Autor Thema: Schlechte Verlierer: Xbox-Spieler setzen Gegner per DDOS außer Gefecht  (Gelesen 499 mal)

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In den vergangenen Wochen soll es vermehrt zu DDOS-Angriffen gegenüber Xbox-360-Spielern gekommen sein. Offenbar bieten Betreiber von Botnetzen ihre Dienste verstärkt in Spielerkreisen an, um sich für ein verlorenes Spiel zu rächen. "In den vergangen drei bis vier Wochen haben wir festgestellt, dass sich Diskussionen und die Verteilung solcher Werkzeuge erhöht haben," erklärte Christopher Boyd, Leiter der Untersuchungsabteilung für schädliche Software des Sicherheits-Analysten Facetime Communications gegenüber der BBC. Auf Message Boards würden zunehmend Anfragen von Xbox-360-Spielern erscheinen, die nach einer verlorenen Partie "Halo 3" ihren Gegner mit einer DDOS-Attacke lahm legen wollten. Angreifer müssten lediglich den Netzverkehr ihrer Spielkonsole mit einem Sniffer überwachen, um die IP-Adresse ihres Gegners herauszufinden. Diese würden dann auf dem für den Xbox-Live-Dienst relevanten Port 3074 mit Anfragen überflutet.

Inzwischen würden YouTube-Videos den Gebrauch von Angreifer-Tools wie "BioZombie" oder "Host Booter" erklären, mit denen selbst technisch unversierte Skript-Kiddies eine DDOS-Attacke starten können, erklärt Boyd. Für eine erfolgreichen Angriff benötige man eine Armee von rund 40 bis 60 Botnetzrechern. Wem die Aquise eines eigenen Botnetzes zu aufwendig sei, der könne selbiges auch mieten. Botnetz-Betreiber wittern hier offenbar ein lukratives Geschäft und bieten verstärkt Xbox-Spielern ihre Dienste an. Pro ferngesteuertem Rechner würden zwei Euro fällig, schreibt Boyd in seinem Weblog.

Microsoft hat die Angriffe auf das Xbox-Live-Netzwerk gegenüber der BBC bestätigt: "Wir untersuchen Meldungen, nach denen Angreifer die Verbindung einzelner Spieler zu Xbox Live mit Hilfe von bösartiger Software unterbrechen können." Der Gebrauch solcher Software-Tools verletze die Vertragsbedingungen von Xbox Live; Angreifer müssten mit einem Ausschluss rechnen. Spielern, die Opfer einer DDOS-Attacke geworden seien, sollten sich mit ihrem Internet-Provider in Verbindung setzen, der bei der Lösung des Problems helfen könne, empfiehlt Microsoft.

Quelle : www.heise.de

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