Autor Thema: BSI rät von Google Wave ab  (Gelesen 460 mal)

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BSI rät von Google Wave ab
« am: 15 September, 2009, 10:31 »
Das für Sicherheit in der Informationstechnik (Bundesamt BSI) hat seinen Lagebericht IT-Sicherheit für das 2. Quartal 2009 (PDF-Dokument) veröffentlicht. Darin hat sich das BSI nach Google Docs und Chrome nun auch Googles geplante Kollaborationslösung Wave zur Brust genommen.

Die Experten des BSI-Lagezentrums raten von der Verwendung der Plattform zur webbasierten Kommunikation ab. Da alle Google-Wave-Daten auf Google-Servern liegen, gelte dieselbe Kritik, die von Datenschützern und dem BSI an Mail, Docs, Calendar und anderen Online-Diensten des Unternehmens geübt wurde: Der Nutzer verliert vollständig die Kontrolle über seine Daten.

Wave ist eine Server-Software, die Funktionen einer Reihe anderer Kommunikations- und Kollaborationsdienste vereint. Benutzer greifen darauf über ein Web-Interface zu und können darin etwa asynchron per E-Mail oder synchron per Chats kommunizieren und gemeinsam an Dokumenten arbeiten. Die Lösung soll in der zweiten Jahreshälfte 2009 veröffentlicht werden.

Darüber hinaus gab das BSI eine Einschätzung der Sicherheitslage von April bis Juni 2009 ab. Diese sei im genannten Zeitraum mit einem erhöhtem Risiko verbunden gewesen – wie bereits im Quartal zuvor. "Insbesondere die fortschreitende Ausbreitung des Conficker-Wurms beeinflusst die Lage der IT-Sicherheit", so Stefan Ritter, Leiter des Nationalen IT-Lagezentrums im BSI. "Trotz verschiedener Gegenmaßnahmen wurde im Juni 2009 ein weiterer erheblicher Anstieg an Neuinfektionen beobachtet."

Eine Gefahr gehe auch weiterhin vom Koobface-Wurm aus, der Nutzer sozialer Netzwerke wie Facebook und MySpace zum Download von Schadsoftware animiert. Koobface geistert seit mehr als einem Jahr durch die Netze und ist auch trotz spezieller Signaturen in Microsofts Malicious Software Removal Tool offenbar nicht totzukriegen. Das BSI sieht auch eine wachsende Gefahren durch manipulierte PDF-Dateien, mit der Angreifer einen PC unter ihre Kontrolle bringen können. Da zahlreiche PDF-Betrachter Lücken aufweisen, prüft das BSI derzeit, ob es sinnvoll ist, einen eigenen, sicheren PDF-Viewer zu entwickeln.

Quelle : www.heise.de

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Google nimmt Stellung zur Kritik des BSI an Wave
« Antwort #1 am: 16 September, 2009, 16:14 »
Der Internetdienstleister Google hat zu der Kritik des BSI an der geplanten Kollaborationslösung Wave Stellung genommen. Man sei sehr überrascht darüber, dass das BSI eine derartige Erklärung über ein Produkt abgegeben hat, das zurzeit weder für Tests noch für den öffentlichen Gebrauch zur Verfügung stehe.

Das BSI hatte in seinem Lagebericht IT-Sicherheit für das 2. Quartal 2009 von der Nutzung von Wave abgeraten. Google Wave sei derzeit nur mit einem Google-Nutzerkonto verwendbar. Da alle Google-Wave-Daten auf Google-Servern lägen, gelte dieselbe Kritik, die von Datenschützern und dem BSI an Mail, Docs, Calendar und anderen Online-Diensten des Unternehmens geübt wurde: Der Nutzer verliere vollständig die Kontrolle über seine Daten.

Laut Google wird Wave zum gegenwärtigen Zeitpunkt aber lediglich einer limitierten Gruppe von vertrauenswürdigen Entwicklern zugänglich gemacht, um vor der Einführung Verbesserungen vorzunehmen. Wie jedes Produkt von Google werde auch Google Wave mit entsprechenden integrierten Datenschutzeinstellungen eingeführt.

"Wir glauben, dass Transparenz und die Freiheit der Auswahl die Grundlagen für Datenschutz bilden. Daher achten wir bei der Entwicklung unserer Produkte darauf, dass Nutzer jederzeit die Wahl haben, wie sie unsere Services nutzen und welche Informationen sie uns zur Verfügung stellen möchten, und dass wir Nutzer darüber informieren, wenn bei Produkten möglicherweise persönliche Informationen vorgehalten werden.", erklärte Kay Oberbeck, Pressesprecher von Google Deutschland, Österreich, Schweiz in einer offiziellen Stellungnahme.

Darüber hinaus ist Google Wave im strengeren Sinne eigentlich kein Dienst von Google, sondern eigentlich eine Architektur, für die Google gerade die Quellcodes veröffentlicht. Damit kann jeder Anwender einen eigenen Wave-Server betreiben und somit zum Wave-Provider werden, mit dem sich Wave-Clients verbinden können. Google ist in dem geplanten Modell nur einer von vielen möglichen Wave-Providern.

Der unter Apache-2-Lizenz stehende Code des Google Wave Federation Protocol enthält den Operational-Transform-Code, laut Google das Herz der Kollaborationslösung, sowie Server und Client, die das Protokoll nutzen.

Quelle : www.heise.de

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