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RAUMFAHRT- GESCHICHTE
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Thema: RAUMFAHRT- GESCHICHTE (Gelesen 3496 mal)
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SiLæncer
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Zum Mond oder zum Mars?
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Antwort #15 am:
22 Juli, 2009, 20:20 »
Trotz aller Euphorie zum 40. Jubiläum der ersten Mondlandung bleibt vor allem in Zeiten der Wirtschaftskrise die Frage, warum Menschen in lebensfeindliche Wüsten fliegen sollten
Ob unter US-Präsident Obama die Nasa tatsächlich die Gelder erhalten wird, um wieder in eine bemannte Fahrt zum Mond, den Bau einer Mondbasis und schließlich eine Fahrt zum Mars zu unternehmen, steht in den Sternen. Schon Bush hatte sich lieber darin gefallen, die großen Pläne anzukündigen, als sie wirklich mit Geld anzuschieben. Das hat er seinem Nachfolger überlassen, der aber mitten in der Wirtschaftskrise andere Probleme und einen wachsenden Schuldenberg hat.
Das würde Menschen erwarten, wenn sie auf den Mars fliegen. Beispiel Iani Chaos. Bild: ESA/DLR/FU Berlin
Armstrong, Aldrin und Collins von Apollo-11 und andere ehemaligen Astronauten, die auf dem Mond waren, setzen sich dafür ein, dass die bemannte Raumfahrt im Rahmen des Constellation-Programms umgesetzt wird. Vorgesehen ist eine Mondlandung bis zum Jahr 2020, bis 2025 ein Aufenthalt von sechs Monaten auf dem Mond, um dann die Möglichkeiten für eine weitere Fahrt zum Mars zu eruieren und vorzubereiten, die irgendwann nach 2030 stattfinden soll. Bis 2020 waren für den ersten bemannten Flug zum Mond ursprünglich Kosten von 100 Milliarden Dollar vorgesehen. Das sind zwar angesichts der Milliarden- und Billionen-Beträge, die im Zuge der Rettungspakete und Konjunkturprogramme ausgegeben wurden, Peanuts. Aber natürlich wird es sehr viel mehr Geld kosten, als man 2004 ausrechnete. Und auch wenn andere Nationen ebenfalls Missionen zum Mond planen, herrscht derzeit kein Kalter Krieg mehr, wo die Menschen bereit waren, 1,4 Billionen Dollar nach heutigem Stand in die Weltraumfahrt zu pumpen. Bis zu 4 Prozent des Staatshaushalts gingen während des Apollo-Programms jährlich zur Nasa, jetzt ist es nur noch 1 Prozent. 1969 arbeiteten fast 220.000 Menschen bei der Nasa, heute sind es noch 170.000.
Die Mehrheit der US-Bürger will zumindest die Gelder für die Nasa und deren Weltraumprogramm nicht kürzen, auch wenn nur 14 Prozent für eine Erhöhung sind – Tendenz fallend. Die Zustimmung war schon einmal viel höher. Das geht zumindest aus Gallup-Umfragen hervor. 58 Prozent sagen, die Ausgaben für das Weltraumprogramm vor 40 Jahren seien gerechtfertigt gewesen und hätten sich gelohnt. 1980 hatten das nur 41 Prozent gesagt. Seitdem stieg die Zustimmung langsam, aber kontinuierlich. Man verklärt die Vergangenheit. Die Zustimmung ist bei den Jüngeren größer als bei den Zeitgenossen der Mondlandung.
US-Präsident Obama empfängt die Apollo-11-Astronauten Buzz Aldrin, Michael Collins und Neil Armstrong. Bild: Nasa
Bezeichnend jedenfalls ist, dass US-Präsident Obama zum Empfang der Apollo-11-Astronauten nicht davon sprach, wie er die bemannte Raumfahrt fördern will: "one of the things that I've committed to doing as President is making sure that math and science are cool again, and that we once again keep the goal by 2020 of having the highest college graduation rates of any country on Earth, especially in the maths and science fields." Das wird die Fans der Weltraumfahrt vermutlich ernüchtern.
Aufnahme des Lunar Reconnaissance Orbiter. Bild: NASA/GSFC/Arizona State University
Jean-Jacques Dordain, der Generaldirektor der Europäischen Weltraumbehörde ESA, gab sich ebenfalls eher zurückhaltend. Man werde sicherlich einmal wieder Menschen zum Mond schicken, ob und in welcher Form die Europäer mitmachen sollten, sagte er nicht. Die nächste Mondmission werde auf jeden Fall nicht mehr darin bestehen, eine Flagge aufzustellen. Man werde nicht mehr in Konkurrenz den Mond aufsuchen, der aufgrund seiner Nähe einfach zu einer Erweiterung der irdischen Umgebung werden wird. Den Mond könne man nutzen zum wissenschaftlichen Fortschritt oder für eine Warnstation vor Meteoriten oder zur Ausbeutung von Ressourcen. Es sei aber relativ unwichtig, wann man tatsächlich wieder eine Mondmission starte. Bemannte Missionen seien mitsamt den wissenschaftlichen und technischen Herausforderungen aber eine Möglichkeit, junge Menschen für Natur- und Ingenieurwissenschaften zu interessieren. Letztlich wäre die Fahrt zum Mond also ein Event zur Standortsicherung und zur Bildungspolitik.
Andere versuchen schon mehr hineinzupacken, wenn Menschen wüste Himmelskörper besuchen sollen. So sagte John Olson, der bei der Nasa für die Integration der Erkundungssysteme zuständig ist, dass man doch letztlich auf die geplante Sicherheit verzichten könne. Weltraumfahrer könnten doch auch so gestimmt sein wie Abenteurer der Neuzeit, die sich auf Schiffe begeben haben, um neue Kontinente zu entdecken. Auch heute könne man solche Abenteuerer en masse für die Erkundung der "final frontier" finden, die auf eine Rückfahrkarte verzichten und sich gewissermaßen – das sagte er natürlich nicht – auf eine mögliche Selbstmordmission begeben.
Berufsmäßig gibt sich der Mann wohl hoch optimistisch, dass viele Menschen bereit wären, sich für längere Zeit in eine enge Kiste zu sperren und dann etwa auf einer Marswüste zu landen, wo bestenfalls weitere Gefangenschaft in einer gefängnisartigen Klause wartet. "You would find no shortage of volunteers", meint Olson, "It's really no different than the pioneering spirit of many in past history, who took the one-way trip across the ocean, or the trip out west across the United States with no intention of ever returning." Das ist natürlich Schmarrn. Auch wenn die Pioniere, Eroberer und Migranten von einst nicht damit rechnen konnten, zurückzukehren, haben sie doch darauf gehofft, ein anderes Land zu finden, in dem sie leben konnten, weil es dort Luft, Wasser, Pflanzen und Tiere gibt.
Heute wissen wir, was uns erwartet, wenn wir auf den Mond oder den Mars fliegen. Auf Terraforming werden die Abenteurer da nicht warten wollen, wenn nicht zumindest eine Kolonie oder eine Art Biosphäre vorhanden ist oder realistisch aufgebaut werden, in der es sich leben und überleben lässt. Und für die Militärtechnologie ist der Mars sowieso uninteressant. Da reicht es, Raketen zu haben, die Satelliten mit Waffen in eine Umlaufbahn um die Erde zu bringen, um andere Satelliten zu stören oder auf der Erde Unheil anrichten zu können.
Quelle :
http://www.heise.de/tp/
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Mondlandung für jedermann: Apollo-11-Code veröffentlicht
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Antwort #16 am:
23 Juli, 2009, 16:32 »
Auf Google Code wurde zum 40. Jahrestag der ersten bemannten Mondlandung Teile des Quellcodes veröffentlicht, der auf den Steuerungscomputern von Apollo 11 lief. Die Assembler-Dateien unter Public-Domain-Lizenz wurden von gescannten Originalen im MIT Museum erfasst und enthalten neben dem Code auch alle Original-Kommentare.
Auf Google Code findet man sowohl Quelltexte des Steuerungscomputers der Saturn-V-Rakete als auch den des Computers der Mondlandefähre Eagle. Bei den Missionen des Apollo-Programms waren jeweils zwei Steuercomputer (Apollo Guidance Computer, AGC), auf denen unterschiedliche Software lief, mit dabei – einer für die Rakete, die die Astronauten ins All brachte, und einer für die Landekapsel.
Die Software kann man auf dem Emulator des Apollo Guidance Computer laufen lassen. Der Emulator arbeitet unter Linux, Windows und Mac OS X. Auf der Download-Seite des Virtual-AGC-und-AGS-Projekts stehen der Quellcode sowie Binärpakete zum Download bereit.
Quelle und Links :
http://www.heise.de/newsticker/Mondlandung-fuer-jedermann-Apollo-11-Code-veroeffentlicht--/meldung/142490
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All für alle
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Antwort #17 am:
25 Juli, 2009, 20:20 »
Eine Nachbemerkung zum Mondlandungs-Jubiläum und zur bemannten Raumfahrt.
Erinnert sich noch jemand an die zweite Mondlandung, die am 19. November 1969 stattfand? Oder an die letzte? Das eigentliche Produkt der Mondlandemissionen war bereits mit der ersten Mondlandung erzeugt worden. Es war bei der Folge aus Mercury-, Gemini- und Apollo-Programm nie um Forschung gegangen, sondern immer nur darum, Wolkenkratzer zu bauen, die fliegen können. Es ging darum, mit den riesigen Raketen den Stahlhochbau zu der selben Vollendung zu bringen, zu der die alten Ägypter mit dem Pyramidenbau die Steinbearbeitung geführt hatten.
Pyramidenbau und Raumfahrt gleichen einander. Die Ähnlichkeiten zwischen einem Astronauten in seinem weißen Schutzanzug und einer Mumie sind unübersehbar. Und beide Großbauten, Pyramide und Rakete, dienen der Reise in die Unendlichkeit und der Erzeugung eines besonderen Gemeinschaftsgefühls, im Fall der Mondrakete des Gefühls: Wir sind die Menschheit, mit der wir uns, die Augen feucht vor Rührung über uns selbst, dem Schweigen der Natur entgegenstellen.
Cape Canaveral war damals zum Ausgangspunkt der Himmelserstürmung geworden. Wernher von Braun hatte eine Geschichte des Science Fiction-Autors Arthur C. Clarke benutzt, um Präsident Kennedy von der Notwendigkeit der bemannten Raumfahrt und von Flügen zum Mond zu überzeugen. Die Illustratoren populärer Magazine wie "Colliers" und "Popular Mechanics" und Wunderwelten-Profis wie Walt Disney entwarfen grandiose Bilder von Raumstationen und Reisen durchs All, welche die Phantasie einer zukunftshungrigen Generation in Flammen setzte.
In den monumentalen Bauwerken auf Cape Canaveral kristallisierten diese luftigen Gedanken. Von den beiden Starttürmen führt eine lange, breite Straße auf eine wie ein Straßendorf hingestreckte Ansammlung von Gebäuden zu. Alles dort überragt ein imposanter Hallenwürfel, das Vehicle Assemby Building (VAB). Beim Aufmalen der 2.144 Quadratmeter großen amerikanischen Flagge und des NASA-Emblems auf eine der Seitenwände wurden mehr als 22.000 Liter Farbe verbraucht. Das Gebäude ist mit 3,6 Millionen Kubikmetern das vom Volumen drittgrößte Bauwerk der Welt. Zum Vergleich: Die Cheops-Pyramide umfaßt 2,5 Millionen Kubikmeter. Passend zum Countdown lautet übrigens die Telefonvorwahl für Cape Canaveral 321.
Inzwischen stagniert die technische Himmelsbewältigung. Die Erde hat sich in einen Schleier aus Satelliten gehüllt, aber die Verheißungen des Himmels sind nun wieder auf die Erde zurückgekommen. Nach der Challenger-Katastrophe trat die Aussichtslosigkeit der bemannten Raumfahrt zu Tag. Der Versuch, den exzessiv lebensfeindlichen Weltraum mit menschlichem Eroberungsdrang zu beleben, ist nach dem milliardenteuren Einflug von etwas Mondgestein längst in der Kälte des Kosmos verweht.
Im September 2004 wurden Teile des Kennedy Space Center von Hurrikan Frances schwer beschädigt. Ein Teil der Gebäudeverkleidung des VAB wurde weggerissen und der Bereich, in dem die Hitzekacheln des Space Shuttle montiert werden, schwer beschädigt. Heute kann man in Cape Canaveral im "Rocket Garden" das paradoxe Gegenteil dessen sehen, wozu die Anlage ursprünglich gebaut worden ist: liegende Raketen, die auch noch am Boden festgeschraubt sind. Längst wenden wir den Himmel und das All auf technologischem Weg nach Innen. Das Internet ist die Demokratisierung der Raumfahrt – nun kann jeder mitfliegen.
Quelle :
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Als der Mond nach Deutschland kam
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Antwort #18 am:
19 September, 2009, 08:51 »
Vor 40 Jahren kam der Mond nach Deutschland. Wenige Wochen nach der erfolgreichen Weltraummission Apollo 11 mit den ersten Menschen auf dem Erdtrabanten erhielten Wissenschaftler unter anderem in Mainz, Heidelberg, Tübingen und Köln Proben des Mondgesteins von der US-Weltraumbehörde NASA.
105,9 Gramm - und damit die mit Abstand größte Menge - gingen an das Max-Planck-Institut für Chemie nach Mainz. In weniger als zwei Tagen war ein Forscher aus Rheinland-Pfalz nach Houston/Texas und zurück gejettet, um die wertvolle Probe im Handgepäck zu holen. Gleich nach der Ankunft, am Abend des 18. September 1969, begannen die Wissenschaftler mit der Arbeit.
Professor Friedrich Begemann war als 42-Jähriger dabei, als die ersten Proben vom Mond in der Abteilung für Isotopenkosmologie ankamen. "Das Material war sehr dunkel", erinnert er sich. Die Experten des MPI hatten sowohl Mondstaub als auch Gestein von der NASA überlassen bekommen - und zwar in der größten Menge außerhalb der USA. Dies lag sicher auch an den guten Ergebnissen, die die Wissenschaftler bei der Meteoriten-Forschung vorweisen konnten. An diesem extraterrestrischen Material seien alle Messungen verfeinert und geübt worden. "Kein Mensch wäre auf die Idee gekommen, an dem Mondgestein neue Methoden auszuprobieren", betont Begemann.
Proben verschwanden im Tresor
Dazu waren die Proben viel zu kostbar. Sie wurden in einem Tresor aufbewahrt, das Institut musste der NASA schriftlich zusichern, kein Material zu verkaufen. Um das Mondgestein untersuchen zu können, durften die Forscher jedoch nicht so pingelig sein. "Das wurde mit einem starken Hammer von starken Mitarbeitern zertrümmert", berichtet Begemann. Dann begannen im Labor die verschiedenen Messungen - die Erstaunliches zutage brachten. "Der Mond war ganz anders, als alle erwartet hatten", erzählt der 82-Jährige, der immer noch täglich im Institut arbeitet.
Viele Experten dachten, der Mond sei ein primitiver Körper und stamme mit einem Alter von rund 4,5 Milliarden Jahren aus der Entstehungszeit unseres Sonnensystems. Die Forscher hatten sich erhofft, mit Hilfe des Mondgesteins mehr Informationen über diese Zeit zu bekommen. "Aber es stellte sich heraus, dass der Mond "nur" 3,5 Milliarden Jahre alt ist und über diese ersten Milliarden Jahre keine Informationen liefern kann." Durch die Chance, Mondgestein direkt zu untersuchen, entwickelten Forscher die bis heute gültige Theorie, dass der Mond durch einen Einschlag eines etwa marsgroßen Körpers sozusagen aus der Erde herausgesprengt wurde.
Todesstoß für Verschwörungstheorie
Zu diesem Ergebnis kamen die Kosmos-Forscher allerdings erst nach mehreren Jahren. Die MPI-Wissenschaftler erhielten immer wieder Proben von Gestein, das Apollo-Missionen mitbrachten - aber auch von russischen Expeditionen, die mit automatischen Mondsonden Gestein holten. Die Proben beider Missionen stimmten so gut überein, dass dies der Verschwörungstheorie, die Amerikaner seien nur im Hollywood-Studio auf dem Mond gewesen, den Todesstoß versetze, sagt Begemann. "Es sei denn, man geht davon aus, dass die Russen mitgespielt haben." Inzwischen liege im Mainzer MPI kein Mondgestein mehr. "Wir haben alles aufgebraucht."
Quelle : SAT+KABEL
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Die bemannte Raumfahrt am Wendepunkt
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Antwort #19 am:
08 Januar, 2010, 09:01 »
Warum Millarden Dollar und womöglich Menschenleben verschwenden, wenn es kein klares Ziel für den weiteren Vorstoß ins All gibt? Wenn wir uns nicht auf eines einigen können, sollten wir es lassen, meint der Raumfahrtexperte Jeff Foust.
Die Internationale Raumstation ISS ist eines der aufwändigsten und teuersten Ingenieurprojekte aller Zeiten. Wenn sie 2011 endlich fertig gestellt ist, wird ihr Bau rund 100 Milliarden Dollar verschlungen haben. Aber schon fünf Jahre später soll sie wieder außer Dienst gehen: Dann will die NASA sie nicht mehr in ihrer Umlaufbahn halten, so dass sie durch die Reibung mit Luftmolekülen allmählich tiefer in die Erdatmosphäre absinkt und schließlich abstürzt.
So sieht es zumindest der derzeitige Zeitplan der US-Raumfahrtbehörde vor. Die würde die ISS zwar gerne weiter betreiben, aber deren Finanzierung ist nur bis 2015 gesichert. Sehr zum Verdruss von Wissenschaftlern, die gerade erst anfangen sie zu nutzen, und der ISS-Partnerländer, die ihrerseits Milliarden in die Station hineingesteckt haben. Der weitere Betrieb würde jedoch jährlich zwei bis drei Milliarden Dollar kosten. Ein kontrollierter Absturz ins Meer ist aber auch nicht billig: Er würde wohl noch mindestens zwei Milliarden Dollar verschlingen.
Deshalb kann sich der US-Kongress sich nicht mehr wie bisher durch die Raumfahrtpolitik lavieren: Denn in beiden Fällen muss er viel Geld locker machen. Und die Zukunft der ISS ist nur eins von mehreren heißen Eisen in der bemannten Raumfahrt: Der Betrieb der Space-Shuttle-Flotte wird spätestens im kommenden Jahr eingestellt, so dass die NASA für einige Jahre keine Astronauten mehr ins All schicken kann; die neuen Raumfahrzeuge Ares I – für den Transport der Astronauten in die Umlaufbahn – und die Orion-Kapsel liegen beide mehrere Jahre hinter dem Zeitplan.
Bereits im Oktober 2009 hatte das von Präsident Obama beauftragte Augustine-Komitee einen Bericht zur Zukunft der Raumfahrt vorgelegt. Darin wurden die NASA-Pläne evaluiert und denkbare Alternativen skizziert. Wichtiger noch ist allerdings, dass der Bericht eine Motivation für das Bemannte-Raumfahrt-Programm der NASA benannte. Dessen Ziel sei, „einen Weg für die Ausbreitung des Menschen im Sonnensystem vorzuzeichnen“.
Nun haben NASA und andere Raumfahrtexperten im Laufe der Jahre viele Gründe ins Rennen geführt, warum man Astronauten ins All schickt. Um breite Unterstützung dafür zu bekommen, hatten sie für jeden einen möglichen Gewinn im Angebot. Wissenschaftlicher Fortschritt, strategische Überlegenheit und internationals Prestige waren dabei wichtigsten Versprechungen. Die halten einer genaueren Prüfung allerdings kaum stand. Roboter-Missionen eignen sich längst für wissenschaftliche Experimente im All, zu deutlich geringeren Kosten als bemannte Missionen. Strategische Dominanz haben die USA auch durch Satelliten auf vergleichsweise billigen Einwegraketen erlangt. Die Motive des Kalten Kriegs schließlich haben sich mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion erledigt.
Deshalb sind einige Zeitgenossen zu dem Schluss gekommen, dass es für die bemannte Raumfahrt keine guten Gründe mehr gebe. Zu den Kritikern gehörte etwa James Van Allen, der 1958 den – später nach ihm benannten – Strahlungsgürtel um die Erde entdeckte. 2004 sinnierte er in einem Essay, ob angesichts der Fortschritte in der Robotik „der enorme Einsatz von technischem Talent für die bemannte Raumfahrt und die permanente Möglichkeit, kostbare Menschenleben zu verlieren, wirklich zu rechtfertigen sind“.
Die meisten Raumfahrt-Ingenieure und Astronauten halten freilich nichts von Robotern, weil für sie die bemannte Raumfahrt schon ihr eigener Zweck ist. So wie das Augustine-Komitee glauben sie daran, dass sie am Ende die Besiedlung des Weltraums ermöglichen wird.
So mancher Steuerzahler hingegen hält diese Aussicht für Sciencefiction, wenn nicht gar für ein Hirngespinst. Soll dafür wirklich sein Geld ausgegeben werden? Die Argumentation für die bemannte Raumfahrt ähnelt mehr und mehr der für die Grundlagenforschung: Sie könnte sich eines Tages in einer Weise auszahlen, die wir jetzt noch gar nicht abschätzen können. Nun gilt für hochriskante Unternehmungen per definitionem, dass ihre Erfolgswahrscheinlichkeit nicht sehr hoch ist. Andererseits haben gerade sie zu vielen Erfindungen und Entdeckungen geführt, die historisch und wirtschaftlich von enormer Bedeutung waren.
Wer also eine konsistente, langfristige Raumfahrtpolitik will, muss sich entweder dem Motiv von der Erschließung des Alls anschließen oder einen noch besseren Grund liefern, der alles zusammenbindet. Und zwar schon bald, soll das Bemannte-Raumfahrt-Programm der NASA nicht ins Stocken kommen. Oder in den Worten Augustine-Komitees: „Es sieht so aus, dass das US-Programm der bemannten Raumfahrt sich auf einer nicht nachhaltigen Bahn bewegt.“
Das ist schon länger der Fall. Anfang 2004 präsentierte der damalige Präsident George W. Bush seine weitere Strategie für das US-Raumfahrt-Programm. Eckpunkte waren die Fertigstellung der ISS, das Ende der Shuttle-Flotte 2010, die Entwicklung von Ares I und Orion bis 2014 und die Rückkehr zum Mond bis 2020. Von da sollte es, ohne konkreten Zeitrahmen, weiter zum Mars gehen.
Bush schaffte es jedoch nicht, eine klare, einheitliche Argumentation für diese Pläne vorzulegen – so dass die dafür erforderlichen Mittel nie in vollem Umfang bewilligt wurden. Mit einem kleineren Budget verzögern sich die von Bush anvisierten Projekte aber um Jahre. Ein Beispiel ist die Schwerlastrakete Ares V, die die Ausrüstung für künftige Mondmissionen ins All bringen soll. Nach der bisherigen Planung soll sie Ende der 2010er Jahre fertig sein – dass Augustine-Komitee hingegen rechnet mit ihr nicht vor Ende der 2020er Jahre. Selbst dann würde aber das Geld fehlen, um bis dahin auch die neue Mondlandefähre zu entwickeln.
Machen wir uns aber die Argumentation des Komitees zu eigen, können wir einen vernünftigen Plan aufstellen. Mit einem klaren Ziel vor Augen – der Ausbreitung des Menschen ins Sonnensystem –lässt sich Geld besser zuteilen, Leistung besser überprüfen. Der US-Kongress wird eher eine langfristige Finanzierung bewilligen, wenn klar ist, wozu sie dient und woran sie gemessen werden kann.
Eine der ersten und einfachsten Entscheidungen wäre dann, die Lebensdauer der ISS bis 2020 auszudehnen. Wenn Menschen längere Zeit im All leben und arbeiten sollen, müssen wir die nötigen Technologien und die Menschen selbst auch unter den entsprechenden Bedingungen testen. Die ISS wäre dafür ein ideales Labor. Außerdem hält ihr Fortbestand eine wichtige internationale Partnerschaft für künftige Missionen zusammen.
Ein Problem ist, dass nach dem Ende des Space Shuttles die russische Sojus-Rakete für Jahre das einzige Raumfahrzeug ist, das Astronauten und Material auf die ISS bringen kann. Ares I und Orion stehen laut Plan erst ab 2015 zur Verfügung – das Augustine-Komitee hält 2017 für wahrscheinlicher. Es schlägt deshalb vor, den Transport zur ISS mit privaten Raumfahrtunternehmen abzuwickeln. Die könnten das Shuttle eher ersetzen und dadurch bei der NASA Gelder für die weitere Erkundung des Weltraums freimachen.
Der Augustine-Bericht macht sich außerdem für eine Technologie stark, die die NASA lange Zeit außer Acht gelassen hat: das Betanken im Weltraum. Dann bräuchten wir keine ungeheuer teuren Raketen wie die Ares V, die allein sämtlichen Treibstoff für die Reise zum Mond von der Erde aus mitführen könnte. Mit nachfüllbaren Treibstofftanks könnten die Raketen kleiner ausfallen, während kommerzielle Dienstleister für den Nachschub, vielleicht sogar mit Treibstoff-Depots in der Umlaufbahn, sorgen. Die erforderlichen Technologien könnten schon in wenigen Jahren im Weltraum getestet werden.
Sollte sich die amerikanische Raumfahrt-Gemeinde allerdings auf dieses klare Ziel nicht einigen können, wäre es besser, so schließt das Komitee, nicht länger Geld und womöglich Menschenleben zu verschwenden. Dann sollte man ganz aufhören, Menschen ins All zu schießen: „Die Bemannte Raumfahrt ist an einem Wendepunkt: Entweder werden weitere Mittel bereitgestellt, oder das Programm, das zuerst von Präsident Kennedy angestoßen wurde, muss aufgegeben werden – jedenfalls bis auf weiteres.“
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Der ewige Zweite auf dem Mond - Astronaut Edwin Aldrin wird 80 Jahre alt
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Antwort #20 am:
19 Januar, 2010, 11:14 »
Zweiter Mann zu sein, ist stets eine schwierige Rolle - zweiter Mann auf dem Mond zu sein, ist fast wie ein Fluch. Denn es bedeutet Ruhm, der bitter wie Galle schmeckt.
Selbst die Ironie, mit der Edwin "Buzz" Aldrin der Tatsache, dass er damals vor vier Jahrzehnten ganze 19 Minuten nach Neil Armstrong den Erdtrabanten betrat, beizukommen versucht, klingt seltsam verkrampft. "Neil sollte der erste Mann sein, der auf dem Mond herumläuft, ich bin der erste Mann, der auf dem Mond in die Hose pinkelte", sagte Aldrin einmal. Am 20. Januar wird Aldrin 80 Jahre alt. Nach turbulenten und schwierigen Jahren scheint sich der alte Mann gefangen zu haben - begeistert für die Raumfahrt ist er immer noch.
39 Jahre war Aldrin an jenem denkwürdigen 21. Juli 1969 alt, mit Erfolgen überschüttet wurde er bereits zuvor: Er war der erste Astronaut mit Doktorwürde, er war einer der ganz wenigen Weltraumfahrer, die sich damals nicht als Testpiloten bei der Air Force ihre Meriten verdienen mussten. Zudem war Aldrin derjenige, der als Pilot die Landefähre "Eagle" sicher auf den Mond bugsierte. Erst im Frühjahr, vergleichsweise kurz vor der Mission, entschied die NASA, dass Kommandant Armstrong den Vortritt haben sollte. Der dritte Mann der Apollo-11-Mission, Michael Collins, der damals im Mutterschiff bleiben musste und das ganze Mondspektakel nur beobachten konnte, berichtete von echten Verstimmungen zwischen Aldrin und Armstrong beim Ausstieg - so etwas durfte natürlich offiziell niemals bekanntwerden.
Innere Leere und Perspektivlosigkeit
Den vermeintlich süßen Ruhm konnte Aldrin nur kurz genießen - innere Leere und Perspektivlosigkeit bemächtigten sich seiner nach der Heldentat. Was kann ein Mann, der auf dem Mond wandelte, noch tun im Leben? Er bekam Depressionen, begann zu trinken, wurde alkoholabhängig. Eine weitere Enttäuschung war, dass die Beförderung zum General ausblieb. Er erlitt einen Nervenzusammenbruch, zwei Ehen scheiterten. Ihm hätten schlicht neue Ziele gefehlt, schrieb er 1973 in einem Buch, das seine Leidensgeschichte schilderte. Das Buch hatte den sinnigen Titel "Rückkehr zur Erde" - die Rückkehr war das Schwierigste.
Aldrin, der Sohn eines ehemaligen Armee-Piloten aus New Jersey, war Astronaut und Soldat aus Berufung. Die Militär-Kader-Schmiede "West-Point" schloss er 1951 als Drittbester seines Jahrgangs ab. Im Korea-Krieg flog er 66 Kampfeinsätze und schoss zwei feindliche MiG- Kampfjets ab. Sein Fliegername war "Buzz", der zu seinem Rufnamen bei den Amerikanern wurde. Mitte der 1950er war er drei Jahre im rheinland-pfälzischen Bitburg stationiert, 1963 rückte er ins NASA- Mond-Programm auf.
Das Glück kam abhanden
Doch nach dem Mond-Abenteuer blieb das Glück aus. Streng geheim musste es bleiben, dass Aldrin zu Beginn der 70er Jahre in die psychiatrische Abteilung des Air Force Hospitals in San Antonio kam. 1972 schied er aus der Luftwaffe aus, gründete ein Raumschiff-, Forschungs- und Design-Unternehmen, versuchte sich als Berater einer Ölgesellschaft, als Händler von Cadillacs und Werbeträger für Volkswagen.
Doch bis heute hat der alte Mann seine Raumfahrt-Begeisterung nicht verloren, bissig geißelte er unlängst das eher geringe Engagement von Präsident Barack Obama. "Die Maxime heißt: Zum Mars und nicht zurück zum Mond", meinte er bei den Feiern zum 40. Jubiläum des ersten Mondfluges. Die Menschheit müsse sich Ziele setzen, der Forscherdrang sei dem Menschen angeboren, Grenzen seien dazu da, immer wieder hinausgeschoben zu werden.
Auf zum Mars
"Wir hätten sehr viel mehr tun können", kritisierte er. Regierung und NASA hätten es nach der Mondmission versäumt, die Menschen langfristig für die Raumfahrt zu begeistern. "Auf dem Mars könnte es Leben geben", sagt Aldrin, "deshalb sollten wir verdammt nochmal dort hingehen und es uns anschauen". Und dabei glühen die Augen der "ewigen Nummer zwei " wie bei einem jungen Mann.
Quelle : SAT+KABEL
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Mondlandeplatz soll Weltkulturerbe werden
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Antwort #21 am:
31 Januar, 2010, 12:02 »
Denkmalwächter in Kalifornien haben die Überreste der "Apollo 11"-Landung auf dem Mond unter Schutz gestellt. Die Hinterlassenschaften der Astronauten sollen sogar Teil des Unesco-Weltkulturerbes werden.
Washington - Es ist wohl ein Zufall, dass die zwei Dinge beinahe gleichzeitig bekannt werden - und doch illustrieren sie meisterhaft die Diskrepanz von glorreicher Vergangenheit und eher trostloser Zukunft der amerikanischen Raumfahrt. Erstens: Die USA wollen ihre Pläne für eine Rückkehr zum Mond offenbar zu den Akten legen. Und zweitens: Eine kalifornische Behörde hat den Landeplatz von "Apollo 11" auf dem Mond unter Denkmalschutz gestellt - als ersten Schritt auf dem Weg zur Anerkennung der Stelle als Unesco-Weltkulturerbe.
Die State Historical Resources Commission in Kalifornien sprach sich am Freitag für den ungewöhnlichen Schritt aus, für den sich Wissenschaftler und Museumsmitarbeiter stark gemacht hatten. Mehrere US-Bundesstaaten haben sich zu einer Initiative zusammengeschlossen, die den Landeplatz im sogenannten Meer der Ruhe zunächst zur "National Historic Landmark" und schließlich zum Weltkulturerbe machen wollen. Dort war die Landefähre "Eagle" der "Apollo 11"-Mission am 20. Juli 1969 mit den Astronauten Neil Armstrong und Edwin Aldrin auf dem Mond aufgesetzt.
Der Status als "State Historical Resource" ist in diesem Bemühen der erste Schritt. Texas, New Mexico, Georgia und Florida wollen dem Beispiel Kaliforniens nun angeblich folgen. Genaugenommen stehen nur die menschlichen Hinterlassenschaften unter Schutz - 106 Objekte, inklusive Fäkalienbeuteln, Speitüten und wissenschaftlichen Gerätschaften. Größtes Objekt ist die unterste Stufe der Landefähre, die bei der Rückkehr der beiden Astronauten aus Gewichtsgründen auf dem Mond blieb.
"Das ist kein Witz. Ich wiederhole Houston, kein Witz"
Die Beschränkung des Schutzes auf die Gegenstände hat übrigens handfeste Gründe: Völkerrechtlich darf kein Anspruch auf den Mond oder andere Himmelskörper erheben. "Das ist kein Witz. Ich wiederhole Houston, kein Witz", spottet die "New York Times" über den Vorstoß. Und in der Tat mag man sich fragen, welches Ziel die Kalifornier mit ihrer Schutzentscheidung verfolgen. In ihrer Begründung verweisen die Denkmalwächter unter anderem darauf, dass die Landestelle eines Tages von Besuchern durcheinandergebracht werden könnte.
Woher diese Besucher kommen könnten ist dabei unklarer als jemals zuvor. US -Präsident Barack Obama will nämlich das Ziel bemannter US-Weltraumflüge zum Mond aufgeben. Aus dem Weißen Haus ist zu hören, dass das "Constellation"-Programm der Nasa de facto tot ist. Es war von Obamas Vorgänger Georg W. Bush gestartet worden, mit dem Ziel, bis zum Jahr 2020 erneut US-Astronauten zum Mond zu bringen. Offiziell soll die Entscheidung am Montag bei der Vorstellung des Haushaltsplans für 2011 im Kongress verkündet werden.
US-Amerikaner werden die Landestelle also wohl vorerst nicht durcheinanderbringen. Und sollte wiederum die Konkurrenz aus China eines fernen Tages Menschen auf den Mond schicken, dann hätte die Nasa einige Probleme auf die Einhaltung der US-Denkmalschutzregeln zu pochen.
Quelle :
www.spiegel.de
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50 Jahre nach Gagarin: Raumfahrt im Umbruch
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Antwort #22 am:
12 April, 2011, 06:45 »
Im Zitatenschatz der Raumfahrt hat Juri Gagarins lang gedehnter Ausruf beim Abheben der Wostok-Rakete bei weitem nicht den Status wie Neil Armstrongs Vergleich zwischen kleinen Schritten und großen Sprüngen, als dieser den Fuß auf den Mondboden setzte. Aber in diesen Tagen sind Gagarins Worte wieder überall zu lesen und zu hören, denn es ist genau 50 Jahre her, dass er sie in sein Bordmikrofon brüllte: "Pojechali!" – "Auf geht‘s!"
Am 12. April 1961 umkreiste Gagarin die Erde in 108 Minuten und stieß damit die Tür zum Weltraum auf. Die aktuelle Ausgabe des New Scientist bringt Auszüge des Funkverkehrs zwischen ihm und dem Chefingenieur Sergej Koroljow in englischer Übersetzung. Darin sind auch die Sätze zu lesen, die seitdem von den meisten der über 500 Menschen, die bis heute ins All geflogen sind, in ähnlicher Weise wiederholt wurden: Wie schön der Anblick der Erde sei, die Wolken, die Ozeane. Das Gefühl der Schwerelosigkeit bezeichnete Gagarin 20 Minuten nach dem Start als "interessant". Doch die größte Begeisterung löste das aus, was er sah.
Mehr als 40 Jahre später sagte der US-Astronaut David M. Brown in einem Interview vor dem Flug mit dem Space Shuttle Columbia, mit dem er am 1. Februar 2003 tödlich verunglücken sollte: "Ich glaube, der beste Rat, den ich gehört habe, seit ich Astronaut bin, war etwas, was John Glenn gesagt hat. Er sagte: 'Wenn du da oben bist, dann sieh zu, dass du aus dem Fenster schaust.' Als ich darüber nachdachte, stellte ich fest, dass das eigentlich alle Astronauten sagen. Und wenn du aus dem Fenster guckst, siehst du dir nicht die Sterne oder den Mond an. Du schaust zur Erde."
Obwohl der Blick aus dem Fenster zu den prägendsten Erfahrungen des Raumflugs gehört, zu dem Astronauten auch immer wieder befragt werden, steht er praktisch nie im Zentrum von Weltraummissionen. Im Gegenteil, das Arbeitsprogramm der Astronauten ist in der Regel so dicht gepackt, dass die Klage, man komme ja kaum dazu, mal aus dem Fenster zu schauen, fast ebenso zu einem Mantra geworden ist wie die Rede von der zarten, verletzlichen Erdkugel, auf der keine Grenzen zu erkennen seien. Natürlich gibt es Programme zur Erdbeobachtung, doch dabei geht es um Datensammlung, nicht um das ästhetische Erlebnis. Das findet seinen Niederschlag allenfalls in Wandkalendern oder Hochglanzbroschüren. Eine wirkliche kulturelle Nutzung der Internationalen Raumstation ISS kommt dagegen nur mühsam voran.
Viele Menschen möchten daher mit ihren eigenen Sinnen unmittelbar erleben, was es bedeutet, durchs All zu fliegen. Und 50 Jahre nach Juri Gagarin sind die Chancen dafür so günstig wie nie zuvor. Denn die Privatisierung der Raumfahrt geht voran. Nach der Ausmusterung der Raumfähren will die US-Raumfahrtbehörde Nasa Flüge in den erdnahen Orbit künftig von Privatfirmen kaufen. Dabei hat die Firma SpaceX derzeit die Nase vorn. Erst im vergangenen Dezember gelang es dem Unternehmen, das Raumschiff "Dragon" mit Platz für bis zu sieben Passagiere in die Umlaufbahn und wieder zurück auf die Erde zu bringen. Zwei weitere Testflüge, bei denen auch die Annäherung an die Internationale Raumstation erprobt wird, sind für dieses Jahr geplant. Rechtzeitig zum 50. Jahrestag der bemannten Raumfahrt kündigte Firmenchef Elon Musk zudem an, dass die neue Schwerlastrakete Falcon Heavy Ende 2013 oder Anfang 2014 zum ersten Mal starten soll. Sie soll bis zu 53 Tonnen Nutzlast in einen erdnahen Orbit bringen können – zu einem Preis von etwa 2000 US-Dollar pro Kilo.
Staatliche Raumfahrtagenturen wie Nasa oder Esa sollen nicht die einzigen Kunden bleiben. Weltraumtourismus gilt als großes Geschäft der Zukunft. Suborbitale Flüge bis in eine Höhe von 100 Kilometer, bei denen die Passagiere für drei bis sechs Minuten Schwerelosigkeit erleben, könnten im Verlauf der nächsten Jahre starten. Die Firma Virgin Galactic nimmt bereits Buchungen entgegen, mehr als 400 Interessenten sollen schon für jeweils 20.000 US-Dollar Plätze reserviert haben. Das Ticket für einen Flug kostet 200.000 Dollar. Ein Datum, wann die ersten Spritztouren an die Grenze zum Weltraum vom Startplatz in New Mexico abheben werden, hat Virgin Galactic allerdings noch nicht genannt.
Doch allzu lange wird es nicht mehr dauern, denn die Konkurrenz schläft nicht. Rechtzeitig zum Gagarin-Jubiläum meldete sich die niederländische Firma SpaceLinq mit der Ankündigung, vom Flughafen Lelystad suborbitale Flüge mit bis zu fünf Passagieren starten zu wollen. Losgehen soll es im Juni 2015. Ob die Firma, die noch nicht mal eine eigene Homepage hat, diesen knappen Zeitplan wird einhalten können, bleibt abzuwarten. Auch die Ankündigung der ebenfalls in den Niederlande angesiedelten International Space Transport Association (ISTA), für den kommerziellen Raumflug das werden zu wollen, was die International Air Transport Association (IATA) heute für den Luftverkehr ist, war erst einmal nur eine Absichtserklärung.
Aber wer auch immer am Ende das Rennen macht: Die kommerzielle Raumfahrt ist da und wird die Verhältnisse im erdnahen Weltraum grundlegend verändern. Die Behauptung, damit werde das Weltall "für jedermann zugänglich", wie es in der Planetariums-Show "Der Sprung ins All – Dawn of the Space Age" heißt, ist zunächst allerdings maßlos übertrieben. Denn ausgewählt werden Astronauten auch im Zeitalter des Weltraumtourismus, es ändern sich lediglich die Selektionskriterien: Waren es bisher Qualifikation, charakterliche Eigenschaften und Gesundheitszustand, ist es nun die Verfügbarkeit finanzieller Mittel und die Bereitschaft, sie zu investieren.
Die vom niederländischen Studio Mirage3D produzierte Show läuft derzeit in Planetarien wie Jena und Hamburg. Die Animationen, mit denen sie die ersten 50 Jahre bemannter Raumfahrt Revue passieren lässt, sind durchaus beeindruckend. Irritierend ist dagegen der Soundtrack, der nicht nur mit bombastischer Musik aufwartet, sondern auch mit Steuerdüsen und Triebwerken, die im Vakuum laut zischen und dröhnen. Das ist dann doch mehr Hollywood als Wissenschaftsprogramm. Zusammen mit der kritiklosen Begeisterung für die Kommerzialisierung der Raumfahrt hinterlässt das einen sehr durchwachsenen Eindruck.
Aber vielleicht entspricht genau das der gegenwärtigen Situation der bemannten Raumfahrt am besten, die nicht genau weiß, wo sie hin will und wie sie sich organisieren soll. 50 Jahre nach Juri Gagarin ist die Raumfahrt im Umbruch. Ob zum Besseren oder Schlechteren werden die Kommentatoren anlässlich des 100. Jahrestages von Gagarins Erdumrundung besser beurteilen können.
Quelle :
www.heise.de
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