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Klimawandel .......
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Thema: Klimawandel ....... (Gelesen 11767 mal)
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SiLæncer
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GLOBALE ERWÄRMUNG - Uno- Experten sagen Horror- Klima voraus
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Antwort #15 am:
02 Februar, 2007, 09:14 »
Monster-Wirbelstürme, ein dramatischer Anstieg des Meeresspiegels und lange Dürreperioden: Im neuen Uno-Bericht werden die Experten ein Horror-Bild über das zukünftige Klima zeichnen. Deutlich wie nie zuvor geben sie dem Menschen die Verantwortung für die globale Erwärmung.
Paris - Die beobachteten Veränderungen in der Atmosphäre und den Weltmeeren sowie der Verlust von Packeis seien ohne äußere Einwirkung nicht zu erklären, wird es in der Studie des Uno-Klimaausschusses heißen, die heute vorgestellt wird. Es sei "sehr wahrscheinlich", dass diese Entwicklung nicht allein auf natürliche Ursachen zurückzuführen sei, sondern durch den Menschen verursacht werde - hauptsächlich durch das Verfeuern fossiler Brennstoffe wie Kohle und Öl. Das geht aus einer Vorab-Fassung hervor, die der Nachrichtenagentur AP vorliegt.
Die Autoren der Studie würden sich damit schärfer als noch im Jahr 2001 äußern. Damals erklärten sie lediglich, es sei wahrscheinlich, dass der Mensch die Verantwortung für die Erderwärmung trage. Weiter soll es in der 20-seitigen Zusammenfassung des Berichts heißen, die Erderwärmung werde noch hunderte Jahre weitergehen, selbst wenn die Konzentration der Treibhausgase stabilisiert werden könnte.
Die Wissenschaftler gehen offenbar von einer Erhöhung der Durchschnittstemperatur zwischen 1,1 und 6,4 Grad Celsius bis zum Jahr 2100 aus. Das wäre eine größere Spanne als im letzten Bericht. Die Meeresspiegel könnten bis zum Ende des Jahrhunderts nach Einschätzung der Experten um 18 bis 59 Zentimeter ansteigen. Weitere zehn bis 20 Zentimeter seien möglich, wenn das schnelle Abschmelzen des Polareises fortschreite. Die Folge der Erwärmung seien auch zunehmende Dürreperioden sowie Wirbelstürme bisher unbekannten Ausmaßes.
Die Autoren der Studie setzen darauf, dass ihr Weckruf den Entscheidungsträgern in Politik und Wirtschaft, aber auch den Verbrauchern einen heilsamen Schock versetzen wird. Gestern Abend machten Umweltaktivisten in Frankreich mit einem spektakulären fünfminütigen Stromboykott auf die Energieverschwendung und den Klimawandel aufmerksam. Auch die 20.000 Lichter des Eiffelturms erloschen zwischen 19.55 und 20 Uhr.
Quelle :
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SiLæncer
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Öko- Guru fordert ein Ende der grünen Romantik
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Antwort #16 am:
02 Februar, 2007, 12:58 »
Mit provozierenden Thesen sorgt der Brite James Lovelock für Aufsehen: Der einstige Vordenker der Umweltbewegung und Mitbegründer der Gaia-Hypothese fordert ein Ende der "grünen Romantik". Nur durch Kernenergie lasse sich der Klimawandel noch hinauszögern.
Stephen Hawking, der gelähmte Astrophysiker, hat vor ein paar Tagen in London mit Hilfe seines quäkenden Sprachcomputers vorgetragen, dass der Atomkrieg nicht mehr die einzige existentielle Bedrohung der Menschheit darstelle. Eine fast ebenso große Gefahr gehe nunmehr vom Klimawandel aus; und um diesen abzuwenden, müsse schleunigst alles Menschenmögliche getan werden.
Als James Lovelock davon erfuhr, 350 Kilometer entfernt auf seinem entlegenen Anwesen nahe Cornwall, stieß er laut Luft aus und sagte: "Hawking untertreibt."
Lovelock ist Chemiker, Erfinder, Autor und querdenkender Öko-Guru. Er war der Erste, der mit Hilfe eines selbstkonstruierten Detektors die ozonfressenden Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) in der Atmosphäre nachgewiesen hat. Vor allem aber ist er der Begründer der legendären "Gaia-Hypothese", wonach der Planet (von ihm nach der griechischen Göttin der Erde "Gaia" genannt) all seine Regelkreise zu Land, zu Wasser und in der Luft stets so steuert, dass er das Leben erhält - fast so, als wäre er selbst ein lebendiger Organismus.
Das hörte sich nach New Age an; und so reagierten seine Forscherkollegen anfangs verschreckt. Mittlerweile aber bilden seine Gedanken nicht nur das Fundament der Öko-Bewegung, sondern, unter neuen Namen, auch der "Erdsystemwissenschaften".
Genau dieser Lovelock verkündet nun ebenso düstere wie provozierende Nachrichten für die Bewohner der Erde. Das 21. Jahrhundert, sagt er, werde kein gutes. Der vom Menschen gemachte Klimawandel, so behauptet er, werde weite Teile der Welt verheeren; um das Jahr 2100 werde gerade noch eine Milliarde Menschen existieren - vielleicht sogar nur die Hälfte.
Lovelock ist 87 Jahre alt und froh, dieser Zukunft zu entgehen (allerdings hat er neun Enkel). Manchmal fühlt er sich wie ein Römer um das Jahr 480, der mit ansieht, wie das ewige Rom zerrinnt. Oder er fühlt sich wie ein Arzt, der eine Todesdiagnose überbringt. Und manchmal genießt er es wohl auch, wie er als weltweit gefragter Prophet des Untergangs sein Publikum verstört. "Selbst ein Atomkrieg", sagt Lovelock, "würde nicht den Grad an weltweiter Zerstörung verursachen, den die globale Überhitzung anrichten wird."
Keine Macht der Welt, kein Forscher, kein Politiker, kein verzichtleistender Konsument, weder Emissionshandel, Windenergie oder Biotreibstoff könne den Niedergang verhindern. Allenfalls lasse er sich ein wenig hinauszögern - vor allem durch den massiven Ausbau der Kernenergie.
Solche kühnen Thesen vertritt Lovelock in einem schlafraubenden Schock-Buch, das im Februar auf Deutsch erscheint*. Die Menschheit, so sein Fazit, müsse "den geordneten Rückzug" antreten - um mit kluger Planung und Technik wenigstens ihr kostbarstes Gut zu retten: die Zivilisation selbst.
So weit wie der kämpferische Greis geht kaum ein seriöser Klimaforscher oder Politiker. Immerhin beginnt sich die zivilisierte Welt aber nun ernsthaft für die Abwehrschlacht zu rüsten. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos war der Klimawandel vorige Woche ein beherrschendes Thema. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ermahnte ihre Amtskollegen, sich um ein neues Klimaabkommen zu kümmern. Der Vertrag von Kyoto läuft 2012 aus, ein Nachfolger ist nicht in Sicht.
Vergangene Woche haben die Chefs von Weltkonzernen wie General Electric, DuPont oder Alcoa in einem Brief an US-Präsident George W. Bush einschneidende Maßnahmen zum Klimaschutz angemahnt.
Dafür war Bush bislang stets taub, doch immerhin nannte sogar er den Klimawandel plötzlich eine "ernsthafte Herausforderung".
pokalyptiker Lovelock ist davon nur mäßig beeindruckt. Der alte Herr sitzt in seinem Arbeitszimmer auf seinem Anwesen, knabbert Kekse und trinkt Kakao. Der Bach draußen sei früher nahezu jedes Jahr zugefroren gewesen, erzählt er, doch seit 1991 sei das nicht mehr geschehen. Der erste kommerzielle Olivenhain Englands ist gerade angepflanzt worden, auch der englische Weinbau macht Fortschritte. In Kent, ehemals der mild temperierte Vorzeigegarten Englands, werden Skorpione heimisch. Palmen, Eukalyptus und Sonnenblumen, so melden Botaniker, gehöre auf englischem Boden die Zukunft.
Die Welt brauche andere Politiker, meint Lovelock. Sie müssten das Unvermeidliche endlich akzeptieren und aufhören, so zu tun, als könnten sie es noch aufhalten.
Die britische Umweltbehörde hat im November eine Liste veröffentlicht von 100 Menschen, die sich verdient gemacht haben um die Rettung der Welt. Der Gaia-Nostradamus steht da immerhin auf Platz fünf - noch vor grünen Aktivisten wie Al Gore oder Prinz Charles. Frankreichs Präsident Jacques Chirac hat ihm gerade einen Sitz angeboten in einem hochrangigen französischen Klima-Komitee. Im Februar reist Lovelock nach Paris.
Dort findet seit heute ein Ereignis statt, das die Erwärmungsdebatte weiter anheizt: Das Klimaforschergremium "Intergovernmental Panel on Climate Change" (IPCC) stellt den nunmehr vierten Weltklimabericht vor (den ersten seit 2001).
Ihre Ergebnisse spiegeln den Konsens von mehr als 2500 Forschern und Regierungsmitarbeitern aus mehr als 130 Nationen: Zweifel am menschengemachten Treibhauseffekt gibt es nicht mehr. Eisberge und Gletscher schmelzen, der Meeresspiegel steigt, die Luft und die Ozeane werden wärmer. Bis 2100, so haben die Klimatologen errechnet, wird die Durchschnittstemperatur auf Erden gegenüber der vorindustriellen Zeit um 2 bis 4,5 Grad Celsius zulegen. Das wahrscheinlichste Szenario geht von einer Zunahme um 3 Grad Celsius aus.
Immerhin haben die IPCC-Forscher auch eine gute Nachricht parat. Sie haben ihre Vorhersage über den maximalen Anstieg des Meeresspiegels bis Ende des Jahrhunderts überraschend deutlich nach unten korrigiert - von 88 Zentimeter auf nur noch 43 Zentimeter.
Der weiter reichende Ausblick ist weniger günstig: Allein die von Menschen während des 21. Jahrhunderts freigesetzten Treibhausgase werden den Meeresspiegel die nächsten 1000 Jahre weiter ansteigen lassen. So lange wirken die Gase in der Atmosphäre nach.
Was all dies für das Leben auf Erden bedeutet, wird Anfang April die Arbeitsgruppe II des IPCC analysieren. Der brisanteste Bericht erscheint Anfang Mai: Dann wird Arbeitsgruppe III erklären, was die Menschheit noch auszurichten vermag.
Gaia, so will Lovelock erkannt haben, bemühte sich in der Vergangenheit stets, die Lebensverhältnisse auf Erden konstant zu halten. Obwohl die Sonne jetzt 30 Prozent stärker strahlt als zur Geburt des Planeten, ist es nicht 30 Prozent wärmer geworden. Die Erde reguliere ihre Betriebstemperatur über das Zusammenspiel von Boden, Wasser, Luft, Pflanzen, Bakterien und allem Getier. Doch plötzlich kam "die Menschenepidemie", wie Lovelock sagt, und in dem Maße, wie sie Wälder rodete und Landwirtschaft betrieb, beraubte sie Gaia ihrer Reparaturinstrumente.
Ein Fieber habe Gaia erfasst - und eine neue geologische Ära eröffnet, in der sich verhängnisvolle Effekte selbst verstärken: Es wird wärmer, weil es wärmer wird. Und irgendwann, so Lovelock, schwömmen im Arktischen Ozean wieder die Krokodile wie vor 55 Millionen Jahren.
"Unsere Lage", orakelt Lovelock, "ähnelt der eines Bootes, das kurz vor den Niagarafällen seinen Motor verliert. Welchen Sinn macht es, die Maschine noch zu reparieren?" Um zu retten, was zu retten ist, müsste die Welt einen ganz neuen Weg einschlagen - vor allem weg von "grüner Romantik".
Für die Lieblingsthemen der Grünen wie "nachhaltige Entwicklung" oder "erneuerbare Energien" hat Lovelock nur Hohn übrig: "Das ist gutgemeinter Irrsinn." Niemals würden Wind- oder Solarenergie den weltweiten Energiebedarf auch nur
annähernd decken können. Allein China nehme alle fünf Tage ein weiteres großes Kohlekraftwerk in Betrieb, wodurch das Klima zusätzlich belastet werde. Zu verhindern sei dies nur durch einen massiven weltweiten Ausbau der Atomenergie.
Die sichere Versorgung mit Elektrizität, sagt Lovelock, sei die Schlüsselfrage für das Überleben auf einer wärmeren Erde. Die Risiken der AKW reißen ihn dabei keineswegs aus dem Schlaf.
"Wo sind denn die Massengräber von Tschernobyl?", fragt der Provokateur. Höchstens ein paar tausend Menschen seien nach dem Super-GAU von 1986 umgekommen - ein kleines Opfer, rechnet er zynisch vor, verglichen mit den Millionen, die dem CO2 zum Opfer fallen würden. Auch sei der kompakte Atommüll weitaus leichter zu beherrschen als die fast 30 Milliarden Tonnen CO2, die jetzt jedes Jahr aus fossilen Brennstoffen in die Atmosphäre entweichen.
"Fanatische Grüne", die Atomstrom mit Atombomben verwechselten, hätten diese Energiequelle diskreditiert. Gutmenschen sorgten sich über Pestizidreste in Bananen und über Krebs durch Handys, aber die CO2-Vergiftung nähmen sie hin. Lovelock: "Sie sieben die Mücken aus und schlucken ohne weiteres Kamele."
Ein wenig Hoffnung lässt Lovelock seinen Lesern dann doch. Mit den Mitteln der Technik, so schreibt er, könnten die Menschen ihre Not lindern. Ingenieure sollten zum Beispiel Düsentriebwerke entwickeln, die Spuren von Schwefel im Kerosin vertragen. Das sei der einfachste Weg, Schwefel-Aerosole in der Stratosphäre auszubringen. Dort würden sie Sonnenlicht zurück in den Weltraum strahlen und so zur Kühlung der Erde beitragen. Riesenhafte Spiegel im All seien eine weitere Option.
Und doch könne all dies nicht verhindern, dass die Krankheit des Planeten weiter voranschreite. Lovelocks Diagnose: keine Hoffnung auf Heilung.
Aber wie fast alle Untergangspropheten wird er nicht mehr erleben, wenn er sich geirrt hat.
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Heiße Zeiten für Klimaforscher
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Antwort #17 am:
02 Februar, 2007, 13:41 »
In der internationalen Klimaforschung besteht kaum noch Zweifel daran, dass der Klimawandel voranschreitet und sich beschleunigt: Mit großer Wahrscheinlichkeit seien die von Menschen verursachten Treibhausgase für den größten Teil der beobachteten Klimaänderung verantwortlich. Dies sind wesentliche Ergebnisse des neuen Berichts des Internationalen Wissenschaftsrats zum Klimawandel (IPCC), der am heutigen Freitag in Paris vorgestellt wurde. Der Bericht ist der erste von 3 Teilbänden des 4. IPCC-Sachstandsberichtes. Vorerst ist nur die Kurzfassung für Politiker online – der komplette erste Band soll ab Mai 2007 online zur Verfügung stehen. Obwohl die Endfassung des Berichtes noch bis zum gestrigen Donnerstag in Paris diskutiert wurde, waren die darin genannten Zahlen jedoch bereits vorab zu zahlreichen Medien durchgesickert.
Wenn keine zusätzlichen Maßnahmen für den Klimaschutz ergriffen werden, wird sich laut dem Bericht die globale Mitteltemperatur im Laufe des 21. Jahrhunderts unter günstigsten Bedingungen um 1,8°C erhöhen, mit einer Schwankungsbreite von 1,1 bis 2,9°C. Im ungünstigsten Szenario steigt die Temperatur um 4,0°C (Schwankungsbreite: 2,4 bis 6,4°C). Unter den gleichen Annahmen zur Emissionsentwicklung zeigen die Modelle im Laufe des Jahrhunderts einen Meeresspiegelanstieg von 18 bis 38 cm für das Szenario mit dem niedrigsten Anstieg an Kohlendioxid-Emission und 26 bis 59 cm für das pessimistischste Szenario.
Der IPCC stellt in seinen Berichten im Auftrage der Vereinten Nationen die aktuellen wissenschaftlichen Grundlagen der Klimaänderung im Konsens der internationalen Forschung fest. Die jetzt vorgestellten Ergebnisse sind der erste Teil des vierten IPCC-Berichts. An ihm wirkten Hunderte von Wissenschaftlern mit, darunter 58 Forscher aus Deutschland. Der zweite Teilband beschäftigt sich dann mit den zu erwartenden Auswirkungen des Klimawandels, der dritte mit den Handlungsoptionen zur Vermeidung weiterer Treibhausgasemissionen. Ihre Veröffentlichung ist für Anfang April und Anfang Mai 2007 geplant.
Die Bundesregierung will in den nächsten drei Jahren 255 Millionen Euro bereitstellen, damit man "intensive Forschung betreiben und für eine schnelle Verbreitung klimaschonender Technologien sorgen" kann, wie Bundesforschungsministerin Annette Schavan anlässlich der Vorstellung des Berichts erklärte. Unter anderem sind für den Ausbau des Deutschen Klimarechenzentrums 35 Millionen Euro vorgesehen.
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ALARMIERENDER KLIMABERICHT - "Die Welt muss aufwachen"
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Antwort #18 am:
02 Februar, 2007, 14:36 »
Überschwemmungen, Wirbelstürme, Dürrekatastrophen: Die düsteren Prognosen des globalen Klimaberichts haben Politiker weltweit aufgeschreckt. Frankreichs Präsident Chrirac forderte eine "Revolution", Umweltminister Gabriel "große politische Konsequenzen".
IPCC-Wissenschaftlerin Susan Solomon ließ keinen Zweifel daran, wer für den Klimawandel verantwortlich ist: "Wir können jetzt mit großer Sicherheit sagen, dass die Aktivität der Menschheit zur Erwärmung beigetragen hat." Dem pflichten auch deutsche Forscher bei: "Das Vertrauen in die Aussage 'Der Mensch ist schuld' ist heute größer als je zuvor", sagte etwa der geschäftsführende Direktor am Max-Planck-Instituts für Meteorologie (MPI-M), Martin Claußen. Der neue Weltklimabericht gründe auf mehr Daten, besseren Analysen und realistischeren Klimamodellen als alle bisherigen Berichte, begründete Claußen.
"Mit dem nun vorliegenden Bericht sollten letzte Zweifel daran ausgeräumt sein, dass wir Menschen es sind, die die Klimaschraube überdrehen", teilte Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und Klima-Chefberater der Bundesregierung, mit. Und PIK-Forscher Stefan Rahmstorf sagte: "Der Bericht stellt ganz klar fest, dass der Mensch überwiegend an der globalen Erwärmung Schuld hat. Natürliche Faktoren spielen eine völlig untergeordnete Rolle."
Ernst der Lage solle erkannt werden
Der Ex-Bundesumweltminister und frühere Direktor des UN-Umweltprogramms (Unep), Klaus Töpfer, forderte angesichts der IPCC-Zahlen zu schnellem Handeln auf, um den Klima-Wandel zu bremsen: "Wer jetzt noch nicht wach ist, der muss sich fragen, was denn eigentlich passieren muss, damit man den Ernst der Lage erkennt", sagte Töpfer heute dem WDR. Der Klimabericht sei ein "sehr nachhaltiger Warnruf" - es handele sich nicht um Prognosen.
Eine endgültige Sicherheit liefert der Report naturgemäß nicht. MPI-M-Direktor Martin Claußen: "Klima hat immer etwas mit Wahrscheinlichkeiten zu tun - es gibt keine absolut sicheren Aussagen."
Nur eines scheint sicher zu sein: Der Klimawandel lässt sich nicht mehr aufhalten. Deswegen gehe es vielmehr darum, diesen in Grenzen zu halten, so Töpfer, der derzeit den UN-Rat für nachhaltige Entwicklung leitet. "Wir hoffen ja alle, dass wir den Klimaanstieg auf höchstens zwei Grad bremsen können." Wenn man eine Erderwärmung unterhalb von zwei Grad halten wolle, müsse man weltweit die schädlichen Treibhausgase bis 2020 um 30 Prozent verringern, sagte dazu Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) - und mahnte "große politische Konsequenzen" an.
Die Bundesregierung reagierte prompt: mit einem neuen Aktionsprogramm zur Klimaforschung. Das soll mit 255 Millionen Euro ausgestattet sein, wie Bundesforschungsministerin Annette Schavan heute ankündigte. Gefördert werden sollten unter anderem Forschergruppen, die Lösungen für einen "intelligenten Technologiewandel" entwickeln.
Industrienationen sollen Vorreiterrolle übernehmen
Einschneidende Reduzierung des CO2-Ausstoßes verlangten indes Umweltorganisationen und Regierungen von den Industrienationen. Südafrika erklärte, Nichtstun sei nicht mehr zu rechtfertigen. Indonesien mahnte "drastische Schritte" zur Verlangsamung des Treibhauseffekts an.
Der französische Staatspräsident Jacques Chirac erklärte, "die Zeit für die Revolution" sei gekommen. Das Bewusstsein der Menschen, die Wirtschaft und das politische Handeln müssten revolutioniert werden. Der Tag rücke näher, so Chirac, an dem die Aufheizung der Atmosphäre nicht mehr zu kontrollieren sei: "Wir befinden uns an der Schwelle zum Irreversiblen."
Greenpeace-Sprecherin Stephanie Tunmore sagte: "Wenn der letzte IPCC-Bericht ein Weckruf war, dann ist dieser eine gellende Sirene." Zwar habe sich das Verständnis des Klimasystems und der Einfluss des Menschen darauf verbessert. "Die schlechte Nachricht ist, dass die Zukunft immer bedenklicher aussieht, je mehr wir wissen." Tunmore sprach von einer klaren Botschaft an die Regierungen. Das Zeitfenster, um noch etwas zu tun, schließe sich rasch.
"Noch ist Zeit zum Handeln, aber rasches Handeln ist jetzt gefordert", sagte Catherine Pearce von der Umweltorganisation Friends of the Earth. "Die Alarmglocken schrillen. Die Welt muss aufwachen." Die Industriestaaten müssten nun eine Vorreiterrolle übernehmen und den Entwicklungsländern dabei helfen, nachhaltige Ökonomien aufzubauen.
"Jetzt muss die Weltgemeinschaft endlich handeln"
"Jeder Regierungschef, der in seinem Amtseid geschworen hat, Schaden von seinem Volk abzuwenden, ist jetzt zu einer ernsthaften Klimapolitik verpflichtet: Das Unbewältigbare muss unbedingt vermieden werden." Zu diesem Schluss kommt Christoph Bals, Politischer Geschäftsführer von der Umweltorganisation Germanwatch.
Nach den neuesten Erkenntnissen zur rasanten Entwicklung bei der Erderwärmung sei klar, so der Leiter des Uno-Umweltprogramms, Achim Steiner, bei der Vorstellung des Berichtes heute Vormittag: "Business as usual reicht nicht mehr." Die "Routine der Verhandlungen auf Beamtenebene" bringe die Welt nicht weiter. Bei der regulären Weltklimakonferenz auf Bali im Herbst müsse laut Steiner der Grundstein für ein neues Klimaabkommen für die Zeit nach den im Kyoto-Protokoll für 2012 festgehaltenen Zielen gelegt werden.
Der französische Präsident schlug eine "universelle Erklärung der Umweltrechte und Umweltpflichten" vor. Der südafrikanische Umweltminister Marthinus van Schalkwyk erklärte, alle, die jetzt die Bedrohung und ihre Ursachen noch ignorierten, würden künftigen Generationen einen Bärendienst erweisen.
"Die Beweise liegen nun auf dem Tisch. Jetzt muss die Weltgemeinschaft endlich handeln", sagte Steiner. Wer nun noch untätig bleibe, werde als verantwortungslos in die Geschichte eingehen. "Der Klimawandel ist die Herausforderung des Jahrhunderts."
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Antwort #19 am:
03 Februar, 2007, 09:52 »
Wie genau sind eigentlich Klimasimulationen am Computer?
Das Klima sei ein unberechenbares wildes Tier, hat der Klimatologe Wallace Broecker von der Columbia University in New York einmal formuliert. Er und seine Kollegen versuchen schon seit Jahrzehnten dieses Biest zu bändigen. Aufwendige Simulationen helfen den Wissenschaftlern bei ihrem Vorhaben und sollen Aufschluss über die zukünftige Entwicklung des Klimas geben. Einen Zwischenstand über die Ergebnisse aus den Berechnungen der Klimaforscher gibt jetzt der vierte Bericht des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), der heute in Paris vorgestellt wird.
Die wichtigsten Erkenntnisse aus den Simulationen: Im 21. Jahrhundert werde die Temperatur um 2 bis 4,5 Grad steigen; am wahrscheinlichsten seien 3 Grad. Bei verstärkter Nutzung von fossilen Ressourcen, wie Gas, Öl und Kohle könnte die Arktis schon 2080 eisfrei sein. Und der Meeresspiegel könnte bis 2100 um mehr als einen halben Meter ansteigen. Traditionell nicht erwähnt werden die Irrtümer, denen man aufgesessen ist. Im letzten IPCC-Bericht aus dem Jahr 2001 etwa wurde behauptet, die globale Temperatur steige erst seit 1860 steil an. Stimmt nicht, wie sich nun herausgestellt hat – die Berechnungen basierten auf falschen Statistiken. Wie zuverlässig sind also solche numerischen Klimasimulationen?
„Man muss dazu wissen, dass Klimamodellierung eine der komplexesten Aufgaben ist, die man kennt – da kann auch mal ein Fehler passieren“, sagt Holger Göttel vom Max Planck Institut für Meteorologie in Hamburg. Der Klimaforscher arbeitet zusammen mit rund einem dutzend Kollegen an dem regionalen Klimamodell „Remo“ für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Grundsätzlich, so Göttel, sind alle Klimamodelle nach dem gleichen Prinzip aufgebaut. Zunächst wird die Erdkugel oder die zu betrachtende Region mit einem Gitternetz überzogen. Für globale Modelle beträgt die Maschenweite typischerweise 200 mal 200 Kilometer. Um die Vorgänge in der Atmosphäre möglichst genau abbilden zu können, liegen in der Vertikalen 30 dieser Gitternetze übereinander. In einem Rechenschritt wird für jedes dieser Kästchen das Klima berechnet. Ein Simulationsdurchlauf deckt dabei einen Zeitraum von mehreren hundert Jahren ab. Auch wenn die Berechnungen im starken Zeitraffer durchgeführt werden – bei bis zu 432 Billarden Rechenoperationen, wie beispielsweise Remo sie erfordert, können solche Simulationen nur mit dem Einsatz von Hochleistungsrechnern durchgeführt werden. „Ein PC der neusten Generation wäre mit der Berechnung von solch komplexen Klimamodellen hoffnungslos überfordert und deutlich langsamer als das Klima selbst“, sagt Michael Böttinger vom Deutschen Klimarechenzentrum (DKRZ). Für „Remo“, schätzt Göttel, wäre ein PC rund 70 Jahre beschäftigt. Aber auch Supercomputer kommen schnell an ihre Grenzen: Für alle Modelle gilt nämlich je feiner die Auflösung, also die Maschenweite des Gitters ist, desto mehr Rechenleistung wird benötigt. „Bei globalen Modellen ist man mit einer Auflösung von 200 Kilometern schon an der Leistungsgrenze moderner Computercluster angekommen“, so Böttinger. Für das neuste Erdklima-Modell am Max Planck Institut für Meteorologie in Hamburg seien die Rechner ein Jahr im Dauereinsatz gelaufen.
Kein Wunder, müssen doch jedes Mal eine Vielzahl von mathematischen Gleichungen gelöst werden. Die Formeln beschreiben unter anderem die Veränderung der Temperatur, von Winden und den Transport der Feuchtigkeit von einer Gitterbox zu nächsten. Und das für den gesamten Erdball. „Wir unterscheiden bei der Modellierung dynamische Prozesse, die mit präzisen Gleichungen abgebildet werden können und so genannte physikalische Parametrisierungen“, erklärt Göttel. Das seien im Prinzip Schätzungen für Prozesse die die Wissenschaft noch nicht verstanden hat oder die einfach nicht im Modell wiedergegeben werden können. „Die Wolkenbildung ist so ein Beispiel“, sagt Böttinger. „Im Anfangsstadium sind die kondensierenden Wassertröpfchen nur wenige Mikrometer groß. Bei einer Maschenweite von 200 Kilometern sind sie schlicht zu klein, um wirklichkeitsgetreu simuliert zu werden.“
Trotz solcher Probleme hat man seit Mitte der 70er-Jahre große Fortschritte im Bereich der Klimasimulation erzielen können. Bestanden die ersten Klimamodelle noch ausschließlich aus einem Modell für die Atmosphäre, setzen sich die aktuellen Klimamodelle aus mehreren Untersystemen, etwa für den Ozean, die Landmasse oder den Kohlenstoffkreislauf, zusammen. „In die neusten Modelle werden auch die Änderungen der Vegetation berücksichtigt und in Form von Gleichungen integriert“, erklärt Göttel. Denn ändert sich das Klima, ändert sich dementsprechend auch der Bewuchs. Immergrüne Wälder etwa schlucken viel Sonneneinstrahlung und erwärmen so die jeweilige Klimazone. Mit schnelleren Rechnern könnte man in Zukunft die globalen Modelle feiner auflösen und somit genauere Szenarien errechnen. Neben dem Einfluss der Vegetation ist eine der wichtigsten Forschungsfragen der Einfluss von Schwebeteilchen (Aerosolen), wie Ruß- und Staubpartikel auf die Sonneneinstrahlung. Auch wenn deren genaue Wirkung auf das Klima noch nicht geklärt ist – das Ziel für die Zukunft ist klar: ein möglichst umfassendes Erdmodell. „Die Genauigkeit der Szenarien hat durch den Fortschritt in der Modellierung jedenfalls stark zugenommen“, sagt Lars Schanz, von der deutschen IPCC-Koordinierungsstelle.
So gut die Modelle aber auch werden – wie sich das Klima entwickeln wird, hängt maßgeblich vom Faktor Mensch ab. „Die größte Ungenauigkeit bei den Simulationen ergibt sich dadurch, dass wir nicht voraussagen können, wie sich der Treibhausgasausstoß in Zukunft entwickeln wird“, sagt Göttel. Sicher ist allerdings: Selbst wenn ab heute kein Kohlendioxid mehr in die Atmosphäre gelangen würde, ist eine Erwärmung des Weltklimas nicht mehr aufzuhalten.
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Das Zahlenwerk der Klimaforscher
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Antwort #20 am:
03 Februar, 2007, 21:15 »
Klimapolitik ist seit langem ein Feilschen um Zahlen und ihre Nachkommastellen. Seit das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) heute den ersten Teil seines vierten Gesamtberichts über die wissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels – wenn auch nur als Zusammenfassung – vorgelegt hat, überschlagen sich weltweit die Schlagzeilen. Danach scheint der Klima-GAU so nah wie nie und viel schlimmer zu werden, als man gedacht hatte.
Vergleicht man diese Zusammenfassung mit der des letzten Teilberichts von 2001, fallen zwei Dinge auf. Zum einen enthält der neue Bericht sehr viel mehr Details. Wo die Forscher 2001 noch allgemeine Formulierungen wählten, können sie heute aufgrund besserer Klimamodelle und Datengrundlagen ihre Befunde genauer beziffern. Zum anderen unterscheiden sich die jetzigen Prognosen von denen, die 2001 aufgestellt worden, nicht sehr stark. Was sich geändert hat, ist die Wahrscheinlichkeit, die die Klimaforscher ihren Ergebnissen beimessen.
Technology Review stellt hier die wichtigsten Daten aus den Teilberichten von 2001 und 2007 gegenüber (der Einfachheit halber IPCC-3 und IPCC-4 genannt, weil es sich um den dritten bzw. vierten Bericht des Klima-Panels handelt). Im ersten Teil sind die wissenschaftlichen Befunde, im zweiten die Prognosen zusammengestellt, die in den Berichten genauer beziffert werden.
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1. Befunde
Die Zunahme der globalen Durchschnittstemperatur
Laut IPCC-4 ergibt der so genannte 100-Jahre-Trend eine Zunahme um 0,74 plus/minus 0,22 Grad Celsius von 1906 bis 2005.
IPCC-3 hatte für den Zeitraum von 1901 bis 2000 eine Erwärmung von 0,6 plus/minus 0,2 Grad Celsius festgestellt.
In IPPC-4 heißt es: „Elf der zwölf letzten Jahre (1995 – 2006) rangieren unter den zwölf wärmsten Jahren seit der Ermittlung einer globalen Durchschnittstemperatur an der Erdoberfläche (seit 1850).
IPCC-3 war noch vorsichtiger formuliert: „Global gesehen ist es sehr wahrscheinlich, dass die 1990er das wärmste Jahrzehnt und 1998 das wärmste Jahr seit Beginn der Aufzeichnung 1861 waren.“
CO2-Konzentration in der Atmosphäre
IPPC-4 konstatiert beim wichtigsten Treibhausgas einen Anstieg um 35 Prozent von rund 280 ppm (Teile pro Million Luftmoleküle) im Jahre 1750, das als Bezugsjahr für vorindustrielle Zeiten genommen wird, auf 379 ppm im Jahre 2005.
IPPC-3 hatte noch einen Anstieg um 31 Prozent seit 1750 auf 366 ppm im Jahre 2000 festgestellt.
Während es in IPCC-4 heißt, die gegenwärtige CO2-Konzentration sei die höchste seit 650.000 Jahren, hatten in die Forscher in IPCC-3 geschrieben, die Konzentration des Jahres 2000 sei die höchste seit 420.000 Jahren.
Methan-Konzentration in der Atmosphäre
IPCC-4 notiert einen Anstieg um 148 Prozent von rund 715 ppb (Teile pro Milliarde Luftmoleküle) im Jahre 1750 auf 1774 ppb im Jahre 2005.
IPPC-3 hatte einen Anstieg von 151 Prozent festgestellt.
Stickoxid-Konzentration
IPCC-4 hält einen Anstieg um 18 Prozent von rund 270 ppb im Jahre 1750 auf 319 ppb im Jahre 2005 fest.
IPCC-3 hatte einen Anstieg um 17 Prozent auf 316 ppb (2000) konstatiert.
Radiative Forcing der Treibhausgase
Mit "Radiative Forcing" bezeichnen Klimaforscher die Veränderung des globalen Mittelwertes der Strahlungsbilanz an der atmosphärischen Grenzschicht der so genannten Stratopause in 50 Kilometer Höhe. Sie gibt also die Störung des Gleichgewichts zwischen der einstrahlenden Sonnenenergie und der an den Weltraum abgegebenen langwelligen Strahlung an und wird in Watt pro Quadratmeter gemessen. Ein positiver Wert bedeutet dabei, dass der enstprechende Faktor zu einer Erwärmung der globalen Durchschnittstemperatur beiträgt (für andere Faktoren siehe auch Bilderstrecke).
Laut IPCC-4 betrug das kombinierte Radiative Forcing der verschiedene Treibhausgase 2005 2,3 plus/minus 0,23 Watt pro Quadratmeter.
IPCC-3 hatte das kombinierte Radiative Forcing mit 2,43 Watt pro Quadratmeter beziffert, in der Zusammenfassung allerdings keine Abweichung angegeben.
IPPC-4 stellt außerdem fest, dass die Zunahmerate beim Radiative Forcing während des Industriezeitalters „sehr wahrscheinlich“ ohne Beispiel in den vergangenen 10.000 Jahren ist.
Meeresspiegelanstieg
Während IPCC-3 nur festgestellt hatte, dass der durchschnittliche Meeresspiegel im 20. Jahrhundert um 0,1 bis 0,2 Meter gestiegen sei, beziffert IPCC-4 den Anstieg auf der Basis der Daten von 1963 bis 2003 auf 0,18 plus/minus 0,05 Meter pro Jahrhundert. Außerdem schreiben die Forscher: „Es gibt ein hohes Vertrauen in den Befund, dass die beobachtete Rate, mit der Meeresspiegel ansteigt, vom 19. zum 20. Jahrhundert zugenommen hat.“
Gletscherschwund und Rückgang des Meereises an den Polkappen
Hier unterscheiden sich die beiden Berichte nicht nennenswert. IPCC-4 notiert, das beim antarktischen Meereis kein „statistisch bedeutsamer Durchschnittstrend“ zu beobachten sei, der auf seinen Rückgang hindeutet. Der Rückzug der Inlandgletscher wird auch in IPCC-4 nicht genauer beziffert (zumindest in der Zusammenfassung nicht).
2. Prognosen
Temperaturanstieg
IPCC-4 prognostiziert eine künftige Erwärmung von 0,2 Grad Celsius pro Jahrzehnt. In IPCC-3 wurde eine Erwärmung von 0,1 bis 0,2 Grad pro Jahrzehnt als „wahrscheinlich“ bezeichnet.
Für die Debatte um Klimaschutzmaßnahmen ist besonders folgender Satz in IPCC-4 wichtig: „Selbst wenn die Konzentrationen aller Treibhausgase und Aeresole auf dem Wert des Jahres 2000 geblieben wären, müsste man noch mit einem Anstieg von ungefähr 0,1 Grad pro Jahrzehnt rechnen.“
Während die Spanne der möglichen Erwärmung in IPCC-3 mit 1,4 bis 5,8 Grad für bis zum Jahre 2001 angegeben wurde, liegt sie in IPCC-4 bei 1,1 bis 6,4 Grad, je nach dem Szenario über die weitere Entwicklung der Treibhaus-Faktoren, die durchgerechnet wurden.
IPCC-4 weist allerdings auf seit IPCC-3 fortgeschrittene Modellierung des Klimas hin, die den neuen Szenario-Rechnungen zugrunde liegt, so dass die Prognosen der beiden Berichte „nicht direkt vergleichbar“ seien.
Meeeresspiegelanstieg
IPCC-4 hält einen Meeresspiegelanstieg von 1990 bis 2099 um 0,18 bis 0,59 Meter für möglich. In IPCC-3 hatte die Spanne bei 0,09 bis 0,88 Meter gelegen.
Dass die Spanne kleiner ist, liegt laut IPCC-4 an „besseren Informationen bei einigen Unsicherheiten“ der Faktoren, die zum Ansteigen des Meeresspiegels beitragen.
Die Zusammenfassungen können beim IPCC als PDF-Dateien heruntergeladen werden:
http://www.ipcc.ch/pub/spm22-01.pdf
http://www.ipcc.ch/SPM2feb07.pdf
Quelle :
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KLIMASCHUTZ - Mit Vollgas in den Weltuntergang
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Antwort #21 am:
06 Februar, 2007, 10:10 »
Seit Jahren versprechen Deutschlands Autokonzerne, den CO2-Ausstoß ihrer Karossen zu reduzieren - passiert ist fast nichts. Jetzt droht die EU mit drastischen Vorschriften, Spritfresser sollen bestraft werden. SPIEGEL ONLINE zeigt, was die Klimabestimmungen Autokäufer kosten könnten.
Die Automarke tut nichts zur Sache, aber der Werbespot ist bezeichnend: Zum Evergreen "What a wonderful world" lässt Suzuki den neuen Grand Vitara durch eine wunderschöne Natur brettern: blauer Himmel, grüne Bäume, weiße Berge, saubere Flüsse - so schön ist Werbung. Kein Hinweis auf die Folgen des Klimawandels, die längst zu spüren sind.
Am Mittwoch will die EU-Kommission ihr Strategiepapier zum Klimaschutz im Straßenverkehr vorlegen. Demzufolge sollen die Autohersteller verpflichtet werden, bis zum Jahr 2012 den Kohlendioxid-Ausstoß der in Europa verkauften Neuwagen deutlich zu senken. Im Gespräch sind 120 Gramm pro Kilometer.
Niemand kann nun noch sagen, das käme jetzt überraschend, man habe nichts gewusst oder die Forderungen seien überzogen. Dennoch geht in der Debatte um die Klimaerwärmung und den Kohlendioxid-Ausstoß von Autos vieles durcheinander - und viele ernsthafte Anliegen werden auf medienwirksamen Aktionismus verkürzt. So kündigte EU-Umweltkommissar Stavros Dimas aus Ärger über den hohen Spritverbrauch deutscher Luxuslimousinen vergangene Woche an, auf einen Dienstwagen japanischer Herstellung umzusteigen. Prompt konterte der deutsche EU-Industriekommissar Günter Verheugen: Er wolle sich auch weiterhin im nagelneuen 7er-BMW kutschieren lassen.
Angesichts der im wahrsten Sinne aufgeheizten Debatte kann es daher nicht schaden, sich die Rahmendaten noch einmal vor Augen zu halten. Bereits im Jahr 1998 - so lange schon ist die CO2-Problematik auf der Tagesordnung - sagten die deutschen Automobilhersteller in einer Selbstverpflichtung zu, den Kohlendioxid-Ausstoß ihrer Fahrzeuge bis zum Jahr 2008 auf durchschnittlich 140 Gramm je Kilometer zu senken.
Je leistungsstärker ein Auto, desto größer der CO2-Ausstoß
Diese Emission entspricht einem Durchschnittsverbrauch von 5,8 Liter Benzin oder 5,1 Liter Diesel je 100 Kilometer - ist also keineswegs ein utopisches Ziel. Sonst hätten sich die Autohersteller wohl kaum freiwillig darauf verständigt. Doch nun müssen auch Politiker erkennen, dass diese Selbstverpflichtung offenbar nur ein Spiel auf Zeit war. "Wenn sich in den vergangenen Jahren etwas gezeigt hat, dann, dass freiwillige Vereinbarungen mit der Automobilindustrie für einen konsequenten Klimaschutz nicht ausreichen", sagt der bayerische Umweltminister Werner Schnappauf. Treffender lässt es sich nicht formulieren.
In den vergangenen neun Jahren war in Deutschland offensichtlich genug Zeit, um Riesen-Geländewagen wie den Mercedes GL zu entwickeln, Wahnsinns-SUVs wie den Porsche Cayenne Turbo S, Luxus-Renner wie den Audi R8 oder Leistungsfetische wie den BMW M6. Aber wohl zu wenig Zeit, um sich ernsthaft über wirksame Maßnahmen zur Verbrauchsverringerung zu kümmern. "Die deutschen Autobauer sind ja keine Teufelskerle, die unsere Umwelt zugrunde richten wollen", sagt Automarktexperte Ferdinand Dudenhöffer. "Wenn man ehrlich ist, muss man sagen, dass die Kunden die immer stärkeren, schwereren und schnelleren Autos kaufen. Das Geschäft brummt."
Als Faustregel kann man das ruhig gelten lassen: Je schwerer und leistungsstärker ein Fahrzeug ist, desto größer ist sein Spritverbrauch und desto größer auch der CO2-Ausstoß. So ist es kein Wunder, dass gegenwärtig lediglich zwei Automarken den Zielwert von 140 g/km CO2 erreichen oder unterschreiten: Smart (116 g/km) und Fiat (140 g/km) - beide Marken bauen ausschließlich beziehungsweise überwiegend kleine und sparsame Autos.
Der Spritpreis ist noch immer kein Sparanreiz
Wie könnten weitere deutsche Hersteller dazu bewogen werden, ihren Flottenausstoß an CO2 zu verringern? Dudenhöffer schlägt eine Zwei-Wege-Strategie vor: "Man müsste erstens mit Rahmenbedingungen wie Tempobegrenzungen oder PS-Obergrenzen für Autos unterschiedlicher Gewichtsklassen Vorgaben schaffen." Und da der Spritpreis seiner Ansicht nach noch immer viel zu niedrig ist, um in Spartechnik statt in höhere Leistung zu investieren, müsste ein anderer finanzieller Anreiz her, um klimaverträglichere Autos zu produzieren und dann auch massenhaft zu verkaufen.
"Warum kann man nicht eine Art Emissionshandel für Autohersteller organisieren, bei dem 140 g/km CO2 als Richtwert gelten?", schlägt Dudenhöffer vor. "Nach unseren Berechnungen würde dann beispielsweise ein Smart um rund 700 Euro billiger, ein Audi würde dagegen um zirka 1100 und ein Porsche um 4600 Euro teurer." Kunden, die weiterhin auf der Leistungsspirale rotieren möchten, müssten mehr zahlen - aber Kunden, die beim Autokauf CO2-bewusst agieren, hätten einen Preisvorteil. Dass solche Maßnahmen, wie Bundeswirtschaftsminister Michael Glos vor kurzem sagte, "Millionen von Arbeitsplätzen in Deutschland" vernichten würden, nennt Dudenhöffer "völligen Unsinn".
Wirkungsvolle Spritspartechnik ist längst vorhanden
Zumal ja nicht Millionen von Euro in neue Technologie fließen müssten, da alle Zutaten für ein spritsparendes Automobil "längst im Regal liegen". Leichtbaumaterialien, schmale Reifen, aufgeladene Motoren mit kleinem Hubraum, Start-Stopp-Automatik - nichts davon müsste erst aufwändig entwickelt oder gar erfunden werden. Und dass leichte Autos, wie in diesem Zusammenhang plötzlich gern behauptet wird, viel unsicherer seien als die dicken Dinger mit Luxusausstattung, trifft auch nicht zu. Zumindest versuchen das alle Hersteller den Kunden immer dann einzureden, wenn gerade ein neuer Mini, BMW 1er, Mercedes A-Klasse, Smart, Audi A3 oder demnächst der Audi A1 vorgestellt werden. Ja was denn nun?
"Was mich wirklich enttäuscht und ärgert", sagt Dudenhöffer, "ist diese ständige Verteidigungsstrategie des VDA" (Verband der Deutschen Automobilindustrie). Die Herren aus der Vorstandsriege täten geradezu so, als kämpften sie gegen den Weltuntergang. "So wird man auf Dauer unglaubwürdig", sagt Dudenhöffer. "Denn die immergleichen Abwehrrituale haben wir schon beim Dreiwege-Katalysator oder beim Rußpartikelfilter erlebt." Ein konstruktiver Vorschlag, wie beides in Einklang zu bringen ist - eine florierende deutsche Autoindustrie und eine schnelle und spürbare Senkung des CO2-Ausstoßes - gab es vom VDA bislang nicht. Blockaden aber haben noch nie ein Problem gelöst.
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Streit über Klimaschutz: Was die Menschheit aus der Kurve trägt
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Antwort #22 am:
06 Februar, 2007, 18:29 »
Die Warnungen vor der Klimakatastrophe werden immer drastischer - doch die Mächtigen der Welt schützen lieber Arbeitsplätze als die Umwelt. Die Fachwelt zweifelt, ob die Politik den Hitzekollaps überhaupt noch abwenden kann.
Eigentlich sollte seit vergangenem Freitag alles klar sein. Zumindest aus Sicht von Wissenschaftlern und Zeitgenossen, die zu logischem Denken neigen: Es gibt keinen vernünftigen Zweifel mehr daran, dass der Klimawandel stattfindet und katastrophale Folgen haben wird - sollte der Menschheit nicht schnellstens eine Vollbremsung beim Treibhausgas-Ausstoß gelingen.
Nichts weniger als die Zivilisation selbst ist gefährdet: Solche Warnungen waren bei der Tagung des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) in Paris zu hören. Warnungen, die man von Wissenschaftlern selten in solcher Schärfe hört. Und erst recht nicht von Hunderten zugleich.
"Der Klimawandel ist mit nichts Bisherigem zu vergleichen", sagt der Münchner Politikwissenschaftler Mir Ferdowsi SPIEGEL ONLINE. Das Ozonloch zum Beispiel sei von seinen Folgen her ein eher regionales Problem gewesen. Und selbst das Wettrüsten im Kalten Krieg habe nur eine überschaubare Zahl von Ländern beschäftigt. "Vom Klimawandel dagegen sind alle Staaten der Erde betroffen."
Die Frage, die Klimaforscher und Politikexperten nun mehr denn je umtreibt: Sind die Mächtigen der Welt in der Lage, ein Problem solchen Ausmaßes in den Griff zu bekommen?
Die allermeisten Regierungen äußerten sich in den vergangenen Tagen entsetzt über den neuen IPCC-Bericht - als hätten sie nicht schon vor Monaten Vorabversionen mit den zentralen Fakten erhalten. Da lag der Verdacht nahe, dass wichtige Staaten auf ein altes Verhaltensmuster zurückgreifen werden: öffentlich Erschütterung zu demonstrieren, um dann wieder business as usual machen zu können.
Gezänk statt einiges Handeln
Tatsächlich forderten nach dem neuen Weltklimabericht 46 Staaten die Bildung einer neuen Uno-Umweltorganisation. Sie soll mit mehr Kompetenzen als die bisherige Unep den Klimaschutz vorantreiben - unter den Befürwortern: Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) und Frankreichs Präsident Jacques Chirac, der gar eine "Revolution zur Rettung der Erde" ausrief.
Doch es kam wie befürchtet: Der Rückschlag für diese französische Revolution folgte binnen Stunden. Ausgerechnet die größten Treibhausgas-Verursacher der Welt wollen nicht mitmachen. Die USA, China, Russland und Indien erteilten dem Plan eine Absage. Die Amerikaner sind strikt gegen Gesetze zur Regelung des Kohlendioxid-Ausstoßes. Die Inder und Chinesen wollen ihr Wirtschaftswachstum nicht gefährden.
Letztere kommentierten den IPCC-Bericht zunächst überhaupt nicht offiziell - in Chinas Medien kam die Pariser Konferenz praktisch nicht vor. Indien verwies darauf, dass das IPCC bloß einen wissenschaftlichen Konsens hergestellt habe und keine Politik festlege.
US-Energieminister Samuel Bodman erklärte schon den Versuch für aussichtslos, in den USA eine Diskussion über gesetzliche CO2-Grenzen zu beginnen. Ohnehin sei der US-Anteil am weltweiten Treibhausgas-Ausstoß "gering", sagte Bodman in Paris. Zur Erinnerung: Die USA sind für rund ein Viertel der globalen CO2-Emissionen verantwortlich.
192 Staaten und kein bisschen Konsens
Die Konferenz zur Gründung der neuen Uno-Organisation namens Uneo, die noch im Frühjahr in Marokko stattfinden soll, dürfte unter diesen Vorzeichen einer Verschwendung von Steuergeldern gleichkommen.
"Das Problem ist die Souveränität der Staaten", sagt Ferdowsi. "Und wir haben nun einmal 192 davon." Mit Zwang gehe nichts - "das würde auf eine Art Weltplanwirtschaft hinauslaufen, die niemand will". Deshalb könne man nur auf Freiwilligkeit setzen.
Dass es so aber zu schnellen, drastischen Gegenmaßnahmen kommt, ist mehr als fraglich. Zu viele Staaten sind beteiligt, zu unterschiedlich ihre Interessen. "Die ölfördernden Länder haben gar kein Interesse an der radikalen Drosselung ihrer Produktion", sagt Ferdowsi. "Und die USA werden nie einen Teil ihrer Souveränität in der Klima- und Wirtschaftspolitik abgeben."
"Der Westen ist in der Verantwortung"
Die Berliner Politikwissenschaftlerin Tanja Brühl fordert die westlichen Industriestaaten auf, Länder wie China und Indien stärker in den Klimaschutz einzubinden, sie mit moderner Technik und Finanztransfers zu unterstützen. "Da sehe ich den Westen klar in der Verantwortung." Man sollte die Haftung für die Probleme "nicht bei den Schwellenländern abladen".
Eine Forderung, die andere Experten skeptisch sehen. "Wenn die Schwellenländer in großem Stil Umweltschutzmaßnahmen einführen würden, würde das ihr Wachstum bremsen", sagt Ferdowsi. "Und sie wären auf dem Weltmarkt nicht mehr konkurrenzfähig." Außerdem führe technische Unterstützung durch den Westen zu Abhängigkeiten - was China und Indien verhindern wollen. Nicht zuletzt findet es Ferdowsi "fraglich, ob die westlichen Regierungen zu solchen Leistungen bereit wären - und falls ja, wie schnell das ginge".
Einig sind die Experten immerhin in einem Punkt: Dass die Politik nicht schnell und entschlossen genug auf die globale Erwärmung reagiert. Politikforscherin Brühl sieht zum Beispiel den Umweltgipfel in Rio de Janeiro von 1992 als hoffnungsvolles Zeichen für künftige internationale Maßnahmen. Nur wurden "die Beschlüsse von damals nicht richtig umgesetzt". Auch Ferdowsi bewertet die Umsetzung internationaler Beschlüsse in nationales Recht als größtes Hindernis.
Waschen, ohne nass zu werden
"Ich bin äußerst skeptisch, ob die Politik fähig ist, in Zeiträumen von 30 Jahren oder mehr zu denken", sagt Ferdowsi. Die nationalen Regierungen würden kaum über die Zeitspanne einer Legislaturperiode hinaus planen - nicht einmal Autokraten. "Wäre es anders, hätten die Regierungen die Beschlüsse von Rio umgesetzt. Dann läge draußen jetzt Schnee", sagt Ferdowsi. "Nur leider ist alles grün."
Helfen könnte der Druck der Bevölkerung - doch Umweltbewusstsein existiert längst nicht überall. Ein Deutscher wird schief angesehen, wenn er beim Eiskratzen den Automotor warmlaufen lässt. In China wollen Hunderte Millionen erst mal Autofahrer werden, ohne dass sie derlei Details im Entferntesten kümmern.
Für einen zügigen Politikwechsel fehlt in den meisten Ländern der öffentliche Druck - selbst in Deutschland, das sich gern als Umwelt-Vorreiter sieht. Es ist längst nicht ausgemacht, wie die Deutschen auf spürbare Einschnitte zugunsten des Klimas reagieren würden. Zwar sagen sie in Umfragen immer wieder, wie wichtig ihnen Klimaschutz sei. Doch erinnert diese Aussage an ähnliche Erhebungen, denen zufolge die Sozialsysteme reformiert gehören - nur bitte ohne Einbußen für einen selbst.
"Wir brauchen größere Katastrophen"
Ist die Klimakatastrophe also nicht mehr zu stoppen? Wird sie die Menschheit mit voller Wucht treffen, möglicherweise mit größerer Zerstörungskraft als ein Atomkrieg, wie jüngst der britische Physiker Stephen Hawking argwöhnte? Ferdowsi, profilierter Friedens- und Konfliktforscher, setzt darauf, dass die Menschheit bei größerem Leidensdruck doch noch umdenkt: "Vielleicht brauchen wir größere Katastrophen als den Tsunami in Asien, damit etwas geschieht." Möglicherweise "muss erst Bangladesch untergehen". Dann habe man 200 Millionen Flüchtlinge und ein sicherheitspolitisches Thema namens Klimawandel. Eventuell würden dann die Industriestaaten dem Problem mehr Aufmerksamkeit widmen.
Brühl sieht die Lage optimistischer. Wenn die Rede davon sei, ob die Menschheit die Kurve noch kriege oder nicht, "muss man zunächst klären, wie eng die Kurve überhaupt ist". Sprich: welche Ausmaße der Klimawandel genau annehmen wird. "Vielleicht", sagt Brühl, "wird alles gar nicht so schlimm."
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kater
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Der Weg ist das Ziel
Re: KLIMASTUDIE - EU warnt vor Dürren und Zehntausenden Toten
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Antwort #23 am:
06 Februar, 2007, 20:04 »
das einzige was mir zu dieser schlimmen Entwicklung einfällt. Könnte man dagegen nicht was tun und eine
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einführen.
kater
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Bush preist USA als Klimaschutz- Vorbild
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Antwort #24 am:
08 Februar, 2007, 16:19 »
US-Eigenlob im Streit um die Klimapolitik: Die Regierung Bush sticht die Europäer aus, wenn es um die Reduzierung der Treibhausgase geht - sagt zumindest der Sprecher des Präsidenten. Internationale Abkommen seien nicht nötig.
George W. Bushs Mann fürs Grobe formulierte es kernig wie einen Werbespruch: "We are doing a better job of reducing emissions" - wir sind bei der Emissionsminderung besser, sagte Tony Snow, der Sprecher des Weißen Hauses. Die USA als Land der Spritfresser-Karossen, Kyoto-Verweigerer und seit neuestem als Blockierer einer neuen Uno-Umweltbehörde - auf Dauer muss es nerven, das immer wieder vorgeworfen zu bekommen. Alles Unfug, tatsächlich seien die US-Amerikaner die echten Ökos, sagte Snow in Washington. Die Bush-Regierung "zeigt echte Ernsthaftigkeit", sagte er, indem sie nicht einfach Reden halte, sondern handele.
Es folgte der süffisante Hinweis, dass man jenseits des Atlantiks viel erfolgreicher CO2-Emissionen reduziere als in Europa, "wo es ein Obergrenzen-System gibt". Später erläuterte das Weiße Haus, worauf Snow sich bezogen habe: Nach Zahlen der Internationalen Energiebehörde (IEA) seien zwischen 2000 und 2004 in den USA die Emissionen des Treibhausgases Kohlendioxid lediglich um 1,7 Prozent gestiegen, in den EU-Ländern im selben Zeitraum um fünf Prozent.
Diese Zahlen sind nicht neu. Sie stammen aus dem vergangenen Jahr. Schon Anfang November hatte die deutsche Umweltschutzorganisation Germanwatch auf Basis der IEA-Zahlen ein ausführliches Klimaschutzranking aufgestellt (siehe interaktive Grafik). Tatsächlich steht darin unter anderem, dass die USA 2006 im Vergleich zum Vorjahr einen geringeren Anteil am weltweiten CO2-Ausstoß hatten, er fiel von 22,9 Prozent auf 21,8 Prozent. Dies sind jedoch relative Werte, die keinesfalls bedeuten müssen, dass auch der tatsächliche Ausstoß abnimmt.
Bereits Ende Oktober hatte das Uno-Klimasekretariat in Bonn im Detail abweichende, aber in der Tendenz ähnliche Zahlen veröffentlicht. Anders als Bush-Sprecher Snow bezogen die Uno-Experten auch die Vorjahre ein. Für den Zeitraum 2000 bis 2004 weist ihre Statistik einen Anstieg von 1,3 Prozent aus. Hätte Tony Snow eine Suchmaschine zu bedienen gewusst, er hätte also eine noch grünere Zahl für seinen Präsidenten finden können.
Betrachtet man allerdings den Emissions-Verlauf ab 1990, ändert sich das Bild drastisch: Die USA stießen 2004 ganze 15,8 Prozent mehr aus als 1990. Im Vergleich dazu senkte Deutschland seinen Ausstoß im selben Zeitraum um 17,2 Prozent.
US-Regierung bevorzugt technologische Lösungen
Das forsche Statement des Weißen Hauses soll womöglich das Engagement des US-Präsidenten in Sachen Klima unterstreichen. Er hatte am Mittwoch im Shenandoah-Nationalpark im US-Bundesstaat Virginia von Kongress 2,4 Milliarden US-Dollar verlangt, um die Nationalparks des Landes auszubauen. Die Auswirkung von Renaturierungsmaßnamen wie Aufforstungen auf die Konzentration von CO2 in der Atmosphäre gelten nach Einschätzung von Experten jedoch als eher gering.
In Washington betonte Snow nun, die US-Regierung glaube an technologische Lösungen und sei gegen Zwangsmaßnahmen wie das Kyotoprotokoll. Außerdem stellten die US-Amerikaner auch Drittweltländern technische Lösungen zur Verfügung, die überhaupt nicht durch das Protokoll gebunden seien.
Noch beim Klimagipfel der Uno in Paris hatte US-Energieminister Samuel Bodman erklärte, der US-Anteil am weltweiten Treibhausgas-Ausstoß sei "gering". Dabei liegt das Land immer noch selbst vor den energiehungrigen Chinesen. - Von hohem Niveau aus können selbst 1,7 Prozent Steigerung gewaltig sein.
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Industrie fürchtet Arbeitsplatzkiller Klimaschutz
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Antwort #25 am:
11 Februar, 2007, 10:04 »
CO2-Plakette, Klimaabgabe, Erdgasautos - angesichts der dramatische Veränderung des Weltklimas überbieten sich Politiker mit Vorschlägen, wie sich die Erderwärmung bremsen lässt. Die Industrie warnt vor nationalen Alleingängen und sieht bereits Wachstum und Arbeitsplätze in Gefahr.
Berlin/Hamburg - Der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Jürgen Thumann, warnte vor einer Verzerrung des Wettbewerbs: "Wir müssen einen globalen Ansatz finden, um dem Klimaschutz gerecht zu werden", sagte er im Deutschlandfunk. "Es kann nicht sein, dass wir Europäer immer voran schreiten mit gutem Vorbild, und jetzt sogar noch eine Vorreiterrolle innerhalb Europas von den Deutschen erwartet wird. Wir bringen damit unsere Wirtschaft, unsere Arbeitsplätze in Gefahr"
Thumann versicherte, die deutsche Industrie "steht ohne Wenn und Aber für eine sehr umweltbewusste Klimapolitik, auch ohne jede Einschränkung". Er machte aber deutlich, dass nationale Anstrengungen allein nicht ausreichen. Thumann kritisierte, dass die Staaten, die ungefähr die Hälfte aller Treibhausgase produzieren, das Kyoto-Protokoll zum Klimaschutz nicht unterschrieben hätten. Dazu zählten die USA und China.
Der BDI-Präsident warnte vor einem "Gießkannenverfahren" bei der Reduzierung des Kohlendioxid-Ausstoßes von Autos. Man könne nicht pauschal sagen, der Flottendurchschnitt an CO2-Ausstoß müsse verringert werden. "Wir müssen pro Größenklasse reduzieren und Ziele vereinbaren und setzen. Und da macht die deutsche Industrie ja sehr wohl mit."
Tiefensee für CO2-Abzeichen
So weit will Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee zunächst auch gar nicht gehen. Er appelliert an das Verantwortungsbewusstsein der Bürger. Um es ihnen leichter zu machen, sich für den am wenigsten schädlichen Wagen zu entscheiden, sollten alle Neuwagen in Deutschland eine möglichst simple CO2-Kennzeichnung erhalten. Käufer sollten auf einen Blick erkennen können, wie viel CO2 ein Neuwagen ausstoße, um dies mit Autos der gleichen Klasse vergleichen zu können, sagte Tiefensee in einem Interview mit der "Bild am Sonntag".
Als Vorbild nannte Tiefensee die Kennzeichnung des Energieverbrauchs bei Haushaltsgeräten. "Was beim Kühlschrank und der Waschmaschine längst praktiziert wird, müssen die Hersteller nun schnellstens auf die Pkw übertragen", forderte der Minister. Man brauche ein leicht verständliches Buchstaben- oder Ampelsystem. "Zum Beispiel Grün für wenig CO2, rot für hohe CO2-Werte", sagte er.
Er selbst will mit seinem Ministerium mit gutem Beispiel vorangehen. Die Dienstwagenflotte werde schrittweise auf Erdgas-Autos umgestellt, kündigte Tiefensee an. "Bei Kurzfahrten in Berlin werde ich zukünftig meine Dienstlimousine stehen lassen und mit einem umweltfreundlichen Erdgas-Wagen fahren", sagte der Minister.
Gabriel will Ausgleichsabgabe zahlen
Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) geht mit seinem symbolischen Beitrag noch einen Schritt weiter. Sein Vorschlag - die Regierung solle künftig Ausgleichzahlungen für Kohlendioxid-Emissionen leisten, die durch Dienstreisen aller Mitarbeiter entstehen. "Am Ende wird man sagen können, die Regierung arbeitet klimaneutral", sagte Gabriel der "Bild am Sonntag".
Vorreiter soll das Umweltministerium sein. Dort werde "künftig errechnet, wie viel Kohlendioxid durch die Dienstreisen aller Mitarbeiter - ob mit Auto, Flugzeug oder Hubschrauber - entsteht", betonte Gabriel. Am Ende des Jahres werde dann ermittelt, "wie viel Geld in Entwicklungsländern zur Minderung von CO2-Emissionen investiert werden muss, um die durch mein Ministerium verursachte Klimabelastung auszugleichen".
Der Minister betonte, er werde vorschlagen, diese Regelung für die gesamte Bundesregierung zu übernehmen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) finde die Idee "sehr gut" und unterstütze sie. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) habe bereits zugesagt, die rechtlichen Grundlagen zu schaffen, damit Haushaltsmittel für diesen Zweck eingesetzt werden dürfen.
Zugleich forderte Gabriel die Bürger auf, ebenfalls eine Entschädigung für Klimasünden zu zahlen. Er sagte: "Wenn ich in diesem Sommer in den Urlaub fliegen sollte, werde ich mich vorher bei
www.atmosfair.de
anmelden und eine Ausgleichszahlung für meine Flugkilometer zahlen." Das könne jeder Bürger so machen. Die Flüge seien heute oft so billig, "dass die Ausgleichzahlung für das Klima zumutbar erscheint".
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Chrisse
Schau lieber zweimal hin..
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Manches löst sich von selbst...
Re: KLIMASTUDIE - EU warnt vor Dürren und Zehntausenden Toten
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Antwort #26 am:
12 Februar, 2007, 11:10 »
Ich empfehle folgenden Link:
http://de.wikipedia.org/wiki/Ablass
Ähnlichkeiten mit aktuellen Geschöhnissen wären raihn
zufällisch.....
(Wenn der Taler in der Kasse klingt die Seele in den Himmel springt...)
Es gibt 2 grundsätzliche Regeln für den ultimativen Erfolg im Leben:
1. Verrate nicht gleich alles was Du weisst.
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KLIMASCHUTZ - Atom- Manager rechnen falsch
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Antwort #27 am:
12 Februar, 2007, 12:19 »
Klimaschutz durch Kernkraftwerke? Weltweit ist die Atomlobby im Aufwind, Gegner wie die deutsche SPD scheinen in der Defensive. In einem Gastbeitrag auf SPIEGEL ONLINE erklärt Michael Müller, Staatssekretär im Umweltministerium, warum Atomstrom nicht die Antwort auf den Klimawandel ist.
Berlin - Die Atomdebatte, die in den achtziger Jahren unser Land in Bewegung brachte, hat wieder Konjunktur. Sie droht zum großen Streitpunkt der schwarz-roten Koalition zu werden. Um eine Klimakatastrophe abzuwenden und die hohe Energieabhängigkeit zu verringern, müsste das kleinere Übel "Atomkraft" in Kauf genommen werden, so das Credo von Wirtschaft, Union und FDP. Deshalb brauche unser Land den Ausstieg aus dem Atomausstieg.
Ausgerechnet die Ökologie soll der Rettungsanker für die angeschlagene Branche sein. Die Atomindustrie, die in den vergangenen Jahrzehnten die Umweltschützer stets als Hauptgegner ausgemacht hat, will die nicht mehr zu leugnenden Klimagefahren für einen Neuanfang nutzen. Sie verheißen Milliardengeschäfte, erst durch längere Laufzeiten abgeschriebener Atomkraftwerke und dann - so die Hoffnung - durch einen neuen Atomfrühling.
Die Argumentation erscheint auf den ersten Blick einleuchtend: Das Verbrennen von Gas, Kohle und Öl produziert massenhaft CO2. Das schließt die "Atmosphärenfenster" und heizt die Erde auf. Dagegen schütze Strom aus Uran das Klima, denn ein Atomkraftwerk emittiere kein Kohlendioxid. Zudem reduziere er die hohe Abhängigkeit von Energieimporten. Deshalb sei ein breiter Energiemix ein Gebot der Vernunft.
Doch so einfach ist es keineswegs. Tatsächlich geht es beim Klimaschutz nicht um den bloßen Austausch von Kohle durch Atom, sondern vielmehr um die Frage, ob das bisherige Energiesystem überhaupt in der Lage ist, die großen Herausforderungen wie Klimawandel und Ressourcenknappheit zu bewältigen? Oder ist dafür ein neues Denken notwendig, das nicht mehr den Energieeinsatz, sondern seine Vermeidung ins Zentrum stellt?
Die Atomindustrie nimmt die Schreckensszenarien über den drohenden Klimakollaps dankend auf und bietet sich in ganzseitigen Anzeigen ungeniert als Retter an: "Die Wahl ist also die Wahl zwischen dem Restrisiko einer nach menschlichem Ermessen beherrschbaren Kernenergie und dem Hundert-Prozent-Risiko einer nicht mehr beherrschbaren, da das globale Klima gefährdenden Energieversorgung durch fossile Brennstoffe", so der frühere Siemens-Chef Heinrich von Pierer. Den Spieß einfach umdrehen, das ist der durchsichtige Versuch, wieder in die Offensive zu kommen. Brillant scheint die Strategie zu sein, mit der Angst vor der Klimakatastrophe die Angst vor dem GAU beiseite zu drängen.
Dieser "Schwitzkasten" hat jedoch zwei gravierende Fehler: Erstens wurde der Wahrheitsgehalt der Behauptung mehrfach widerlegt. Und zweitens hat die Atomwirtschaft gar nicht die Macht, das Weltklima entscheidend zu beeinflussen. Sie setzt Energie mit Strom gleich, obwohl die Stromerzeugung insgesamt nur einen Anteil von circa 16 Prozent am globalen Energieverbrauch hat. Davon wiederum hat die Atomkraft nur knapp 17 Prozent, was bedeutet, dass die nukleare Stromerzeugung im Weltmaßstab gerade mal auf drei Prozent kommt. Von daher wäre ein gigantisches Ausbauprogramm notwendig - finanziell unvorstellbar, viel zu langsam, um das Klima zu schützen, und hoch riskant.
Atomenergie ist nicht sauber
Zudem gehört zu einer vergleichenden Bewertung, dass die Emissionen "von der Wiege bis zur Bahre" erfasst werden. Bei einer solchen Betrachtung, wie sie im kumulierten Energieaufwand berechnet wird, entpuppt sich die Behauptung von der sauberen Energie schnell als falsch. Bei der Atomkraft sind nämlich die Energieverbräuche bei den vor- und nachgeschalteten Prozessen erheblich, vor allem bei der Urananreicherung und den Abwärmeverlusten im Kraftwerk. Dagegen kann zum Beispiel ein Biogas-Blockheizkraftwerk hoch effizient zugleich Strom und Wärme produzieren. Dies kann ein Atomkraftwerk praktisch nicht. Bezieht die CO2-Bilanz diesen Zusammenhang mit ein, schneidet die Kraft-Wärme-Kopplung häufig ungleich besser ab.
Auch die Abhängigkeit von Importen senkt die nukleare Stromversorgung nicht, denn nach dem Red Book der OECD reichen die Uran-Reserven zwar noch für rund 150 Jahre. Was aber ist, wenn der Anteil der AKW mit einem Milliardenaufwand verfünffacht, verzehnfacht oder noch höher wird, damit er einen, wenn auch immer noch bescheidenen Beitrag zum Klimaschutz leistet? Die Uranreserven würden zusammenschmelzen wie der Schnee in der Sonne. Und dann? Ohne Schnelle Brüter, die zur Stromerzeugung alle bis auf einen in Russland eingestellt wurden, hat die Atomkraft keine Zukunft. Brutreaktoren produzieren jedoch Plutonium, das extrem giftig und besonders atomwaffengeeignet ist.
Dennoch haben sich die Befürworter des Ausstiegs bereits Anfang der neunziger Jahre auf die Frage eingelassen, ob die Atomenergie dem Klimaschutz hilft. So in der Enquete-Kommission "Schutz der Erdatmosphäre" des Bundestages, die zwischen 1987 und 1994 die Fragen des Klimawandels intensiv bearbeitet hat. Das Ergebnis war für die Atomfreunde ernüchternd. Auch nach der FUSER-Studie der Weltenergiekonferenz, die von einem Ausbau der rund 440 AKW auf über 5000 Atommeiler (!) bis Mitte unseres Jahrhunderts ausgeht, steigen die CO2-Emissionen von 21 Milliarden Jahrestonnen auf über 40 Milliarden an - eine Katastrophe für das Klima.
Atomstrom und Energiesparen schließen sich aus
Obwohl dem Sachverständigengremium, das für seine Arbeiten national und international hohe Anerkennung fand, ausgewiesene Kernkraftbefürworter angehörten, war die Bewertung einmütig: "Lösungswege versprechen keinen Erfolg, die nur auf die Verschiebung der Energieträger abzielen, statt einer weitgehenden Substitution von Energie durch Investitionen und technisches Wissen (Energiequelle Energieeinsparung) den Vorrang zu geben."
Mit anderen Worten: Das heutige Energiesystem kann das Klima nicht schützen. Eine erfolgreiche Gegenstrategie, so die Schlussfolgerung, muss die Einbindung erneuerbarer Energien auf kommunale und industrielle Kraft-Wärme-Kopplung und auf Effizienztechnologien setzen, um den Einsatz nicht notwendiger fossiler Brennstoffe zu vermeiden. Genau das aber widerspricht der inneren Logik eines großtechnischen (Atom-)Energiesystems mit seinen technischen, betriebswirtschaftlichen und organisatorischen Zwängen. Deren Philosophie liegt in der Ausnutzung großer Erzeugungskapazitäten, die weit weg sind vom Verbraucher. Atomkraftwerke sind Grundlastkraftwerke, die systembedingt für den Ausgleich der Angebotsschwankungen wenig geeignet sind. Sie sind keine flexible Energietechnik, die heute gebraucht wird. Die Barrieren sind so hoch, dass sich Atomkraft und Effizienzstrategien weitgehend ausschließen.
Der mächtige Mega-Watt-Clan will Strom wie im Supermarkt anbieten. Von daher lassen sie "Einsparkraftwerken" keinen Markt, weil sie am hohen Stromverbrauch kräftig verdienen. Deshalb zeigen nahezu alle Strategien, die an der bisherigen Verbrauchsstruktur festhalten, dass sie mit mehr Risiken, mehr Strom, mehr Gas, Öl und Kohle und mit mehr Emissionen verbunden sind.
Mutiger Beschluss von Helmut Kohl
Die Erzeugung in Kondensationskraftwerken, die von den großen Stromkonzerne EnBW, E.on, RWE und Vattenfall weit überwiegend betrieben wird, ist eine gigantische Verschwendung, typisch für das letzte Jahrhundert, aber nicht wegweisend für die Zukunft. Energie wird über Kühltürme sinnlos in die Luft geblasen oder in Flüsse geleitet, obwohl sie im Winter als Fernwärme und im Sommer zur Klimatisierung genutzt werden könnte, was Millionen von Tonnen CO2 vermeidet.
Der Haken ist nur: An der effizienten Energienutzung haben die großen Stromerzeuger wenig Interesse. Doch sie ist machbar. Deshalb empfahl die Kommission, dem Vertreter von Union, SPD, FDP und Grüne sowie elf renommierte Wissenschaftler angehörten, die nationalen Kohlendioxid-Emissionen um 30 Prozent bis zum Jahr 2005 gegenüber 1990 zu reduzieren. Die Bundesregierung unter Helmut Kohl machte daraus den mutigen Beschluss, die Emissionen um 25 Prozent abzusenken. Bis heute gilt er als beispielhaft.
Drei unterschiedliche Szenarien, die bei der Atomkraft entweder Ausstieg, Status quo oder Ausbau vorsahen, konkretisierten die CO2-Reduktion um bis zu einem Drittel bis zum Jahr 2005. Das technisch machbare Einsparpotenzial wurde sogar auf über 40 Prozent geschätzt, acht Prozent könnten durch bewusstes Sparen erreicht werden, ebenfalls um acht Prozent könnte der Anteil der Erneuerbaren Energien wachsen. Vor diesem Hintergrund unterstützte niemand den Ausbau-Pfad. Selbst für den Erhalt des Anteils an Atomstrom sprachen sich nur sieben der 22 Kommissionsmitglieder aus.
Im Ausbauprogramm wären übrigens über 40 neue Reaktorblöcke notwendig, um den Stromsektor "CO2-frei" zu machen. Selbst dann wären in Deutschland höchstens 30 Prozent der Energieversorgung klimaverträglich. Die Neuordnung der Energieversorgung mit Hilfe der Kraft-Wärme/Kälte-Kopplung (KWK) und der massiven Effizienzsteigerung bei Geräten, Häusern und Autos kann dagegen kostengünstig eine weit höhere Einsparung und damit CO2-Reduktion erzielen. Allein das wirtschaftlich sinnvolle - und preiswerte - Einsparpotenzial der KWK ist in Deutschland höher als der Anteil der Atomenergie. Und das sind Technologien, denen die Zukunft gehört, weil sie weltweit gebraucht werden. Die Nachfrage wird in den nächsten Jahren massiv steigen.
Als letztes Argument bleibt den Befürwortern die Behauptung, dass der Umbau mehr Zeit bräuchte. Tatsächlich haben wir schon viel Zeit verloren. Denn bis Mitte des nächsten Jahrhunderts kann bereits nicht mehr verhindert werden, dass die Wetterextreme weiter zunehmen. Damit der Eispanzer von Grönland nicht völlig schmilzt, der Golfstrom nicht zum Erliegen kommt, das Auftauen der sibirischen Permafrostböden nicht zum totalen Klimakiller wird, der El Nino nicht jedes Jahr auftritt und schwere Monsune über einer Milliarde Menschen die Ernährungsgrundlagen nehmen, muss schnell gehandelt werden, um endlich die umweltverträglichen Technologien zu nutzen.
Wann begreifen wir endlich, dass wir noch nie so wenig Zeit hatten, so viel zu tun? Tatsächlich verhindert die Atomenergie den Umstieg in die effiziente und solare Energieversorgung. Klimaschutz braucht den Atomausstieg.
Quelle :
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Bundesregierung soll aktivere Klimaschutzpolitik betreiben
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Antwort #28 am:
12 Februar, 2007, 13:21 »
Zehn Tage nach dem neuen IPCC-Teilbericht zum Klimawandel hat der Wissenschaftliche Beirat für Globale Umweltveränderungen (WBGU) heute in Berlin der Bundesregierung Empfehlungen für eine aktive Klimaschutzpolitik übergeben. In dem Politikpapier "Neue Impulse für die Klimapolitik: Chancen der deutschen Doppelpräsidentschaft nutzen" betont der WBGU, dass innerhalb der nächsten zehn Jahre eine Trendumkehr und bis 2050 eine Halbierung der globalen Treibhausgasemissionen gegenüber 1990 erreicht werden müsse, um einen gefährlichen Klimawandel noch zu verhindern.
Der WBGU hat vier "Kernbotschaften" für die Bundesregierung. Investitionen in den Klimaschutz seien volkswirtschaftlich rentabel, da ein Nicht-Handeln langfristig höhere Kosten verursache. Die UN-Klimarahmenkonvention von 1992 solle dahingehend weiterentwickelt werden, dass eine "globale Temperaturleitplanke" von 2 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau festgeschrieben werde. Dies entspricht einer Stabilisierung der CO2-Konzentration in der Atmosphäre von 450 ppm (Teilchen pro Million Luftmolekülen). Zudem solle Klimaschutz auf die Agenda des kommenden G8-Gipfels von Heiligendamm gesetzt werden, um die schleppenden internationalen Verhandlungen auf eine wirkungsvollere diplomatische Ebene zu heben. Als vierten Punkt mahnt der Beirat, die EU solle ihre "internationale Vorreiterrolle im Klimaschutz ausbauen".
Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, sagte bei der Übergabe des WBGU-Papiers: "Wir sollten uns immer vor Augen halten, dass sich mit der Entwicklung klimafreundlicher Technologien auch große Chancen für den Wirtschaftsstandort Deutschland verbinden. Hier setzt die Hightech-Strategie der Bundesregierung an. Der WBGU bestätigt uns, dass wir damit auch für den Klimaschutz den richtigen Weg eingeschlagen haben."
Der IPCC hatte in seinem jüngsten Teilbericht neue Zahlen für den Klimawandel sowie für mögliche Entwicklungen des Klimas bis 2100 vorgelegt. Die beteiligten Wissenschaftler waren nach Auswertung neuer Klimamodellrechnungen zu der Einschätzung gekommen, der gegenwärtige Klimawandel sei "sehr wahrscheinlich" vom Menschen angestoßen. Der Bericht hatte außerdem vor überzogenen Hoffnungen in einen aktiven Klimaschutz gewarnt: "Selbst wenn die Konzentrationen aller Treibhausgase und Aeresole auf dem Wert des Jahres 2000 geblieben wären, müsste man noch mit einem Anstieg von ungefähr 0,1 Grad pro Jahrzehnt rechnen."
Quelle :
www.heise.de
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KLIMASCHUTZ - Tiefensee plant Radikalreform der Kfz- Steuer
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Antwort #29 am:
17 Februar, 2007, 09:39 »
Verkehrsminister Tiefensee will die Kfz-Steuer radikal umgestalten - und dabei weiter gehen als bisher geplant: Die Abgabenlast soll sich nach dem gesamten Schadstoffausstoß eines Autos richten. Motto: Wer die Umwelt schont, spart.
Berlin - "Je umweltfreundlicher ein Auto in der Gesamtbetrachtung, desto geringer sollte die Steuerlast sein", verlangt der SPD-Politiker. Künftig solle die Kfz-Steuer nicht mehr wie bisher nach Hubraum, sondern nach dem gesamten Schadstoff-Ausstoß bemessen werden, schreibt er in einem Gastbeitrag für die "Süddeutsche Zeitung".
Damit geht er über bisherige Vorschläge aus der Regierung hinaus, die Steuer zu einer reinen Kohlendioxid-Steuer umzubauen. Tiefensee ist als Verkehrsminister eigentlich nicht für die Umstellung zuständig - sie fällt in die Ressortverantwortung des Finanzministeriums.
"Eine isolierte Betrachtung des CO2-Wertes wäre eindimensional", schreibt Tiefensee. Der CO2-Ausstoß solle zwar wesentliche Komponente der Steuer werden. Darüber hinaus sollten Fahrzeuge aber in Emissionsklassen eingeordnet werden, je nach sonstigem Schadstoffausstoß. Für besonders saubere Autos könnte es Freibeträge, für ältere Fahrzeuge höhere Sätze geben. Denkbar wäre ein pauschaler Zuschlag für ältere Fahrzeuge je nach Schadstoffklasse, beispielsweise 20 Prozent mehr für Euro-1-Fahrzeuge und 15 Prozent für Euro-2-Wagen. Tiefensee fordert des weiteren, beim Ausstoß von Kohlendioxid nicht zwischen Otto- und Dieselmotoren zu unterscheiden.
Die Umstellung der Kfz-Steuer soll noch dieses Jahr erfolgen. Bis dahin solle das Gesetzgebungsvorhaben abgeschlossen werden, heißt es nach SPIEGEL-Informationen in einem Arbeitspapier des Bundesfinanzministeriums. Die neue Steuer werde "über einen Zeitraum von sechs Jahren aufkommensneutral kalkuliert". An Mehreinnahmen für die Staatskasse sei vorerst nicht gedacht. Die von Tiefensee kritisierte Besteuerung nach CO2-Ausstoß ist Teil der schwarz-roten Koalitionsvereinbarung.
Er könne sich vorstellen, dass die zusätzlichen Einnahmen aus den Zuschlägen verwandt werden, um umweltfreundliche Fahrzeuge zu begünstigen, schreibt der Verkehrsminister. "Wie das genau aussehen könnte, sollten wir besprechen."
Der Minister übte zugleich Kritik an den Pkw-Herstellern: "Die Autoindustrie muss noch mehr tun für den Umweltschutz", schreibt er und nennt als Forderungen weniger Kohlendioxid, weniger Schadstoffe sowie sparsamere Motoren mit geringerem Spritverbrauch. Die aktuelle Debatte zeige: Die Bürger wollten umweltfreundliche Autos. Die Autoindustrie habe diese Entwicklung unterschätzt.
Quelle :
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