Berichten zufolge plant Al Quaida am 11. November eine groß angelegte Denial-of-Service-Attacke gegen westliche, jüdische, israelische, anti-muslimische und schiitische Webseiten. Statt eines für solche Zwecke üblichen Bot-Netzes soll der Angriff mit dem unter "virtuellen Märtyrern" verteilten Programm "Electronic Jihad 2.0" erfolgen. Der Hersteller von Sicherheitssoftware Secure Computing will immerhin einen Screenshot des DoS-Programms zu Gesicht bekommen haben und geht davon aus, dass die Software ausgereift ist und über ein einfach zu bedienendes Interface verfügt. Wie es genau funktoniert, ist nicht bekannt. Es soll in arabischer und englischer Sprache vorliegen und nach Mutmaßungen der israelischen Webseite DEBKAfile über eine E-Mail-Liste verteilt werden. DEBKAfile veröffentlicht Analysen und Kommentare über Terrorismus, Militär und Politik im Nahen Osten.
Laut DEBKAfile sollen die Webserver, auf denen sich vermeintliche Cyber-Jihadisten registrieren können, kurz nach dem Aufruf vom US-amerikanischen Geheimdiensten attackiert und gestört worden sein. Ob es sich dabei um das neu ins Leben gerufene Cyber Command handelte, schreibt DEBKAfile nicht. Mittlerweile sollen die Seiten aber wieder erreichbar sein. Offenbar kommt es bereits im Vorfeld zum digitalen Wettrüsten, bei dem Al Quaida versucht, möglichst viele agitatorische Seiten ins Netz zu bringen und zu halten, während die USA und andere Länder gezielt nach solchen Seiten suchen, um sie anzugreifen und aus dem Netz zu entfernen. Dabei soll Al Quaida in der letzten Zeit immer erfolgreicher werden, berichtet DEBKAfile
Siehe dazu auch:
* Al Qaeda declares Cyber Jihad on the West, Meldung von DEBKAfile
* Multiple vulnerabilities in SonicWALL SSL-VPN Client, Fehlermeldung von SEC Consult
Quelle und Links :
http://www.heise.de/security/news/meldung/98401/Electronic-Jihad-2-0-fuer-den-Heim-Terroristen