Der in Nordrheinwestfalen operierende Kabel-TV-Anbieter Ish rüstet sein Netz weiter für digitale Dienste wie Internet und Telefon auf. Nach den Großräumen Düsseldorf, Köln, Bonn, Bochum und Dortmund seien jetzt auch die Kabelnetze in Essen und Mülheim mit dem nötigen Rückkanal versehen, teilte Ish am Mittwoch in Köln mit. Bis Jahresende sollen Bottrop, Leverkusen, Oberhausen, Wuppertal, Gelsenkirchen und Olpe folgen.
Ish ist eine Tochtergesellschaft der Unity Media, zu der auch der neu gegründete Bundesligasender Arena gehört. Über die Ish-Kabelnetze ist Arena wie in den Netzen von Schwesterunternehmen Iesy (Hessen) und inzwischen auch KabelBW (Baden-Württemberg) direkt empfangbar. Ein Komplettangebot bei Ish mit Telefon, Internet, TV und Arena kostet derzeit rund 50 Euro. Voraussetzung ist ein digitaler TV-Receiver und eine von Arena freigeschaltete Smartcard. Neben dem Kabel kann Arena digital auch über Satellit empfangen werden.
Für Kunden von Kabel Deutschland hat Premiere überraschend die Vermarktung von Arena übernommen. Premierekunden können Arena direkt bei dem Pay-TV-Anbieter bestellen und für den Empfang ihren bestehenden Receiver nutzen. Bei Premiere kostet ein Arena-Abonnement wie bei Ish direkt knapp 15 Euro monatlich. Interessenten können auch nur Arena abonnieren, werden dabei aber zu Kunden von Premiere. Die Partner wollen in Kürze auch mit einem kombinierten Angebot an den Markt gehen. Durch den Deal mit Premiere stellt Arena nun eine nahezu flächendeckende Versorgung über Kabel sicher. Premiere erreiche im Netz der Kabel Deutschland technisch rund 9,6 Millionen Haushalte, hatte das Unternehmen erklärt. Unterdessen will das Bundeskartellamt die Vereinbarung zwischen Arena und Premiere prüfen.
Arena hatte in einem spektakulären Wettbieten dem Platzhirsch Premiere die Bundesliga-Liverechte weggeschnappt. Allerdings geriet der Sender in den vergangenen Wochen zunehmend unter Druck, da er sich nicht mit dem größten Kabelnetzbetreiber Kabel Deutschland auf eine Durchleitung seines Programms einigen konnte. Vielen Kabelkunden wäre der Zugang zum Bundesliga-Programm von Arena außerhalb von NRW, Hessen und Baden-Württemberg versperrt geblieben.
Quelle :
www.heise.de