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Klimawandel .......
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Thema: Klimawandel ....... (Gelesen 11771 mal)
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SiLæncer
Cheff-Cubie
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Forscher fürchten Verlust von kompletten Klimazonen
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Antwort #45 am:
27 März, 2007, 10:14 »
Wird aus den Tropen Savanne? US-Forscher prophezeien das Aus bestimmter Klimazonen und die Entstehung neuer Klimaregionen durch die globalen Erwärmung. Denn Flora und Fauna in den feucht-warmen Regenwäldern vertragen keinen starken Temperaturanstieg.
Die tiefen Rot-Töne sind es, die ins Auge stechen. Auf den Weltkarten der Klimamodellierer signalisieren sie die heftigsten Hitzeschübe auf dem Globus. Je weiter man nach Norden vorstößt, desto stärker ist der Atlas dunkelrot: Die Arktis soll der Klimawandel nach den Prognosen am härtesten treffen - mit regionalen Temperaturzuwächsen von bis zu acht Grad Celsius im Laufe des 21. Jahrhunderts. Die Folgen sind längst beschworen: tauende Dauerfrostböden, schrumpfende Gletscher, der Eisbär und die klassische Jagdkultur der Inuit ohne Zukunft.
Doch jetzt legt eine aktuelle US-Studie nahe, dass es unklug ist, sich allein auf die Farbenlehre der Klimatologen zu verlassen. Die Arbeit dreier Biologen erscheint in der neuen Ausgabe der Fachzeitschrift "Proceedings of the National Academy of Sciences". Die Autoren rütteln nicht etwa am globalen Muster der mutmaßlichen Erwärmung mit der Arktis als Hot Spot. Doch sie sind davon überzeugt, dass die Klimaerwärmung eine ganz andere Weltregion, von der bisher kaum jemand spricht, viel stärker gefährdet: die Tropen mit ihrem ungeheuren Artenreichtum in den ausgedehnten Regenwäldern Amazoniens und Indonesiens.
Ein Befund, der zunächst verblüfft. Denn in den Gefilden rund um den Äquator soll das Thermometer nach den Klimaprojektionen allenfalls halb so hoch klettern wie in der nördlichen Polarregion. "Doch wenn man eine Welt nimmt und sie aufheizt, dann sind es ihre wärmsten Regionen, die als Erste ins Unbekannte vorstoßen", sagt John Williams, Geograph an der University of Wisconsin und Erstautor der neuen Studie.
Tropen vertragen globale Erwärmung am schlechtesten
"Auf allen Zeitskalen - von Tag zu Tag, von Jahr zu Jahr und selbst von einer Eiszeit zu einer Zwischeneiszeit - sind die natürlichen Temperaturänderungen in den Tropen wesentlich schwächer als in hohen Breiten", so Williams im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. Dort lebende Pflanzen- und Tierarten seien folglich nicht auf starke Temperaturzuwächse eingestellt. Wenn man das berücksichtige, dann stelle der Klimawandel Ökosysteme "nicht in hohen, sondern in niedrigen Breiten" vor die größte Herausforderung.
Williams und seine Kollegen schufen so etwas wie einen neuen Risiko-Index für die verschiedenen Klimazonen der Erde. Darin flossen zunächst einmal die von Klimamodellen projizierten Temperatur- und Niederschlagsänderungen gegen Ende des Jahrhunderts ein. Davon zogen die Forscher die natürlichen Schwankungen der unterschiedlichen Regionen ab - in der Arktis zum Beispiel den starken Temperaturwechsel zwischen Sommer und Winter, wie es ihn in Äquatornähe praktisch nicht gibt. "Heraus kam zu unserer großen Überraschung, dass zwei, drei Grad Erwärmung in den Tropen viel bedeutsamer sind als fünf bis acht Grad plus in den hohen Breiten", sagt Geowissenschaftler Williams.
Wie die artenreichen Ökosysteme der tropischen Regenwälder auf die ungewöhnliche Hitze reagieren werden, können die Ökologen allerdings nicht mit Bestimmtheit sagen. Die Erde erwärme sich gegenwärtig so rasch, "dass wir wirklich sicheres Terrain verlassen", meint der Botaniker Stephen Jackson, auch er einer der Studienautoren. Für das, was derzeit geschehe, gebe es keine Blaupause in fossilen Klimarekonstruktionen, wie der Direktor des Ökologie-Programms an der University of Wyoming in Laramie feststellt: "Woran sich Ökosysteme normalerweise über einen Zeitraum von mehreren Tausend Jahren anpassen, das geschieht jetzt binnen Jahrzehnten." Klar ist wohl nur eines: In den Tropen drohen Tier- und Pflanzenarten nicht allein durch Abholzungen und Brandrodungen auszusterben; der Klimawandel verstärkt die Existenzbedrohung für die einzigartige Flora und Fauna noch.
Auf dieses Risiko dürfte auch der Weltklimarat der Vereinten Nationen in der kommenden Woche in Brüssel hinweisen. Dann wird das sogenannte Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) darlegen, welche Folgen die Klimaerwärmung heute und in Zukunft für die Ökosysteme der Erde hat beziehungsweise haben wird. Dies ist Inhalt von Teil 2 des neuen IPCC-Sachstandsberichtes. Nach dem vertraulichen Schlussentwurf der 21-seitigen Zusammenfassung halten die Uno-Experten das Aussterben von Arten in tropischen Wäldern für "wahrscheinlich". Es sei davon auszugehen, "dass eine Zunahme der Temperatur und eine Abnahme des Bodenwassergehaltes zu einer Verdrängung des tropischen Waldes durch Savanne im östlichen Amazonien führt".
An einigen Stellen nennen die IPCC-Sachverständigen auch Zahlen. Demnach könnte rund ein Fünftel des tropischen Regenwaldes am Amazonas "starke Veränderungen" erleben, wenn die globale Mitteltemperatur um weitere zwei Grad Celsius im Vergleich zu 1990 steigt. Das könnte in der zweiten Jahrhunderthälfte geschehen, selbst im Falle einer weiteren Reduktion der Treibhausgasemissionen. Der IPCC sieht "rund 45 Prozent" der amazonischen Baumarten in ihrer Existenz gefährdet, sollte das Thermometer gar um vier Grad steigen. Damit wäre nach heutigem Ermessen aber wohl nur zu rechnen, wenn die Welt praktisch keine weiteren Klimaschutzmaßnahmen ergreift.
Williams und Jackson möchten ihre neue Studie auf jeden Fall als Plädoyer dafür verstanden wissen, den Ausstoß von CO2 und anderen Treibhausgasen energisch zu drosseln. Es sei zwar ganz richtig, dass sich unsere Gesellschaft inzwischen Gedanken über Anpassungsmaßnahmen mache, findet Geograph Williams. Doch der bedrohten Flora und Fauna sei damit nicht geholfen, ihr nutze höchstens ein rascher Stopp der Erwärmung: "Wir können nun einmal Arten nicht transplantieren." Auch Co-Autor Jackson empfiehlt, "lieber innerhalb der Grenzen unserer ökologischen Erfahrung zu bleiben". Andernfalls werde uns die Zeit davonlaufen, "um die Biodiversität und die Dienste, die sie uns leistet", zu bewahren.
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Klimawandel: Warmer Winter ließ Arktis- Eis schmelzen
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Antwort #46 am:
30 März, 2007, 14:16 »
In der Arktis hat der milde Winter für rekordverdächtige Temperaturen gesorgt. Deutsche Forscher haben das Meereis des Nordens zwei Wochen lang aus der Luft kartiert - und besorgniserregende Daten gesammelt.
Bremerhaven - Der milde Winter hat auch in der Arktis seine Spuren hinterlassen. Ungewöhnlich hohe Temperaturen haben deutlich weniger Meereis entstehen lassen als sonst üblich. "Es gab Werte von plus fünf Grad mit Regen", sagte Jörg Hartmann vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (Awi) in Bremerhaven.
Das Institut hat im März zwei Wochen lang zusammen mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) das arktische Meereis aus der Luft kartiert. Normalerweise ist Spitzbergen am Ende des Winters weitgehend von Eis umschlossen, die Fjorde sind zugefroren. "In diesem Jahr mussten die Flugzeuge bis an die Grenzen ihrer Reichweite fliegen, um ausreichend Messdaten über dem Meereis erfassen zu können", sagte Hartmann. "Ich studiere die Arktis schon seit 15 Jahren, so etwas habe ich noch nicht gesehen."
Mehrfach sei die Null-Grad-Grenze angekratzt worden, in den Vorjahren zugefrorene Fjorde seien eisfrei gewesen. Normalerweise herrschten im März Durchschnittstemperaturen von minus zehn bis minus zwölf Grad Celsius.
Das Awi-Forschungsflugzeug "Polar 2" hat meteorologische Instrumente und Kameras an Bord. Bei der jüngsten Mission ist es in geringer Höhe über das Eis geflogen, während ein DLR-Flugzeug in drei Kilometern Höhe die Eisflächen des gleichen Gebiets mit einem Radarsystem vermessen hat. Die Daten sollen die Grundlagen für die Messverfahren des geplanten europäischen Satelliten "Sentinel-1" liefern. Der Orbiter soll ab 2011 mit einem Radar-System die Arktis beobachten.
Das arktische Eis spielt eine wichtige Rolle für das Weltklima, da es einen Teil der Sonnenstrahlung ins All reflektiert. Der Rückgang des Eises verstärkt sich deshalb selbst: Je weniger vorhanden ist, desto stärker heizt die Sonne die hohen Breitengrade auf - und das Eis schmilzt noch schneller. Im jüngsten Klimabericht der Vereinten Nationen wird die Erwärmung der Arktis als einer der bedeutendsten Belege für den globalen Klimawandel herausgestellt.
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KLIMAWANDEL - Industrienationen lassen arme Länder darben
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Antwort #47 am:
01 April, 2007, 16:56 »
Die reichsten Staaten der Welt sind knausrig: Während sie Milliarden von Dollar für den Klimaschutz im eigenen Land investieren, geben sie den ärmsten Ländern nur ein paar Millionen Dollar. Dabei leiden gerade die armen Regionen der Welt unter dem Klimawandel.
Lange schon bestehen Übereinkommen, nach denen sich die reichsten Länder der Welt verpflichten, in Sachen globaler Erwärmung und Klimawandel den ärmsten Staaten der Welt zu helfen. Das erste Abkommen zur globalen Erwärmung war die "Framework Convention on Climate Change" von der Uno aus dem Jahre 1992 - in dem allerdings nicht festgelegt ist, wie viel zu zahlen ist.
Und so investierten Industriemächte vor allem in ihren eigenen Klimaschutz Milliarden von Dollar, berichtet die "New York Times", vor allem für Entsalzungsanlagen, Flutbarrieren, die genetische Manipulation von Getreide und Sojabohnen, damit sie auch in Trockenperioden gedeihen.
Den armen Regionen ließen die reichen Nationen hingegen nur rund 40 Millionen US-Dollar pro Jahr für Klima- und Küstenschutz zukommen, sagte Kevin Watkins, Direktor der United Nations Human Development Report Office, der US-Zeitung. Dabei sind meistens Länder in Äquatornähe und solche von bitterer Armut betroffen. Die Industrienationen pusten zwei Drittel des klimaschädlichen Kohlendioxids in die Luft, die afrikanischen Länder hingegen tragen nicht einmal drei Prozent zum weltweiten CO2-Ausstoß durch Verbrennung bei.
Die ärmsten Länder der Welt wird der Klimawandel somit doppelt treffen: Zum einen werden sie am stärksten die Folgen der globalen Erwärmung zu spüren bekommen - in Afrika werden 840 Millionen Menschen vor allem von Dürre, unterbrochener Wasserversorgung und Hungersnot bedroht sein, in Südafrika und in Ägypten werden die Flussdeltas überflutet werden, im östlichen Amazonas droht der Regenwald zur Savanne zu werden. Und zum anderen haben die armen Nationen weder das Geld, ausreichend für den Klimawandel vorzusorgen, noch für die Folgenschäden aufzukommen.
"Katastrophen sind nicht demokratisch"
Mittlerweile erheben die benachteiligten Länder ihre Stimme. Man habe eine Botschaft an die Industrienationen, sagte etwa Ugandas Präsident Yoweri Museveni im Februar beim Gipfeltreffen der Afrikanischen Union in Äthiopien: "Ihr löst bei uns Aggressionen aus, in dem ihr die globale Erwärmung verursacht." Museveni weiter: "Alaska wird vielleicht gut für die Landwirtschaft, Sibirien wird vielleicht gut für die Landwirtschaft. Aber was wird aus Afrika?" Bereits jetzt herrscht in vielen afrikanischen Ländern, etwa Malawi südlich der Sahara, außergewöhnliche Dürre.
Reiche Staaten sind weitestgehend vor Dürre und Flutkatastrophen geschützt - und ihr Reichtum wird sie Experten zufolge weitgehend vor dem bevorstehenden Unheil abschirmen, zumindest für die nächsten ein, zwei Generationen.
"Die Ungerechtigkeit dieser ganzen Situation ist wirklich enorm, wenn man betrachtet, wer verantwortlich ist und wer den Schaden erleidet", sagte die Vorsitzende des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), Rajenda Pachauri, vor kurzem. Henry Miller von der Hoover Institution an der Stanford University ist da pragmatischer: "Wie das Sinken der 'Titanic' sind Katastrophen nicht demokratisch."
Am Freitag wird in Brüssel der zweite Teil des IPCC-Weltklimaberichts veröffentlicht. Der jüngste Entwurf veranschaulicht auf dramatische Weise, wie sich ein Temperaturanstieg Grad für Grad auf die Umwelt auswirken würde.
Dramatisch werde sich vor allem die zu erwartende Verknappung des Trinkwassers auswirken. Bei einem durchschnittlichen Temperaturanstieg um nur ein Grad Celsius wird ein Wassermangel für mindestens 400 Millionen Menschen, möglicherweise aber 1,7 Milliarden Menschen im Jahr 2020 vorausgesagt - zusätzlich zu den Erdenbürgern, die schon jetzt nicht genug Trinkwasser haben.
Bei einem Temperaturanstieg um zwei Grad wird mit einer Wasserverknappung für weitere zwei Millionen Menschen gerechnet. Bis zu 30 Prozent der Lebewesen auf der Erde wären dann vom akuten Aussterben bedroht. Das könnte im Jahr 2050 sein. Im Jahre 2080 könnten weltweit dann bis zu 3,2 Milliarden Menschen von Wassermangel betroffen sein. Selbst bei einer konsequenten Verringerung der Treibhausgase dürften es immer noch 1,1 Milliarden sein.
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Neuer Uno- Klimabericht: Grabenkämpfe um bunte Landkarten
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Antwort #48 am:
04 April, 2007, 17:48 »
In Brüssel verhandeln Vertreter von 124 Ländern knallhart über Teil zwei des Uno-Klimaberichts. Insbesondere China, Russland und die USA versuchen vehement, die Schlussfassung des Textes zu beeinflussen - und mitunter sogar die Färbung von Landkarten.
Brüssel - In wenigen Sätzen steckt große politische Sprengkraft, und es sieht so aus, als legten die großen Luftverschmutzer China, Russland und USA ihr ganzes Gewicht in die Waagschale, um den Text jener wenigen Seiten der Zusammenfassung zu beeinflussen, die der Uno-Weltklimarat am Karfreitag in der belgischen Hauptstadt vorstellen will.
Die drei Staaten meldeten bei den Abschlussverhandlungen über den Bericht in Brüssel immer wieder Änderungswünsche an, wie am Mittwoch aus Konferenzkreisen verlautete. Die Russen seien regelrecht auf Konfrontationskurs. Mehr als 100 Delegationen verhandeln seit Montag über den Entwurf des Klimarats der Vereinten Nationen (IPCC, Intergovernmental Panel on Climate Change) für den zweiten Teil des Reports. Das Ergebnis wird diesen Freitag in Brüssel vorgestellt. Die Studie, über deren inhaltliche Eckpunkte SPIEGEL ONLINE bereits berichtet hat, soll die drohenden Folgen des Klimawandels beschreiben.
Wie es in Brüssel weiter hieß, bezweifelt die Verhandlungsrunde die Zuverlässigkeit der aus Russland gelieferten Daten. Die Forscher hätten die Ergebnisse ihrer russischen Kollegen zum Teil nicht anerkannt. Das verärgere die Russen. "Die haben dann erst einmal alles blockiert", hieß es aus den Delegationen.
USA mögen Gelb lieber als Rot
Die USA seien unter anderem bemüht, Äußerungen zum drohenden Wassermangel abzuschwächen. Auch die Chinesen verlangten zahlreiche Änderungen. "Die Gespräche verlaufen zäh und langsam", sagte Klimaexpertin Gabriela von Goerne, die für die Umweltorganisation Greenpeace die Gespräche in Brüssel verfolgt. Es gebe noch viele "Ungereimtheiten und Streitpunkte". "Allen Delegationen ist aber klar, dass der Klimawandel stattfindet und dramatische Folgen haben wird." Sie rechne damit, dass bis spät in die Nacht zum Freitag gestritten werde. Dann werde es aber einen Kompromiss geben.
Die USA und Australien halten sich mit öffentlicher Kritik bisher auffallend zurück. Auch der jüngste Streit zwischen der EU und Australien flammte zunächst nicht wieder auf. "Sie halten sich ziemlich bedeckt und vermeiden jede Blockadehaltung", sagten Teilnehmer der Konferenz. Den USA erscheine zum Beispiel eine Karte zum vorhergesagten Temperaturanstieg "zu rot". Sie wollten für geringe Erhöhungen als Farbe ein weniger alarmierendes Gelb.
Vom ersten Tag an sei es bei "harten Verhandlungen" in Brüssel zur Sache gegangen. Strittig war nach den Angaben auch, wie genau Sturzfluten in Bergregionen wegen schmelzender Gletscher und drohende Ernteausfälle in Indien und China vorhersehbar seien. Auch die Zuverlässigkeit wissenschaftlicher Erkenntnisse über Auswirkungen des schmelzenden Nordpol-Eises auf den Golfstrom und damit auf das Klima in Europa sei umstritten.
Experten fürchten sich vor Katastrophen-Schlagzeilen
Im ersten Teil des Reports hatten die Experten den wissenschaftlichen Beweis erbracht, dass der Mensch mit großer Wahrscheinlichkeit für den Klimawandel verantwortlich ist. Im dritten Teil sollen Möglichkeiten beschrieben werden, wie die Erderwärmung noch gestoppt werden kann. Auch sein Inhalt ist im Wesentlichen bereits bekannt. Die drei Teile des insgesamt vierten IPCC-Klimareports haben gut 2500 Forscher, darunter 450 Hauptautoren, im Laufe von sechs Jahren erstellt.
Der Entwurf für den zweiten Teil zeichnet ein düsteres Bild von den Folgen des Klimawandels. Mindestens ein Fünftel der Tier- und Pflanzenarten seien vom Aussterben bedroht. Hitze, Smog und Unterernährung machten immer mehr Menschen krank. Naturkatastrophen wie Fluten oder Dürren werden demnach immer häufiger.
Unterdessen beschleicht einige Experten offenbar Angst davor, dass die neuen IPCC-Ergebnisse in der Öffentlichkeit als zu bedrohlich dargestellt werden. "Mich beschäftigt, dass die Medien eine weitere Weltuntergangs-Schlagzeile schreiben, in sechs Wochen alles zu Hysterie erklären und das Thema vergessen", sagte Achim Steiner, Chef des Uno-Umweltprogramms Unep. Dennoch sei es eindeutig richtig, Begriffe wie "Katastrophe" zu benutzen, um die Folgen etwa des Meeresspiegel-Anstiegs für pazifische Inseln oder Küsten-Metropolen zu beschreiben.
"Es ist legitim, solche Begriffe für bestimmte Szenarien zu benutzen", sagte Steiner. Deshalb aber solle sich die Klimadebatte nicht nur um das Ende der Welt drehen. "Wir können etwas dagegen tun." Allzu drastische Schlagzeilen könnten die Menschen sogar davon abhalten, ihren Teil zum Kampf gegen den Klimawandel beizutragen, befürchtet Mike Hulme, Leiter des britischen Tyndall Centre for Climate Change Research. "Leugnung, Lähmung und Apathie" könnten die Folgen sein. Angst als Instrument der Öffentlichkeitsarbeit sei "bestenfalls unzuverlässig und schlimmstenfalls kontraproduktiv".
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Bush lässt Uno- Klimabericht entschärfen
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Antwort #49 am:
06 April, 2007, 12:57 »
Eigentlich sollte der Uno-Klimabericht vor Wirbelstürmen, Trockenheit, Überflutungen und Bränden in Nordamerika warnen. Doch die US-Regierung hält die Prognosen für Panikmache. Deshalb wurden auf Druck von Washington kritische Passagen gestrichen.
Brüssel - Die Veröffentlichung des zweiten Teiles des Weltklimaberichtes hat sich heute in letzter Sekunde verzögert. Der Bericht sei aber nunmehr "abgeschlossen" und werde "in zwei Stunden" veröffentlicht, sagte der Vorsitzende des Weltklimarates (IPCC), Rajendra Pachauri, am Morgen kurz nach dem eigentlich vereinbarten Veröffentlichungstermin in Brüssel. "Wir haben gerade eine Marathonsitzung beendet", sagte Pachauri. "Es war eine produktive aber ermüdende Übung. Letztlich haben wir ein, wie ich denke, sehr gutes Dokument."
Ein IPCC-Sprecher hatte kurz zuvor gesagt, dass sich die auf 10 Uhr angesetzte Pressekonferenz zur Vorstellung des Berichtes verzögere, ohne einen neuen Termin zu nennen. Delegierte machten die USA, China und Saudi-Arabien für die Verschiebung verantwortlich. Die Regierungen dieser Länder hätten einige Abschnitte des Berichtes insbesondere zu den Wirkungen des Klimawandels als zu weitgehend beanstandet. In dem Streit ging es nicht um den Hauptteil des gut 1400 Seiten dicken Berichts, sondern um die an politische Entscheidungsträger gerichtete "Zusammenfassung". Forscher klagten über die Einmischung der Politik.
Die Fachleute gaben dem Drängen der USA und Chinas aber letztlich nach. Nach Angaben aus Delegationskreisen wurden nun einige kritische Passagen aus dem Bericht gestrichen. Ein Abschnitt zu erwarteten Klimaschäden in Nordamerika komme nun nicht mehr vor, hieß es. Im Entwurf hatte es zunächst geheißen, als Folge der Erderwärmung werde es auf dem Kontinent unter anderem Wirbelstürme, Trockenheit, Überflutungen und Brände.
China habe in den Verhandlungen darauf bestanden, eine Textstelle zu entfernen, wonach gewisse Schäden mit "sehr hoher Wahrscheinlichkeit" eintreten würden. Anwesende Wissenschaftler seien daraufhin aufgestanden und hätten einen Erhalt dieses Hinweises verlangt. Daraufhin wurde eine Kompromissformel gesucht.
Mit den dramatischen Ergebnissen seines ersten Berichts, der im Februar in Paris vorgestellt wurde, hatte der Weltklimarat international Bestürzung ausgelöst. Der Bericht sagt einen durchschnittlichen Temperaturanstieg von bis zu 6,4 Grad Celsius bis zum Ende des Jahrhunderts vorher. Im zweiten Teil sollen nun die Regionen vorgestellt werden, die in den kommenden Jahrzehnten besonders unter den Auswirkungen des Klimawandels leiden werden. Befürchtet werden Dürren, Überschwemmungen und zunehmender Mangel an Trinkwasser in jetzt schon heißen Regionen, die stärkere Verbreitung von Krankheiten und das Aussterben diverser Tier- und Pflanzenarten.
"Verheerender Ausblick"
Den dritten und letzten Teil ihres Weltklimaberichts wollen die Forscher Anfang Mai präsentieren. Dann wollen sie Lösungsvorschläge unterbreiten, um die Folgen des Klimawandels abzumildern.
Der zweite Teil ist nach Ansicht der Umweltstiftung WWF ein "verheerender" Ausblick für die Erde. Der Report zeige, dass die Folgen des Klimawandels "hier und jetzt" zu sehen seien und sich weiter verschlimmern werden, falls der Mensch nicht gegensteuere. "Ignoranz ist keine Option", erklärte der WWF heute in Brüssel.
100 Millionen Menschen in Küstenstreifen, die nur einen Meter über dem Meeresspiegel lebten, liefen Gefahr, ihr Zuhause zu verlieren. Die globale Erwärmung würden in China und Indien durch Missernten zu Hunger führen. "Man kann den Fakten nicht entkommen: Die globale Erwärmung wird Hunger, Überschwemmungen und Wassermangel bringen.
Arme Länder, die am wenigsten Verantwortung dafür tragen, werden am meisten leiden", erklärte der Direktor des WWF-Klimaprogramms, Hans Verolme. Nichts zu tun hätte desaströse Konsequenzen, ergänzte er. Die industrialisierten Länder müssten ihre Verantwortung akzeptieren und mit der Lösung des Problems beginnen. Die Experten des Klimarates hätten klar gemacht, dass der Klimawandel unvermeidlich ist. Aber noch gebe es Zeit, um sich gegen die schlimmsten Folgen zu schützen.
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Gabriel wirft USA "wissenschaftlichen Vandalismus" vor
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Antwort #50 am:
06 April, 2007, 16:43 »
Umweltminister Gabriel hat massive Vorwürfe gegen die USA und China erhoben. Die politische Entschärfung des Uno-Klimaberichts sei "wissenschaftlicher Vandalismus" polterte er. Doch auch die gekürzte Studie ist erschütternd: Gewaltige Naturkatastrophen werden prognostiziert - die vor allem die Ärmsten der Armen treffen.
Brüssel - Schon 2020 werden Milliarden von Menschen in Afrika und Asien unter Wasserknappheit leiden und Millionen unter Hungersnöten, so die Horrorszenarien. Auch die wohlhabenderen Regionen der Welt kommen dem Bericht zufolge keinesfalls ungeschoren davon. Der Himalaya werde bald abschmelzen. Weltweit werde der Meeresspiegel ansteigen. Bis zu 30 Prozent der Tier- und Pflanzenarten seien vom Aussterben bedroht, wenn die Temperaturen um 1,5 bis 2,5 Grad steigen, heißt es weiter. Krankheiten breiteten sich aus, große asiatische Mündungsgebiete würden überflutet. Im Mittelmeerraum drohen Dürren und Ernteausfälle. In Frankreich, Griechenland, Italien und Spanien dürften häufiger Gluthitzen wie im Sommer 2003 auftreten, als es zehntausende Todesfälle gab, mehr Waldbrände auftraten und die Trinkwasservorräte um ein Drittel schrumpften. Wenn die arktischen Eisschilde wegbrechen, dann sei auch "Holland nicht mehr zu retten".
Der Uno-Bericht ist die wichtigste Studie über die Auswirkungen des Klimawandels auf verschiedene Weltregionen seit 2001. Schon mit den dramatischen Ergebnissen des ersten Teils, der im Februar in Paris vorgestellt wurde, hatten die 2500 Wissenschaftler des Weltklimarats (IPCC) international Bestürzung ausgelöst: Bis zum Ende des Jahrhunderts wurde ein Temperaturanstieg von bis zu 6,4 Grad Celsius vorhergesagt.
Dem zweiten Teil zufolge ist die Erderwärmung absolut keine ferne Bedrohung mehr. "Der gesamte Klimawandel ist etwas Konkretes im Hier und Jetzt und nicht etwas in weiter Zukunft", sagte Neil Adger als britischer Co-Autor der Studie. Mit-Autor Osvaldo Canziani warnte vor der Ausbreitung von Malaria und anderen Fieberkrankheiten. "Wir müssen weniger verbrauchen, weniger Abfall produzieren und nachhaltiger leben", forderte er. Die Ressourcen der Erde seien begrenzt: "Wenn alle Menschen in der Welt etwa auf dem Niveau meines Landes - Argentiniens - leben wollten, bräuchten wir vier Mal die Erde."
Die Ergebnisse waren nach einer Marathon-Sitzung der Uno-Länder heute mit mehreren Stunden Verzögerung vorgestellt worden: Die Abschluss-Beratungen waren dabei fast zur Groteske geraten. Zahlreiche Länder meldeten Änderungswünsche an. Dabei ging es um die an politische Entscheidungsträger gerichtete "Zusammenfassung".
Forscher klagten über die Einmischung der Politik, gaben dem Drängen der USA und Chinas aber letztlich nach. Unter anderem hatten die USA sich über einen Abschnitt über die zu erwarteten Klimaschäden in Nordamerika und die daraus resultierenden Folgen echauffiert, hieß es. Im Entwurf hatte es zunächst geheißen, als Folge der Erderwärmung werde es auf dem Kontinent unter anderem Wirbelstürme, Trockenheit, Überflutungen und Brände geben.
China habe in den Verhandlungen darauf bestanden, eine Textstelle zu entfernen, wonach gewisse Schäden mit "sehr hoher Wahrscheinlichkeit" eintreten würden. Anwesende Wissenschaftler seien daraufhin aufgestanden und hätten einen Erhalt dieses Hinweises verlangt.
"Ökologischer Kolonialismus"
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) kritisierte das politische Geschacher als skandalös, letztlich hätten sich China und die USA aber kaum durchsetzen können, so der Bundesminister. "Wir sind froh, dass wir diese Art des wissenschaftlichen Vandalismus am Ende haben verhindern können", sagte der Gabriel Reuters TV. "Die Menschen haben ein Recht darauf zu erfahren, welche Konsequenzen ihnen drohen, wenn wir den Klimawandel nicht stoppen."
In Deutschland müsse man sich nun Gedanken darüber machen, wie man mit den Folgen des Klimawandels umgehe. Das gelte etwa für Trockenperioden im Südwesten und Nordosten des Landes. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Michael Müller (SPD) bezeichnete die Verhandlungen als "Erlebnis der erschreckenden Art". "Offenkundig muss ein Teil der Regierungen die Katastrophe erst spüren, bevor sie handeln", kritisierte Müller. Da die Weltregionen aber unterschiedlich vom Klimawandel betroffen seien, sei dies nichts anderes als "ökologischer Kolonialismus".
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mahnte ein gemeinsames Vorgehen der internationalen Gemeinschaft zum Schutz der Umwelt gefordert. "Der Bericht bestätigt, dass der Klimawandel eine Tatsache ist", sagte Merkel der "Süddeutschen Zeitung". "Deswegen brauchen wir ein schnelles und entschiedenes Handeln, um den Temperaturanstieg weltweit zu begrenzen und den Kohlendioxid-Ausstoß zu verringen."
Die Bundesregierung werde weiter Vorreiter beim Klimaschutz sein. "Ich werde das Thema auch beim G-8-Gipfel im Juni in Heiligendamm ansprechen", sagte Merkel. "Mein Ziel ist es, möglichst alle Staaten in die Verantwortung für den Klimaschutz einzubinden."
Die Lösungsvorschläge der Uno will die Gemeinschaft in einem dritten und letzten Teil ihres Weltklimaberichts Anfang Mai präsentieren. Die Berichte sollen die Grundlage für Verhandlungen zur Fortsetzung des Kyoto-Klimaschutzprotokolls nach 2012 sein. Am 17. April wird der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in New York erstmals über den Klimawandel debattieren. Die Diskussion soll von der britischen Außenministerin Margaret Beckett geleitet werden, wie der britische UN-Botschafter Emyr Jones Parry ankündigte.
EU-Umweltkommissar Stavros Dimas sieht sich in dem Bericht im Ziel bestätigt, die globale Erwärmung auf höchstens zwei Grad zu begrenzen. "Wir müssen also weltweit rasch handeln, wenn wir den Klimawandel stabilisieren und damit das Schlimmste verhindern wollen", betonte Dimas.
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China will gegen Klimawandel kämpfen - aber erst ab 2013
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Antwort #51 am:
07 April, 2007, 13:30 »
Die Uno warnt vor einem dramatischen Klimawandel - doch die größten Umweltsünder dieser Erde sehen weiter keinen Grund zur Aufregung. Australien bekräftigt umgehend sein "Nein" zum Kyoto-Protokoll. Und auch China hat beim Kampf gegen die Erderwärmung keine Eile.
Sydney/Tokio/Peking - Der weltweit zweitgrößte Luftverschmutzer China will sich einem Zeitungsbericht zufolge den Verhandlungen um eine Nachfolgeregelung für das Kyoto-Klimaschutzprotokoll anschließen. Ministerpräsident Wen Jiabao wolle dies am Rande seines Japan-Besuchs am Mittwoch bekannt geben, berichtete die japanische Zeitung "Yomiuri Shimbun" heute. In einer geplanten gemeinsamen Erklärung würden Japan und China ihre politische Entschlossenheit zum Ausdruck bringen, an der Lösung des Problems der Klimaerwärmung durch internationaler Kooperation mitzuarbeiten, hieß es unter Berufung auf einen Entwurf des Papiers.
Demnach wollten sich beide Länder vom Jahr 2013 an "proaktiv an der Schaffung eines effektiven Rahmenwerks" zum Klimaschutzbeteiligen, berichtete das Blatt. Japan wolle zudem China beim Umweltschutz und Energiesparmaßnahmen helfen. Unter anderem seien Wasserreinigungsprojekte vorgesehen. Einzelheiten sollten bei einem Treffen von Wen Jiabao mit seinem japanischen Amtskollegen Shinzo Abe besprochen werden, hieß es.
China, das binnen eines Jahres die USA als größten Treibhausgasproduzenten ablösen könnte, hat das bis 2012 laufende Kyoto-Protokoll nicht unterzeichnet. Experten fordern allerdings seit langem, große Luftverschmutzer wie China, die USA und Indien mit ins Boot zu holen, um einer Kyoto-Nachfolgeregelung zum Erfolg zu verhelfen. Die Regierung in Peking will ihren nationalen Plan gegen die globale Erwärmung Ende April vorstellen. Dabei soll es auch um eine Verringerung des Schadstoffausstoßes gehen.
Bislang hat China eine Begrenzung für den wegen seiner boomenden Wirtschaft rasch steigenden Treibhausgasausstoß abgelehnt. Dabei verwies die kommunistische Führung darauf, dass die Erderwärmung vor allem auf den Energieverbrauch der Industrienationen zurückgehe und China das Recht habe, den gleichen Wohlstand wie in den westlichen Ländern aufzubauen.
Australien zeigte als einer der größten Umweltsünder im pazifischen Raum sich vom neuesten Weltklimabericht der Vereinten Nationen unbeeindruckt. Premierminister John Howard sah heute in dem Bericht "wenig Neues" und bekräftigte das Nein seiner Regierung zum Kyoto-Protokoll.
Nach Darstellung von Umweltminister Malcolm Turnbull sei eine Begrenzung des Schadstoffausstoßes für Australien wenig verständlich, wenn zugleich von Entwicklungsländern wie Indien oder China keine Einschränkung der Emissionen erwartet werde. "Wir können ein globales Problem nicht lösen, wenn die größten Schadstoff-Produzenten der Welt nicht Teil der Lösung sind."
Scharfe Kritik an dieser Haltung der australischen Regierung kam von der Opposition. Die Regierung nehme den Klimawandel "überhaupt nicht Ernst", sagte Labor-Umweltexperte Peter Garrett. "Die Haltung zeigt, dass die Regierung Howard nach zehn Jahren Untätigkeit in diesem Bereich sehr schlecht aufgestellt ist, um sich den im Weltklimabericht aufgezeigten Risiken entgegenzustellen."
Der Bericht hat unter anderem einen "bedeuten Verlust an Bio- Diversität" in Australiens Great Barrier Reef bis 2020 vorausgesagt. Umweltminister Turnbull siedelte dagegen ein Verschwinden des Riffs "so ziemlich am Ende der möglichen Szenarien" an. Australiens Schadstoff-Emission ist sehr hoch, da das Land über 80 Prozent seiner Elektrizität aus Kohlekraftwerken produziert.
Immerhin will sich Australien gemeinsam mit den USA verstärkt für den Schutz der Wälder einsetzten. Dies sei äußerst wichtig, um der drohenden Erderwärmung entgegen zu wirken, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung beider Länder. Das Dokument wurde gestern Abend in Washington vom australischen Umweltminister Malcolm Turnbull und der amerikanischen Unterstaatssekretärin Paula Dobriansky vorgestellt.
Darin wird festgestellt, dass die Abholzung von Wäldern für etwa 20 Prozent der weltweiten Treibhausgase verantwortlich sei. Deshalb sei ein Erhalt des noch vorhandenen Waldbestands vordringlich für den Klimaschutz, heißt es. Die australische Regierung hat unlängst eine Kampagne zum gezielten Schutz der einheimischen Wälder eingeleitet, was bei den USA jetzt auf viel Lob stieß. Wie Australien haben auch die USA Länder das Kyoto-Protokol nicht unterzeichnet.
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Töpfer hält Deutschland für einen der größten Klimakiller
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Antwort #52 am:
07 April, 2007, 19:16 »
Deutschland stellt sich gern als Musterbeispiel in Sachen Klimaschutz dar - in den Augen von Beobachtern sieht das anders aus. Der Ex-Chef des Uno-Klimaprogramms Töpfer erklärt sogar, Deutschland sei einer der größten Klimasünder weltweit. Die EU fordert mehr Engagement von der Bundesrepublik.
Berlin -Klaus Töpfer macht eine einfache und erschreckende Rechnung auf: Jeder Deutsche erzeuge im Schnitt pro Jahr zehn Tonnen des Klimagases Kohlendioxid, erklärte der frühere Umweltminister und Ex-Chef des Uno-Klimaprogramms in der "Welt am Sonntag". Damit lägen die Deutschen zwar nur halb so hoch wie die Amerikaner, weltweit aber in der Spitzengruppe der Staaten mit dem höchsten Ausstoß an CO2. Laut Töpfer liegt der Pro-Kopf-CO2-Ausstoß der Franzosen unter sieben Tonnen, ein Chinese erzeuge gerade mal drei und ein Inder nur eine Tonne Kohlendioxid.
Der frühere CDU-Politiker kritisierte die deutsche Klimapolitik scharf in dem Gespräch. Es gebe einen erheblichen Widerspruch zwischen Anspruch und Handeln: "Die nüchternen Zahlen sagen, dass wir noch unendlich viel mehr tun müssen."
Gestern hatten die Vereinten Nationen (UN) im zweiten Teil ihres Weltklimaberichts vor katastrophalen Folgen der globalen Erwärmung für die unterschiedlichen Weltregionen gewarnt. Der Klimawandel wird demnach auf allen Kontinenten viel früher zu weit verheerenderen Schäden führen als bislang angenommen. Der Bericht prognostiziert unter anderem immer mehr Hungersnöte in Afrika und Asien auf Grund der Erderwärmung. Außerdem drohe vielen dicht besiedelten Küstengebieten eine dauerhafte Überflutung durch den Anstieg des Meeresspiegels.
Auch die EU erwartet jetzt mehr Engagement von Deutschland im Kampf gegen den weltweiten Temperaturanstieg. EU-Umweltkommissar Stavros Dimas sagte der "Welt am Sonntag", die Bundesrepublik halte zwar etwa beim Ausbau des Ökostroms eine Führungsrolle. In anderen Bereichen gebe es aber Nachholbedarf. "Die Klimaschutzziele der Europäischen Union können nur dann durchgesetzt werden, wenn mit Deutschland auch die größte Volkswirtschaft Europas mitzieht." Auch die hiesige Autoindustrie könne noch mehr tun. Die Zukunft liege in sparsamen und umweltfreundlichen Wagen und nicht in großen Fahrzeugen, die Energie verschwendeten.
Kompromiss im Streit um Braunkohlekraftwerke
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel dagegen pochte heute auf die Vorreiterrolle der Bundesrepublik beim Klimaschutz. Ohne Deutschlands Beitrag habe die Europäische Union keine Chance, ihre Ziele bis 2012 zu erreichen, betonte der SPD-Politiker. Das Land allein leiste drei Viertel der Einsparungen. Während die EU ihren CO2-Ausstoß insgesamt gegenüber 1990 um acht Prozent senken will, hat Deutschland sich zu 21 Prozent verpflichtet.
Erstmals sprach sich Gabriel heute für eine Versteigerung von CO2-Verschmutzungsrechten ab nächstes Jahr aus. "Aus meiner Sicht wäre eine Versteigerung vernünftig", erklärte er der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Schließlich haben die Energieunternehmen die bislang kostenlos vergebenen Zertifikate schon eingepreist." Gabriel schloss sich damit einer auch in der SPD und der Union seit längerem verbreiteten Haltung an und rückte von seiner bisherigen Position ab. In seinem Entwurf für den Emissionshandel zwischen 2008 und 2012 ist von einem Verkauf oder einer Versteigerung keine Rede. Allerdings wird der Text wegen Änderungen für die Braunkohlekraftwerke ohnehin korrigiert.
In dieser Frage kam es inzwischen zu einem Kompromiss: Gabriel zufolge werden Braunkohlekraftwerke so auch künftig nicht gegenüber umweltfreundlicheren Steinkohle- oder Gas-Anlagen privilegiert. Es gebe in der Frage eine Einigung mit dem Wirtschaftsressort. Gegen den Widerstand des Bundeswirtschaftsministeriums und aus Teilen der Union erhalten alte Kraftwerke mit höheren Emissionen nun nicht mehr Verschmutzungsrechte, wie ursprünglich gefordert.
Der Vorsitzende der Bergbau-Gewerkschaft IG BCE, Hubertus Schmoldt, mahnte in diesem Zusammenhang, bei allen Anstrengungen für das Klima die Wettbewerbsfähigkeit nicht aus den Augen zu verlieren. "Wenn wir den Indern ermöglichen, ihrer Kohlekraftwerke mit neuester Technik auszurüsten, tun wir mehr für das Klima weltweit als mit Energiesparlampen in Deutschland", sagte der der "Neuen Osnabrücker Zeitung".
Australien bekräftigt Nein zum Kyoto-Protokoll
Insgesamt stieß der Uno-Klimabericht auf ein geteiltes Echo in der Welt. Anhaltender Widerstand zeichnet sich etwa in China und Australien ab. China - nach den USA der weltgrößte CO2-Produzent - will sich offenbar erst von 2013 an aktiv an den Gesprächen für ein internationales Rahmenwerk zur Bekämpfung der Klimaerwärmung beteiligen. Das Riesenreich ist - wie Indien und zahlreiche Entwicklungsländer - von den Auflagen zur Verringerung der Treibhausgase im Kyoto-Protokoll ausgenommen. Unbeeindruckt vom Klimabericht zeigte sich auch Australien als einer der größten Umweltsünder im pazifischen Raum. Premierminister John Howard sah in dem Bericht "wenig Neues" und bekräftigte das Nein seiner Regierung zum Kyoto-Protokoll.
In den USA wollen die Demokraten im US-Repräsentantenhaus noch bis Ende dieses Jahres gesetzlich eine Begrenzung der CO2-Emissionen für die US-Industrie durchsetzen. Sie kritisieren die ihrer Ansicht nach lasche Reaktion der US-Regierung von Präsident George W. Bush auf die jüngsten, alarmierenden UN-Klimaberichte.
Konkrete Maßnahmen wegen der drohenden Klimaerwärmung kündigte Japan an. Dort sollen neue Reissorten entwickelt werden, die Hitze besser vertragen und mit weniger Wasser auskommen. Die spanische Regierung will noch im Sommer einen Anpassungsplan verabschieden, weil ihr Land im UN-Bericht als besonders anfällig und verwundbar bezeichnet wird.
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PROGNOSE - Klimaschutz kostet Deutschland vier Milliarden Euro jährlich
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Antwort #53 am:
08 April, 2007, 09:17 »
Wirklich teuer ist Klimaschutz eigentlich nicht - rund vier Milliarden Euro müsste Deutschland im Jahr dafür ausgeben, so der Chef des Umweltbundesamtes Troge. Deutschland allerdings tut sich schwer: Nach Ansicht vieler Beobachter redet die Regierung viel - und macht wenig.
Hamburg - "Wenn wir die Erderwärmung stoppen wollen, müssen wir in den Industriestaaten bis 2050 den Ausstoß an Treibhausgasen um 80 Prozent stoppen", sagte Umweltbundesamt-Präsident Andreas Troge der "Bild am Sonntag". In Deutschland seien dazu jährliche Investitionen in Höhe von vier Milliarden Euro erforderlich. Das Geld solle vor allem in erneuerbare Energien und Wärmedämmung fließen. Bereits zuvor hatte Tröge erklärt, man müsse sich bereits jetzt für die Auswirkungen des Klimawandels wappnen: "Im Küstenschutz haben wir es vorgemacht, nun müssen andere Bereiche folgen, wie Raum- und Stadtplanung, Gesundheitswesen, Naturschutz und Finanzwirtschaft."
Der Appell scheint nicht übertrieben. Vor zwei Tagen hatten die Vereinten Nationen (UN) im zweiten Teil ihres Weltklimaberichts vor katastrophalen Folgen der globalen Erwärmung für die unterschiedlichen Weltregionen gewarnt. Der Klimawandel wird demnach auf allen Kontinenten viel früher zu weit verheerenderen Schäden führen als bislang angenommen. Der Bericht prognostiziert unter eine dramatische Zunahme von Hungersnöten in Afrika und Asien auf Grund der Erderwärmung. Außerdem drohe vielen dicht besiedelten Küstengebieten eine dauerhafte Überflutung durch den Anstieg des Meeresspiegels.
Nach der Veröffentlichung des Berichts muss die deutsche Regierung schwere Kritik wegen ihrer Klimapolitik einstecken. Der frühere Umweltminister und Ex-Chef des Uno-Klimaprogramms, Klaus Töpfer, erklärte der "Welt am Sonntag" gar, Deutschland gehöre zu den schlimmsten Klimasündern weltweit. Jeder Bundesbürger erzeuge im Schnitt pro Jahr zehn Tonnen des Klimagases Kohlendioxid. Die Amerikaner brächten es zwar auf das Doppelte, weltweit aber sind die Deutschen damit immer noch in der Spitzengruppe der Staaten mit dem höchsten Ausstoß an CO2. Laut Töpfer liegt der Pro-Kopf-CO2-Ausstoß der Franzosen unter sieben Tonnen, ein Chinese erzeuge gerade mal drei und ein Inder nur eine Tonne Kohlendioxid. Bei der deutschen Klimapolitik bestehe ein ziemlicher Widerspruch zwischen Anspruch und Handeln, so Töpfer weiter. "Die nüchternen Zahlen sagen, dass wir noch unendlich viel mehr tun müssen."
Tiefensee will Klima-Pass für Autos
Auch EU-Umweltkommissar Stavros Dimas fordert in der "Welt am Sonntag" deshalb größeres Engagement von der Bundesrepublik. Deutschland nehme zwar beim Ausbau des Ökostroms eine Führungsrolle ein. In anderen Bereichen gebe es aber Nachholbedarf. "Die Klimaschutzziele der Europäischen Union können nur dann durchgesetzt werden, wenn mit Deutschland auch die größte Volkswirtschaft Europas mitzieht." Auch die hiesige Autoindustrie könne noch mehr tun. Die Zukunft liege in sparsamen und umweltfreundlichen Wagen und nicht in großen Fahrzeugen, die Energie verschwendeten.
Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) erklärte, die internationale Gemeinschaft müsse wegen des Klimawandels ihre Hilfen für die Entwicklungsländer ausweiten. In Deutschland selbst müsse neben der Diskussion über einen geringeren Kohlendioxid-Ausstoß auch über Maßnahmen nachgedacht werden, um den künftigen veränderten Lebensbedingungen zu begegnen, sagte Gabriel dem Sender NDR Info.
Das Bundesumwelt- und das Bundeswirtschaftsministerium verständigten sich indes darauf, Anreize für den Bau neuer Kraftwerke mit moderner Technik zu schaffen. Gegen den Widerstand des Bundeswirtschaftsministeriums und aus Teilen der Union erhalten alte Kraftwerke mit höheren Emissionen aber nicht mehr Verschmutzungsrechte. In den Streit zwischen Gabriel und Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) hatte sich zuletzt auch das Kanzleramt eingeschaltet.
Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) plädierte dafür, noch in diesem Jahr einen verbindlichen Klima-Pass für alle Neufahrzeuge einführen. Damit werde Aufschluss darüber gegeben, wie viel CO2 ein Auto ausstoße und in welchem Verhältnis der Ausstoß zur Nutzlast stehe. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) betonte, sie wolle sich auf internationaler Ebene dafür einsetzen, "möglichst alle Staaten in die Verantwortung für den Klimaschutz einzubinden". Sie werde das Thema auch beim G-8- Gipfel im Juni ansprechen, sagte sie der "Süddeutschen Zeitung".
Australien: Klimabericht bringe "wenig Neues"
Insgesamt wurde der neue Klimabericht der Vereinten Nationen in der Welt äußerst unterschiedlich aufgenommen. Während sich Staaten wie Deutschland, Spanien oder Japan bereits ernsthaft Gedanken um die Auswirkungen des Klimawandels machten, zeigten sich die größten Umweltsünder wie etwa Australien oder China von dem Bericht unbeeindruckt oder spielten auf Zeit.
China - nach den USA der weltgrößte CO2-Produzent - will sich offenbar erst von 2013 an aktiv an den Gesprächen für ein internationales Rahmenwerk zur Bekämpfung der Klimaerwärmung beteiligen. Das Riesenreich ist - wie Indien und zahlreiche Entwicklungsländer - von den Auflagen zur Verringerung der Treibhausgase im Kyoto-Protokoll ausgenommen. Unbeeindruckt vom Klimabericht zeigte sich auch Australien als einer der größten Umweltsünder im pazifischen Raum. Premierminister John Howard sah in dem Bericht "wenig Neues" und bekräftigte das Nein seiner Regierung zum Kyoto-Protokoll.
In den USA wollen die Demokraten im US-Repräsentantenhaus noch bis Ende dieses Jahres gesetzlich eine Begrenzung der CO2-Emissionen für die US-Industrie durchsetzen. Sie kritisieren die ihrer Ansicht nach lasche Reaktion der US-Regierung von Präsident George W. Bush auf die jüngsten, alarmierenden UN-Klimaberichte.
Konkrete Maßnahmen wegen der drohenden Klimaerwärmung kündigte dagegen Japan an. Dort sollen neue Reissorten entwickelt werden, die Hitze besser vertragen und mit weniger Wasser auskommen. Die spanische Regierung will noch im Sommer einen Anpassungsplan verabschieden, weil ihr Land im UN-Bericht als besonders anfällig und verwundbar bezeichnet wird.
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Wissenschaftspolitik im Weißen Haus
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Antwort #54 am:
09 April, 2007, 09:52 »
Wissenschaft unter Druck von Regierung und Industrie
Nicht nur bei UN-Bericht: In den Vereinigten Staaten steht die Wissenschaft unter Druck von Regierung und Industrie
Bei der Vorstellung des zweiten Teils des Weltklimaberichtes ist es in Brüssel am Freitag zum Eklat zwischen Wissenschaftlern und Vertretern mehrerer UN-Mitgliedsstaaten gekommen. Delegationen von China, Saudi-Arabien und den USA bestanden darauf, in einer Zusammenfassung des Papiers Passagen zu verändern oder zu streichen, in denen negative Entwicklungen für ihre Länder prognostiziert wurden . Der deutsche Umweltminister Siegmar Gabriel warf vor allem den USA daraufhin "wissenschaftlichen Vandalismus" vor. Washingtons Vertreter hatten auf die Kürzung eines ganzen Abschnitts zu den Folgen für Nordamerika bestanden.
Diese offene Frontstellung gegen unangenehme wissenschaftliche Prognosen stellt aber nur die Spitze des Eisbergs dar, glaubt man Wissenschaftsaktivisten in den USA. In der vergangenen Woche fand in einem Ausschuss des Washingtoner Abgeordnetenhauses eine Anhörung von Forschern und Vertretern politisch-wissenschaftlicher Organisationen statt, die eine zunehmende Einflussnahme auf freie Forschung beklagten. Nach Angaben aus der Demokratischen Partei sollen nun eine Reihe solcher Treffen organisiert werden, um die Einschränkung unter der amtierenden Regierung von George W. Bush zu belegen.
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Forscher- Gängelung: Maulkorb- Preis für US- Regierung
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Antwort #55 am:
10 April, 2007, 13:40 »
Zweifelhafte Ehre für US-Präsident George W. Bush: Seine Regierung hat den diesjährigen "Maulkorb-Preis" bekommen. Die politische Einflussnahme auf die Klimaforschung hat den Ausschlag für die Preisverleihung gegeben.
Richmond - Mancher Wissenschaftler wird sich diebisch freuen über diese Preisverleihung: Wegen Änderungen an Forschungsberichten zum Klimawandel ist der Regierung von US-Präsident Bush der diesjährige Jefferson Muzzle Award verliehen worden. Mit dem "Maulkorb-Preis" prangert das Thomas Jefferson Center for the Protection of Free Expression jährlich Einschränkungen der von der US-Verfassung garantierten Redefreiheit an.
"Die Zahl der führenden Wissenschaftler, die nach eigenen Angaben auf Regierungslinie gebracht wurden, ist Besorgnis erregend", sagte Robert O'Neill, Direktor des Zentrums. Ähnliche Bedenken seien auf anderen Gebieten laut geworden. Man habe sich aber bewusst auf den Klimawandel konzentriert, weil dort das "Eindringen" am stärksten gewesen sei.
Das Jefferson Center verwies auf eine Aussage von Philip Cooney. Er hatte als Stabschef des Umweltrats im Weißen Haus mehrere Berichte von Klimaforschern so verändert, dass der Zusammenhang zwischen Treibhausgas-Emissionen und der globalen Erwärmung zweifelhafter erschien als von den Autoren beabsichtigt. Cooney selbst ist allerdings Jurist und kein Naturwissenschaftler. Nach der Aufdeckung des Skandals nahm er seinen Hut - und heuerte prompt beim Ölkonzern Exxon Mobile an.
Cooney habe vor einem Kongressausschuss viele seiner 181 Änderungen an drei Regierungsberichten zum Klimawandel verteidigt, kritisierte das Jefferson Center. Er vergab auch einen Maulkorb-Preis an das US-Verteidigungsministerium wegen verdeckter Ermittlungen gegen friedliche Anti-Kriegs-Gruppen.
Ebenfalls unter den Preisträgern: der republikanische US-Politiker Pete King. Er hatte Ermittlungen gegen die "New York Times" gefordert, nachdem die Zeitung mehrere Artikel über die Überwachung internationaler Finanztransfers durch die US-Regierung veröffentlicht hatte. Eine solche Aktion "gegen eine Zeitung, die wahrheitsgemäß ein Programm zur Informationsgewinnung ans Licht bringt, ist beängstigend", sagte O'Neill.
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Umweltbundesamt prophezeit gewaltige Klimaschutz- Kosten
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Antwort #56 am:
14 April, 2007, 18:20 »
Der Klimaschutz kommt womöglich weit teurer als bisher vermutet. Nach Berechnungen des Umweltbundesamts müssen die Deutschen ab 2020 rund elf Milliarden Euro pro Jahr aufwenden. Die Experten empfehlen, Vergünstigungen für Bauherren und Autofahrer radikal abzubauen.
Dass der Klimaschutz nicht nur aus guten Absichten besteht, hat sich in den vergangenen Wochen und Monaten immer deutlicher herauskristallisiert. Den Anfang machte der "Stern-Report" der britischen Regierung, der die Folgen der globalen Erwärmung für die Weltwirtschaft in erschreckende Zahlen fasste. Seitdem werden immer mehr Studien über die Kosten des Klimawandels veröffentlicht.
Jetzt präsentiert das Umweltbundesamt (UBA) den Deutschen eine horrende Rechnung. Nach Informationen des SPIEGEL besagt die 70 Seiten starke Analyse, dass die Bürger in fast allen Bereichen mit zusätzlichen Kosten rechnen müssen. Die Experten raten der Bundesregierung zu zahlreichen drastischen Maßnahmen, um die Kohlendioxid-Emissionen bis 2020 wie geplant um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken. Dazu sollte etwa Bauherren die staatliche Förderung gekappt werden. "Abzuschaffen sind die Wohnungsbauprämie und die Arbeitnehmersparzulage für Bausparverträge", heißt es in dem Papier. "Auch sollten keine neuen, undifferenzierten Subventionen für Wohnungsneubau entstehen, zum Beispiel in Form einer pauschalen Förderung selbstgenutzten Wohneigentums im Zuge der Riester-Rente."
Zudem empfehlen die Fachleute, Besitzer von unsanierten Immobilien durch drastisch höhere Energiesteuern zu bestrafen. Gewaltige Belastungen drohen auch Auto- und Lastwagenbesitzern: "Deutschland muss im Verkehrssektor entschieden umsteuern", fordert das Umweltbundesamt. So soll die Maut für Lastfahrzeuge auf alle Bundesfernstraßen ausgedehnt und gleichzeitig kräftig angehoben werden. Zugleich wird die Verteuerung von Diesel und eine Umstellung der Kfz-Steuer auf Schadstoffausstoß empfohlen.
Erst vergangene Woche hatte das Umweltbundesamt die in Deutschland notwendigen Investitionen in Klimaschutz-Maßnahmen auf vier Milliarden Euro pro Jahr beziffert. Die Gesamtkosten des Klimawandels bis zum Jahr 2100 dürften aber bei weitem höher liegen: Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung geht von rund drei Billionen Euro aus. Allerdings glauben Ökonomen auch, dass die Entwicklung neuer Technologien zum Klimaschutz der Wirtschaft große Wachstumsimpulse geben kann. Umfragen unter Verbrauchern stärken diese Hoffnung.
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Klimadebatte: Aston- Martin- Chef will Energieverbrauch für Bürger rationieren
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Antwort #57 am:
29 April, 2007, 15:36 »
Ausgerechnet der Vorstandschef des britischen Luxus-Sportwagenherstellers Aston Martin hat vorgeschlagen, jedem Bürger nur ein bestimmtes Energiekontingent zu gewähren. Wer weniger Energie verbraucht, kann den Rest dann an andere verkaufen.
Berlin - Die Klimadebatte dürfe nicht von irrelevanten Argumenten und Neid geprägt werden, sagte der Chef des britischen Fahrzeugherstellers, Ulrich Bez, dem Berliner "Tagesspiegel". Ich kann mir Modelle vorstellen, bei denen jeder eine bestimmte Menge an Energie verbrauchen kann. Dann darf ich frei entscheiden, wie ich damit umgehe."
Bez stellte sich damit ausdrücklich hinter die Ideen des Chefs der britischen Konservativen, David Cameron, der unter anderem vorschlägt, jedem Bürger ein CO2-Budget für Urlaubsreisen zuzuteilen, was die Grundlage für einen individuellen Emissionshandel wäre: "Damit könnte ich gut leben."
Den Vorwurf, wonach die leistungsstarken Sportwagen aus seinem Hause die Luft verpesteten, wies Bez zurück: "Der Umweltschutz ist hier nur vorgeschoben, alle Aston Martins zusammen sind vernachlässigbar im Vergleich zur Energie, die in England nur durch die Kamine geht. Aston Martin fahren ist ein bewusstes Erleben, ein Genuss und hat nichts zu tun mit Massentransport."
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Washington auf neuen Wegen beim Klimaschutz
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Antwort #58 am:
30 April, 2007, 08:31 »
Die Zeit des Zögerns scheint vorbei: Die USA signalisieren ihre Bereitschaft, an den internationalen Anstrengungen gegen die Klimakatastrophe mitzuwirken. Das zeigt die vorab bekannt gewordenen Abschluss-Erklärung für den EU-USA-Gipfel. Konkrete Ziele enthält die Erklärung aber nicht.
Frankfurt/Washington - Die US-Regierung schlägt beim Thema Klimaschutz neue Töne an. In der Schlusserklärung für das europäisch-amerikanische Gipfeltreffen heute in Washington zeigt sich die Bush-Administration aufgeschlossener als in der Vergangenheit. In dem gemeinsamen Kommunique, das der "Frankfurter Rundschau" vorliegt, findet sich unter anderem ein ausdrückliches "Bekenntnis zur jüngsten Arbeit des (Weltklimarates) IPCC".
Die Eindämmung des Treibhausgas-Ausstoßes wird in dem Papier nach diesem Bericht als "ultimatives Ziel" bezeichnet; daneben verpflichten sich Amerikaner sowie Europäer zu einer "konstruktiven" Vorbereitung der nächsten Uno-Klimakonferenz im Dezember 2007 in Indonesien. Die USA und die EU wollen umgehend ihre "Energie- Infrastrukturen" so umbauen, dass die "Herausforderungen des Klimawandels, der Versorgungssicherheit und der nachhaltigen Entwicklung wirksam angenommen" werden können.
Im einzelnen werden dem Bericht zufolge erneuerbare Energieträger wie Biokraftstoffe und schadstoffarme Kohlekraftwerke als Schwerpunkte genannt. Auch Atomkraft könne zu den Klimaschutzvorgaben "beitragen", heißt es in der Erklärung - allerdings nur "in den Ländern, die sich für die Nutzung dieser Option entschieden" hätten.
Bundeskanzlerin Angela Merkel ist gestern Abend (Ortszeit) in Washington angekommen. Neben dem Thema Klima will sie heute in ihrer Eigenschaft als EU-Ratspräsidentin gemeinsam mit US-Präsident George W. Bush eine Vereinbarung zur Verbesserung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen der EU und den USA unterzeichnen. Damit soll die Grundlage für einen Abbau von Handelshemmnissen gelegt werden. "Die Chancen sind aktuell viel besser als jemals in der Vergangenheit", sagte der stellvertretende US-Finanzminister Robert Kimmitt dem "Handelsblatt". "Für die USA ist eine bessere wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der EU von hoher strategischer Bedeutung", betonte Kimmitt. Sie sei angesichts des zunehmenden globalen Wettbewerbs überfällig.
Die umstrittenen Pläne zur Stationierung von US-Raketenabwehreinheiten in Europa stehen offiziell nicht auf der Tagesordnung. SPD-Chef Kurt Beck forderte die Kanzlerin aber auf, dass Thema dennoch anzusprechen.
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Klimaschutz: Greenpeace will Tempolimit- Schilder aufstellen
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Antwort #59 am:
01 Mai, 2007, 09:07 »
Deutsche Autobahnen erhalten bald Tempolimits. Allerdings nicht offiziell, sondern von Greenpeace. Deren Aktivisten wollen eigenhändig Tempo-120-Schilder an Autobahnen montieren - um damit auf Klimaschädigung durch Raser hinzuweisen.
Hamburg - Weltweit sind deutsche Autobahnen berühmt für ihre Abschnitte ohne Geschwindigkeitsbeschränkung - sehr zum Unmut von Klimaschützern. Gegen dieses Raserparadies will nun Greenpeace mit einer Aufsehen erregenden Aktion vorgehen: Die Umweltschützer wollen selber Schilder aufbauen, die ein Limit von 120 km/h vorschreiben.
Wie die Umweltschutzorganisation heute in Hamburg ankündigte, werden Aktivisten in den kommenden Wochen versuchen, an sämtlichen Streckenabschnitten ohne Geschwindigkeitsbegrenzung Schilder aufzustellen, die ein Tempomaximum von 120 km/h vorschreiben. Insgesamt wäre das eine Strecke von etwa 6000 Kilometern. Die Schilder sollen an Aufschriften wie "Klimaschutz" oder "Greenpeace" zu erkennen sein. Ein deutschlandweites Tempolimit, wie es im Ausland üblich ist, lehnt Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) bislang ab.
"Während sich die Experten des Weltklimarates den Kopf über Maßnahmen gegen den Klimawandel zerbrechen, leistet sich Deutschland als einziges Industrieland der Welt weiterhin unbeschränkte und CO2-treibende Raserei", sagte Wolfgang Lohbeck, Verkehrsexperte von Greenpeace. Es sei ein ungeheurer Zynismus, dass Minister Tiefensee ein Tempolimit blockiere. "Er verantwortet damit Jahr für Jahr Hunderte von zusätzlichen Verkehrstoten, Tausende von Verletzten und mehrere Millionen Tonnen Treibhausgase. Da die zuständigen Politiker bisher immer nur reden, wird Greenpeace jetzt handeln!"
Laut Greenpeace würde ein Tempolimit eine unmittelbare Verringerung des CO2-Ausstoßes um etwa neun Prozent auf deutschen Straßen mit sich bringen. Greenpeace setzt sich dafür ein, dass Hersteller Autos auf den Markt bringen, die weniger Sprit verbrauchen - wenn keine hohen Geschwindigkeiten mehr erlaubt seien, steige auch der Anreiz bei den Herstellern, weniger auf umweltschädigende Autos zu setzen, hieß es bei der Umweltorganisation.
Quelle :
www.spiegel.de
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