Der Comedian Mario Barth hat sich erstmals zum Streit um den Spruch "Nichts reimt sich auf Uschi" geäußert. "Ich habe nie behauptet, dass der von mir wäre", sagte der 38-Jährige dem "Spiegel" (kommende Ausgabe).
"Der Spruch ist Allgemeingut, so wie: ,Heidewitzka, Herr Kapitän!'" Der mit Witzen über das Zusammenleben von Männern und Frauen bekannt gewordene Humorist bart_mario_rtlhatte einen Hersteller abgemahnt, der den von Barth verwendeten Spruch "Nichts reimt sich auf Uschi" auf T-Shirts gedruckt hatte.
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Barths Begründung: "Ich will nur verhindern, dass jemand etwas verkauft und meine Fans denken, es wäre von mir. Das war hier so: Wenn Sie bei Amazon "Mario Barth" und "T-Shirt" eingegeben haben, sind Sie auf die Produkte dieses Herrn gestoßen. Vermutlich hatte er die beiden Begriffe im Quelltext seiner Internetseite verknüpft."
Im vorliegenden Fall gehe es nicht um Urheberrecht, sondern darum, dass Barth beim Patentamt eine Marke angemeldet habe. Zur Erklärung lieferte er im "Spiegel"-Interview anschauliche Vergleiche: "Natürlich können Sie Ihren Sohn als Wunderkind bezeichnen, aber Sie dürfen unter diesem Label keine Mode vertreiben. Klar dürfen Sie am Chiemsee wohnen, aber wenn Sie unter der Marke Sportartikel verkaufen, kriegen Sie Ärger mit der gleichnamigen Firma."
Das "Frühstyxradio" von Radio-ffn bot bereits vor 20 Jahren T-Shirts mit der jetzt umkämpften Aufschrift an. Oliver Kalkofe und Dietmar Wischmeyer gingen Anfang der 90er Jahre sogar unter diesem Motto auf Tournee.
Dass der 38-jährige Barth den Spruch als Marke reklamiert, kommentierte Kalkofe vor einigen Wochen so: "Wenn man es schon schafft, erfolgreich einen alten Witz zu klauen, muss man ihn auch mit allen Mitteln des Gesetzes verteidigen, dafür habe ich volles Verständnis." Und: "Wir haben noch kistenweise alte Kalauer, die wir bedürftigen Komikern gern für ihre Vermarktung zur Verfügung stellen."
Barth, der mit seinen Shows beim Privatsender RTL regelmäßig ein Millionenpublikum findet, hat sich den Spruch in Verbindung mit bestimmten Produkten schützen lassen, darunter "Juwelierwaren, Schmuckwaren, Edelsteine, Porzellan und Steingut, Kämme und Schwämme, Sparbüchsen (nicht aus Metall), nichtsreimtsichaufuschiBettwäsche, Handtücher, T-Shirts, Schuhwaren, Kopfbedeckungen, Fußmatten..."
Quelle:
http://www.satundkabel.de