Autor Thema: Vattenfall ...  (Gelesen 7003 mal)

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Offline Jürgen

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Re: AKW-GAU in Deutschland: Was wäre wenn?
« Antwort #45 am: 29 August, 2007, 15:46 »
Den Grossraum Hamburg kann man nicht einmal binnen weniger Wochen evakuieren.
Die Verkehrs-Infrastruktur ist dafür völlig ungeeignet, zumal mit erheblichen Störungen auch über die sofort ausweglos verstopften Strassen hinaus zu rechnen wäre.

Dabei wäre u.a. an folgende Probleme zu denken:

- Ausfall jeglicher Versorgung, einschliesslich mit Treibstoffen, Strom und Wasser, durch Unmöglichkeit von Instandsetzung und Netzüberlastung bzw. schon nach ersten Engpässen zu erwartende panikartige Verhaltensänderungen und Fremdeingriffe. Dadurch auch weitgehende Handlungsunfähigkeit von Feuerwehr und THW / Katastrophenschutz und selbst Polizei und teilweise Militär

- marodierende Banden aller Art, sowohl in den Strassen aus den Stau-Betroffenen heraus, als auch in Form von Plünderern, Räubern und Endzeit-Panik-gesteuerten Brandstiftern und Mördern, sowie spätestens nach wenigen Tagen durch die Hungernden

- Brücken-Anfahrschäden durch verzweifelte Aktionen von KFZ-Führern und Gleisblockaden auch durch Massen von Fussgängern, die die Gleise als Ausweg für die unpassierbaren Strassen nutzen

- Blockade des Flughafens aus ähnlichen Gründen

- jede erdenkliche Form von passivem und aktivem Widerstand gegen die unvermeidlichen Repressionen im Ausnahmezustand, wie Zwangsverpflichtung, Beschlagnahme, Rationierung, Ausgehverbot, Waffengewalt und möglicherweise Standrecht. Ich möchte zu bedenken geben, dass es diverse Bevölkerungsgruppen gibt, die irgendwie bewaffnet sind und zu unvorhersehbaren Handlungen bereit, wenn ihre unmittelbaren Interessen oder z.B. ihre 'Ehre' betroffen sind. Besonders diese werden sich Anordnungen der Obrigkeit kaum widerstandslos fügen.
Selbst tödlich verstrahlte Lebensmittel werden sicherlich flächendeckend vertickt. Gammelfleisch ist nichts dagegen. 'Aldä, isch kann disch alläs besorgün'...

- Seuchengefahr durch Ausfall jeder Entsorgung

Wer die Strassenkämpfe an der Sternschanze in den 80ern unmittelbar miterlebt hat, kann sich vielleicht ein ungefähres Bild machen, was zu erwarten ist, wenn's den ganzen Grossraum auf einmal betrifft, und die gesamte Einwohnerschaft.

Soviel Polizei und Militär kann man garnicht heranschaffen, um die verzweifelte Bevölkerung einer Metropole in Schach zu halten und für eine geregelte Evakuierung zu sorgen.

Hinzu kommt, dass das Verlassen der Behausungen gerade in der allerersten Zeit nicht nur ein langfristiges Gesundheitsrisiko darstellt, sondern in der Haupt-Fallout-Zone ein sehr aktuelles, je nach Belastung binnen Stunden oder wenigen Tagen zur Strahlenkrankheit oder sogar zum Tode führend. Viele würden bei'm ersten deutlichen Auftreten der entsprechenden Symptome nicht auf Hilfe warten, sondern panisch agieren oder sogar - mit dem Leben bereits abgeschlossen - sich Ventile für ihre berechtigte Wut suchen...

Man wird sogar jede erdenkliche Zwangsmassnahme bis über den Einsatz automatischer Waffen hinaus ergreifen, um beispielsweise die Flucht Hochverstrahlter und die Verbreitung betroffener Gegenstände und Materialien unbedingt zu verhindern.

Mit den denkbaren Katastrophen-Szenarien habe ich mich schon zu meiner Schulzeit in den 70ern intensiv auseinandersetzen müssen (offiziell im Lehrplan), und bis heute hat sich daran eines nicht geändert, es gibt keinen einzigen realistischen Ansatz für irgendeine praktikable Lösung.
Das wissen auch Politik und Verwaltung ganz genau.

Somit rechne ich im Falle eines Super-GAUs nicht mit wirksamen Hilfsmassnahmen.

Eher würde Hamburg komplett abgeriegelt und die Bevölkerung weitgehend ihrem Elend überlassen, gleichzeitig alle Informationswege unterbrochen und das Volk - regional unterschiedlich - gezielt fehlinformiert. Wahrscheinlich würden über Trinkwasser und Notrationen massiv Beruhigungsmittel verbreitet. Wie man das macht, wissen Militär und z.B. Knäste schon lange.

Selbst vorgetäuschte Terrorangriffe würde ich nicht ausschliessen wollen, wenn die Staatsorgane ihre Hilflosigkeit frühzeitig erkennen...

Kurzum, die Risiken sind bekannt, und im Grunde weiss jeder, dass so ein Ereignis nicht zu bewältigen und auch kaum überlebbar ist.
Dennoch hat man diese Anlagen errichtet und betreibt sie immer weiter, selbst wenn sie inzwischen als ausgesprochen marode anzusehen sind und höchstwahrscheinlich inzwischen so weit verändert, dass die geplanten Vorgänge bei komplexen Störungen zu unvorhersehbaren Reaktionen der Technik und dadurch zu unbeherrschbarem Totalversagen geradezu führen müssen.

Statistische Berechnungen zu Ereignis-Wahrscheinlichkeiten sind nur für in all' ihrer Komplexität genaustens bekannte Systeme überhaupt möglich, und genau das zweifle ich erheblich an.

Niemand kann vorhersagen, was genau passiert, wenn man eine Schraube oder ein Stück blanken Drahtes auf ein laufendes Computer-Mainboard fallen lässt. Erst recht nicht, wenn dieses im Laufe der Zeit noch dazu vielfach verändert und erweitert worden wäre, möglicherweise mit ungeeignetem Material, und bei inzwischen sehr fraglichem Zustand des Basismaterials und z.B. der Schutzlacke und Bauteil-Isolierungen.

Hinzu kommt immer der Faktor Mensch, wie ganz bitter in Tschernobyl erfahren.
Was nutzt es den Opfern, dass vielleicht einige Mitarbeiter später der Mitverantwortlichkeit überführt werden, wenn das halbe Land verstrahlt ist und Tausende tot oder am Verrecken sind...
Kein Support per persönlicher Mitteilung!
Fragen gehören in's Forum.

Veränderungen stehen an. Dies ist der bisherige Stand:
28,x°,23.5°,19,2°,13°Ost
,1mØ Multifeed, mit Quattro LNBs; Multiswitches 4x 5/10(+x) - alle ohne Terrestrik und modifiziert für nur ein 12V DC Steckernetzteil (Verbrauch insgesamt 15 Watt)
1mØ mit DiSEqC 1.3/USALS als LNB2 an DVB-S2 STB, aktuell 30°W bis 55°O
1.) FM2A88X Extreme6+, A8-6600K (APU mit 4x 3,9 GHz und Radeon HD8570D), 16GB DDR3 1866, 128GB SSD, 3TB HDD, Win10 x64 Pro 1909 / 10.0.17763.107, Terratec T-Stick Plus (für DAB+), Idle Verbrauch ca. 35 Watt
2.) FM2A75 Pro 4, A8-5600K (APU mit 4x 3,6 GHz und Radeon HD7530D), 8GB DDR3 1600, 128GB SSD, 2TB HDD, Win10 x64 Pro, Idle Verbrauch ca. 45 Watt
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XORO HRS-9200 CI+ (DVB-S2); XORO HRT-8720 (DVB-T2 HD)
Empfänger nur für FTA genutzt / ohne Abos
YAMAHA RX-V663 (AV-Receiver); marantz 7MKII; Philips SHP2700 ...
FritzBox 7590 mit VDSL2 50000

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Vattenfall entdeckt weitere Schäden am AKW Krümmel
« Antwort #46 am: 06 September, 2007, 08:37 »
Im Atomkraftwerk Krümmel hat der Betreiber Vattenfall erneut Mängel festgestellt. Das Unternehmen entdeckte bei einer Überprüfung weitere Risse an zwei Armaturen. Die Atomaufsicht ist informiert. Wann der Meiler wieder ans Netz gehen kann, ist ungewiss.

Frankfurt am Main - Die Schäden seien an Teilen entdeckt worden, die zum Reaktorwasserreinigungssystem und zum Nachkühlsystem gehörte, sagte Vattenfall-Unternehmenssprecher Ivo Banek. Die Kieler Atomaufsichtsbehörde sei informiert worden.

In den vergangenen Wochen waren bereits 14 Risse in Rohrleitungen und einer Armatur aufgefallen. Daraufhin hatte das Unternehmen weitere Armaturen untersucht. Vattenfall überprüft das AKW Krümmel derzeit im Rahmen seiner jährlichen Revision. Seit dem Brand eines Transformators Ende Juni steht der Meiler still. Wann er wieder in Betrieb genommen werden kann, ist derzeit noch unklar.

Ungeachtet dessen hält die Münchener Rück die Sicherheitsbedenken gegen deutsche Atomkraftwerke für überzogen. "Deutsche Atomkraftwerke sind sicher genug", sagte der zuständige Konzernvorstand Torsten Jeworrek der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ)" (Mittwochausgabe).

Die Versicherungswirtschaft, die Kernkraftwerke im sogenannten Atompool gemeinsam absichert, habe die jüngsten Störfälle in den Vattenfall-Kraftwerken Krümmel und Brunsbüttel eingehend untersucht. Der Bericht des Atompools zeige, dass die Sicherheitstechnik nach den Unfällen funktioniert habe, sagte Jeworrek. "Das Risiko gehen wir ein", bekräftigte der Rückversicherungs-Spezialist.

Behindert von Protestaktionen erreichte heute ein leerer Castorbehälter neuen Typs das Zwischenlager Gorleben. Wie die Polizei mittelte, wurde der Zug mit dem Test-Behälter am frühen Morgen von einer Gruppe AKW-Gegner bei Lüneburg blockiert. Eine Aktivistin seilte sich auf den Transport ab. Zu weiteren Blockadeversuchen kam es bei Dannenberg und nahe Gorleben. An den Protesten beteiligten sich mehrere hundert AKW-Gegner.

Im Zwischenlager Gorleben, das der Behälter am späten Vormittag erreichte, soll der neue Castor 28 M für seine Zulassung getestet werden. Ein zweiter leerer Behälter französischer Bauart wurde am Mittwoch aus dem Zwischenlager abgeholt und trat die Bahnreise nach Frankreich an.

Wie der Sprecher der Brennelementlager Gorleben (BLG), Jürgen Auer, sagte, wurde der neue Castor 28 M von der Gesellschaft für Nuklear-Service in Mülheim/Ruhr hergestellt und kann heißere radioaktive Abfälle aufnehmen, als die bislang im Zwischenlager verwendeten Castor-Typen. Vor der Zulassung des neuen Behälters müsse im Zwischenlager dessen Handhabung erprobt werden.

Der neue Castor-Behälter wiege beladen rund 115 Tonnen und solle nach seiner Zulassung erstmals im Jahr 2009 in Gorleben zum Einsatz kommen. Insgesamt seien 2008, 2009 und 2010 noch jeweils drei Transporte aus Frankreich nach Gorleben geplant, bei denen je elf Behälter mit Abfällen aus der Wiederaufarbeitung angeliefert würden. Bei dem Transport im Herbst 2008 würden französische Behälter des bereits in Gorleben getesteten Typs TN 85 verwendet.

Quelle : www.spiegel.de

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AKW Krümmel darf wieder angefahren werden
« Antwort #47 am: 20 Juni, 2009, 08:55 »
Nach einer Abschaltung von 2 Jahren hat die Atomaufsichtsbehörde von Schleswig-Holstein heute die Genehmigung erteilt, Atomkraftgegner kündigen Proteste an.

Die Atomaufsichtsbehörde von Schleswig-Holstein hat Vattenfall, dem Betreiber des Atomskraftwerks Krümmel, nun die Genehmigung erteilt, den Reaktor wieder anfahren zu dürfen. Aufgrund einer Reihe von Unfällen und Pannen war der Reaktor, zusammen mit dem ebenfalls von Vattenfall betriebenen Atomkraftwerk Brunsbüttel, abgeschaltet worden. Beim AKW Krümmel war Feuer im Transformatorenhaus ausgebrochen.

Alle Mängel seien behoben worden, heißt es von Seiten der Atomaufsichtsbehörde. Dem AKW wurde die erforderliche Zuverlässigkeit bescheinigt, weswegen es wieder in Betrieb genommen werden kann. Die für Atomaufsicht zuständige Ministerin, Dr. Gitta Trauernicht (SPD), sagte: "Die Atomaufsicht hat zum Schutz der Bevölkerung strengste Maßstäbe angesetzt. Während des rund zweijährigen Stillstandes hat die Atomaufsicht unter Hinzuziehung zahlreicher externer Sachverständiger die Arbeiten von Vattenfall fortlaufend intensiv überwacht und kontrolliert." Vattenfall erklärte, das Wiederanfahren sofort zu starten: "Bis das Kraftwerk wieder seine volle Leistung erreicht, werden mehrere Tage vergehen."

Atomkraftgegner rufen zu einer Blockade für den 3. Juli auf und kündigen an, dass ab Samstag eine Mahnwache vor der Reaktor stehe. Zur Stromversorgung werde der Reaktor nicht gebraucht, was durch den zweijährigen Ausfall deutlich geworden sei: "Das AKW Krümmel gehört nachweislich zu den unsichersten der Republik. Es entspricht trotz der durchgeführten Reparaturen in puncto Sicherheit nicht dem Stand von Wissenschaft und Technik. Es ist nicht gegen den Absturz von größeren Flugzeugen geschützt. Die Entsorgung des Atommülls ist weiterhin ungelöst. Immer mehr Kinder im Umkreis des Kraftwerks erkranken an Leukämie. Als Neubau würde dieser Reaktor niemals eine Genehmigung bekommen."

Ebenfalls heute teilte die Atomaufsichtsbehörde mit, dass auch das Atomkraftwerke Brokdorf "nach Abschluss des jährlichen Brennelementwechsels und der damit verbundenen planmäßigen Jahresrevision wieder ans Netz" gehen kann. Während der Revision, bei der auch die Sicherheit "optimiert" worden wäre, seien zwei meldepflichtige Vorfälle gemeldet und behoben worden.

Quelle : http://www.heise.de/tp/

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Atomkraftwerk: Krümmel wieder heruntergefahren
« Antwort #48 am: 02 Juli, 2009, 08:29 »
Panne in Krümmel: Knapp zwei Wochen, nachdem das Atomkraftwerk nahe Hamburg in Betrieb genommen wurde, ist es wieder vom Netz gegangen. Grünen-Spitzenkandidat Jürgen Trittin fordert die sofortige Stilllegung des störanfälligen Meilers.

Geesthacht - Eigentlich sollte das Atomkraftwerk Krümmel in Schleswig-Holstein mit "voller Leistung" arbeiten. So hatte es der Betreiber Vattenfall nach der Inbetriebnahme am 22. Juni angekündigt. Doch stattdessen ruht die Arbeit im Werk erneut. Wegen eines Trafo-Problems ist das AKW wieder vom Netz gegangen.

Am Mittwochnachmittag schaltete sich die Turbine der Anlage automatisch ab, nachdem ein sogenannter Eigenbedarftransformator ausgefallen war. Warum der Transformator versagte, war zunächst unklar. Zur genauen Untersuchung seien Sachverständige hinzugezogen worden, hieß es.

Grünen-Spitzenkandidat Jürgen Trittin forderte die sofortige Stilllegung des störanfälligen Meilers. Der frühere Umweltminister verwies darauf, dass gerade ältere Atomanlagen unzureichend gegen Flugzeugabstürze oder Anschläge gesichert seien. Auch Greenpeace-Atomexperte Mathias Edler sagte, es dürfe nicht erst ein "unkontrollierbarer Störfall passieren, damit der Pannenreaktor endgültig vom Netz genommen wird".

Mittwoch hat Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) bekräftigt, dass er am Atomausstieg festhalten will. Anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Deutschen Atomforums sprach er vom einem halben Jahrhundert "Lug und Trug".

Vor zwei Jahren war das Atomkraftwerk Krümmel heruntergefahren worden und seit Juni 2007 still. Damals hatte ein Transformator-Häuschen gebrannt, per Schnellabschaltung wurde der Reaktor heruntergefahren. Doch Vattenfall informierte die Öffentlichkeit nur zögerlich über die Vorkommnisse, hinzu kamen weitere Störfälle. Wegen weiterer technischer Probleme durfte das AKW nicht wieder hochgefahren werden.

Es war eine Serie aus Pannen und Peinlichkeiten, die am Ende mehrere Vattenfall-Manager den Job kostete. Vattenfall sah sich gezwungen, eine Expertenkommission einzusetzen, um die Vorgänge aufklären zu lassen. In den Jahren 2007 bis 2009 sollen Brennelemente ausgewechselt und Jahresrevisionen durchgeführt worden sein. Nach dem langen Stillstand hatte die Atomaufsicht am 19. Juni diesen Jahres das Wiederanfahren des Atommeilers in Geesthacht genehmigt. Atomkraftgegner befürchten jedoch weitere Störfälle in dem Kraftwerk. Sie wollen den Meiler am 3. Juli blockieren.

Quelle : www.spiegel.de

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Vattenfalls Pannenreaktor
« Antwort #49 am: 02 Juli, 2009, 10:59 »
Zwei Jahre hatte Vattenfall Zeit, das AKW Krümmel durchzuchecken, doch nach der Inbetriebnahme dauerte es nicht einmal eine Woche, bis ein sicherheitsrelevantes Element ausfiel, und der Meiler wieder vom Netz gehen musste

In Deutschland sind nach Angaben des Atomforums 17 AKW mit einer elektrischen Leistung von 21.479 Megawatt (MW) im Betrieb. 2008 hatten sie eine Auslastung von 80 Prozent und produzierten 148,8 Milliarden Kilowattstunden Strom. Zwei der 17 AKW, die Kraftwerke Brunsbüttel und Krümmel und Schleswig-Holstein, standen 2008 ganzjährig still, ohne das es zu Vesorgungsengpässen gekommen wäre.

Das AKW Krümmel wurde am Dienstag letzter Woche wieder angefahren, wenige Tage später gab es den ersten meldungspflichtigen Vorfall. Eine elektronische Baugruppe, verantwortlich für die zeitverzögerte Auslösung von Schutzmaßnahmen, sei ausgefallen und ausgetauscht worden. Den umweltpolitischen Sprecher des Südschleswigschen Wählerverbandes SWW, der die dänische Minderheit im Kieler Landtag vertritt, veranlasste das zu der Feststellung, dass es keinen vernünftigen Grund gibt, das AKW nicht abzuschalten.

"Diesmal haben nicht einmal zwei Jahre Reparatur ausgereicht, um das marode Atomkraftwerk wieder halbwegs fahrtüchtig zu machen. Krümmel ist mittlerweile ein Synonym für Panne und wäre es ein Auto, dann hätte das Ordnungsamt längst die Plakette abgekratzt. Das AKW Krümmel ist in den letzten Jahren nahezu dauerhaft ausgeschaltet gewesen, ohne dass in Schleswig-Holstein auch nur ein Licht ausgegangen ist. Außer den finanziellen Interessen von Vattenfall sprechen also alle Gründe dafür, diesen Schrottreaktor im Interesse der Bevölkerung so schnell wie möglich still zu legen."
Lars Harms

Im Vorfeld der Wiederinbetriebnahme hatte die Umweltorganisation Greenepeace dem Bundesinnenministerium vorgeworfen, die Gefahr von Anschlägen auf den Reaktor heruntergespielt zu haben. Da Ministerium streitet ab. In der Begrün dung der Kieler Landesregierung für die Genehmigung der Wiederinbetriebnahme hatte es gehießen: "Der Bundesinnenminister hat [...] gegenüber der Atomaufsicht erklärt: Nach der aktuellen Lagebewertung des BKA gibt es keine konkreten Anhaltspunkte dafür, dass sich die Gefahr durch Anschläge mittels Luftfahrzeugen gegenüber dem Jahr 2002 erhöht hat." (Zitiert nach einem Bericht in der Zeit.)

Greenpeace hält dem entgegen, dass aus internen Papieren des BKA hervorgehe, dass sich das Anschlagsrisiko erhöht habe. Und eigentlich haben Wolfgang Schäuble und sein Amtsvorgänger Otto Schily in den letzten Jahren ja auch keine Gelegenheit ausgelassen, Anschläge und terroristische Bedrohung herbeizureden.

Nachtrag:

Kaum waren diese Zeilen am Dienstagabend geschrieben und hochgeladen, da kommt die Meldung, dass das AKW Krümmel schon wieder vom Netz genommen werden musste. Ein Eigenbedarftransformator sei ausgefallen. Nach nur acht Tagen also schon der zweite Ausfall eines wichtigen Bauteils.

Dienstag feiert auch das Atomforum seinen 50. Jahrestag. Zur Party war auch Bundeskanzlerin Angela Merkel eingeladen. Die nutzte nach einem Bericht des Handelsblatts die Gelegenheit, die Verlängerungen der AKW-Laufzeiten zu fordern und kündigte an, Atomkraft werde zum Wahlkampfthema werden. Nur zu.

Quelle : http://www.heise.de/tp/

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Vattenfall : Aus Fehlern nichts gelernt
« Antwort #50 am: 03 Juli, 2009, 16:33 »
Im Zusammenhang der jüngsten Schnellabschaltung im AKW Krümmel wiederholen sich Pannen, die bereits beim Trafobrand vor zwei Jahren auftreten

Im AKW Krümmel gab es am Mittwoch wie berichtet eine Schnellabschaltung. Nach Angaben des Betreibers Vattenfall fährt das Kraftwerk derzeit mit halber Last. Die automatische Abschaltung war die Folge des Ausfalls eine Transformators, der für den Eigenbedarf des Kraftwerks gebraucht wird.

Im Zuge dieses Vorfalls kam es zum Versagen einer Speisewasserpumpe des Kühlsystems. Und hier wird es interessant: Vor zwei Jahren waren im Verlauf eines folgenschweren Transformatorbrands gleich zwei Kühlwasserpumpen ausgefallen, wie aus der Störfallbeschreibung der Hamburger Fachgruppe Energie hervorgeht.

Da fragt man sich doch, weshalb das Unternehmen es in zwei Jahren nicht geschafft hat, sein Pumpenproblem zu lösen. Womit mögen die Techniker und Ingenieure bloß in der langen Stillstandzeit beschäftigt gewesen sein? Und sind sich die Aufsichtsbehörden bei all den merkwürdigen Vorfällen wirklich sicher, dass die vom Atomgesetz geforderte Zuverlässigkeit des Betreibers noch gegeben ist?

Quelle : http://www.heise.de/tp/
« Letzte Änderung: 03 Juli, 2009, 17:56 von SiLæncer »

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AKW Krümmel musste am Samstag erneut abgeschaltet werden
« Antwort #51 am: 04 Juli, 2009, 18:18 »
Umweltgruppen fordern die endgültige Stilllegung des Pannenreaktors.

Am Mittwoch erst war das Pannen-AKW Krümmel automatisch abgeschalten worden. Erst am 19. Juni war das Atomkraftwerk nach einer zweijährigen Stilllegung wieder ans Netz gegangen. Schuld an dieser Panne sei ein Mitarbeiterfehler – ein fehlerhaft eingestelltes Ventil – gewesen, kein technischer Defekt..

"Das offenbart die Unzuverlässigkeit des Betreibers", kritisierte Mathias Edler von Greenpeace. "Wenn in einem hochriskanten AKW einfach unbemerkt irgendwelche Hebel und Schalter umgelegt werden können, dann ist das Grund genug, dem Betreiber die Lizenz zu entziehen und den Reaktor endgültig stillzulegen."

Am Mittwoch fuhr das Kraftwerk dann nach Angaben des Betriebers Vattenfall mit halber Last. Heute Mittag ist, wie es bei Vattenfall heißt, das Atomkraftwerk "durch eine Reaktorschnellabschaltung vom Netz gegangen. Ursache war nach bisheriger Erkenntnis eine Störung in einem der beiden Maschinentransformatoren des Kraftwerks. Die Anlage befindet sich in stabilem Zustand, die Stromversorgung des Kraftwerks erfolgt zurzeit über das Fremdnetz." Die Probleme, die schon vor zwei Jahren zur Abschaltung führten, scheint Vattenfall trotz ausgiebiger Reparaturzeit nicht in den Griff zu bekommen.

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Vattenfall nach AKW-Panne in Erklärungsnot
« Antwort #52 am: 05 Juli, 2009, 17:56 »
Nicht der Betreiber alarmierte die Atomaufsicht, sondern die Polizei: Nach der erneuten Panne im AKW Krümmel hat Vattenfall sich für seine schlechte Informationspolitik entschuldigt und Details über den Störfall bekanntgegeben. Demnach waren die Folgen schlimmer als zunächst angenommen.

Hamburg - Beschwichtigungsversuche nach der erneuten Panne im norddeutschen Kernkraftwerk Krümmel: Das Betreiberunternehmen Vattenfall hat sich für die Informationspannen nach der erneuten Schnellabschaltung des AKW entschuldigt. "Ich will ganz deutlich sagen, dass dies für uns nicht akzeptabel ist", sagte Ernst Michael Züfle, Geschäftsführer von Vattenfall Europe Nuclear Energy.

Das Aufsichtsamt hörte zuerst über die Polizei von dem Zwischenfall, ehe Vattenfall sich selbst meldete. "Die Objektsicherung des Kraftwerks hat die Landespolizei in Geesthacht informiert, und die Polizei hat die Information an das Innenministerium weitergegeben", sagte Züfle. Von dort sei das Sozialministerium benachrichtigt worden.

Nach Angaben des Unternehmens war es zu einem Kurzschluss in einem Transformator gekommen. Dadurch wurde der Reaktor abgeschaltet und die Anlage vom Netz getrennt. Die Transformatoren sorgen dafür, dass der vom AKW erzeugte Strom ins Netz gespeist wird.

"Sicherheit vor Schnelligkeit"

Er bedauere, dass es durch die Schnellabschaltung erneut zu einer Verunsicherung der Bevölkerung gekommen sei, erklärte der Geschäftsführer. Im Jahr 2007 hatte ein ähnlicher Vorfall mit einem anderen Transformator zu einem Brand geführt, in dessen Folge das Kraftwerk knapp zwei Jahre still stand. Offenbar ist Krümmel nun nur knapp einem ähnlich folgenschweren Trafobrand entgangen.

Züfle betonte, dass es sich bei dem jetzt ausgefallenen, 33 Jahre alten Trafo um jenes zweite Aggregat handle, das nicht vom Brand am 28. Juni 2007 betroffen war. Durch das Feuer und die Zerstörung des Trafos 2007 sei eine letztendliche Ursachenermittlung damals nicht möglich gewesen. Seither sei jedoch der jetzt defekte Pannentrafo ebenfalls gründlich überprüft worden. "Für die Ursache des neuen Kurzschlusses haben wir bisher keine Erklärung", sagte er.

"Unter anderem die Herstellerfirma und Sachverständige haben uns die uneingeschränkte Gebrauchsfähigkeit bestätigt." Warum der Kurzschluss dennoch nicht vermieden werden konnte, müsse jetzt geklärt werden.

Die Panne vom Samstag war schlimmer als zunächst bekannt. Nach dem ursprünglichen Transformator-Unfall gab es Folgeschäden bei der Schnellabschaltung: Wegen eines defekten Brennelementes kam es zu einer Erhöhung der Radioaktivität im Reaktorwasser. Außerdem kam es zu Problemen bei der Kühlung des Reaktorwasser-Reinigungssystems. Des weiteren war ein Elektronikteil kaputt, das eine Sicherungsmutter steuert.

Wie 2007 sei auch jetzt wieder Öl ausgelaufen, aber nur zum Teil in der dafür vorgesehen Auffangwanne festgehalten worden, erklärte Züfle. Ein anderer Teil sei ins Erdreich unter dem Trafo gedrungen, das dann habe abgetragen werden müssen. "Es gehört zur Charakteristik von Trafos, dass sie Kurzschlüsse haben können. Unser Kraftwerk ist dafür ausgelegt", so der Geschäftsführer.

Erst vor gut zwei Wochen war Krümmel wieder ans Netz gegangen. Die Verunsicherung könne er nachempfinden, betonte Züfle. Vattenfall hege aber keine Zweifel an der Sicherheit der Anlage und habe die Absicht, das Kraftwerk wieder ans Netz zu bringen. "Ich bin überzeugt davon, dass das Kernkraftwerk Krümmel sicher betrieben werden kann", sagte Züfle. Es sei noch eine Laufzeit von acht bis neun Jahren geplant.

"Für den weiteren Prozess gilt: Sicherheit vor Schnelligkeit", hob Züfle hervor. Erst wenn alle technischen und organisatorischen Fragen eindeutig geklärt seien, werde in enger Abstimmung mit der Aufsichtsbehörde das Atomkraftwerk wieder in Betrieb genommen. Wann dies so weit sein werde, lasse sich noch nicht sagen. Zur Aufarbeitung der Vorgänge hat Vattenfall seine interne Revision beauftragt.

Gabriel kündigt härte Gangart bei AKW-Aufsicht an

Züfle gab auch Einzelheiten der Kosten der zweijährigen Reparatur Krümmels bekannt: Demnach wurden 300 Millionen Euro in die Arbeiten investiert, außerdem kam es zu Umsatzausfällen von einer Million Euro pro Stillstandstag.

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat sich indes in das Genehmigungsverfahren eingeschaltet. "Wir sind uns einig, dass ein Wiederanfahren des Reaktors nur nach vorheriger Zustimmung der Bundesaufsicht erfolgen wird", erklärte er in Berlin. Zudem sollten "anlagenübergreifend die elektrischen Systeme in den Atomreaktoren" überprüft werden. Als Kritik an der zuständigen schleswig-holsteinischen Sozialministerin Gitta Trauernicht, SPD, wollte Gabriel seine Ankündigung zur Bundesaufsicht nicht verstehen. Deren Vorgehen sei "angemessen und richtig" gewesen. Trauernicht ordnete eine Zuverlässigkeitsprüfung des Betreibers an.

Nach der Panne kam es zu schweren Störungen im Stromnetz von Hamburg und Teilen von Schleswig-Holstein. So fielen die meisten Ampeln der Stadt aus. Vattenfall räumte einen Spannungsabfall nach dem Abschalten ein. Dieser Einbruch von weniger als einer Sekunde habe dazu geführt, "dass sich einzelne Kundenanlagen vom Netz getrennt haben".

Die Hamburger Wasserwerke berichteten, durch den Ausfall seinen große Schäden im Leitungsnetz entstanden, weil sich Pumpen plötzlich wieder einschalteten. Vattenfall sagte, darüber sei nichts bekannt. Beschwert hätten sich aber etwa Einkaufszentren und Industriebetriebe.

Quelle : www.spiegel.de

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Re: Vattenfall nach AKW-Panne in Erklärungsnot
« Antwort #53 am: 05 Juli, 2009, 23:02 »
Zitat
Vattenfall räumte einen Spannungsabfall nach dem Abschalten ein. Dieser Einbruch von weniger als einer Sekunde habe dazu geführt, "dass sich einzelne Kundenanlagen vom Netz getrennt haben".
Das kann ich bestätigen.
Zumindest das grosse Einkaufszentrum in Hamburg-Altona, in dem ich gerade arbeitete, zeigte starke Schwankungen in der Stromversorgung, sodass viele Systeme kurzfristig ausfielen, von denen "natürlich" nicht alle wieder automatisch den Betrieb aufnahmen. Also wurde es für die Techniker vor Ort ziemlich hektisch. Naja, unsere Beamer-Demo brauchte natürlich bloss eine Wartezeit, ebenso einige Hochleistungsleuchten, aber Fahrstühle und Rolltreppen waren schon etwas wichtiger...

Zuhause hatte ich zu der Zeit zufällig einen Energiemonitor im Einsatz, der zwar eine kleine Schwankung protokollierte, über eine Minute gemittelt im Bereich von ca. +/- 10%, etwa 2 - 3 Minuten lang, aber es sind hier an keinem Gerät irgendwelche Aussetzer aufgetreten. Auch die Fritz!Box hat nix gemerkt.

Allerdings haben sich die Störungen (entgegen einiger heutiger Zeitungsmeldungen) nicht nur im Mittel- oder Hochspannungsnetz der Stadt ausgewirkt. Zumindest unsere Schwesterfiliale in Köln hat gleichzeitig so starke Netzinstabilitäten erlebt, dass auch dort nicht nur das Licht deutlich flackerte, sondern es dort ebenfalls zu einigen Systemaussetzern kam. Das fiel auf, weil just in dem Moment zwei Techniker dieser Filialen miteinander telefonierten.
Es ist daher stark anzunehmen, dass das deutsche bzw. europäische Verbundnetz stärker beeinflusst wurde als örtliche Niederspannungsbereiche, die vermutlich allein schon aufgrund der inzwischen nicht mehr ganz seltenen kleineren Solarstromanlagen und Blockheizkraftwerke teilweise über eine gewisse Pufferung verfügen.

Jürgen
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Greenpeace verriegelt Pannen-AKW Krümmel
« Antwort #54 am: 06 Juli, 2009, 14:28 »
Der neue Störfall soll schnelle Konsequenzen haben, die Kritik am Betreiber Vattenfall wächst: Grüne und Linke fordern die sofortige Abschaltung des Atomkraftwerks Krümmel. Umweltschützer haben am Vormittag die Einfahrt mit eisernen Ketten verriegelt. Kanzlerin Merkel verteidigt die Energiekonzerne.

Berlin - "AKW Krümmel geschlossen wegen Unzuverlässigkeit von Vattenfall", steht auf dem Schild, das Greenpeace-Aktivisten am Einfahrtstor des Kernkraftwerks Krümmel in Geesthacht angebracht haben. Die Tür haben die Umweltschützer mit Ketten verriegelt.

Greenpeace fordert von der Atomaufsicht, Vattenfall die Lizenz zum Betreiben von Atomkraftwerken in Deutschland sofort zu entziehen und den Reaktor Krümmel endgültig stillzulegen.

Greenpeace-Atomexperte Mathias Edler verwies auf Parallelen zwischen dem Trafokurzschluss am Samstag, der eine Schnellabschaltung des AKW ausgelöst hatte, und dem Trafobrand im Jahr 2007. Vattenfall sei unfähig, für einen zuverlässigen Betrieb des AKW zu sorgen. "Die Konsequenz kann nur lauten: Entzug der Betreiberlizenz, und Krümmel muss für immer vom Netz", sagte Edler.

Auch in den politischen Parteien sorgt der Störfall in Krümmel für Forderungen nach einer schnellen Stilllegung des Pannenreaktors: Grünen-Chefin Claudia Roth hat den Energiekonzern Vattenfall aufgefordert, das Kernkraftwerk nach der jüngsten Panne endgültig abzuschalten. "Mit Krümmel darf Vattenfall nicht länger ein gefährliches Vabanquespiel betreiben", teilte Roth am Montag mit und forderte eine umfassende Untersuchung des Störfalls vom Wochenende. "Die Pannenserie im Altreaktor Krümmel ist höchst besorgniserregend." Es stelle sich die Frage, ob Vattenfall überhaupt in der Lage sei, ein Atomkraftwerk mit der nötigen Sorgfalt zu betreiben.

Auch die Linke im Bundestag will, dass Krümmel stillgelegt wird. "Vattenfall ist eindeutig nicht in der Lage, ein Atomkraftwerk zu betreiben", erklärte am Montag in Berlin der energiepolitische Sprecher der Fraktion, Hans-Kurt Hill. Ein Konzern, der sein Image vor die Sicherheit der Menschen stelle, dürfe in keinem Fall eine derartige Risikotechnik in die Finger bekommen, meinte er. Hill stellte fest, dass zwei meldepflichtige Störfälle im Atomkraftwerk Krümmel vom schwedischen Betreiber vertuscht worden seien. "Für die Atomaufsicht verstrichen wertvolle Stunden zum Schutz der Bevölkerung", monierte er. Das jetzige Verhalten sei "schlicht kriminell".

Zuvor hatte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) einen schnelleren Atomausstieg sowie eine einheitliche Atomaufsicht gefordert.Gabriel machte das Thema Atomkraft nach dem Störfall in Krümmel zum Wahlkampfthema.

Unterdessen erklärte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), sie halte die deutschen Atomkraftwerke grundsätzlich für sicher. Sie will trotz des Störfalls in Krümmel nicht von der Forderung nach längeren Laufzeiten abrücken. Die Kanzlerin habe keinen Zweifel daran, dass nur Anlagen in Betrieb seien, für die Zuverlässigkeit und Fachkompetenz gewährleistet seien, sagte Vize-Regierungssprecher Thomas Steg am Montag in Berlin. Merkel lehnt die Pläne von Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) ab, den Ländern die Atomaufsicht zu entziehen. Die Kanzlerin sei der Ansicht, "dass daran festgehalten wird", sagte Steg. Bund und Länder sollten sich weiter um Kooperation bemühen.

Das Atomkraftwerk Krümmel hatte sich am Wochenende selbsttätig abgeschaltet, als es wieder auf seine volle Leistung hochgefahren werden sollte. Es war nach zwei Jahren Stillstand erst vor zwei Wochen wieder ans Netz gegangen, aber nicht störungsfrei gelaufen. Ursache der neuen Abschaltung war ein Kurzschluss in einem Transformator.

Der Energiekonzern Vattenfall geriet wegen der Pannenserie in Krümmel verschärft in die Kritik. Grünen-Spitzenkandidatin Renate Künast sprach dem Konzern die Eignung ab, Atomkraftwerke zu betreiben. Dem Berliner "Tagesspiegel" sagte sie: "Es zeugt von gefährlichem Dilettantismus, dass Vattenfall das AKW in nur zwei Wochen zweimal vom Netz nehmen muss." Bei der Bundestagswahl werde auch über die Zukunft der Kernenergie entschieden.

Quelle : www.spiegel.de

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Kernkraftwerksrückbau für Milliarden
« Antwort #55 am: 07 Juli, 2009, 08:56 »
Die jüngsten Störfälle im AKW Krümmel machen deutlich: Die 30 und mehr Jahre alte Technik, die in zahlreichen der 17 in Deutschland mit Betriebsgenehmigung ausgestatteten Kernkraftwerke verbaut ist, hat ihre Tücken. Entscheidet sich ein Kraftwerksbetreiber im Konzert mit den Aufsichtsbehörden schließlich dafür, eine Anlage stillzulegen, wird es ganz besonders kompliziert: Der umweltgerechte Abbau der Anlagen ist eine Wissenschaft für sich – und enorm teuer dazu.

Technology Review berichtet in seiner Juli-Ausgabe (aktuell am Kiosk oder hier portokostenfrei online zu bestellen) sowie nun auch online über die Arbeiten beim Rückbau des Atomkraftwerks Greifswald. Es ist das weltweit größte Abrissprojekt dieser Art – und gilt Beobachtern als Kompetenzsprung für einen internationalen Markt. Bedarf für das Wissen, das hier gesammelt wird, gibt es in zahlreichen Ländern.

Wenn die Schweißgeräte und Sägen 2013 nach 18 Jahren verstummen, wird das Projekt über drei Milliarden Euro gekostet haben – vielleicht aber auch wesentlich mehr. Schon mehrmals musste die Kalkulation nach oben revidiert werden. Den ursprünglichen Plan, sämtliche Gebäude abzureißen und das 450 Hektar große Areal wieder zur Wiese zu machen, ließ die Bundesregierung deshalb bereits fallen. Nur noch die Innereien des Kraftwerks sollen ausgebaut, wenn möglich dekontaminiert und weggeschafft oder vor Ort eingelagert werden.

Mehr zum Thema in Technology Review online:

    * Abriss als Exporthit

Quelle : www.heise.de

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Vattenfall räumt Versäumnisse in Krümmel ein
« Antwort #56 am: 07 Juli, 2009, 12:58 »
Die Betreiberfirma Vattenfall hat eine neue Panne bei der Sicherheitstechnik des defekten Atomkraftwerks Krümmel eingestanden. Ein vorgeschriebenes Messgerät sei nicht installiert gewesen. Der Reaktor wird für mehrere Monate abgeschaltet bleiben.

Kiel - Drei Tag nach der Notabschaltung des Atomkraftwerks Krümmel hat die Betreiberfirma Vattenfall neue Versäumnisse eingestanden: Das Unternehmen erklärte, ein vorgeschriebenes Überwachungsgerät sei am betroffenen Transformator nicht installiert gewesen. Konkret habe es sich um die sogeannnte Teilentladungsmessung gehandelt.

Wegen der Vorkommnisse habe der bisherige Kraftwerkschef Hans-Dieter Lucht nach Vattenfall-Anfgaben auf eigenen Wunsch von seinen Aufgaben entbunden. Der Reaktor war am Samstagmittag per Schnellabschaltung vom Netz genommen worden. Aus bislang unbekanntem Grund war es zu einem Kurzschluss in einem Maschinentransformator gekommen.

Der Unfall hatte Ähnlichkeit mit dem schweren Unfall vor zwei Jahren, als nach einem Brand an einem baugleichen Transformator der Reaktor für zwei Jahre stillstand. Erst am 19. Juni 2009 hatte die Atomaufsicht das Wiederanfahren genehmigt. Die Parallelität der Ereignisse hat zwei Grünen-Politiker nun zu einer Anzeige motiviert: Der schleswig-holsteinische Grünen-Spitzenkandidat für die Bundestagswahl, Konstantin von Notz, und der Hamburger Grünen-Bundestagsabgeordnete Manuel Sarrazin stellten bei der Staatsanwaltschaft Lübeck Strafanzeige gegen die Verantwortlichen der Anlage.

"Ein fast identischer Störfall"

"Die Störfälle der letzten Tage und die Parallelität der Geschehnisse zum Transformatorbrand vor zwei Jahren haben die Menschen stark beunruhigt und das Vertrauen in Vattenfall, so es denn je vorhanden war, zerstört", sagte Notz.

Dass sich zwei Jahre nach dem Trafobrand "ein fast identischer Störfall" an einem Transformator ereignet habe, begründe den Verdacht einer groben Verletzung von verwaltungsrechtlichen Vorschriften, sagte Notz. Sarrazin betonte, "das Krümmel-Risiko ist für die Metropolregion Hamburg untragbar geworden". Aufgrund dessen Nähe zur Hansestadt sei es wichtig, "dass dieser Pannenreaktor endlich vom Netz geht".

Die schleswig-holsteinische Atomaufsicht will die Zuverlässigkeit des AKW-Betreibers Vattenfall prüfen lassen. Das Unternehmen hat angekündigt, dass der Reaktor in jedem Fall monatelang abgeschaltet bleiben wird. Bevor das Kraftwerk wieder ans Netz gehen könne, würden beide Transformatoren des Kraftwerks durch neue ersetzt. Die Gesamtkosten dafür lägen bei rund 20 Millionen Euro, wie eine Unternehmenssprecherin sagte.

Schleswig-Holsteins für Atomaufsicht zuständige Sozialministerin Gitta Trauernicht (SPD) begrüßte die Entscheidung. Der Austausch der Transformatoren beende "jedoch nicht die grundsätzliche politische Debatte über eine Stilllegung von Krümmel", sagte sie.

"Krümmel ist ein Kraftwerk mit Zukunft"

Der baden-wüttembergische Ministerpräsident Günther Oettinger hat unterdessen für den Fall eines schwarz-gelben Wahlsieges unbegrenzte Laufzeiten für Atommeiler in Aussicht gestellt. "Für alle Kernkraftwerke, die dem Stand der Technik entsprechen, werden wir die Laufzeitbeschränkungen aufheben", sagte der CDU-Politiker dem "Hamburger Abendblatt". Die Reaktoren müssten in Betrieb bleiben, solange sie zuverlässig Strom lieferten. Dies gelte auch für Krümmel: "Wenn die technischen Voraussetzungen stimmen, ist Krümmel ein Kraftwerk mit Zukunft."

Damit geht Oettinger über die bisherigen Ankündigungen von CDU und CSU hinaus. In ihrem Wahlprogramm zur Bundestagswahl bezeichnet die Union die Kernenergie lediglich als "Brückentechnologie". Die Laufzeiten sicherer Kernkraftwerke sollen demnach verlängert werden, bis es genügend klimafreundliche und kostengünstige Alternativen gibt. Ein Termin dafür wird allerdings nicht genannt.

SPD-Fraktionschef Peter Struck warf Bundeskanzlerin Angela Merkel, der Union und der FDP unterdessen vor, sie seien mit ihrer "sturen Forderung nach längeren Laufzeiten auf einem hochgefährlichen Kurs". Nach der Pannenserie in Krümmel müssten selbst die verbohrtesten Kernkraftbefürworter einsehen, dass Laufzeitverlängerungen oder gar der Neubau von Atomkraftwerken der falsche Weg sei, sagte Struck der in Hannover erscheinenden "Neuen Presse". "In Wirklichkeit knickt Frau Merkel hier vor der Atomlobby ein." Abgeschriebene Kernkraftwerke seien Gelddruckmaschinen für die Betreiber. "Es geht um Profit und um sonst nichts", sagte Struck.

Quelle : www.spiegel.de

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Vattenfall hat gegen Vorgaben verstoßen
« Antwort #57 am: 07 Juli, 2009, 17:47 »
Vattenfall gerät wegen der Sicherheitspanne im AKW Krümmel immer stärker unter Druck. Der Betreiber hat in dem Kraftwerk gegen Vorgaben der Genehmigungsbehörde verstoßen: Ein Messgerät wurde nicht wie vereinbart eingebaut. Die zuständige Ministerin spricht von einer "neuen Qualität" des Falls.

Kiel - Ein fehlendes Messgerät im Pannenreaktor von Krümmel könnte für die Betreiberfirma Vattenfall zu größeren Problemen führen. Das Gerät sollte den Maschinentransformator AT02 überwachen, in dem es am Samstag zu einem Kurzschluss gekommen war - es war aber nie an seinem Platz. Der Einbau des Messsystems sei "schlicht vergessen" worden, gestand eine Vattenfall-Sprecherin am Dienstag ein. Was das Unternehmen wie einen Lapsus darstellt, stellt jedoch einen Verstoß gegen die Vorgaben der Genehmigungsbehörde im Schleswig-Holsteinischen Sozialministerium zum Wiederanfahren des Reaktors vor rund zwei Wochen dar.

Im Detail geht es um die Überwachung des Maschinentransformators mit einer sogenannten Teilentladungsmessung. Solche Teilentladungen können in der Hochspannungstechnik Hinweise auf Fehler in der Isolierung sein. Und Schäden in der Isolierung wiederum können sich unter bestimmten Umständen zu Kurzschlüssen auswachsen. Das Knistern unter Hochspannungsleitungen beispielsweise geht auf Teilentladungen zurück.

Um diesen Entladungen auf die Spur zu kommen, werden sogenannte Körperschall-Detektoren eingesetzt. Sie registrieren die Geräusche der Teilentladungen - und lassen auf diese Weise Rückschlüsse auf Schäden an den Isolierungen zu. Vattenfall hat nun eingeräumt, dass die Überwachungseinrichtung am betroffenen Maschinentransformator in Krümmel nicht installiert war - ein klarer Verstoß gegen die behördlichen Vorgaben.

Die Atomaufsichtsbehörde in Kiel erklärte, die Montage des betreffenden Gerätes sei fest mit Vattenfall vereinbart gewesen. Der Maschinentransformator unterliege zwar nicht der Atomaufsicht, weil das Gerät außerhalb des radioaktiven Bereichs stehe, allerdings habe man sich mit Vattenfall auf den freiwilligen Einbau der Kontrolltechnik geeinigt. "Ein Teil dieser Überwachungen sind am Maschinentransformator AT02 nicht umgesetzt worden", heißt es in einer Mitteilung des Ministeriums.

Vattenfall zieht Konsequenzen

"Das hat keine unmittelbaren rechtlichen Konsequenzen", erklärt Schleswig-Holsteins Sozialministerin Gitta Trauernicht (SPD) im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. Das fehlende Messgerät sei kein Verstoß gegen eine Auflage ihres Ministeriums, sehr wohl aber ein Verstoß gegen eine Vorgabe. Der kleine semantische Unterscheid bedeutet: Wegen der nicht eingebauten Messeinrichtung werden nicht sofort Prüfungen nach dem Atomgesetz eingeleitet, sie fließen aber in die ohnehin vom Kieler Ministerium angeordnete Zuverlässigkeitsprüfung der Betreiberfirma Vattenfall ein. Dabei wird untersucht, ob das Unternehmen die nötige Zuverlässigkeit zum Umgang mit Atomanlagen mitbringt.

Und in diesem Verfahren könnte das nicht installierte Gerät eine wichtige Rolle spielen. "Das hat für mich eine neue Qualität bekommen", sagt Ministerin Trauernicht. Einvernehmliche Vereinbarungen zwischen dem Ministerium und dem Betreiber müssten umgesetzt werden: "Darauf muss ich mich verlassen können." Der Einbau des Messgerätes habe in der Verantwortung von Vattenfall gelegen, eine Überprüfung durch einen Gutachter sei nicht vorgesehen gewesen.

Vattenfall hat inzwischen Konsequenzen gezogen: Der Kraftwerksleiter hat - laut Firmenangaben - auf eigenen Wunsch seine Aufgaben abgegeben. Außerdem sollen die beiden Maschinentransformatoren in Krümmel komplett ausgetauscht werden. Vattenfall erklärte, neue Transformatoren könnten frühestens bis April oder Mai 2010 geliefert und eingebaut werden. Bis dann stehe das Kraftwerk still.

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Die erneute Panne im AKW Krümmel heizt die Debatte über die Sicherheit älterer Atomkraftwerke an. Jetzt wird bekannt, dass die Bundesregierung deren Standards schon länger kritisch sieht: Die frühen Reaktoren gehören einer offiziellen Einschätzung zufolge "nicht zu den hochmodernsten und sichersten".

Berlin - Die Energiekonzerne in Deutschland dürften über diese Einschätzung der Bundesregierung nicht besonders erfreut sein: Die Große Koalition hat eine Rückständigkeit von Atomkraftwerken älterer Bauart wie Krümmel und Biblis eingeräumt. "Die neueren Siedewasserreaktoren sowie die Druckwasserreaktoren der dritten oder vierten Generation haben grundsätzlich bessere Sicherheitseigenschaften", zitierte die "Berliner Zeitung" aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen.

Bei dem wegen mehrerer Pannen ins Gerede gekommenen Meiler Krümmel handelt es sich um einen Siedewasserreaktor älterer Bauart. In einer Antwort auf eine weitere Anfrage geht die Regierung dem Blatt zufolge noch weiter und räumte ein, die älteren Meiler entsprächen nicht dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik. Sie gehörten "nicht zu den weltweit hochmodernsten und sichersten Atomkraftwerken".

Die Antworten der Regierung stammen nach Angaben der Zeitung bereits aus den Jahren 2007 und 2006. Dagegen betonen die Energiekonzerne die Sicherheit auch ihrer älteren Atomanlagen. "Die Kernkraftwerke in Deutschland arbeiten alle auf höchstem internationalem Niveau", sagte RWE-Vorstandschef Jürgen Großmann der "Bild"-Zeitung. Es sei kein einziges Kraftwerk in Betrieb, das nicht sicher sei. Auch ältere Kernkraftwerke seien auf Top-Niveau. Im internationalen Vergleich seien die "alten Anlagen" in Deutschland noch jung, anderswo gebe es doppelt so lange Laufzeiten. Zudem würden die deutschen Kernkraftwerke so streng überwacht wie sonst nirgends.

Die Behauptung von Umweltminister Sigmar Gabriel, in deutschen Kernkraftwerken sei der Normalfall der Störfall, wies Großmann scharf zurück. "Diese Behauptung stimmt keinesfalls. So etwas steht dem Bundesumweltminister nicht gut zu Gesicht, nicht einmal in Wahlkampfzeiten", sagte der RWE-Chef.

Der Ausbau der erneuerbaren Energien braucht nach Ansicht Großmanns noch Zeit und Geld. "Wie andere Länder auch ist Deutschland gut beraten, nicht nur auf ein Pferd zu setzen", sagte Großmann. Kernkraft stehe im Gegensatz zu Wind und Sonne rund um die Uhr zur Verfügung.

Nach der neuen Panne im AKW Krümmel kündigte der Energiekonzern Vattenfall am Dienstag einen monatelangen Stillstand des Meilers an. Laut Betreiber bleibt Krümmel nach jetzigem Stand für zehn Monate abgeschaltet.

Außerdem räumte der Konzern Fehler ein. Danach wurde eine Messeinrichtung des Transformators nicht rechtzeitig installiert. Ein Trafo-Kurzschluss hatte dann am Wochenende zur Schnellabschaltung des Reaktors geführt. Der Kraftwerksleiter wurde inzwischen von seinen Aufgaben entbunden.

Die Atompolitik ist in Deutschland umstritten: Während die Union eine Laufzeitverlängerung deutscher Atomkraftwerke anstrebt, hält die SPD am Atomausstieg fest, den sie in der Regierungszeit mit den Grünen beschlossen hatte. Die Grünen wollen Risiko-Meiler vorzeitig abschalten.

Kurz nach der Panne in dem Kraftwerk bei Hamburg sind auch neue Probleme mit schwedischen Kernreaktoren des Vattenfall-Konzerns bekanntgeworden. Wie der Rundfunk in Stockholm am Dienstagabend berichtete, droht Schwedens Strahlenschutzbehörde nach 60 Berichten über kleine oder mittlere Pannen im Atomkraftwerk Ringhals mit einer verschärften Aufsicht.

Zwei der Zwischenfälle seien als sehr ernst eingestuft worden, hieß es weiter. In Schweden wurde nach einer Serie von Zwischenfällen im Kernkraftwerk Forsmark ab 2006 von Vattenfall-Mitarbeitern ein "Verfall der Sicherheitskultur" kritisiert.

Quelle : www.spiegel.de

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Krümmel: Vattenfall prüft Brennstäbe
« Antwort #59 am: 13 Juli, 2009, 15:23 »
Der Energiekonzern Vattenfall hat am Montag im Atomkraftwerk Krümmel mit der Überprüfung der 80.000 Brennstäbe begonnen. Mindestens einer davon soll defekt sein. Mit dem Kurzschluss eines Transformators am 4. Juli habe der Brennstab-Defekt vermutlich nichts zu tun, so Vattenfall. Nach der Ursache des Kurzschlusses werde noch gesucht. Die Überprüfung der Brennstäbe wird den Angaben zufolge mehrere Tage dauern.


Metallspäne im Reaktordruckbehälter:
Die Kieler Atomaufsicht will den Vorfall prüfen.

 
Metallspäne verantwortlich für Brennstab-Defekt?

Unterdessen berichtet das "Hamburger Abendblatt" (Montagsausgabe), dass beim Wiederanfahren des Atomkraftwerkes am 19. Juni Metallspäne im Reaktordruckbehälter gefunden worden seien. Eine Vattenfall-Sprecherin bestätigte der Zeitung, dass die Späne entfernt worden seien. Sie könne aber nicht ausschließen, dass dabei einige Späne übersehen worden seien und "kleine Partikel" ein Brennelement im Reaktor beschädigt haben könnten. Die Kieler Atomaufsicht kündigte dem Bericht zufolge eine Prüfung des Vorfalls an. Zudem seien Gutachter eingeschaltet worden, die unter anderem klären sollen, wo die Metallspäne herkamen und auf welchem Weg sie in das Reaktorwasser gelangten. Die für die Atomaufsicht zuständige Sozialministerin Gitta Trauernicht (SPD) will am Freitag im Landtag in Kiel eine Regierungserklärung zu den Vorfällen abgeben. Am Freitagnachmittag ist Krümmel auch Thema im Sozialausschuss des Landtags.

Vattenfall dementiert "Spiegel"-Bericht

Das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" hatte am Sonntag unter Berufung auf einen Mitarbeiter des Atomkraftwerkes vorab berichtet, dass vor dem Wiederanfahren des Meilers ein Arbeitsschritt aus Zeitgründen unterblieben sei. Es ging demnach um das Durchspülen vor Rohrverbindungen, um den Reaktor vor Fremdkörpern wie Metallspänen zu schützen. Ein Vattenfall-Sprecher dementierte, dass nicht nach den vorgeschriebenen Regeln gearbeitet worden sei. "Wir haben die verschiedenen Systeme säubern lassen", sagte er dem Magazin.

Protestaktion von Atomkraftgegnern

Am Sonntag hatten rund 60 Atomkraftgegner mit einer Protestaktion unter dem Motto "Gegen das Betreiben des AKW Krümmel" auf die große Zahl von Leukämiefällen in der Umgebung von Geesthacht aufmerksam gemacht. Für 19 Leukämiefälle, die in der Nähe des umstrittenen AKW Krümmel aufgetreten sind, versenkten sie beim Kühlwassereinlauf einen Stein in der Elbe. Mit rund 20 Kanus waren die Atomkraftgegner nach Polizeiangaben zu dem Wassereinlauf gefahren. Bei der Aktion maßen die Aktivisten auch die Wassertemperatur und den Sauerstoffgehalt des Elbewassers.

Quelle: http://www1.ndr.de
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