Der Linux-Distributor Ubuntu berichtet in einem Advisory von einer Schwachstelle im Linux-Kernel 2.6.8, mit der sich das System zum Absturz bringen lässt. Dazu genügt es, dass ein Angreifer präparierte UDP-Pakete an den SNMP-Dienst (snmpd) sendet. SNMP (Simple Network Management Protocol) dient zum Administrieren von Systemen über das Netzwerk.
Laut Ubuntu ist der Fehler nur in Ubuntu 4.10 alias Warty Warthog zu finden. Neue Pakete der Herstellers bügeln den Fehler aus. Hoary Hedgehog (Ubuntu 5.04) mit Kernel 2.6.10 ist nicht betroffen. Laut Datenbankeintrag auf Securityfocus ist Suse 9.2 auch verwundbar, da dort ebenfalls noch der Kernel 2.6.8 verwendet wird.
Einem Eintrag in der Debian-Fehlerdatenbank zufolge ist der Fehler bereits seit dem 16. Mai dieses Jahres bekannt und soll mit 2.6.9 rc2 beseitigt worden sein. Allerdings wurde er damals nicht als sicherheitsrelevnat markiert. Auch in Debians aktueller Distribution Sarge kommt auf Wunsch der Kernel 2.6.8 zum Einsatz. Ob die Lücke dort ebenfalls Systeme für DoS-Attacken anfällig macht oder der Fehler bereits behoben wurde, ist bislang unbekannt.
UpdateNach Angaben von Marcus Meissner, Suse Security Team, ist SUSE Linux 9.2 nicht betroffen. Der darin enthaltene Kernel sei ein 2.6.9-rc2 Kernel, in dem der Fix bereits enthalten ist.
Quelle und Links :
http://www.heise.de/newsticker/meldung/63063