Re: Deutschlands unverschämteste Bewerbung (???)
« Antwort #8 am: 15 März, 2009, 18:34 »
ich achte schon auf den Preis, aber nicht um jeden Preis.
Wenn du zB heute eine Servicehotline anklingels, dann hab ich öfters den Eindruck ich weis besser Bescheid als der am anderen Ende. Wenn er dich überhaupt versteht.
Schönes, belegtes Beispiel. Wir hatten 2007 ein gute Jahr und an den Cheff wurde aus dem Leitungskreis der Vorschlag zur Zahlung eines Bonus unterbreitet. Antwort, da kauf ich mir lieber ne neue Software.
Übrigens, wenn du nur zur überbrückung arbeitest. Ich arbeite seid 19 Jahren fest, für jetzt reichlich 11€ als Facharbeiter Metall. Bin länger da als die meisten Anderen einschlieslich Cheff. Will hier aber für mich nicht mal meckern. Aber ich hab so einige Befristete kennen gelernt, denen wurde Hoffnung gemacht und einige haben gute Arbeit geleistet.
Nichts war. Könnte natürlich sagen, Gott sei Dank nicht ich (sag ich mir auch). Aber sage einer was das gute Arbeit sich auszahlt. Da müssen viele Faktoren zusammen kommen.
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Re: Deutschlands unverschämteste Bewerbung (???)
« Antwort #9 am: 15 März, 2009, 19:16 »
Wenn du zB heute eine Servicehotline anklingels, dann hab ich öfters den Eindruck ich weis besser Bescheid als der am anderen Ende. Wenn er dich überhaupt versteht.
wieviel bezahlst du denn für den anruf?
klar ist es scheise, wenn man sich mit denen rumplagen muss. aber wenn man vernünftigen support erwarten möchte, müsste man pro stunde support min. 20€ draufzahlen.

Aber ich hab so einige Befristete kennen gelernt, denen wurde Hoffnung gemacht und einige haben gute Arbeit geleistet.
Nichts war. Könnte natürlich sagen, Gott sei Dank nicht ich (sag ich mir auch). Aber sage einer was das gute Arbeit sich auszahlt. Da müssen viele Faktoren zusammen kommen.
klar ist es nicht ok, hoffnungen zu machen.
aber gerade solche sachen, sollte man eben im arbeitsvertrag festlegen. das ist zugegebenermaßen nicht immer so einfach, wenn es z.b. nur einheitsverträge gibt, dort wäre dann die personalvertretung gefragt.

ich denke schon, dass gute arbeit sich auszahlt. nur hängt es von der branche ab, ob man den unterschied auch bemerkt, und er sich letztlich für das unternehmen rechnet.

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Re: Deutschlands unverschämteste Bewerbung (???)
« Antwort #10 am: 15 März, 2009, 19:32 »
um die Sache abzuschliesen.
Ich glaube nicht mehr an Unternehmen die auf eine längerfristige Entwicklung hin angelegt sind. Heute zählt der kurzfristige Erfolg und dann auch noch, wenn möglich, an der Börse und nicht die solide Bilanz. Das  Mangemant will durch kurzfristige Erfolge glänzen.Die erziehlt man auch wenn man die Kosten senkt. Der Weg ist zweitrangig. An den Kostensenkungen eines Ignatcio Lopez geht heute vielleicht Opel zu grunde. Lopez ist weitergezogen, die Missere für Opel ist akut.
Nun sind wir von einem Gasthausbesitzer, der löblicherweise selbst mit Salat putzt, in die höheren Regionen gekommen. Es mögen auch beileibe nicht alle die nur kleine Löhne zahlen (können) Ausbeuter sein. Aber die Darstellung in der Bild... Wer liest schon BILD?
kater
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Re: Deutschlands unverschämteste Bewerbung (???)
« Antwort #11 am: 15 März, 2009, 23:55 »
Kennt noch irgendjemand Folgendes???

"Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt."
[Art. 1 GG]

Meines erachtens sind Vollzeitjobs, die keinen angemessenen Lebensunterhalt erbringen, damit nicht in Einklang zu bringen.

Subventionen staatlicher Stellen zusätzlich zu solchen zu niedrigen Löhnen helfen nicht den Ausgebeuteten sondern deren Arbeitgebern, die so eine vollwertige Arbeitskraft teils auf Kosten der Allgemeinheit erhalten.
Damit sind solche Arbeitgeber nicht einen Deut besser als die immer wieder so gern gebrandmarkten Sozialbetrüger.
Firmen mit solchen Praktiken gehören zwangsgelöscht, die Inhaber in jedem Falle persönlich haftbar gemacht, im rechtlichen Rahmen gewerblicher Kriminalität oder zumindest verwirkter Eigentumsrechte.
Wer die Arbeitskraft anderer gewerblich nutzt, hat gefälligst in vollem Umfang dafür zu zahlen oder aufzuhören.
Und Subventionen haben ausschliesslich dem direkt zugute zu kommen, für den sie gesetzlich und ausdrücklich gedacht sind.
Alles andere wäre Missbrauch von Menschen wie Steuergeldern.
Kein Support per persönlicher Mitteilung!
Fragen gehören in's Forum.

Veränderungen stehen an. Dies ist der bisherige Stand:
28,x°,23.5°,19,2°,13°Ost
,1mØ Multifeed, mit Quattro LNBs; Multiswitches 4x 5/10(+x) - alle ohne Terrestrik und modifiziert für nur ein 12V DC Steckernetzteil (Verbrauch insgesamt 15 Watt)
1mØ mit DiSEqC 1.3/USALS als LNB2 an DVB-S2 STB, aktuell 30°W bis 55°O
1.) FM2A88X Extreme6+, A8-6600K (APU mit 4x 3,9 GHz und Radeon HD8570D), 16GB DDR3 1866, 128GB SSD, 3TB HDD, Win10 x64 Pro 1909 / 10.0.17763.107, Terratec T-Stick Plus (für DAB+), Idle Verbrauch ca. 35 Watt
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Re: Deutschlands unverschämteste Bewerbung (???)
« Antwort #12 am: 16 März, 2009, 17:48 »
sei mir nicht böse, aber der bezug auf das Grundgesetz ist ein schwachsinn sondergleichens.
Meines erachtens sind Vollzeitjobs, die keinen angemessenen Lebensunterhalt erbringen, damit nicht in Einklang zu bringen.
erm ja, welcher job bleibt dann eigentlich über? ach ja, natürlich die der bourgeoisie, die so schön abkassiert...

bei 1200 brutto bleiben ca. 1000 netto, und damit ist ein lebensunterhalt für einen allein schon gesichert.
dass es nicht gerade ein traumgehalt ist, möchte ich gar nicht in abrede stellen. (wir wissen aber eben auch nichts genaueres zur jobbeschreibung)
aber es ist verdammt noch mal besser als zuhause zu sitzen, und nichts zu tun. es spricht ja absolut nichts dagegen, dass man parallel weiter nach anderen jobs ausschau hält.

aber ich zieh mich hier ebenfalls aus dieser diskussion zurück, es bringt ja nichts wenn wir uns über ideologien streitend jez die köpfe einschlagen.

Offline Warpi

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Re: Deutschlands unverschämteste Bewerbung (???)
« Antwort #13 am: 16 März, 2009, 17:58 »

bei 1200 brutto bleiben ca. 1000 netto, und damit ist ein lebensunterhalt für einen allein schon gesichert.

Eher 901,62 , Nettolohn.de. Eins u. Keine  ;)
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Re: Deutschlands unverschämteste Bewerbung (???)
« Antwort #14 am: 16 März, 2009, 18:10 »

bei 1200 brutto bleiben ca. 1000 netto, und damit ist ein lebensunterhalt für einen allein schon gesichert.

Eher 901,62 , Nettolohn.de. Eins u. Keine  ;)
interessant, bei uns in österreich bleiben 975€ über. (kirchbeitrag ist bei beiden ja nicht eingerechnet)

aber wenn man 13. & 14. gehalt mitnimmt, dann kommt man auf 12000/jahr ;)