Autor Thema: PROSIEBENSAT.1- ÜBERNAHME : Kartellamt hat Bedenken gegen Springers TV-Pläne  (Gelesen 1752 mal)

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Springer und die Folgen: Experten sehen Medienvielfalt in Gefahr
« Antwort #15 am: 20 Februar, 2006, 18:18 »
"Was würde passieren, wenn Gasprom bei deutschen Medien einsteigt?" Die Grünen-Abgeordneten Matthias Berninger und Grietje Bettin wollten am heutigen Montag im Bundestag kein Gespenst an die Wand malen, stellten die Frage in die Expertenrunde dennoch. Das Planspiel, der russische Energiekonzern – weltgrößter Erdgasförderer, größtes Unternehmen Russlands und zuletzt bei der Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine um die Erdgaslieferungen in die Schlagzeilen geraten – könne einen Zeitungsverlag oder eine Sendergruppe kaufen, löste bei den Experten kaum mehr als Achselzucken aus. Denn das Fazit war einhellig: Nichts würde passieren – der Erdgaskonzern, dem in Russland ein regierungstreuer TV-Sender gehört, könnte sich in Deutschland ungehindert ausbreiten.

Knapp drei Wochen nachdem die Axel Springer AG ihren Verzicht auf den Kauf von ProSiebenSat.1 erklärte, zogen am Montag Medienexperten Bilanz des gescheiterten Übernahmekampfes. Mit seiner provokanten Frage wollten die Grünen-Politiker die Herausforderungen der Medienpolitik auf den Punkt bringen. Das Gasprom-Szenario ist für den Präsidenten der Bayerischen Landeszentrale für Neue Medien, Wolf-Dieter Ring, ein klarer Fall von "Inländer-Diskriminierung". Während Springer der große Einstieg in das Fernsehgeschäft verwehrt blieb, stehe für Ausländer der deutsche Medienmarkt ohne Beschränkungen offen. Der ProSieben-Investor und US-Milliardär Haim Saban habe bereits angekündigt, dass er weitere Stationen kaufen wolle.

Die Beteiligung von Verlagen am TV-Geschäft müsse erleichtert werden, forderte der Medienpolitiker aus München. Sonst gebe es für Printmedien keine Zukunft. Das Rechenmodell, mit der die Fusionskontrolle KEK die angebliche Meinungsmacht Springers im Fall einer ProSieben-Übernahme festgestellt habe, sei "völlig verfehlt", sagte Ring. Auch Andreas Arndt, Mitglied der Monopolkommission, würde die KEK am liebsten abschaffen. Es reiche, wenn das Kartellamt festelle, dass ein Medienhaus eine beherrschende Stellung habe. Doch für Dieter Dörr, Vorsitzender der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK), ist die Sicherung der Meinungsvielfalt bei unabhängigen Experten und Gutachtern gut aufgehoben. "Lassen Sie das Medienrecht, wie es ist", rief Dörr.

Doch weniger ausländische Investoren als die neuen Möglichkeiten von Kabelfernsehen und Internet sind für die Fachleute Knackpunkt der Medienzukunft. Online-Anbieter, Netzbetreiber und Kabelfirmen drängen auch als Programm-Macher auf den Markt. So bietet die Telekom über DSL-Breitband bereits Programm an, und die Arena, Tochter der Kabelgesellschaftholding Unity Media, hat sich von der kommenden Saison an die Bundesligarechte gesichert und eine bundesweite TV-Lizenz beantragt.

Wenn die Grenzen zwischen Netzbetreibern und Inhalte-Anbieter schwinden, seien neue Formen von Medienaufsicht notwendig, sagte der Wissenschaftler Horst Röper vom Dortmunder Formatt-Institut. Medienanstalten, KEK und Bundesnetzagentur, die bisher nur die Anbieter von Strom, Telekommunikation und Gas kontrolliert, müssten enger zusammenarbeiten. Allerdings sicherten viele Abspielplattformen über Kabel, Satellit oder Internet noch keine Meinungsvielfalt, sagte Wolfgang Schulz, Direktor des Hans-Bredow-Instituts. Publizistische Inhalte würden immer weiter zurückgedrängt. "Wir müssen immer wieder auch mehr über Journalismus sprechen", forderte Schulz.

Quelle : www.heise.de

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Neue Übernahmegerüchte um ProSiebenSat.1
« Antwort #16 am: 07 Mai, 2006, 13:55 »
München - Die Investoren um den US-Milliardär Haim Saban haben einen neuen Anlauf zum Verkauf des Senders gestartet.

Mitte dieser Woche habe ein großer Präsentationstermin in München mit drei Interessentengruppen stattgefunden, berichtete die Süddeutsche Zeitung am Freitag.
 
Saban habe klar gemacht, dass er einen höheren Preis als beim geplatzten Verkauf an den Springer-Verlag erwarte. Damals sollten 23 Euro pro Stammaktie gezahlt werden, nun gehe es um 30 Euro und mehr. Als Interessenten gelten die Finanzinvestoren Kohlberg Kravis Roberts (KKR) und Permira sowie Apax und Goldman Sachs als auch der französische TV-Konzern TF1.

Die TF 1-Truppe suche nach Expansionsmöglichkeiten. Permira war laut SZ Hauptaktionär der Premiere AG und brachte dem Pay-TV-Anbieter an die Börse. KKR und Permira kauften vor Monaten den TV-Konzern SBS. Goldman Sachs war einst am TV-Sender Vox beteiligt und hielt mit Apax Anteile an Kabel Deutschland. Aufsichtsratschef Saban und seine Kofinanziers disponiere über 88 Prozent der Stammaktien und 12 Prozent befinden sich im Besitz von Springer. Nach Informationen der SZ steht alles zum Verkauf.

Der einzig lohnenswerte Weg sei die Verbindung der Sender von ProSiebenSat.1 mit dem Pay-TV von Premiere. Der Münchner Abonnementsender wäre dann ausschließlich für das Programm zuständig und würde die Pflege der Kundenbeziehungen anderen übertragen. Dafür kämen die Deutsche Telekom, Kabelnetzbetreiber oder Satelliten-Anbieter wie Astra in Frage, meinte die SZ.

Für dieses Modell sei die TF 1-Gruppe nicht kapitalstark genug, so dass eine der Private-Equity-Gesellschaften den Zuschlag erhalten könnte. KKR/Permira und Apax/Goldman Sachs hatten schon per 9. Februar ein Angebot gemacht, das Saban aber nicht reichte. Im September oder Oktober soll das Geschäft beschlossen werden.

Quelle : www.digitalfernsehen.de

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Springer lässt nicht locker: Weitere Klage um Pro Sieben Sat 1
« Antwort #17 am: 22 Juli, 2009, 16:42 »
Berlin - Im Übernahmekampf um die Pro Sieben Sat 1 Media AG will der Medienkonzern Axel Springer nun vor das Bundesverwaltungsgericht ziehen.

Springer will dabei feststellen lassen, ob das Fusionsverbot, das der Bayerische Verwaltungsgerichtshof in München kürzlich festgestellt hatte, rechtens war. Das berichtet der Branchendienst "Meedia".

Der Münchner Verwaltungsgerichtshof hatte eine Berufung von Springer gegen eine Entscheidung des Verwaltungsgerichts München vom November 2007 abgewiesen.
 
Gleichzeitig ließen die Richter aber eine Revision beim Bundesverwaltungsgericht in Leipzig zu. Eine Sprecherin von Springer sagte damals, über den Gang in die Revision sei noch nicht entschieden. Dieser Schritt war aber bereits damals als "zumindest wahrscheinlich" angesehen worden.

Springer hatte am 5. August 2005 den milliardenschweren Kauf des TV-Konzerns von einer Investorengruppe um den US-Milliardär Haim Saban angekündigt. Das Bundeskartellamt sowie die von den Landesmedienanstalten eingesetzte Kommission zur Medienfusionskontrolle (KEK) hatte die Übernahme allerdings untersagt.

Die Medienwächter hatten dies damit begründet, Springer würde durch die Übernahme eine vorherrschende Meinungsmacht erlangen und die Meinungsvielfalt einschränken.

Quelle : www.digitalfernsehen.de

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