Dass es so kommen musste war klar. Dass es so schnell ging überrascht dennoch: F-Secure hat die erste Spyware für Symbian-basierte Smartphones ausgemacht. Laut F-Secure sammelt der Flexispy.A genannte Schädling auf dem Handy Daten über Anrufe, SMS-Nachrichten und Internetaktivitäten und schickt sie an einen Internetserver. Dabei versteckt er sich vor den Augen des Anwenders. Bemerkenswert daran ist, dass Flexispy.A ein kommerzielles Produkt des thailändischen Herstellers Vervata ist, der das Programm unter anderem als Überwachungstool für den Ehegatten anbietet, um Argumente für die Scheidung zu sammeln ("Thanks FlexiSPY!! I'm free again").
Vervata betreibt auch den Server, der die Daten sammelt und auf der sich per Web die Handy-Aktivitäten des Opfers überwachen lassen. Vervata bietet sogar eine Pro-Version von Flexispy an, die zuätzlich E-Mail- und MMS-Nachrichten protokolliert und ein Handy heimlich in den Monitormode schalten kann, ähnlich eines Babyphones. Eine Version für Blackberry und Windows-Mobile ist ebenfalls in Planung.
Nach Einschätzung von F-Secure lassen sich aber nicht nur die Telefone und Geräte der nahen Verwandschaft manipulieren. Die Gefahr ist groß, dass Angreifer Flexispy unter falscher Flagge per Bluetooth an ahnungslose Nutzer verschicken, die sich das Programm installieren. Dass es solche Nutzer gibt, beweist die mittlerweile nicht unerhebliche Aktivität des Handy-Wurms Commwarrior. Da nutzt auch der Einwand von Vervata nichts, dass Flexispy kein Trojaner oder Spyware sei, da sich das Programm nicht selbst verbreite und von Hand installiert werden müsse.
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