Autor Thema: Klimawandel .......  (Gelesen 11775 mal)

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Wenn die Erde unbewohnbar wie der Mond wird
« Antwort #120 am: 19 September, 2010, 16:37 »
Längst diskutieren Politik und Kunst über die Frage, ob und wie sich die Menschen dem Klimawandel anpassen können

Anfang September 2010 fand in Dessau eine vom Wetterdienst und Bundesumweltamt organisierte Konferenz unter dem Titel "Forschung des Bundes zur Anpassung an den Klimawandel" statt. Schon wird heftig über die verschiedenen Anpassungsmaßnahmen und die Prioritäten gestritten. Denn die Liste der Maßnahmen ist lang und nicht gerade billig.

Sie beginnt bei der Neujustierung von Klimaanlagen in ICE, damit die nicht gerade dann ausfallen, wenn sie am Dringendsten gebraucht werden. Auch die Folgen des Klimawandels für die Versicherungswirtschaft spielen bei der Debatte über die Anpassungsmaßnahmen  eine wichtige Rolle. Denn in Gegenden, in denen das Hochwasser oder der Wirbelsturm immer häufiger zuschlagen, wird es für die Betroffenen immer schwerer, sich versichern zu lassen.

Klaus Eisenack und Gerhard Petschel-Held vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung haben das Spiel Keep Cool entwickelt

Fast jedes Wochenende wird irgendwo in Deutschland über Anpassungsstrategien auf den Klimawandel debattiert. Am 13. September ging es in München um die Folgen des Klimawandels für die kommunalen Wassersysteme.

Anpassung oder Vermeidung?

Fast könnte man denken, der Diskurs über die Anpassung an den Klimawandel hat die Diskussion darüber verdrängt, wie sich ein weiterer Klimawandel vermeiden lässt. Weil es dazu schon zu spät ist? Oder weil sich auch in der Debatte ein technokratischer Ansatz durchsetzt, der davon ausgeht, dass die technischen Möglichkeiten so groß sind, dass die Menschen auch den Klimawandel in den Griff bekommen. Debatten über die Änderung der Wirtschafts- und Lebensweise wären dann wieder in Randbereiche abgedrängt.

Einer solchen technokratischen Sichtweise widerspricht das Kompetenzzentrum Klimafolgen und Anpassung, das als Ansprechpartner für die Anpassungsprozesse fungiert, auf seiner Homepage. Dort heißt es:

Zitat
Treibhausgase, die jetzt in der Atmosphäre sind, beeinflussen das Klima der nächsten Jahrzehnte. Sich auf diese Veränderungen vorzubereiten heißt: rechtzeitig und aktiv auf Klimaänderungen zu reagieren, die bereits nicht mehr vermeidbar sind. Gleichzeitig muss der Klimaschutz zügig voranschreiten. Denn Anpassung ist nur in dem Maße hilfreich, wie man gleichzeitig die Anpassungszwänge nicht weiter wachsen lässt; also heißt die Maxime zügig den Ausstoß der Treibhausgase zu mindern und uns zugleich an die Folgen des Klimawandels anzupassen.

Trotz dieser Klarstellung vermittelt ein Sparziergang durch die Homepage des Kompetenzzentrums den Eindruck, dass beim Klimawandel, wenn schon nicht auf die Technik so doch auf die Regelung von Staat und Behörden vertraut werden kann. Das liegt allerdings auch an der Aufgabenstellung. Da werden detailliert Vorschläge  für Alternativen in der Tourismusbranche unterbreitet, wenn witterungsbedingt Skigebieten oder Kurorten das Publikum abhanden kommt. Über die Millionen Menschen, die witterungsbedingt in ihren Heimatorten nicht mehr leben können, erfährt man dagegen auf der Homepage nichts, weil die in der Regel im globalen Süden leben und weil darauf vertraut wird, dass ein immer effektiveres Grenzregime schon verhindern wird, dass sie in den EU-Raum gelangen.

Hermann Josef Hack weist mit seiner Installation in der Ausstellung "Zur Nachahmung empfohlen" auf die künftigen Klimaflüchtlinge hin. Bild: Anne Meier

Zur Nachahmung empfohlen?

Wer sich den globalen Realitäten des Klimawandels stellt, sollte sich eher der Kunst als der Politik widmen. So findet der Besucher auf der Ausstellung Zur Nachahmung empfohlen, die zurzeit in Berlin zu sehen ist, neben viel Ökokitsch auch mancher Einbruch in die Realität. So vermitteln die Zelte, die der Aktionskünstler Hermann Josef Hack auf dem Ausstellungsgelände präsentiert, einen Eindruck von den Klimaflüchtlingen, die aktuell in Pakistan und anderen Ländern darin leben müssen. Hier wird zumindest angedeutet, dass Klimaanpassung mehr sein muss, als nur die Umstellung der Kaufgewohnheiten und neue Tourismusangebote.

Wer ist drin und wer bleibt draußen?

Ganz ohne Wohlfühlfaktor kam eine Ausstellung in Hamburg aus, die ebenso wie die Berliner Exposition von der Kulturstiftung des Bundes gefördert wurde. Schon der Titel Klimakapseln, Überlebensbedingungen in der Katastrophe, machte das deutlich. Die Ausstellung basiert auf dem von Friedrich von Borries herausgegebenen Buch Klimakapseln.

Ilkka Halso, "Museum of Nature", work in progress, ab 2000. Foto: Ilkka Halso

Dort wurden verschiedene zeltähnliche Gebilde präsentiert, die den Menschen vor einem durch den Klimawandel lebensfeindlich gewordenen Planeten Erde schützen soll. In der Kapsel, die auch die Form eines Ganzkörperanzugs haben kann, wird die Nahrungs- und Sauerstoffzufuhr komplett geregelt. Ein kleiner Defekt kann zum Tode führen. Die Ähnlichkeit mit einem für Astronauten konzipierten Raumanzug ist kein Zufall. Tatsächlich wird bei den Modellen an futuristische Konzepte der späten 1960er und frühen 1970er Jahren angeknüpft.

Eine frühe Klimakapsel präsentierte die Ausstellung von Richard Buckminster Fuller/Shoji Sadao: "Dome over Manhattan", um 1960, Courtesy The Estate of R. Buckminster Fuller

Nur der Kontext hat sich geändert. Träumten damals fortschrittsgläubige Wissenschaftler davon, das Weltall von einer durch die Technik prosperierenden Erde aus kolonisieren zu können, dienen die Kapseln in der Hamburger Ausstellung als Fluchtort von einer Erde, die durch den Klimawandel unbewohnbar geworden ist. Nach dieser Horrorvision könnten einige wenige, die es sich leisten können, in einer Art kosmischer Arche Noah die Katastrophe zumindest für kurze Zeit überleben. Wie nah Vision und Realität in der Ausstellung beieinander liegen, zeigt die Arbeit ParaSite von Michael Rakowitz.

Dabei handelt es sich um ein Zelt für Obdachlose, das in der Nähe der Häuser der Sesshaften aufgespannt und von der dort erzeugten warmen Abluft aufgeblasen wird. Rakowitz hat diese Zelte entwickelt, nachdem in seiner kanadischen Heimatstadt die U-Bahnschächte umgestaltet wurden, so dass Obdachlose dort nicht mehr Zuflucht vor der Witterung nehmen konnten. "Wollen wir so leben?", lautete die Frage, die sich der Besucher am Ende der Ausstellung stellen konnte.

ParaSite. Bild: Michael Rakowitz

"Wer darf überhaupt so leben?", heißt die Frage, die auf der gesamten Ausstellung immer mitschwang. Denn dass die Klimakapsel keine Lösung für die Menschheit sondern für eine kleine Elite, wäre, ist völlig klar. Wer in der Kapsel darf und wer draußen bleiben muss, könnte dann aber über Leben oder Tod entscheiden. Die Ausstellung ist in diesen Sinne völlig realistisch. Denn auch heute ist der Klimawandel schon eine Frage des Ein- oder Ausschlusses. Während ein alpiner Bewohner sich über veränderte Tourismuskonzepte informieren kann, muss ein Pakistani froh sein, wenn er ein Zelt zum Überleben findet.

Quelle : http://www.heise.de/tp/

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Eisschwund bestätigt
« Antwort #121 am: 25 November, 2010, 07:44 »
Zwischen 2002 und 2008 war der durchschnittliche jährliche Eisverlust auf Grönland um mehr als 50 Prozent größer als zwischen 1993 und 2003

Ein Leser machte mich auf zwei jüngste Veröffentlichungen von Geowissenschaftlern aufmerksam (hier in einer Pressemitteilung beschrieben), die den Aussagen in der Wochenschau über die Entwicklung auf Grönland (Verdoppelung der Flussraten der grönländischen Gletscher in den letzten fünf Jahren) zu widersprechen scheinen.

Wissenschaftler des Jet Propulsion Laboratory in den USA, der Universität Delft in den Niederlanden und des Niederländischen Instituts für Weltraumstudien SRON, haben sich mit isostatischen Bewegungen - also Hebungen und Senkungen aufgrund veränderter Auflasten aus Eis und Wasser - der Erdkruste beschäftigt, um Satellitendaten besser interpretieren zu können. Ihr Ergebnis: Der Massenverlust der Eisschilde auf Grönland und in der Antarktis wurde in früheren Arbeiten erheblich überschätzt. Sie beziehen sich - und das ist wichtig - auf den Zeitraum 2002 bis 2008.

In der Wochenschau wird der letzte IPCC-Bericht dahin gehend referiert, dass für den Zeitraum 1993 bis 2003 der Eisverlust sowohl auf Grönland als auch in der Westantarktis mit 0,21 Millimetern pro Jahr (mm/a) zum Meeresspiegelanstieg beiträgt, wobei für die Westantarktis mit 0,35 mm/a deutlich größere Unsicherheiten angegeben werden. Das heißt, es kann für den genannten Zeitraum nicht ganz ausgeschlossen werden, dass deren Beitrag negativ war, also dort seinerzeit Masse akkumuliert wurde (indem mehr Niederschlag fiel, als Eis verloren ging). Genauso gut kann aber der Beitrag zum Meeresspiegelanstieg auch deutlich höher als 0,21 mm/a gewesen sein.

Mit den oben erwähnten Arbeiten hat das zunächst nichts zu tun. Die beziehen sich nämlich auf einen späteren Zeitraum und revidieren Annahmen über den in dieser Zeit erfolgten Eisverlust. Ihr Ergebnis: Grönland hat zwischen 2002 und 2008 nicht, wie bisher angenommen, durchschnittlich 230 Gigatonnen (Milliarden Tonnen) pro Jahr verloren, sondern 104 Gt/a (Unsicherheit 23 Gt/a). Das ergibt immer noch einen Beitrag zum Meeresspiegelanstieg von 0,34 mm/a (+/- 0,075). Das ist mehr als 50 Prozent mehr als in der Periode 1993 bis 2003. Der Eisverlust auf Grönland scheint sich also, wie in der Wochenschau berichtet, zu beschleunigen, wobei natürlich der beobachtete Zeitraum noch immer sehr kurz ist.

Der Beitrag der Westantarktis scheint hingegen konstant geblieben zu sein. Hier wurde ein Massenbilanzverlust von 62 (+/-32) Gt/a berechnet, was 0,2 (+/- 0,09) mm/a entspricht. Immerhin wird aber die Unsicherheit geringer.

Am Rande sei noch erwähnt, dass die Geowissenschaftler sich auch die Gletscher in Alaska und Nordwestkanada angesehen haben. Die sind zwar wesentlich kleiner als die grönländischen, verloren zwischen 2002 und 2008 aber fast genauso viel Masse (101 +/-23 Gt/a). Das passt ganz gut zu dem Befund, dass sich die dortige Region in den vergangenen Jahren wesentlich schneller erwärmt hat, als der Rest des Planeten.

Fazit: 1. Alles spricht dafür, dass sich der Masseverlust der Eisschilde und Gletscher in der Arktis im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends beschleunigt hat. 2. Die Wissenschaft funktioniert prächtig. Es werden Messungen gemacht und interpretiert, andere Wissenschaftler messen und rechnen nach und vervollständigen das gewonnene Bild. Anders als manche Darstellung von Journalisten suggeriert, ist das Ganze ein kontinuierlicher, aufbauender Prozess, in dem es eben nicht darum geht, beständig ältere Erkenntnisse zu verwerfen und durch neue zu ersetzen.

Quelle : http://www.heise.de/tp/

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Klimawandel ist irreversibel
« Antwort #122 am: 10 Januar, 2011, 13:07 »
Kanadische Wissenschaftler leiten aus ihren Modellen ab, dass selbst bei künftigen Nullemissionen die einmal eingeleitete Erwärmung weiter gehen wird

Auch wenn die Menschen es schaffen würden, CO2-neutral zu leben, würde die Erwärmung des Planeten noch viele Jahrhunderte weitergehen. Das ist das Ergebnis einer in Nature Geoscience veröffentlichten Studie von Wissenschaftlern des Canadian Centre for Climate Modelling and Analysis. Sie macht auf der Grundlage von Nullemissionsszenarien von 2010 bis 2100 Vorhersagen über 1000 Jahren.

Selbst wenn die Menschen ihre CO2-Emissionen bis 2100 ganz stoppen könnten, würden die bislang bewirkten Effekte mindestens die nächsten 1000 Jahre weiter laufen, ohne gestoppt werden zu können. Bis 3000 – jenseits der menschlichen Vorstellungs- und Verantwortungskapazität – würde wahrscheinlich die westantarktische Eisfläche geschmolzen und das Meer um einige Meter gestiegen sein. Schon in den nächsten tausend Jahren würden Afrikas Wüsten um 30 Prozent wachsen und in der Antarktis das Meer um 5 Grad wärmer werden, während sich die nördliche Halbkugel abkühlen würde. Im Süden würde sich das Meer erst jetzt aufgrund der CO2-Emissionen des letzten Jahrhunderts allmählich erwärmen. Zudem würden nach den Simulationen hier die Winde stärker werden, das Wasser im Meer mehr vermischen, mehr Wärme aus der Atmosphäre bringen und das Meer erwärmen.

Sollten die Klimamodelle der Wissenschaftler richtig sein, wäre die Frage, welche Konsequenzen daraus gezogen werden sollen. Nach der Studie ist nicht nur der Klimawandel irreversibel, sondern auch einige der regionalen Folgen wie die Erhöhung der Temperatur in der Antarktis und der Niederschlag in Nordafrika, die viele Jahrhunderte lang auch dann schlechter würden, wenn die Menschen keine CO2-Emissionen mehr verursachen. Helfen würden auch kein Geo-Engineering, man hätte ein Schicksal in Gang gesetzt, in das man nicht mehr eingreifen kann.

Wenn das so ist, dann müssten die Menschen klimapolitisch heute nicht nur für die nächsten Generationen, sondern Jahrtausende lang verantwortlich handeln. Das überfordert den Egoismus nicht nur wegen der fernen und unpersönlichen Zukunft, sondern auch deswegen, weil die Vorhersagen nur dann eintreten, wenn ansonsten die Bedingungen stabil bleiben. Und wenn wir, die jetzt Lebenden, die Entwicklungen gar nicht verantworten müssen, sondern es eigentlich schon die Generationen vor uns waren, dann dürfte die Bereitschaft zum Handeln noch einmal geringer werden. Am einfachsten haben es die Klimaskeptiker, die sowieso sagen, dass alles schon gut so sei und nichts anders werden muss, weil es eine von Menschen mit gemachte Klimaerwärmung gar nicht gibt.

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Organische Solarzellen sollen billiger werden
« Antwort #123 am: 07 März, 2011, 11:16 »
Der US-Solarzellenhersteller Konarka hat einen Durchbruch bei der Herstellung transparenter organischer Solarzellen erzielt: Dem Unternehmen ist es gelungen, das teure Metall Indium in der auf einer Dünnschichtfolie gedruckten Elektrode durch preiswertes Nano-Silber zu ersetzen. Wie Firmenchef Howard Berke gegenüber Technology Review auf der Solarmesse PV Expo in Tokio sagte, sollen so die Kosten für den wichtigsten Teil des Produktes damit um 80 bis 90 Prozent sinken.

Der Indium-Ersatz galt unter den Experten auf der Messe als bahnbrechende Neuerung. Denn bisher ist es keinem Unternehmen gelungen, den leitfähigen Bereich von Polymersolarzellen mit der geforderten Präzision im Nanometerbereich zu bedrucken. Bereits in wenigen Monaten soll das Produkt in 1 m Breite von der Rolle gedruckt werden können.

Mit der Kosteneinsparung hofft Berke, eine der höchsten Hürden für die Verbreitung der organischen Solarzellen zu senken: das schlechte Preis/Leistungs-Verhältnis. Die transparenten Polymersolarzellen Konarkas haben bislang nur einen Wirkungsgrad von 2 bis 3 Prozent bei der Umwandlung von Licht in Strom. Siliziumbasierte Solarzellen liegen in der Regel bei über 15 Prozent – und sinken im Preis immer weiter.

Der Einsatz organischer Solarzellen im industriellen Maßstab wurde daher von Vertretern des Siliziumlagers auf der Messe weiterhin belächelt. Auch Berke zielt mit seinem Produkt nicht auf großindustrielle Solaranlagen, sondern zuerst auf Architekten und Designer, die mit den durchsichtigen und farbigen Zellen neue Möglichkeiten in der Fassadengestaltung gewinnen.


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