Autor Thema: Gescheitert, verspottet, belohnt  (Gelesen 3462 mal)

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Putzkräfte leisten für die Gesellschaft mehr als Banker
« Antwort #30 am: 29 Dezember, 2009, 11:21 »
Eine Studie versucht zu demonstrieren, dass hohe Einkommen keineswegs mit mehr Leistung verbunden und für die Gesellschaft wichtiger sind als schlecht belohnte Jobs

Die "Leistungsträger", die sich gerne so nennen, um ihren Anspruch auf hohe Einkommen zu rechtfertigen, und politische Parteien, die für den Mittelstand eintreten und damit die "Leistungsträger" meinen, degradieren gerne andere Tätigkeiten und sagen, man müsse den Reichen noch mehr geben, damit sie mehr investieren und Arbeitsplätze schaffen. Der britische Think Tank nef (new economic foundation) hat sich nun mal daran gemacht, den gesellschaftlichen Wert von Tätigkeiten einzuschätzen und kommt dabei keineswegs zu dem Ergebnis, dass gesellschaftlich wertvolle Tätigkeiten mit einem höheren Einkommen belohnt werden.

Natürlich stehen die exorbitanten Boni der Banker und Spekulanten, deren Gewinnstreben für die Finanzkrise mit verantwortlich gemacht wird, im Vordergrund der Studie A Bit Rich, die die Leistung von Tätigkeiten für die Gesellschaften anhand von drei hoch bezahlten Jobs (Banker, Werbedesigner, Steuerberater) und drei schlecht bezahlten Jobs (Putzkraft in einem Krankenhaus, Arbeiter in einem Recycling-Werk, Kinderbetreuer) quantitativ durch den "social return of investment" (soziale Kapitalrendite) zu bewerten sucht.

Die Stiftung will andere Werte als Reichtum und Profit durchsetzen und attraktiv machen, um die Ausrichtung der Gesellschaften zu verändern. So veröffentlicht sie auch den Happy Planet Index, der die 143 Länder der Welt nach der Zufriedenheit ihrer Menschen, ihren ökologischen Fußabdruck oder der Lebenserwartung ihrer Bürger bewertet. Die reichen Industrieländer finden sich in diesem Index eher in der Mitte, ganz oben liegen vor allem lateinamerikanische Länder, an erster Stelle Costa Rica, gefolgt von der Dominikanischen Republik, Jamaika oder Guatemala. Erst an 51. Stelle rangiert hier Deutschland zwischen der Schweiz und Jemen, die USA sind weit hinten an 114. Stelle zwischen Madagaskar und Nigeria.

Ähnlich geht die Studie davon aus, dass die wachsende Kluft zwischen Reich und Arm gefährlich sei, ein Mindesteinkommen nicht ausreiche und ein Höchsteinkommen notwendig wäre. Man tritt für den sozialen Umbau der Gesellschaft, eine höhere Besteuerung der Reichen und höhere Entlohnung der gesellschaftlich wirklich wichtigen Arbeit ein. In aller Regel werden die externen Kosten von Waren und Diensten, die in Gesellschaft und Umwelt entstehen, nicht in die Kapitalrendite einbezogen, weswegen zu viele billige, aber schädliche Waren oder Finanzprodukte angeboten werden. Ähnlich sei dies bei Tätigkeiten, bei denen der soziale Wert nicht mit einbezogen werde, weswegen wichtige Jobs wie die in Sozialarbeit oder Kinderbetreuung schlecht bezahlt würden.

Die Autoren wollen mit ihrer Studie viele der Mythen untergraben, die sich tatsächlich als scheinbare Wahrheiten in den Köpfen festgesetzt haben. Wer mehr verdient, arbeitet mehr, die Privatwirtschaft ist besser als der öffentliche Dienst, die Reichen tragen mehr zur Gesellschaft bei als die Armen, Aufstiegschancen gibt es für alle etc.

Erwartbar kommen die Banker in London, die zwischen 500.000 und 10 Millionen Pfund verdienen, nicht gut weg. Für jedes Pfund, das sie durch ihre Arbeit "erwirtschaften", würden sie 7 Pfund an sozialem Wert zerstören. Obwohl die City-Banker für das Land so entscheidend sein sollen, tragen sie nur 3 Prozent zum BIP bei, werden vom Finanzsektor wenig Jobs geschaffen und ist der Rückfluss durch Steuern nicht sehr hoch. Desaströs sei jedoch ihr Beitrag zur Finanzkrise und zur Zerstörung der Wirtschaft und der Steuern. Bei Kinderbetreuern soll es umgekehrt sein. Mit jedem Pfund, das sie verdienen, erzeugen sie zwischen 7 und 9,5 Pfund an Wert für die Gesellschaft. Sie seien nicht nur wichtig für die Familien, sondern ermöglichen es auch Eltern, vor allem Frauen, trotz Kinder zu arbeiten, während sie den Kindern zusätzliche Lernmöglichkeiten bieten. Putzkräfte im Krankenhaus würden pro Pfund Lohn 10 Pfund an sozialem Wert erzeugen, bei den Arbeitern in einer Recyclingproduktion seien es sogar 11 Pfund.

Das ist offenbar sehr oberflächlich geschätzt, bei den Bankern wird die Finanzkrise diesen angelastet, die ja nicht ständig herrscht, auch wenn die Folgen für die Gesellschaft durch die erhöhte Verschuldung über Jahre und Jahrzehnte spürbar sein können. Die Steuerberater kommen ganz schlecht weg, weil sie den Reichen helfen, noch weniger Steuern zu zahlen – nämlich 25 Milliarden jährlich -, als sie ihrem Reichtum angemessen zahlen müssten. Sie vernichten für jedes Pfund, das sie schaffen, 47 Pfund an gesellschaftlichem Wert. Präzision der Daten sei nicht die Zielrichtung des Berichts gewesen, sagen die Autoren zutreffend. Ihre Zahlen und Vergleich sind also grobe Schätzungen, die teils recht willkürlich erscheinen. Aber da die Menschen vor allem Zahlen glauben, könnte der Bericht ein Anfang sein, die Tätigkeiten gesellschaftlich anders zu bewerten – und die dabei die externen Kosten miteinzubeziehen.

Quelle : http://www.heise.de/tp/

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Offline Gulliver

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Re: Putzkräfte leisten für die Gesellschaft mehr als Banker
« Antwort #31 am: 29 Dezember, 2009, 11:39 »
Das ist ja nu wirklich nicht neu.
Das wussten schon die Kannibalen:

In einer Firma werden 5 Kannibalen als Programmierer angestellt. Bei der
Begrüßung der Kannibalen sagt der Chef zu ihnen: "Ihr könnt jetzt hier
arbeiten, verdient gutes Geld und könnt zum Essen in unsere Kantine gehen.
Also lasst die Mitarbeiter in Ruhe." Die Kannibalen geloben hoch und
heilig, keine Kollegen zu belästigen.

Nach vier Wochen kommt der Chef wieder zu ihnen und sagt: "Ihr arbeitet
sehr gut. Uns fehlt eine Putzfrau, wisst Ihr, was aus der geworden ist?"
Die Kannibalen antworten alle mit "Nein" und schwören, mit der Sache
nichts zu tun zu haben. Als der Chef wieder weg ist, fragt der Ober-Kannibale:
"Wer von Euch hat die Putzfrau gefressen?" Meldet sich hinten der letzte
ganz kleinlaut: "Ich war es..." Sagt der Ober-Kannibale: "Du Idiot, wir
ernähren uns seit vier Wochen von Gruppenleitern, Abteilungsleitern,
Bereichsleitern, Projekt-Managern und Controllern, damit keiner etwas
merkt, und du Depp musst die Putzfrau fressen!!!"

Die Moral von der Geschicht:
Manche fehlen - manche nicht.
Computer benutzen ist wie U-Boot fahren...kaum macht man die Fenster auf, fangen die Probleme an.

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Offline kater

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Re: Putzkräfte leisten für die Gesellschaft mehr als Banker
« Antwort #32 am: 29 Dezember, 2009, 15:24 »
 ;D ;D ;D und wann ist der Chef drann, verstehe schon, ist ungeniesbar.  ;D ;D ;D
« Letzte Änderung: 29 Dezember, 2009, 18:21 von kater »
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Offline ritschibie

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Re: Putzkräfte leisten für die Gesellschaft mehr als Banker
« Antwort #33 am: 29 Dezember, 2009, 16:24 »
Kater: Ich glaube in Hamburg besteht striktes Einfuhrverbot für Kannibalen, Cheffe ist sicher!!! ;)
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Offline kater

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Re: Putzkräfte leisten für die Gesellschaft mehr als Banker
« Antwort #34 am: 29 Dezember, 2009, 17:50 »
 :embarassed: den hab ich selbstverständlich nicht gemeint. Ich dummer, böser Kater.  :embarassed:
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Offline Gulliver

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Re: Putzkräfte leisten für die Gesellschaft mehr als Banker
« Antwort #35 am: 29 Dezember, 2009, 18:07 »
Das traut sich eh keiner.
Das geklimper (25000 Einträge) im Bauch, hält doch keiner aus. ;D
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Offline Jürgen

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Re: Putzkräfte leisten für die Gesellschaft mehr als Banker
« Antwort #36 am: 30 Dezember, 2009, 03:48 »
Andererseits, die Chefs im "wahren Leben" sind meist äusserst schwer verdaulich.
Und deren Schlipse hängen mir auch ohne Kannibalismus regelmässig zum Halse heraus.
Welcher Feinschmecker täte sich so eine Kost freiwillig an.
In der Regel nicht einmal nahrhaft, das fade Nadelstreifen-Gesocks...  ::)

BTW, so ein Spott ist hier ja nicht einmal OT  ;D
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Fragen gehören in's Forum.

Veränderungen stehen an. Dies ist der bisherige Stand:
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,1mØ Multifeed, mit Quattro LNBs; Multiswitches 4x 5/10(+x) - alle ohne Terrestrik und modifiziert für nur ein 12V DC Steckernetzteil (Verbrauch insgesamt 15 Watt)
1mØ mit DiSEqC 1.3/USALS als LNB2 an DVB-S2 STB, aktuell 30°W bis 55°O
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3.) Raspberry Pi 512MB u.a. mit Raspbian
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Zahltag für die Zocker
« Antwort #37 am: 23 Januar, 2010, 09:01 »
Eine Sondersteuer für Banken, strenge Regeln für Boni und Eigenhandel - die US-Regierung sagt der Finanzindustrie den Kampf an. Ein Vorbild für Deutschland?

Berlin - Schluss mit den Diskussionen: Im Kampf gegen die Allmacht der Banken verspricht US-Präsident Barack Obama jetzt Taten. Eine Sondersteuer für Großbanken zählt ebenso dazu wie die Trennung von Kunden- und Eigengeschäft. Und - in letzter Konsequenz - die Zerschlagung, sollte ein Institut zu groß werden.

Dass Obama mit seiner Offensive in erster Linie bemüht ist, verlorenes politisches Terrain zurückzuerobern, ist aus Sicht der Anleger unerheblich. Sie haben die Botschaft verstanden. An der Wall Street erlitten Bankenwerte deutliche Verluste, später auch in Japan. "Viele dachten, Obama rettet die Banken und alles ist wieder gut. Aber der Wille, den Banken richtig auf die Füße zu treten, ist da", sagte ein Börsenhändler.

Natürlich blieben auch die deutschen Banken nicht verschont. So büßten die Aktien der Deutschen Bank am Freitag rund vier Prozent ein, während die der Commerzbank, deren Fokus auf dem Privatkundengeschäft liegt, moderate 1,5 Prozent verloren. "Die Pläne sind nicht gut für die Stimmung", sagte ein Händler. Auch die Aktien von Credit Suisse und UBS gehörten am Freitag mit Abschlägen von mehr als vier Prozent zu den größten Verlierern unter den europäischen Bankaktien.

Die Bundesregierung begrüßte Obamas Initiative. Die Vorschläge seien eine hilfreiche Anregung für die Diskussion auf internationaler Ebene, sagte ein Sprecher von Finanzminister Wolfgang Schäuble in Berlin. Im Rahmen dieser internationalen Debatte müssten die Vorschläge bewertet werden. Ziel sei es, dass sich die Finanzkrise nicht wiederhole. Doch einen nationalen Alleingang bei der Regulierung will Schwarz-Gelb nicht.

Die Institute hierzulande sind nach Ansicht von Experten allenfalls indirekt betroffen. "Die großen Banken, vor allem die Deutsche Bank, haben den Eigenhandel bereits deutlich zurückgefahren", schrieb LBBW-Analyst Alexander Groschke am Freitag. Er halte die Folgen eines Verbots des Handels auf eigene Rechnung daher für gering. "Der Vorschlag von Obama ist keine Bedrohung für die Deutsche Bank oder andere deutsche Banken, aber er bereitet den Weg für eine schärfere Regulierung in Europa", erklärte Groschke.

Und so bangen auch die Banker in Deutschland. "Statt auf die schiere Größe von Banken abzustellen, sollten die Regeln und die Beaufsichtigung weltweit darauf ausgerichtet werden, Marktentwicklungen und Vernetzungen besser zu erkennen und gegebenenfalls einzugreifen", sagt etwa der geschäftsführende Vorstand des Privatbankenverbands BdB, Manfred Weber.

Für die Europäische Union gab EU-Währungskommissar Joaquín Almunia zwar bereits Entwarnung: Die EU brauche keine Zügelung der Banken nach US-Vorbild. Obamas Vorstoß sei in den Vereinigten Staaten mehr als angebracht, aber in der EU nicht nötig, sagte Almunia am Freitag. "Hier in Europa gibt es keine Wall Street, die die Maßnahmen der derzeit diskutierten Finanzregulierung bremst."

mehr ...

Quelle : www.spiegel.de

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Re: Zahltag für die Zocker
« Antwort #38 am: 23 Januar, 2010, 21:54 »
Dass Obama mit seiner Offensive in erster Linie bemüht ist, verlorenes politisches Terrain zurückzuerobern, ist aus Sicht der Anleger unerheblichwarum er das macht ist mir erst mal egal, Hauptsache es beginnt mal einer in diese Nester zu treten und ich hoffe er tut es wirklich.
Zuggebenermaßen spielt da bei mir eine große Portion Schadenfreude mit, darüber, daß die Nadelstreifenfuzzies mal Sorgenfalten bekommen.
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Schäuble will Banken an Krisenkosten beteiligen
« Antwort #39 am: 24 Januar, 2010, 09:42 »
Der Druck auf die Geldindustrie steigt: Bei der angekündigten internationalen Bankenkonferenz in Berlin will Finanzminister Schäuble eigene Vorschläge zur Regulierung der Branche vorlegen. Die entsprechenden Ankündigungen von US-Präsident Obama begrüßt der CDU-Politiker.

Berlin/Hamburg - Die Bundesregierung dringt auf eine international abgestimmte Strategie zur Bankenregulierung. Nach SPIEGEL-Informationen ist deshalb im Mai eine internationale Konferenz in Berlin geplant, bei der Finanzminister, Notenbanker und Wissenschaftler der G-20-Staaten auf ein geschlossenes Vorgehen eingeschworen werden sollen.

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hat jetzt erste Details zum weiteren Vorgehen genannt. In der "Welt am Sonntag" kündigte er an, die Bundesregierung werde in die Debatte auch eigene Ideen einbringen. Bis zum Frühjahr werde das Bundesfinanzministerium in enger Abstimmung mit dem Kanzleramt einen Vorschlag formulieren. Wie die USA wolle auch die deutsche Regierung, dass der "Finanzsektor angemessen an den Kosten der aktuellen Krise und auch künftiger Finanzkrisen beteiligt wird".

Schäuble begrüßte grundsätzlich die jüngsten Regulierungsvorschläge des US-Präsidenten Barack Obama: Es sei "eine erfreuliche Entwicklung, dass sich auch in den USA auf diesem Feld etwas bewegt", sagte der Minister. Damit sei auch die Chance deutlich größer geworden, "dass wir eine gemeinsame Lösung finden".

US-Präsident Barack Obama hatte zuletzt mit einem Vorstoß neue Bewegung in die Debatte über die Bankenregulierung gebracht. Nach seinem Willen sollen Geschäftsbanken in Zukunft auf Eigenhandel und riskante Investments verzichten. Der Plan des Weißen Hauses sieht außerdem vor, dass Geschäftsbanken und Institutionen, die Banken besitzen, weder Hedgefonds noch Beteiligungsgesellschaften besitzen und auch nicht in solche investieren dürfen. Schranken will Obama Finanzgesellschaften auch hinsichtlich ihrer Größe auferlegen.

Ähnliche Pläne beim G-20-Stabilitätsrat

Regierungsvertreter aus Deutschland, Frankreich und Großbritannien hatten Obamas Vorhaben Anerkennung gezollt, die Pläne aber nicht direkt übernommen. Kritik kam unter anderem von der SPD, deren Fraktionsvize Joachim Poß der schwarz-gelben Koalition Trägheit vorwirft und dazu aufruft, zügig Obamas Beispiel zu folgen.

Deutlichen Zuspruch erhielten die Pläne vom Finanzstabilitätsrat (FSB), der im Namen der G-20-Staaten die globalen Reformbemühungen hinsichtlich der Bankenregulierung koordiniert. Obamas Vorschläge zählten zu den Optionen, die auch der FSB selbst erwäge, um die Risiken für das Finanzsystem zu verringern, teilte das Gremium am Samstag mit.

Zu den weiteren Möglichkeiten, die der Rat prüft, zählen demnach Eigenkapitalregeln, der Fremdfinanzierungsgrad, Liquiditätsvorschriften, eine bessere Aufsicht und die Vereinfachung von Unternehmensstrukturen. Angesichts unterschiedlicher Institutionen sowie der nationalen und internationalen Zusammenhänge werde eine Mischung aus unterschiedlichen Ansätzen nötig sein, um das Problem zu lösen, erklärte der FSB.

Quelle : www.spiegel.de

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Move your Money!
« Antwort #40 am: 12 März, 2010, 13:00 »
Eine Graswurzelbewegung nimmt den Kampf gegen die Großbanken auf

Die Allgemeinheit rettet das Bankensystem mit astronomischen Summen und die Banker zeigen sich nicht etwa dankbar, lernen nichts aus ihren Fehlern und machen schon wieder so weiter, als hätte es nie eine Krise gegeben. Weltweit richtet sich der Zorn der Völker gegen die Groß- und Investmentbanken, die die Welt mit ihren "Finanzinnovationen" an den Rand des Abgrundes gebracht haben. Die Regierungen können und wollen dem Treiben der Turbobanker jedoch keinen Riegel vorschieben. Wer aber soll die Banker sonst zähmen? Wir, so lautet die Antwort der Graswurzelbewegung Move your Money.

Wenn wir unsere Konten von den Großbanken zu den kleinen genossenschaftlichen oder kommunalen Banken verlagern, erschweren wir den Turbobankern ihr Treiben, so die Idee hinter dieser Bewegung. In den USA ist "Move your Money" bereits mehr als ein Achtungserfolg. Nun wollen auch hierzulande Aktivisten den Kampf gegen die Großbanken führen.


Ist das Leben nicht schön?

Die Grundidee entstammt einem Hollywood-Klassiker. Frank Capras Tragikomödie Ist das Leben nicht schön? wirkt wie ein frühes Abziehbild der aktuellen Finanzkrise. Die Gemeinde Bedford Falls, ein kleines, verschlafenes Nest, in dem amerikanische Werte noch hoch gehalten werden, wird von einem bösen Kapitalisten angegriffen. Der geldgierige Banker Mr. Potter will die braven Bürger ausnehmen und versucht, die kommunale Kreditgenossenschaft in seine Hände zu bekommen, um die Häuslebauer in seine Abhängigkeit zu bringen. Sein Gegenspieler ist der naive George Bailey – ein Altruist wie aus dem Bilderbuch, gespielt vom stets welpenhaft wirkenden James Stewart. Bailey schafft es am Ende natürlich, die braven Bürger dazu zu bringen, ihre gesamten Ersparnisse der Kreditgenossenschaft zu überschreiben und damit die kapitalistische Attacke abzuwehren.
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Gute Banker, böse Banker – Kapitalismuskritik in Schwarz-Weiß. Eine Vorlage, die dem bekannten Filmemacher Eugene Jarecki, der bereits mit der Kapra-Adaption "Why we fight" Erfolge feiern konnte, zu einem naheliegenden Gedanken brachte: Lasst es uns so machen wie die braven Bürger von Bedrock Falls. Lasst uns den Turbobankern das Geld wegnehmen und es den lokalen Kreditgenossenschaften und Kommunalbanken geben. Move your Money, wechsele deine Hausbank. Jareckis Idee wäre wohl in Vergessenheit geraten, hätte sich nicht die bloggende Multimillionärin Arianna Huffington an die Spitze der Bewegung gesetzt. Auf ihrem Blog Huffington Post startete sie zusammen mit einigen Mitstreitern kurz vor Silvester die Aktion Move your Money. Mit im Boot befinden sich auch die Bankanalysten von Institutional Risk Analytics (IRA), die der Aktion ihre Datenbank zur Verfügung stellten.

Seit Beginn des Jahres können Amerikaner auf den Internetseiten von "Move your Money" die zu ihrer Postleitzahl passenden Kommunalbanken finden, die nach dem Rating von IRA solide sind. Aktionen von Ariana Huffington bleiben in den USA nicht unbeachtet, schließlich ist ihr Blog der reichenweitenstärkste der Welt. Innerhalb einer Woche wurde der Aktionsaufruf der Huffington Post 2,3 Millionen mal gelesen, das Aktionsvideo von Jarecki, angereichert mit Szenen von "Ist das Leben nicht schön?", sah bis heute fast eine halbe Million Menschen. Das verwundert nicht, schließlich berichteten fast sämtliche großen Networks über Huffingtons Coup. Wie viele "Graswurzelbewegte" bislang auch tatsächlich ihr Konto wechselten, ist jedoch unbekannt. Darum geht es eigentlich auch nicht – die ganze Aktion zielt weniger auf die Konten, als vielmehr auf die Berichterstattung und die öffentliche Meinung. Zumindest in diesem Punkt kann "Move your Money" auch als voller Erfolg angesehen werden.

Wohlfühlaktivismus oder Bedrohung des Bankensystems?

Jede Bank arbeitet mit den Einlagen ihrer Kunden. Auf Basis dieser Einlagen kann eine Bank nicht nur Kredite vergeben, sondern auch Eigenhandel betreiben und munter im Finanzkasino mitzocken. Wichtiger als die Einlagen selbst jedoch ist die Möglichkeit, Fremdkapital auf Basis dieser Einlagen aufzunehmen. Das Girokonto ist für Banken eine wichtige Einlageform, immerhin parken auf jedem deutschen Girokonto durchschnittlich fast 10.000 Euro Guthaben. Bei 93 Millionen Girokonten ist das eine gewaltige Summe. Girokonten sind für die Banken allerdings nur wenig attraktiv, da sie zu den Sichteinlagen zählen, die jederzeit verfügbar sein müssen. Den größten Teil dieser Gelder dürfen Banken daher auch nicht langfristig verleihen. Natürlich verdienen Banken auch an Girokonten gut – hohe Gebühren, niedrige Guthabenzinsen und exorbitant hohe Verzugszinsen sind die Regel.  Ob ein Aktivist also mit seinem Bankenwechsel den gewünschten Effekt erzielt, hängt einzig und allein von seiner finanziellen Situation ab. Wenn die Multimillionärin Arianna Huffington ihre Bankverbindung ändert, so ist dies für die betroffene Geschäftsbank ein herber Verlust. Wechselt hingegen ein permanent klammer Graswurzelaktivist sein Konto, so wird man dies in den New Yorker Bankenzentralen mit einem Lächeln auf dem Gesicht quittiert. Solche "Problemkunden" sind nämlich arbeitsaufwändig, risikobehaftet und wenig lukrativ. Großbanken haben kein gesteigertes Interesse an derlei Kunden.

Die Deutsche Bank gliederte vor elf Jahren sogar einmal ihre 6,8 Millionen Kleinkunden in eine Tochter aus, die an der Börse veräußert werden sollte. Erst Josef Ackermann erkannte den Fehler und holte die Kleinkunden zurück zur Mutter – klamme Problemkunden fassen die Deutschbanker jedoch auch heute noch mit der Kneifzange an. In den USA kommt das Problem der hohen Verschuldung der Privathaushalte hinzu. Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen – so einfach geht es nicht. Wer seine überzogenen Kreditkarten mit zur kommunalen Bank nehmen will, braucht da schon risikoaffine Kommunalbanker. So sehr sich die kleinen Genossenschaften und Kommunalbanken über finanzstarke Neukunden freuen dürften, so sehr gefährden Problemkunden die finanzielle Stabilität dieser Institute. 

Falsche Zielgruppe?

"Move your Money" ist daher im Kern elitär und richtet sich implizit an Vermögende – freilich sucht man vergebens nach einem Hinweis, dass weniger solvente Bankkunden eher kontraproduktiv für diese Aktion sind. Womöglich setzen Huffington und Co. dabei auf die normative Kraft des Faktischen. Potentielle Aktivisten, deren Briefkasten bereits mit Mahnungen vollgestopft ist, werden die Aktion ignorieren, da für sie ein Wechsel der Bank kaum in Frage kommt. Kleinkunden, deren Girokonten selten mehr als ein Monatsgehalt ausweisen, können zwar wechseln, lösen mit ihren Mikroeinlagen aber kein Bankenbeben aus. Bleiben die Bankkunden, deren Konten prall gefüllt sind - sie zum Wechsel zu überreden, wäre zwar ganz im Sinne von "Move your Money", eine Graswurzelbewegung für Besserverdienende ist jedoch ein Widerspruch in sich. Aber darum geht es den Initiatoren wohl auch nicht. Es geht um Meinungsmache und das ist auch gut so. Allein die Berichterstattung über Huffingtons Bankenkeile ist gute PR im Sinne der Aktion. Wer wirklich etwas am Finanzsystem ändern will, muss politischen Druck aufbauen. Die Lobbyisten und Interessengruppen der Großbanken und der Finanzindustrie scheinen übermächtig und schafften es auch im letzten Jahr, jeglichen Reformansatz – und sei er noch so klein – zu verhindern. Dieses Phänomen ist diesseits und jenseits des Atlantiks zu beobachten. Einen ähnlichen Einfluss hatten vor wenigen Jahrzehnten auch noch die Tabaklobbyisten. Erst die Öffentlichkeit zwang die Politik, zumindest in Teilen auf Distanz zur Tabaklobby zu gehen.

Das Finanzkasino lässt sich erst dann schließen, wenn Finanzlobbyisten ihre Interessen in der Politik nicht mehr durchsetzen können. Um dies zu erreichen, ist eine kritische Öffentlichkeit vonnöten. "Move your Money" erzeugt eine kritische Öffentlichkeit, die Aktion ist Populismus im besten Sinne des Wortes. Auch wenn die Kontenverlagerungen selbst kaum einen spürbaren Effekt haben dürften, so ist der Bewusstseinswandel, der mit solchen Aktionen einhergeht, wahrlich revolutionär. 

"Move your Money" kommt nach Deutschland

Die Attac-Sektion Frechen will nun die Aktion "Move your Money" nach Deutschland bringen. Ähnlich wie beim amerikanischen Pendant soll auch die deutsche Kopie eine Postleitzahlensuche nach kommunalen und Genossenschaftsbanken bieten, anhand derer die Aktivisten eine geeignete Bank finden können. Dabei würde ein Blick ins lokale Telefonbuch ausreichen. Anders als in den USA haben hierzulande die kommunalen Sparkassen und die Raiffeisen- und Genossenschaftsbanken im Privatkundengeschäft einen überragenden Marktanteil. In den meisten Ortschaften ist es wesentlich schwerer, eine Filiale der Deutschen Bank zu finden, als eine Sparkasse oder eine Volksbank. Lediglich 29% aller Girokonten liegen bei den sogenannten Kreditbanken, 44% liegen bei den Sparkassen und Landesbanken, 27% bei den Kreditgenossenschaften. Sieben von zehn Deutschen gehören somit noch nicht einmal zur Zielgruppe der Aktion. Streng genommen konzentrieren sich die Aktivisten auch auf das falsche Finanzprodukt. Otto Normalverbraucher hat relativ wenig Geld auf dem Girokonto, dafür aber umso mehr Geld, das in Altersvorsorgeprodukten geparkt ist. Was nutzt ein Wechsel des Girokontos zur kommunalen Sparkasse, wenn Riesterrente, Lebensversicherung und Fondssparplan in Produkte der Großbanken investieren oder sich sogar an ihnen beteiligen? Wem gehört eigentlich die Deutsche Bank? Sie ist nahezu komplett im Streubesitz, 71% des Grundkapitals werden von so genannten "institutionellen Anlegern" gehalten. Dies sind zumeist Aktien- und Pensionsfonds sowie Lebensversicherungen.

Wer dem Finanzkasino das Spielgeld entziehen will, sollte daher einmal etwas genauer hinschauen, in was seine Altersvorsorgeprodukte eigentlich investiert sind. Es ist sehr leicht, einen Fondssparplan zu wechseln, bei Lebensversicherungen oder Riester-Produkten ist dies indes nicht ganz so einfach. Sinnvoller wäre es daher, sich vor dem Abschluss solcher Verträge Gedanken zu machen, wen man mit seinen Ersparnissen eigentlich unterstützen will. Es gibt Alternativen. Wer die George Baileys unserer Zeit sucht, der wird sie auch finden – über die Suche bei "Move your Money" oder anderswo.

Quelle : http://www.heise.de/tp/

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HRE-Banker müsste man sein
« Antwort #41 am: 25 September, 2010, 11:02 »
Vorstände der verstaatlichen Bank kassieren trotz Verluste große Pensionszahlungen

Die HRE liegt den Deutschen auf der Tasche. Mittlerweile stützt sich die Pleitebank auf 140 Milliarden an staatlichen Bürgschaften. Dass der Karren so in den Dreck gefahren wurde, sollte in die Verantwortung der "Verantwortlichen" fallen. Die scheint es aber bei den Bankern nicht zu geben, da für sie Gewinne nur bedeuten, dass sie mehr Einnahmen erzielen. Wenn ihre Arbeit zu Verlusten führt, verdienen sie weniger. Risiko ist dabei höchst relativ.

Schön lässt sich das bei dem gerade einmal 44-jährigen ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Axel Wieandt sehen, der gerade einmal anderthalb Jahre für die HRE gearbeitet hat. Der hat, wie es im Geschäftsbericht heißt, sehr selbstlos auf eine "unverfallbare Pensionsansprüche" von 3,8 Millionen verzichtet, wofür er aber – trotz Milliardenverlusten – Boni von einer halben Million erhielt. 2009 hat der gute Mann, der dem Steuerzahler wohl einiges kosten wird, 1.492.000 Euro eingesteckt. Dabei geben sich Wieandt und Co. noch ganz selbstlos, weil man ja auf garantierte Vergütungen verzichtet habe.

Verzichtet haben die Vorstände nicht auf ihre "Pensionszusagen", die natürlich völlig unabhängig von jeder Leistung fällig werden und 30 Prozent der nichtreduzierten Festbezüge beinhalten. Für Wieandt heißt dies, wie die Bild ausgerechnet hat: "Ihm stehen nach nur eineinhalb Jahren Dienst 238.000 Euro Pension im Jahr zu. Das macht 19840 Euro im Monat – für eine solche Rente müsste ein Durchschnittsverdiener fast 730 Jahre arbeiten!" Zahlen werden dies letztlich die Steuerzahler, da sich dies ja in einer verstaatlichten Bank abspielt. Auch die anderen Vorstandsmitglieder werden für ihre Arbeit in der Pleitebank fürstlich entlohnt. Auch die Mitglieder des Aufsichtsrats fahren nicht schlecht, fragt sich nur, was sie eigentlich machen, wenn die Pleitebanker mit den dicken und lebenslangen Gewinnen die Bank verlassen können.

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Die HSH-Nordbank und kein Ende der Intrige
« Antwort #42 am: 31 Oktober, 2010, 10:51 »
Eine Fast-Pleite-Bank, vier Skandale und wenig Aufklärung

Spitzel, Intrigen und Schlammschlachten. Die HSH-Nordbank kommt nicht zur Ruhe. Nun erreichen die bislang nur zwischen den Managern der Bank geführten Verleumdungsattaken auch den Parlamentarischen Untersuchungsausschuss (PUA) in Hamburg. Dieser hat zwar eigentlich die Aufgabe, die Gründe der katastrophalen finanziellen Schieflage der hamburgischen und schleswig-holsteiner Landesbank zu untersuchen. Derzeit sieht es jedoch eher danach aus, als sollten nicht zu viele Informationen über die Geschehnisse um die HSH-Nordbank an die Öffentlichkeit kommen. Denn dem PUA-Mitglied Joachim Bischoff von der Linken Fraktion in der Hamburger Bürgerschaft droht der Ausschluss aus dem Gremium. Der Grund dafür ist die angebliche Weitergabe geheimer Informationen an die Presse.

Den Anlass für den Versuch Bischoff von der Mitarbeit im PUA HSH-Nordbank auszuschließen, lieferte eine Pressekonferenz am 21. Oktober diesen Jahres. Dort präsentierte der Finanzexperte der Linken in der Hamburger Bürgerschaft sein neues Buch mit dem Titel: "Tatort HSH Nordbank". Dazu legte Bischoff der Presse ein Dossier vor, in dem seine vorbereiteten Fragen über die HSH-Nordbank an den ehemaligen Finanzsenator der Hansestadt, Michael Freytag (CDU), zu lesen sind. Diese beiden Tatsachen reichten offensichtlich völlig aus, um den Vorsitzenden des PUAs, Harald Krüger (CDU), dazu zu bewegen, eine Untersuchung gegen Bischoff einzuleiten.

Der Fall Bischoff

Bischoff selbst scheint mit dieser Attacke nicht gerechnet zu haben. Gegenüber Telepolis sagte er, dass er für sein Buch nur öffentlich zugängliche Akten benutzt habe. Gleichwohl sieht Bischoff durchaus eine Chance, dass man ihn aus dem Gremium entfernen könne. "Das Gesetz, das in Hamburg die Untersuchungsausschüsse regelt, ist sehr rigide", sagt er. Derzeit wird der Anfangsverdacht noch geprüft. Sollte es jedoch tatsächlich zu einem Ausschluss kommen, würde seine Fraktion "vor dem Hamburger Verfassungsgericht Klage einlegen".

Das Büro des PUA-Vorsitzenden, Harald Krüger, versucht, Abstand zur Sache zu halten. Auf die Anfrage, wie es denn zu diesem Vorwurf gegen Bischoff gekommen sei, heißt es nur lapidar: "Krüger ist nur der Vorsitzende, der einen solchen Vorgang auf die Agenda heben muss." Er selbst sei jedoch nicht der Ursprung. Möglicherweise sieht man bei der CDU zwar ebenfalls die Chance, das unliebsame Mitglied Bischoff entfernen lassen zu können. Gleichwohl möchte sich die Partei jedoch auch nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Denn sollte dieser Versuch nicht gelingen, würde dies die Glaubwürdigkeit der CDU-Mitglieder im PUA deutlich unterhöhlen.

Für das Grünen-Mitglied (GAL) Andreas Waldowsky ist die Sache jedoch klar und eindeutig. "Bischoff hat offensichtlich vertrauliche Akte benutzt", sagte er gegenüber Telepolis. Für den PUA stellt dies aus seiner Sicht ein großes Problem dar. Denn die Zeugen würden nur dann entsprechende Angaben machen, wenn sie davon ausgehen könnten, dass ihre Aussagen auch vertraulich behandelt würden. Ein erstaunliches Argument, wenn man bedenkt, dass der PUA ursprünglich eingerichtet wurde, um die Verantwortlichen des Desasters um die HSH-Nordbank ausfindig zu machen und zur Verantwortung zu ziehen.

Der Fall Roth

Derzeit scheint es jedoch immer mehr darauf hinauszulaufen, sie davon kommen zu lassen. Denn um die politischen Rahmenbedingungen für eine Aufklärung steht es nicht zum Besten. Nahezu jede Partei ist in der ein oder anderen Art und Weise in die Sache verstrickt. In Schleswig-Holstein wird die Landesregierung durch eine Koalition von SPD und FDP gestellt. In Hamburg dagegen durch eine Koalition von CDU und GAL. Diese Parteien haben damit Grund, die Sache mit der HSH nicht zu heiß zu kochen. Als einzige Oppositionspartei bleibt nur Die Linke. Genau dieser Umstand ist es auch, der diesen Fall so brisant macht.

Für das Management der HSH-Nordbank, unter dem Vorstandschef Dirk Jens Nonnenmacher, ist diese Sache sicherlich wichtig. Denn was in den vergangenen Monaten über die Bank durch die Presse an die Öffentlichkeit gebracht wurde, lässt die Vermutung aufkommen, dass dort noch wesentlich mehr aufzuklären wäre.

Zwei Fälle sind es dabei, die den Hamburgern den tiefen moralischen Fall ihrer Landesbank vor Augen führen. So wurde im April 2009 dem HSH-Nordbank-Vorstand Frank Roth fristlos gekündigt. Wie sich einige Zeit später jedoch herausstellte, wurde er durch einen ehemaligen privaten Sicherheitsberater der Bank ausgespäht. Dieser gab gegenüber der Staatsanwaltschaftschaft in Kiel an, das Büro von Roth verwanzt zu haben. Ebenfalls gab er dort zu Protokoll, er habe Dokumente in Roths Privatwohnung manipuliert.

Diese Dokumente seien es dann auch gewesen, die zur fristlose Kündigung Roths geführt haben. Denn durch die manipulierten Dokumente konnte die Bank den Verdacht konstruieren, Roth habe Bankinterna an die Presse weitergegeben. Offensichtlich hatte die HSH-Bank jedoch nicht mit der Staatsanwaltschaft gerechnet. Als sie damit begann, den Fall zu untersuchen, wurde sehr schnell klar, dass es sich um eine Verleumdungskampagne handelte. Ende Juni stellte die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen gegen Roth ein und begann mit Ermittlungen gegen den ehemaligen Arbeitgeber Roths, die HSH-Nordbank.

Der Fall Kiser

Doch damit war ein Ende der Skandale innerhalb der Landesbank noch nicht erreicht. Denn auch in New York saß ein Manager, dem Nonnenmacher nicht traute. Roland Kiser war der Leiter des Büros in den USA. Am 17. September 2009 bekam Kiser unerwarteten Besuch in seinem Büro aus der Zentrale in Hamburg. Sofort begannen die HSH-Mitarbeiter das Büro zu durchsuchen. In einem Bilderrahmen der Tochter Kisers fand sich ein Aufkleber mit einer E-Mail-Adresse und einem Passwort.

Schnell wurde der verdächtige Account gefunden und darin Mails mit kinderpornografischen Bildern. Kiser wurde umgehend gekündigt und die Sache der New Yorker Staatsanwaltschaft übergeben. Diese sprang jedoch auf den Fall nicht so an, wie geplant. Denn bald wurden auch dort Zweifel an der vorgeblichen Version erhoben. Der mit dem Fall betraute Staatsanwalt begann demzufolge auch nicht gegen Kiser, sondern vielmehr gegen die HSH-Nordbank zu ermitteln. Gegenüber der Presse äußerte Kisers Sprecher:

Zitat
Es gibt keinen belastbaren Beweis dafür, dass Herr Kiser die kinderpornografischen Bilder aus dem E-Mail-Account auf seinem Bürorechner angeschaut hat. Dagegen gibt es aber belastbare Indizien, dass Herrn Kiser eine Falle gestellt wurde. Dass der E-Mail-Account von jemand anderem erzeugt wurde und dass der Aufkleber auf der Rückseite des Fotos von Herrn Kisers Tochter ebenso wie die E-Mails platziert wurden.

Das Verfahren, in dem Kiser anschließend die HSH-Nordbank verklagte, wurde kürzlich mit einem Vergleich beendet. Kiser wurden angeblich 7,5 Millionen Euro Abfindung und Schadenersatz gezahlt. Dass neben den geschilderten Fälle auch in Hamburg gegen Nonnenmacher wegen des Verdachtes auf Untreue und Bilanzfälschung ermittelt wird, fällt dabei nicht mehr weiter ins Gewicht.

Der Fall Nonnenmacher

Derzeit halten sich vehement Gerüchte, wonach Nonnenmacher durch eine Privatdetektei FDP-Politiker ausspähen habe lassen. Weder Bischoff noch Waldowsky wollte jedoch dazu Stellung nehmen. Vieles deutet daraufhin, dass Nonnenmacher so etwas wie einen "privaten Geheimdienst" um seine Person errichtet hat. Denn bei allen bekannten Fällen taucht immer das gleiche private Sicherheitsunternehmen, die Prevent AG auf .

Ob es dem PUA in Hamburg wirklich darum, geht das Desaster um die HSH-Nordbank aufzuklären , scheint vielen fraglich. Möglicherweise ist Nonnenmacher nun zu weit gegangen zu sein. Es sieht ganz danach aus, als ob die Unterstützung für den Vorstandsvorsitzenden zunehmend brüchiger wird. Der vorläufige Schaden, den die Landesbank durch ihre Aktivitäten an den internationalen Finanzmärkten den Ländern Hamburg und Schleswig-Holstein bislang verursacht hat, beläuft sich auf 8,5 Milliarden Euro. Diese Summe könnte jedoch auf bis zu 32,5 Milliarde Euro anwachsen. Denn derzeit gibt es immer noch Garantien der Länder und des Bankenrettungsfonds (SoFFin) von bis zu 24 Milliarden Euro.

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"In grober Weise schuldhaft"
« Antwort #43 am: 24 November, 2010, 16:19 »
Attac macht Gutachten zum BayernLB-Skandal öffentlich

Die bayerische Amigo2-Hinterzimmergeschäftemacherei ans Licht geholt und in juristisch relevante Prosa übersetzt - nun ist Schwarz-auf-Weiß zu lesen, wogegen sich die bayerische politische Führung stets wehrte. Das Gutachten der vom bayerischen Landtag dazu beauftragten Kanzlei Flick/Gocke/Schaumburg über die mögliche Haftbarkeit der Vorstände und Verwaltungsräte beim BayernLB-Desaster kommt zu unmissverständlichen Ergebnissen:

"...die Vorstandsmitglieder (haben) im Zusammenhang mit ihren Investitionsentscheidungen über die vom Auslandsstützpunkt New York der BayernLB aufgebauten und gehaltenen US Portfolios der Segmente US Subprime [...] auf der Grundlage unangemessener Information und weit jenseits der Grenzen ihres unternehmerischen Ermessens gehandelt."

In dem Gutachten, dass Attac zugespielt wurde und heute auf deren Website veröffentlicht wird, heißt in der Zusammenfassung der Ergebnisse weiter:

"Dadurch haben sie ihre [..] Pflicht, unternehmerische Entscheidungen nur nach sorgfältiger Ermittlung der Entscheidungsgrundlagen zu treffen, in grober Weise schuldhaft verletzt. Ferner haben die Vorstandsmitglieder in diesem Zusammenhang in schwerwiegender Weise ihre Überwachungspflicht in bezug auf diese Portfolien verletzt."

Darüberhinaus habe der Vorstand schuldhaft seine Berichtspflichten gegenüber dem Verwaltungsrat verletzt, als es um den "Ankaufsstopp" von US-Subprime-Papieren ging. Der Vorstand habe bei Investments den gesetzlich und satzungsgemäß verankerten Aufgaben- und Wirkungsbereich überschritten. Jüngste Gerichtsentscheidungen in anderen Verfahren legen die "überwiegende Wahrscheinlichkeit" nahe, dass die Beurteilung der Gutachter in einem "etwaigen Gerichtsverfahren" bestätigt würden.

Auch der Verwaltungsrat kommt nicht ungeschoren davon: Es sprächen "gute Gründe dafür, dass das Handeln der Verwaltungsratmitglieder" im Zusammenhang mit dem Erwerb von US-Subprimes "grob fahrlässig" war. Den Schaden infolge der aufgeführten Pflichtverletzungen - soweit er die im Gutachten genauer erwähnten US-Subprimes betrifft - beziffert das Gutachten auf 215 Millionen Euro (Stand Juli 2010). Es wird aber daraufhingewiesen, dass "erhebliche Schäden" in der Zukunft "tatsächlich realisiert" werden.

Demgegenüber heißt es am Ende des Gutachtens:

"Es ist nicht auszuschließen, dass die im Jahr 2007 im Grunde nach entstandenen Schadensersatzansprüche am 31.12.2010 verjähren."

Das gelte auch dann, wenn die Schäden sich tatsächlich erst in Zukunft realisieren.

Im Klartext heißt das, die Hauptprofiteure der Bankenkrise bleiben die Bankmanager.

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Kontrollen ohne Sanktionen
« Antwort #44 am: 27 Dezember, 2010, 12:45 »
Nach dem Finanzcrash sollten Banken durch neue Beratungsvorschriften daran gehindert werden, Kunden durch das Verschweigen von Risiken Anlagen aufzuschwatzen, die Angestellte der Geldinstitute mit Abnahmequoten losschlagen müssen. Von der Stiftung Warentest durchgeführte Stichproben ergaben jedoch, dass dieses Ziel – vorsichtig formuliert – nur sehr bedingt erreicht wurde.

2010 fiel das Ergebnis sogar noch schlechter aus als 2009. Selbst dort, wo Protokolle angefertigt und ausgehändigt wurden, waren sie häufig so vorformuliert, dass sie das Gegenteil von dem bewirkten, was bei ihrer Einführung versprochen worden war: Sie schützten nicht Verbrauchern, sondern halfen lediglich Banken, sich mit zusätzlichem Kleidgedruckten pauschal vor Haftungsansprüchen zu schützen.

Weil die Banken die von der Stiftung Warentest ermittelten Ergebnisse bestritten, kündigte Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner jetzt im Handelsblatt an, dass Geldinstitute zukünftig auch mit Kontrollen staatlicher Ermittler rechnen müssten, die verdeckt als Kunden agieren. Allerdings ließ sie offen, welche Sanktionen sie verhängen will, wenn Verstöße amtlich nachgewiesen werden. Insofern ist es für Kunden weiterhin unerlässlich, jedes mit einem Bankangestellten gesprochene Wort mit dem Laptop oder dem Handy aufzuzeichnen und zu archivieren, wobei es sich aus Gründen der Rechtssicherheit außerdem empfiehlt, das Gegenüber auf den Mitschnitt hinzuweisen.

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