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Gebrauchte PCs gefundenes Fressen für Phisher
« am: 14 August, 2006, 15:14 »
Wenn Sie Ihren alten PC durch ein leistungsfähigeres Modell ersetzen möchten, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass sich auf der alten Festplatte keinerlei persönlichen Informationen mehr befinden. Anderenfalls könnten Sie sich einem nicht abschätzbaren Risiko aussetzen.

Ausrangierte PCs landen in der Regel bei Verwertungsstellen, was letztlich mit den Alt-Rechnern geschieht und vor allem, in welche Hände sie geraten, ist meist unbekannt. Der britische Fernsehsender BBC warnt nun davor, allzu sorglos zu sein, wenn man einen alten Rechner entsorgen möchte. Denn die auf den Festplatten schlummernden Daten sind laut BBC ein gefundenes Fressen für Phisher, die immer auf der Suche nach persönlichen Daten wie etwa Kontonummern und ähnlichem sind.

Konkret wurden die Reporter des Senders in einer Vielzahl von Läden in Lagos, der Hauptstadt von Nigeria fündig. Dort würden Alt-PCs aus nahezu jedem westlichen Land angeboten, so die Reporter. Viele der dort für etwa 30 Euro zum Verkauf angebotenen PCs stammen laut der BBC aus offiziellen, britischen Rückgabestellen.

Grundsätzlich sei gegen das Geschäft mit den alten Rechnern zwar nichts einzuwenden, viele Anwender machen sich jedoch anscheinend keine Gedanken über die Daten, die auf der Festplatte abgegebener PCs gespeichert sind. So sei es "erschreckend einfach gewesen", vermeintlich gelöschte Inhalte auf diesen Rechnern wieder herzustellen. Sensible Daten könnten dann für einen Identitätsdiebstahl missbraucht werden.

Um auf der sicheren Seite zu sein, sollten Anwender Festplatten von alten PCs nicht nur einfach unter Windows löschen, sondern die Platten mittels spezieller Programme wie Disk Wiper Personal 7.0 , Eraser oder Archicrypt Shredder mehrfach überschreiben, damit die gespeicherten Daten auch tatsächlich unwiderruflich gelöscht beziehungsweise kaum noch mit vertretbarem Aufwand wieder herstellbar sind. Und wenn Sie ganz sicher gehen wollen, geben Sie einen alten PC einfach ohne Festplatte bei einer Verwertungsgesellschaft ab.

Quelle : www.pcwelt.de

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