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Carrier IQ: Der Spion, der mit dem Smartphone kam?
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Thema: Carrier IQ: Der Spion, der mit dem Smartphone kam? (Gelesen 1030 mal)
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SiLæncer
Cheff-Cubie
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Carrier IQ: Der Spion, der mit dem Smartphone kam?
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am:
01 Dezember, 2011, 16:27 »
Eine auf Millionen Smartphones verschiedener Hersteller installierte Software hat offenbar weitreichenden Zugriff auf Nutzungsdaten der Geräte samt persönlicher Daten wie etwa SMS-Texte oder Google-Suchen. Die vom US-Unternehmen Carrier IQ entwickelte Software soll der Qualitätssicherung von Herstellern und Netzbetreibern dienen. Eigenen Angaben zufolge hat Carrier IQ die Software für über 140 Millionen Handys ausgeliefert. Unklar ist bisher, ob und in welchem Umfang die erfassten Daten an Dritte übermittelt werden.
Entdeckt hatte die im Hintergrund aktive Anwendung der 25-jährige System-Administrator Trevor Eckhart auf seinem Android-Smartphone von HTC. Seinen Erkenntnissen zufolge, die er Mitte November auf seinem Blog veröffentlicht hat, kann die Software bei definierten Ereignissen verschiedene Gerätedaten protokollieren. Damit lässt sich die Anwendung offenbar auf die Bedürfnisse von verschiedenen Herstellern und Netzbetreibern anpassen. Zudem versucht sich die Anwendung zu tarnen und lässt sich nicht vom Besitzer des Smartphones deaktivieren. Eckhart klassifiziert die App als "Rootkit".
Carrier IQ hatte auf die Veröffentlichung Eckharts mit einer weitreichenden Abmahnung und Unterlassungsforderung (PDF-Datei) reagiert, diese aber später mit einer Entschuldigung zurückgezogen. Die US-Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation war dem 25-Jährigen zur Seite gesprungen und hatte die Forderungen des Unternehmens als vollkommen grundlos zurückgewiesen.
Zusammen mit der Entschuldigung für die "fehlgeleitete" Anwalt-Attacke bemüht sich das Unternehmen um Schadensbegrenzung. "Die Carrier-IQ-Software zeichnet Ihre Tasteneingaben nicht auf", betont der Hersteller in einer Mitteilung. Die Software erfasse und übermittle nicht die Inhalte von Kommunikationsvorgängen. Carrier IQ übermittle darüber hinaus an keinen Kunden Daten in Echtzeit, heißt es von der Firma weiter. Aus dieser Formulierung lässt sich schließen, dass Daten in irgendeiner Form an Carrier IQ übermittelt und dort für die Kunden ausgewertet werden.
Unklar ist auch noch, auf welchen Geräten die Carrier-IQ-App installiert ist. Nachgewiesen wurde die Software bisher offenbar nur auf Android-Geräten von HTC in den USA. heise online konnte die Software auf keinem der in der Redaktion überprüften Testgeräte verschiedener Hersteller nachweisen. In Apples iOS wurden Spuren der Software gefunden. Allerdings sollen Daten nur in eingeschränktem Umfang erfasst werden, wenn das Gerät im Diagnosemodus ist.
[Update:
Ein Sprecher von Apple Deutschland will das auf Anfrage nicht kommentieren.
]
Auch Blackberrys sollen betroffen sein, doch Hersteller RIM weist jede Verbindung zu Carrier IQ zurück: "Weder installiert RIM die Carrier-IQ-App auf Blackberry Smartphones, noch erlaubten wir unseren Netzbetreiber-Partnern, die Anwendung vor Verkauf oder Vertrieb zu installieren." Auch Sony Ericsson setze Carrier IQ in Europa nicht ein, erklärte ein Sprecher gegenüber heise online.
Unbestätigten US-Berichten zufolge sollen auch Geräte von Nokia betroffen sein. Ein Nokia-Sprecher betont dagegen, dass Carrier IQ keine Anwendungen für Nokia-Geräte liefert. Auch HTC besteht in einer Stellungnahme auf der Feststellung, dass der Hersteller keine direkte Geschäftsbeziehung zu Carrier IQ pflege. "Carrier IQ wird für die Geräte einiger US-Netzbetreiber verlangt", erklärt HTC und verweist auf die Netzbetreiber. Unterdessen will der Hersteller die Möglichkeit prüfen, ob Smartphone-Besitzer der Datensammelei nicht widersprechen können sollen. Andere Hersteller haben kurzfristig noch keine Stellungnahme abgegeben.
Es sieht also ganz danach aus, dass die US-Netzbetreiber auf den Einsatz der Schnüffelsoftware bestehen. Allerdings steht mit Huawei auch ein weltweit aktiver Gerätehersteller auf der Kundenliste von Carrier IQ; zudem unterhält Vodafone Portugal Geschäftsbeziehungen zu dem US-Anbieter. Ein Sprecher von Vodafone-Deutschland betont jedoch gegenüber heise online, dass die Software hierzulande bei Vodafone nicht eingesetzt werde.
[Update:
Die Telekom nutzt die Software nach Angaben eines Sprechers nicht und erhält auch keine Daten. Der deutsche Netzbetreiber könne aber nicht abschließend sagen, ob und in welcher Firmware die Software eventuell in den Geräten der Hersteller zum Einsatz kommt. "Wir werden unsere Geschäftspartner bitten, umfänglich über implementierte Anwendungen zu informieren", erklärte das Unternehmen gegenüber heise online. Auch der Netzbetreiber O2 steht im Austausch mit den Herstellern. "Nach unserem jetzigen Kenntnisstand wurden keinerlei Kundendaten an uns übermittelt", sagte eine Sprecherin. E-Plus setzt die Software nach Angaben eines Sprechers ebenfalls nicht ein.
]
Ein Sprecher des US-Netzbetreibers Sprint betonte laut US-Medien, das Unternehmen habe mit den von Carrier IQ gestellten Werkzeugen keinen direkten Zugriff auf Nachrichten, Bilder oder andere Inhalte. Außer Sprint habe kein Dritter Zugang zu den übermittelten Daten.
Quelle :
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Micke
Ein Pessimist ist ein erfahrener Optimist
Mega-Cubie
Beiträge: 196
NIVA...die russische Antwort auf Range Rover
Re: Carrier IQ: Der Spion, der mit dem Smartphone kam?
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Antwort #1 am:
01 Dezember, 2011, 17:30 »
Fortsetzung von "Busted" (
http://www.dvbcube.org/index.php?topic=30277.msg165233#msg165233
)
BUSTED TWO: Carrier IQ monitor-ware on iPhones too?
Posted, 1st December 2011
--->
http://www.theregister.co.uk/2011/12/01/ios_has_carrier_iq_client/
«
Letzte Änderung: 01 Dezember, 2011, 17:40 von Micke
»
Im Netz mit:
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ritschibie
Aufpass-Cubie
Beiträge: 10884
Ich liebe dieses Forum!
Apple will Carrier-IQ-Software komplett entfernen
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Antwort #2 am:
02 Dezember, 2011, 12:05 »
Apple hat inzwischen zum Einsatz der umstrittenen Mobilfunk-Analysesoftware Carrier IQ Stellung genommen: Eine US-Unternehmenssprecherin betonte, die "meisten eigenen Produkte" unterstützen die Software seit iOS 5 nicht mehr – ein kommendes Update werde Carrier IQ "komplett entfernen". Apple habe niemals Tasteneingaben, Nachrichten oder andere persönliche Informationen aufgezeichnet. Nutzer müssen der Übermittlung von Diagnosedaten erst zustimmen – iOS versende diese anschließend anonymisiert, ohne persönliche Informationen sowie verschlüsselt, erklärte der iPhone-Hersteller.
Das iPhone 4 sei das letzte iOS-Gerät, das derzeit noch unter iOS 5 Carrier-IQ-Software verwende, gab Apple gegenüber Ars Technica bekannt. Ob das Unternehmen die Analysesoftware auch aus älteren iOS-Versionen mit einem Update entfernen will, bleibt vorerst unklar.
Diagnosedaten in den iOS-Einstellungen Vergrößern
iOS-Geräte sammeln Diagnose- und Nutzungsdaten, die unter anderem Informationen zu abbrechenden Mobilfunkverbindungen, Angaben zum Mobilfunksignal an spezifischen Orten sowie App- und Systemabstürzen beinhalten. Bis iOS 4 übernahm iTunes auf einem Mac oder Windows-Rechner das Übertragen dieser Fehlerberichte nach einmaliger Zustimmung des Nutzers. Seit iOS 5 muss der Übermittlung dieser Daten einmalig bei der Ersteinrichtung eines iPhone, iPad oder iPod touch zugestimmt werden, anschließend lässt sich die gewählte Option jederzeit in den iOS-Einstellungen unter "Allgemein, Info, Diagnose & Nutzung" einsehen sowie ändern. Dort ist auch der Einblick in die bereits auf dem Gerät vorliegenden Diagnoseinformationen möglich.
Quelle:
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SiLæncer
Cheff-Cubie
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Carrier IQ: US-Senator fordert Aufklärung über Spionage-Software auf Smartphones
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Antwort #3 am:
02 Dezember, 2011, 13:16 »
Der Verdacht, dass auf Millionen Handys vor allem in den USA persönliche Nutzerdaten aufgezeichnet und ausgewertet werden, ruft jetzt auch die Politik auf den Plan. US-Senator Al Franken forderte den Telekom-Dienstleister Carrier IQ sowie Netzbetreiber und Handy-Hersteller auf, bis Mitte Dezember ausführliche Informationen vorzulegen. Unter anderem will der Vorsitzende des Unterausschusses für Datenschutz und Technologie wissen, ob gewählte Telefonnummern und SMS-Inhalte aufgezeichnet werden.
Die Aufregung hatte der Software-Spezialist Trevor Eckhart mit seiner Analyse eines HTC-Smartphones mit dem Google-Betriebssystem Android ausgelöst. Er veröffentlichte ein Video, in dem zu sehen ist, wie die Software von Carrier IQ auf dem Handy Suchanfragen und gewählte Telefonnummern schon beim Eintippen aufzeichnet.
Carrier IQ wies den Schnüffel-Vorwurf erneut zurück. Der Dienstleister agiere ausschließlich im Auftrag der Netzbetreiber. Private Informationen würden nicht aufgezeichnet oder weitergeleitet, sagte Marketing-Chef Andrew Coward dem US-Blog All Things D. Die Software verfolge zwar tatsächlich Tastatur-Eingaben mit – aber lediglich um in bestimmten von den Netzbetreibern vorgegebenen Fällen einzugreifen. Es gehe um Informationen zum Netzbetrieb, etwa wann und wo ein Anruf abbricht. "Wir lesen keine SMS", betonte Coward. Carrier IQ sehe allerdings den Eingang von Kurznachrichten und die dazugehörenden Telefonnummern.
In den USA wurde inzwischen klarer, bei wem die Software zum Einsatz kommt. So räumten die Netzbetreiber AT&T und Sprint ein, dass sie auf Dienste von Carrier IQ zurückgreifen. Der größte amerikanischen Mobilfunk-Betreiber Verizon Wireless hingegen ist keine Kunde. Auf dem iPhone seien nur sehr eingeschränkt Daten in einem Diagnosemodus erhoben worden. Diese Funktion sei vom Kunden abschaltbar gewesen; ab dem neuen Betriebssystem iOS 5 werde der Dienst von Carrier IQ komplett nicht mehr unterstützt.
Quelle :
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SiLæncer
Cheff-Cubie
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Carrier IQ: Ein Detector, weitere Dementis und erste Klagen
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Antwort #4 am:
02 Dezember, 2011, 19:00 »
Im Fall der umstrittenen Datenanalyse-Software des US-Herstellers Carrier IQ können Besitzer eines Android-Smartphones nun selbst überprüfen, ob der Datenlogger auf ihrem Gerät installiert ist. Der Carrier IQ Detector ist im Android Market erhältlich un die auf XDA Developers veröffentlichte Testanwendung weist neben Carrier-IQ noch andere Apps nach, die Daten mitschneiden. Erkennungs-Tools für andere Smartphone-Betriebssysteme sind uns nicht bekannt. Carrier IQ und die Gerätehersteller bemühen sich unterdessen weiter um Schadensbegrenzung, sehen sich in den USA aber mit einer ersten Klage konfrontiert.
Logging Checker auf
dem Galaxy Tab: Die "CIQ
Checks" zeigen, dass
zwar einige Dateien vorhanden sind, dass
aber keine
Datenaufzeichnung stattfindet.
Mithilfe der veröffentlichten Tools wurde heise mobil nur auf zwei der bisher in der Redaktion untersuchten Geräten fündig: einem Huawei-Smartphone Ideos X3 und einem im deutschen Handel gekauften Samsung Galaxy Tab (Android 2.2). Das Tool fand jeweils einige Dateien. Nach einem Update des Galaxy Tab auf Android 2.3 waren die zunächst gefundenen Dateien verschwunden. Darüber hinaus konnte die Redaktion die umstrittene Anwendung auf einem US-Smartphone des Netzbetreibers Sprint nachweisen.
Ob sich eine voll funktionsfähige Version der Software von Carrier IQ auf den zwei deutschen Geräten befindet, lässt sich mit diesen Tools nicht mit Sicherheit feststellen. Eine Möglichkeit, den Logvorgang zu starten oder an mitgeschriebene Daten zu kommen, bestand jedenfalls nicht. Das kann einerseits bedeuten, dass nur funktionslose Reste oder zufällig gleich benannte Libraries gefunden wurden. Es könnte aber auch sein, dass eine Variante der Carrier-IQ-Software installiert ist, deren Komponenten das Tool noch nicht vollständig erkennt.
Huawei erklärte dazu gegenüber heise mobil, die fragliche Software in Deutschland nicht auf den Geräten zu installieren. Wie die Dateien auf die Geräte gekommen seien, könne man sich noch nicht erklären, man habe Drittanbieter im Verdacht. Samsung untersucht den Fall nach eigenen Angaben noch.
Die vermeintliche Spionagesoftware von Carrier IQ war von einem Entwickler entdeckt und bekannt gemacht geworden. Die Software, die laut Firmenangaben auf über 140 Millionen Handys verschiedener Betriebssysteme installiert ist, sammelt Informationen, die in erster Linie Mobilfunkprovidern dazu dienen soll, die Netzqualität zu verbessern. Sie soll aber auch kritische Informationen wie Tasteneingaben erfassen. Bisher gibt es keine Anzeichen, dass die Telefone diese Daten versenden.
Simple CarrierIQ
Detector auf dem Galaxy
Tab: Daemons gefunden,
aber keine weiteren
Hinweise auf das
fragliche Tool.
Viele Gerätehersteller haben bereits erklärt, die Software nicht einzusetzen oder nur auf Wunsch einzelner Mobilfunkprovider zu installieren, genannt wurden dabei die US-Provider Sprint und AT&T. Die deutschen Provider Telekom, E-Plus und Vodafone nutzen die Software laut eigenem Bekunden nicht. O2 hat nach eigenen Angaben keine Kundendaten übermittelt bekommen. Auf einem bei O2 Frankreich gekauften Gerät konnten wir keinen Hinweis auf die Carrier-IQ-Software finden. Die britischen Vodafone- und O2-Niederlassungen hingegen setzen die Software einem bericht von Androidcommunity zufolge ein.
Am Freitag sahen sich weitere Hersteller zu einer Stellungnahme genötigt. Motorola installiere die Diagnosesoftware nur auf Anfrage der Provider, sagte eine Sprecherin gegenüber heise mobil. HTC ergänzte seine Aussagen der vorigen Tage um den expliziten Hinweis, dass kein in Europa ausgeliefertes Gerät Carrier-IQ-Software enthalte. Google sagte Androidcommunity, dass die Software auf den Nexus-Geräten (One, S, S 4G und Galaxy) nicht zum Einsatz käme.
Carrier IQ selbst meldete sich ebenfalls zu Wort und bekräftigte, keine Tasteneingaben oder Ortungsinformationen zu sammeln. Weder seien ihre Tools und Messungen dazu entworfen worden, noch wolle man das zukünftig tun. Die Informationen ständen nur den Auftraggebern (Herstellern oder Providern) zur Verfügung.
Nachdem ein US-Senator eine Aufklärung über die vermeintliche Spionagesoftware bei Carrier IQ angefordert hat, hat nun auch das bayerische Landesamt für Datenschutzaufsicht eine Anfrage gestellt, und zwar bei Apple, berichtet Bloomberg. Apple gehört zu den wenigen Herstellern, die zugegeben haben, die fragliche Software zu nutzen.
Tatsächlich konnte heise security einige von einem iPhone 4 abgesendete Diagnosepakete analysieren: Sie enthielten keine kritischen Information (und weit weniger als im ursprünglichen Video gezeigt), gingen allerdings nicht an einen Mobilfunkprovider, sondern an Apple selbst. Die von einem iPhone 4S erzeugten Diagnosepakete, die laut Apple ohne Carrier-IQ-Software ermittelt wurden, enthielten die gleichen Informationen. Das Senden der Diagnoseinformationen an Apple lässt sich im iPhone abschalten.
Die Erklärungen und Untersuchungen reichten jedoch der US-Bürgerin Erin Janek nicht aus: Sie hat in Chicago und St. Louis Klagen gegen Samsung, HTC und Carrier IQ eingereicht, wie Paidcontent berichtet. Die Klage wirft den Firmen eine Verletzung des Abhörverbots privater Kommunikation vor.
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Carrier IQ schiebt HTC die Verantwortung für Datenleck zu
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Antwort #5 am:
05 Dezember, 2011, 16:28 »
Der Datenanalyse-Spezialist Carrier IQ (CIQ) weist die Verantwortung dafür zurück, dass sensitive Aufzeichnungen über Nutzer-Aktionen auf einem Smartphone des Herstellers HTC einfach zugänglich und im Klartext abgespeichert wurden. Offenbar hat HTC einen Weg für die Implementierung der CIQ-Anwendung beschritten, durch den einfach auf die Log-Files zugegriffen werden konnte, geht aus einem Bericht des US-Magazins The Verge hervor. Der 25-jährige System-Administrator Trevor Eckhart hatte die im Hintergrund aktive Anwendung auf einem Android-Smartphone von HTC entdeckt.
Die CIQ-Software wird entweder direkt in das Betriebssystem des Smartphones integriert oder später beispielsweise von den Mobilfunkbetreibern, die das Gerät verkaufen, als eine "third party application" installiert. Im zweiten Fall hat die CIQ-Software keinen direkten Zugriff auf die für die Netzbetreiber interessanten Daten, sondern nutzt eine spezielle API. Der Hersteller ist dann dafür verantwortlich, das Betriebssystem so zu modifizieren, dass es die zu loggenden Daten der CIQ-Software über diese API übergibt – also in diesem Fall HTC.
CIQ halte in einem bestimmten Bereich des Smartphones ein Logfile vor – und zwar nicht im Klartext und nur mit Hilfe von CIQ-Tools verwertbar, heißt es weiter in dem Bericht. Das Logfile werde ständig mit neuen Daten überschrieben, wobei keine Daten älter als sieben Tage alt sind. CIQ-Marketingmanager Andrew Coward erläuterte in einem Interview mit dem Register, die Daten seien für Carrier nur relevant, wenn ein Smartphone abstürzt oder ein Gespräch unerwartet unterbrochen werde. Die dann an die Mobilfunkbetreiber übermittelten Daten könnten dann helfen, mögliche Netzwerkprobleme aufzuspüren.
SMS und bestimmte Tastenfolgen können dazu benutzt werden, bestimmte CIQ-API zu aktivieren und Diagnose-Daten zu übermitteln, erläuterte Coward. Das sei der Grund, warum beispielsweise SMS von der CIQ-Anwendung beobachtet werden. Die Inhalte der Kurzmitteilungen würden aber niemals gespeichert oder übermittelt.
Der Android-Sicherheitsexperte Dan Rosenberg bestätigte nach einer Analyse diese Darstellung. Auch wenn auf den ersten Blick im Zusammenhang mit der CIQ-Software keine bösen Absichten erkennbar seien, stellte Rosenberg aber auch einige Forderungen auf. So sollten die Verbraucher die Möglichkeit haben, derartige Datensammelei abzulehnen. Es müsse transparent werden, welche Daten festgehalten werden, um Missbrauch – auch durch Dritte – vorzubeugen.
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Huawei äußert sich zu Carrier-IQ-Software
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Antwort #6 am:
08 Dezember, 2011, 13:00 »
Die Spionage-Software Carrier IQ ist in Deutschland auf mindestens zwei Geräten installiert: Auf dem Samsung Galaxy Tab mit Android 2.2 und dem Huawei-Smartphone Ideos X3. Der chinesische Hersteller Huawei hat sich nun auf Anfrage von heise mobil zu den auf dem Smartphone gefundenen Dateien geäußert.
Laut Huawei kann es passieren, dass Nutzer einige Dateien einer Carrier-IQ-Installation auf ihren Smartphones finden. Diese seien jedoch alle unwirksam, könnten nicht aktiviert werden und seien demnach als Junk-Files anzusehen. Die Existenz dieser Dateien habe keinerlei Auswirkungen auf die Sicherheit und die Privatsphäre der Nutzer. Huawei werde diese Dateien in späteren Updates entfernen.
Die Mehrheit der Huawei-Smartphones enthalte keine Reste einer Carrier-IQ-Installation. Allerdings würden einige Netzbetreiber in den USA die Installation dieser Software fordern. Huawei selbst habe niemals Nutzerdaten über diese Software erhalten oder gesammelt. In allen anderen Ländern habe das Unternehmen die Software von den Geräten entfernt.
uawei empfiehlt die im Android-Market verfügbare App "Voodoo Carrier iq detector" für die Überprüfung des eigenen Smartphones auf die Reste einer eventuellen Installation. Sofern eine Carrier-IQ-Installation auf dem Smartphone aktiv sei, zeige diese Software dies zuverlässig an. Die Ausgabe “Carrier IQ elements found – however it seems inactive” bedeute zwar das Vorhandensein einiger Dateien, die Software selbst sei jedoch nicht aktiv.
Samsung hat bislang nur eine Prüfung des Sachverhalts bestätigt. Das Unternehmen bittet um "Verständnis und ein wenig Geduld", nach erfolgter Prüfung werde man die Kunden umgehend informieren.
Auf dem HTC-Smartphone unseres US-Korrespondenten wurde die Testsoftware fündig. Nach seinen Angaben hat HTC jedoch bereits am vergangenen Wochenende ein Update zur Verfügung gestellt, dass die Spionagesoftware entfernt hat.
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Carrier IQ: Doch ein Fehler in der Smartphone-Diagnosesoftware
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Antwort #7 am:
14 Dezember, 2011, 19:30 »
Das US-Unternehmen Carrier IQ, Hersteller einer umstrittenen vermeintlichen Spionagesoftware, hat in einem umfangreichen Dokument (
PDF-Datei
) mit Informationen zur Funktionsweise der Diagnosesoftware auch einen eigenen Fehler eingeräumt: Die Software speichert demnach gelegentlich SMS-Nachrichten und schicke diese an den Netzbetreiber weiter – allerdings in einem vom Provider nicht lesbaren Format.
Das passiere allerdings nur, wenn während eines Anrufs oder einer aktiven Datenverbindung eine SMS eintreffe. Unkritisch ist das Verhalten insofern, dass die SMS ja sowieso auf dem Handy gespeichert wird und auch dem Provider bekannt ist. Zur Funktionsweise der Diagnosesoftware gehört, alle SMS und Tasteneingaben mitzulesen, damit sie auf spezielle Aktivierungskommandos reagieren kann. Abgesehen von diesem Fehler würden SMS und Eingaben allerdings nicht gespeichert.
In dem Dokument geht Carrier IQ weiter auf die Details der Software ein: Sie sammelt in der Embedded-Version (das ist die am meisten eingesetzte Variante) verschiedene Parameter der Mobilfunkverbindung und die Nummern ein- und ausgehender Anrufe, aber auch Daten wie die GPS-Position und die aufgerufenen Webadressen. Diese Daten landen in einer verschlüsselten Logdatei auf dem Smartphone. Sie umfasst üblicherweise etwa den Zeitraum eines Tages, kein Eintrag soll älter als eine Woche ein.
Regelmäßig schickt das Telefon einen Auszug der Daten an den Provider (oder zu speziell von Carrier IQ als Dienstleistung betriebenen Servern), im Normalfall einmal täglich etwa 200 KByte. Diesen Transfer würden die Provider nicht auf das Volumen des Mobilfunkvertrags anrechnen. Periode und Umfang der gesendeten Daten kann der Provider steuern. Berichte über Datenmissbrauch durch die Provider oder Carrier IQ liegen nicht vor. Weiterhin ist keine Möglichkeit bekannt, wie Dritte an die von der Software angelegte Logdatei kommen sollten
Carrier IQ ist allerdings im Oktober eine Kooperation mit dem Marktforscher Nielsen eingegangen, in der es um Mobilfunk-Statistiken geht. Unklar ist, ob Nielsen spezielle Software an seine Umfrageteilnehmer verteilt (die Carrier-IQ-Software gibt es auch in einer nachträglich installierbaren Version, die dann nur an weniger Daten herankommt) oder ob Carrier IQ doch gesammelte Daten in einer Form verkauft – in Übereinkunft mit den Providern.
Auf in Deutschland vertriebenen Smartphones wurde noch keine funktionsfähige Carrier-IQ-Software gefunden. So beruhigend das für die deutschen Smartphone-Nutzer sein mag, so sehr lässt die Transparenz der Hersteller zu wünschen übrig: Carrier IQ versuchte zunächst, dem Hersteller HTC den Schwarzen Peter zuzuschieben, und meldet sich erst nach zwei Wochen in der nötigen Detailtiefe. HTC hat auf die Vorwürfe von Carrier IQ noch gar nicht reagiert und einige Gerätehersteller – darunter mit Samsung einer der weltgrößten – sahen sich noch gar nicht zu einer gehaltvollen Stellungnahme befähigt. Kein Wunder, dass die ersten Klagen anstehen und dass Forderungen nach mehr Kontrolle für Smartphone-Nutzer aufkommen.
Google-Chef Eric Schmidt wiederum sagte laut der britischen Tageszeitung The Telegraph, dass es aufgrund der offenen Architektur von Android keine Möglichkeit gäbe, ein Tool wie Carrier IQ – das er Keylogger nannte – zu verhindern. Aber auch die geschlossenen Systeme von Apple oder Microsoft bieten keine Lösung, räumen sie sich doch in den Nutzungsbedingungen das Recht ein, gewisse Diagnosedaten zu sammeln, worunter die von Carrier IQ fallen.
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