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Sieben Milliarden für IT-Projekt der Bundeswehr
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Thema: Sieben Milliarden für IT-Projekt der Bundeswehr (Gelesen 2226 mal)
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SiLæncer
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Sieben Milliarden für IT-Projekt der Bundeswehr
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am:
28 November, 2006, 17:35 »
Das IT-Projekt "Herkules" der Bundeswehr soll am morgigen Mittwoch vom Verteidigungsausschuss und am Donnerstag vom Haushaltsausschuss genehmigt werden. Die Zustimmung der Opposition wird erwartet. Vor fast einem Jahr hatte das Bundesverteidigungsministerium sich mit der Siemens-Tochter SBS sowie IBM auf das Projekt verständigt. Laut Ausschreibung sollen unter anderem 140.000 IT-Arbeitsplätze neu ausgestattet sowie 300.000 Festnetztelefone und 15.000 Handys bereitgestellt werden.
Die Zustimmung der Bundestagsausschüsse vorausgesetzt, kann es nun noch in diesem Jahr zur Unterschrift kommen. Das in der Ausschreibung unterlegene Konsortium von CSC, EADS und Mobilcom hat allerdings noch zwei Wochen Zeit, Einspruch einzulegen. Der Vorlauf des Mammutprojekts war lang: 1997 hatte sich die Bundeswehr erstmals mit den Anforderungen einer Modernisierung ihrer Informationstechnik befasst.
Der Vertrag wird ein Auftragsvolumen von rund sieben Milliarden Euro haben und soll über zehn Jahre laufen. Er sieht vor, dass eine eigenständige Gesellschaft die Informationstechnik- und Telekommunikationsinfrastruktur der Bundeswehr übernehmen und modernisieren wird. Die öffentliche Hand soll mit 49,9 Prozent an der Gesellschaft beteiligt sein. SBS wird 50,05 Prozent und IBM 0,05 Prozent übernehmen.
Nach einem Bericht von ddp hat der Bundesrechnungshof kritisiert, dass "Herkules" unter Leitung des Bundesverteidigungsministeriums um rund eine Milliarde Euro billiger geworden wäre. Das Ministerium hingegen ist laut ddp davon überzeugt, dass "die Bewertung des wirtschaftlichen Nutzens einen klaren Vorteil der Kooperationslösung gegenüber dem Behördenmodell erkennen lässt".
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Datenpanne bei der Bundeswehr
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Antwort #1 am:
25 Juni, 2007, 16:40 »
Das Bundesverteidigungsministerium hat laut einem Medienbericht gegenüber dem Verteidigungsausschuss eine Datenpanne eingestanden. Durch diese sei im "Zentrum für Nachrichtenwesen der Bundeswehr" (ZNBw) der gesamte Bestand an Geheimdienstinformationen aus den Jahren 1999 bis 2003 vernichtet worden sind. Es habe sich sich dabei um "brisante geheime Berichte über die Auslandseinsätze der Bundeswehr" gehandelt, beispielsweise vom Bundesnachrichtendienst, von den Militärattachés im Ausland, sowie um Mitteilungen ausländischer Nachrichtendienste. Die Berichte hätten der politischen Spitze zur Beurteilung der Lage in den Ländern gedient, in denen die Bundeswehr eingesetzt ist, insbesondere Kosovo und Afghanistan. Das haben nach eigenen Angaben das ARD-Politikmagazin Report Mainz und tagesschau.de ans Tageslicht gebracht. Das Politikmagazin befasst sich in seiner Sendung am heutigen Montag um 21:45 Uhr mit dem Thema.
Die Panne sei aufgedeckt worden, als der Verteidigungsausschuss des Bundestages Unterlagen aus dem Datenbestand der Bundeswehr aus dem Jahre 2002 angefordert hatte, teilt Report Mainz mit. Der Ausschuss habe den "Beweisbeschluss" am 23. Mai dieses Jahres gefasst, um den Umgang der in Afghanistan eingesetzten "Kommando Spezialkräfte (KSK)" mit dem damaligen Häftling Murat Kurnaz in Kandahar aufzuklären. Dem Politikmagazin liege ein Schreiben an den Ausschuss vor, in dem Staatssekretär Peter Wichert einräume, dass die betreffenden Daten "Ende 2004 verlorengegangen" seien.
Meldungen von Bundeswehrsoldaten im Auslandseinsatz, deutschen Militärattachés, vom Bundesnachrichtendienst, Auswärtigen Amt sowie von anderen deutschen Ministerien und Behörden werden zum ZnBw nach Grafschaft-Gelsdorf geschickt und dort seit 1998 in einem Computersystem namens "Jasmin" (Joint Analysis System Military Intelligence) gespeichert. Dieses System sei bereits nach wenigen Jahren an die Grenze der Speicherkapazität gekommen, erläuterte die Bundeswehr. Auch hätten Einzelkomponenten "ihre technische Lebenserwartung" erreicht. Als im Jahr 2004 versucht worden sei, die Leistung des Systems zu verbessern, seien nicht mehr direkt benötigte Daten außerhalb von "Jasmin" auf Bändern archiviert worden.
Es habe sich jedoch bald gezeigt, dass die Informationen nicht mehr lesbar waren – nach Angaben Wicherts habe nach einen technischen Defekt der Datensicherungsanlage Ende 2004 ein Austauschgerät installiert werden müssen. Bei dem Versuch, die gespeicherten Daten auf das Ersatzgerät zu übertragen, sei festgestellt worden, "dass ein Teil der Bandkassetten im Datensicherungsroboter nicht mehr lesbar war." Der Versuch, die Daten wieder zugänglich zu machen, sei gescheitert, heißt es laut dpa weiter. "Entsprechend der gültigen Vorschriften zum Umgang mit Verschlusssachen wurden die nicht mehr lesbaren Kassetten am 4. Juli 2005 vernichtet", erklärt Wichert in dem Schreiben.
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Bundeswehr-Datenpanne: Experten bezweifeln versehentliche Datenlöschung
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Antwort #2 am:
26 Juni, 2007, 14:00 »
"Das riecht nach Vorsatz." Fachleute und Politiker reagieren skeptisch auf die Angaben des Verteidigungsministeriums, geheime Berichte über Auslandseinsätze seien aufgrund einer Panne gelöscht worden. Spezialisten hätten selbst beschädigte Datenträger noch retten können, argumentieren sie.
Berlin - Noch im November 2006 habe er einen Brief von Verteidigungs-Staatssekretär Peter Wichert bekommen, wonach der Verteidigungsausschuss des Bundestages über Einsätze der Eliteeinheit KSK im Ausland informiert werde, sagte der Grünen-Fraktionsvize Christian Ströbele der in Hannover erscheinenden "Neuen Presse". "Darin steht keine Silbe davon, dass die Daten weg sind. Deshalb zweifle ich, ob das alles so richtig ist." Möglich sei, dass die Bundeswehr versuche, "Informationen nicht nach außen zu geben".
Wichert hatte in einem Schreiben an den Verteidigungsausschuss vom 12. Juni eingeräumt, dass Geheimdienstberichte über Auslandseinsätze der Bundeswehr aus den Jahren 1999 bis 2003 vernichtet wurden. Dies sei auf Grund technischer Probleme geschehen. (mehr...) Aufgedeckt wurde die Panne am Montag vom ARD-Politikmagazin "Report Mainz" und von "tagesschau.de". Sie kam ans Licht, als der Ausschuss zur Aufklärung des Falls Murat Kurnaz Unterlagen aus dem Datenbestand der Bundeswehr aus dem Jahr 2002 anforderte.
Kurnaz soll nach eigenen Angaben 2002 in Afghanistan von zwei Soldaten des KSK misshandelt wurde. Die Staatsanwaltschaft Tübingen hatte ihre Ermittlungen gegen die beiden Soldaten Ende Mai aus Mangel an Beweisen eingestellt. Kurnaz' Anwalt Bernhard Docke will eine Fortsetzung des Verfahrens erzwingen.
Er vermute, dass die Bundeswehr belastendes Beweismaterial vernichtet haben könnte, sagte er der Deutschen Presse-Agentur dpa. Die beschuldigten Soldaten bestreiten die Vorwürfe.
Die stellvertretende FDP-Fraktionsvorsitzende Birgit Homburger forderte von der Regierung eine lückenlose Aufklärung über die verschwundenen Daten. "Eine solche Schlamperei ist nicht hinnehmbar." Es mache nachdenklich, dass ausgerechnet von solchen Daten keine zweite Sicherungsdatei angefertigt wurde.
Verschwunden sein sollen der "Berliner Zeitung" zufolge auch Berichte, die das "Zentrum für Nachrichtenwesen der Bundeswehr" aus einem US-Geheimgefängnis im bosnischen Tuzla erhalten habe. An Verhören in Tuzla seien zumindest im Jahr 2001 auch Offiziere des Militärischen Abschirmdienstes (MAD) widerrechtlich beteiligt gewesen, schrieb die Zeitung unter Berufung auf einen BND-Bericht.
Mit Hilfe der verschwundenen Bestände hätte sich klären lassen, wer beteiligt war und wer davon wusste, zitierte das Blatt einen Sicherheitsexperten: "Dass die Informationen weg sind, dürfte einige Verantwortliche von damals erleichtern." Der Geheimdienstexperte Erich Schmidt-Eenboom sagte der Zeitung, es wäre nicht nötig gewesen, die beschädigten Datensätze zu zerstören: "Es gibt das Bundeskriminalamt und einige hochspezialisierte Firmen, die seit langem in der Lage sind, beschädigte Datenträger zu retten und zu rekonstruieren." Dass dies offenbar nicht geschehen sei, "riecht nach Vorsatz".
Zweifel äußerte auch der Leiter der Datensicherung im Hochschulrechenzentrum der Freien Universität Berlin, Bernd Melchers. "Alles was fehlerfrei auf Bandkassetten geschrieben wurde, kann man innerhalb von 20 Jahren auch wieder auslesen", zitiert ihn "Report Mainz" auf seiner Website. "Selbst wenn Herr Wichert die Bänder aufgegessen hätte, würden professionelle Datenrettungsunternehmen nach der Verdauung den Inhalt wieder herstellen können." Zudem sichere jeder Profi in zwei Kopien.
Wichert erklärte in dem Schreiben an den Ausschuss, die Daten seien "auf Grund der Speicherkapazität des Datensicherungsroboters jedoch nur einmal abgelegt" worden. Weitere Sicherungskopien seien nicht realisierbar gewesen. Der Datensicherungsroboter habe nach der Archivierung einen technischen Defekt erlitten und sei Ende 2004 durch ein Austauschgerät ersetzt worden. Beim Versuch, die Daten darauf zu übertragen, sei festgestellt worden, dass ein Teil der Bandkassetten nicht mehr lesbar gewesen sei. "Der Versuch, diese Kassetten in einem Ersatzgerät auszulesen und somit die Daten wieder zugänglich zu machen, scheiterte", schreibt Wichert. Entsprechend den Vorschriften seien die nicht mehr lesbaren Kassetten am 4. Juli 2005 vernichtet worden.
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GEHEIMAKTEN DER BUNDESWEHR - Spott für die Lösch-Truppe
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Antwort #3 am:
26 Juni, 2007, 16:54 »
Erst war der Speicher voll, dann streikte ein Lesegerät, am Ende löschten IT-Spezialisten der Bundeswehr Tausende Meldungen - auch Geheimberichte aus dem Ausland. Politiker unken, dass brisante Daten vernichtet werden sollten. Experten glauben, man hätte sie retten können.
Berlin - Hat die Bundeswehr im Juli 2004 absichtlich geheime Meldungen der Truppe aber auch des Militärischen Abschirmdienstes (MAD) und anderer Geheimdienste aus dem Ausland vernichtet, um brisante Vorgänge zu verschleiern? Oder unterlagen die Techniker der Armee in den heißen Sommertagen wirklich einer technischen Panne und mussten die Daten am Ende löschen? Über diese beiden Versionen tobt in Berlin ein heftiger Streit, der reichlich Potential für Verschwörungstheorien bereit hält und das Sommerloch füllen könnte.
Fest steht bisher, dass die Bundeswehr im Juni 2004 eine riesige Datenmenge in dem sogenannten "Zentrum für Nachrichtenwesen der Bundeswehr" (ZNBw) vernichtet hat. Dabei geht es nach Auskunft des Verteidigungsstaatssekretärs Peter Wichert um alle Einzelmeldungen, "die in den Jahren 1999 bis 2003 aus den Einsatzgebieten gewonnen wurden". Im Zentrum in Gelsdorf laufen die Meldungen der Truppe und der KSK in Afghanistan und anderen Auslandseinsätzen aber auch Berichte des Militärischen Abschirmdienstes (MAD) und anderer Dienste zusammen.
Die Daten seien für immer verschwunden, sie könnten "nicht wieder rekonstruiert" werden. Das Ministerium macht für die Löschung technische Gründe, indirekt Geldmangel geltend: Demnach sei das System "Jasmin", in dem seit 1998 Meldungen gespeichert werden, wegen der vielen Einsätze an seine Speichergrenzen gestoßen. "Aufgrund haushalterischer Maßnahmen" sei eine Erneuerung verzögert worden. 2004 begann man dann, die Einzelmeldungen auf einem sogenannten Datenroboter abzulegen.
Lösch-Tage im Atom-Bunker
Genau diese Zwischenablage erwies sich als Grab für die Berichte. Als das Gerät defekt war, stellten die Experten fest, dass man die Dateien nicht auslesen kann. Der Versuch, die Meldungen mit einem Ersatzgerät zu entschlüsseln, gelang nicht. Am Ende habe man sich entschieden, die Dateien am 4. Juli 2004 komplett zu vernichten. Damit sind laut Auskunft des Ministeriums keine Einzelmeldungen aus den Jahren von 1999 bis 2003 mehr lesbar. Es gebe aber, so Insider, noch immer zusammenfassende Lageberichte und Analysen, die auf den Meldungen fußten.
In Berlin sorgten die Meldungen über die Lösch-Aktion für Aufregung, denn die Anfrage nach den Daten stand im Zusammenhang mit dem Fall des Guantanamo-Häftlings Murat Kurnaz. Der junge Türke hatte angegeben, nach seiner Verhaftung in Pakistan von Mitgliedern der deutschen Elite-Einheit KSK in Afghanistan misshandelt worden zu sein. Die eingesetzten Soldaten bestreiten die Vorwürfe und sagten auch schon vor dem zuständigen Untersuchungsausschuss aus. Gleichwohl beantragten die Parlamentarier im Ausschuss, die Tagesmeldungen der KSK einzusehen.
Nur wegen dieser Anfrage wurde die Löschung überhaupt bekannt. Der grüne Politiker Hans-Christian Ströbele vermutet nun, dass die Bundeswehr die Dateien entweder absichtlich vernichtet hat oder dass sie die Panne nur vorschiebt, um die brisanten Dokumente nicht herausrücken zu müssen. Konkret beschuldigte er die Bundeswehr des Versuchs, "Informationen nicht nach außen zu geben". Schon bei früheren Anfragen zur KSK sei er stets abgewimmelt worden - damals allerdings war nie die Rede davon, dass Datensätze aus dem System verschwunden seien.
Kaum Neues zu Kurnaz
Auch der Anwalt von Kurnaz übte an der Löschung massive Kritik. Konkret vermutete der Bremer Jurist Bernhard Docke, dass die Bundeswehr belastendes Beweismaterial vernichtet haben könnte. Docke ist mit der Aufarbeitung der Vorwürfe gegen die KSK-Soldaten mehr als unzufrieden. So wurde ein staatsanwaltschaftliches Ermittlungsverfahren gegen die Elite-Kämpfer mittlerweile eingestellt, obwohl die Aussagen von Kurnaz als glaubwürdig eingeschätzt wurden. Docke bemüht sich deshalb um eine Wideraufnahme in einer höheren Instanz.
Ob die gelöschten Daten jedoch tatsächlich mehr Licht in den Fall Kurnaz bringen könnten, ist zu bezweifeln. So liegen dem Untersuchungsausschuss alle zusammenfassenden Meldungen der eingesetzten KSK-Kräfte und auch das sogenannte Einsatz-Tagebuch der Einheit aus Kandahar vor. Zudem wurden alle eingesetzten Soldaten bereits vor dem Ausschuss vernommen. Aus der SPD-Gruppe im Ausschuss hieß es deshalb, man wisse nicht, was in Einzelmeldungen aus dem Bestand in dem Nachrichtenzentrum noch an Informationen hinzukommen könne.
In einem weiteren Fall wären die Meldungen aus dem Ausland für den Ausschuss aber interessant. Anhand von Akten des BKA gibt es Verdachtsmomente, dass Angehörige des MAD im Herbst 2001 an folterähnlichen Vernehmungen eines 70-jährigen Ägypters auf der US-Militärbasis Tuzla beteiligt gewesen sein könnten. Mehrere BKA-Beamte waren damals auf Wunsch der USA nach Tuzla gereist, um bei den Recherchen zu helfen. Als sie bemerkten, dass der Mann bei Vernehmungen massiv geschlagen worden waren, flogen sie umgehend wieder zurück.
Was trieb der MAD in Tuzla?
Der Verdacht gegen den MAD ist selbst anhand der geheimen Akten des BND recht dünn. So schilderten ein Beamter, dass Verhöre in Tuzla "eventuell" im Beisein einer Kompanie stattgefunden haben, in der auch MAD-Beamte und ein Verbindungsmann des BND eingesetzt waren. Aus den Vermerken geht an keiner Stelle hervor, dass es Hinweise einer deutschen Beteiligung an den Verhören des Ägypters gab, in denen er geschlagen wurde. Allerdings merkte der BND Mann an, dass die US-Soldaten stolz darauf waren, dass der Verdächtige mit 20 Stichen genäht werden musste.
Der Fall des Ägypters, der lange in München gewohnt hatte, wird nun den BND-Untersuchungsausschuss beschäftigen. Politiker der Opposition wollen dort klären, was MAD und BND von der Misshandlung mitbekommen haben. Für diese Frage hätten die 2004 gelöschten Daten eine Rolle spielen können, sagten Vertreter der Grünen und der FDP. Sie verlangen nun Auskunft, ob Berichte des MAD möglicherweise noch an anderen Stellen wie dem BND gespeichert worden sind.
Grundsätzlich gab es unter den Parlamentariern Unmut über die Löschung der Daten. Der Verteidigungsexperte Rainer Arnold zeigte sich mehr als irritiert, "dass so etwas in einem hoch technisierten IT-Bereich der Bundeswehr und dann noch an einer solch sensiblen Stelle passieren konnte". In der kommenden Sitzung des Verteidigungsausschusses wird sich Staatssekretär Wichert deshalb auch von der SPD noch viele Fragen gefallen lassen müssen. So wollen die Politiker vor allem wissen, warum nicht versucht wurde, die Daten durch externe Experten retten zu lassen.
Experten hätten helfen können
Von solchen Experten erntete die Bundeswehr Spott für die Lösch-Aktion. So hält Peter Böhret von der Firma Ontrack das von der Bundeswehr geschilderte Szenario, nach dem die inzwischen vernichteten Bänder mit geheimen Informationen nicht hätten restauriert werden können, für äußerst unwahrscheinlich. "Durch den Einsatz einer professionellen Datenrettung wären diese Daten zumindest teilweise wieder herstellbar gewesen", sagte Böhret SPIEGEL ONLINE. Ein "banaler technischer Defekt" reiche für eine echte Vernichtung von Daten nicht aus. Mit der Vernichtung von Bändern mit Daten seien jedoch die Informationen endgültig verloren.
Axel Vahldiek, Datensicherungs-Experte der Computerzeitschrift "c't" schloss sich an. "Was auch immer passiert ist, vielleicht hätte ein professioneller Datenretter nach dem Auftreten der Lesefehler noch etwas retten können", sagte Vahldiek. Bei einer Vernichtung der Bänder dürfte es dafür aber zu spät sein. "Wenn die Bänder etwa im Schredder gelandet sind, ist jetzt allenfalls noch ein extrem kleinteiliges Puzzle mit so vielen Teilen übrig, dass eine Wiederherstellung kaum möglich sein dürfte."
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Der Weg ist das Ziel
Re: Datenpanne bei der Bundeswehr
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Antwort #4 am:
26 Juni, 2007, 20:07 »
letztens laß ich das man eine Amerikanerin besonders hart bestraft hat weil zum Tatbestand des Filesharing erschwerend hinzu kam, daß sie ihre Festplatte geputzt hatte.
Na dann fertigmachen zum Haftantritt. Wie war das, Mamma, wie oft müssen wir noch singen?
Ein IT Experte hat ausgerechnet, daß die Warscheinlichkeit des Fehlers, auf den man sich beruft im Promillebereich liegt.
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SiLæncer
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Zweifel an Datenpanne bei der Bundeswehr
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Antwort #5 am:
27 Juni, 2007, 13:29 »
Der stellvertretende Vorsitzende des Bundestags-Verteidigungsausschusses Karl Lamers, hält es für möglich, dass die bei der Bundeswehr verschwundenen Daten über Auslandseinsätze nicht endgültig verloren sind. Er habe das Kanzleramt gebeten, zu prüfen, ob Zusammenfassungen oder Kopien des Materials von der Bundeswehr weitergeleitet worden seien, berichtet der Deutschlandfunk. Lamers sehe keine Anhaltspunkte dafür, dass die Geheimberichte dem Verteidigungsausschuss bewusst vorenthalten wurden.
Die Oppositionsparteien des Bundestags sowie der Datenschutzbeauftragte Peter Schaar hatten bereits eine umfassende Aufklärung des Vorfalls verlangt. Sie bezweifeln, dass die Berichte aus den Jahren 1999 bis 2003 aufgrund einer technischen Panne verlorengegangen sind. Der Berliner Zeitung zufolge sollen dazu auch Berichte über die Teilnahme deutscher Offiziere an Verhören in einem US-Geheimgefängnis gehören. Diese habe das Zentrum für Nachrichtenwesen der Bundeswehr aus einem Geheimgefängnis im bosnischen Tuzla erhalten. Dort sollen die USA vor und nach dem 11. September 2001 Terrorverdächtige festgehalten und zum Teil misshandelt haben. An den Verhören in Tuzla sollen – wie die Zeitung unter Berufung auf einen BND-Bericht schreibt – zumindest im Jahr 2001 auch Offiziere des Militärischen Abschirmdienstes (MAD) beteiligt gewesen sein.
Nach Angaben des Verteidigungsministeriums waren die Daten wegen technischer Probleme bei der Anfertigung von Sicherungskopien nicht mehr lesbar. Die fraglichen Bänder seien im Jahre 2005 dann vernichtet worden. Die Datenlöschung wurde aufgedeckt, nachdem der Verteidigungsausschuss des Bundestages Unterlagen aus dem Datenbestand der Bundeswehr aus dem Jahre 2002 angefordert hatte, um den Umgang des in Afghanistan eingesetzten Kommandos Spezialkräfte (KSK) mit dem damaligen Häftling Murat Kurnaz in Kandahar aufzuklären. Die Staatsanwaltschaft Tübingen hatte ihre Ermittlungen gegen zwei Soldaten Ende Mai aus Mangel an Beweisen eingestellt, denen Kurnaz vorgeworfen hatte, ihn misshandelt zu haben. Kurnaz' Anwalt Bernhard Docke will eine Fortsetzung des Verfahrens erzwingen. Er vermutet, dass die Bundeswehr belastendes Beweismaterial vernichtet haben könnte.
Zweifel an der Darstellung der Datenvernichtung als Panne hegt auch der Grünen-Politiker Christian Ströbele. Er sagte der Neuen Presse in Hannover, er habe noch im November 2006 einen Brief von Verteidigungsstaatssekretär Peter Wichert bekommen, wonach der Verteidigungsausschuss des Bundestages über Einsätze der Eliteeinheit KSK im Ausland informiert werde. Dabei sei nicht erwähnt worden, dass die Daten weg sind. Es sei möglich, dass die Bundeswehr versuche, "Informationen nicht nach außen zu geben".
Die stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion Birgit Homburger forderte gestern von der Regierung eine lückenlose Aufklärung über die verschwundenen Daten. "Eine solche Schlamperei ist nicht hinnehmbar." Es mache nachdenklich, dass ausgerechnet von solchen Daten keine zweite Sicherungsdatei angefertigt wurde. Der Geheimdienstexperte Erich Schmidt-Eenboom sagte der Berliner Zeitung, das Bundeskriminalamt und hoch spezialisierte Firmen seien seit Langem in der Lage, beschädigte Datenträger zu retten und zu rekonstruieren. Es sei seltsam, dass keine technische Hilfe in Anspruch genommen wurde.
Die bislang eher unklaren technischen Hintergründe der von der Bundeswehr berichteten Datensicherungspanne lassen viele IT-Fachleute entweder an der Fachkompetenz der beteiligten Bundeswehrmitarbeiter oder an der Darstellung gegenüber dem Untersuchungsausschuss zweifeln: So dürfte kaum ein für die Datenintegrität und -sicherheit in einem Unternehmen zuständiger Mitarbeiter von zentralen, wichtigen Daten lediglich eine einzige Bandkopie anfertigen, zumal dann, wenn die Daten an keinem anderen Ort mehr gespeichert sind. Auch kommt wohl niemand auf die Idee, nicht mehr lesbare Bänder, die wichtige Daten enthalten sollen, gleich zu vernichten, ohne nicht vorher die Hilfe professioneller Datenretter in Anspruch zu nehmen (siehe dazu auch: Die Profis, Datenrettung in Speziallabors, c't 6/00, S. 130) . Diese können schließlich auch aus weitgehend zerstörten Bändern oder Festplatten noch Informationen auslesen.
SPD-Verteidigungsexperte Rainer Arnold meint zu den Auswirkungen des Datenverlustes, aus welchen Gründen er auch immer passiert sein mag, dass keine wichtigen Informationen über den Fall Kurnaz verloren gegangen seien. Die Mitarbeiter der Zelle für militärisches Nachrichtenwesen, die in Afghanistan Informationen gesammelt hätten, seien bereits im Ausschuss aufgetreten. "Die Behörde hat die Daten offenbar für nicht sehr relevant gehalten", schätzt Arnold die Lage laut Financial Times Deutschland ein. Es sei auch nicht auszuschließen, dass die schlechte technische Ausstattung der Truppe eine Rolle gespielt habe.
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Lösch-Aktion bei der Bundeswehr: Minister Jung kündigt Aufklärung an
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Antwort #6 am:
27 Juni, 2007, 19:05 »
Die Bundeswehr will im Parlament die Löschung von Geheimdaten der Truppe "offensiv" aufklären - das zumindest kündigt Verteidigungsminister Jung an. Schon jetzt wuchern Spekulationen, brisantes Material über die Auslandseinsätze sei absichtlich vernichtet worden.
Berlin - Zum ersten Mal äußerte sich Verteidigungsminister Franz-Josef Jung (CDU) am Mittwoch zu der Affäre um die vernichteten Daten aus dem "Zentrum für Nachrichtenwesen der Bundeswehr" (ZNBw). Jung sagte am Rande einer Veranstaltung in Hamburg, die Truppe werde die Vorgänge kommende Woche im Verteidigungsausschuss des Bundestags mit einem Bericht "offensiv" aufklären. Aus dem Ministerium verlautete, es solle ein umfangreicher Bericht erstellt werden.
Am Montag war bekannt geworden, dass Hunderte Meldungen von Bundeswehreinheiten im Ausland, der Elite-Truppe KSK und des Militärischen Abschirmdienstes (MAD) im Juli 2005 durch eine technische Panne vernichtet worden waren. Dadurch sei es unmöglich, dem Verteidigungsausschuss Tagesmeldungen der KSK im Fall Kurnaz vorzulegen. Die Daten seien nach der Panne in einem Computer unwiederbringlich gelöscht worden.
Das Ministerium sei dabei, "die Umstände und alle weiteren Fragen mit hoher Energie" zu prüfen, sagte Jungs Sprecher Thomas Raabe in Berlin. Dem Ausschuss solle alles gründlich vorgetragen werden, damit "hoffentlich" keine offenen Fragen blieben. Anfang 2005 sei ein System eingerichtet worden, bei dem Daten, wenn sie nicht mehr rekonstruiert werden könnten, nicht mehr einfach vernichtet würden. "Ich hoffe, dass das dann auch in der Realität so stattfindet", sagte Raabe.
Gerüchte um die "Operation Persilschein"
Die Opposition aber auch die SPD dringt auf eine lückenlose Aufklärung des Falls. Sowohl die Grünen als auch die SPD haben umfangreiche Fragenkataloge ans Verteidigungsressort übersandt, die am kommenden Mittwoch beantwortet werden sollen. Vor allem wollen die Kontrolleure der Truppe wissen, wie es zu der Daten-Panne kommen konnte und warum die Bundeswehr nach der Entdeckung der Probleme keine Hilfe von externen Experten einholte.
Das Verschwinden der Daten, vermutlich Tausende von Meldungen aus dem Ausland, sorgt schon jetzt für reichlich Spekulationen über die Motive der Lösch-Aktion. So berichtete die "Süddeutsche Zeitung", die Daten seien vernichtet worden, um brisante Aktionen der Armee zu vertuschen. So sei es zu "Regelverletzungen" gekommen, die gegen "den politisch gebilligten Auftrag" verstießen.
Der Bericht der "SZ" beruft sich ausschließlich auf anonyme Informanten, die in ihren Aussagen keinerlei Details nennen. Trotzdem titelte das Blatt bereits mit der Überschrift "Operation Persilschein" - auch dieses Zitat soll von einem Insider aus der Bundeswehr stammen. Der Daten-Verlust sei genutzt worden, "um sich gegenüber der Politik nicht mehr erklären" zu müssen. Der Vorgang fällt in die Amtszeit des heutigen SPD-Fraktionschefs Peter Struck.
Zentrum wird geschlossen
In der Tat war der Skandal erst ans Licht gekommen, als der Verteidigungsausschuss konkret nach den Daten aus dem ZNBw fragte. Vorher war das Parlament nicht über die peinliche Panne informiert worden. Auch dieser Vorgang soll am kommenden Mittwoch im Ausschuss thematisiert werden. Auf Wunsch der FDP soll sich am gleichen Tag auch das Parlamentarische Kontrollgremium (PKGr), das die Geheimdienste überwacht, mit dem Thema befassen.
Am Mittwoch wurde unterdessen das Zentrum, in dem die Daten vernichtet worden waren, offiziell geschlossen. Schon vor zwei Jahren hatte die Regierung beschlossen, das Informationsorgan der Bundeswehr dem Auslandsgeheimdienst BND anzugliedern. Dort sollen von Beginn 2008 alle Daten über die Auslandseinsätze zusammenlaufen. Der BND erstellt schon heute regelmäßig Sicherheitsanalysen für die Bundeswehr-Einheiten in Afghanistan.
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Antwort #7 am:
28 Juni, 2007, 14:43 »
Datenpannen bei der Bundeswehr und in Sachsen: Alles nicht so schlimm?
Durch die "Datenpanne bei der Bundeswehr" sind nach der "Datenpanne in Sachsen" schon das zweite Mal wichtige Daten versehentlich gelöscht worden, wie es heißt. Ob dies nun menschliches oder technisches Versagen oder Vorsatz und Vertuschen ist – das ist bislang ungeklärt. Aber spielt das eigentlich eine Rolle?
Die beiden Fälle klingen wie eine Posse aus einem schlechten Film: Akten, die in der Korruptionsaffäre in Sachsen eine Rolle spielen, wurden versehentlich geschreddert. Glücklicherweise handelt es sich nur um Kopien, doch – da bei einigen Akten die Aufbewahrungsfrist bereits ablief, wurden die Originale ebenso vernichtet. Übrig sind nur noch Papierschnitzel, über deren Rekonstruktion mit Hilfe der bei der Stasiakten verwandten Methode man nun nachdenkt.
Bedauerliches menschliches Versagen in Sachsen
Immerhin sollten die Akten ja helfen, die Vorwürfe in Bezug auf Amtsmissbrauch, Kinderprostitution, Geheimnisverrat und Korruption aufzuklären, die "Fusion zwischen Blau- und Rotlicht" wie sie lyrisch in den Medien genannt wird. Ein Mitarbeiter habe gefragt, was mit den Daten passieren soll und die Antwort anscheinend missverstanden.
Während noch beruhigend mitgeteilt wird, dass die Daten bestimmt nicht relevant zur Aufklärung der Korruption sind, wird gleichzeitig bekannt, dass die Datenvernichtung während des laufenden Verfahrens stattfand. Die Datenvernichtung sei bereits im April vor sich gegangen, aber der Verfassungsschutz habe erst im Juni das Innenministerium unterrichtet.
Technische Probleme bei der Bundeswehr
Bei der Bundeswehr zeigt sich ebenso ein Aktenschwund, diesmal aus einer unglücklichen Verknüpfung technischer Probleme resultierend. Hier geht es um Akten, die zum Beispiel auch in Bezug auf die Arbeit des KSK (Kommando Spezialkräfte) und im Fall Murat Kurnaz wichtig sein sollen. Das Computersystem "Jasmin" (Joint Analysis System Military Intelligence) sei an seine Grenzen gestoßen, wird von offizieller Stelle verlautbart, deshalb wurde der Geheimdienstdatenbestand von 1999 bis 2003 aus dem System entfernt.
So sollte die Leistungsfähigkeit Jasmins erhöht werden. Die Daten wurden dann auf Bändern gesichert, leider gab es jedoch eine technische Panne bei einem der Datenroboter und als das Ersatzgerät installiert wurde, stellte sich heraus, dass die Daten nicht mehr lesbar waren, woraufhin man diese gemäß der entsprechenden Vorschriften endgültig vernichtet habe. Beruhigend heißt es auch hier, dass die Kurznaz-Untersuchung nicht unter dem Datenschwund leiden werde und die Daten anscheinend als nicht relevant eingestuft wurden.
Vorsätzliche Datenlöschung
Diese Datenvernichtung, insbesondere wenn es sich um Daten handelt, die auch in der Öffentlichkeit auf Interesse stoßen (und sei es nur indirekt, indem die Ergebnisse der Parlamanetarischen Kontrollkommission veröffentlicht werden), hat einen schalen Geschmack. Schnell wird der Vorwurf der vorsätzlichen Datenlöschung, der Vertuschung, laut und die diversen Theorien sprießen. Ob diese nun als Verschwörungstheorie deklariert werden oder nicht, ist dabei unerheblich, die Außenwirkung bleibt die gleiche: Die ohnehin intransparente Arbeit von Geheimdiensten und KSK etc. erscheint mehr denn je wie die Arbeit einer "einzelnen Macht im Staate", die sich auch der nachträglichen Kontrolle entzieht.
Genauso schnell wie der Vorsatz der Datenlöschung im Raum steht, finden sich auch diejenigen, die laut nach der Unschuldsvermutung rufen und sich darauf berufen, dass es keine Beweise dafür gebe, dass die Daten tatsächlich vorsätzlich vernichtet wurden. Nun stellt sich die Frage, wie solche Beweise überhaupt aussehen sollen, wenn bereits Daten vernichtet werden, die aufklären sollen. Es ist nicht anzunehmen, dass irgendwo eine Dienstanweisung auftaucht, die explizit zur Vernichtung der Daten zwecks Vertuschung aufruft. Natürlich kann man dennoch zunächst einmal von menschlichem oder technischen Versagen ausgehen, doch es stellen sich eine Menge Fragen, die auch in dieser Hinsicht nicht gerade beruhigend wirken:
->
In Sachsen wurden versehentlich Arbeitskopien vernichtet, da man davon ausging, dass die Originale vorhanden sind. Diese wurden jedoch wegen Ablauf der Aufbewahrungsfrist vernichtet. (Meine Erfahrung bezüglich der Aktenvernichtung bei Behörden: Normalerweise werden Arbeitskopien erst vernichtet, wenn sichergestellt ist, dass die Originale noch vorhanden sind, dies wird explizit nachgeprüft bevor eine Kopie in den Schredder wandert, Originale und Kopien sind in verschiedenen Farben gehalten und haben jeweils eindeutige Stempel auf jeder Seite. So soll verhindert werden, dass Originale und Kopien verwechselt werden. Gerade bei wichtigen Daten wird ein Mitarbeiter allein nicht das Risiko tragen, die Vernichtung der Daten wird von mindestens zwei Vorgesetzten gegengezeichnet. So wird das Risiko des menschlichen Versagens (Irrtums) minimiert)
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Die Bundeswehr spricht davon, dass "Jasmin" an die Grenzen der Leistungsfähigkeit gestoßen sei und man deshalb Daten ausgelagert habe. Es ist eher unüblich, dass aus Performancegründen Daten ausgelagert werden, insbesondere wenn es sich um wichtige Daten handelt. Eher wird das System an sich verändert oder unwichtige Daten werden ausgelagert. Geheimdienstliche Daten von vier Jahren erscheinen eher nicht unwichtig, dennoch wurden gerade diese ausgelagert.
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Nachdem die Bänder mit den Daten nicht mehr ausgelesen werden konnten, wurden diese nach Vorschrift vernichtet. Es gibt Spezialisten zur Rettung von stark beschädigten Bändern zur Datensicherung. Selbst Daten, die aus dem zerstörten WTC geborgen wurden, konnten wenigstens teilweise restauriert werden. Nach derzeitiger Faktenlage wurden solche Spezialisten nicht zu Rate gezogen, bevor man sich dazu entschieden hatte, die Bänder endgültig zu vernichten. Auch gab es, wie es den Anschein hat, lediglich ein Exemplar dieser Informationen – redundante Datenaufbewahrung scheint man nicht vorgenommen zu haben.
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Hans-Christian Ströbele hatte bereits 2006 nach den Informationen gefragt, erhielt jedoch keinerlei Kenntnis darüber, dass die Daten bereits 2004 vernichtet worden waren.
Dies alles sind lediglich Indizien und prinzipiell kann man weiterhin sagen, dass sie keinerlei Beweise dafür sind, dass hier tatsächlich Vorsatz vorlag – es kann sich in beiden Fällen auch um eine Verkettung unglücklicher Umstände handeln, die sich bedauerlicherweise auf wichtige Daten auswirken, die bei Untersuchungen bezüglich der Korruption beim Verfassungsschutz oder der mutmaßlichen Beteiligung des KSK im Falle Murat Kurnaz eine Rolle spielen könnten.
Alles nicht so schlimm?
Warum es aber beruhigend sein soll, wenn es sich nur um menschliches/technisches Versagen handelt, ist nicht ganz nachvollziehbar. Der Datenhunger der Regierung wächst, immer mehr Daten werden (z.B. bei der Antiterrordatei) miteinander verknüpft und z.B. in Nordrhein-Westfalen erhielt der Verfassungsschutz erst vor kurzem neue Befugnisse. Je mehr Daten vom Bürger jedoch verlangt werden, desto wichtiger ist es (einmal die Datensparsamkeit und informationelle Selbstbestimmung außen vor gelassen), dass diese Daten auch mit der erforderlichen Sorgfalt behandelt werden. Wichtiger noch ist es, dass die Arbeit mit den Daten nachvollziehbar ist.
Um das Vertrauen in den Rechststaat zu stärken (welches mittlerweile nicht nur beschädigt ist, sondern gen Null tendiert) muss auch die Arbeit von Verfassungsschutz und KSK nachvollziehbar und kontrollierbar sein, diejenigen, die mit den Daten arbeiten, die diese Kontrolle ermöglichen sollen, müssen insofern besser, aber keinesfalls schlechter arbeiten als jeder Selbständige oder Freiberufliche, der die für das Finanzamt relevanten Daten doppelt und dreifach abspeichert und Kopien der Unterlagen außerhalb der eigenen Wohnung aufbewahrt, damit sie im Falle eines Feuers noch vorhanden sind.
Wenn mit wichtigen Daten so verfahren wird, dass sie einfach vernichtet werden können, weil es zu einem menschlichen oder technischen Versagen kommt, dann fehlt es hier an der notwendigen Datensicherheit und -sorgfalt. Ob dies nun beruhigender ist als eine vorsätzliche Datenlöschung, bei der man zwar von Datensicherheit sprechen kann, jedoch auch von Vertuschung, kann jeder für sich selbst entscheiden.
Angesichts der stetig anwachsenden Forderungen nach mehr Daten über den Bürger sind beide Optionen für den Betroffenen negativ – während zum Beispiel sein Kommunikationsverhalten demnächst durch die von der Bundesregierung stets forcierte Vorratsdatenspeicherung transparent werden soll, kann er angesichts der jüngsten Vorfälle nicht sicher sein, dass seine Daten mit der notwendigen Sorgfalt behandelt werden. Oder dass, sollte es zu Missbrauch kommen, dieser Missbrauch nachvollziehbar sein wird. Eher befürchtet er, dass im Falle eines solchen Missbrauches die dafür benötigten Daten "versehentlich gelöscht wurden", die für ihn belastenden (oder nur als solche interpretierten) Daten jedoch nicht.
Der lässige Umgang der Verantwortlichen mit den "Datenpannen" trägt denn auch nicht dazu bei, solche Bedenken zu zerstreuen, sondern lässt es zusätzlich an Transparenz mangeln. Der Bürger wähnt sich langsam in einer Bananenrepublik, in der Korruption und Unfähigkeit Hand in Hand gehen – für den Rechtsstaat in Deutschland ein Armutszeugnis, für den Bürger ein Grund, sich mehr denn je zumindest innerlich von Deutschland zu verabschieden. Diese innere Abkehr vieler dürfte für die innere Sicherheit auf Dauer gefährlicher werden als die Gefahr von Außen, da der Demokratie nach und nach das Fundament verloren geht, welches durch den Bürger gebildet wird.
Quelle :
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Jürgen
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Re: Datenpanne bei der Bundeswehr
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Antwort #8 am:
28 Juni, 2007, 19:38 »
Was mir absolut nicht einleuchtet, ist die Begründung mit einem defekten Datenroboter.
Der dient einzig und allein dazu, Datenträger automatisch aus einer Lagereinrichtung in die Laufwerke zu transportieren.
Sowas ergibt absolut keine Rechtfertigung, im Falle eines Versagens des Roboters den Verlust der Daten zu behaupten.
Jeder Datenträger kann auch manuell in's Laufwerk eingelegt werden, oder ggf. in ein baugleiches, falls doch auch das Laufwerk selbst gleichfalls fehlerhaft geworden wäre...
Professionelle Datenbänder und die Aufzeichnungen darauf sind deutlich robuster als die für Video-Zwecke üblichen, es ist kaum möglich, durch Knitterstellen oder Bandriss die Daten unrettbar zu beschädigen.
Mir drängt sich der Verdacht auf, hier war der Wunsch der Vater des Gedankens, der dienstliche Eifer zur Erfüllung der Interessen einer vorgesetzten Stelle stärker als Moral, Gewissen, die Erinnerung an den Dienst-Eid und / oder das (vom Steuerzahler sehr teuer erkaufte) Fachwissen.
Man muss sich fragen, ob hier nicht mehrere Straftatbestände oder zumindest schwere Dienstvergehen in Frage kommen, wie Sabotage, Dokumentenvernichtung usw., dazu Strafvereitelung im Amt oder mindestens Behinderung der Justiz.
Solche und geringere Vergehen kosten selbst amerikanische Präsidenten ihr Amt.
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Re: Datenpanne bei der Bundeswehr
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Antwort #9 am:
28 Juni, 2007, 19:53 »
Ich besitze selber noch alte Bänder für einen Tandberg Scsi-Streamer (512 Mb) Baujahr ca. 1993.
Und die alte Hardware rennt noch bestens. Auch die Bänder lassen sich noch lesen und beschreiben.
Selbst alte Revox - Bänder (Audio ca. 20 Jahre alt) funktionieren noch. Ich denke mal da ist etwas oberfaul.
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Re: Datenpanne bei der Bundeswehr
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Antwort #10 am:
28 Juni, 2007, 20:34 »
ich denke nicht, dass die daten absichtlich vernichtet wurden.
dass man (ev. sogar absichtlich) nicht versucht hat sie zu retten, ja, aber absichtlich 4 jahre löschen, nein.
im konkreten fall waren es wohl eher probleme beim beschreiben der datenträger(schreibköpfe, XOR für raid, ...) die zu den problemen geführt haben, und keine mechanischen/chemischen.
SiLæncer
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Geheime Bundeswehrdaten: Sie sind endgültig weg
«
Antwort #11 am:
09 Juli, 2007, 09:10 »
Verteidigungsministerium gibt gelöschte Dokumente verloren
Das Verteidigungsministerium rechnet nicht mehr damit, dass die gelöschten Dokumente aus den Jahren 1999 bis 2003 wieder auftauchen. Bei einer Datenpanne wurde der gesamte Bestand an Geheimdienstinformationen aus den Jahren 1999 bis 2003 im "Amt für Nachrichtenwesen der Bundeswehr" vernichtet.
Die "zur damaligen Zeit gespeicherten Daten sind nach Auffassung der Fachleute nicht mehr rekonstruierbar", heißt es dem Focus zufolge in einem internen Bericht. Etwa 10 Gigabyte seien verloren gegangen.
In einem Schreiben an den Verteidigungsausschuss des Bundestages räumte Staatssekretär Peter Wichert ein, dass die betreffenden Daten "Ende 2004 verloren gegangen" seien. Von den Daten sei "auf Grund der Speicherkapazität des Datensicherungsroboters jedoch nur einmal" eine Sicherungskopie abgelegt worden. Weitere Sicherungskopien seien nicht realisierbar gewesen: "Der Datensicherungsroboter erlitt nach der Archivierung der Daten einen technischen Defekt" und in einem anderen Lesegerät sei ein Teil der entsprechenden Bandkassetten nicht mehr lesbar gewesen. Letztendlich seien die Daten dann vernichtet worden, so Wichert.
Als erschwerend gilt der Umstand, dass niemand weiß, welche Meldungen genau fehlen, so der Focus. Es handelt sich unter anderem um Mitteilungen des Hauptquartiers der multinationalen Brigade in Afghanistan und des Zentralkommandos der US-Streitkräfte (Centcom).
Einige Originaldaten könnten eventuell auf einem Notebook wieder sichtbar gemacht werden, schreibt der Focus ohne konkretere Angaben. Auf diesem Notebook waren Berichte über die Geheimeinsätze der Elitetruppe KSK gespeichert.
Quelle :
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Re: Datenpanne bei der Bundeswehr
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Antwort #12 am:
10 Juli, 2007, 09:03 »
Das ist doch alles eine FARCE.
Das deren Anlagen alt sind bzw. waren nimmt denen sicher noch jeder ab, aber deren Begründungen welche eine Datenvernichtung rechtfertigen sollen sind
LÄCHERLICH
. Es geht hier ja wohl um hochbrisante und wichtige Daten, die der Untersuchungsausschuß nur zu gerne gesehene hätte - zu Recht!
Wenn man so eine SCHLAMPEREI malnimmt und dann an die Hirngespinste und kommenden Schutzmechanismen des Herrn Schäuble denkt - kann sich jeder selbst ausmalen was dann passiert!
Dann wird wirklich erst geschossen und dann gefragt!!!
Diverse Satschüsseln DVB-Receiver und -Karten...
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Re: Datenpanne bei der Bundeswehr
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Antwort #13 am:
10 Juli, 2007, 20:21 »
Das deren Zeug alt ist glaub ich auch nicht wirklich. Neue Datstreamer kosten auch nicht die Welt. Gerade für den Verein.
Bei einer heutzutage lächerlichen Datenmenge von 10 Gig
Übergangsweise hätte das ganze ja noch auf handelsüblichen Usbplatten geparkt werden können. Gibt es im Lidl um die Ecke
Und wenn diese Platten nicht mehr benötigt werden kann man immer noch mit einem Panzer drüber fahren ...
Zwecks Datenschutz und Geheimhaltung. Oder gleich verschlüsseln und wenn nicht mehr benötigt bei Ebay verscherbeln.
Das entlasstet den Staatshaushalt.
«
Letzte Änderung: 10 Juli, 2007, 20:35 von Warpi
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Re: Datenpanne bei der Bundeswehr
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Antwort #14 am:
11 Juli, 2007, 04:17 »
Wenn ein teurer Streamer nicht mehr sauber liest, holt man normalerweise einen guten Techniker.
Der wird dann schnell feststellen, ob das Gerät sauber schreibt und liest.
Leicht fehlerhaft beschriebene Bänder von Wert oder Bedeutung wird man üblicherweise durchaus noch kopierfähig abspielen können, indem man die Bandlauf- und Kopfeinstellungen von Hand optimiert.
Das klappt zwar kaum bei einfachen DAT-Streamern, wie manche sie im Heim-PC haben, aber bei echten Profi-Laufwerken ist Service bauseitig grundsätzlich vorgesehen und für viele Jahre erhältlich.
Und wenn's der Inhalt rechtfertigt, oder weil sowieso der Steuerzahler dafür geradesteht, ist jedenfalls mehr möglich als der schlichte Versuch im Zweitgerät oder der Einsatz einer Reinigungskassette.
Notfalls wird für sowas auch bewusst ein intaktes Ersatzgerät geopfert und solange verkurbelt, bis man die Daten wieder hat.
Und zudem muss ein wichtiges System stets Redundanz beinhalten, eine gesetzlich geforderte Datensicherung ist auch bei Archivierung unumgänglich.
Deshalb habe ich als erfahrener Fernsehtechniker keinerlei Verständnis für solche Ausreden.
Geht nicht - gibt's nicht
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